Worum geht es? Seit 10. April 2026 ist das neue EU-System EES (Entry/Exit System) voll aktiv. Nicht-EU-Reisende müssen auf europäischen Flughäfen nun Fingerabdrücke abgegeben und sich Gesichtsscans unterziehen. Das betrifft auch Briten.
Was war die Folge? Auf vielen Airports führte das am Wochenende zu Chaos. Es gab lange Schlangen, Passagiere mussten bis zu vier Stunden auf die Abfertigung warten, dann waren oft die Flieger weg.
Wie reagierten die Passagiere? Wütend, wie zu erwarten. Britische Medien berichten über Ohnmachtsanfälle, Menschen übergaben sich, die Terminals waren hoffnungslos überfüllt.
Zum Beispiel? In Mailand verpassten über 100 Passagiere einen Flug nach Manchester. Die Maschine hob (mit Verspätung) mit nur 30 Personen an Bord ab, der Rest blieb zurück.
Was ist das EES? Das System ersetzt das alte Stempel-System im Reisepass. Das Entry/Exit System ist eine Datenbank, die automatisch erfasst, wann man in den Schengenraum einreist und ihn verlässt.
Gilt das auch für Österreicher? Nein, EU-Bürger (z. B. Österreicher) sind nicht betroffen.
Worum geht es? Die deutsche Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat ein kurzfristiges Entlastungspaket beschlossen. Teil davon ist eine befristete Senkung der Energiesteuer (Mineralölsteuer).
Was heißt das? Benzin und Diesel werden in einer Größenordnung von rund 17 Cent pro Liter günstiger. Die Maßname ist zeitlich vorerst auf zwei Monate begrenzt. Ziel: schnelle Entlastung wegen hoher Energiepreise.
Was kostet das? Geschätzt 1,6 Milliarden Euro. Kanzler Friedrich Merz erwartet (hofft?), dass die Mineralölkonzerne die Entlastung an die Autofahrer weitergeben.
Wann geht es los? Das ist noch unklar. Auch, ob eine "Übergewinnsteuer" kommt, steht noch nicht fest. Die SPD will Krisengewinne der Konzerne abschöpfen, die CDU legt sich quer.
Werden nur Autofahrer entlastet? Nein, es soll eine "Entlastungsprämie" in Höhe von 1.000 Euro kommen. Das Geld können Arbeitgeber im laufenden Jahr auszahlen. Unternehmen müssen dafür weder Steuern noch Abgaben zahlen und können die Prämie von der Steuer absetzen.
Wie wird das finanziert? Mit einer vorgezogenen Erhöhung der Tabaksteuer. Wie stark sie erhöht werden soll und ab wann, ist unklar.
Worum geht es? Die Buchungs-Plattform Booking.com hat bestätigt, dass es einen Datenzugriff durch Unbefugte gab. Eine unbekannte Anzahl von Namen sowie Kontakt- und Reservierungsdaten wurde bei dem jüngsten Cyberangriff erbeutet.
Was ist passiert? Es handelt sich um kein klassisches "Full-System-Hack", sondern um Zugriff auf bestimmte Datenbereiche. Nach Angaben des Unternehmens griffen Hacker auf Teile von Buchungsdaten zu.
Was war die Folge? Laut offiziellen Informationen und Kundenbenachrichtigungen konnten Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Adressen, Buchungsdetails (Reisezeit, Unterkunft, Buchungsnummer) Nachrichten zwischen Gast und Unterkunft ausgelesen werden.
Auch finanzielle Daten? Das verneint Booking.com. Es wurden keine Zahlungsdaten, Kreditkarteninformationen oder Passwörter von Nutzerkonten gestohlen.
Wie reagierte das Unternehmen? Betroffene Kunden seien bereits informiert worden. In einigen Fällen wurden PINs zu Buchungen zurückgesetzt.
Wie groß ist Booking.com? Das Unternehmen (Wert 137 Milliarden US-Dollar) mit Hauptsitz in Amsterdam listet weltweit mehr als 30 Millionen Unterkünfte auf und gibt an, "Millionen von Reisende" mit Erlebnissen, Transportmitteln und Unterkünften zu verbinden.
Worum geht es? Hollywood wehrt sich. Eine Gruppe aus Film- und Medien (Regisseure, Autoren, Produzenten, Gewerkschaft) hat einen Brief unterschrieben, in dem sie sich gegen die Fusion von Paramount Global und Warner Bros. Discovery aussprechen.
Wie groß ist der Unmut? Es gibt über 1.000 Unterschriften. Hauptsorge: "Ein Super-Konzern kontrolliert zu viel Content" (hier den Brief nachlesen).
Wer ist dabei? Glen Close, Jane Fonda, Ben Stiller, Emma Thompson, Joaquin Phoenix, Jason Bateman, Kristen Stewart, Matt Dillon, Noah Wyle oder Rosanna Arquette. Nicht alle Namen wurden öffentlich gemacht.
Was ist der Hintergrund? Um die Übernahme von Warner Bros. Discovery war im Herbst 2025 eine Bieterschlacht entstanden. Im Februar 2026 stieg Netflix aus und Paramount Global gab bekannt, Warner kaufen zu wollen.
Preis? Die Rede war von 108 Milliarden US-Dollar. Den Deal machte David Ellison, Sohn von Milliardär und Trump-Freund Larry Ellison. Er soll noch heuer abgeschlossen werden.
Worum geht es? Vor dem Landgericht Augsburg in Deutschland musste nun ein 9-jähriges Mädchen als Zeugin aussagen, weil ihre Mutter (30) in ihrer Wohnung erschossen wurde. Angeklagt ist ein 29-jähriger Mann.
Wer ist das Mädchen? Die Tochter des Opfers. Die Neunjährige war zur Tatzeit im Haus, sie hat den Angriff teilweise mitbekommen.
Was schilderte sie? Sie sei durch einen Knall geweckt worden, erzählte sie. Dann habe sie ihre Mutter schwer verletzt und blutend vorgefunden und Hilfe gerufen. Dann habe sie versucht, ihren kleinen Bruder zu schützen.
Musste das Mädchen in den Gerichtssaal? Nein, die Aussage wurde per Videoübertragung aus einem Nebenraum gemacht, um sie zu schützen. Zeugen des Prozesses zeigten sich erstaunt, wie gut die Zeugin den Vorfall schilderte.
Was sagte sie etwa? "Ich hab’ dann Mamas Handy genommen, Oma angerufen und gesagt, dass Mama in Ohnmacht gefallen ist, weil ich nicht wusste, was ich sagen soll."
Warum muss ein Kind so etwas aussagen? In Deutschland gilt, dass Kinder als Zeugen aussagen können und müssen, wenn sie etwas Relevantes erlebt haben, auch bei schweren Straftaten wie Mord. Es gibt aber Sonderregeln zum Schutz.
Was ist die psychologische Dimension? Das Kind ist stark traumatisiert. Es leidet unter Flashbacks und Belastungsstörungen. Die Aussage selbst ist Teil einer großen psychischen Belastung.
Was ist genau passiert? Der 29-Jährige soll die Frau laut Anklage im Mai 2025 mit vier Schüssen getötet haben. Es handelt sich um den Ziehsohn eines Mannes, der mit dem Opfer bis kurz vor der Tat eine Beziehung hatte.
Worum geht es? Die USA haben am Montag damit begonnen, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu blockieren. Präsident Trump hatte das Vorgehen am Wochenende angekündigt. Der Iran spricht von "Piraterie" und will sich wehren.
Was ist damit gemeint? Die US-Streitkräfte sollen alle Schiffe stoppen, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen. Schiffe, die nicht-iranische Häfen anlaufen oder von dort abfahren, bleiben unberührt, so das Pentagon.
Blockiert nicht der Iran schon? Jein, er lässt schon vereinzelt Schiffe durch, sie müssen sich allerdings eine Genehmigung holen und bis zu zwei Millionen Dollar Maut zahlen.
Warum macht Trump das? Aus drei Gründen. Einmal, um die Kontrolle über das Gebiet zurückzuerlangen. Zweitens, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, wieder in Friedensverhandlungen einzusteigen. Drittens: Die Welt soll mehr Öl in den USA kaufen.
Wie ist da der Stand? Trump beharrte darauf, dass die Verhandlungen mit dem Iran am Wochenende "gut verlaufen" seien und man sich in den meisten Punkten einig gewesen sei, außer in dem "einzig wirklich wichtigen Punkt: Atomwaffen".
Wie reagierten die Märkte auf die Blockade? Der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent kletterte am Montag wieder auf 100 Dollar. Das wird Auswirkungen auf den Spritpreis in Österreich haben.
Was ist die Straße von Hormus? Eine Meerenge zwischen dem Iran und Oman bzw. den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Seeweg ist an der engsten Stelle nur 39 km breit, es gibt nur zwei echte Schifffahrtsrouten je Richtung. Rund 20 Prozent des Rohöls der Welt wird hier verschifft.
Worum geht es? Donald Trump hat in sozialen Medien (Truth Social) ein KI-generiertes Bild von sich selbst als gottähnlich veröffentlicht. Das Foto sieht aus wie ein klassisches Heiligenbild.
Was ist zu sehen? Er stellt sich als jemand dar, der Menschen "heilend" berührt. Es handelt sich um eine stark religiös aufgeladene Szene. Das Bild wurde ohne erklärenden Text publiziert.
Was ist der Hintergrund? Der Post wird im Zusammenhang mit seiner Kritik am Papst gesehen. Trump hatte mit scharfen Worten auf die Aussagen von Papst Leo XIV. zur US-Politik bzw. zum Kriegsgeschehen reagiert.
Was kritisiert Trump? Er wirft dem Papst vor, sich zu stark in die Politik einzumischen. Trump stellt die Aussagen als einseitig oder ungerecht gegenüber den USA bzw. seiner Politik dar. Und: "Ich mag ihn nicht".
Wie war die Wortwahl? Er solle "aufhören, sich der radikalen Linken anzubiedern", schrieb der US-Präsident. Die außenpolitischen Äußerungen von Leo nannte er "schrecklich". Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitzt.
Höhepunkt? Der Papst sollte lieber "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei – damit man besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan."
Wie reagierte der Papst? Er fürchte "weder die Trump-Regierung noch das offene Aussprechen der Botschaft des Evangeliums", sagte der Papst vor Journalisten auf dem Weg zu einer zehntägigen Afrikareise. Er sei kein Politiker und wolle sich nicht auf eine Debatte mit Trump einlassen. "Aber wir glauben als Friedensstifter an die Botschaft des Evangeliums."
Was ist die Vorgeschichte? Der Papst hatte in der Vorwoche Trumps Ankündigung kritisiert, er werde im Iran ein ganzes Volk auslöschen: "Die Drohung, eine ganze Zivilisation zu zerstören, und die gezielten Angriffe auf zivile Infrastruktur können moralisch nicht gerechtfertigt werden."
Worum geht es? Tom Dumont, Gitarrist der Band No Doubt ("Don't Speak"), hat öffentlich bekanntgegeben, dass er an einer Frühform von Parkinson erkrankt sei.
Wie machte er die Erkrankung öffentlich? Er stellte ein Video auf Social Media. Darin sagt er, dass er seit einigen Jahren Symptome hatte. Nach Untersuchungen wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert.
Muss er aufhören? Nein, Dumont betonte, dass er weiterhin Gitarre spielen kann und auch auftreten wird. Er ist 58 Jahre alt.
Was ist Parkinson? Eine unheilbare, neurodegenerative Erkrankung. Typisch sind vor allem eine Verlangsamung von Bewegungen, eine ausgeprägte Muskelsteifheit sowie ein Zittern der Hände oder Füße in Ruhe.
Gibt es No Doubt noch? Ja, die Band ist wieder aktiv. Sie existiert seit 1986 (mit mehreren Pausen). 2024 kam es zu einer Wiedervereinigung. Für heuer ist eine Show in Las Vegas geplant.
























































