Worum geht es? Für RJ Scaringe hat sich im Vorjahr das Arbeiten gelohnt. Der Gründer und Chef von Rivian, einem amerikanischen Hersteller von Elektroautos, strich 2025 nicht weniger als 403 Millionen US-Dollar ein.
Ist das mehr als viel? Kann man so sagen. Denn es ergibt einen Stundenlohn von 46.000 Euro, wenn man 24 Stunden arbeitet und das ganze Jahr über keine Pause macht.
Wie kommt man zu so viel Geld? Das teilte das Unternehmen der US-Finanzaufsicht mit: Ein Mix aus Aktienoptionen (Wert 373 Millionen US-Dollar), Aktienprämien (26,6 Millionen), Gehalt (1,1 Millionen) und einem Bonus von 1 Million US-Dollar.
Was verdienen andere Auto-Chefs? Auch nicht übel, aber weniger. Ford-Chef Jim Farley bekam im vergangenen Jahr laut Financial Times 27,5 Millionen Dollar, General-Motors-Chefin Mary Barra 29,9 Millionen.
Geht es für Scaringe weiter nach oben? Könnte sein. Sein Grundgehalt soll sich heuer verdoppeln. Schafft er in den nächsten zehn Jahren alle gesteckten Ziele, winkt ein Gesamtpaket von 4,6 Milliarden Dollar.
Ist Rivian erfolgreich? Nun ja, das kalifornische Start-up verkaufte im Vorjahr gerade einmal 42.000 Fahrzeuge, der Börsenwert ist seit 2021 um 86 Prozent gefallen, 2025 lag der Verlust bei 3,6 Milliarden Dollar.
Worum geht es? In Sri Lanka hat die Polizei 22 buddhistische Mönche festgenommen. Sie hatten bei der Rückkehr aus einem Thailand-Urlaub größere Mengen Cannabis in doppelten Böden ihres Gepäcks versteckt.
Warum ist das bedeutsam? Der Buddhismus ist in Sri Lanka die dominierende Religion, Mönche genießen traditionell hohes Ansehen und politischen Einfluss.
Hat der Vorgang politische Brisanz? Ja. Festnahmen in dieser Größenordnung sind ungewöhnlich. Mönche haben oft eine geschützte soziale Stellung, staatliche Behörden sind traditionell vorsichtig im Umgang mit religiösen Autoritäten.
Was ist überhaupt passiert? Die Drogenfahnder hatten einen Tipp erhalten und führten am internationalen Flughafen Katunayake eine Durchsuchung durch. Dabei wurden die Rauschmittel entdeckt.
In welcher Menge? Gesamt 110 Kilo. Die Drogen waren zwischen Schulmaterialien und Süßigkeiten versteckt. Der Wert beträgt fast drei Millionen Euro.
Was hatten die Mönche in Thailand zu suchen? Das ist die Frage. Es handelt sich um Auszubildende. Die Beamten entdeckten auf ihren Mobiltelefonen Fotos und Videos, die die Mönche in weltlicher Kleidung und bei verschiedenen Aktivitäten zeigten.
Wurden sie reingelegt? Kann sein. Laut Polizeisprecher erklärte ein 23. Mönch, der selbst nicht an der Reise teilnahm, den anderen Mönchen, die Pakete seien eine Spende und ein Lieferwagen werde sie abholen, berichtete die BBC.
Worum geht es? Die Studie eines internationalen Teams unter Beteiligung der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften Prag widerlegt eine bisherige Vermutung. Vögel lassen Männer im Schnitt näher an sich heran als Frauen, berichtet die Times.
Was ist damit gemeint? Die Studie ist Teil einer größeren Arbeit zur Fluchtdistanz von Stadtvögeln in Europa. Im Durchschnitt konnten sich Männer den Tieren bis auf 7,5 Meter nähern, bevor diese aufflogen – einen ganzen Meter näher als Frauen.
In welchen Ländern wurde geforscht? Die Experimente wurden in fünf europäischen Ländern durchgeführt: Tschechien, Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien. Die Untersuchungen liefen in städtischen Parks und Grünanlagen (urbanen Lebensräumen).
Welche Vogelarten wurden beobachtet? Untersucht wurden typische Stadt- und Parkvögel, darunter insgesamt 37 Arten, etwa Tauben, Stare, verschiedene Singvögel, kleinere Wald- und Stadtarten (z. B. Meisen, Finken).
Wie wurde die Studie durchgeführt? Männliche und weibliche Versuchspersonen wurden paarweise losgeschickt und gefilmt. Sie waren in Größe, Kleidung und Verhalten kontrolliert gleichgesetzt. Beide gingen direkt auf Vögel zu, gemessen wurde die Fluchtdistanz (wann der Vogel wegfliegt).
Wie ordnet sich die Studie wissenschaftlich ein? Tiere in Städten unterscheiden feiner zwischen Menschen als früher angenommen, sie reagieren nicht nur auf "Mensch", sondern auf unterschiedliche menschliche Signale.
Was heißt das? Die Studie liefert keine endgültige Ursache, nur Hypothesen: Unterschiede in Gangart oder Körperhaltung könnten eine Rolle spielen. Es könnte sich um eine mögliche Reaktion auf Geruch oder chemische Signale (Pheromone) handeln.
Wer war besonders scheu? Grünspechte, die im Durchschnitt bei 16,2 Metern flüchteten, und Elstern, die bei 13 Metern aufflogen.
Worum geht es? Großer Bahnhof für den britischen König Charles und Königin Camilla am zweiten Tag ihres USA-Besuchs. Beim feierlichen Empfang im Weißen Haus plauderte Donald Trump ein Geheimnis aus.
Nämlich? Er sprach über seine "wunderbare Mutter" Mary MacLeod (die Schottin starb 2000 mit 88). "Sie liebte die königliche Familie und sie liebte die Königin", sagte er. "Immer wenn die Königin an einer Zeremonie teilnahm, saß meine Mutter wie gebannt vor dem Fernseher."
Das war alles? Aber nein! Er fügte an, seine Mutter habe auch gesagt, der damalige Prinz von Wales sei "so süß" gewesen, und fügte hinzu: "Meine Mutter war in Charles verknallt."
Wie war die Stimmung sonst? Bestens, sogar das Wetter passte sich an. Es nieselte. Ein "wunderschöner britischer Tag" witzelte Trump. Camilla war der Profi in der Runde. Sie hatte einen Regenschirm mit.
Was sagte Trump? Er betonte die "tiefe Freundschaft" zwischen den Nationen. Charles nannte er einen "sehr eleganten Mann", im Kongress werde ihn "jeder um seinen schönen Akzent beneiden".
Was ist damit gemeint? Der König sprach danach vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses – eine seltene Ehre. Königin Elizabeth II. war 1991 die erste Monarchin, der dies zugestanden wurde. Der Tag endete mit einem Staatsbankett im Weißen Haus.
Worum geht es? Am 30. April findet in Vancouver der FIFA-Kongress 2026 statt. Alle 211 Mitgliedsverbände des Weltfußballverbandes kommen in Kanada zusammen. Präsident Gianni Infantino sorgte im Vorfeld für Stirnrunzeln.
Warum? Die FIFA schickte eine Anfrage an die Polizei in Vancouver. Für Infantino wurde dabei um eine Sicherheitsbehandlung in Stufe 4 ersucht. Das gibt es sonst nur bei Besuchen etwa des Papstes oder des US-Präsidenten.
Was heißt Stufe 4? Etwa, dass alle Ampeln von Querstraßen auf Rot geschaltet werden, damit der Konvoi mit dem Gast ungehindert durch die Stadt fahren kann.
Bekam das Infantino zugestanden? Nein, die Polizei lehnte das Ansinnen ab. Mit höflichen Worten, aber klar.
Nämlich? "Etwaige Transportmaßnahmen werden angemessen, maßvoll und im Einklang mit den Sicherheitsvorkehrungen für die Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen in Vancouver stehen."
Ist Vancouver Teil der WM? Ja, in Vancouver werden insgesamt 7 Spiele der Weltmeisterschaft ausgetragen, darunter auch ein Achtelfinale.
Worum geht es? Die deutsche Regierung aus CDU/CSU und SPD plant die Einführung neuer Steuern bzw. die Erhöhung bestehender Abgaben, etwa auf Alkohol und Tabak. Dazu kommen Steuern auf Plastik, Kryptowährungen und Zucker.
Was ist die Zuckersteuer? Im Fokus stehen Softdrinks (Cola, Limonaden, Energydrinks) stark gesüßte Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil. Die konkrete Ausgestaltung (Schwellenwerte, Produktgruppen) ist noch nicht festgelegt.
Warum ist das Thema? Abgesehen einmal vom klammen Budget: Auch in Deutschland gibt es immer mehr Adipositas-Betroffene, fettleibige Kinder, eine Zunahme von Typ-2-Diabetes ...
Welche Modelle gibt es? Bei der Herstellersteuer erfolgt eine Abgabe je nach Zuckergehalt in Produkten. Hersteller reduzieren Zucker, um Kosten zu sparen. Oder es kommt eine Verbrauchssteuer, die Preise direkt im Supermarkt steigen lässt.
Was wird bevorzugt? In Europa meist das Hersteller-Modell. Großbritannien war hier in den vergangenen Jahren Vorreiter. Haken: Statt Zucker wird oft mit Ersatzstoffen gesüßt, sie sind ebenfalls umstritten.
Wann will Deutschland starten? 2028, aber es gibt einige Unwägbarkeiten. Es herrscht Einigkeit in der Regierung, aber die CDU hatte eine Zuckersteuer auf ihrem Parteitag noch als Belastung der Wirtschaft und Bevormundung der Bürger abgelehnt, so der Spiegel.
Worum geht es? China hat die geplante Übernahme des KI-Startups Manus durch Meta im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar blockiert. Der Eingriff legt offen, wie China scheinbar "freie" Unternehmen beherrscht.
Warum ist das wichtig? Manus arbeitet an sogenannten KI-Agenten – also Systemen, die nicht nur auf Eingaben reagieren, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen können. Solche Technologien gelten als nächster großer Schritt nach heutigen Chatbots.
Wem gehört das Unternehmen? Manus ist ein relativ junges KI-Startup, gegründet von einem Team chinesischer Unternehmer. Die Firma dahinter heißt Butterfly Effect Pte. Ltd. Sie hat ihren Sitz nach Singapur verlegt, um internationaler agieren zu können.
Was ist das große Bild? Zwischen den USA und China herrscht ein intensiver Wettbewerb um technologische Vorherrschaft. Die USA beschränken den Export moderner Chips nach China, während China im Gegenzug versucht, seine eigenen Technologien zu schützen.
Ist das der Grund für den Stopp? Ja, China hat den Deal aus strategischen Gründen blockiert. Die Regierung betrachtet KI als Schlüsseltechnologie für die Zukunft – ähnlich wie Halbleiter oder Energie.
Worum geht es? Der britische König Charles und Königin Camilla begannen am Montag ihren viertägigen Besuch in den Vereinigten Staaten. Vorab konnte eine kleine Flaggen-Panne verhindert werden.
Was war? In der 17th Street beim Weißen Haus wurden zu Ehren des Staatsbesuchs Fahnen angebracht, jene der USA – und von Australien. Sie wurden rechtzeitig abgehängt.
Was steht auf der Besuchsliste? Am Montag gab es Tee mit Präsident Trump und der First Lady, danach schmiss der britische Botschafter eine Gartenparty. Kleiderordnung laut Examiner: Lounge-Anzüge und Tageskleider – "Hüte bitte zu Hause lassen".
Was passiert am Mittwoch? Trump und König Charles führen ein bilaterales Treffen, während die First Lady Königin Camilla empfängt. Der eigentliche Höhepunkt folgt danach.
Nämlich? Der König spricht vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses – eine seltene Ehre. Königin Elizabeth II. war 1991 die erste Monarchin, der dies gelang. Der Tag endet mit einem Staatsbankett im Weißen Haus. Am Donnerstag geht es nach New York.
Wie komplex ist so ein Staatsbesuch? Das zeigt ein Besuch von Königin Elizabeth 2007. Vorm Staatsbankett wollte Buckingham Palace nicht nur die Farbe aller Blumen wissen, die im Raum stehen, sondern die Blütenblätter selbst sehen – um sie an das Outfit der Königin anzupassen.