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3. März 2024

Ja zur Zusatzrente Bis zu 3.800 Euro mehr pro Jahr in der Schweiz

Die Schweiz befand am Sonntag in einer Volksabstimmung über zwei Renten-Pläne:  Einer dieser Pläne, die "13. AHV-Rente", wurde schließlich mit 58,2 Prozent der Stimmen angenommen und das bringt älteren Menschen deutlich mehr Geld. Die Initiative sieht vor, dass alle Rentnerinnen und Rentner eine zusätzliche Monatsrente erhalten – die maximale jährliche Altersrente steigt für Einzelpersonen um umgerechnet 2.553 Euro, für Ehepaare um 3.830 Euro.

Das Rentensystem der Schweiz beruht auf drei Säulen. Es gibt eine Art Grundrente, die so genannte 13. AHV-Rente, die zur Deckung der Grundbedürfnisse in der Zeit nach der Pensionierung reicht. Gegenwärtig beträgt die minimale Altersrente für eine Einzelperson monatlich umgerechnet 1.276 Euro; die Maximalrente beläuft sich auf 2.553 Euro. Die Rente der zweiten Säule wird aufgrund der Beiträge, die während ihres Erwerbslebens einbezahlt wurden, errechnet. Die dritte Säule speist sich aus freiwillig einbezahlten Beiträgen.

Die 13. Monatsrente führt zu Zusatzkosten von bis zu 5,2 Milliarden Euro im Jahr. Finanziert soll das über höhere Lohnabzüge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, eine Anhebung der Mehrwertsteuer, einer Kombi aus beiden oder über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer werden.

Weitere Meldungen

Abpfiff statt Siegestor Wilde Szene bei Match von Alabas Real Madrid

Das hat man so auch lange nicht gesehen (wenn überhaupt schon). Samstagabend, 9. Minute der Nachspielzeit im Match zwischen Real Madrid und Valencia: Real schlägt einen Corner in den Strafraum, ein kurzes Dribbling, dann nickt Jude Bellingham ein. Aber das Tor zählt nicht. Denn Schiedsrichter Jesus Manzano hatte die Partie abgepfiffen, während der Ball in der Luft war, zwei Sekunden zu früh also. Die Folge: Tumulte, Rote Karte für Bellingham. 

Es war auch sonst eine recht verrückte Partie. Real lag 0:2 hinten, ehe Vinicius Junior mit zwei Toren das Remis herstellte. Dann folgte der Siegestreffer, aber wiederum auch nicht. Neben Bellingham flog auch der deutsche Teamverteidiger Antonio Rüdiger vom Platz. Real wird das Unentschieden verschmerzen, der spanische Traditionsklub, bei dem auch David Alaba unter Vertrag steht, liegt in der Tabelle mit 7 Punkten Vorsprung auf Platz 1.

Drohnen-Angriff Brücke zwischen Krim und Festland gesperrt

Sie war ein großes Thema in den abgehörten Gesprächen deutscher Militärs. Nun ist die Brücke, die die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet, laut russischen Angaben gesperrt. Offenbar gab es mehrere starke Explosionen. Laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA hat Russland 38 von der Ukraine aus gestartete Drohnen über der Halbinsel zerstört. Nähere Details sind bisher nicht bekannt.

Für Autos ist die Brücke momentan gesperrt. Auch der Straßenverkehr in der Nähe des Hafens von Feodosia auf der Krim wurde vorübergehend eingeschränkt, so die russischen Verwalter. In sozialen Medien in der Ukraine und in Russland war zuvor von mehreren starken Explosionen in der Gegend berichtet worden. Die ukrainische Seite hat sich bisher zu den Vorfällen nicht geäußert.

Peinliche Affäre Russen hören deutsche Militärs ab, Gespräch nun auf YouTube

Der Mitschnitt dauert 37 Minuten, es kursiert auch eine Abschrift. Zu hören und zu lesen: Wie vier höchstrangige Angehörige der deutschen Bundeswehr, darunter der Chef der Luftwaffe Ingo Gerhartz, in einer (ungesicherten) Internet-Videokonferenz über streng geheime Militärangelegenheiten debattieren, darunter die mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Sie sollen offenbar den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Thematik beraten, aber sachte. Man solle ihn nicht so "zuballern mit ´ner Slideshow mit 30 Slides", ist auf dem Mitschnitt zu hören.

Hochnotpeinlich: Das Gespräch stammt vom 19. Februar, es wurde offenbar von Russland abgehört, der russische Propangadasender "Russia Today" machte es Freitag öffentlich. Die Ukraine ist an Taurus vor allem wegen der Krim interessiert, die Halbinsel ist seit 2014 von Russland besetzt. Das deutsche Waffensystem scheint dafür geeignet, die Pfeiler der Brücke zu zerstören, dabei seien aber "zehn bis 20" Geschosse erforderlich, wird im Mitschnitt gesagt. Die Militärs bereden auch, wie man das deutsche Engagement verschleiern könnte.

Die Affäre schlägt in Deutschland hohe Wellen, auch von einem U-Ausschuss ist bereits die Rede. Denn: Es wird davon ausgegangen, dass die Russen nicht nur dieses eine Gespräch belauscht haben...

Huthis versenken Schiff Nun droht im Roten Meer eine Umweltkatastrophe

Am 18. Februar war die MV Rubymar (171 Meter lang, 27 Meter breit) in der Meerenge von Bab al-Mandab unter schweren Beschuss der Huthi-Miliz geraten. Am Samstag sank das britische Frachtschiff. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass es in einen nahen Hafen geschleppt werden könnte. Das Schiff dürfte aber Ziel weiterer Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz geworden sein, das belegen Satellitenbilder. Es ist das erste Mal, dass es der Gruppe gelungen ist, einen Frachter zu versenken. Die US-Regierung plant nun, die Huthis auf die internationale Terrorliste setzen zu lassen.

Das Schiff der britischen Reederei Blue Fleet Group hat 41.000 Tonnen Düngemittel an Bord. Schon nach dem Raketenbeschuss war es zum Austritt von Öl gekommen, der Teppich ist inzwischen 29 Kilometer groß. Umweltschützer befürchten nun den Ausbruch einer Umweltkatastrophe am südlichen Eingang ins Rote Meer. Vor allem die Korallenriffe werden schwere Schäden nehmen. Noch ist unklar, um welche Art Düngemittel es sich handelt.

Biden verwirrt US-Präsident verwechselt Gaza mit Ukraine

Peinliches Video-Hoppala: Vor einem Besuch von Italiens Ministerpräsident Giorgio Meloni im Washington redete Joe Biden in einem Video-Statement zweimal über die Ukraine, meinte aber in Wirklichkeit Gaza. Der 81-jährige US-Präsident kündigte Hilfslieferungen aus der Luft an, die allerdings sollten nicht, wie er sagte, den Ukrainern zugute kommen, sondern tatsächlich den Bewohnern im Gazastreifen. Das Weiße Haus war danach umgehend um Klarstellung bemüht.

Biden verwies auf die Notwendigkeit, "zusätzliche Lebensmittel und Vorräte in die Ukraine zu bringen" und "zu versuchen, weiterhin andere Wege in die Ukraine zu öffnen". Der Präsident sagte, dass die Lebensmittel und Vorräte von Jordanien aus, einem Verbündeten im Nahen Osten, ins Land gebracht werden würden. Eine Abschrift seiner am Freitagabend veröffentlichten Bemerkungen wurde vom Weißen Hauses korrigiert. Seine Worte hätten sich auf Gaza bezogen, nicht auf die Ukraine, hieß es. Die Vorräte werden in den kommenden Tagen über dem Gebiet abgeworfen.