Worum geht es? Die US-Regierung erwägt offenbar mögliche militärische Schläge gegen den Iran, dafür besteht ein Zeitfenster „am kommenden Wochenende“.
Warum jetzt plötzlich? US-Militär verfügt inzwischen über genügend militärische Stärke im Nahen Osten, inklusive Kriegsschiffen, Flugzeugträgern und Kampfjets. Präsident Donald Trump hat aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.
Was sagt Trump? Der US-Präsident hat offen gewarnt, dass ein militärischer Schlag gegen Iran eine Option sei, falls diplomatische Gespräche scheitern.
Was ist der politische Hintergrund? Die stockenden indirekten Atomgespräche zwischen Iran und USA in Genf. Es gab zwar Verhandlungen, aber keinen Durchbruch.
Wie ist das Säbelrasseln zu hören? Die USA warnen Teheran, dass sie bereit sind, Gewalt anzuwenden, wenn der Iran weiterhin nicht auf Kern- und Raketenfragen eingeht. Iran betont zugleich, es wolle keinen Krieg, warnte aber vor Gegenwehr bei einem Angriff.
Wie reagiert Putin? Russland, ein verbündeter Partner Irans in Teilen der Weltpolitik, warnte die USA davor, einen Angriff zu starten – weil das die Lage noch weiter eskalieren könnte.
Worum dreht sich der Streit? Um das Atomprogramm. Der Iran will das Recht auf Urananreicherung behalten und bietet nur begrenzte Einschränkungen an; die USA drängen auf strikte Kontrollen und Einschränkungen.
Worum geht es? Er holte in Italien allein so viele Goldmedaillen wie Österreich insgesamt. Der Norweger JHøsflot Klæbo ist der Medaillen-Star der Winterspiele. Das hat auch pragmatische Gründe.
Wie viele Medaillen hat er? Fünf sind es bisher in Italien, insgesamt hat Klæbo bei Olympia zehnmal Gold geholt. Damit liegt nur mehr Michael Phelps vor ihm, der Ausnahmeschwimmer ist mit 23 Goldmedaillen erfolgreichster Olympionike aller Zeiten.
Was macht ihn einzigartig? Der Klæbo-Kliv". Er bewältigt Anstiege mit einem so deutlich höheren Tempo als seine Konkurrenten, dass sein Aufstieg einen eigenen Namen bekommen hat.
Was nimmt er dafür auf sich? Disziplin, das betrifft auch Freundin Pernille Dösvik. Die beiden sind seit 2018 ein Paar. Er likte ein Foto von ihr auf Instagram, sie addete ihn auf Snapchat. Liebe halt.
Was zeichnet die Beziehung aus? Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, er steht um sechs Uhr früh auf und es gibt ein Kussverbot?
Kussverbot? Ja, bei der WM im Vorjahr erzählte sie: "Wenn ich mit Freunden im Kino war, muss ich zwei Tage mit Mama und Papa in Quarantäne, um sicherzugehen, dass ich keine Infektion mit nach Hause bringe."
Was ist jetzt aber mit den Küssen? Es fiel auf, dass es zwischen Klæbo von Dösvik keine Siegerbussis gibt, nicht einmal einen Handschlag. Das ist Folge einer Regel im norwegischen Verband. Keine Küsse, keine Umarmungen, kein Sex bei wichtigen Wettkämpfen – die Infektionsgefahr ist zu groß.
Worum geht es? Die Europäische Union arbeitet an einem 20. Sanktionspaket gegen Russland. Anlass ist wie bisher der anhaltende Krieg in der Ukraine.
Was ist das Ziel? Das Paket soll den Druck auf Moskau weiter erhöhen, indem es unter anderem Schiffe, maritime Dienstleistungen und Energie‑Handelswege ins Visier nimmt.
Was ist damit gemeint? Die EU will hunderte Schiffe sanktionieren, die russisches Öl über intransparente Routen transportieren, um frühere Sanktionen wie Preisdeckel oder Einfuhrverbote zu umgehen. Es geht dabei um die sogenannte Schattenflotte.
Was noch? Maritime Dienstleistungen sollen verboten werden. EU-Unternehmen dürfen russische Öl‑ und Tankerschiffe keine Wartung, Versicherungen und auch kein Hafenservice mehr anbieten.
Warum ist das umstritten? Weil damit viel Geld verdient wird. Griechenland legt sich nun offiziell gegen den geplanten harten Ausschluss von maritimen Dienstleistungen für russische Schiffe quer.
Was ist das Argument? Ein rigoroses Verbot von Dienstleistungen könnte große wirtschaftliche Einbußen oder rechtliche Risiken bedeuten. Es würde nicht nur griechische Firmen treffen, sondern auch andere globale Akteure aus Indien oder China stärken, die Russland künftig noch günstiger versorgen könnten.
Welches Risiko besteht noch? "Deflagging": strengere EU‑Regeln könnten dazu führen, dass Schiffe ihre Registrierung "abwählen" – also unter Flaggen von Drittstaaten fahren –, um Sanktionen zu entgehen; das könnte die Kontrolle weiter erschweren.
Was passiert nun? Damit EU‑Sanktionen verbindlich werden, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen – einschließlich Griechenland, Ungarn und eventuell anderer Länder, die Bedenken geäußert haben.
Also? Entweder die Bestimmungen werden verwässert oder das Sanktionspaket kommt nicht. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die EU viel über Maßnahmen redet, aber bei der Umsetzung uneinig ist. Am 24. Februar soll eine Entscheidung fallen.
Worum geht es? Die australische Fernsehjournalistin Danika Mason, die für den Sender Channel Nine von den Winterspielen berichtet, wirkte während einer Live‑Sendung merkbar beschwipst oder betrunken, wie hier zu sehen.
Was war genau? Mason war am Mitttwoch live zugeschaltet, um das Geschehen zu analysieren. Sie sprach aber unverständlich, lallend und teilweise zusammenhangslos über Dinge wie Kaffeepreise und Leguane, was bei vielen Zuschauern für Irritation sorgte.
Wie reagierten die Kollegen? Die beiden Co‑Moderatoren im Studio waren peinlich berührt und versuchten, die Situation herunterzuspielen. Sie warfen ein, dass das kalte Wetter die Sprache beeinflussen könne.
Wie fielen die Reaktionen aus? In Australien wurde der Vorfall breit diskutiert — sogar Politiker, darunter der Premierminister, äußerten sich und fragten, was da los war. Auf Social Media verbreitete sich der Clip schnell.
Wie reagierte die Reporterin? Mason hat sich öffentlich entschuldigt und gesagt, sie habe die Situation "falsch eingeschätzt". Sie erklärte, dass sie davor Alkohol getrunken habe und außerdem Kälte, hohe Höhe und fehlendes Abendessen ihre Artikulation beeinflusst hätten.
Worum geht es? In Los Angeles findet derzeit ein möglicherweise folgenreicher Gerichtsprozess gegen soziale Medien statt. Nun musste Meta-Chef Mark Zuckerberg aussagen.
Warum folgenreich? Es handelt sich um einen Testfall für über 1.600 ähnliche Klagen – viele davon ebenfalls gegen Meta und YouTube oder andere Plattformen.
Was ist die Anklage? Eine heute 20‑jährige Kalifornierin (genannt „KGM“) hatte 2023 Vorwürfe gegen YouTube, TikTok, Snap und Meta erhoben. Sie hätten ihre Plattformen so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche süchtig werden.
Wie erlebte sie das selbst? Die Klägerin erklärt, sie habe Instagram schon als Kind benutzt, obwohl sie eigentlich zu jung war, und das habe wesentlich zu ihren Problemen beigetragen. Bei ihr habe das zu Körperdysmorphie, Angstzuständen und Depressionen geführt.
Warum war Zuckerberg geladen? Die Klägerin hat sich außergerichtlich mit TikTok und Snap geeinigt, über Details herrscht Verschwiegenheit. Gegen Meta und YouTube findet nun ein Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof von Kalifornien statt.
Was ist der Kernpunkt der Anklage? Soziale Medien seien bewusst so aufgebaut, dass sie "süchtig" machen, z. B. durch Funktionen wie Endlos‑Scrollen, automatische Vorschläge, Likes & Algorithmen.
Welche Rolle fällt Zuckerberg zu? Interne Dokumente sollen zeigen, dass Meta den Fokus auf Engagement und Nutzungszeit gelegt hat, was besonders junge Nutzende besonders anzieht. Mitarbeiter hätten bei Führungskräften erfolglos dafür plädiert, die Schutzmaßnahmen zu verstärken.
Wie groß ist das Problem? Meta, dem Instagram und Facebook gehören, hat weltweit über 3,5 Milliarden Nutzer. Schon 2015 (darauf bezieht sich die Klage) nutzte etwa ein Drittel aller 10- bis 12-Jährigen in den Vereinigten Staaten Instagram.
Wie verteidigt sich Meta? "KGM" sei nicht wegen digitaler Sucht in Therapie gewesen, sondern aufgrund von Problemen in ihrer Familie. Es wurden sogar medizinische Unterlagen vorgelegt.
Was sagte Zuckerberg? Instagram sei kein schädliches Produkt, sondern ein wertvoller Dienst. Er hielt sich kurz, die häufigste Antwort war: "Sie stellen das falsch dar".
Was war mit den Brillen? Richterin Carolyn Kuhl odnete an, dass alle Anwesenden im Gerichtssaal ihre Smartglasses abnehmen müssten, da sie befürchtete, jemand könnte die Zeugenaussagen mit KI-gestützten Brillen wie denen von Meta aufzeichnen.
Worum geht es? Das peruanische Parlament hat José María Balcázar zum neuen Präsidenten und Parlamentspräsidenten gewählt. Da der Präsident zugleich Staatsoberhaupt ist, regiert er nun übergangsweise.
Wer ist Balcázar? Er gehört der linksgerichteten Partei Perú Libre an und ist 83 Jahre alt. Balcázar war zuvor Richter und langjähriger Abgeordneter.
Wie kam er ins Amt? Balcázar setzte sich in einer Stichwahl im Kongress gegen mehrere andere Kandidaten durch und übernimmt das Amt, bis in Peru bei den Wahlen am 12. April ein regulärer Präsident gewählt wird (Amtseinführung voraussichtlich im Juli 2026).
Wie lange hielt sein Vorgänger durch? José Jerí wurde nach nur vier Monaten vom Parlament abgesetzt. Der Grund waren Korruptionsvorwürfe, unter anderem über nicht offengelegte Treffen mit chinesischen Geschäftsleuten.
Peru wechselt oft, oder? Peru hat in den vergangenen zehn Jahren acht Präsidenten gehabt, Balcázar ist der neunte. Vier wurden ihres Amtes enthoben; zwei weitere traten vor dem Ende ihrer Amtszeit zurück. Die letzte Person, die ihre volle Amtszeit regulär beendete, war Präsident Ollanta Humala (2011–2016).
Worum geht es? In Washington fand am Donnerstag die erste Sitzung des von Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrates statt. Der US-Präsident nutzte den Event als große Bühne und für Ankündigungen.
Wie lobte er sich und sein Projekt? "Das Gaza-Friedensgremium ist das wichtigste und angesehenste der Welt", sagte Trump bei der konstituierenden Sitzung. "Ich habe in meinem Leben schon andere Gremien gesehen, und die waren nichts im Vergleich dazu", fügte er hinzu.
Was ist der Friedensrat? Ein internationales Gremium, das laut Trump zur Förderung von Frieden, Stabilität und Wiederaufbau in Krisengebieten – insbesondere im Gazastreifen – dienen soll. Kritiker sehen eine Art Gegen-UNO.
Gibt es dafür nicht die eigentliche UNO? "Der Friedensrat wird quasi als Kontrollinstanz für die Vereinten Nationen fungieren, um deren ordnungsgemäßes Funktionieren zu gewährleisten", wies Trump die Plätze zu. Er äußerte gleichzeitig sein Vertrauen, dass die UN "eines Tages viel stärker sein wird".
Wer nahm diesmal teil? Zu dem Treffen waren Vertreter von über 40 Staaten geladen, darunter auch einige, die nicht Teil der Allianz sind. Länder wie die Schweiz reisten als Beobachter an, ebenso Vertreter der EU.
Wie viel Geld wurde schon gesammelt? Laut Trump 7 Milliarden US-Dollar. Das Geld käme von Kasachstan, Aserbaidschan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan und Kuwait.
Was hoch sind die US-Zahlungen? Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, 10 Milliarden Dollar zum Friedensrat beizutragen.
Wer ist als Sponsor an Bord? Die FIFA werde dabei helfen, 75 Millionen Dollar für fußballbezogene Projekte in Gaza aufzubringen, sagte Trump. Dann lobte er Präsident Gianni Infantino, der ihm zuvor einen FIFA-Friedenspreis verliehen hatte.
Wie geht es weiter? Es soll offenbar mehrere dezentrale Konferenzen geben, um Geld einzusammeln, etwa in Japan. Daran sollen Südkorea, Singapur und die Philippinen teilnehmen. Auch in Norwegen soll es eine derartige Veranstaltung geben.
Warum da? "Als ich las: 'Ich freue mich sehr, bekannt geben zu können, dass Norwegen…', dachte ich, sie würden mir den Nobelpreis verleihen", witzelte Trump. "Oh, das ist weniger aufregend. Aber das ist mir egal. Mir ist der Nobelpreis egal. Mir geht es darum, Leben zu retten, nur damit Sie es wissen."
Was wurde abseits publik? Laut einem Bericht des Guardian, der sich auf Dokumente des Friedensrates beruft, plant die US-Regierung den Bau eines Militärstützpunkts für 5.000 Soldaten im südlichen Gazastreifen.
Welches persönliche Interesse hat Trump am Friedensrat? Er ist Vorsitzender auf Lebenszeit.
Worum geht es? Im September 2024 lud die Coca-Cola Beverages Northeast zu einer zweitägige Reise und Netzwerkveranstaltung in Connecticut ein – allerdings ausschließlich Frauen.
Was passierte jetzt? Der Vertriebs- und Abfüllbetrieb von Coca Cola wird wegen sexueller Diskriminierung im Zusammenhang mit einer Firmenveranstaltung, bei der Männer ausgeschlossen waren, verklagt.
Von wem? Von der US-amerikanischen Kommission für Chancengleichheit im Arbeitsleben (EEOC). Die Equal Employment Opportunity Commission untersucht Beschwerden wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Warum ist das bemerkenswert? Es handelt sich um die erste derartige Klage einer Bundesbehörde im Zusammenhang mit Diversität am Arbeitsplatz während der zweiten Amtszeit von Präsident Trump. Er hat die Abschaffung derartiger Richtlinien zu einer Priorität seiner Regierung gemacht.
Wie? Kurz nach seinem Wiedereintritt unterzeichnete er eine Exekutivverordnung, die auf Diversität, Gleichstellung und Inklusion abzielte und eine jahrzehntealte Exekutivverordnung aufhob, die darauf abzielte, Menschen mit dunkler Hautfarbe und Frauen gleiche Chancen am Arbeitsplatz zu gewährleisten.
Was ist nun der Vorwurf der EEOC? "Coca-Cola Northeast hat keine männlichen Mitarbeiter zu der Veranstaltung eingeladen."
Das sieht ein Mann problematisch? Nein, die Generalberaterin der EEOC, Catherine Eschbach, sagte in einer Stellungnahme, dass der Ausschluss von Männern von einer vom Arbeitgeber gesponserten Veranstaltung einen Verstoß gegen Bundesrecht darstelle, den die Behörde "gegebenenfalls durch Rechtsstreitigkeiten beheben wird".























































