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12. März 2026

Stopp für Deepfakes YouTube-Tool hilft auch Journalisten

Worum geht es? Die rasante Verbreitung von KI-Systemen verschärft das Problem mit Deepfakes. Die Qualität gefälschter Videos mit bekannten Persönlichkeiten verbessert sich rasant.

Was passiert nun? YouTube hat im Vorjahr ein Tool entwickelt, das Identitätsdiebstähle erkennbar macht. Nun wird es auch einer ausgewählten Gruppe von Regierungsbeamten, politischen Kandidaten und Journalisten zur Verfügung gestellt, berichtet Axios.

Was sind Deepfakes? Künstlich erzeugte oder manipulierte Medien (Videos, Bilder oder Audio), die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dabei wird meist das Gesicht, die Stimme oder das Verhalten einer Person so verändert, dass es real aussieht, obwohl es nie passiert ist.

Wie funktioniert das neue Tool? Die Ähnlichkeitserkennungs-Technologie von YouTube durchsucht auf der Plattform hochgeladene Videos nach Inhalten, die das Abbild einer Person, insbesondere deren Gesicht, zu verwenden scheinen.

Und dann? Wird eine Übereinstimmung festgestellt, können Betroffene das markierte Video überprüfen und über das Beschwerdeverfahren zum Datenschutz von YouTube dessen Entfernung beantragen.

Wird das Video dann gelöscht? Nein, nicht automatisch. Anfragen garantieren nicht, dass das Video tatsächlich entfernt wird.

Warum nicht? Weil es sich um einen sensiblen Vorgang handelt. YouTube erlaubt etwa Parodie und Satire, verrät aber keine Details, wie seine Software arbeitet.

11 Milliarden für Krieg Pentagon beziffert Iran-Kosten

Worum geht es? Laut dem Pentagon hat der Krieg der USA gegen Iran bereits in den ersten Tagen enorme Kosten verursacht. Das geht aus einer vertraulichen Sitzung im US‑Kongress hervor.

Wie teuer war es bisher? Das Verteidigungsministerium bezifferte die Kosten allein für die ersten sechs Tage mit mindestens 11,3 Milliarden US-Dollar.

Was treibt die Kosten? Ein großer Teil entsteht durch moderne Waffen. Allein in den ersten zwei Tagen wurden laut Militärangaben etwa 5,6 Milliarden Dollar für Munition und Raketen ausgegeben.

Was ist damit gemeint? Vorrangig handelt es sich um den Einsatz präzisionsgelenkter Bomben, Marschflugkörper und Abfangraketen für Luftabwehrsysteme.

Wie wurden die Kosten berechnet? Die Zahl von 11,3 Milliarden Dollar gilt nur als erste Schätzung. Die tatsächlichen Kosten dürften noch viel höher liegen.

Was fehlt? Viele Kosten sind noch nicht eingerechnet, zum Beispiel: die Verlegung von Truppen und Kriegsschiffen in den Nahen Osten, Wartung und Betrieb von Flugzeugen und Kriegsschiffen, Ersatz zerstörter Ausrüstung, medizinische Versorgung und Logistik der Soldaten.

Heißt was? Politiker in Washington gehen davon aus, dass der Gesamtpreis des Krieges deutlich höher wird. Die Regierung von Donald Trump könnte laut Berichten bald zusätzliche Mittel von etwa 50 Milliarden Dollar oder mehr beim Kongress beantragen, um den Krieg weiter zu finanzieren.

Ölpreis steigt weiter Kein Effekt durch Freigabe von Reserven

Worum geht es? Am Mittwoch beschlossen die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) insgesamt rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Der Effekt blieb bisher aus.

Was ist damit gemeint? Die Freigabe von strategischen Öl-Notfallreserven hat den Ölpreis derzeit nicht gesenkt. Obwohl mehrere Industriestaaten große Mengen Öl auf den Markt bringen wollen, stiegen die Preise weiter an.

Wie hoch lag der Ölpreis am Donnerstag? Er kletterte weiter nach oben, schwankte aber auch stark. Ein Barrel der Sorte Brent lag Donnerstagabend MEZ bei über 100 Dollar das Fass.

Was ist der Hintergrund? Als Folge des Irankriegs kam es zu einer Quasi-Blockade der Straße von Hormus, erstmals in der Geschichte. Über die Seestraße wurden 2025 täglich rund 14 Millionen Barrel Rohöl (14 Prozent der Weltproduktion) transportiert.

Was ist die Gefahr? Notfallreserven wirken nur kurzfristig. Wenn Investoren erwarten, dass die Versorgung länger gestört bleibt, steigen die Preise trotzdem weiter.

Gibt Österreich auch Reserven frei? Ja, Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus den strategischen Reserven frei. Damit könnte man rund 5,4 Millionen Autotanks auffüllen (gerechnet auf 60 Liter).

"Familie bedroht" Orbán beschuldigt in Video Ukraine

Worum geht es? Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat in der Nacht auf Donnerstag ein Video veröffentlicht, in dem er sagt, dass seine Familie bedroht wird. Er sieht die Ukraine als Auslöser.

Was weiß man über das Telefonat? In dem Video spricht er mit seinen Töchtern und erklärt ihnen, dass Drohungen gegen ihn und seine Familie ausgesprochen worden seien.

Wen macht er verantwortlich? Orbán behauptet, dass der ehemalige ukrainische Politiker und früherer Geheimdienstoffizier Hryhorij Omelchenko dahinterstecke. Diese Drohungen seien auch gegen seine Kinder und Enkelkinder gerichtet.

Was sagt Orbán genau? Er meint zu seinen Töchtern sinngemäß, dass sie bald in den Nachrichten sehen könnten, dass "die Ukrainer nicht nur mich, sondern auch euch bedroht haben". Gleichzeitig versucht er, sie zu beruhigen und sagt, sie sollten die Situation ernst nehmen, aber keine Angst haben.

Was ist der Hintergrund? In Ungarn finden am 12. April Parlamentswahlen statt. Herausforderer Péter Magyar liegt in Umfragen weit vorn. Kritiker mutmaßen, dass Orbán den Konflikt mit der Ukraine für sich nutzen will.

Welchen Konflikt? Ukraine Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor in Bezug auf Orbán gedroht, "die Adresse dieser Person unseren Streitkräften zu übermitteln – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".

Was war der Auslöser? Orbán hat angekündigt, eine Hilfe der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren. Sie würde den Transport von russischem Öl über eine Pipeline nach Ungarn sabotieren.

"Wie Granatapfekerne" Gesetz zur ethnischen Einheit in China

Worum geht es? Der Nationale Volkskongress Chinas (NVK), das staatliche Parlament, hat am Donnerstag ein neues Gesetz zur "ethnischen Einheit" beschlossen. Es beschneidet die Rechte von Minderheiten.

Wann soll es in Kraft treten? Am 1. Juli 2026.

Was ist die Zielrichtung? Offiziell soll ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl unter allen 56 offiziell anerkannten ethnischen Gruppen in China geschaffen werden. Staatschef Xi Jinping sagte "wie Granatapfelkerne, die zusammenhalten".

Aber? Kritiker befürchten, dass Minderheiten immer stärker unter die Räder kommen. Das neue Gesetz schreibt vor, dass Schulen standardmäßig Mandarin im Unterricht verwenden müssen. Die Han‑Kultur wird immer vorherrschender.

Was wird noch vorgegeben? Patriotismus. Das Gesetz soll Menschen dazu verpflichten, eine "gemeinsame nationale Identität" zu fördern. Staatliche Organe, Unternehmen, Organisationen und sogar Familien werden ermutigt oder verpflichtet, aktiv zur Förderung der "ethnischen Einheit" beizutragen.

Gibt es Sanktionen? Das Gesetz enthält Formulierungen, die es Behörden erlauben, Maßnahmen gegen Aktivitäten zu ergreifen, die als Schädigung der "ethnischen Einheit" gelten.

Wie ging die Abstimmung aus? Die Entscheidung fiel mit überwältigender Mehrheit: 2 .756 Stimmen dafür, 3 dagegen, 3 Enthaltungen.

Forderung: 700 Millionen Vier Manager klagen Deutsche Bank

Worum geht es? Vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank haben vor englischen Gerichten eine Klage gegen das Geldhaus eingereicht. Sie verlangen über 600 Millionen Pfund Schadenersatz, umgerechnet fast 700 Millionen Euro.

Was ist der Grund? Die Manager sagen, die hätten durch Entscheidungen der Bank Karriereschäden erlitten. Der Fall steht mit früheren Geschäften im Zusammenhang mit der italienischen Bank Monte dei Paschi in Verbindung.

Was sagt das Geldinstitut? Die Deutsche Bank bezeichnet die Ansprüche als "grundlos" und will sich dagegen wehren.

Was ist die Vorgeschichte? In den letzten Jahren hat die Deutsche Bank eine Reihe von großen Umstrukturierungen und strategischen Neuausrichtungen durchgeführt, um ihre Profitabilität zu verbessern. Die Restrukturierung begann 2023 und umfasste mehrere Maßnahmen.

Welche? Tausende Jobs wurden gestrichen. Es gab eine Neuordnung von Geschäftsbereichen. Einige Teams in London und New York wurden in Regionen mit geringerem Kostenaufwand verschoben. Statt leistungsbasierter Boni wurden teilweise feste Vergütungspakete eingeführt.

Wie betraf das die Kläger? Es handelt sich um früher führende Investmentbanker in London. Sie hätten Karriere‑Chancen verloren, Bonuszahlungen in Millionenhöhe verloren, Rufschädigung erlitten und seien in eine schlechtere Marktposition gebracht worden, klagen sie.

Warum ist die Summe so hoch? Weil Investmentbanker ganz gut verdienen. Beispiel: Wenn ein Banker normalerweise 10 Millionen Pfund pro Jahr an Boni bekommt und die Restrukturierung fünf Jahre wirkt, könnten allein die entgangenen Boni 50 Millionen pro Person ausmachen.

5.000 Euro zur Jause Bub brachte Geldbündel in Schule mit

Worum geht es? Die Polizei von Osnabrück im deutschen Bundesland Niedersachsen hatte am Mittwoch einen ungewöhnlichen Einsatz. Eine Lehrerin hatte sie in die Schule gerufen.

Warum? Weil ein siebenjähriger Schüler mit einem Bündel Geldscheinen zum Unterricht erschienen war. In einem Kuvert, das er stolz herzeigte, befanden sich 5.000 Euro.

Blüten? Nein, echtes Geld. "Alles völlig legal - nur zu Anschauungszwecken", schreibt die Polizei. "Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einen Haufen?"

Was ist der Hintergrund? Der Bub hatte das Kuvert mit dem Geld daheim entdeckt. Seine Eltern wollten damit ein Auto kaufen. Aber um ein bisschen damit anzugeben, steckte er die Scheine zu Schulbüchern und Jause in die Schultasche.

Hat die Prahlerei wenigstens gewirkt? Ja, und das sogar doppelt. Die Schulkollegen zeigten sich beeindruckt und nahmen die Banknoten in die Hand. Deshalb wurde aber eine Lehrerin auf den Vorfall aufmerksam.

Und sie holte die Polizei? Ja, weil sie dachte, mit dem Geld stimme irgendetwas nicht. Der Fall war aber schnell geklärt.

Heißt? Das Geld wanderte vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern zurückgegeben. "Nichts passiert", schreibt die Polizei. "Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert."

"Gelebtes Geschlecht" EU-Länder müssen Ausweise neu machen

Worum geht es? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag ein Urteil gesprochen, das die Rechte von Transpersonen in der Europäischen Union stärkt.

Wodurch? EU‑Mitgliedstaaten dürfen nicht pauschal verbieten, dass Menschen ihren Geschlechtseintrag in Ausweisen ändern – wenn dieser nicht mit ihrer "gelebten Geschlechtsidentität" übereinstimmt.

Was bedeutet das: Der Entscheid betrifft z. B. Personalausweis, Reisepass oder andere ID‑Dokumente. Das Urteil ist nach Angaben des höchsten EU‑Gerichts bindend für alle EU‑Länder – sie müssen ihre Regeln entsprechend anpassen.

Was ist der Hintergrund? Ein bulgarischer Staatsbürger, der als Mann registriert war, identifiziert sich als Frau und lebt mittlerweile in Italien. Sie beantragte, dass Bulgarien ihren Geschlechtseintrag, ihren Namen und ihre Identitätsnummer ändert.

Aber? Das geltende bulgarisches Recht ließ das nicht zu, weil der Eintrag nach biologischem Geschlecht erfolgt. Bulgarische Gerichte legten den Fall dem EuGH vor.

Was bedeutet das Urteil konkret? Staatliche Ausweise dürfen nicht mehr allein auf dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht basieren, wenn jemand in Wahrheit ein anderes Geschlecht lebt.

Können Länder ausscheren? Nein, Gesetze, die Transpersonen generell das Recht auf Anpassung der Geschlechtsmarkierung verwehren, verstoßen gegen EU‑Recht – besonders gegen die Grundrechte auf Nicht‑Diskriminierung und die Freizügigkeit innerhalb der EU.

Wen betrifft das vorrangig? Bislang erlauben einige EU‑Staaten (z. B. Bulgarien, Ungarn, die Slowakei) keine einfache Änderung des Geschlechtseintrags oder machen sie sehr schwer.

11. März 2026

Haare kommen weg FDP-Politikerin rasiert sich Glatze

Worum geht es? In einem Interview mit der "Schwäbischen Zeitung" hatte FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner eine tollkühne Aussage getätigt: Wenn ihre Partei es nicht in den Landtag schafft, dann rasiert sie sich die Haare ab.

Was passierte dann? Am Sonntag fanden im deutschen Bundesland Baden-Württemberg Landtagswahlen statt. Die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir gewannen hauchdünn vor der CDU, die SPD stürzte auf 5,56 Prozent ab.

Und die FDP? Sie flog mit einem Minus von 6,1 Prozent aus dem Landtag.

Wie war der Wortlaut im Interview? Frau Büttner, Umfragen sehen die FDP in Baden-Württemberg bei fünf Prozent. Würden Sie darauf wetten, dass Ihre Partei wieder in den Landtag einzieht?
Ich bin sicher, dass wir es schaffen. Ganz sicher.
Dann können Sie ja wetten.
Um was denn?
Das müssen Sie sagen. Es muss aber wehtun, wenn Sie die Wette verlieren.
Wehtun? Okay. Ich liebe meine Haare. Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal.

Wie kam das an? Die Ankündigung löste eine breite Diskussion aus. Einige Menschen sahen darin eine erfrischende Form politischer Selbstironie. Andere kritisierten, dass solche Wetten politische Inhalte überlagern könnten und eher wie ein Medien-Gag wirken.

Und, kommen die Haare weg? Auf Instagram bestätigte Büttner nun, dass sie zu ihrem Wort stehen wolle. Für sie gehöre es zur politischen Glaubwürdigkeit, auch symbolische Versprechen einzuhalten – selbst wenn sie persönlich unangenehm seien.

Was fehlt noch? Die Durchführung. Wann und wo es zum neuen Haarschnitt kommen soll, ließ Büttner nämlich offen.

Was muss man über Büttner wissen? Studierte Volkswirtin (St. Gallen, Paris, Stockholm und Stanford). Arbeitete zunächst in der Finanz- und Tech-Branche, gründete ein KI-Unternehmen. 41 Jahre alt, Tochter einer jamaikanischen Hebamme und eines deutschen Arztes, verheiratet, zwei Kinder.

Und politisch? Mitglied der FDP seit etwa 20 Jahren. 2025 wurde sie auf einem Parteitag mit etwa 80 % der Stimmen zur Generalsekretärin gewählt.

Gefahr am Dubai-Airport Vier Verletzte, als Drohne abstürzte

Worum geht es? Zwei Drohnen stürzten am Mittwoch in der Nähe des Hauptflughafens von Dubai ab, dem größten Airport der Welt. Mindestens vier Personen wurden verletzt.

Wo kam es zu dem Vorfall? Laut Behörden waren es keine direkten Treffer im Passagierbereich, sondern Einschläge bzw. Trümmer in der Umgebung.

Woher stammen die Verletzten? Bei dem Vorfall erlitten zwei Ghanaer und ein Bangladescher leichte Verletzungen, ein Inder wurde mittelschwer verletzt.

Wurde der Betrieb eingestellt? Die Behörden erklärten, dass der Flugbetrieb weiterläuft bzw. inzwischen wieder läuft, obwohl es kurzfristige Unterbrechungen wegen Sicherungsmaßnahmen und Reinigungsarbeiten gab.

Wie massiv ist das Drohnenproblem? Das Verteidigungsministerium in Dubai gab bekannt, dass bisher 1.385 Drohnen abgefangen wurden, wobei es zu 90 Einschlägen an Land kam.

Was sorgte zuletzt für Aufsehen? Videos, die Urlauber vom Strand aus aufgenommen hatten. Sie zeigen offenbar, wie ein Kampfjet der Vereinigten Arabischen Emirate eine iranische Shahed-Angriffsdrohne verfolgt.

Das Ende des Erb-Adels Briten schaffen das Peers-System ab

Worum geht es? Das britische Oberhaus, also das House of Lords, hat am Mittwoch einen fast revolutionären Schritt gesetzt. Das House of Lords (Hereditary Peers) Bill wurde abgeschafft.

Was ist das? Ein traditionelles Gesetz, das seit über 700 Jahren existiert. Es geht dabei um die sogenannten "Hereditary Peers" — also erblich begründete Adelssitze im Oberhaus. Sie wird es künftig nicht mehr geben.

Was galt bis jetzt? Bislang hatten 92 erbliche Peers (z. B. Herzöge, Grafen, Viscounts), die ihre Sitze nach Familienerbe innehatten, das Recht, im Oberhaus zu sitzen und mitzuentscheiden. Diese Praxis wird abgeschafft.

Was kommt? Nach dem Ende der aktuellen Parlamentssession im Frühling werden diese Erb-Sitze nicht mehr bestehen. Die betroffenen Peers verlieren automatisch ihr Sitz‑ und Stimmrecht – sofern sie nicht zusätzlich als "Life Peers" ernannt wurden.

Heißt was? Personen, die ihre Titel geerbt haben, können also nicht mehr allein aufgrund dieser Erbschaft im Oberhaus sitzen. Life Peers bleiben auf Lebenszeit.

Gab oder gibt es bekannte Peers? Aber ja. Winston Churchill war einer oder Lord Byron. Die frühere britische Premierministerin  Margaret Thatcher war Life Peer, die Funktion war also nicht vererbbar.

Was ist der Hintergrund? Die Reform ist Teil einer längerfristigen Modernisierung des britischen Parlaments, die bereits in den 1990er‑Jahren begann. Damals wurde der Großteil der ererbten Sitze abgeschafft, doch ein Rest wurde aus historischen Gründen noch zugelassen.

Was ist das Oberhaus? Das zweite parlamentarische Organ Großbritanniens (neben dem Unterhaus). Auch wenn es nicht direkt gewählt wird, prüft und ändert es Gesetze, bevor sie Gesetz werden.

Wie wird die Abschaffung beurteilt? Sie bedeutet, dass künftige Entscheidungen nicht mehr von Personen getroffen werden, die allein durch Geburt dort sitzen. Kritiker sehen darin einen wichtigen Schritt zu mehr Repräsentation, während Traditionalisten den Verlust historischer Elemente beklagen.

Was ist der historische Hintergrund? Bereits im 13. Jahrhundert berief der englische König Adelige und geistliche Führer ein, um sich von ihnen beraten zu lassen. Vom 14. bis zum 7. Jahrhundert bestand das Oberhaus fast ausschließlich aus erblichen Peers und Bischöfen der Kirche von England.

"Wie Feinde behandelt" Irans Polizeichef warnt Demonstranten

Worum geht es? Der nationale Polizeichef des Iran, Ahmad‑Reza Radan, hat in einer öffentlichen Ansprache im staatlichen Fernsehen eine Warnung ausgesprochen: Menschen, die gegen die Regierung demonstrieren wollen, drohen drastische Konsequenzen.

Welche "Konsequenzen" kündigte er an? Radan sagte, wer auf die Straße gehe, handle "im Sinne der Feinde des Landes" und werde nicht mehr als bloßer Demonstrant betrachtet. Die Polizei werde "wie bei einem Feind" gegen solche Personen vorgehen.

Was ist der Kontext? Diese Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es wieder wachsende Unruhen im Iran geben könnte und gleichzeitig die Außenpolitik des Landes – etwa Konflikte mit den USA und Israel – die Lage weiter verschärft.

Was ist der Auslöser der Warnung? Die Behörden befürchten, dass ausländische Aufrufe zu Protesten (z. B. von politischen Gegnern oder Staaten wie den USA und Israel) die innenpolitische Lage weiter destabilisieren könnten.

Eine leere Drohung? Betrachtet man den Jänner dann wohl eher nicht. Da war es zu tagelangen Unruhen auf den Straßen gekommen, die blutig niedergeschlagen wurden.

Wie viele Opfer gab es? Die iranische Regierung selbst hat eine offizielle Todeszahl von rund 3.100 Menschen veröffentlicht. Internationale Quellen sprechen aber davon, dass an nur zwei Tagen – am 8. und 9. Januar – bis zu 30.000 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden sein könnten.

Meta kauft Moltbook KI-Assistent kann Ihr Leben managen

Worum geht es? Der Meta-Konzern (Facebook, Instagram, WhatsApp) hat bestätigt, dass er die Plattform Moltbook übernommen hat – ein soziales Netzwerk, das speziell für Kommunikation unter KI‑Agenten entwickelt wurde.

Was tut Moltbook? Auf dem System können autonome KI-Agenten miteinander interagieren. Sie können zum Beispiel Beiträge posten, Kommentare schreiben, Beiträge anderer Agenten bewerten (upvoten), Informationen austauschen oder diskutieren.

Was heißt das? Das funktioniert ähnlich wie in menschlichen sozialen Netzwerken – nur dass Softwareprogramme miteinander "reden".

Wie darf ich mir das vorstellen? Ein Nutzer erstellt einen KI-Agenten (z. B. einen persönlichen Assistenten). Dieser Agent bekommt Regeln wie: Lies neue Beiträge, antworte auf Themen, poste selbst Inhalte, bewerte interessante Beiträge. Der Agent führt diese Aufgaben automatisch aus, ohne dass ein Mensch jedes Mal eingreifen muss.

Wann startete Moltbook? Erst Anfang 2026 und ging sofort viral, weil es ungewöhnlich war – eine Art "soziales Netzwerk der Maschinen".

Was passiert mit den Erfindern? Meta steckt die Gründer von Moltbook, Matt Schlicht und Ben Parr, in sein AI‑Forschungsteam (Meta Superintelligence Labs). Details zum Kaufpreis wurden nicht veröffentlicht.

Irans Führer verletzt Mojtaba Khamenei an Beinen getroffen

Worum geht es? Die New York Times und Geheimdienst‑Quellen berichten, dass Mojtaba Khamenei bei den Anfangsangriffen im aktuellen Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran verletzt wurde.

Wer ist Mojtaba Khamenei? Der 56-Jährige wurde vor wenige Tagen zum Nachfolger seines Vaters Ali Khamenei ernannt. Der Oberste Führer des Iran war bei den Angriffen von Israel und der USA getötet worden.

Was fällt auf? Dass Mojtaba Khamenei nicht in der Öffentlichkeit erscheint, nach seiner Ernennung keine Ansprache gehalten hat. Das hat die Gerüchte über seinen Gesundheitszustand weiter angeheizt.

Was sagen die Gerüchte? Es kursieren Berichte, wonach Mojtaba Khamenei im Rahmen der militärischen Angriffe an den Beinen verletzt worden sein dürfte.

Um welchen Angriff handelt es sich? Mutmaßlich um die Bombardierung, bei der sein Vater am 28. Februar ums Leben kam. Es starben dabei auch Mojtaba Khameneis Ehefrau, seine Mutter und ein Schwager.

Gibt es Bestätigungen dafür? Der iranische Staatsfunk nannte Khamenei einmal einen "verwundeten Veteranen" des Krieges, ohne medizinische Details. Der Sohn des iranischen Präsidenten Yousef Pezeshkian schrieb auf Telegram, dass Khamenei  verletzt, aber "wohlauf und in Sicherheit" sei.

Wer führt momentan den Iran? Das ist unklar. Selbst Präsident Masoud Pezeshkian soll keinen Kontakt zu Mojtaba Khamenei haben, berichtet das Portal Iranwire.

Fußball-WM ohne Iran Minister gegen Teilnahme in den USA

Worum geht es? Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis 19 . Juli statt, erstmals mit 48 Teams und erstmals mit drei Austragungsländern – Kanada, Mexiko und die USA. Das sorgt jetzt für Gesprächsbedarf.

Warum? Weil sich auch der Iran für das Turnier qualifiziert hat (als Gruppensieger in der asiatischen Qualifikation), sich aber gegenwärtig im Kriegszustand mit Amerika befindet.

Nimmt der Iran teil? Der iranische Sportminister sagte nun, unter den derzeitigen Umständen könne das Land nicht teilnehmen. Auch der Präsident des iranischen Fußballverbands hat wiederholt Zweifel an einer Teilnahme der Mannschaft geäußert.

Was ist der Hintergrund? Natürlich der aktuelle Krieg. Aber auch die Vorfälle in Australien in der vergangenen Woche. Fünf Spielerinnen suchten nach dem Asien-Cup in Sydney um Asyl an.

Wie sieht das Trump? Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Gianni Infantino, sagte, dass US‑Präsident Donald Trump versichert habe, dass die iranische Nationalmannschaft bei der WM willkommen sei, selbst wenn das Turnier in den USA stattfindet.

Gegen wen spielt der Iran? Der Iran wurde in der Vorrunde in Gruppe G gelost und hätte folgende Gegner: Neuseeland (15. Juni, Los Angeles), Belgien (21. Juni, Los Angeles), Ägypten (27. Juni, Seattle).

Was passiert, wenn der Iran absagt? Der Verband bekommt eine Geldstrafe, laut Statut rund 274.000 Euro. Mutmaßlich springt eine Mannschaft ein, die knapp an der Quali gescheitert ist, in diesem Fall der Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Bilder "unvorteilhaft" US-Ministerium sperrt Fotografen aus

Worum geht es? Das US-Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth hat Pressefotografen von einigen Briefings ausgeschlossen, nachdem Fotos von ihm als "unvorteilhaft" kritisiert wurden.

Was ist passiert? Bei einem Pentagon-Briefing am 2. März wurden Fotos von Hegseth aufgenommen und von Agenturen wie AP, Reuters oder Getty veröffentlicht.

Und? Laut Berichten beschwerten sich Mitarbeiter des Ministers intern über diese Bilder, weil sie ihn ungünstig aussehen ließen. Danach wurden Fotografen bei zwei weiteren Pressebriefings (4. und 10. März) nicht mehr zugelassen.

Was dann? Stattdessen durften nur offizielle Pentagon-Fotografen Bilder machen. Das Ministerium wollte wohl nur kontrolliertere Bilder, die "besser aussehen".

Gibt es eine offizielle Begründung? Das Verteidigungsministerium bestreitet, dass es wegen der Fotos war. Offiziell heißt es, die Einschränkung habe logistische Gründe und Medien könnten weiterhin offizielle Bilder nutzen.

Was war an den Bildern schlecht? Hegseth soll auf manchen Fotos "streng" oder "selbstherrlich" gewirkt haben, was seine öffentliche Wahrnehmung negativ beeinflussen könnte.

10. März 2026

Plus 22 % bei Exporten China erzielt Rekord, nun kommt Trump

Worum geht es? In den ersten zwei Monaten 2026 sind die Exporte Chinas um etwa 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit steuert die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf ein weiteres Jahr mit Rekordhandelsüberschüssen zu.

Warum ist das bemerkenswert? Aus zwei Gründen. Einerseits wurden die Experten-Prognosen deutlich übertroffen. In einer Reuters-Umfrage hatten Analysten eine Steigerung von 7,1 Prozent erwartet.

Und andererseits? Fiel dieser Rekord in eine Zeit, in der die Weltwirtschaft durch die Sonderzölle von Donald Trump ins Wanken geriet. Die Exporte in die USA sanken deshalb sogar um rund 11 Prozent.

Was zeigen die Daten sonst noch? Auch die Importe stiegen stark, aber nur um etwa 19,8 Prozent. Es entstand ein großer Handelsüberschuss von etwa 214 Milliarden US-Dollar.

Warum brummt China bei den Exporten? Es gibt eine sehr hohe weltweite Nachfrage nach Elektronik und Halbleitern (besonders aufgrund des KI-Booms), steigende Exporte von Autos und Maschinen und starke Nachfrage aus EU, Südostasien und Lateinamerika.

Was passiert jetzt? Ende März soll Donald Trump nach Peking reisen und dort Staatspräsident Xi Jinping treffen. Es wäre Trumps erster China-Besuch seit 2017.

Attacke mit Klopapier Dann stirbt Lehrer bei Schüler-Streich

Worum geht es? In der Stadt Gainesville, etwa 90 Kilometer von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, ist ein 40 Jahre alter Lehrer bei einem an sich harmlosen Streich seiner Schüler ums Leben gekommen.

Was ist geschehen? Fünf Schüler von Mathematiklehrer Jason Hughes hatten sich vergangenen Freitag kurz vor Mitternacht verabredet, um Haus und Garten ihres Pädagogen mit Toilettenpapier zu bewerfen, so die Rekonstruktion der Polizei. Als der Lehrer aus dem Haus kam, liefen seine Schüler weg zu ihren Autos.

Und weiter? Hughes machte sich zu Fuß auf die Verfolgung seiner Schüler, stolperte, fiel hin und wurde von einem Pick-up überrollt, in dem einer seiner Schüler im Alter von 18 Jahren saß.

Was droht den Schülern jetzt? Der Todeslenker wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, ihm drohen drei bis 15 Jahre Haft. Die vier anderen Teenager müssen sich wegen unerlaubten Betretens eines Privatgrundstückes verantworten.

Was sagt die Familie des Toten? Sie sagte, Jason Hughes habe die Jugendlichen, die ihm den Streich spielten, gekannt und sehr gemocht. Deshalb rief sie die Behörden auf, die Anklagen fallen zu lassen. Der Unfall sei eine "schreckliche Tragödie" gewesen und man sei entschlossen, eine weitere Tragödie zu verhindern, die das Leben dieser Schüler ruinieren würde.

War der Lehrer böse auf seine Schüler wegen des Streichs? Nein, er habe vielmehr gewusst, dass ihm ein solcher Streich gespielt werden sollte und wollte seine Schüler nicht angreifen, als er aus dem Haus gelaufen kam, sondern vielmehr überraschen.

Wie geht es jetzt weiter? Ein Statement der Staatsanwaltschaft zu dem tragischen Unglück ist bislang noch ausständig.

Telefonat mit Putin Trump besprach Ende des Irankriegs

Worum geht es? Es war das erste Telefonat seit dem Beginn der Angriffe auf den Iran am 28. Februar. Rund eine Stunde lang telefonierten US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin am Montag miteinander.

Warum ist das geopolitisch wichtig? Weil Russland ein wichtiger Verbündeter des Iran ist. US-Beamte hatten sich besorgt darüber gezeigt, dass Putin den Iranern bei ihren Kriegsanstrengungen helfen könnte, vor allem durch das Teilen von Geheimdienst-Infos.

Ging es nur um den Iran? Nein, auch der Ölpreis war ein Thema und die Ukraine.

Mit welchem Ergebnis? Trump sagte zu Reportern, er habe "ein sehr gutes Telefonat mit Putin" geführt. "Er will [im Umgang mit dem Iran] hilfreich sein. Ich habe ihm gesagt, dass er hilfreicher sein kann, wenn er den Krieg in der Ukraine beendet".

Was sagt Russland? Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow meint gegenüber russischen Reportern, das Gespräch sei "offen" und "sachlich" verlaufen.

„Zorro Ranch“ durchsucht Sie hat früher Jeffrey Epstein gehört

Worum geht es? Erstaunlich: Sie kommt in den Epstein-Files tausendfach vor, trotzdem gab es erst jetzt die erste Durchsuchung durch Ermittler auf der ehemaligen "Zorro Ranch" von Jeffrey Epstein.

Was passierte? Beamte des Justizministeriums von New Mexico führten am Montag eine Hausdurchsuchung durch. Das abgelegene Anwesen gehörte Epstein bis zu seinem Tod 2019.

Was ist der Hintergrund? Die Durchsuchung ist Teil einer wieder aufgenommenen strafrechtlichen Untersuchung zu mutmaßlichen illegalen Aktivitäten, darunter sexueller Missbrauch und Menschenhandel von jungen Frauen und Mädchen, die dort stattgefunden haben könnten.

Was kam raus? Es ist derzeit nicht öffentlich bekannt, ob die Ermittler konkrete Beweise gefunden haben, etwa Hinweise auf Verbrechen.

Wem gehört das Anwesen? Die Familie von Don Huffines, einem ehemaligen US‑Staats­senator aus Texas, hat es gekauft und in  "San Rafael Ranch" umbenannt. Sie gewährte den Ermittlern Zutritt.

Was weiß man über die Ranch? Das Gelände umfasst ca. 300 Hektar und ist sehr abgelegen, umgeben von Wäldern und Bergen. Die Ranch war strategisch isoliert – kaum Nachbarn in der Nähe – was Epstein vermutlich für seine privaten Treffen geschätzt hat.

Wie ist die Ausstattung? Die Ranch verfügt über ein großes Hauptgebäude mit mehreren Wohnbereichen, Gästehäuser für Besucher, sowie Arbeits- und Lagerräume. Berichte erwähnen Luxusausstattung: Pools, Tennisplatz, teilweise kunstvoll gestaltete Innenräume.

MacBook für 699 Euro Neo ab heute in Österreich zu kaufen

Worum geht es? Apple will in einen neuen Markt vordringen – günstige Notebooks. Heute Mittwoch, kommt das MacBook Neo auch in Österreich auf den Markt, es war am 4. März präsentiert worden.

Was kostet es? Es werden zwei Ausstattungen angeboten. Die günstigere Variante mit 256 GB Magic Keyboard gibt es ab 699 Euro, die teurere mit 512 GB Magic Keyboard und Touch ID kostet ab 799 Euro.

Was ist die Philosophie? Die Serie ist dafür gedacht, einsteigerfreundlicher und erschwinglicher zu sein als die bisherigen MacBook‑Modelle.

Welche Farben gibt es? Vier: Silber, Zitrus, Rosa, Indigo.

Was ist die Ausstattung? Alugehäuse. Display: 13″ Liquid Retina (hohe Helligkeit und Farbdarstellung). Akku mit bis zu 16 Stunden Laufzeit. 1080p FaceTime HD Kamera, Dual‑Mikrofone, räumlicher Sound. Anschlüsse: 2× USB‑C + Kopfhörerbuchse.

Und das Innenleben? Chip: Apple‑A18 Pro (bekannt aus dem iPhone 16 Pro) — er liefert starke Alltags‑Performance für Browsing, Office‑Arbeit, Streaming und viele Apps unter macOS. RAM & Speicher: Basis mit 8 GB RAM.

Was sind die Abstriche? Keine Thunderbolt‑Ports, kein MagSafe, kein beleuchtetes Keyboard beim Basismodell.

Problemboy Porsche 50.000 VW-Jobs weg, aber Boni sprudeln

Worum geht es? Der Gewinn des VW‑Konzerns ist im Geschäftsjahr 2025 stark eingebrochen. Der operative Gewinn sank von 19,1  Milliarden Euro auf etwa 8,9 Milliarden Euro – also um mehr als die Hälfte.

Was sind die Gründe? Hohe Zölle in den USA und dadurch Auswirkungen auf die Kosten. Probleme im China‑Geschäft, wo VW Marktanteile verliert und E‑Autos stärker konkurrieren.

Welche Probleme macht Porsche? Der Gewinn der Luxusmarke ist 2025 um fast 98 Prozent eingebrochen. Der operative Gewinn sank von rund 4,3 Milliarden Euro auf etwa 100 Millionen Euro.

Was sind da die Gründe? Hohe Kosten, schwache Nachfrage in Europa, Probleme in China, vor allem aber: Porsche investiert stark in Elektrofahrzeuge (z. B. Taycan) und neue Plattformen, die kurzfristig die Marge drückten.

Was ist nun die Konsequenz? Bis zum Jahr 2030 sollen rund 50.000 Jobs in Deutschland wegfallen (von 293.000 in Deutschland). Das hat Konzernchef Oliver Blume in einem Brief an Aktionäre bestätigt. Zuvor war bereits ein Abbau von 35 .000 Stellen vereinbart worden.

Wie soll das gehen? Es gibt keine sofortigen massenhaften Kündigungen in den nächsten Wochen, sondern einen schrittweisen Abbau über mehrere Jahre bis 2030. Viele der Stellen sollen über Altersteilzeit, Nicht-Nachbesetzungen oder Abfindungen reduziert werden.

Was funktioniert weiter gut? Die Bonuszahlungen für Manager. Konzernchef Oliver Blume erhält zwei Millionen Euro, Finanzchef und VW-Markenchef erhalten je 1,7 Millionen. Peanuts im Vergleich zu Vorgänger Herbert Diess: Einschließlich Altersvorsorge und sogenannter "variabler Vergütung" kommt er auf neun Millionen Euro.

EU setzt auf Atomstrom Ausstieg war "ein strategischer Fehler"

Worum geht es? Die EU vollzieht die nächste Energiewende. Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen hat die Entscheidung vieler europäischer Länder, die Atomkraft stark zurückzufahren oder ganz aus ihr auszusteigen, einen "strategischen Fehler" genannt.

Wo hat sie das gesagt? Auf einem internationalen Atomenergie‑Gipfel in Paris.

Worauf hat sie Bezug genommen? Besonders auf die EU‑Entscheidung, den Anteil von Atomkraft an der Stromversorgung drastisch zu reduzieren (von rund einem Drittel im Jahr 1990 auf etwa 15 Prozent heute).

Was definiert sie als "Fehler"? Europa sei stark abhängig von fossilen Energieimporten wie Gas und Öl. Der Rückgang der Atomenergie habe diese Abhängigkeit vergrößert. Ohne Atomkraft hängt Europa mehr von teuren und wetterabhängigen Quellen oder Energieimporten ab – was die Strompreise und Versorgungssicherheit beeinträchtigt.

Was ist mit Klimaschutz? Atomkraft produziert kein CO₂ – und könnte helfen, CO₂‑Emissionen schneller zu senken. Viele würden daher den Ausstieg als verpasste Chance im Klimaschutz sehen, so von der Leyen.

Was folgt daraus? Die EU‑Kommission plant Investitionen und Förderprogramme für neue Atomtechnologien, z. B. kleine modulare Reaktoren (SMRs). Dazu gibt es eine EU‑Garantie von 200 Millionen Euro, um private Investoren zur Beteiligung an neuen Atomprojekten zu ermutigen.

Was sagen Gegner? Viele Umweltschützer und Teile der Bevölkerung sehen Atomkraft weiterhin kritisch, insbesondere wegen Atommüllproblemen, möglicher Unfälle und hohen Baukosten.

Arnie ist wieder Conan Mit 78 Kino-Comeback als Barbar

Worum geht es? Arnold Schwarzenegger kehrt in der Rolle zurück, die ihn zum Filmstar machte. Er dreht einen dritten Teil von "Conan der Barbar". Der Film soll den Titel "King Conan", also "Conan der König" tragen.

Was wird anders sein? Der geplante Film soll eine direkte Fortsetzung der alten Conan-Filme sein. Schwarzenegger wird wieder die Hauptrolle spielen – allerdings als alter Conan, der inzwischen eben ein König ist.

Wer wird Mastermind? Der bekannte Hollywood-Regisseur Christopher McQuarrie soll Regie führen und auch das Drehbuch schreiben. Er ist vor allem für mehrere "Mission: Impossible"-Filme bekannt.

Was wird der Inhalt? Sollte das wichtig sein: Die Handlung soll zeigen, dass Conan ein langes Leben als Krieger hinter sich hat und viele Jahre König war. Er soll vertrieben werden und muss ein letztes Mal kämpfen.

Wie beschreibt Arnie den Film? Es gibt "allerlei Wahnsinn, Gewalt, Magie und Kreaturen".

Was ist zu beachten? Das Drehbuch soll bewusst an das Alter von Schwarzenegger angepasst sein. Er ist 78.

Woher weiß man das? Schwarzenegger gab die Pläne am Wochenende beim Arnold-Sportfestival in Columbus, Ohio, bekannt.

Was muss man über die bisherigen Teile wissen? Der erste Film "Conan der Barbar" erschien 1982 und machte Schwarzenegger weltberühmt. Er spielte 68 Millionen Dollar ein. Die Fortsetzung "Conan der Zerstörer" kam 1984 in die Kinos.

Gibt es schon Termine? Trotz der Bestätigung ist das Projekt noch in einer frühen Phase. Ein offizieller Drehbeginn oder Kinostart wurde bisher noch nicht angekündigt.

War es das für Arnie? Schwarzenegger sagte, dass auch Gespräche über mögliche Comeback-Filme zu "Predator" und "Commando" laufen.

9. März 2026

Trump-Video manipuliert Kappe bei Toten-Gedenken entfernt

Worum geht es? Am 7. März nahm Donald Trump an einer "dignified transfer"-Zeremonie auf der Dover Air Force Base teil, bei der die Särge von sechs getöteten US-Soldaten zurück in die USA gebracht wurden. Dabei trug er eine weiße "USA"-Baseballkappe.

Und? Manche fanden den Auftritt "unangemessen", offenbar auch Verantwortliche beim TV-Sender Fox News.

Was passierte? Fox News schnitt altes Archivmaterial von einer anderen Zeremonie (Dezember 2025) in den Beitrag, wie sich nun herausstellt. In diesem alten Video hatte Trump keine Kappe auf. Das Video wurde fälschlich so präsentiert, als sei es vom aktuellen Ereignis.

Absicht, um Trump besser aussehen zu lassen? Fox News sagte später, es sei ein Fehler beim Video-Material gewesen. Ein Moderator entschuldigte sich on air, und der Sender veröffentlichte eine Entschuldigung. Aber: Fox gilt als extrem Trump-freundlich.

Was ist eine "dignified transfer"-Zeremonie? Wenn gefallene Soldaten in die USA zurückgebracht werden (z. B. auf der Dover Air Force Base), findet eine sehr formelle Zeremonie statt, die "dignified transfer" heißt.

Wie schaut angemessenes Verhalten dabei aus? Kopfbedeckungen werden meist abgenommen, wenn die Särge vorbeigetragen werden. Militärangehörige salutieren den Särgen. Zivilisten und Politiker stehen still und zeigen Respekt, oft mit der Hand über dem Herzen.

Aber? Präsident Donald Trump trug bei der Zeremonie eine weiße "USA"-Baseballkappe und salutierte damit.

Sieger kam "angeflogen" Marathon-Video aus L.A. zieht Kreise

Worum geht es? Beim Marathon in Los Angeles am Sonntag kam es beim Männerrennen zu einem Herzschlag-Finale. Nach 42,195 Kilometern siegte Nathan Martin mit etwa 0,18 Sekunden Vorsprung, einer Hundertstelsekunde also.

Wie kam es dazu? Das war live im TV zu sehen, die Videos davon gehen jetzt um die Welt. Lange Zeit sah Michael Kamau aus Kenia wie der sichere Sieger aus. Bei Kilometer 40 hatte er einen Vorsprung von 44 Sekunden, eine kleine Ewigkeit.

Was passierte dann? Kamau dürfte von einem Motorrad abgelenkt worden sein. Das Begleitfahrzeug bog wie üblich kurz vor dem Ziel ab, um die Strecke zu verlassen. Aber: Der Kenianer folgte.

Mit welchen Konsequenzen? Er lief ein kurzes Stück falsch, wurde auf den Irrtum hingewiesen, verlor dadurch aber 7 Sekunden. Vor allem aber seinen Rhythmus beim Laufen.

Das änderte alles? Ja, die TV-Bilder zeigen Kamau, dann ist ein größerer Ausschnitt zu sehen und plötzlich taucht Martin auf, der "heranfliegt" und an dem Kenianer auf den letzten Metern vorbeiläuft.

Wie reagierten die Sportler? Der US-Läufer blieb erschöpft hinter der Ziellinie stehen, Kamau stürzte direkt nach dem Einlauf und musste medizinisch betreut werden. Er wurde später auf einer Trage weggebracht. Es hatte 32 Grad im Schatten (den es nicht gab).

"Berühmter als Gott" Ex-Assistentin bei nacktem Andrew

Worum geht es? Sie hat mutmaßlich viel gesehen und gehört, nun redet sie auch. Charlotte M., die als Privatsekretärin von Andrew Mountbatten-Windsor tätig war, hat sich bereit erklärt, mit der Polizei zu reden, berichtet die Times.

Wer ist Charlotte M.? Die heute 68-Jährige frühere Offizierin in der Royal Navy war ab 1996 für Andrew tätig. Zwischen 2001 und 2003 war Charlotte M. seine Privatsekretärin und Schatzmeisterin.

Was ist für sie heikel? Charlotte M. unterzeichnete im Juni 2000 im Namen von Andrew einen Scheck über 75 Pfund. Über das Bankkonto des Buckingham Palace wurde eine südafrikanische Masseurin bezahlt, die Ghislaine Maxwell für Andrew engagiert hatte.

Wie kam das zustande? Maxwell war Kundin von Monique Giannelloni, die eine Massagepraxis in Kensington besaß. Dort arbeitete auch die Südafrikanerin. Maxwell versprach der Masseurin: "Ich werde Sie jemandem vorstellen, der berühmter ist als Gott."

Wie lief der Termin ab? "Ich kam ins Zimmer und Andrew stand da in einem Bademantel", erzählte die Masseurin der Daily Mail. "Nachdem ich 'Hallo' gesagt hatte, verschwand er im Badezimmer und kam nackt zurück." Sie habe den Blick abgewandt und war "ziemlich verlegen."

Irgendwelche Vorkommnisse? Während der Massage war Andrew mit einem Handtuch bedeckt. Es habe keine Probleme gegeben. Die Masseurin sagte, er sei "sehr nett und sehr gentlemanlike" gewesen, so ihre Chefin Monique Giannelloni später.

10 Schüsse aus Tesla 30-Jährige feuerte auf Rihannas Haus

Worum geht es? Rätselhafte Schussattacke auf das Anwesen von Rihanna in Beverly Hills, Los Angeles. Der Vorfall ereignete sich Sonntag um 13.20 Uhr Ortszeit. Die Sängerin war daheim.

Was weiß man? Laut Polizeiangaben soll eine Frau aus einem weißen Tesla heraus mindestens 10 Schüsse abgefeuert haben, bevor die Beamten eintrafen. Es gibt Einschusslöcher in einem Tor an Rihannas Haus und in einem Wohnmobil.

Ist die Schützin in Haft? Die mutmaßliche Täterin flüchtete in ihrem Auto, die Polizie nahm unter anderem mit einem Hubschrauber die Verfolgung auf. Sie konnte auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Sherman Oaks festgenommen werden.

Was fand sich im Auto? Ein Sturmgewehr und sieben Patronenhülsen.

Was ist das Motiv? Das ist unklar, die Ermittlungen laufen. Die Frau soll mit einer AR-15-ähnlichen Waffe geschossen haben.

Wo waren die Kinder? Rihanna wurde nicht verletzt. Unklar ist, ob Lebenspartner A$AP Rocky oder die drei gemeinsamen Kinder RZA (3), Riot Rose (2) und Rocki (6 Monate) daheim waren, als die Schüsse fielen.

Zu schwul fürs Kino Pixar schnitt rosa Fahrrad aus "Elio"

Worum geht es? In einem Brief hatten Beschäftigte von Pixar schon 2022 behauptet, dass Momente homosexueller Zuneigung aus Filmen entfernt wurden. Nun räumte das Unternehmen derartige Vorgänge ein.

Was passierte? In einer früheren Version des Films "Elio" etwa sollten LGBTQ+‑Themen deutlicher vorkommen. Darunter waren Szenen, die andeuteten, dass der Hauptcharakter queer sein könnte, zum Beispiel durch ein rosa Fahrrad.

Aber? Nun nahm Pete Docter, Chief Creative Officer von Pixar, im Wall Street Journal zu den Vorwürfen Stellung und versuchte, die Gründe zu erklären.

Nämlich? Man habe "Elio" einem Testpublikum gezeigt. Der Hauptcharakter kam gut an, aber es sollen Einwände über seine sexuelle Ausrichtung gekommen sein. Befragte hätten gesagt, sie würden sich den Film im Kino nicht anschauen.

Also? Wurde der Regisseur getauscht. Zwei neue Regisseure nahmen zahlreiche Änderungen vor, darunter die Entfernung von Elementen, die auf Elios Homosexualität hindeuteten.

Wie sieht Docter das? "Wir drehen einen Film, keine Therapie im Wert von Hunderten Millionen Dollar", sagte er. Und meint damit, dass Pixar keinen Film produzieren wollte, der Kinder und Eltern zu emotional schwierigen Gesprächen zwingt.

Brachte das Erfolg? Nein! Nach einer 15-monatigen Verzögerung aufgrund zusätzlicher Arbeiten kam "Elio"  2025 in die Kinos, wurde zu Pixars größtem Flop und kostete Disney über 100 Millionen Dollar.

Marius will raus Mette-Marits Sohn beantragt Enthaftung

Worum geht es? Seit 3. Februar wird in Oslo gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit verhandelt. Genauso lange sitzt der 29-Jährige bereits in Untersuchungshaft. Nun hat er einen Antrag auf Enthaftung gestellt, berichten norwegische Medien.

Worum geht es bei dem Prozess? Dem unehelich geborenen Sohn von Mette-Marit werden insgesamt 40 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrere Vergewaltigungen sowie der physische und psychische Missbrauch mehrerer Partnerinnen.

Und deshalb sitzt er auch in U-Haft? Nein, erst einen Tag vor Prozessbeginn waren zusätzlich neue Anklagepunkte gegen Marius bekannt geworden, derentwegen er schließlich in Haft kam. Diese U-Haft war zunächst auf vier Wochen angesetzt und wurde anschließend von der Staatsanwaltschaft verlängert.

Weshalb jetzt der Antrag auf Enthaftung? Dazu machte Borg Høibys Anwältin keine näheren Angaben.

Wann wird darüber entschieden? Der Antrag auf Enthaftung liegt derzeit beim Bezirksgericht Oslo, das darüber zu befinden hat.

Wie lange wird der Prozess gegen Marius noch dauern? Der Prozess war ursprünglich bis zum 19. März angesetzt. Aufgrund diverser Verzögerungen ist es aber möglich, dass länger verhandelt wird. Der nächste Verhandlungstag ist am Dienstag, dem 10. März.

Wann ist die Urteilsverkündung? Das steht nicht fest. Nach dem letzten Verhandlungstag zieht sich der dreiköpfige Richtersenat zu Beratungen zurück, der Urteilsspruch wird erst einige Wochen später erwartet.

Zoo tötet 10 Affen Keiner wollte die Paviane aufnehmen

Worum geht es? Der Zürcher Zoo hat am Montag mitgeteilt, dass insgesamt zehn Tiere aus der Gruppe der Blutbrustpaviane getötet werden mussten, um den sozialen Frieden des Clans zu gewährleisten. Die Gruppe war zuletzt auf 48 Tiere angewachsen – zu viele für ein gedeihliches Miteinander, so der Tierpark.

Wie wurden die Tiere getötet? Sie seien zunächst betäubt und schließlich eingeschläfert worden.

Weshalb war das notwendig? Die Gruppe war zu groß geworden für den ihr zur Verfügung stehenden Platz, so die Tierparkleitung.

Gab es keine weniger blutige Lösung? Offenbar nicht. Im vergangenen Herbst seien bereits sechs Tiere aus der Gruppe an andere Tierparks in Europa gegangen, jetzt sei das nicht mehr möglich gewesen, entsprechende Anfragen wurden abgelehnt.

Was geschieht mit den getöteten Tieren? Sie seien "der Forschung übergeben" worden, hieß es.

Wie wurden die Tiere ausgewählt, die getötet wurden? Es habe jene Exemplare getroffen, die "für das langfristige Überleben der gesamten Population am wenigsten entscheidend" gewesen seien, so die offizielle Erklärung.

Passiert so etwas häufiger? Öfter als man denkt. Immer wieder müssen Tierparks den Bestand ausdünnen, weil die Tiere unter den geschützten Bedingungen sich einerseits stark vermehren und andererseits oft wesentlich älter werden als in freier Wildbahn. In vielen Zoos werden "überschüssige" Tiere daher quasi nebenbei getötet und verfüttert, meist, ohne dass es den Besuchern auffällt.

Ortschef unter Verdacht Wende in Ermittlungen nach Bar-Brand

Worum geht es? Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana hat die örtliche Justiz ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun werden auch der Gemeindepräsident vulgo Bürgermeister der Ortschaft, Nicolas Féraud, sowie vier weitere Personen aus dem Gemeinde-Umfeld als Verdächtige geführt.

Was wird ihnen vorgeworfen? Gegen die fünf Personen wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung in Zusammenhang mit dem Feuer aus der Silvesternacht 2025/26 ermittelt. Bereits bisher wurde gegen die beiden Betreiber der Unglücksbar, Jacques und Jessica Moretti, sowie den ehemaligen und den gegenwärtigen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde deshalb ermittelt.

Was ist in der Silvesternacht geschehen? In der Bar "Le Constellation" brach kurz vor 1.30 Uhr morgens ein Feuer aus – vermutlich weil Sprühkerzen auf Flaschen zu nahe an die Raumdecke aus Schaumstoffplatten gehalten worden waren. Dabei kamen 41 Personen ums Leben, 115 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, viele liegen nach wie vor mit schweren Verbrennungen in Spezialkliniken.

Weshalb steht der Bürgermeister im Visier der Justiz? Nicolas Féraud hatte bereits kurz nach dem Feuer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er sich und die Gemeinde als Opfer der Katastrophe bezeichnete und gleichzeitig eingestand, dass die Bar bereits seit sechs Jahren nicht mehr feuerpolizeilich kontrolliert worden war.

Was ist mit den Barbetreibern? Sie sollen bei einer Renovierung der Bar Sicherheitsstandards verletzt haben. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass das Ehepaar Moretti möglicherweise durch ein Schneeballsystem zu jenem Geld gekommen sei, mit dem es die Unglücksbar und weitere Lokale eröffnen konnte, berichtet die NZZ. In seinem Haus wurde zudem eine Schusswaffe sichergestellt.