Worum geht es? Hollywood wehrt sich. Eine Gruppe aus Film- und Medien (Regisseure, Autoren, Produzenten, Gewerkschaft) hat einen Brief unterschrieben, in dem sie sich gegen die Fusion von Paramount Global und Warner Bros. Discovery aussprechen.
Wie groß ist der Unmut? Es gibt über 1.000 Unterschriften. Hauptsorge: "Ein Super-Konzern kontrolliert zu viel Content" (hier den Brief nachlesen).
Wer ist dabei? Glen Close, Jane Fonda, Ben Stiller, Emma Thompson, Joaquin Phoenix, Jason Bateman, Kristen Stewart, Matt Dillon, Noah Wyle oder Rosanna Arquette. Nicht alle Namen wurden öffentlich gemacht.
Was ist der Hintergrund? Um die Übernahme von Warner Bros. Discovery war im Herbst 2025 eine Bieterschlacht entstanden. Im Februar 2026 stieg Netflix aus und Paramount Global gab bekannt, Warner kaufen zu wollen.
Preis? Die Rede war von 108 Milliarden US-Dollar. Den Deal machte David Ellison, Sohn von Milliardär und Trump-Freund Larry Ellison. Er soll noch heuer abgeschlossen werden.
Worum geht es? Tom Dumont, Gitarrist der Band No Doubt ("Don't Speak"), hat öffentlich bekanntgegeben, dass er an einer Frühform von Parkinson erkrankt sei.
Wie machte er die Erkrankung öffentlich? Er stellte ein Video auf Social Media. Darin sagt er, dass er seit einigen Jahren Symptome hatte. Nach Untersuchungen wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert.
Muss er aufhören? Nein, Dumont betonte, dass er weiterhin Gitarre spielen kann und auch auftreten wird. Er ist 58 Jahre alt.
Was ist Parkinson? Eine unheilbare, neurodegenerative Erkrankung. Typisch sind vor allem eine Verlangsamung von Bewegungen, eine ausgeprägte Muskelsteifheit sowie ein Zittern der Hände oder Füße in Ruhe.
Gibt es No Doubt noch? Ja, die Band ist wieder aktiv. Sie existiert seit 1986 (mit mehreren Pausen). 2024 kam es zu einer Wiedervereinigung. Für heuer ist eine Show in Las Vegas geplant.
Worum geht es? Donald Trump hat in sozialen Medien (Truth Social) ein KI-generiertes Bild von sich selbst als gottähnlich veröffentlicht. Das Foto sieht aus wie ein klassisches Heiligenbild.
Was ist zu sehen? Er stellt sich als jemand dar, der Menschen "heilend" berührt. Es handelt sich um eine stark religiös aufgeladene Szene. Das Bild wurde ohne erklärenden Text publiziert.
Was ist der Hintergrund? Der Post wird im Zusammenhang mit seiner Kritik am Papst gesehen. Trump hatte mit scharfen Worten auf die Aussagen von Papst Leo XIV. zur US-Politik bzw. zum Kriegsgeschehen reagiert.
Was kritisiert Trump? Er wirft dem Papst vor, sich zu stark in die Politik einzumischen. Trump stellt die Aussagen als einseitig oder ungerecht gegenüber den USA bzw. seiner Politik dar. Und: "Ich mag ihn nicht".
Wie war die Wortwahl? Er solle "aufhören, sich der radikalen Linken anzubiedern", schrieb der US-Präsident. Die außenpolitischen Äußerungen von Leo nannte er "schrecklich". Er wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitzt.
Höhepunkt? Der Papst sollte lieber "dankbar" sein, da er nur Papst geworden sei, weil er US-Amerikaner sei – damit man besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan."
Wie reagierte der Papst? Er fürchte "weder die Trump-Regierung noch das offene Aussprechen der Botschaft des Evangeliums", sagte der Papst vor Journalisten auf dem Weg zu einer zehntägigen Afrikareise. Er sei kein Politiker und wolle sich nicht auf eine Debatte mit Trump einlassen. "Aber wir glauben als Friedensstifter an die Botschaft des Evangeliums."
Was ist die Vorgeschichte? Der Papst hatte in der Vorwoche Trumps Ankündigung kritisiert, er werde im Iran ein ganzes Volk auslöschen: "Die Drohung, eine ganze Zivilisation zu zerstören, und die gezielten Angriffe auf zivile Infrastruktur können moralisch nicht gerechtfertigt werden."
Worum geht es? Seit 10. April 2026 ist das neue EU-System EES (Entry/Exit System) voll aktiv. Nicht-EU-Reisende müssen auf europäischen Flughäfen nun Fingerabdrücke abgegeben und sich Gesichtsscans unterziehen. Das betrifft auch Briten.
Was war die Folge? Auf vielen Airports führte das am Wochenende zu Chaos. Es gab lange Schlangen, Passagiere mussten bis zu vier Stunden auf die Abfertigung warten, dann waren oft die Flieger weg.
Wie reagierten die Passagiere? Wütend, wie zu erwarten. Britische Medien berichten über Ohnmachtsanfälle, Menschen übergaben sich, die Terminals waren hoffnungslos überfüllt.
Zum Beispiel? In Mailand verpassten über 100 Passagiere einen Flug nach Manchester. Die Maschine hob (mit Verspätung) mit nur 30 Personen an Bord ab, der Rest blieb zurück.
Was ist das EES? Das System ersetzt das alte Stempel-System im Reisepass. Das Entry/Exit System ist eine Datenbank, die automatisch erfasst, wann man in den Schengenraum einreist und ihn verlässt.
Gilt das auch für Österreicher? Nein, EU-Bürger (z. B. Österreicher) sind nicht betroffen.
Worum geht es? Die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA in Islamabad, Pakistan, starten erst am Samstag. Aber zuvor wurden immer mehr Stolpersteine aufgestellt.
Nämlich? US-Präsident Donald Trump ärgerte sich öffentlich darüber, dass der Iran Gebühren für die Durchfahrt von Tankern durch die Straße von Hormus erheben will.
Wie ist die Lage? Der iranische Oberste Führer hatte zuvor für sich festgelegt, dass sein Land die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße behalten werde.
Wie reagierte Trump? "Es gibt Berichte, dass der Iran von Tankern, die die Straße von Hormus passieren, Gebühren verlangt – Das darf doch nicht wahr sein, und wenn doch, dann sollen sie sofort damit aufhören!", postete er auf Truth Social.
Welchen Bericht meint er? Mutmaßlich einen Artikel in der Financial Times. Demzufolge fordert der Iran das Recht, für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, eine Gebühr erheben zu können: 1 US-Dollar pro Barrel Öl an Bord, zahlbar in Kryptowährung.
Was bedeutet das für Schiffe? Größere Tanker befördern zwei Millionen Barrel Rohöl (= knapp 320 Mio. Liter). Das heißt, sie müssten in Zukunft zwei Millionen Dollar pro Fahrt bezahlen.
Ist die Straße von Hormus offen? Theoretisch ja, aber es fahren so gut wie keine Schiffe, weil sie von den Iranern eingeschüchtert worden sein sollen. "Der Iran hat alle bedroht und genötigt", sagte ein US-Beamter zu Axios.
Worum geht es? Simon Goldhill, einer der weltweit führenden Altphilologen und Professor an der Universität Cambridge, steht im Zentrum einer Untersuchung wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Studentin.
Was ist geschehen? Laut einem internen Disziplinarbericht der Universität hat er einer Studentin einen unerwünschten "ausgelassenen" Kuss gegeben und sie körperlich berührt, ohne dass eine Zustimmung vorlag.
Wo lag der Tatort? Dem Bericht zufolge soll der Kuss im Herbst 2024 in einem Gemeinschaftsraum eines Colleges stattgefunden haben, die Studentin soll sich dadurch verängstigt gefühlt haben.
Was sagt der Professor? Goldhill selbst hat zugegeben, einen "übertriebenen" Kuss gegeben zu haben, behauptete aber später, er hätte keine ausdrückliche Zustimmung für eine Abschiedsgeste einholen müssen.
Keine Schuldeinsicht? Er führte an, dass er alkoholisiert gewesen sei, übernahm aber Verantwortung für sein Verhalten.
Wie urteilte der Disziplinarbericht? Die externe Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Goldhill gegen die Verhaltensregeln der Universität verstoßen habe – insbesondere gegen Richtlinien zur sexuellen Belästigung und zum professionellen Verhalten.
Was passiert mit ihm jetzt? Goldhill trat vorübergehend von Lehr‑ und Vorlesungstätigkeiten zurück. Er soll Ende des akademischen Jahres in den Ruhestand gehen, könnte dann aber den Ehrentitel "Emeritus Professor" erhalten – was Kritikern zufolge Fragen zu Verantwortlichkeit und Folgen aufwirft.
Worum geht es? Ungewöhnlicher Auftritt am Donnerstag im Weißen Haus. Melania Trump gab eine kurzfristig angesetzte Erklärung im Weißen Haus ab. Anschließend wusste niemand warum.
Wie lange dauerte der Auftritt? Rund eineinhalb Minuten. Die Tür ging auf, Melania schritt Richtung Podium, sagte: "Das muss aufhören!" Was auch immer (hier das Video anschauen).
Was passierte? Melania las ein vorbereitetes Statement vor und beantwortete keine Fragen der Presse. Kernbotschaft: Sie weist jede Verbindung zu Epstein zurück ("Lügen müssen enden").
Welche Lügen? Genau das blieb unklar. Sie gab an, nie mit Epstein befreundet gewesen zu sein, es habe nur gelegentliche Treffen bei gesellschaftlichen Events gegeben. Sie habe kein Wissen über seine Verbrechen gehabt und sei kein Opfer.
Welche Vorwürfe soll es geben? Es kursierten Gerüchte und Behauptungen über Verbindungen zwischen ihr und Epstein. Konkret: eine alte E-Mail (2002) mit Epsteins Vertrauter Ghislaine Maxwell und alte Fotos aus denselben Gesellschaftskreisen.
Was sagte sie wörtlich? "Die falschen Verleumdungen über mich durch boshafte und politisch motivierte Einzelpersonen und Organisationen, die meinen guten Namen schädigen wollen, um finanziell zu profitieren und politisch aufzusteigen, müssen aufhören."
War Trump an ihrer Seite? Nein, sie kam allein.
Worum geht es? Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat offiziell angekündigt, direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen. Das ist kein vages "Angebot", sagte er, sondern eine Regierungsanweisung an sein Kabinett.
Wann soll es losgehen? "So bald wie möglich", hieß es. Netanjahu reagierte damit auf Druck der USA und um die Friedensgespräche mit dem Iran nicht zu torpedieren.
Wo wird geredet? Der Beginn soll in der kommenden Woche in Washington und unter US-Vermittlung stattfinden, zunächst auf Basis von Delegationen und auf Botschafterebene.
Pausieren die Kampfhandlungen? Nein, die Angriffe durch Israel auf Ziele der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Hisbollah laufen weiter. Aber Israel werde die Angriffe im Libanon nun nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zurückfahren.
Woher weiß man das? Trump sagte dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview, er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt.
Was ist das Ziel der Verhandlungen? Aus israelischer Sicht die vollständige Entwaffnung der Hisbollah. Dazu ein Sicherheits-Arrangement und die Stabilisierung der Grenze, möglicherweise durch Pufferzonen.