Worum geht es? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat während einer Pressekonferenz den ungarischen Premierminister Viktor Orban mit militärischer Gewalt bedroht.
Was hat Selenskyj gesagt? Wortwörtlich: "Wir hoffen, dass keine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockiert." Falls doch, werde man die Adresse dieser Person "an unsere Streitkräfte, an unsere Burschen weitergeben – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".
In welchem Zusammenhang fiel diese Äußerung? Es geht um einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine, dessen Auszahlung Orban als einziger EU-Staatschef blockiert. Der ukrainische Präsident hat die Drohung laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN in einer Pressekonferenz am Donnerstag ausgesprochen.
Wie reagierte die EU? Sie verurteilte die "inakzeptablen" Drohungen: "Diese Art von Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", so der Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill. "Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen" und gemeinsame Ziele zu erreichen, so Gill.
Was ist der Hintergrund? Ungarn gehört zu den vehementesten Gegnern der EU-Politik, den Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion mit Milliardenzahlungen zu unterstützen. Im Gegenzug hat die Ukraine eine Ölpipeline von Russland nach Ungarn blockiert – angeblich verhindere ein technisches Problem eine rasche Reparatur.
Was ist das größere Bild? In Ungarn wird Anfang April gewählt, für Amtsinhaber Viktor Orban stehen die Chancen derzeit eher schlecht. Aber der Konflikt mit der Ukraine spielt ihm politisch in die Hände, er könnte sich dadurch als "Retter der ungarischen Interessen" stilisieren, so Polit-Beobachter.
Wie viel Geld hat die Ukraine bereits von der EU bekommen? Aktuell sind es knapp unter 200 Milliarden Euro, und zwar in Form von Finanzhilfen, militärischer Unterstützung und Krediten. Weitere Leistungen in der Höhe von insgesamt etwa 140 Milliarden sind beschlossen, dazu gehört auch der 90-Milliarden-Kredit, den Ungarn blockiert.
Worum geht es? Um einen ungewöhnlichen Schritt. In Interviews mit US-Medien bekundete Donald Trump die Absicht, den nächsten Führer im Iran mitbestimmen zu wollen. Und er legte ein neues Ziel fest.
Nämlich? Er will keine Verhandlungen und kein Abkommen mehr abschließen. Stattdessen fordert er auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Nach dem Krieg sollen die USA das Land wieder aufzubauen, um es "wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor".
Was ist der Hintergrund? Der bisherige iranische Oberführer Ali Khamenei wurde am 28. Februar bei einem Angriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet. Danach begann im Iran eine Macht- und Nachfolgekrise.
Wer führt nun das Land? Vorübergehend ein Übergangsrat, bis ein neuer Oberster Führer gewählt wird. Als Favorit gilt Mojtaba Khamenei, Sohn des bisherigen Staatschefs.
Aber? Trump sagte nun, die USA müssten eine Rolle bei der Auswahl des nächsten iranischen Führers spielen. Er wolle jemanden, der "Frieden und Stabilität" bringt.
Hält er Mojtaba Khamenei für geeignet? Klingt nicht so. Er nannte ihn "inakzeptabel". Die USA müssten "in den Prozess der Auswahl eingebunden sein".
Warum wird das schwierig? Laut iranischer Verfassung entscheidet eigentlich ein religiöses Gremium im Iran selbst über den neuen Führer.
Also doch Bodentruppen? Der US-Präsident schloss das aus. Eine Bodeninvasion im Iran sei eine "Zeitverschwendung".
Worum geht es? Am Freitag hat die britische Polizei vier mutmaßliche Spione mit Verbindungen zum Iran festgenommen. Sie sollen Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausspioniert haben.
Was weiß man über die Personen? Laut Polizei handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger im Alter zwischen 22 und 55 Jahren.
Wo kam es zu den Festnahmen? Sie erfolgten bei Einsätzen in Nord-London und in Watford. Zusätzlich wurden sechs weitere Männer in Gewahrsam genommen, weil sie einem der Verdächtigen geholfen haben sollen.
Was ist der Hintergrund? Die Ermittlungen laufen unter dem britischen National Security Act und sind Teil einer längerfristigen Anti-Spionage-Untersuchung gegen iranische Aktivitäten im Vereinigten Königreich.
Was wird den Personen vorgeworfen? Neben der Beobachtung jüdischer Einrichtungen sollen sie mögliche Sicherheitslücken oder Bewegungen von Personen dokumentiert und Informationen an Kontakte weitergegeben haben, die mit dem Staat Iran verbunden sind.
Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hatte 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt. Nun sind sie wieder da.
Warum ist das brisant? Einige der neu freigegebenen Akten enthalten unbestätigte und nicht verifizierte Aussagen gegen Donald Trump, die in früheren Versionen der Veröffentlichung fehlten, weil sie offenbar fälschlicherweise als Duplikate markiert wurden.
Was ist der Inhalt? In FBI‑Interviews sagt eine Frau, sie sei in den 1980er‑Jahren als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden. Die Vorwürfe sind bisher nicht durch weitere Beweise bestätigt und von Trump bestritten worden.
Wie wird das Verschwinden erklärt? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht werden sollten, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.
Was wurde überprüft? Man wollte etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.
Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.
Worum geht es? Hollywoodstar Daryl Hannah ("Kill Bill") war Anfang der 1990er-Jahre in einer On-Off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., dem Sohn des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Jahrzehntelang hat sie ihre Erinnerungen an die Beziehung für sich behalten, jetzt brach sie ihr Schweigen.
Weshalb? Die Schauspielerin ist sehr unglücklich mit der Art, wie sie in der neuen Mini-Serie von Disney Plus "Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette" dargestellt wird und hat ihrem Ärger nun in einem Essay für die New York Times Luft gemacht.
Worum geht es in der Serie? Um das Liebesleben des Präsidentensohnes und wie er von der Beziehung mit Daryl Hannah zu jener mit der Calvin Klein-Mitarbeiterin Carolyn Bessette wechselte, die er schließlich heiratete.
Was ärgert die Schauspielerin? Eigentlich alles an der Darstellung ihrer Person. "Die in der Serie dargestellte Figur 'Daryl Hannah' ist nicht einmal annähernd eine akkurate Darstellung meines Lebens, meines Verhaltens oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr", so die 65-Jährige in der New York Times.
Was wird über sie behauptet? Dass sie Kokain von einem antiken Möbel im Haus der Kennedys geschnupft hätte, oder dass sie den Krebstod von JFK Jrs. Mutter Jackie Kennedy Onasis mit dem Tod eines Hundes verglichen hätte.
Was wurde aus JFK Jr. und Carolyn Bessette? Das Ehepaar – sie heirateten im September 1996 – kam drei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz vor der Insel Martha's Vineyard ums Leben.
Und Daryl Hannah? Sie ging 2014 eine Beziehung mit dem Musiker Neil Young (80) ein und ist seit 2018 mit ihm verheiratet.
Worum geht es? Der deutsche Axel-Springer-Verlag (u.a. Bild, Welt, Politico) kauft das britische "Telegraph"-Medienhaus vom bisherigen Eigentümer, dem US-Investmentunternehmen Redbird IMI. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Der Kaufpreis beträgt 575 Millionen Pfund (ca. 660 Millionen Euro).
Wofür steht der Telegraph? Die 1855 gegründete Zeitung versteht sich als konservative Speerspitze der britischen Verlagslandschaft. Neben der Tageszeitung gehören eine Sonntagszeitung (Sunday Telegraph), ein Online-Portal sowie diverse Magazinbeilagen zum Produkt-Portfolio des Verlages.
Warum expandiert Springer nach Großbritannien? Der Telegraph steht bereits seit 20 Jahren auf der Einkaufsliste des deutschen Verlags, wie Springer-Chef Mathias Döpfner erklärte. "Nun wird unser Traum wahr".
Was ist der Plan? Ziel sei es laut Springer einerseits, den Telegraph zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen". Und in weiterer Folge damit auf den US-Markt zu expandieren. Dort ist Springer bereits mit dem Polit-Portal Politico aktiv.
Was muss man über den Telegraph wissen? Er ist eine der traditionsreichsten Zeitungen Großbritanniens, war aber zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten. Mit den Millionen von Springer soll jetzt der Sprung in die digitale Zuunft gelingen.
Worum geht es? Seit dem Beginn des Angriffs auf den Iran dreht der Welthandel mit Öl am großen Rad. Die USA haben nun erste Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu stabilisieren.
Was ist der Hintergrund? Durch die Straße von Hormus laufen rund 30 Prozent des weltweiten Ölhandels. Die Sperre der Straße durch den Iran hat zu einer Verknappung geführt, die Preise schossen in die Höhe.
Was machen die USA nun? Sie erlauben 30 Tage lang, dass Indien russisches Öl kaufen darf, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Indien ist einer der größten Ölimporteure der Welt und kauft seit einigen Jahren viel russisches Öl.
Was ist das Ziel? Mehr Öl auf den Markt zu bringen, damit die Preise nicht zu stark steigen. Rund 20 Millionen Barrel russisches Öl könnten dadurch nach Indien geliefert werden.
Was ist das große Bild? Russland hat eine Flotte alter Öltanker mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen aufgebaut, um die von Washington, der EU und der G7-Staatengruppe verhängten Sanktionen wegen Moskaus Invasion in der Ukraine zu umgehen.
Welche Rolle spielt Indien? Das Land hat im Rahmen eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten angekündigt, keine russischen Ölprodukte mehr zu kaufen.
Worum geht es? 25 Tage nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen zeigte sich Lindsey Vonn in einem Video auf Instagram beim Training im Gym.
Was überrascht? Die Beine sehen nach dem schweren Sturz spindeldürr aus. Gehen kann sie noch nicht, stehen kaum, sie muss den Rollstuhl benutzen.
Wie schwer war die Verletzung? Vonn hatte bei der Olympia‑Abfahrt eine komplexe Schienbeinverletzung und einen Kreuzbandriss erlitten, und ihr Bein stand kurz vor einer Amputation. Nach mehreren Operationen wurde sie in die USA zurückgeflogen, wo die Reha jetzt weitergeht.
Wie schaut die Reha aus? In dem Video ist zu sehen, wie sie Gewichte stemmt und Übungen für verschiedene Muskelgruppen macht, um ihre Fitness zu erhalten. Sie betont, dass sie weiterhin hart arbeitet und jeden Tag Fortschritte machen will.
Kommt sie wieder zurück? Derzeit ist kein Comeback für Skirennen geplant. Diese Phase ist rein auf Genesung und Rehabilitation ausgerichtet. Das hat gute Gründe.
Welche? Die Heilung der Knochen wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, bevor weitere Schritte wie die Versorgung des Kreuzbandes oder ein sportliches Comeback denkbar sind.
Also? Für die kommende Skisaison geht sich da nichts mehr aus. Vonn ist aktuell 41 Jahre alt.























































