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3. März 2024

Drohnen-Angriff Brücke zwischen Krim und Festland gesperrt

Sie war ein großes Thema in den abgehörten Gesprächen deutscher Militärs. Nun ist die Brücke, die die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet, laut russischen Angaben gesperrt. Offenbar gab es mehrere starke Explosionen. Laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA hat Russland 38 von der Ukraine aus gestartete Drohnen über der Halbinsel zerstört. Nähere Details sind bisher nicht bekannt.

Für Autos ist die Brücke momentan gesperrt. Auch der Straßenverkehr in der Nähe des Hafens von Feodosia auf der Krim wurde vorübergehend eingeschränkt, so die russischen Verwalter. In sozialen Medien in der Ukraine und in Russland war zuvor von mehreren starken Explosionen in der Gegend berichtet worden. Die ukrainische Seite hat sich bisher zu den Vorfällen nicht geäußert.

Weitere Meldungen

Peinliche Affäre Russen hören deutsche Militärs ab, Gespräch nun auf YouTube

Der Mitschnitt dauert 37 Minuten, es kursiert auch eine Abschrift. Zu hören und zu lesen: Wie vier höchstrangige Angehörige der deutschen Bundeswehr, darunter der Chef der Luftwaffe Ingo Gerhartz, in einer (ungesicherten) Internet-Videokonferenz über streng geheime Militärangelegenheiten debattieren, darunter die mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine. Sie sollen offenbar den deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius in der Thematik beraten, aber sachte. Man solle ihn nicht so "zuballern mit ´ner Slideshow mit 30 Slides", ist auf dem Mitschnitt zu hören.

Hochnotpeinlich: Das Gespräch stammt vom 19. Februar, es wurde offenbar von Russland abgehört, der russische Propangadasender "Russia Today" machte es Freitag öffentlich. Die Ukraine ist an Taurus vor allem wegen der Krim interessiert, die Halbinsel ist seit 2014 von Russland besetzt. Das deutsche Waffensystem scheint dafür geeignet, die Pfeiler der Brücke zu zerstören, dabei seien aber "zehn bis 20" Geschosse erforderlich, wird im Mitschnitt gesagt. Die Militärs bereden auch, wie man das deutsche Engagement verschleiern könnte.

Die Affäre schlägt in Deutschland hohe Wellen, auch von einem U-Ausschuss ist bereits die Rede. Denn: Es wird davon ausgegangen, dass die Russen nicht nur dieses eine Gespräch belauscht haben...

Huthis versenken Schiff Nun droht im Roten Meer eine Umweltkatastrophe

Am 18. Februar war die MV Rubymar (171 Meter lang, 27 Meter breit) in der Meerenge von Bab al-Mandab unter schweren Beschuss der Huthi-Miliz geraten. Am Samstag sank das britische Frachtschiff. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass es in einen nahen Hafen geschleppt werden könnte. Das Schiff dürfte aber Ziel weiterer Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz geworden sein, das belegen Satellitenbilder. Es ist das erste Mal, dass es der Gruppe gelungen ist, einen Frachter zu versenken. Die US-Regierung plant nun, die Huthis auf die internationale Terrorliste setzen zu lassen.

Das Schiff der britischen Reederei Blue Fleet Group hat 41.000 Tonnen Düngemittel an Bord. Schon nach dem Raketenbeschuss war es zum Austritt von Öl gekommen, der Teppich ist inzwischen 29 Kilometer groß. Umweltschützer befürchten nun den Ausbruch einer Umweltkatastrophe am südlichen Eingang ins Rote Meer. Vor allem die Korallenriffe werden schwere Schäden nehmen. Noch ist unklar, um welche Art Düngemittel es sich handelt.

Biden verwirrt US-Präsident verwechselt Gaza mit Ukraine

Peinliches Video-Hoppala: Vor einem Besuch von Italiens Ministerpräsident Giorgio Meloni im Washington redete Joe Biden in einem Video-Statement zweimal über die Ukraine, meinte aber in Wirklichkeit Gaza. Der 81-jährige US-Präsident kündigte Hilfslieferungen aus der Luft an, die allerdings sollten nicht, wie er sagte, den Ukrainern zugute kommen, sondern tatsächlich den Bewohnern im Gazastreifen. Das Weiße Haus war danach umgehend um Klarstellung bemüht.

Biden verwies auf die Notwendigkeit, "zusätzliche Lebensmittel und Vorräte in die Ukraine zu bringen" und "zu versuchen, weiterhin andere Wege in die Ukraine zu öffnen". Der Präsident sagte, dass die Lebensmittel und Vorräte von Jordanien aus, einem Verbündeten im Nahen Osten, ins Land gebracht werden würden. Eine Abschrift seiner am Freitagabend veröffentlichten Bemerkungen wurde vom Weißen Hauses korrigiert. Seine Worte hätten sich auf Gaza bezogen, nicht auf die Ukraine, hieß es. Die Vorräte werden in den kommenden Tagen über dem Gebiet abgeworfen.