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9. April 2026

KI wird zu klug Erste Hersteller haben Angst vor Start

Worum geht es? Nach Anthropic zögert nun auch OpenAI mit der Einführung eines neuen KI-Modells. Die Entwickler befürchten, dass die künstliche Intelligenz Schaden anrichten könnte, berichtet Axios.

Wie das? Die Unternehmen sprechen davon, dass die Fähigkeiten der KI einen Wendepunkt erreicht haben, vor allem was Autonomie und Hacking-Möglichkeiten angeht. Sie zögern, die Tools für alle freizugeben, weil das Risiko zu hoch ist.

Welches Risiko? Ehemalige Regierungsbeamte und hochrangige Sicherheitsexperten warnen seit einem Jahr vor KI-Modellen, die – in den falschen Händen – autonom etwa Wasserversorgungsunternehmen, das Stromnetz oder Finanzsysteme lahmlegen könnten.

Was passiert jetzt? Anthropic kündigte am Dienstag an, den Zugang zu seinem neuen Mythos Preview-Modell auf eine handverlesene Gruppe von Technologie- und Cybersicherheits-Unternehmen zu beschränken. OpenAI verfolgt nun einen ähnlichen Ansatz.

Was soll das bringen? Die betreffenden Unternehmen können Abwehrmaßnahmen erarbeiten, um sich (und andere) gegen Angriffe der KI zu wappnen.

Wird das etwas helfen? Wohl nicht auf Dauer, es gibt kein Zurück mehr. Experten sind sich einig, dass sehr bald Modelle mit ähnlich ausgereiften Fähigkeiten für alle auf den Markt kommen werden.

Heißt? Adam Meyers, Senior Vice President für Counter Adversary Operations bei CrowdStrike, bezeichnete die Fähigkeiten von Mythos als "Weckruf" für die gesamte Branche.

Weitere Meldungen

Vance leitet US-Team US-Vizepräsident verhandelt mit Iran

Worum geht es? Allem Säbelrasseln zum Trotz soll es nun doch zu den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA in Pakistan kommen. Start soll allerdings erst am Samstag sein, am Freitag reisen die Delegationen an.

Wo finden die Gespräche statt? In Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan. Ein genauer Veranstaltungsort wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Das ist bei solchen sensiblen diplomatischen Treffen üblich, aus Sicherheitsgründen.

Wen schickt der Iran? Außenminister Abbas Araghchi wird zentraler Chefverhandler. Er gilt als einer der erfahrensten Diplomaten des Landes und war schon bei den Atomverhandlungen in Wien aktiv. Dazu Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident und politisches Schwergewicht im Machtapparat.

Wen schicken die USA? Interessant ist der Delegationsleiter: J. D. Vance, aktueller Vizepräsident der Vereinigten Staaten und politisch sehr einflussreich. Dass ein Vizepräsident geschickt wird, ist ungewöhnlich hochrangig für solche Gespräche.

Wen bringt er mit? Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner sowie der Gesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff. Das Duo war schon in vielen Konflikten weltweit aktiv.

Ist der Libanon noch ein Problem? Ja, der Iran beharrt darauf, dass Israel die Angriffe einstellt. Die Waffenruhe gelte auch für den Libanon. Die USA und Israel sehen das anders. Es ist nach aktuellem Stand aber nicht erwartbar, dass die Verhandlungen deshalb abgesagt werden.

Warum? Israel hat laut Vance angeboten, "sich im Libanon etwas zurückzuhalten, weil sie sicherstellen wollen, dass unsere Verhandlungen erfolgreich verlaufen."

Putins U-Boote gestoppt Wollten Unterseekabel ausspionieren

Worum geht es? Laut dem britischen Verteidigungsminister John Healey haben britische Streitkräfte im Nordatlantik russische U‑Boote überwacht und deren Mission erfolgreich verhindert.

Was ist passiert? Drei russische U‑Boote – darunter ein nuklearer Angriffstaucher der Akula‑Klasse und zwei Spezial‑U‑Boote des russischen Tiefseeforschungsdirektorats (GUGI) – wurden in internationalen Gewässern in der Nähe wichtiger Unterseekabel und Pipelines beobachtet.

Wie reagierten die Briten? Die Royal Navy überwachte gemeinsam mit norwegischen und anderen Verbündeten die U‑Boote über etwa einen Monat lang mit Kriegsschiffen, Flugzeugen und Sonar aus der Luft.

Wie reagierten die Russen? Die U‑Boote gaben schließlich ihre Mission auf und entfernten sich aus dem Gebiet, bevor sie Schäden verursachen konnten.

Warum ist das wichtig? Unterseekabel sind zentral für internationale Kommunikation, Internet und Wirtschaft, da fast alle globalen Daten über sie übertragen werden.

War der Zeitpunkt Zufall? Die Operation fiel in eine Zeit, in der viele andere Staaten durch den Konflikt im Nahen Osten abgelenkt waren, was laut Heiley möglicherweise Russlands Verhalten beeinflusste.

Richteten die Russen Schaden an? Es wurde betont, dass keine Beschädigungen festgestellt wurden; die Mission der russischen U‑Boote wurde als geheim und möglicherweise auf Spionage oder Sabotage ausgelegt eingeschätzt.

CDU-Büros als "Eierhaus" Auf Google Maps plötzlich umbenannt

Worum geht es? Mehrere Büros der deutschen Kanzlerpartei CDU trugen auf Google Maps zuletzt plötzlich eigenartige Namen, etwa "Eierhaus", "Eierladen" oder "Eierverband".

Wer war betroffen? Zahlreiche Standorte bundesweit – darunter in Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Mecklenburg‑Vorpommern, Thüringen, Nordrhein‑Westfalen und mehr. Auch CSU‑Geschäftsstellen in Bayern wurden teilweise angegriffen

Wie kam es dazu? Die Änderungen scheinen über die Nutzer‑Feedback‑Funktion von Google Maps erfolgt zu sein, die es erlaubt, Ortsnamen vorzuschlagen.

Was ist der Sinn? Die Umbenennungen deuten auf eine digitale Protest‑ oder Trollaktion hin, bei der CDU‑Büros bewusst satirisch umbenannt wurden.

Was ist der Hintergrund? Ein viraler Protestslogan („Merz leck Eier“), der in sozialen Medien und nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht aufgekommen ist. Daraus entstand offenbar eine Meme‑Kultur, die nun auch auf Karten‑Dienste überschwappte.

Wer steckt dahinter? Möglicherweise ein Aktivist namens "saftsackbeats". "Ich hoffe, dass euch mein Protest gegen die Union ein kleines Schmunzeln in diesen dunklen Zeiten bescheren können", bekundete die Person auf Instagram und Threads.

Wie reagierte die CDU? Die Google‑Maps‑Einträge wurden teilweise schnell wieder korrigiert. Die Union kritisierte die Aktion als unangebracht oder deplatziert, und forderte, die Änderungsfunktion für politische Institutionen einzuschränken, um solche Fälle künftig zu verhindern.

"Ich bin dann einfach weg" Filmwelt trauert um Mario Adorf

Worum geht es? Geboren am 8. September 1930 in Zürich, gestorben am 8. April 2026 in Paris. Der deutsche Schauspieler Mario Adorf ist tot. Er wurde 95 Jahre alt.

Was weiß man über seinen Tod? Nach Angaben seines Managements starb Adorf nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung.

Wer war Mario Adorf? Eine Institution des Nachkriegsfilms. In einer über 70 Jahre umfassenden Karriere trat er in mehr als 200 Film‑ und Fernsehproduktionen auf, von deutschen Klassikern bis zu internationalen Produktionen.

Was waren die bekanntesten Rollen? Er war Charakterschauspieler, oft Bösewicht, Patriarch ("Der Schattenmann") oder spielte komplexe Figur, etwa in "Die Blechtrommel". Besonders bekannt sind Auftritte in "Winnetou" oder der Serie "Kir Royal".

Was sagte er über das Leben? "Ich war nie wirklich ehrgeizig. Man muss lernen, das Glück zu packen", zitiert ihn Bild. Der egoistische, kämpfende Ehrgeiz war ihm fremd. "Meine Wurschtigkeit war stärker."

Seine Lebensbilanz? "Ich bereue nichts, was ich getan habe. Dinge, die ich nicht getan habe, gibt es wenig".

Was weiß man über ihn privat? Er war einmal kurz verheiratet, verbrachte die letzten Jahrzehnte mit seiner französischen Lebensliebe Monique (81). Adorf hinterlässt eine Tochter, Stella (62).

Wie sah er den Tod? Für ihn gab es keinen Himmel, kein Jenseits: "Ich bin dann einfach weg. Das Diesseits ist für mich das Einzige, was zählt," sagte er einmal.

Feuerpause in Ukraine Damit Russland Ostern feiern kann

Worum geht es? Der russische Präsident Wladimir Putin hat für das orthodoxe Osterfest 2026 eine 32-stündige Feuerpause im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Der Vorschlag stammt ursprünglich von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Ab wann gilt die Feuerpause? Sie soll am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Laut Kreml gilt sie "entlang der gesamten Frontlinie", wobei russische Truppen gleichzeitig in Bereitschaft bleiben sollen.

Was ist der Hintergrund? Das orthodoxe Osterfest gehört zu den wichtigsten religiösen Feiertagen in Russland und der Ukraine. Solche Anlässe wurden im Verlauf des Krieges immer wieder genutzt, um zeitlich begrenzte Waffenruhen vorzuschlagen.

Ist das außergewöhnlich? Bereits in der Vergangenheit – etwa zu Weihnachten oder bei Evakuierungsaktionen – wurden ähnliche Maßnahmen angekündigt. Allerdings wurden sie häufig von beiden Seiten infrage gestellt oder nicht konsequent eingehalten.

Ist Ostern nicht früher? Nicht in der orthodoxen Kirche, die in Russland und in der Ukraine vorherrscht. Die Grundregel ist dieselbe wie im Westen: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

Warum ist der Termin dann anders? Die westlichen Kirchen nutzen den gregorianischen Kalender. Die russisch-orthodoxe Kirche dagegen hält am alten julianischen Kalender fest. Zwischen beiden Kalendern besteht aktuell eine Differenz von 13 Tagen.

Schweigen zu Epstein Gefeuerte Ministerin will nicht aussagen

Worum geht es? Vergangene Woche feuerte US-Präsident Donald Trump Justizministerin Pamela Bondi. Nun teilte das Justizministerium mit, dass sie am 14. April nicht vor einem Kongressausschuss aussagen werde.

Worum wäre es gegangen? Bondi war im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Epstein‑Akten vorgeladen worden. Dabei ging es um den Umgang des Justizministeriums mit Dokumenten und Ermittlungen. Demokratische Abgeordnete wollten wissen, warum große Teile der Akten nicht veröffentlicht wurden.

Was ist der Grund für die Absage? Sie sei nicht mehr US-Generalstaatsanwältin, argumentierte das Justizministerium in einem Schreiben an den Kongress. Damit entfalle die Verpflichtung, zu dem geplanten Termin vor dem Ausschuss zu erscheinen.

Ist diese Argumentation rechtens? Dazu gibt es geteilte Ansichten. Ein Kongressausschuss kann aktuelle Amtsträger vorladen, um Zeugenaussagen über ihre Amtsführung zu bekommen. Ehemalige Amtsträger sind nicht automatisch verpflichtet, auszusagen – es gibt keine pauschale gesetzliche Pflicht.

Was sagen die Gegenstimmen? Der US-Kongress könnte argumentieren, dass sie auch als Ex-Ministerin über Amtshandlungen Auskunft geben muss, wenn diese Handlungen öffentliche Belange betreffen (z. B. Umgang mit den Epstein-Akten).

Gibt es Präzedenzfälle? Ex-Amtsträger wurden unter Bundesgerichtsbeschluss zu Zeugenaussagen verpflichtet. Beispiel: Donald McGahn (Ex-White House Counsel), der gegen seinen Willen ausgesagt musste, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass die Kongressbefugnis stärker wiege.

Wer ist Pam Bondi? Eine US‑Rechtsanwältin und Politikerin, die von Februar 2025 bis April 2026 als US‑Attorney General (Justizministerin) fungierte. Sie war zuvor Generalstaatsanwältin von Florida und wurde von Donald Trump ins Kabinett berufen.

Streik bei Lufthansa Kabinen-Personal bleibt Freitag am Boden

Worum geht es? Am Freitag findet ein ganztägiger Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa und Lufthansa Cityline statt. Er wurde von der Gewerkschaft UFO ausgerufen und soll von 0.01 Uhr bis 22.00 Uhr Ortszeit dauern.

Welche Flughäfen sind betroffen? Bei der Lufthansa die beiden größten Drehkreuze in Frankfurt (FRA) und München (MUC). Bei Lufthansa CityLine die Airports in Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Warum wird gestreikt? UFO fordert bessere Arbeitsbedingungen, planbare Einsätze und längere Kündigungsfristen für das Kabinenpersonal. Zudem geht es um Sozialpläne für CityLine‑Beschäftigte, da diese Tochtergesellschaft 2027 geschlossen werden soll.

Warum ist das bitter? Weil in Deutschland die Osterferien enden. Der erneute Streikaufruf treffe "Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs", ärgert sich die Lufthansa. "Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit."

Welche Auswirkungen werden erwartet? Es wird mit zahlreichen Flugausfällen und großen Verspätungen gerechnet. Reisende sollten vor Anreise zum Flughafen unbedingt ihren Flugstatus prüfen und gegebenenfalls Umbuchungen in Erwägung ziehen.

Betrifft der Streik auch Österreich? Die Lufthansa-Tochter Austrian streikt nicht, aber Österreich ist indirekt über Flugausfälle und Anschlussprobleme betroffen.