Worum geht es? Der Iran und die USA haben am Donnerstag in Genf (Schweiz) die dritte Runde ihrer nuklearen Verhandlungen abgehalten, vermittelt durch den Golfstaat Oman in der Botschaft des Oman.
Wie war der Verlauf? Die Gespräche wurden mehrfach unterbrochen und wieder aufgenommen, es gab lange Pausen für Beratungen der Delegationen. Ein iranischer Staatsvertreter bezeichnete die Gespräche als "intensiv und ernsthaft", mit Austausch "kreativer Ideen".
Was macht optimistisch? Am Abend sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, beide Seiten seien näher an eine Vereinbarung gekommen als je zuvor. Es sei die "beste und ernsthafteste Runde" bisher gewesen. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi sprach von "bedeutenden Fortschritten" in Genf.
Wie geht es nun weiter? In Wien. Der omanische Außenminister kündigte an, dass nach Konsultationen in den Hauptstädten neue technische Gespräche in Wien geplant seien. Sie sollen in der kommenden Woche stattfinden.
Wie sehen die USA die Lage? Ein hochrangiger US-Beamter sagte gegenüber Axios, die Gespräche seien "positiv" verlaufen, nannte aber zunächst keine weiteren Details.
Wie wurde verhandelt? In zwei Formaten: indirekt, wobei al-Bussaidi die Botschaften zwischen den Seiten übermittelte. Und direkt zwischen den US-amerikanischen und den iranischen Unterhändlern.
Wer verhandelte für die USA? Wie bisher der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner.
Worum geht es? Der US-Bundesstaat Kansas hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Führerscheine und andere Ausweisdokumente von Transpersonen betrifft und viele davon mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt.
Was heißt das? Es muss in den Ausweisen das bei der Geburt in offiziellen Dokumenten eingetragene Geschlecht angeführt werden. Was faktisch bedeutet, dass hunderte Trans-Menschen ihre aktuell ausgestellten Führerscheine verlieren oder umtauschen müssen.
Wie viele Personen betrifft das? Senate Bill 244 wird sofort wirksam und macht etwa 1.700 Führerscheine von Trans-Personen ungültig.
Wie erfahren sie davon? Betroffene haben Briefe vom Department of Revenue bekommen, in denen steht, dass sie ihre alten Führerscheine abgeben und neue beantragen müssen, die den statutarisch vorgeschriebenen Bestimmungen entsprechen.
"Sofort wirksam" heißt was? Es gibt keine Übergangsfrist – laut den Schreiben gelten die alten Lizenzen ab Inkrafttreten des Gesetzes als ungültig, und Fahren ohne gültigen Führerschein kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Was ist das große Bild? Die Gesetzgebung ist Teil einer breiteren Serie von Maßnahmen in Kansas gegen Trans-Rechte, darunter Einschränkungen bei der Änderung von Geburtsurkunden und neue Regeln für die Nutzung von Toiletten, basierend auf dem "bei der Geburt zugewiesenem" Geschlecht.
Ist das neu im US-Vergleich? Ja, andere Staaten wie Florida, Tennessee oder Texas verbieten zwar ebenfalls, dass Trans-Personen ihre Dokumente ändern lassen. Doch Kansas geht weiter, indem es bereits erfolgte Änderungen rückgängig macht und Dokumente für ungültig erklärt.
Worum geht es? Stellantis machte einen der größten Verluste bei einem globalen Automobilkonzern in der jüngeren Vergangenheit publik. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet.
Was ist Stellantis? Der Konzern entstand 2021 durch die Fusion von Fiat-Chrysler (FCA) und der PSA-Gruppe (Peugeot/Citroën). Der Name wurde aus dem Lateinischen Wort stella (Stern) abgeleitet.
Welche Marken gehören zum Konzern? Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Jeep, Chrysler, Dodge, Alfa Romeo, Maserati, Ram, Lancia, DS Automobiles.
Was ist 2025 passiert? Das erste Jahresminus in der Konzerngeschichte seit der Fusion. Der Konzern hat rund 25,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Abschreibungen verbucht – vor allem im Zusammenhang mit seiner Elektroauto-Strategie.
Was lief falsch? CEO Antonio Filosa erklärte, der Verlust reflektiere, dass Stellantis den Übergang zur Elektromobilität "über-optimistisch" eingeschätzt habe – vor allem angesichts der aktuellen Nachfrage und Politik in wichtigen Märkten.
Was passierte nach der Notbremse? Entwicklungsprogramme wurden gestoppt oder angepasst, Produktionspläne neu ausgerichtet und Werte abgeschrieben, weil die Nachfrage oder Rentabilität nicht wie erwartet waren.
Wie reagiert das Management? Stellantis verzichtet für 2026 auf Dividendenausschüttungen. Die Strategie wird neu ausgerichtet – stärker auf kundennahe Produkte, teils zurück zu Verbrennungs- und Hybridantrieben.
Worum geht es? Am Donnerstag sagte die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses über ihre Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus. Der Erkenntnisgewinn daraus war eher überschaubar.
Was sagte Hillary Clinton aus? "Ich kann mich nicht daran erinnern, Herrn Epstein jemals begegnet zu sein. Ich bin nie mit seinem Flugzeug geflogen und habe weder seine Insel noch seine Häuser oder Büros besucht", so die 78-jährige Frau von Ex-Präsident Bill Clinton. Auch von den kriminellen Machenschaften von Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell hätte sie nichts gewusst.
Welchen Sinn hatte diese Aussage überhaupt? Sowohl Bill als auch Hillary Clinton wurden von dem U-Ausschuss vorgeladen, der untersucht, wie Behörden in der Epstein-Affäre gehandelt haben und welche Verbindungen prominenter Personen zu Jeffrey Epstein bestanden haben. Am Freitag wird der Alt-Präsident dem Ausschuss Rede und Antwort stehen.
Sagen die beiden freiwillig aus? Nein, sie wollten zuerst auch gar nicht vor dem Ausschuss erscheinen und sagten erst nach der Androhung von rechtlichen Sanktionen zu.
Kannte Bill Clinton Epstein? Ja, das ist evident. Er bestreitet allerdings, jemals irgendetwas vom Missbrauchs-System, das Jeffrey Epstein betrieben hat, mitbekommen zu haben. Und es stehen auch keinerlei strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn im Raum. Epstein starb 2019 in der Untersuchungshaft, mutmaßlich durch Suizid.
Erschien Hillary persönlich im Kongress? Nein, sie ließ sich per Video aus ihrem Privathaus Upstate New York zuschalten.
Was war der Kern ihrer Aussage? Sie forderte die Ausschussmitglieder auf, Präsident Donald Trump vorzuladen und unter Eid aussagen zu lassen. Sein Name ist einer der häufigsten in den Epstein-Akten, Trump und der verurteilte Sexualstraftäter waren zudem fast zwei Jahrzehnte lang eng miteinander befreundet.
Und wird Trump jetzt vorgeladen? Es sieht jedenfalls nicht danach aus. Die republikanischen Abgeordneten weigern sich seit Monaten erfolgreich dagegen, den Präsidenten einzubestellen, mit dem Hinweis darauf, der amtierende Präsident könne nicht vorgeladen werden.
Worum geht es? Das Verwaltungsgericht Köln hat in einem Eilverfahren entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Alternative für Deutschland vorerst nicht als "gesichert rechtsextremistisch" einstufen oder öffentlich so behandeln darf.
Was ist der Hintergrund? Der Verfassungsschutz des Bundes hatte die AfD im vergangenen Jahr nach mehrjähriger Prüfung als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft. Dagegen klagte die AfD in Köln, weil der Verfassungsschutz dort seinen Sitz hat.
Ist das nun ein Freispruch? Nein, das Gericht sieht eine "hinreichende Gewissheit", dass es innerhalb der AfD Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gibt. Jedoch werde sie dadurch "nicht in einer Weise geprägt, die dazu führt, dass ihrem Gesamtbild nach eine verfassungsfeindliche Grundtendenz festgestellt werden kann.
Was heißt das? Im Eilverfahren legte das Gericht fest, dass der Geheimdienst zunächst den Ausgang des Hauptverfahrens abwarten muss, bevor er eine solche Einstufung offiziell verwendet.
Konkret? Der Eilerfolg der AfD bedeutet nicht, dass die Partei inhaltlich entlastet wäre. Das Urteil gilt nur vorläufig, bis das Hauptsacheverfahren entschieden wird.
Wie begründet das Gericht den Entscheid? Maßnahmen und Aussagen des Verfassungsschutzes dürfen nicht voreilig getroffen werden, bevor eine endgültige Gerichtsentscheidung vorliegt — daher das Abwarten des Hauptverfahrens.
Ist der Entscheid rechtskräftig? Nein, er kann in nächsthöherer Instanz – etwa beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen – angefochten werden.
Worum geht es? Jesse Van R. war eine 18‑jährige Person aus Kanada, die am 10. Februar 2026 in Tumbler Ridge (British Columbia) eine der schlimmsten Schulschießereien in Kanadas Geschichte verübte.
Was passierte? Zuerst erschoss Jesse Van R. zu Hause zwei Familienmitglieder – die 39‑jährige Mutter und seinen 11‑jährigen Halbbruder. Danach in der Tumbler Ridge Secondary School fünf Schüler und eine Lehrkraft.
Hätte sich das verhindern lassen? Eventuell! Im Juni 2025 hatte OpenAI den ChatGPT‑Account von Jesse Van R. gesperrt, weil die Nutzung Gewalt‑Inhalte und Szenarien mit Waffen beinhaltete, was gegen die Regeln verstieß.
Wie fand man das? Eine automatisierte Sicherheitsüberprüfung hatte diese Chats als potenziell problematisch erkannt.
Aber? OpenAI hat damals nicht die Polizei informiert, obwohl manche Mitarbeiter dafür plädierten.
Mit welchem Argument? Der Konzern sagte, es habe keinen "konkreten und unmittelbaren Hinweis auf eine glaubhafte Bedrohung" gegeben, der eine Meldung an Behörden gerechtfertigt hätte.
Was geschah nun? Kanada hat OpenAI‑Verantwortliche für die Sicherheit nach Ottawa einbestellt. Das Unternehmen wurde angewiesen, seine Sicherheitsvorkehrungen umgehend zu verbessern, andernfalls drohen neue Gesetze.
Worum geht es? Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat überfallsartig vorgezogene Parlamentswahlen für den 24. März angekündigt.
Warum? Die Gelegenheit ist günstig. Der diplomatische Konflikt mit den USA über Grönland hat der Sozialdemokratin in Umfragen einen leichten Popularitätsschub gegeben.
Wann waren Wahlen vorgesehen? Eine Wahl ist spätestens alle vier Jahre vorgeschrieben, aber die Regierungschefin kann jederzeit Wahlen ausrufen – und das hat Frederiksen nun getan. Regulär hätte die Wahl bis spätestens November stattfinden müssen.
Was wird gewählt? Das dänische Parlament (Folketing). Es hat 179 Sitze, 175 Sitze hält Dänemark selbst, zwei Sitze gehen an Grönland und zwei an die Färöer.
Wie lief die letzte Wahl? Die Sozialdemokraten von Mette Frederiksen holte 28 Prozent (50 Sitze), Venstre (liberal-konservativ) 20 Prozent (36 Sitze), Moderates 9 Prozent (16 Sitze).
Wer regiert? Dänemark hat eine Minderheitsregierung. Die Sozialdemokraten regieren allein, unterstützt von kleineren linken Parteien (SF, Enhedslisten) ohne formelle Koalition.
Ist das Risiko hoch? Ja, laut aktuellen Umfragen kommt Frederiksen trotz Erholung derzeit nur auf 22,1 Prozent, samt ihren Unterstützerparteien schafft sie es lediglich auf 43,7 Prozent. Es fehlt also eine Mehrheit im Parlament.
Worum geht es? Im Washington Square Park in New York City hatten mehrere Personen nach einem heftigen Schneesturm Polizisten mit Schneebällen und größeren Eisklumpen beworfen.
Was passierte nun? Am Donnerstag nahm das NYPD einen 27‑jährigen Mann fest, der im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen soll.
Warum gerade ihn? Es ergab sich. Laut Polizei soll der Verdächtige bereits vor wenigen Wochen eine andere Straftat begangen haben, nämlich einen versuchten Raub in der U-Bahn. Die Schneeball‑Attacke kam nun dazu.
Was ist überhaupt passiert? Die Polizei war wegen einer großen Ansammlung von Menschen gerufen worden. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.
Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.
Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.
Wie ermittelte die Polizei? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.























































