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3. Juni 2026

Kinski nicht mehr nackt Regisseur stoppt Film mit 13-Jähriger

Worum geht es? Regisseur Wim Wenders hat seinen Filmklassiker "Falsche Bewegung" (1975) vorerst aus dem Verkehr gezogen. Auslöser ist ein Streit mit Schauspielerin Nastassja Kinski über eine Nacktszene, die sie im Alter von 13 Jahren drehte.

Was hat Wenders konkret entschieden? Die Wim-Wenders-Stiftung teilte mit, dass der Film aus allen aktuellen Verwertungsformen zurückgezogen wird. Streamingdienste, Fernsehsender und Vertriebspartner wurden angewiesen, "Falsche Bewegung" vorerst nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

Was ist die Folge? Damit verschwindet eines der bekanntesten Werke des Neuen Deutschen Films zunächst aus dem regulären Angebot. Woran sich wenige erinnern: Das Drehbuch zum Film stammt von Peter Handke.

Worum geht der Streit? Im Film spielt die damals 13-jährige Nastassja Kinski die Figur Mignon. In einer rund zweiminütigen Szene ist sie mit nacktem Oberkörper zu sehen. Kinski erklärte jüngst, sie habe schon als Kind gespürt, dass die Situation nicht in Ordnung gewesen sei, und versuche seit Jahren, die Szene entfernen zu lassen.

Was wirft Kinski Wenders vor? Sie sagt, sie habe sich als Minderjährige nicht ausreichend geschützt gefühlt. Ihr Anwalt Christian Schertz argumentiert, die weitere Verbreitung der Szene verletze ihre Persönlichkeitsrechte als Kind. Nachdem Gespräche über Jahre nicht zu einer Lösung geführt hätten, wurden rechtliche Schritte vorbereitet.

Wie reagierte Wenders? Der 80-jährige Regisseur ging deutlich weiter als in früheren Stellungnahmen. In seiner Erklärung schrieb er: "Nastassja hätte besser beschützt werden müssen." Und weiter: "Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber." Er übernehme als einer der wenigen noch lebenden damals Verantwortlichen Verantwortung für das Geschehene.

Hatte Wenders die Szene zuvor verteidigt? Nicht direkt. Beim Deutschen Filmpreis hatte er erklärt: "Das würde ich heute nie mehr so machen." Gleichzeitig stellte er die Frage, ob historische Filme nachträglich verändert werden sollten.

Was meinte er? Noch wenige Tage zuvor hatte Wenders auf andere Fälle verwiesen, in denen Filme nachträglich bearbeitet wurden, und warnte vor den Folgen für das kulturelle Erbe.

Wer unterstützt Kinski? Prominent stellte sich die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hinter die Schauspielerin. In ihrer Zeitschrift Emma forderte sie Wenders auf: "Schneide endlich die zwei Minuten raus."

Weitere Meldungen

"Keine Juden erlaubt" Hotel in Bayern sorgt für Empörung

Worum geht es? "Sorry, no Jews allowed in our hotel." Ein Hotel in der Oberpfalz hat mit einer Antwort auf eine Buchungsanfrage aus Israel für weltweite Schlagzeilen gesorgt.

Warum wurde das öffentlich? Sind wir wieder in den 1930er Jahren?“, fragte Talya Lador-Fresher in einem Posting auf X. Die aktuelle Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland war von 2015 bis 2019 Botschafterin in Österreich.

Was genau ist passiert? Ein israelischer Staatsbürger wollte im "Hotel zum Hirschen" im bayerischen Lam ein Zimmer buchen. Als Antwort erhielt er eine E-Mail, das (auf englisch) den Satz enthielt: "Entschuldigung, in unserem Hotel sind keine Juden erlaubt."

Was sagt das Hotel? Die Inhaber entschuldigten sich, nachdem das Schreiben öffentlich geworden war, beim betroffenen Gast und luden ihn zu einem kostenlosen Aufenthalt ein.

Wie erklärt sich das Hotel? Juniorchef Andreas Vogl sagte, man sei seit längerer Zeit Ziel von Phishing-Angriffen und gefälschten Buchungsanfragen geworden. Deshalb habe ein Mitarbeiter die Anfrage irrtümlich für einen Betrugsversuch gehalten. "Das ist überhaupt nicht unser Weltbild."

Warum überzeugt diese Erklärung viele nicht? Sie argumentieren, dass selbst eine vermeintliche Betrugsanfrage niemals eine Antwort wie "Keine Juden erlaubt" rechtfertigen könne. Der Zentralrat der Juden hält die Erklärung deshalb für unzureichend.

Wird nun strafrechtlich ermittelt? Das ist möglich. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, fordert eine juristische Prüfung. Nach seiner Auffassung sollte untersucht werden, ob strafrechtlich relevante Tatbestände vorliegen. Volksverhetzung steht im Raum.

Warum löst der Satz besonders starke Reaktionen aus? Die Formulierung erinnert an die Zeit des Nationalsozialismus. Vor und während der NS-Herrschaft fanden sich an Geschäften, Hotels, Parks oder Restaurants Schilder mit Aufschriften wie: "Juden unerwünscht" oder "Für Juden verboten".

Welche Folgen hat der Vorfall für das Hotel? Neben dem Imageschaden drohen dem Hotel wirtschaftliche Konsequenzen. Bei Booking.com ist das Hotel etwa nicht mehr zu finden. "Wir dulden keinerlei Diskriminierung", hieß es dazu von dem Unternehmen.

Obama Center eröffnet Es sieht aus wie Klingonen-Gefängnis

Worum geht es? In Chicago steht die Eröffnung des lang erwarteten Obama Presidential Center bevor. Das rund 850 Millionen Dollar teure Projekt soll nicht nur an die Präsidentschaft von Barack Obama erinnern, sondern als Bildungs- und Begegnungszentrum für die Öffentlichkeit dienen. Gleichzeitig löst die Anlage heftige Debatten über Architektur, Politik und Obamas Vermächtnis aus.

Was ist das Obama Presidential Center? Der Komplex auf der South Side von Chicago umfasst ein Museum, Bildungs- und Veranstaltungsräume, eine öffentliche Bibliothek, Sportanlagen sowie Park- und Gartenflächen (Bilder dazu gibt es hier und hier). Anders als klassische Präsidentenbibliotheken ist es weniger ein Archiv als ein Ort für gesellschaftliches Engagement und politische Bildung.

Bekommt jeder Ex-Präsident eine solche Bibliothek? Fast jeder, den Anfang machte 1941 Franklin D. Roosevelt. Heute gehören unter anderem die Bibliotheken von Harry Truman, Dwight Eisenhower, John F. Kennedy, Ronald Reagan, Bill Clinton, George W. Bush und nun auch jene von Barack Obama zu diesem System.

Wie muss man sich diese Bibliotheken vorstellen? Der Begriff "Bibliothek" ist etwas irreführend. Tatsächlich handelt es sich meist um Kombinationen aus Archiv, Museum, Forschungszentrum und Bildungsstätte. Besucher finden dort Ausstellungen über die jeweilige Präsidentschaft, während Historiker und Wissenschaftler Zugang zu Akten und Dokumenten erhalten.

Wer bezahlt dafür? Der Bau wird normalerweise privat finanziert. Ehemalige Präsidenten oder ihre Stiftungen sammeln dafür Spenden von Unternehmen, Privatpersonen und Unterstützern. Der Staat bezahlt die Errichtung in der Regel nicht.

Und der laufende Betrieb? Nach der Fertigstellung werden die Gebäude meist an die US-Bundesbehörde National Archives and Records Administration (NARA) übergeben. Diese übernimmt die Verwaltung der Archive und einen Teil der Betriebskosten. Viele Präsidentenstiftungen finanzieren jedoch weiterhin Programme, Ausstellungen und Veranstaltungen.

Wie teuer sind solche Projekte? Die Kosten sind stark gestiegen. Die Bibliothek von Franklin D. Roosevelt kostete umgerechnet nur wenige Millionen Dollar. Die Zentren von George W. Bush und Barack Obama verschlangen dagegen jeweils mehrere hundert Millionen. Das Obama Presidential Center kostete rund 850 Millionen Dollar und gehört damit zu den teuersten Projekten dieser Art.

Was macht das Obama Center so ungewöhnlich? Das Herzstück ist ein rund 70 Meter hoher, fast fensterloser Granitturm. Die markante Architektur hat bereits zahlreiche Spitznamen hervorgebracht – von "Mausoleum" bis "Klingonen-Gefängnis". Befürworter sehen darin ein mutiges Wahrzeichen, Kritiker einen Fremdkörper in der traditionsreichen Architektur Chicagos.

Ist es überhaupt eine Präsidentenbibliothek? Ja – aber anders als alle Vorgänger. Die Unterlagen aus Obamas Amtszeit werden vollständig digital zugänglich gemacht. Die physischen Dokumente bleiben unter Verwaltung des Nationalarchivs an einem anderen Standort. Damit entsteht die erste vollständig digitalisierte Präsidentenbibliothek der USA.

Was können Besucher dort sehen? Das Museum führt durch Obamas Lebensweg – von den Bürgerrechtsbewegungen, die ihn prägten, über seine Wahlkämpfe und die Jahre im Weißen Haus bis zu Initiativen von Michelle Obama. Gezeigt werden persönliche Gegenstände, Kunstwerke, interaktive Ausstellungen und Erinnerungsstücke.

Warum wird die Eröffnung politisch diskutiert? Beobachter sehen das Zentrum als "Zeitkapsel" und Erinnerung an eine politische Ära, die heute weit entfernt erscheint. Während die USA unter Donald Trump einen deutlich anderen Kurs verfolgen, präsentiert das Obama Center Themen wie gesellschaftlichen Zusammenhalt, Bürgerengagement und internationalen Austausch.

Wann eröffnet das Zentrum? Die offizielle Eröffnung ist für den 19. Juni geplant, den amerikanischen Feiertag Juneteenth, an dem dem Ende der Sklaverei gedacht wird. Nach mehr als einem Jahrzehnt Planung wird das Zentrum damit erstmals zugänglich sein.

Hat Donald Trump eine Präsidentenbibliothek? Noch nicht. Zwar laufen Planungen für eine Trump-Präsidentenbibliothek, auch ein bombastisches Video wurde präsentiert. Doch bislang existiert kein fertiges Zentrum. Wie bei seinen Vorgängern müsste zunächst eine Stiftung Geld sammeln, einen Standort festlegen und ein Konzept entwickeln.

Streit nach Streit Lively gegen Baldoni geht in neue Runde

Worum geht es? Der Rechtsstreit zwischen den Hollywood-Stars Blake Lively und Justin Baldoni ist trotz einer vor Wochen erzielten Einigung offenbar noch nicht beendet. Es droht eine neue gerichtliche Auseinandersetzung um Schadenersatz und Anwaltskosten.

Wer sind die Beteiligten? Die Schauspielerin Blake Lively und Schauspieler-Regisseur Justin Baldoni gerieten nach den Dreharbeiten zum Film "Nur noch ein einziges Mal" aneinander. Aus dem Konflikt entwickelte sich einer der aufsehenerregendsten Rechtsstreits Hollywoods der letzten Jahre.

Worum geht es dabei? Lively warf Baldoni Ende 2024 sexuelle Belästigung sowie Vergeltung nach ihren Beschwerden am Filmset vor. Baldoni bestritt die Vorwürfe und reagierte mit einer Verleumdungsklage in Höhe von 400 Millionen Dollar.

War der Fall nicht bereits beigelegt? Doch. Anfang Mai einigten sich die Parteien auf einen Vergleich. Dabei floss nach übereinstimmenden Berichten kein Geld. Beide Seiten erklärten sich anschließend zu Gewinnern der Auseinandersetzung.

Warum geht es jetzt trotzdem weiter? Lively fordert nun die Erstattung ihrer Anwaltskosten sowie zusätzliche Straf- und Schadenersatzzahlungen. Sie argumentiert, Baldonis gescheiterte Verleumdungsklage sei eine unzulässige Vergeltungsmaßnahme gegen ihre ursprünglichen Vorwürfe gewesen. Baldonis Anwälte halten dagegen, dass der Vergleich den Streit eigentlich beendet habe.

Was muss das Gericht jetzt entscheiden? Ein Richter in New York soll jetzt klären, ob Lively doch Anspruch auf Zahlungen hat. Dafür könnten auch Sachverständige angehört werden. Beobachter sprechen bereits von einem möglichen "Mini-Prozess".

Warum ist der Fall so prominent? Im Laufe des Verfahrens wurden unter anderem private Nachrichten veröffentlicht, prominente Zeugen benannt und sogar Popstar Taylor Swift in juristische Auseinandersetzungen rund um den Fall hineingezogen.

Was steht für die Beteiligten auf dem Spiel? Neben möglichen Millionenbeträgen geht es vor allem um Reputation. Der Rechtsstreit hat laut Medienberichten bereits Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Die nun anstehende richterliche Entscheidung könnte entscheiden, ob die Affäre tatsächlich endet – oder in eine weitere Runde geht.

Wertvoller als OpenAI KI-Firma Anthropic plant Börsengang

Worum geht es? Das KI-Unternehmen Anthropic, einer der wichtigsten Konkurrenten von ChatGPT-Entwickler OpenAI, hat die Unterlagen für einen Börsengang in den USA eingereicht. Damit bereitet sich die Firma hinter dem Chatbot Claude auf eines der spektakulärsten Börsendebüts der Tech-Geschichte vor.

Wie läuft das im Detail ab? Das Unternehmen hat einen vertraulichen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Dieses Verfahren erlaubt Firmen, ihre Unterlagen zunächst nicht öffentlich prüfen zu lassen. Angaben zu Aktienzahl, Ausgabepreis oder Bewertung wurden deshalb noch nicht veröffentlicht.

Warum sorgt die Ankündigung für so viel Aufmerksamkeit? Anthropic zählt inzwischen zu den wertvollsten KI-Unternehmen der Welt. Erst vor wenigen Tagen sammelte die Firma in einer Finanzierungsrunde 65 Milliarden Dollar ein und wurde dabei mit rund 965 Milliarden Dollar bewertet. Damit liegt sie nach aktuellen Bewertungen sogar vor OpenAI.

Wer steckt hinter Anthropic? Das Unternehmen wurde 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet. Bekannt ist es vor allem für den KI-Assistenten Claude, der besonders bei Programmierern und Unternehmen beliebt ist. Anthropic positioniert sich dabei als Anbieter leistungsfähiger KI mit besonderem Fokus auf Sicherheit und Kontrolle der Systeme.

Warum geht Anthropic überhaupt an die Börse? Die KI-Entwicklung kostet enorme Summen. Unternehmen investieren Milliarden in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur. Ein Börsengang würde für Anthropic die Finanzierung des rasanten Wachstums erleichtern.

Steht Anthropic im Wettbewerb mit OpenAI? Ja. Die Firma gilt als einer der schärfsten Konkurrenten des ChatGPT-Entwicklers. Beobachter sehen den Börsengang auch als Teil eines Wettlaufs zwischen den Unternehmen, da auch OpenAI an die Börse gehen will.

Wann könnte die Anthropic-Aktie erstmals gehandelt werden? Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Mehrere Medien berichten jedoch, dass ein Börsendebüt bereits im Herbst möglich sein könnte, sofern die Prüfung durch die Börsenaufsicht SEC glatt geht.

Warum bedeutet das für die Finanzmärkte? Der Börsengang gilt als Test dafür, wie groß die Begeisterung von Anlegern für Künstliche Intelligenz tatsächlich ist. Nach dem Hype um KI-Unternehmen könnte Anthropic eine der bedeutendsten Neuemissionen der vergangenen Jahre werden. Investoren sehen darin einen Gradmesser für die wirtschaftlichen Erwartungen an die gesamte Branche.

Welche Rolle spielt der Börsengang im größeren KI-Wettlauf? Anthropic ist Teil einer Welle möglicher Mega-Börsengänge im Technologiesektor. Daneben bereiten auch OpenAI und Elon Musks SpaceX (mit dem Chatbot Grok) noch heuer einen Börsengang vor.

Am Handy ohne Hände Lenkerin kassierte trotzdem Strafzettel

Worum geht es? Eine Frau in Florida hat einen Strafzettel wegen Handynutzung am Steuer erhalten – obwohl ihr genau die Hand fehlt, mit der sie das Telefon laut Polizei gehalten haben soll. Der Fall sorgt derzeit in den USA für großes Aufsehen.

Was war passiert? Die 36-jährige Kathleen Thomas wurde im Februar in Lake Worth Beach von einem Deputy-Sheriff mit ihrem Pkw angehalten. Der Beamte erklärte, er habe gesehen, wie sie während der Fahrt ein Handy in ihrer rechten Hand gehalten habe.

Wo lag das Problem? Kathleen Thomas wurde mit einer Fehlbildung geboren und hat keine rechte Hand. Als der Beamte ihr den Vorwurf machte, zeigte sie ihren rechten Arm, der unter dem Ellenbogen endet. Dennoch hielt der Polizist an seiner Darstellung fest.

Hat der Beamte seinen Fehler schließlich eingesehen? Nein. Die später veröffentlichte Bodycam-Aufnahme (hier gibt es das Video) zeigt, wie Kathleen Thomas mehrfach darauf hinweist, dass sie die vorgeworfene Handlung gar nicht hätte ausführen können. Trotzdem stellte der Beamte einen Strafzettel über 116 Dollar (ca. 100 Euro) wegen unerlaubter Handynutzung am Steuer aus.

Wie reagierte die Bestrafte? Thomas, die als adaptive Sportlerin und Social-Media-Creatorin bekannt ist, veröffentlichte den Vorfall online. Ihre Videos verbreiteten sich millionenfach und sorgten landesweit für Kopfschütteln.

Wie ging die Sache aus? Kurz vor dem Gerichtstermin beantragte die zuständige Behörde die Einstellung des Verfahrens. Als Begründung wurde "unzureichende Beweislage" genannt. Das Gericht hob den Strafzettel daraufhin auf.

Wie äußerte sich Thomas? Gelassen. Sie erklärte, sie hege keinen Groll gegen den Beamten. Gleichzeitig hoffe sie, dass der Fall das Bewusstsein für Menschen mit körperlichen Besonderheiten schärfe und zu mehr Sensibilität im Umgang mit Behinderungen beitrage.

Mass Bier ab 14,80 Euro Oktoberfest wird ein teurer "Spaß"

Worum geht es? Das Oktoberfest wird 2026 erneut teurer – allerdings weniger stark als viele befürchtet hatten. Die Maß Bier kostet heuer zwischen 14,80 und 15,90 Euro und bleibt damit knapp unter der symbolträchtigen Marke von 16 Euro.

Warum? Einige Wirte versuchen, den Preisanstieg bei Speisen und alkoholfreien Getränken zu bremsen. Die Diskussion über die Preise hat in München längst politische Dimensionen erreicht. Kritiker fragen, ob die Wiesn noch ein Volksfest für alle ist oder Luxusvergnügen.

Um wie viel teurer wird es? Die Preise steigen in allen Zelten jeweils um 30 bis 50 Cent im Vergleich zum Vorjahr, im Durchschnitt um 2,4 Prozent. Der Wirt der "Münchner Stubn" senkt den Preis aber sogar von 15,80 Euro auf 15,50 Euro.

Warum steigen die Preise überhaupt? Die Wirte verweisen auf höhere Kosten für Personal, Energie, Lebensmittel, Logistik und Sicherheit. Hinzu kommen allgemeine Inflationseffekte sowie steigende Anforderungen an Sicherheit und Infrastruktur auf dem Festgelände.

Warum sorgt das jedes Jahr für Diskussionen? Kaum ein Preis wird in München so aufmerksam verfolgt wie der Bierpreis auf der Wiesn. Für viele Münchner gilt die Maß als eine Art inoffizieller Inflationsmesser.

Gibt es auch gute Nachrichten für Besucher? Ja. Mehrere Wirte haben angekündigt, die Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie teilweise an die Gäste weiterzugeben. Deshalb sollen manche Speisen und alkoholfreie Getränke 2026 nicht teurer werden.

Stimmt das? Jein, einige Festwirte sprechen von einer "Preis-Pause" bei bestimmten Angeboten. Das betrifft besonders das halbe Hendl (zwischen 17 Euro bis 25 Euro), zum Teil alkoholfreie Getränke und Familienangebote. Hintergrund ist die gesunkene Mehrwertsteuer für die Gastronomie.

Was kostet Wasser inzwischen? Auch hier zeigt sich die Inflation. Ein Liter Tafelwasser kostet im Durchschnitt 11,13 Euro. In "Kufflers Weinzelt" muss man aber umgerechnet 15,33 Euro für die Maß Mineralwasser hinlegen.

Was ist die Alternative? Es gibt auf dem Gelände weiterhin kostenlose Trinkwasserbrunnen.

Kann die Stadt München die Preise deckeln? Nein. Die Stadt legt die Preise nicht fest. Sie prüft lediglich, ob sie im Vergleich zur Münchner Gastronomie angemessen erscheinen. Die endgültige Preisgestaltung bleibt Sache der Festwirte.

Wann findet das Oktoberfest 2026 statt? Die 191. Wiesn beginnt am 19. September mit dem traditionellen "O'zapft is" und endet am 4. Oktober 2026. Erwartet werden erneut rund sechs Millionen Gäste aus aller Welt.

"Ich rette dir den Arsch" Trump schreit am Telefon Netanjahu an

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sind offenbar heftig aneinandergeraten. Auslöser waren Israels neue Militäraktionen im Libanon und die Drohung, Ziele in Beirut anzugreifen.

Was ist passiert? Laut einem Bericht von Axios soll Trump in einem außergewöhnlich scharfen Telefonat seinen langjährigen Verbündeten regelrecht zusammengestaucht haben.

Was genau soll Trump gesagt haben? Überliefert sind Zitate wie: Du bist total verrückt. Du wärst im Gefängnis, wenn ich nicht gewesen wäre. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hasst dich jeder. Wegen dieser Sache hasst jeder Israel."

Wurde es laut? Eine Axios-Quelle, die über das Telefonat informiert wurde, sagte, Trump sei "stinksauer" gewesen und habe Netanjahu an einer Stelle angeschrien: "Was zum Teufel tust du da?"

Was ist das größere Bild? Es war das aggressivste Telefonat zwischen beiden Politikern seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus und gilt als deutlichstes Zeichen bisher, dass die Interessen Washingtons und Jerusalems in der Nahostkrise zunehmend auseinanderlaufen.

Warum kam es zu dem Streit? Israel hatte angekündigt, als Reaktion auf neue Hisbollah-Angriffe auch Ziele in Beirut ins Visier nehmen zu können. Trump befürchtete, dass ein Angriff auf die libanesische Hauptstadt laufende Verhandlungen mit Iran gefährden würde.

Was wollte Israel erreichen? Netanjahu argumentierte, die Hisbollah verletze den Waffenstillstand systematisch und greife weiterhin israelisches Territorium an. Israel müsse deshalb seine Abschreckung wiederherstellen.

Hatte das Telefonat Folgen? Das ist unklar. Zunächst hieß es, dass ein geplanter Angriff Israels auf Beirut vorerst ausgesetzt wurde. Offiziell spricht die israelische Regierung aber weiterhin von militärischen Optionen.

Wie beurteilen beide Seiten das Gespräch? Sie spielten den Inhalt herunter oder lobten es als "produktiv". Trump postete auf Truth Social, dass die Iran-Gespräche "in rasantem Tempo fortgesetzt" würden.