Worum geht es? Eine neue Phishing-Angriffswelle gegen Nutzer des Messengers Signal sorgt aktuell für große Besorgnis bei Sicherheitsbehörden. Dabei geht es nicht um eine Schwachstelle der App selbst, sondern um gezielte Täuschung der Nutzer.
Was passierte? Behörden wie das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verfassungsschutz warnen vor zunehmenden Phishing-Kampagnen über Messenger wie Signal.
Wer sind die Opfer? Die Angriffe richten sich oft gezielt gegen Politiker, Journalisten und Aktivisten, können aber grundsätzlich jeden treffen. Auch die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer, berichtet der Spiegel.
Wer sind die Täter? Teilweise stehen laut Ermittlern staatlich unterstützte Hackergruppen hinter den Angriffen. In aktuellen Fällen wurden bereits Konten übernommen und interne Kommunikation wurde ausgespäht.
Was ist die Masche? Angreifer geben sich als Signal-Support oder vertrauenswürdige Kontakte aus. Sie schicken Nachrichten mit Links, QR-Codes oder angeblichen Sicherheitswarnungen.
Was ist das Ziel? Nutzer dazu zu bringen, Verifizierungscodes (SMS) weiterzugeben, PINs preiszugeben oder auf Fake-Webseiten zu klicken. Sobald diese Daten übermittelt werden, können Angreifer das Konto übernehmen und sich als Opfer ausgeben.
Was ist wichtig? Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Signal ist nicht gebrochen. Stattdessen wird der Mensch angegriffen ("Social Engineering"). Das macht solche Attacken besonders gefährlich.
Wie schützt man sich? Keine Codes weitergeben – auch nicht an angeblichen Support. Misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten (auch von bekannten Kontakten) sein. Registrierungssperre (PIN) in Signal aktivieren. Keine unbekannten Links oder QR-Codes öffnen. Im Zweifel Kontakt über einen anderen Kanal verifizieren.
Was ist zu beachten? Offiziell gilt: Signal kontaktiert Nutzer niemals ungefragt mit Sicherheitsanfragen.
Worum geht es? Um zwei südkoreanische Piloten, die offenbar zu oft Top Gun gesehen haben. Um spektakuläre Aufnahmen zu machen, führten die beiden ein waghalsiges Flugmanöver durch. Das ging nicht gut aus.
Was war konkret? Der Vorfall stammt aus dem Dezember 2021, wurde aber erst jetzt bekannt. Ein Pilot der Republic of Korea Air Force steuerte sein Kampfjet mit 580 km/h auf ein anderes Flugzeug zu.
Aber? Er verschätzte sich beim Abstand und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche der zweiten Maschine. Das Ganze geschah außerhalb der regulären Einsatz- und Trainingsvorgaben.
Was waren die Folgen? Für die Piloten ging alles ohne Verletzung aus, aber die Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Die Reparatur kostete fast 600.000 US-Dollar. Die sollte der Soldat selbst zahlen.
Warum machte er das überhaupt? Es war sein letzter Tag, er war versetzt worden. Die Strafe wurde später auf 50.000 Euro herabgesetzt, weil der Flugwaffe eine Teilschuld gegeben wurde (die Verwendung von Kameras war nicht geregelt).
Was macht der Pilot heute? Er fliegt bei einer kommerziellen Fluglinie.
Worum geht es? Am 19. April entwendete ein gebürtige Chilene im Restaurant Capital Burger in der Innenstadt von Washington die Gucci-Tasche der damaligen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Was war in der Tasche? Der Führerschein von Noem, ihre Schlüssel, Schecks, die Kreditkarte, ihr Reisepass, 3.000 Dollar in bar und ihr Dienstausweis des Heimatschutzministeriums. Mit einer ihrer American Express Kreditkarten ging der Dieb nachher essen.
Warum hatte sie so viel Geld dabei? Das Heimatministerium erklärte, Noem habe einen größeren Geldbetrag abgehoben, weil ihre Kinder und Enkelkinder über die Osterfeiertage in der Stadt waren.
Was passierte nun? Der Mann wurde gefasst, im Prozess im November gestand er drei Taten, auch den Diebstahl der Tasche. Nach der Verbüßung der Strafe kann er abgeschoben werden, dafür gab der Berufskriminelle seine Zustimmung.
Hat er eine kriminelle Biographie? Kann man so sagen, sie umfasst drei Kontinente. 1995 wurde er in Chile wegen Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt. Ab 2013 folgten sieben Verurteilungen in London, die meisten davon wegen Diebstahls.
Warum wurde das nun wieder Thema? Weil das Strafmaß bekannt gegeben wurde. Der Dieb wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.
Worum geht es? Die Druschba-Pipeline ist seit Dienstag wieder intakt. Nach Angaben aus ukrainischen Energiekreisen wurde der Ölfluss am Mittag wieder aufgenommen, nachdem Reparaturen abgeschlossen worden waren.
Seit wann war sie kaputt? Der Betrieb war seit Ende Jänner unterbrochen, nachdem die Pipeline infolge eines Drohnenangriffs im Kontext des Ukraine-Kriegs beschädigt worden war.
Wer wird beliefert? Aktuell betrifft die Wiederinbetriebnahme vor allem den südlichen Abschnitt der Pipeline, über den Länder wie Ungarn und die Slowakei mit Öl versorgt werden. Trotz der Wiederaufnahme gilt die Lage weiterhin als unsicher.
Was ist das große Bild? Die Druschba-Pipeline zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl in Europa. Sie verläuft von Russland über Belarus und die Ukraine in mehrere mitteleuropäische Staaten.
Wie wurde sie zum politischen Zankapfel? Weil kein Öl kam, blockierte Ungarn einen Kredit der EU für die Ukraine im Wert von 90 Milliarden Euro. Da nun das Öl fließt, kann auch das Geld fließen.
Worum geht es? Ein Streich vor einer Hochzeit richtete am Neptunbrunnen in Florenz schweren Schaden an. Eine Touristin kletterte am vergangenen Samstag auf den "Biancone"-Brunnen, um den Penis der Statue zu berühren. Beamte griffen ein.
Warum machte sie das? Wegen einer Wette. Die Frau sagt, sie sei von einer Hochzeitsgesellschaft dazu animiert worden.
Was ist der "Biancone"-Brunnen? Das Monument wird von Pferden umschlossen, die einen muschelförmigen Wagen am Fuße einer Statue des römischen Meeresgottes Neptun ziehen.
Warum ist das wichtig? Weil die 28-Jährige auf die Pferde kletterte, um den Penis erreichen zu können. Dabei entstand an den Beinen der Pferde, auf die sie geklettert war, sowie an dem Fries, an dem sie sich festgehalten hatte, um nicht auszurutschen, Sachschaden.
Was kostete die Reparatur? Rund 5.000 Euro. Die Polizei zeigte die Frau, deren Nationalität nicht genannt wurde, wegen Sachbeschädigung an.
Von wem ist die Statue? Das Becken, geschaffen vom Bildhauer Bartolomeo Ammannati, wurde 1559 von Cosimo I. de’ Medici in Auftrag gegeben, um die Hochzeit seines Sohnes Francesco I. de’ Medici mit Großherzogin Johanna von Österreich zu feiern.
Worum geht es? Am Wochenende lief ein Roboter in China alles davon, nun überraschte eine Maschine mit ihren Kenntnissen im Tischtennisspielen. Die mechanischen Kerle werden immer besser.
Was war in China? Bei einem Halbmarathon in Peking am Sonntag erreichte ein vom Smartphone-Hersteller Honor entwickelter Roboter das Ziel in 50 Minuten und 26 Sekunden – fast sieben Minuten schneller als der Weltrekord der Männer.
Und nun? Der Roboter Ace wurde von Sony AI entwickelt und ist ein hochentwickeltes Tischtennis-System. Jetzt trat er in offiziellen Matches gegen versierte Tischtennisspieler an, berichtet Nature.
Was heißt versiert? Ace nahm es mit fünf Elite-Spielern (definiert als Leistungssportler mit mehr als zehn Jahren intensivem Training) und zwei Profispielern (definiert als Athleten, die in offiziell anerkannten Profiligen antreten) auf.
Wie wurde gespielt? Nach den Regeln des Internationalen Tischtennisverbands (ITTF).
Wie schlug sich Ace? Er errang drei Siege in fünf Spielen gegen Elite-Spieler und zeigte in den übrigen Spielen konkurrenzfähige Leistungen.
Wie ist das einzuordnen? Das System ist das erste Robotersystem, das in einem echten, schnellen Rückschlagsport auf Expertenniveau konkurriert.
Worum geht es? Noch sieben Wochen, dann beginnt in den USA, Kanada und Mexiko die Fußball-WM. Fans müssen tief in die Tasche greifen und das nicht nur für Tickets.
Sondern? In den USA ist nun eine Debatte über Verkehrsmittel ausgebrochen. Mikie Sherrill, Gouverneurin von New Jersey, klagte über die stark überhöhten Zugfahrpreise.
Was meint sie? Eine 30-minütige Fahrt mit dem NJ Transit-Zug von New York zum MetLife Stadium in New Jersey kostet 150 Dollar (rund 130 Euro). Für die Fahrt zum Stadion gibt es keine Ermäßigungen, daher müssen auch Kinder und Senioren den vollen Preis zahlen.
Kostet das immer so viel? Nein, der reguläre Preis beträgt 13 Dollar.
Gibt es Alternativen? Ja, einen Shuttlebus. Das Ticket kostet 80 Dollar. Sherrill fordert, dass die FIFA die öffentlichen Verkehrsmittel fördert.
Was sagt die FIFA? Sie sieht kein Problem. Wichtig sei, dass die Menschen nicht mit Privatfahrzeugen anreisen, denn das gibt es Stau und die Matches beginnen nicht pünktlich.
Welche Spiele finden in New Jersey statt? Acht, darunter das Finale.
Worum geht es? Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Kerosin wird in einigen Teilen der Welt knapp, und in Europa steht der Sommerurlaub vor der Tür. Nun will die EU reagieren.
Was ist geplant? Die Kommission will am Mittwoch ein Maßnahmenpaket zur Energieversorgung vorlegen, Kerosin ist ein Schwerpunkt dabei. Am Donnerstag sollen die EU-Staats- und Regierungschefs darüber beraten.
Wie ist die Lage? Momentan droht nach einhelliger Einschätzung keine Notlage. Das könnte sich in ein paar Wochen aber ändern.
Welches versteckte Problem gibt es? Fluggesellschaften haben Startrechte. Bei geringer Auslastung einer Strecke schreiben die EU-Vorschriften jedoch eine Neuverteilung der Start- und Landerechte vor.
Und? Es besteht die Gefahr, dass – wie während der Covid-Pandemie – Scheinflüge durchgeführt werden, um die Startrechte an strategischen Flughäfen zu erhalten.
Was ist die Lösung? Dass die Fluggesellschaften von der EU eine Reduzierung der Flüge zugestanden bekommen, ohne dass die sogenannten Slots verloren gehen. Und: Sie hoffen auf eine Aussetzung des Emissionshandels, also der Zahlung für Flugzeugemissionen.