Worum geht es? Um einen ungewöhnlichen Schritt. In Interviews mit US-Medien bekundete Donald Trump die Absicht, den nächsten Führer im Iran mitbestimmen zu wollen. Und er legte ein neues Ziel fest.
Nämlich? Er will keine Verhandlungen und kein Abkommen mehr abschließen. Stattdessen fordert er auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Nach dem Krieg sollen die USA das Land wieder aufzubauen, um es "wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor".
Was ist der Hintergrund? Der bisherige iranische Oberführer Ali Khamenei wurde am 28. Februar bei einem Angriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet. Danach begann im Iran eine Macht- und Nachfolgekrise.
Wer führt nun das Land? Vorübergehend ein Übergangsrat, bis ein neuer Oberster Führer gewählt wird. Als Favorit gilt Mojtaba Khamenei, Sohn des bisherigen Staatschefs.
Aber? Trump sagte nun, die USA müssten eine Rolle bei der Auswahl des nächsten iranischen Führers spielen. Er wolle jemanden, der "Frieden und Stabilität" bringt.
Hält er Mojtaba Khamenei für geeignet? Klingt nicht so. Er nannte ihn "inakzeptabel". Die USA müssten "in den Prozess der Auswahl eingebunden sein".
Warum wird das schwierig? Laut iranischer Verfassung entscheidet eigentlich ein religiöses Gremium im Iran selbst über den neuen Führer.
Also doch Bodentruppen? Der US-Präsident schloss das aus. Eine Bodeninvasion im Iran sei eine "Zeitverschwendung".
Worum geht es? Am Freitag hat die britische Polizei vier mutmaßliche Spione mit Verbindungen zum Iran festgenommen. Sie sollen Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausspioniert haben.
Was weiß man über die Personen? Laut Polizei handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger im Alter zwischen 22 und 55 Jahren.
Wo kam es zu den Festnahmen? Sie erfolgten bei Einsätzen in Nord-London und in Watford. Zusätzlich wurden sechs weitere Männer in Gewahrsam genommen, weil sie einem der Verdächtigen geholfen haben sollen.
Was ist der Hintergrund? Die Ermittlungen laufen unter dem britischen National Security Act und sind Teil einer längerfristigen Anti-Spionage-Untersuchung gegen iranische Aktivitäten im Vereinigten Königreich.
Was wird den Personen vorgeworfen? Neben der Beobachtung jüdischer Einrichtungen sollen sie mögliche Sicherheitslücken oder Bewegungen von Personen dokumentiert und Informationen an Kontakte weitergegeben haben, die mit dem Staat Iran verbunden sind.
Worum geht es? Hollywoodstar Daryl Hannah ("Kill Bill") war Anfang der 1990er-Jahre in einer On-Off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., dem Sohn des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Jahrzehntelang hat sie ihre Erinnerungen an die Beziehung für sich behalten, jetzt brach sie ihr Schweigen.
Weshalb? Die Schauspielerin ist sehr unglücklich mit der Art, wie sie in der neuen Mini-Serie von Disney Plus "Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette" dargestellt wird und hat ihrem Ärger nun in einem Essay für die New York Times Luft gemacht.
Worum geht es in der Serie? Um das Liebesleben des Präsidentensohnes und wie er von der Beziehung mit Daryl Hannah zu jener mit der Calvin Klein-Mitarbeiterin Carolyn Bessette wechselte, die er schließlich heiratete.
Was ärgert die Schauspielerin? Eigentlich alles an der Darstellung ihrer Person. "Die in der Serie dargestellte Figur 'Daryl Hannah' ist nicht einmal annähernd eine akkurate Darstellung meines Lebens, meines Verhaltens oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr", so die 65-Jährige in der New York Times.
Was wird über sie behauptet? Dass sie Kokain von einem antiken Möbel im Haus der Kennedys geschnupft hätte, oder dass sie den Krebstod von JFK Jrs. Mutter Jackie Kennedy Onasis mit dem Tod eines Hundes verglichen hätte.
Was wurde aus JFK Jr. und Carolyn Bessette? Das Ehepaar – sie heirateten im September 1996 – kam drei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz vor der Insel Martha's Vineyard ums Leben.
Und Daryl Hannah? Sie ging 2014 eine Beziehung mit dem Musiker Neil Young (80) ein und ist seit 2018 mit ihm verheiratet.
Worum geht es? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat während einer Pressekonferenz den ungarischen Premierminister Viktor Orban mit militärischer Gewalt bedroht.
Was hat Selenskyj gesagt? Wortwörtlich: "Wir hoffen, dass keine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockiert." Falls doch, werde man die Adresse dieser Person "an unsere Streitkräfte, an unsere Burschen weitergeben – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".
In welchem Zusammenhang fiel diese Äußerung? Es geht um einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine, dessen Auszahlung Orban als einziger EU-Staatschef blockiert. Der ukrainische Präsident hat die Drohung laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN in einer Pressekonferenz am Donnerstag ausgesprochen.
Wie reagierte die EU? Sie verurteilte die "inakzeptablen" Drohungen: "Diese Art von Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", so der Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill. "Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen" und gemeinsame Ziele zu erreichen, so Gill.
Was ist der Hintergrund? Ungarn gehört zu den vehementesten Gegnern der EU-Politik, den Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion mit Milliardenzahlungen zu unterstützen. Im Gegenzug hat die Ukraine eine Ölpipeline von Russland nach Ungarn blockiert – angeblich verhindere ein technisches Problem eine rasche Reparatur.
Was ist das größere Bild? In Ungarn wird Anfang April gewählt, für Amtsinhaber Viktor Orban stehen die Chancen derzeit eher schlecht. Aber der Konflikt mit der Ukraine spielt ihm politisch in die Hände, er könnte sich dadurch als "Retter der ungarischen Interessen" stilisieren, so Polit-Beobachter.
Wie viel Geld hat die Ukraine bereits von der EU bekommen? Aktuell sind es knapp unter 200 Milliarden Euro, und zwar in Form von Finanzhilfen, militärischer Unterstützung und Krediten. Weitere Leistungen in der Höhe von insgesamt etwa 140 Milliarden sind beschlossen, dazu gehört auch der 90-Milliarden-Kredit, den Ungarn blockiert.
Worum geht es? Der deutsche Axel-Springer-Verlag (u.a. Bild, Welt, Politico) kauft das britische "Telegraph"-Medienhaus vom bisherigen Eigentümer, dem US-Investmentunternehmen Redbird IMI. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Der Kaufpreis beträgt 575 Millionen Pfund (ca. 660 Millionen Euro).
Wofür steht der Telegraph? Die 1855 gegründete Zeitung versteht sich als konservative Speerspitze der britischen Verlagslandschaft. Neben der Tageszeitung gehören eine Sonntagszeitung (Sunday Telegraph), ein Online-Portal sowie diverse Magazinbeilagen zum Produkt-Portfolio des Verlages.
Warum expandiert Springer nach Großbritannien? Der Telegraph steht bereits seit 20 Jahren auf der Einkaufsliste des deutschen Verlags, wie Springer-Chef Mathias Döpfner erklärte. "Nun wird unser Traum wahr".
Was ist der Plan? Ziel sei es laut Springer einerseits, den Telegraph zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen". Und in weiterer Folge damit auf den US-Markt zu expandieren. Dort ist Springer bereits mit dem Polit-Portal Politico aktiv.
Was muss man über den Telegraph wissen? Er ist eine der traditionsreichsten Zeitungen Großbritanniens, war aber zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten. Mit den Millionen von Springer soll jetzt der Sprung in die digitale Zuunft gelingen.
Worum geht es? Der Bundesstaat Utah hatte zu Jahresbeginn ein Pilotprogramm gestartet. Statt einem Arzt stellt ein KI-System – betrieben von der Gesundheit-Tech-Firma Doctronic – Rezepte aus.
Für wen ist gedacht? Vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die KI darf das Medikament autonom erneuern, also ohne direkte ärztliche Unterschrift.
Wie funktioniert das? Patienten, die bereits ein Rezept für ein bestimmtes Medikament hatten, können sich bei der KI anmelden. Sie führt dann einen kurzen medizinischen Frage-Dialog durch und entscheidet, ob ein erneutes Rezept angemessen ist.
Was passiert bei einem Okay? Wenn alles klar ist, wird die erneuerte Verordnung direkt an die Apotheke gesendet. Ist die KI unsicher, wird ein menschlicher Arzt hinzugezogen.
Was ist erlaubt, was nicht? Die KI darf derzeit nur Routine-Medikamente für chronische Bedingungen erneuern (z. B. Blutdruckmittel, Diabetes-Medikamente, Hormontherapien), keine kontrollierten Substanzen wie Opioide oder ADHS-Medikamente.
Was ist das Ziel? Warteschlangen bei Routine-Rezepteverlängerungen zu verkürzen und den Zugang zur Versorgung zu verbessern, besonders für Menschen in ländlichen Gebieten.
Was ist das Problem? Die KI lässt sich überlisten. Das System wurde dazu gebracht, eine Dosis OxyContin (starkes Opioid-Schmerzmittel) zu verdreifachen, Methamphetamin falsch zu etikettieren und falsche Impfstoffbehauptungen zu verbreiten, berichtet Axios.
War das schwierig? Es gehörte zu den einfachsten Dingen, die ich in meiner gesamten Karriere geknackt habe", sagte Aaron Portnoy, Chief Product Officer bei Mindgard. Er hatte den Test durchgeführt.
Worum geht es? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. In Zukunft soll für touristische Besucher Eintritt verlangt werden.
Warum? Der Grund dafür sind die hohen Kosten für Erhaltung, Sicherheit und Organisation: 16 Millionen Euro pro Jahr im Betrieb.
Wie viele Besucher kommen? Jährlich besuchen etwa 6 Millionen Menschen den Dom. Rund 99 Prozent davon sind Touristen.
Müssen alle zahlen? Nein, für Gottesdienste und für Menschen, die zum Gebet kommen, soll der Eintritt weiterhin kostenlos bleiben.
Wie hoch wird der Eintritt? Der genaue Preis ist noch nicht festgelegt. Aber ab der zweiten Hälfte 2026 soll es losgehen.
Warum soll ich mir das anschauen? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. Der Bau begann bereits im Jahr 1248 und wurde erst 1880 fertiggestellt.
Womit fällt er auf? Durch die zwei riesigen Türme, die etwa 157 Meter hoch sind. Damit war der Kölner Dom zeitweise sogar das höchste Gebäude der Welt. Die Besichtigung von außen bleibt weiter gratis.
Worum geht es? Falls Sie in Österreichs Urlaubsgebieten bald Kennzeichen sehen, die mit VIL (Bad Vilbel) oder ATT (Attendorn) oder WV (Westoverledingen) beginnen, wundern Sie sich nicht: Das hat alles seine Ordnung.
Nämlich? Der deutsche Bundesrat macht heute, Freitag, mutmaßlich den Weg dafür frei, dass in Deutschland bis zu etwa 320 neue Kfz‑Kennzeichen eingeführt werden.
Wer darf ran? Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, ein eigenes Ortskennzeichen auf dem Nummernschild zu bekommen.
Wie viele betrifft das? Es könnten rund 320 neue Kennzeichenkürzel entstehen, die es bis jetzt nicht gibt.
Warum? "Schuld" ist ein Projekt von Touristik-Professor Ralf Bochert an der Hochschule Heilbronn. Die Idee dahinter: Kfz-Schilder seien ein wirksames Werkzeug für das Stadtmarketing und würden die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken.
Wie sieht das die Politik? "Kfz-Kennzeichen sind mehr als reine Verwaltungskürzel", sagt der niedersächsische Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). "Ein prägnantes Kennzeichen macht kleinere Orte überregional sichtbarer."
Kommt das fix? Der Beschluss im Bundesrat ist ein wichtiger Schritt, aber noch nicht das endgültige Gesetz. Nächste Instanz ist der Bundestag, der über die Änderung der Fahrzeug‑Zulassungsverordnung entscheiden muss. Dort ist das Kennzeichenwesen geregelt.