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3.000 SCHLIESSFÄCHER GEKNACKT

Protokoll eines Millionen-Coups: So räumte Bande 3.083 Schließfächer aus

Einbrecher bohrten sich zu Weihnachten in den Tresorraum einer Bank, räumten ausgewählte Schließfächer aus, verschwanden spurlos. Im Millionen-Coup von Gelsenkirchen sind viele Fragen ungeklärt. Aber die Hinweise verdichten sich, dass es einen Helfer im Institut gab.

Von Martin Kubesch
Protokoll eines Millionen-Coups: So räumte Bande 3.083 Schließfächer aus
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DOCH KEINE ALIENS IM ALL? Obama will nur Spaß gemacht haben

Worum geht es? Im Podcast "No Lie" hat Ex-US-Präsident Barack Obama über die Existenz von außerirdischem Leben gesprochen: "Aliens sind real, aber ich habe keine gesehen", so der 64-Jährige.

Ernst? Obwohl das schelmische Zwinkern in den Augen des Demokraten sofort erkennbar war, nahmen Medien die "Alien-Beichte" ernst. Und zwar so viele, dass Obama nun auf Instagram zu einer Erklärung ausrückte.

Was sagt Obama jetzt? "Da das Thema so viel Aufmerksamkeit erregt hat, möchte ich es klarstellen", so der Ex-Präsident. Statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch ist. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sind jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen gering sei.

Wie kam es überhaupt zu dem Thema? Obama und Außerirdische, das sorgt in den USA seit Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Nicht zuletzt deshalb, weil es dem 64-Jährigen offenbar diebische Freude bereitet, Alien-Gläubige auf die Schaufel zu nehmen.

Was ist damit gemeint? 2021 scherzte er in einer Late-Night-Show über Aufnahmen des US-Militärs, auf denen unidentifizierte Flugobjektezu sehen sind: "Wenn es um Aliens geht, gibt es Dinge, die ich on air nicht sagen kann."

Und die Folge? Wäre wohl ähnlich wie jetzt ausgefallen, hätte der Ex-Präsident seine Aussagen nicht gleich selbst in den richtigen Kontext gestellt. "Wahr ist, dass es Aufnahmen von Objekten am Himmel gibt, von denen wir nicht genau wissen, was sie sind", so Obama seinerzeit. Damit sagte er nichts anderes, als es auch die Militärs taten.

VW TRITT AUF DIE BREMSE Neues Sparprogramm für 60 Milliarden

Worum geht es? Der Motor bei Europas größtem Autobauer VW stottert weiter. Um wieder in die Spur zu kommen, wird seit bald eineinhalb Jahren ein Sparpaket nach dem anderen umgesetzt.

Was nun? Laut einem Bericht des Manager Magazins seien die bisher erzielten Einsparungen zu gering. Bis Ende 2028 müssten weitere 60 Milliarden Euro "gefunden werden".

Wie soll das klappen? Die Summe – es wären 20 Prozent der Gesamtkosten für diesen Zeitraum – würde sich vermutlich nur über Werkschließungen und einen weiteren Stellenabbau bewerkstelligen lassen. Jedenfalls schloss das Blatt solche Maßnahmen dezidiert nicht aus.

Weshalb "weiterer Stellenabbau"? Bereits bei den bisherigen "Spar-Runden" wurden mittelfristig 35.000 Jobs gestrichen. Insgesamt arbeiteten Ende 2024 (letzte verfügbare Zahl) knapp 680.000 Menschen weltweit für den Konzern.

Was gehört alles zu VW? Neben der Kernmarke VW die Kfz-Hersteller Skoda, Seat, Cupra, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati.

Warum hat der Konzern solche Probleme? Vor allem der Absatzrückgang in China sowie die US-Zölle machen VW schwer zu schaffen. Deshalb sollen die bisherigen Sparbemühungen nicht ausreichen.

Gibt es offizielle Aussagen zu dem Bericht? Nein, man verwies lediglich auf die laufenden Sparprogramme. Darüber hinaus werde Konzernchef Oliver Blume am 10. März bei der Jahrespressekonferenz zu den Plänen Stellung nehmen.

Was sagt der Betriebsrat? Er ist wegen der seit Jahren angespannten Lage massiv unter Druck. Betriebsratschefin Daniela Cavallo sprach sich, wie bereits bisher, abermals klar gegen Standortschließungen aus.

DISNEY DROHT TIKTOK Wegen Raubkopien von Superhelden

Worum geht es? ByteDance, der chinesische Mutterkonzern von TikTok, hat kürzlich ein neues KI‑Video‑Tool namens Seedance 2.0 veröffentlicht, das aus Text‑Prompts sehr realistische Videos erzeugen kann.

Wer kann es nutzen? Das Tool ist überwiegend in China verfügbar, ging aber schnell viral.

Was ist das Problem? In den letzten Tagen sind mit Seedance 2.0 zahlreiche Clips entstanden – darunter Inhalte, die aussehen, als würden sie Charaktere aus dem Marvel‑Universum oder "Star Wars" zeigen.

Wie reagierte Disney? Der Konzern, der die Rechte unter anderem an "Star Wars" und Marvel besitzt, schickte ByteDance ein "Cease‑and‑Desist"-Schreiben (also eine Unterlassungsaufforderung).

Was ist der Vorwurf? Disney beschuldigt das Unternehmen, Seedance mit einer "pirated library" (also internem, nicht lizenziertem Inhalts‑Material) trainiert zu haben. Die vom KI‑Generator nun erzeugten Figuren würden deshalb geschützten Charakteren wie Spider‑Man, Iron Man oder Darth Vader extrem ähnlich sehen.

Ist das ein Einzelfall? Auch andere große Studios wie Paramount Skydance haben ähnliche Schreiben geschickt. Hollywood‑Organisationen wie die Motion Picture Association (MPA) und die Schauspielergewerkschaft SAG‑AFTRA kritisieren die Entwicklung heftig.

Wie reagierte ByteDance? Das Unternehmen hat angekündigt, Maßnahmen zur Einschränkung und besseren Kontrolle von Seedance 2.0 umzusetzen, um die unautorisierte Nutzung von geistigem Eigentum und bekannten Charakteren zu verhindern.

Wie? Konkrete technische oder rechtliche Schritte wurden bisher noch nicht im Detail erläutert.

LIEBESBOGEN STÜRZTE EIN Und das ausgerechnet am Valentinstag

Worum geht es? In den letzten Tagen haben starke Unwetter mit Regenfällen, Wind und vor allem heftigen Sturmfluten große Teile der adriatischen Küste in Apulien getroffen. Das hatte auch symbolträchtige Folgen.

Welche? In der Nacht zum 14. Februar, dem Valentinstag, brach der "Arco degli innamorati" plötzlich ein und stürzte vollständig ins Meer. Übrig ist vom , der Liebesbogen nur ein Haufen zerbrochener Felsen im Wasse.

Was war der Liebesbogen? Eine berühmte Felsformation aus Kalkstein in Torre Sant'Andrea (Melendugno, Apulien, Italien). Der Bogen war ein beliebtes Ziel für Touristen, Fotografen und Paare und war auch Teil vieler Werbeaufnahmen für die Region.

Wo liegt Torre Sant'Andrea? 50 Kilometer östlich von Lecce und etwa 260 Kilometer südlich von Bari.

Lässt sich der Schaden reparieren? Es blieben nur die beiden Felsnadeln übrig, der Bogen ist dauerhaft verloren. Eine Wiederherstellung ist nicht möglich, da es ein Naturdenkmal war.

FRAU FÜR SEX VERKAUFT Bis zu 120 Männer unter Tatverdacht

Worum geht es? Ein Mann aus der Provinz Ångermanland in Schweden, wurde wegen des Verdachts auf grobe Zuhälterei verhaftet. Er soll seine Ehefrau für Sex an bis zu 120 Männer verkauft haben.

Wie kam der Fall auf? Die Frau wandte sich an die Polizei und zeigte ihren Mann an. Sie gab an, unter Alkohol oder Drogen gesetzt worden zu sein. Die sexuellen Dienstleistungen wurden angeblich auf mehreren verschiedenen Webseiten angeboten.

Was weiß man über Täter und Opfer? Der Verdächtige soll zwischen 60 und 70 Jahre alt sein, das Opfer zwischen 50 und 60 Jahren. Er bestreitet die Tat. Das Paar befindet sich in Scheidung.

Gibt es eine Vorgeschichte? Vor fast zwei Jahren wurde gegen den Mann bereits wegen Körperverletzung an derselben Frau ermittelt. Damals wurden die Ermittlungen eingestellt, nun aber wieder aufgenommen. Der Verdächtige wurde schon wegen Körperverletzung, Nötigung sowie anderer Delikte verurteilt und hat eine fünfmonatige Haftstrafe verbüßt.

Was ist der Tatzeitraum? Die Taten sollen sich über dreieinhalb Jahre hinweg erstreckt haben. Der mutmaßliche Sexhandel umfasste sowohl physische Begegnungen als auch digitale Sexkäufe über das Internet.

Gibt es Belege für die Taten? Die Ermittler haben Beweise in Form von Zahlungen und Nachrichten zwischen Beteiligten auf Handys gefunden, die die Vorwürfe stützen sollen.

Ist der Mann in U-Haft? Ja, seit Herbst. Die formelle Anklage gegen ihn soll im März 2026 erfolgen. Mehrere der angeblichen "Kunden" (Männer, die Sex gekauft haben sollen) wurden bereits angeklagt.

Wie ist die rechtliche Situation? In Schweden ist der Kauf von Sex illegal, der Verkauf – also die Ausübung von Prostitution – selbst jedoch nicht strafbar. Die Gesetzeslage ist darauf ausgerichtet, die Nachfrage zu reduzieren und den Schutz ausgebeuteter Personen zu stärken.

Werden alle Männer angeklagt? Nein, man werde die Ermittlungen einschränken müssen, sagte Oberstaatsanwältin Ida Annerstedt zu SVT. Als Grund gab sie Zeit- und Ressourcenerwägungen an. Die Untersuchung jedes einzelnen Verdachtsfalls von Sexkauf in diesem Fall würde insgesamt schätzungsweise zwei Jahre dauern.

GOLFER VERKLAGEN TRUMP Er möchte sich Golfplatz schnappen

Worum geht es?  Im East Potomac Park in der US-Hauptstadt Washington D. C. existiert seit 1923 auch ein Golfplatz, der von allen Bürgern gegen ein verhältnismäßig moderates Zutrittsgeld (ab 17 Dollar bzw. 14 Euro für 9 Löcher) genutzt werden kann.

Und was jetzt? Die Regierung von Donald Trump möchte den Golfplatz selbst übernehmen – und daraus eine Luxusanlage machen. Dagegen haben Golfer sowie mehrere Anwälte und Denkmalschutzgruppen geklagt.

Ist der Golfplatz eine Sozial-Einrichtung? Wenn man so möchte. Park und Platz gehen auf ein Gesetz von 1897 zurück, auf dessen Grundlage der Park zur "Erholung und zum Vergnügen der Menschen" gegründet wurde.

Wem gehört der Park? Er wird seit Beginn von dem gemeinnützigen National Links Trust betrieben. Das Land gehört allerdings dem Bund.

Was will Trump? Dem Platz ein Luxus-Make-over verpassen: "Wir werden daraus einen wunderschönen, erstklassigen Golfplatz machen, der den US Open ebenbürtig ist", so der Präsident. "Im Idealfall werden wir dort große Turniere und alles andere ausrichten."

Wie soll das funktionieren? Bereits letzten Dezember kündigte das US-Innenministerium den Pachtvertrag mit National Links Trust – offiziell, weil dieser angeblich der Verpflichtung, den Platz zu erhalten und zu sanieren, nicht nachgekommen sei.

Stimmt das? Der Trust bestreitet es vehement. Allerdings wurde letzten Herbst Bauschutt, der vom Abriss des Weißen Hauses stammt, auf dem Gelände des Parks gelagert. Ob sich der Vorwurf der mangelhaften Sanierung darauf bezieht, ist unklar.

Was sagt das Weiße Haus zu der Klage? Es teilte mit, Trumps Pläne für den Park seien Teil eines umfassenderen Vorhabens zur Umgestaltung von Washington D.C. Und man lässt keinen Zweifel, was von den Bauherrenkünsten des Regierungschefs zu halten ist.

Und zwar? "Als Privatperson hat Präsident Trump einige der großartigsten Golfplätze der Welt errichten lassen", so Sprecherin Taylor Rogers. "Nun wendet er seine unvergleichlichen Designfähigkeiten und sein exzellentes Auge fürs Detail auch auf die öffentlichen Golfplätze in Washington, D.C. an. Der Präsident und sein außergewöhnliches Team werden diese heruntergekommenen Golfplätze in unserer Hauptstadt modernisieren und ihnen neuen Glanz und Prestige verleihen."

Und werden sie dann weiterhin so günstig sein? Das wird sich erst zeigen. Das US-Innenministerium teilte mit, dass es sicherstellen werde "dass diese Golfplätze sicher, schön, offen, erschwinglich, angenehm und zugänglich für die Besucher der größten Hauptstadt der Welt" sein werden, was "im Einklang mit der Agenda von Präsident Trump steht". Von den Einwohnern der Stadt war nicht die Rede.

LAWINE LÄSST ZUG ENTGLEISEN Fünf Passagiere in Schweiz verletzt

Worum geht es? Am Montag ereignete sich gegen 7 Uhr früh nahe Goppenstein im Kanton Wallis in der Schweiz ein schweres Zugunglück. Eine Lawine war auf die Gleise gerutscht, hier die Bilder dazu.

Was passierte? Ein Regionalzug der Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS AG), der zwischen Goppenstein und Brig unterwegs war, furh in den Schneehaufen und entgleiste. An Bord des Zuges befanden sich 29 Personen.

Gab es Opfer? Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, eine Person musste ins Spital nach Sion gebracht werden, die anderen wurden vor Ort versorgt.

Was ist der Hintergrund? In der Region herrscht aufgrund starker Schneefälle und Wind eine hohe Lawinengefahr. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichend waren.

NUR 1 KINO ZEIGT IHN Film über Melania Trump floppt brutal

Worum geht es? "Melania", der Kinofilm über die First Lady, erweist sich in den US-Kinos als Kassengift. Laut Auswertung von IMDbPro  wurden am vergangenen Wochenende um 62,3 Prozent weniger Karten verkauft als am Wochenende davor. Damit droht "Melania" zu einem finanziellen Flop zu werden.

Was heißt das in Zahlen? Nach einem überraschend starken Auftakt-Wochenende in den USA mit einem Einspielergebnis von gut 7 Millionen Dollar, sanken die Besucherzahlen nun bereits zwei Wochenenden hintereinander um je mehr als 60 Prozent.

Die Folge? Damit wird "Melania" unter dem Strich maximal 13 Millionen Euro einspielen – bei Produktionskosten von 63 Millionen Euro, davon alleine 35 Millionen Dollar für Werbung.

Wer hat so viel Geld dafür bezahlt? Jeff Bezos' Amazon MGM Studio. In den USA wurde das Investment von Beginn an als "Sponsoring" für den Präsidenten betrachtet. Immerhin erhofft sich Bezos von der US-Regierung milliardenschwere Aufträge, etwa für sein Weltraum-Unternehmen Blue Origin.

Was sagt Amazon dazu? Dass man "einen Teil der Produktionskosten durch Werbung und Prime-Abonnements wieder hereinholen" werde. Der Plan sei, "Melania" sofort nach dem Kino-Einsatz auf der Streaming-Plattform Amazon Prime zu zeigen. Ein Startdatum steht allerdings noch nicht fest.

Worum geht es in "Melania"? Der Film, der als Dokumentation beworben wird, lässt die letzten 20 Tage vor der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump 2025 noch einmal Revue passieren – aus Sicht seiner Ehefrau.

Wie gut läuft der Film bei uns? Bis 9. Februar (der Film startete am 30. Jänner zeitgleich in insgesamt 33 Ländern weltweit) gingen in Österreich insgesamt 486 zahlende Personen in eines der neun Kinos, in denen "Melania" lief. Mittlerweile wird der Streifen nur noch in einem Kino gezeigt, und zwar in der Lugner City in Wien, und wird mangels Zuschauerinteresse nicht mehr statistisch erfasst.

Haben wir das schlechteste Ergebnis weltweit für den Film? Nein, noch geringer war das Interesse in Deutschland. Dort startete die First-Lady-Doku in 44 Kinos und fand 767 Besucher. Zuschauer-Schnitt: 17,4 Personen pro Kino. In Österreich waren es am Start-Wochenende 193 Zuschauer. Schnitt: 21,4 Besucher pro Kino.

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