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28. November 2025

Orban besucht Putin Er sicherte sich russisches Gas und Öl

Worum geht es? Ungarns Ministerpräsident stößt die EU erneut vor den Kopf. Am Freitag flog Viktor Orbán nach Moskau, um Wladimir Putin zu treffen.

Was machte er da? Laut offiziellen Angaben ging es vor allem um die Sicherstellung der Energieversorgung Ungarns mit russischem Öl und Gas — laut Orbán Grundlage der ungarischen Versorgungssicherheit. Er wollte konkrete Lieferverträge verhandeln.

Ist das gelungen? Offenbar. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto erklärte, die Ungarn hätten das erreicht, wofür sie nach Moskau gekommen seien: garantierte Lieferungen von russischem Öl und Gas sowie die Vereinbarung, den Bau des Kernkraftwerks Paks fortzusetzen.

Warum empört das die EU? Der Besuch fällt mitten in die Verhandlungen über einen Frieden für die Ukraine (Budapest soll Austragungsort der Gespräche werden). Und: Orban unterläuft die Bestrebungen der EU, ihre Abhängigkeit von russischer Energie zu reduzieren.

Was sagte Putin? Er lobte der Ministerpräsidenten: "Wir sind uns Ihrer ausgewogenen Haltung zur Situation in der Ukraine bewusst", sagte er zu Orban in einer vom russischen Staatsfernsehen übertragenen Erklärung.

Airbus A320 gestoppt 6.000 Flieger dürfen nicht starten

Worum geht es? Wegen einer Software-Panne müssen fast 6.500 Airbus-Flugzeuge des Typs A320 derzeit auf dem Boden bleiben. Einige Maschinen werden länger außer Gefecht sein. Betroffen ist etwa die Hälfte der weltweiten Flotte.

Warum ist das heikel? Der Fehler betrifft die Flugsteuerung – also eines der sicherheitskritischsten Systeme an Bord. Wenn Daten beschädigt werden, könnte das — zumindest theoretisch — die Steuerbarkeit des Flugzeugs beeinträchtigen.

Was ist die Ursache? Der Flugzeughersteller hat laut Eigenangabe festgestellt, dass intensive Sonnenstrahlung Daten verfälschen könnte. Sie sind für die Flugsteuerung von entscheidender Bedeutung.

Was ist die Konsequenz? Bei den meisten Flugzeugen reicht ein einfaches Software-Update. Bei rund 900 älteren Maschinen muss allerdings auch Hardware getauscht werden. Das wird den weltweiten Flugverkehr in Turbulenzen bringen.

Was sagen die Airlines? Die meisten, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, kündigen längere Wartezeiten an. American Airlines etwa gibt an, dass 340 ihrer Flugzeuge betroffen sind und dass es zu "einigen betrieblichen Verzögerungen" kommen wird.

Ist das Verbot offiziell? Ja, wegen der potenziellen Gefahr ordnete  die zuständige Luftfahrt-Aufsichtsbehörde (EASA — bzw. andere nationale Luftfahrtbehörden) an, dass die betroffenen Maschinen bis zur Aktualisierung nicht starten dürfen.

Was ist mit der Austrian? Der Mutterkonzern Lufthansa, Europas größte Airline, erklärte am Abend, dass es über das Wochenende zu einer kleinen Zahl von Flugausfällen und -verspätungen kommen könnte.

Wie viele A320 fliegen für die AUA? Aktuell umfasst die Flotte 29 Flugzeuge dieses Typs.

Wie viele A320 gibt es weltweit? Laut Airbus sind gegenwärtig rund 11.300 Flugzeuge der verkaufsstarken A320-Familie im Einsatz, darunter 6.440 des Kernmodells A320. Die Modellreihe gilt inzwischen als das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt

Asylstopp in den USA Trump setzt Migration "dauerhaft" aus

Worum geht es? Am Mittwoch schoss ein Attentäter in Washington auf zwei Nationalgardisten, die 20-jährige Sarah B. starb. Der mutmaßliche Schütze stammt aus Afghanistan.

Was hat das nun für Folgen? Donald Trump verhängt unmittelbar nach der Schießerei (auch der mutmaßliche Täter wurde verwundet), alle Einwanderungsanträge von Afghanen aus und das "mit sofortiger Wirkung". Nun wurde die Maßnahme ausgeweitet.

Nämlich? Trump erklärte amin der Nacht auf Freitag, er werde "die Migration aus allen Drittweltländern dauerhaft aussetzen, um dem US-System eine vollständige Erholung zu ermöglichen".

Was passiert mit Ausländern im Land? Die US-Einwanderungsbehörde USCIS gab  bekannt, dass der US-Präsident eine erneute Überprüfung aller Green-Card-Inhaber aus 19 "besorgniserregenden Ländern" angeordnet habe. Die Liste finden Sie hier.

Was noch? Trump fügte hinzu, dass er "alle staatlichen Leistungen und Subventionen für Nichtstaatsangehörige unseres Landes beenden, Migranten, die den inneren Frieden gefährden, die Staatsbürgerschaft entziehen und jeden ausländischen Staatsangehörigen abschieben würde, der eine öffentliche Belastung darstellt, ein Sicherheitsrisiko ist oder mit der westlichen Zivilisation unvereinbar ist."

Wo kündigte Trump das an? In seinem langen, nächtlichen Beitrag auf Truth Social, der mit "Happy Thanksgiving" begann. Dann beschuldigte Trump den Ex-Präsident Biden, für "Millionen" illegaler Einreisen verantwortlich zu sein, und sagte, er werde "jeden abschieben, der kein Nettogewinn" für die USA sei.

TikTok, Reddit legen zu Aber YouTube bleibt die Nummer 1

Worum geht es? Immer mehr Erwachsene in den USA geben an, Instagram, TikTok, WhatsApp und Reddit zu nutzen, aber YouTube bleibt weiterhin die beliebteste Plattform.

Wer sagt das? Das Pew Research Center, ein überparteiliches Forschungsinstitut mit Sitz in Washington. Es beschäftigt über 160 Mitarbeiter in elf Forschungsteams und finanziert sich über institutionellen Förderer.

Warum ist das jetzt wichtig? Weil das Pew Research Center einmal im Jahr das Nutzungsverhalten sozialer Medien durch die Amerikaner erhebt. Nun ist der Bericht 2025 erschienen. Befragt wurden 5.022 Erwachsene in den USA, vom 5. Februar bis 18. Juni 2025.

Was sind die Trends? YouTube und Facebook sind nach wie vor die meistgenutzten Online-Plattformen. Die überwiegende Mehrheit der Erwachsenen in den USA (84 %) gibt an, YouTube schon genutzt zu haben, etwas weniger als im Vorjahr. Bei Facebook sind es 71 %, etwas mehr als 2024.

Wie ist das bei den anderen? Die Hälfte der Amerikaner nutzt Instagram, 10 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. TikTok steigerte sich im selben Zeitraum von 21 % auf 37 %. Und: 63 % der unter 30-Jährigen nutzen die Kurzvideo-Plattform regelmäßig.

Gibt es weitere Gewinner? Ja, überraschend WhatsApp, dass sich auf 32 % steigerte, 11 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren, und Reddit, das von 18 % auf 26 % kletterte.

Und Verlierer? X ist am absteigenden Ast, ebenso Snapchat, das sich aber bei den Jungen gut hält. Die kleineren Portale wie Threads (8 %), Bluesky (4 %) oder Truth Social (3 %) spielen wenig Rolle.

Razzia in Ukraine Bürochef von Selenskyj tritt zurück

Worum geht es? Der Korruptionsskandal in der Ukraine weitet sich immer mehr aus. Nun wurden die Wohnung und die Büroräumlichkeiten von Andrij Jermak durchsucht. Der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj trat zurück.

Was ist die Vorgeschichte? Vor zwei Wochen war eine mafiaähnlich organisierte Bande in der Ukraine aufgeflogen. Die hochrangigen Mitglieder sollen bis zu 100 Millionen Euro Schmiergeld kassiert haben. Das Geld wurde etwa für den Bau von vier Luxusvillen mit goldenen Toiletten verwendet.

Warum ist das politisch heikel? Weil zwei Ministern aus der Regierung von Selenskyj und ein langjähriger Weggefährte darin verwickelt sind. Es gab fünf Verhaftungen.

Was geschah danach? Energieministerin Svitlana Hrinchuk und Justizminister Herman Halushchenko traten zurück. Timur Mindich, ehemaliger Geschäftspartner und enger Vertrauter des Präsidenten, flüchtete ins Ausland.

Was war damals schon Thema? Es gab Gerüchte über eine Verwicklung von Andrii Yermak, den einschüchternden Stabschef von Selenskyj, in den Fall. Nun wurde er von der Welle erfasst und weggespült.

Was passierte? Am Morgen des 28. November durchsuchten Ermittler des National Anti‑Corruption Bureau of Ukraine (NABU) und der Specialised Anti‑Corruption Prosecutor’s Office (SAPO) die Wohnung und das Büro von Yermak.

Warum ist das für Selenskyj ein Desaster? Yermak galt als "zweitwichtigste Figur" im Land, sein Abgang schwächt Selenskyj. Er verliert mitten in der heißen Phase seinen Hauptverhandlungsführer bei den Friedensgesprächen.

Warnung vor einem Jahr Feuer in Hongkong war vermeidbar

Worum geht es? Die Zahl der Opfer steigt und steigt. Mindestens 128 Menschen kamen beim Hochhausbrand in Hongkong ums Leben, 78 wurden verletzt. Etwa 200 Menschen gelten als vermisst. Und es mischt sich immer mehr Wut in die Trauer.

Was sind die Vorwürfe? Bewohner der Anlage in im Wang Fuk Court gaben an, sie hätten die Behörden schon vor einem Jahr gewarnt. Sie machten auf mögliche Verstöße gegen die Brandschutzbestimmungen beim Renovierungsprojekt aufmerksam.

Welche Verstöße? Die Ursache des Feuers ist immer noch unklar. Aber es scheint klar zu sein, dass brennbarere Schaumstoffplatten und Gerüstnetze für das rasche Ausbreiten der Flammen verantwortlich sind. Die Regierung ergriff keine Maßnahmen, berichtet die New York Times.

Gibt es dafür Belege? Laut E-Mails von Bewohnern, die der New York Times vorliegen, schrieben sie an die zuständige Behörde der Stadt und erklärten, dass Baunetze möglicherweise entzündlich seien.

Was ist damit gemeint? Die Netze bedeckten die Bambusgerüste, um zu verhindern, dass Gegenstände auf Passanten fallen. Polystyrol-Schaumplatten schützten Fensterglas vor Bruch – alles Brandbeschleuniger.

Wie wehrt sich die Stadt? Sie bestätigt, Beschwerden von Bewohnern erhalten zu haben. Seit Juli 2024 seien 16 Inspektionen im Wang Fuk Court durchgeführt worden, die letzte eine Woche vor dem Brand. Dabei seien mehrere Verstöße festgestellt und der Bauunternehmer wegen unsicherer Arbeitsbedingungen auf der Baustelle verwarnt worden.

Was weiß man über das Feuer? Der Großbrand war am Mittwoch in einem Wohnblock im Stadtteil Tai Po (New Territories) ausgebrochen. In einem Komplex aus acht Wolkenkratzern (2.000 Wohnungen, in denen 4.800 Menschen lebten) wurden sieben Hochhäuser erfasst. Ein Video zeigt den Beginn des Feuers.

27. November 2025

KI sucht Geschenke aus Weihnachten läuft heuer etwas anders

Worum geht es? Die Entwicklungen des Jahres gehen auch am Weihnachtsgeschäft nicht spurlos vorüber. Der Datenverkehr von KI-gestützten Chat-Tools wird in der Vorweihnachtszeit explosionsartig steigen, so Experten.

Warum? Weil sich immer mehr Menschen von der KI für die Weihnachtseinkäufe inspirieren lassen. Das hat zu einem neuen Wettlauf der Techno-Giganten geführt.

Was passiert? Amazon, Google und Meta beeilen sich, intelligente Einkaufsassistenten einzusetzen, die den Verbrauchern helfen sollen, schneller Geschenke zu finden und intelligenter Geld auszugeben und sogar Einkäufe abzuschließen, berichtet Axios.

Was heißt das? Der Datenverkehr von KI-gestützten Chat-Tools wird im Dezember im Jahresvergleich um 520 % in die Höhe klettern. An Spitzentagen wie Thanksgiving könnte er sogar um mehr als 1000 % zunehmen, sagte Vivek Pandya, Direktor bei Adobe Digital Insights, dem Online-Portal.

Was tun die Techno-Portale? OpenAI etwa hat in ChatGPT ein neues Tool zur Produktrecherche eingeführt, das Preise, Bewertungen und Produktverfügbarkeit analysiert, um personalisierte Kaufberatungen zu erstellen. Amazon hat"Help Me Decide" gestartet, eine KI-Funktion, die das Browser- und Kaufverhalten analysiert – und lenkt.

"In böser Absicht" Trump soll 1 Million Strafe zahlen

Worum geht es? Im März 2022 reichte Donald Trump eine Klage gegen Hillary Clinton und Dutzende weitere Personen ein. Ein Berufungsgerichte schmetterte die Klage nun ab.

Was ist die Vorgeschichte? Trump beschuldigte den Personenkreis, zudem auch der ehemalige FBI-Direktor James Comey gehörte, sich "böswillig verschworen" zu haben, um "eine falsche Erzählung zu verbreiten". Nämlich, dass er während der Präsidentschaftswahlen 2016 mit Russland kollaboriert habe.

Was passierte dann? Für Trump setzte es in den folgenden Verfahren mehrere Niederlagen. Ein Bezirksrichter nannte die Klage ein "zweihundertseitiges politisches Manifest" und wies sie ab. Dahinter stecke eine Strategie, es handle sich um "Missbrauch des Gerichts".

Was war die Folge? Der Richter verurteilte Trump und seine Anwaltschaft zu einer Geldstrafe in Höhe von 937.989 US-Dollar wegen der Einreichung der "unbegründeten" Klage.

Und nun? Ein Bundesberufungsgericht bestätigte das Urteil und die Geldstrafe von fast einer Million Dollar. Trump will aber nicht aufgeben, bestätigte sein Team. Er geht in die Berufung der Berufung.

Putin will verhandeln Bereit für „ernsthafte“ Friedensgespräche

Worum geht es? Es könnte doch etwas werden mit einem Weihnachtsfrieden für die Ukraine. Am Rande eines Sicherheitsgipfels in Kirgisistan gab Wladimir Putin am Donnerstag verhalten grünes Licht für "ernsthafte Friedensgespräche".

Was ist die Vorgeschichte? Unterhändler von Russland und den USA hatten zunächst einen "Friedensplan" für die Ukraine ausgearbeitet, die 28 Punkte wirkten wie vom Kreml diktiert. Daraus entstand ein 19-Punkte-Programm, das am vergangenen Wochenende in Genf von Vertreter der Ukraine, der EU und von US-Außenminister Marco Rubio erstellt wurde.

Was passierte dann? Es gab weitere Verhandlungen in Abu Dhabi, aber alles wartete auf eine offizielle Reaktion aus Russland. Die kam am Donnerstag, da wurde eine Pressekonferenz von Putin aus der kirgisischen Hauptstadt Bischkek im TV übertragen.

Was sagte er? Zunächst kam eine Drohung. "Wenn die ukrainischen Streitkräfte die von ihnen besetzten Gebiete verlassen, werden wir die Kampfhandlungen einstellen", sagte Putin. "Wenn sie dies nicht tun, werden wir es mit militärischen Mitteln erzwingen."

Und dann? Putin erklärte, Russland stimme zu, dass der von den USA unterstützte Plan als Grundlage für künftige Abkommen dienen könne. Es seien aber noch Diskussionen "über die europäische Sicherheit" nötig. Gemeint war wohl der NATO-Beitritt der Ukraine.

Wie geht es nun weiter? In der ersten Hälfte der kommenden Woche kommt es zu Verhandlungen in Moskau. Aus den USA wird der Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, daran teilnehmen.

Lesbische Miss England "Ich bin stolz darauf", sagt sie in Talk

Worum geht es? Am vergangenen Freitag wurde Grace Richardson zur Miss England gewählt – als erste offen homosexuelle Frau. Sie sei stolz darauf, sagte sie in Interviews.

Was weiß man über die Miss? Richardson ist 20, Musicalstudentin am Leicester College of Performing Arts und nebenberufliches Model. Sie hat sich laut Eigenangabe vor fünf Jahren auf TikTok geoutet.

Woher rührt der Stolz? "Es ist also schön, jetzt aufstehen und sagen zu können: 'Seht, was ich erreicht habe,'“ sagt sie. Und spricht dann ihre Biographie an.

Was ist damit gemeint? Sie sei in der Schule "entsetzlich" gemobbt worden, erzählt die neue Miss. Sie wurde "wegen unzähliger Dinge gehänselt, weil ich zu dünn war, sehr klein war und dann sehr groß wurde."

Wie war das Outing? "Ich war 15", sagt sie. "Es war kurz nach Covid, und meine Mitschüler waren wirklich nicht nett zu mir, was sich definitiv negativ auf meine psychische Gesundheit ausgewirkt hat."

Warum sie sich dazu entschlossen hat? "Ich bin nicht das, was man sich unter einer stereotypischen lesbischen Frau vorstellt. Als ich 14 war, fing ich an, mich selbst zu hinterfragen. Ich war nicht wie die anderen Mädchen. Ich war nicht in Burschen verliebt," sagt sie.

Was passierte dann? "Ich habe mit meiner besten Freundin gesprochen, und sie sagte: 'Hast du schon mal darüber nachgedacht, dass du dich zu Frauen hingezogen fühlst?', und da hat es einfach Klick gemacht."

Warum sie aus Zufall Miss wurde? Die 20-Jährige wollte eigentlich einen Balletttanz aufführen, brach sich aber in der Woche nach ihrer Anmeldung zum Wettbewerb den Fuß. Also trat sie mit dem Song "Never Enough" auf, gewann die Kategorie "Talent" und qualifizierte sich damit als eine von 12 Frauen für die Enrunde.

Wut nach Hongkong-Feuer Vorwürfe gegen Baufirma, Drei in Haft

Worum geht es? Am Mittwoch war in einem Wohnblock im Stadtteil Tai Po (New Territories) in Hongkong ein Großbrand ausgebrochen. Sieben Wolkenkratzer (2.000 Wohnungen, in denen 4.800 Menschen lebten) wurden erfasst, die Folgen waren verheerend. Ein Video zeigt den Beginn es Feuers.

Wie viele Opfer gibt es? Mindestens 83 Menschen sind ums Leben gekommen, über 70 Menschen wurden verletzt und fast 300 werden noch vermisst. Mehr als 900 Personen wurden in Notunterkünfte gebracht.

Ist der Brand unter Kontrolle? Der Komplex besteht aus acht Türmen, die jeweils 32 Stöcke haben. John Lee, Regierungschef von Hongkong, sagte, die Brände in sieben der acht Türme seien unter Kontrolle gebracht worden.

Aber? Die Feuerwehrleute konnten die obersten Stockwerke einiger der Hochhäuser noch immer nicht erreichen, obwohl ein älterer Mann am Vormittag lebend aus seiner Wohnung in einem der oberen Stockwerke gerettet werden konnte, berichtet der Guardian.

Weiß man was über die Ursache? Es gib nur Spekulationen, aber am Donnerstagmorgen wurden drei Männer im Alter zwischen 52 und 68 Jahren wegen des Verdachts auf Totschlag festgenommen. Das Trio – zwei Geschäftsführer und ein Ingenieurberater – arbeitete laut Polizei bei einem Bauunternehmen.

Was wird ihnen vorgeworfen? Laut Polizei hätten die Festgenommenen "grob fahrlässig gehandelt". Das habe zu diesem Unglück geführt und die unkontrollierte Ausbreitung des Feuers verursacht.

Warum breiteten sich die Flammen so rasch aus? Unter anderem weil die Gebäude mit Bambusgerüsten verkleidet waren – einem traditionellen Baumaterial, das aber immer seltener zum Einsatz kommt. Eine Sonderkommission wurde eingerichtet, um die Brandursache zu ermitteln.

War die Gefahr niemandem bewusst? Doch, es gibt seit Langem Beschwerden über die Sanierung, darunter Vorwürfe, die Alarmanlage sei bereits vor Monaten von Bauarbeitern abgeschaltet worden und Arbeiter hätten auf der Baustelle geraucht.

Welche Rolle spielt ein Video? Die Sicherheitsstandards für die verwendeten Bauzäune gaben Anlass zu Bedenken. Ein Video, das am Donnerstag weite Verbreitung fand, zeigt, wie ein Gemeinderatsmitglied ein Stück grünes Bauzaunnetz in Brand setzt und zusieht, wie es schnell schmilzt und verbrennt.

Freiwillig zum Heer Frankreich ändert seinen Militärdienst

Worum geht es? Wegen der latenten Kriegsgefahr, stellen immer mehr Länder in Europa ihre Armeen anders auf. Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte nun ein neues freiwilliges Militärdienst-Programm an.

Was ist damit gemeint? Das Angebot richtet sich vor allem an die 18- und 19-Jährigen. Sie können ab Sommer 2026 freiwillig für zehn Monate dienen. Zunächst gibt es eine Grundausbildung von rund einem Monat, danach neun Monate Dienst in Einheiten innerhalb des französischen Staatsgebiets.

Warum sollen sie das tun? Weil sie möchten, wegen des Geldes kann es nicht sein. Teilnehmer erhalten mindestens 800 Euro pro Monat sowie Verpflegung und Unterkunft und 75 % Ermäßigung auf Bahnfahrten.

Was ist die Idee? Mit dem freiwilligen Dienst will Frankreich die Beziehung zwischen Bevölkerung und Armee stärken. Außerdem sollen zusätzliche personal- und reservestärkende Kapazitäten geschaffen werden.

Gilt in Frankreich die Wehrpflicht? Nein, die allgemeine Wehrpflicht wurde bereits 1997 abgeschafft. Frankreich setzte danach auf eine Berufsarmee und freiwillige Rekrutierung.

Mit wie viele Freiwilligen rechnet man? 2026 mit rund 3.000 Teilnehmern. Planziel sind bis zu 50.000 Freiwillige jährlich ab 2025. Kalkuliert werden Kosten von 2 Milliarden Euro.

Gilt das Angebot auch für Frauen? Ja, es steht Männern und Frauen gleichermaßen offen.

Vornamen gestrichen Politiker will nicht mehr Hitler heißen

Worum geht es? Adolf Uunona ist Mitglied des Regionalrats der Region Oshana in Namibia. Überregionale Bekanntheit erlangte er durch seinen zweiten Vornamen – Hitler. Den hat er nun aus dem Personalausweis streichen lassen.

Was ist der Hintergrund? Uunona wurde 1965 in Südwestafrika (dem heutigen Namibia) geboren. Sein Vater habe ihm den Namen gegeben — damals ohne zu wissen, wer Adolf Hitler war und was dieser bedeutete, sagte er. Für ihn sei das als Kind "ganz normal" gewesen.

Wie kommt man auf so eine Idee? Das ist unklar, aber deutsche Namen sind in Namibia häufig. Von 1884 bis 1915 war das ­Land unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika eine deutsche Kolonie.

Wann wurde der Name zum Problem? Adolf Hitler Uunona ist Mitglied der ­Regierungspartei Swapo. Er ist seit 2004 Politiker, nach seiner Wahl 2015 wurde er erstmals von ausländischen Medienvertretern auf seinen Namen angesprochen – und reagierte eher verschnupft.

Ist er ein Nazi? In Medieninterviews erklärte er ausdrücklich, er habe "nichts mit Nazi-Ideologie zu tun". Deshalb habe er sich jetzt auch zur Namensänderung entschlossen. Er möchte in Zukunft nur mehr mit Adolf Uunona angesprochen werden.

Ist er beliebt? Kann man so sagen. Die Wiederwahl 2020 gewann er mit 85 Prozent der Stimmen, 2025 wurde er erneut bestellt und das Medieninteresse damit neu angefacht. Mit der erwähnte Folge.

Türkiser Teppich für Papst Türkei-Besuch heute live im TV zu sehen

Worum geht es? Die erste Auslandsreise ein halbes Jahr nach seiner Wahl im Mai führt Papst Leo XIV in die Türkei. Er wurde am Donnerstag mit allen Ehren empfangen, die Türkei breitete dem Papst den türkisblauen Teppich aus.

Warum türkis? Weil der Teppich auf der Gangway nicht wie üblich rot war, sondern eben türkisblau. Es handelt sich um die Lieblingsfarbe von Präsident Recep Tayyip Erdoğan.

Wie lange dauert der Besuch? Vom 27. bis 30. November 2025. Danach reist der Papst weiter in den Libanon.

Warum die Türkei? Das hat eher symbolischen Charakter. Unter den 85 Millionen Türken gibt es geschätzt vielleicht noch 100.000 Christen. Deswegen fehlt bei Autofahrten auch die übliche jubelnde Menge am Straßenrand.

Was passierte am ersten Tag? Als erstes offizielles Ziel besuchte der Papst das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk in Ankara. Dort legte er einen Kranz nieder und trug sich in das Ehrenbuch ein.

Was schrieb er ins Buch? "Ich danke Gott, dass ich die Türkei besuchen darf, und ich wünsche diesem Land und seinem Volk Frieden und Wohlstand in Fülle."

Warum war der Besuch relevant? Es zeigte Respekt gegenüber dem türkischen Staat und seinem Gründer — ein deutliches Zeichen der Anerkennung gegenüber der türkischen Republik.

Was passierte danach? Papst Leo traf im Präsidentenpalast auf Erdoğan. In seiner Rede warb der Papst für eine "plurale Gesellschaft" und betonte die historische Bedeutung der Türkei als Brücke zwischen Kulturen und Religionen.

Was passiert heute? Der Papst reiste noch am Donnerstag nach Istanbul weiter. Unweit der archäologischen Ausgrabungen des antiken Nicäa findet heute ein ökumenisches Gebetstreffen statt. ORF 2 überträgt ab 13.20 Uhr live.

26. November 2025

Ministerin Tasche gestohlen Nun soll Dieb abgeschoben werden

Worum geht es? Im April war US-Heimatschutzministerin Kristi L. Noem in einem Restaurant die Handtasche gestohlen worden. Nun wurde der Dieb verurteilt, danach soll die Abschiebung erfolgen. Der Fall wird politisch benutzt.

Was ist überhaupt passiert? Am 19. April entwendete der gebürtige Chilene im Restaurant Capital Burger in der Innenstadt von Washington die Gucci-Tasche der Ministerin. Er hatte sich mit einer medizinischen Maske getarnt.

Was war in der Tasche? Der Führerschein von Noem, ihre Schlüssel, Schecks, die Kreditkarte, ihr Reisepass, 3.000 Dollar in bar und ihr Dienstausweis des Heimatschutzministeriums. Mit einer ihrer American Express Kreditkarten ging der Dieb nachher essen.

Warum hatte sie so viel Geld dabei? Das Heimatministerium erklärte, Noem habe einen größeren Geldbetrag abgehoben, weil ihre Kinder und Enkelkinder über die Osterfeiertage in der Stadt waren.

Was passierte nun? Der Mann wurde gefasst, im Prozess gestand er drei Taten, auch den Diebstahl der Tasche. Nach der Verbüßung der Strafe (das Strafmaß wird erst verkündet), kann er abgeschoben werden, dafür gab der Berufskriminelle seine Zustimmung.

Hat er eine kriminelle Biographie? Kann man so sagen, sie umfasst drei Kontinente. 1995 wurde er in Chile wegen Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt. Ab 2013 folgten sieben Verurteilungen in London, die meisten davon wegen Diebstahls.

Ausländer-Zuschlag US-Nationalparks verdreifachen Preise

Worum geht es? Der Politslogan "America First" hat für Urlauber nun spürbare Folgen in der Brieftasche. Ein digitaler "America the Beautiful"-Pass kostet ab dem nächsten Jahr für US-Einwohner 80 US-Dollar und für Nicht-Einwohner 250 Dollar.

Was ist der "America the Beautiful"-Pass? Er wurde schon vor Längerem vom National Park Service eingeführt und erlaubt den Zugang zu Tausenden Nationalparks, Denkmälern und Erholungsgebieten.

Was passiert nun? Ausländer zahlen für den digitalen Pass ab 1. Jänner 2026 mehr als das Dreifache, US-Bürger das Gleiche wie heuer. Das gab das US-US-Innenministerium in einer Aussendung bekannt.

Kostet das klassische Eintritt auch mehr? Für Ausländer ja und es wird empfindlich teurer. Für 11 Standorte wird eine Zusatzgebühr von 100 US-Dollar pro Person (!) eingehoben.

Welche Parks sind betroffen? Die Nationalparks Acadia, Bryce-Canyon, Everglades, Glacier, Grand-Canyon, Grand-Teton, Rocky-Mountain, Sequoia- und Kings-Canyon, Yellowstone, Yosemite und der Zion-Nationalpark.

Wie begründet das Park Service die Verteuerung? Sie wird als "die bedeutendste Modernisierung des Zugangs zu Nationalparks seit Jahrzehnten" vermarktet. Es soll einige Verbesserungen geben, aber im Mittelpunkt steht "eine neue, auf Einwohner ausgerichtete Gebührenstruktur, die amerikanische Familien in den Mittelpunkt stellt".

Was heißt das? Zum Beispiel: Einheimische ab 62 zahlen für die Jahreskarte nur 20 Dollar (oder auf Lebenszeit 80 Dollar) und es gibt für alle Amerikaner acht gebührenfreie Tage im Jahr.

Femizid eigene Straftat In Italien ab jetzt lebenslange Haft

Worum geht es? Das italienische Parlament hat beschlossen, Femizid als eigenständigen Straftatbestand ins Strafrecht aufzunehmen. Außergewöhnlich: Die Ratifizierung des Gesetzes erfolgte einstimmig.

Was ist die Folge? Das Gesetz sieht für Täter grundsätzlich eine lebenslange Freiheitsstrafe vor — eine deutliche Verschärfung im Vergleich zu bisherigen Mordanklagen.

Was ist der Hintergrund? 2024 wurden in Italien laut Innenministerium 113 Femizide registriert, heuer waren es bereits 89. Ein großer Teil der Opfer wurde von Partnern, Ex-Partnern oder Familienmitgliedern getötet.

Wie ist ein Femizid definiert? Der Begriff bezeichnet die Tötung einer Frau wegen ihres Geschlechts — es handelt sich also nicht allein um Mord, sondern um Mord mit einem geschlechtsspezifischen Motiv (z. B. Hass gegen Frauen, Kontrolle, Besitzdenken, Abwehr ihrer Autonomie).

Gibt es weitere Änderungen? Neben Femizid verschärft das Gesetz auch Strafen für verwandte Delikte wie Stalking, sexuelle Gewalt, "Revenge Porn" und körperliche Misshandlung. Opfer sollen künftig in sensibleren Verfahren befragt werden, etwa von der Staatsanwaltschaft statt nur der Polizei.

Woran scheiterte die Regierung? Es sollte ein Gesetz auf den Weg gebracht werden, dass Sex ohne Einwilligung eine Vergewaltigung darstellt. Im Unterhaus gab es Anfang November dafür grünes Licht, die Abstimmung im Senat scheiterte am Dienstag.

Warum? Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte einen ungewöhnlichen parteiübergreifenden Pakt mit der oppositionellen Demokratischen Partei (PD) geschlossen. Im letzten Moment Minute legte sich jedoch Koalitionspartner Lega quer.

Mit welcher Begründung? Man habe "Bedenken hinsichtlich einer Klausel", hieß es. Die Abstimmung wurde verschoben und konnte damit nicht am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen stattfinden.

Briten erhöhen Steuern Abgabe für E-Autos und Plug-ins kommt

Worum geht es? Vorab um eine Panne. Am Mittwoch stellte die britische Finanzministerin Rachel Reeves im Parlament ihre Budgetpläne für die nächsten Jahre vor.

Was war die Panne? Versehentlich wurde der Bericht der unabhängigen Haushaltsbehörde (Office for Budget Responsibility, OBR) rund eine Stunde vorab online gestellt. Peinlich für die Ministerin, sie entschuldigte sich.

Ungut, aber? Es blieb nicht das einzige Ärgernis. Zwar waren die Briten stückweise schon darauf vorbereitet worden, aber am Ende kam heraus: Die Regierung plant erneut massive Steuererhöhungen. Noch vor einem Jahr war das genaue Gegenteil versprochen worden.

Wie stark werden die Steuern erhöht? Sie sollen bis zum Steuerjahr 2029/30 geschätzt 26,1 Milliarden Pfund (knapp 30 Milliarden Euro) pro Jahr zusätzlich in die Staatskasse spülen.

Wo kommt das Geld her? 2028 wird etwa ein Zuschlag auf die Grundsteuer für hochpreisige Immobilien eingeführt. Ab einem Wert über 2,3 Millionen Euro wird eine jährliche Abgabe von 2.850 Euro fällig, bei Immobilien mit einem Wert von mehr als 5,7 Millionen Euro sind 8.500 Euro zu bezahlen.

Was noch? Ab April 2028 kommt eine Kilometerabgabe für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Diese Maßnahme soll 1,6 Milliarden Euro einbringen.

Warum lässt man E-Autos bluten? Simpel gesagt: Um die Einnahmeverluste aus der Kraftstoffsteuer (0,6 % des BIP) ausgleichen. Die Gebühr liegt bei etwa der Hälfte des derzeitigen Kraftstoffsteuersatzes für Benzinfahrzeuge.

Machtkampf um Chips Wechselt Meta von Nvidia zu Google?

Worum geht es? Um ein Milliardengeschäft, in dem der US-Konzern Nvidia (Marktwert 4,6 Billionen Dollar) derzeit der Primus ist. Gerüchte bringen den Chip-Hersteller aber nun unter Druck.

Was ist passiert? Der Meta-Konzern (Facebook, Instagram WhatsApp) erwägt, seine KI-Infrastruktur künftig nicht mehr nur mit Nvidias Produkten zu betreiben, sondern auch Chips von Google zu verwenden — konkret sogenannte TPUs (Tensor Processing Units).

Was heißt das? Es könnten Meta-Rechenzentren ab 2027 mit Googles TPUs laufen — oder es werden schon früher TPU-Kapazitäten via Google Cloud angemietet.

Warum schwenkt Google um? Weil der Mutterkonzern Alphabet kürzlich einKI-Modell veröffentlicht hatte, das offenbar besser abschneidet als Modelle, die auf Nvidia-Chips laufen.

Was wären die Folgen eines Wechsels? Für Meta wäre das eine Diversifizierung der Hardware — man ist dann nicht mehr ausschließlich auf Nvidia angewiesen. Google würde erstmals seine intern entwickelten KI-Chips an einen großen externe Kunden verkaufen.

Und für Nvidia? Wäre das ein schwerer Schlag. Nach den Berichten fiel der Kurs der Aktie am Dienstag stark — zwischenzeitlich um mehr als sechs Prozent. Am Mittwoch erholte sich der Kurs wieder.

Warum? Nvidia ging in die Offensive. Man freue sich über Googles Erfolg, das Unternehmen habe "große Fortschritte im Bereich der KI erzielt und wir beliefern Google weiterhin", schrieb das Unternehmen auf X. Aber: "Nvidia ist der Branche eine Generation voraus".

Reich mit Parkautomaten Beamter entwendete über 1 Million Euro

Worum geht es? Um die Verifizierung des Satzes: "Auch Kleinvieh macht Mist". Ein deutscher Gemeindebediensteter soll in Tateinheit mit seiner Frau über eine Million aus Parkautomaten abgezweigt haben.

Wie geht denn das? Recht simpel: Der 40 Jahre alte Angestellte des Betriebshofs der Stadt Kempten in Bayern steckte Münzgeld aus Parkautomaten, für deren Leerung er zuständig war, in die eigene Tasche. Dem Mann werden 720 Fälle zur Last gelegt.

Was hat die Frau damit zu tun? Die 38-Jährige hat Zugriff auf gemeinsame Konten und das spielt bei dem Vorgang eine relevante Rolle.

Nämlich? Im Oktober kamen die Einzahlungen auf mehrere Konten einer Bank seltsam vor. Es wurde Geldwäsche vermutet, durch die Anzeige kam der Fall ins Rollen. Das Paar sitzt inzwischen in U-Haft, den beiden wird Diebstahl sowie Beihilfe zum Diebstahl vorgeworfen.

Warum fiel das niemandem auf? Gute Frage, denn eigentlich gilt ein Vier-Augen-Prinzip. Die Automaten werden grundsätzlich zu zweit geleert. Dabei wird die Geldkassette verschlossen entnommen und gemeinsam an ein Bargeldlogistik-Unternehmen übergeben.

Was vermutet der Ortschef? "Es muss eine Schwachstelle geben, sonst wäre es zu dem Vorfall nicht gekommen", sagte Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Das erscheint schlüssig, zumal die Gemeinde ein gebranntes Kind ist.

Weil? Schon 2006 steckte ein städtischer Mitarbeiter die Einnahmen aus Parkgebühren in die eigene Tasche. Der damalige Schaden betrug über 54.000 Euro und führte dazu, dass das momentane System eingeführt wurde. Das mit den "Schwachstellen".

Wie lange gab es die "Schwachstelle" schon? Mindestens zehn Jahre, so die Ermittler. Sie nahmen am Montag eine Durchsuchung der Amtsräume vor, dadurch nahm die Sache Schwung auf.

Großfeuer in Hongkong 8 Wohnblocks erfasst, schon 55 Tote

Worum geht es? Am Mittwoch brach im Stadtteil Tai Po (New Territories) in Hongkong ein Großbrand aus. Die Feuerwehr wurde gegen 14.51 Uhr Ortszeit informiert. Mindestens 55 Menschen kamen ums Leben. 51 starben in den Häusern, 4 in den Spitälern

Wo wütete das Feuer? In der Wohnanlage Wang Fuk Court. Der Brand griff auf mehrere Hochhäuser über, acht Hochhausblöcke waren betroffen, mit insgesamt 2.000 Wohnungen, in denen 4.800 Menschen lebten.

Warum breitete sich das Feuer so rasch aus? Wegen der Baugerüste, die um die Gebäude errichtet worden waren, einige davon aus Bambus, das schnell verbrennt und stark qualmt.

Hatte das Folgen? Ja, die Löscharbeiten und die Rettung wurden durch dichte Rauchschwaden erschwert. Es wurde die höchste Alarmstufe 5 ausgerufen, 1.200 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Wie lief die Rettung? Einige Bewohner hatten die Flammen bemerkt, Alarm geschlagen und sich anschließend selbst in Sicherheit gebracht. Aber viele mussten über Leitern und teils mittels Hubschraubern geborgen werden.

Was weiß man über Opfer? 55 Tote sind bestätigt, es gab 123 Verletzte. Nach offiziellen Schätzungen der Behörden werden 279 Menschen vermisst. Rund 700 Bewohner wurden in Notunterkünfte gebracht.

Was war die Ursache? Das ist noch nicht geklärt, die Untersuchungen laufen.

Größerer Ballsaal! Trump streitet sich mit Architekten

Worum geht es? Donald Trump wünschte sich einen Ballsaal im Weißen Haus. Deshalb ließ der US-Präsident den gesamten Ostflügel des Gebäudes abreißen. Nun geriet er sich mit dem Architekten über den Neubau in die Haare.

Warum das? James McCrery II, der von Trump persönlich für die Erarbeitung eines Entwurfs ausgewählt worden war, riet zur Zurückhaltung, was die Größe des Gebäudes betrifft. Da war er beim Präsidenten allerdings an der falschen Adresse, berichtet die Washington Post.

Was macht den Unterschied? Trump wünscht sich, dass der neue Flügel mit dem Ballsaal rund 8.400 Quadratmeter groß wird. McCrery II aber will unter 5.100 Quadratmeter bleiben, um eine architektonische Regel nicht zu verletzen.

Welche? Man sollte keinen Anbau bauen, der das Hauptgebäude überragt. Und das Herrenhaus misst eben 5.100 Quadratmeter.

Wie entlud sich der Konflikt? Es habe einen Streit zwischen dem Architekten und dem Präsidenten gegeben, so die Washington Post. Sie bezieht sich auf vier Zeugen, die lieber anonym bleiben möchten.

Wie sieht das Weiße Haus den Konflikt? Ein Sprecher des Weißen Hauses räumte ein, dass es eine Meinungsverschiedenheit gegeben habe, nannte sie aber einen "konstruktiven Dialog". Es ginge zu "wie bei jedem Bauvorhaben".

25. November 2025

Neuer Streaming-Kanal HBO Max startet im Jänner 2026

Worum geht es? Österreich bekommt noch einen weiteren Streaming-Dienst: Im Jänner geht der US-Anbieter HBO Max auf Sendung. Weltweit hat HBO Max derzeit etwa 125 Millionen Abonnenten. In Österreich waren viele HBO-Programme bislang nur über Sky bzw. dessen Streaming-Variante Sky X zu sehen.

Was bietet HBO Max? Vor allem hochqualitative Serien en masse. Neben aktuellen Blockbustern wie "The White Lotus", "House of the Dragon", "The Gilded Age" oder "The Last of Us" ist der Katalog an älteren HBO-Eigenproduktionen beeindruckend. Dazu gehören etwa "Game of Thrones", "The Sopranos", "The Wire", "Six Feet Under", "Deadwood" oder "True Detective".

Verliert Sky all diese Serien? Das ist noch nicht klar. Sicher ist in jedem Fall, dass auf Sky gestartete HBO-Serien, für die noch weitere Staffeln in Produktion sind, zunächst bei Sky bleiben werden – das gilt etwa für "House of the Dragon", "The White Lotus", "The Last of Us" oder "Euphoria". Serien-Neustarts hingegen werden dann nur mehr auf HBO max zu sehen sein.

Wann startet HBO Max? Auch das wird noch nicht verraten, bis jetzt ist nur von Jänner die Rede. Insider schätzen aber, dass spätestens am 18. Jänner der Startschuss fallen soll, wenn die neue Fantasy-Serie "A Knight of the Seven Kingdoms" aus dem "Game of Thrones"-Universum startet.

Was soll es kosten? Noch einmal Rätselraten, die Amerikaner halten sich auch dazu noch bedeckt. Klar scheint nur zu sein, dass es ein "werbeunterstütztes Abo-Modell" werden soll. Also wie bei Amazon Prime bezahlt man dafür, gleichzeitig wird es aber auch Unterbrecher-Werbung geben. Ob es eine gute Idee ist, gleich vom Start weg "doppelgleisig zu fahren", wird sich zeigen.

226 Mio. in 3 Tagen Musical "Wicked: Teil 2" auf Rekordkurs

Worum geht es? Der zweite Teil der Musical-Verfilmung "Wicked" ist auf dem besten Weg, erfolgreichster US-Kinofilm des Jahres zu werden. Der 137 Minuten lange Streifen spielte bereits am ersten Wochenende 226 Millionen Dollar weltweit ein.

Ist das der Rekord heuer? Nicht ganz, "A Minecraft Movie" und "Lilo & Stitch" starteten noch etwas besser. Allerdings richten sich die beiden Filme hauptsächlich an ein junges Publikum, während "Wicked: Teil 2" eine wesentlich erwachsenere Fan-Base anspricht.

Was heißt das? Die Chancen, dass "Wicked: Teil 2" also am Ende mehr Besucher zählt als "Minecraft" bzw. "Lilo & Stitch" stehen gut.

Wäre er damit heuer der erfolgreichste Film weltweit? Nein, ganz vorne rangiert der chinesische Fantasy-Animationsfilm "Ne Zha 2", der bereits mehr als 2 Milliarden Dollar eingespielt hat – das meiste davon allerdings in China.

Worum geht es in "Wicked"? Die zweiteilige Verfilmung – Teil 1 lief bereits im Dezember 2024 an – eines Buch-Bestsellers aus dem Jahr 1995 ("Wicked: Die Hexen von Oz" von Gregory Maguire) sowie des gleichnamigen Broadway-Musicals handelt von der Freundschaft der beiden Hexen Elphaba (Cynthia Erivo) und Glinda (Ariana Grande) und erzählt die Vorgeschichte zum Klassiker "Der Zauberer von Oz".

Läuft "Wicked: Teil 2" auch bei uns schon? Ja, der Film ist vergangene Woche angelaufen, kam bei uns aber nur auf Platz 2 der Charts mit bislang knapp 25.000 Zuschauern. Auf Platz 1 kam die Austro-Komödie "Aufputzt is'" mit 37.500 Besuchern.

Unschuldig in Haft "Eiskeller"-Prozess endet mit Freispruch

Worum geht es? Am Ende weinte laut Spiegel sogar die Richterin. Zweieinhalb Jahre lang saß Sebastian T., für einen Mord in Bayern im Gefängnis, den er nicht begangen hat. Nun folgte der Freispruch.

Was war passiert? Unbestritten ist, dass Hanna W. in der Nacht zum 3. Oktober 2022 im "Eiskeller", einem Klub in Aschau im Chiemgau, Party gemacht hatte. Um 2 Uhr früh machte sich 23-Jährige auf den Heimweg. Wenige Stunden später wurde ihre Leicht an einem Flussufer gefunden.

Was erbrachten die Ermittlungen? Die Medizinstudentin soll am Weg nachhause einem Jogger begegnet sein. Er sei sie von hinten angesprungen, haben sie zu Boden geworfen, sich auf sie gekniet, ihr mit einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen und ihre Hose heruntergezogen.

Woher weiß man das? Es wurde eine 60-köpfige Sonderkommission eingesetzt, sie ermittelte Sebastian T. als Tatverdächtigen. Das Landgericht Traunstein verurteilte ihn im März 2024 zu 9 Jahren Jugendstrafe.

Aber? Das Urteil wurde vom Bundesgerichtshof aufgehoben – wegen eines Verfahrensfehlers: Die Richterin hatte sich mit der Staatsanwaltschaft über die rechtliche Bewertung ausgetauscht, ohne die Verteidigung einzubeziehen.

Was geschah nun? Das Verfahren wurde neu aufgerollt und brachte ein vollkommen anderes Ergebnis: Freispruch. Es konnte nicht einmal einen Beweis dafür erbracht werden, dass Sebastian T. (1,65 Meter groß, 60 Kilo) Hanna W. (1,85 Meter, 70 Kilo) überhaupt begegnet ist.

Wie lautete das neue Urteil? Es gab "keinen einzigen überzeugungskräftigen Indizienbeweis": keine Mordwaffe, keine klaren Spuren. Sebastian T. saß unschuldig zweieinhalb Jahre in Haft. Er bekommt eine Entschädigung, der Fall bleibt ungeklärt.

"Lob der Monogamie" Vatikan veröffentlicht Dokument zur Ehe

Worum geht es? Der Vatikan hat die neue Glaubensnote "Una caro – Ein Loblied auf die Monogamie" veröffentlicht. Darin wird die Ehe als "unauflösliche Einheit" zweier Menschen beschrieben.

Was heißt das? Es ist eine direkte Kritik an der Polygamie und an Scheidungen. Katholiken werden aufgefordert, nur einmal zu heiraten. Das Dekret wurde von Papst Leo XIII., dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, gebilligt.

Wie wird die Monogamie gelobt? Der Vatikan betont, dass Monogamie keine Einschränkung, sondern eine Chance ist: eine Liebe, die zur Ewigkeit geöffnet ist. Diese exklusive Verbindung (zwei Personen) ermögliche eine vollständige Hingabe und ein "Wir-zwei", das nicht mit anderen geteilt werden könne.

Und die Ehe? Sie wird in diesem Dokument als "exklusive Vereinigung" und "gegenseitige Zugehörigkeit" dargestellt. Die Zugehörigkeit basiert auf freier Zustimmung: Beide Ehepartner geben sich einander, ohne ihre Identität komplett aufzugeben.

Spricht das Dokument auch Gewalt an? Ja, es wird vor Formen von Gewalt, Kontrolle oder psychischem Druck in Beziehungen gewarnt. Weil der andere denselben Wert und dieselbe Würde hat, darf man seine Freiheit nicht verletzen. "Ehe ist kein Besitz": In einer monogamen Ehe ist der Partner nicht ein "Gegenstand", sondern eine Person mit eigener Grenze.

Was ist mit Sexualität? Der Vatikan sagt, dass Sexualität nicht nur ein Impuls ist, sondern ein "wunderbares Geschenk Gottes", das zur Selbsthingabe führen kann. Nicht jeder sexuelle Akt in der Ehe müsse explizit auf Kinder abzielen – auch bei kinderlosen Ehen bleibe die Ehe grundlegend gültig.

Was ist eine Glaubensnote? Es handelt sich um ein offizielles Dokument der katholischen Kirche, das vom Dikasterium für die Glaubenslehre (früher: Glaubenskongregation) veröffentlicht wird. Die Glaubensnote ist kein Dogma, sie dient als Richtschnur, damit Bischöfe, Priester und Gläubige wissen, wie bestimmte Themen im Licht des katholischen Glaubens verstanden werden sollen.

Was treibt den Papst derzeit um? Er wird diese Woche zu seiner ersten Auslandsreise als Pontifex in die Türkei reisen.

Louvre-Band komplett Vierte Verhaftung, Schmuck bleibt weg

Worum geht es? Am 19. Oktober raubte eine Bande, bestehend aus vier Personen, Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro aus dem Pariser Louvre. Nun wurden weitere Tatverdächtige in Haft genommen, sagt die Staatsanwaltschaft Paris.

Was heißt "weitere Tatverdächtige"? Insgesamt wurden vier Personen festgenommen, zwei Männer im Alter von 38 und 39 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 31 und 40 Jahren, alle aus der Region Paris.

Warum ist das wichtig? Weil unter den Festgenommenen auch das letzte mutmaßliche Mitglied der Bande sein soll, die in das Museum eingebrochen war. Zwei Personen stiegen ein, zwei warteten auf Flucht-Motorrädern.

Was weiß man über die Verhaftung? Laut der Zeitung Le Parisien wurde der Verdächtige von Beamten der Anti-Gang-Einheit (BRB) überwältigt. Der Verdächtige war polizeibekannt und stand in Verbindung mit den drei mutmaßlichen Bandenmitgliedern, die bereits festgenommen worden waren.

Und die anderen drei nun Festgenommenen? Dürften Mitwisser oder Beitragstäter sein, die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht dazu.

Warum erfolgte die Verhaftung erst jetzt? Weil die Verdächtigen einen Monat überwacht und observiert wurden. Mutmaßlich, um mehr Beweise zu sammeln und etwas über das Raubgut zu erfahren.

Was ist mit dem Schmuck? Bisher ist noch kein einziges Stück aufgetaucht und mit jedem Tag schwinden die Hoffnungen.

403.000 Euro Strafe Letzte Generation enterte Flughafen

Worum geht es? Zehn Klima-Aktivisten der Letzten Generation blockierten im Juli 2023 den Hamburger Flughafen. Nun setzte es dafür hohe Strafen.

Was ist passiert? Die Gruppe schnitt einen Zaun auf, fuhr aufs Rollfeld und klebt sich dort mit Schnell-Beton fest, was zu Flugausfällen führte. Insgesamt waren 57 Flüge betroffen.

Wie lautete nun das Urteil? Das Landgericht Hamburg verurteilte die zehn Teilnehmer zu 403.137,68 Euro Schadensersatz. Falls sie das Geld nicht zahlen, droht ihnen Ordnungshaft von bis zu 2 Jahren. Zusätzlich müssen sie die Verfahrenskosten tragen. Der Streitwert wird mit 700.000 Euro angegeben.

Wie kommt man auf 400.000 Euro? Gerundet: 115.000 Euro für Zahlungen an Fluggäste am Flughafenschalter, 92.100 Euro für Entschädigungen über den Kundenservice, 4.100 Euro für den Mehrverbrauch von Kerosin, 705 Euro für weitere Verspätungskosten, 191.000 Euro für entgangene Gewinne.

Ist die Strafe ungewöhnlich hoch? Ja, es könnte eine Signalwirkung haben. Es handelt sich um einen zivilrechtlichen, keinen strafrechtlichen Schadenersatz: Die Lufthansa hatte das Geld eingeklagt.

Einigung mit Ukraine Jetzt Treffen mit Russen in Abu Dhabi

Worum geht es? Der "Friedensplan" für die Ukraine nimmt immer konkretere Formen an. Am Dienstag traf sich US-Unterhändler Dan Driscoll zu Gesprächen mit russischen Offiziellen in Abu Dhabi, berichtet Politico.

Warum ist das bedeutsam? Es bestätigt die Beobachtungen, dass beim Termin zwischen den Amerikanern, der EU und der Ukraine in Genf substanzielle Fortschritte erzielt worden sind.

Was ist die Vorgeschichte? Am Dienstag vor einer Woche war ein "Friedensplan" mit 28 Punkten in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Er glich eher eine Kapitulation. Experten unterstellten dem Papier, dass es direkt aus dem Kreml stammt.

Was passierte danach? Am Wochenende trafen sich Vertreter der Ukraine und der EU mit US-Außenminister Marco Rubio in der Schweiz. Ein Kompromiss-Dokument wurde erarbeitet, nun wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit den Russen darüber geredet.

Woher weiß man das? Weil ein Sprecher von Dan Driscoll bestätigte, dass der Staatssekretär des US-Heeres am Montag in Abu Dhabi eingetroffen sei, um am Dienstag Gespräche mit russischen Beamten zu führen.

Und die Ukraine? Offenbar befindet sich eine ukrainische Delegation unter der Leitung des Chefs des Militärgeheimdienstes, General Kyrylo Budanov, ebenfalls in Abu Dhabi und führt Gespräche sowohl mit amerikanischen als auch mit russischen Teams, sagte eine Quelle zu Axios.

Wie ist der Stand der Dinge? Ein US-Beamter behauptete, die Ukrainer hätten dem Friedensabkommen mit nunmehr 19 Punkten zugestimmt, fügte aber hinzu, dass noch einige kleinere Details zu klären seien.

Wunsch von Franziskus Papamobil wurde jetzt zur Kinderklinik

Worum geht es? Ein Papamobil des am 21. April verstorbenen Papstes Franziskus wurde nun in eine rollende Mini-Kinderklinik umgebaut. Das auffällige Fahrzeug soll künftig in Gaza zum Einsatz kommen.

Woher stammt das Papamobil? Es wurde 2014 eigens für einen Besuch von Franziskus im Heiligen Land auf Basis eines Mitsubishi aufgebaut. Der Papst reiste damals nach Amman, Jerusalem und Bethlehem, im Westjordanland wurde er damit chauffiert.

Was geschah danach mit dem Auto? Es stand zuletzt vor einem Eisgeschäft in Bethlehem als Werbe-Mobil.

Weshalb der Umbau? Es war einer der letzten Wünsche von Franziskus – er wollte, dass das Papamobil einen sinnvollen Zweck erfüllt. Also wurde es in ein Mini-Sprechzimmer mit Sauerstoffgerät, Kühlschrank für Medikamente und Platz für Behandlungen umgebaut.

Wo soll es zum Einsatz kommen? Vor allem in Gaza – der Papst trat bis zu seinem Tod für den Frieden ein, erlebte den Waffenstillstand allerdings nicht mehr selbst.

Er soll eine besondere Solidarität mit den Christen in Gaza verspürt haben? Ja, nach dem Ausbruch der Kämpfe in Folge des 7. Oktober 2023 telefonierte Franziskus bis zu seinem Tod nahezu täglich mit der katholischen Pfarrei der Heiligen Familie in Gaza, erkundigte sich nach dem Wohlergehen der Menschen dort und sprach seinen Segen aus.