Am 18. Februar war die MV Rubymar (171 Meter lang, 27 Meter breit) in der Meerenge von Bab al-Mandab unter schweren Beschuss der Huthi-Miliz geraten. Am Samstag sank das britische Frachtschiff. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass es in einen nahen Hafen geschleppt werden könnte. Das Schiff dürfte aber Ziel weiterer Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz geworden sein, das belegen Satellitenbilder. Es ist das erste Mal, dass es der Gruppe gelungen ist, einen Frachter zu versenken. Die US-Regierung plant nun, die Huthis auf die internationale Terrorliste setzen zu lassen.
Das Schiff der britischen Reederei Blue Fleet Group hat 41.000 Tonnen Düngemittel an Bord. Schon nach dem Raketenbeschuss war es zum Austritt von Öl gekommen, der Teppich ist inzwischen 29 Kilometer groß. Umweltschützer befürchten nun den Ausbruch einer Umweltkatastrophe am südlichen Eingang ins Rote Meer. Vor allem die Korallenriffe werden schwere Schäden nehmen. Noch ist unklar, um welche Art Düngemittel es sich handelt.
Peinliches Video-Hoppala: Vor einem Besuch von Italiens Ministerpräsident Giorgio Meloni im Washington redete Joe Biden in einem Video-Statement zweimal über die Ukraine, meinte aber in Wirklichkeit Gaza. Der 81-jährige US-Präsident kündigte Hilfslieferungen aus der Luft an, die allerdings sollten nicht, wie er sagte, den Ukrainern zugute kommen, sondern tatsächlich den Bewohnern im Gazastreifen. Das Weiße Haus war danach umgehend um Klarstellung bemüht.
Biden verwies auf die Notwendigkeit, "zusätzliche Lebensmittel und Vorräte in die Ukraine zu bringen" und "zu versuchen, weiterhin andere Wege in die Ukraine zu öffnen". Der Präsident sagte, dass die Lebensmittel und Vorräte von Jordanien aus, einem Verbündeten im Nahen Osten, ins Land gebracht werden würden. Eine Abschrift seiner am Freitagabend veröffentlichten Bemerkungen wurde vom Weißen Hauses korrigiert. Seine Worte hätten sich auf Gaza bezogen, nicht auf die Ukraine, hieß es. Die Vorräte werden in den kommenden Tagen über dem Gebiet abgeworfen.