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6. Februar 2026

Tödlicher Bummelstreik 77 Jahre später nun Gerichtsurteil

Worum geht es? Ein nigerianisches Gericht hat die britische Regierung zu einer Entschädigungszahlung von 420 Millionen Pfund (ca. 484 Mio. Euro) verurteilt, berichtet die BBC. Damit soll Wiedergutmachung für 21 streikende Bergleute geleistet werden, die 1949 von der britischen Kolonialverwaltung erschossen worden waren.

Was ist damals geschehen? Nigeria stand unter britischer Kolonialverwaltung und in der Kohlemine im Iva Valley nahe der Stadt Enugu protestierten einheimische Arbeiter gegen harte Arbeitsbedingungen, rassistische Lohnungleichheiten und ausstehende Lohnzahlungen.

Was passierte? Da die Minenbetreiber nicht auf die Proteste eingingen, traten die Arbeiter in einen Bummelstreik. Am 18. November 1949 eskalierte die Lage und die sogenannte Kolonialpolizei, bestehend aus Nigerianern und Europäern schoss in die Menge. 21 Bergleute starben, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Hatte das Massaker Auswirkungen? Ja, laut Historikern war es eine Initialzündung für die nigerianische antikoloniale Bewegung, die schließlich dazu führte, dass das Vereinigte Königreich Nigeria 1960 in die Unabhängigkeit entließ.

Wie kam es zu dem Prozess? Die Familien der damaligen Opfer sowie Menschenrechtsgruppen führen seit Jahrzehnten eine Kampagne für eine offizielle Anerkennung des Massakers und Entschädigungszahlungen an die Nachkommen der Opfer. Die Klage, die jetzt zu dem Prozess führte, wurde von Aktivisten gegen die britische und die nigerianische Regierung eingereicht.

Was besagt das Urteil? Laut Richter Anthony Onovo war das Massaker eine "rechtswidrige und außergerichtliche Verletzung des Rechts auf Leben", so die Nachrichtenagentur NAN. Die verhängte Strafsumme setzt sich aus 20 Millionen Pfund (23 Mio. Euro) für jeden getöteten Minenarbeiter zusammen.

Wird Großbritannien bezahlen? Es sieht jedenfalls nicht danach aus. Die britische Regierung erklärte, sie sei nicht formell über das Urteil informiert worden und könne sich daher nicht dazu äußern. Zudem sei Großbritannien nicht in dem Verfahren vertreten gewesen.

TikTok macht süchtig Nun geht EU-Kommission dagegen vor

Worum geht es? Die EU-Kommission hat TikTok ins Visier genommen. Die beliebte Videoplattform Weil sei so aufgebaut, dass Jugendliche, aber auch anfällige Erwachsene danach süchtig werden könnten, heißt es.

Was bedeutet das? TikTok müsse sein Erscheinungsbild, vor allem die Funktion einiger Services ändern, so die Kommission am Freitag. Geschehe das nicht, drohen der zum chinesischen Konzern Bytedance gehörenden Plattform empfindliche Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahres-Bruttoumsatzes.

Um welche Funktionen geht es? Vor allem "Infinite Scroll" – dabei gelangt man beim Scrollen ohne jede Begrenzung zu immer weiteren Inhalten. Auch "Autoplay", das Videos sofort bei Erreichen abspielt, sowie ein extrem personalisierter Empfehlungsalgorithmus missfallen der EU-Kommission.

Weil? All das fördere süchtig machendes Verhalten und beeinträchtige die Selbstkontrolle der Nutzer, so die Kommission.

Hat TikTok keine Schranken vorgesehen? Doch, aber diese seien ineffektiv, so die EU-Behörde. Bildschirmzeit-Management-Tools und Kontrollfunktionen für Eltern seien leicht zu umgehen und würden Eltern hohe technische Anforderungen abverlangen, heißt es.

Was soll neu umgesetzt werden? Die Kommission fordert u.a. eine Einführung von automatischen Pausen der Bildschirmzeit und generelle die Abschaffung des "Infinite Scroll"-Modus.

Was sagt TikTok dazu? "Die vorläufigen Ergebnisse der Kommission stellen unsere Plattform kategorisch falsch und völlig haltlos dar", so eine Unternehmenssprecherin gegenüber dem Spiegel. "Wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen, um diese Ergebnisse mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln anzufechten."

Ist das Vorgehen der Kommission ein Einzelfall? Nein, in zahlreichen Ländern stehen derzeit Social-Media-Angebote im Fokus von Aufsichtsbehörden. In Australien wurde Jugendlichen unter 16 der Zugang zu Social Media bereits verboten, in Spanien und Frankreich werden ähnliche Gesetzesvorlagen diskutiert. Auch in Österreich werden entsprechende Überlegungen derzeit diskutiert.

Schüsse auf General Moskau gibt Ukraine die Schuld dafür

Worum geht es? In Moskau wurde am Freitag ein hoher Armeegeneral durch Schüsse schwer verletzt. Die Regierung, vertreten durch Außenminister Sergej Lawrow, machte umgehend die Ukraine für das Attentat verantwortlich. Lawrow bezeichnete das Attentat als Terroranschlag und Provokation, um die laufenden Verhandlungen für einen Waffenstillstand zu sabotieren.

Wer ist das Opfer? Wladimir Aleksejew, er ist der stellvertretende Leiter des russischen Militärgeheimdiensts GRU und war unter anderem während des syrischen Bürgerkriegs für Geheimdiensteinsätze verantwortlich. Die ukrainische Regierung macht ihn für Luftschläge auf Zivilisten verantwortlich.

Wie passierte das Attentat? Alexejew wurde in einem Wohnhaus im Nordwesten Moskaus angeschossen. Zeugen berichten, dass der Schütze im Treppenhaus oder vor dem Fahrstuhl wartete und auf Alexejew schoss, als dieser das Gebäude verließ.

Wie oft wurde er getroffen? Es wird von drei oder mehr Schüssen gesprochen, unter anderem in Rücken, Bauch und Bein. Der General wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Weiß man schon, wer geschossen hat? Nein, der oder die Täter seien auf der Flucht, so eine Sprecherin des Ermittlungskomitees.

Weshalb sollte die Ukraine die laufenden Verhandlungen sabotieren? Angesichts der kritischen Lage in der Ukraine, vor allem was die Energieversorgung betrifft, würde das tatsächlich wenig Sinn ergeben.

Aber? Bei den Gesprächen in Abu Dhabi – zuletzt wurde am Donnerstag verhandelt – wurde die russische Delegation von Igor Kostjukow angeführt, dem Chef der GRU und Vorgesetzten von Aleksejew. Nicht auszuschließen, dass das Attentat eine versteckte Botschaft an den russischen Delegationsleiter gewesen sein könnte.

23,1 Millionen für Fuß Skizze von Michelangelo erzielte Rekord

Worum geht es? Eine bislang unbekannte Studie des Renaissance-Künstlers Michelangelo wurde bei Christie's in New York für 27,2 Mio. Dollar (ca. 23,1 Mio. Euro) versteigert. Damit ist sie das teuerste jemals versteigerte Werk des Meisters, der von 1475 bis 1564 lebte.

Was ist auf dem Bild zu sehen? Die Skizze eines Frauenfußes. Dabei soll es sich laut dem Auktionshaus um eine vorbereitende Studie zur Figur der Libyschen Sybille handeln, die sich an der Decke der Sixtinischen Kapelle befindet, Michelangelos monumentales Meisterwerk im Vatikan.

Wie groß ist die Zeichnung? Etwa 13,5 mal 11,5 Zentimeter. Sie soll aus dem Jahr 1511 oder 1512 stammen, als sich der Künstler darauf vorbereitete, die zweite Hälfte seines Deckengemäldes in der Sixtinischen Decke zu malen.

Wie lange dauerte die Auktion? Insgesamt etwa 45 Minuten. Es gab mehrere Interessenten für das Kunstwerk.

Weiß man, wer die Skizze ersteigert hat? Nein, Käufer wie auch Verkäufer blieben anonym.

Was weiß man über den Verkäufer? Dass er von der US-Westküste stammt und das Kunstwerk von seiner Großmutter geerbt hat.

Wusste er, dass es sich um einen Michelangelo handelt? Nein, er gab die Skizze an Christie's zur Bewertung, ohne die Geschichte des Kunstwerkes zu kennen.

Wie kam man dann darauf? Über den Stammbaum der verstorbenen Großmutter. Sie hatte ihre Wurzeln in Europa und stammte aus einer Adelsfamilie. Eine Expertin des Auktionshauses witterte eine Spur und eins gab schließlich das andere.

Es ist der teuerste Michelangelo? Ja, der bisherige Auktionsrekord lag bei 24,3 Millionen Dollar (20,6 Millionen Euro) und wurde ebenfalls für eine Skizze in Paris erzielt.

Aber ist das nicht recht wenig für einen Künstler dieses Ranges? Grundsätzlich ja, aber das liegt daran, dass Michelangelo zuallererst Bildhauer war und die meisten seiner Gemälde Fresken sind. Er malte kaum etwas auf Leinwand, und diese Gemälde sind alle in Hand von Museen (etwa im Vatikan) und unverkäuflich. Die einzige Chance für private Sammler sind Skizzen wie die nun versteigerte.

Mette-Marit im Gefängnis Sie besuchte ihren angeklagten Sohn

Worum geht es? Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit, Ehefrau von Thronfolger Kronprinz Haakan, hat sich in einer schriftlichen Stellungnahme für ihren Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein entschuldigt.

Was schreibt Mette-Marit? "Es ist mir wichtig, Entschuldigung zu allen zu sagen, die ich enttäuscht habe." Und weiter: "Teile des Inhalts der Nachrichten zwischen Epstein und mir repräsentieren nicht den Menschen, der ich gerne sein möchte." Die Kronprinzessin bedaure zudem die Situation, in die sie das norwegische Königshaus – besonders König Harald V. und Königin Sonja – gebracht habe.

Weshalb wurde der Kontakt überhaupt bekannt? Im Zuge der jüngsten Veröffentlichung von Akten über die Epstein-Ermittlungern in den USA tauchte auch der Name von Mette-Marit auf.

Wie oft? Hunderte Male. Die Kronprinzessin und der ehemalige Finanzmanager, der 2019 in der U-Haft Suizid verübte, hatten über viele Jahre Kontakt und tauschten sich auch über zahlreiche private Dinge aus.

Nimmt Mette-Marit zu Epsteins Verbrechen Stellung? Ja. In der Mitteilung schreibt der Hof, Mette-Marit distanziere sich entschieden von Epsteins Übergriffen und kriminellen Handlungen. Und weiter: "Die Kronprinzessin möchte erzählen, was passiert ist, und sich ausführlicher erklären", schaffe das aber gerade nicht, weil sie sich "in einer sehr schwierigen Situation" befinde.

Was ist damit gemeint? Der uneheliche Sohn der Kronprinzessin, der 29-jährige Marius Borg Høiby, steht seit Dienstag dieser Woche in Oslo vor Gericht. Ihm werden insgesamt 38 Straftaten vorgeworfen, darunter sehr schwerwiegende Delikte wie Vergewaltigung, Missbrauch und Körperverletzung. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 16 Jahre Haft.

Wann wird es ein Urteil gegen Mette-Marits Sohn geben? Frühestens Mitte März, der Prozess soll bis zum 19. März dauern.

Ist Mette-Marit im Gerichtssaal mit dabei? Nein, weder sie noch Kronprinz Haakon, Marius' Stiefvater, wollen den Anschein erwecken, den Prozess durch ihre Anwesenheit beeinflussen zu wollen. Allerdings wurde am Freitag bekannt, dass das Paar den 29-Jährigen Donnerstagabend in der Untersuchungshaft besucht hat.

Warum weiß man das? Weil es Fotos der norwegischen Zeitschrift "Se og Hør" gibt. Sie zeigen einen dunklen BMW, der durch das Tor des Osloer Gefängnisses fährt. Auf der Rückbank: Mette-Marit und Kronprinz Haakon. Eine Stunde später verließ der Wagen das Gefängnisgelände.

Um Penislänge weiter? Gerüchte um Skispringer bei Olympia

Worum geht es? Am Freitagabend wurden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo eröffnet. Rund um die Skispringer hat sich zum Start eine pikante Debatte entwickelt.

Wann sind die Skispringer im Einsatz? Die Männer springen am Montag, 9. Februar, im Einzel auf der Normalschanze, am 10. Februar im Mixed Team, am 14. Februar auf der Großschanze im Einzel, am 16. Februar gibt es die Entscheidung im Super Team.

Was ist nun die Debatte? Sie dreht sich um die Frage, ob sich einzelne Springer mit Injektionen in den Penis einen Wettbewerbs-Vorteil verschaffen.

Wie bitte? Die ersten Gerüchte kamen Anfang Jänner in Bild auf. Die Zeitung berichtete, dass Springer sich vor der Anprobe ihrer Anzüge Hyaluronsäure in die Penisse spritzten.

Ist das verboten? Grundsätzlich nicht. Die Injektion kann den Penis um ein bis zwei Zentimeter größer machen. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche ihrer Anzüge während des Wettkampfs, was zu besseren Weiten führen könnte.

Wirklich? "Jeder zusätzliche Zentimeter am Anzug zählt. Wenn Ihr Anzug eine 5 % größere Oberfläche hat, fliegen Sie weiter", sagte Sandro Pertile, Renndirektor des FIS-Skispringens der Männer.

Ist das ein Thema bei Olympia? Ja, Olivier Niggli, Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, wurde bei der Pressekonferenz am Freitag in Italien darauf angesprochen. „Sollte etwas ans Licht kommen, würden wir es untersuchen und prüfen, ob es mit Doping in Zusammenhang steht", sagte er.

Ist das schon vorgekommen? FIS-Kommunikationsdirektor Bruno Sassi sagte gegenüber BBC Sport: "Es gab nie einen Hinweis, geschweige denn Beweise dafür, dass ein Konkurrent jemals eine Hyaluronsäure-Injektion verwendet hat, um sich einen Wettbewerbs-Vorteil zu verschaffen."

Wieso weiß man das? Weil die Skispringer vor Beginn jeder Saison mithilfe von 3D-Bodyscannern vermessen werden, und zwar in "elastischer, eng anliegender Unterwäsche". Laut Reglement dürfen die Anzüge nur eine Toleranz von 2 bis 4 cm aufweisen.

Aber wie ist das mit dem Penis? Im Rahmen des Messvorgangs wird auch die Schritthöhe gemessen. Die Schritthöhe des Anzugs muss der Schritthöhe des Athleten entsprechen, bei Männern zuzüglich 3 cm.

Uber haftet für Fahrer 19-Jährige von Lenker vergewaltigt

Worum geht es? Uber wurde zu einer Schadensersatz-Zahlung von 8,5 Millionen US-Dollar verurteilt. Ein Bundesgericht in Phoenix, Arizona, entschied, das Unternehmen sei für die sexuelle Gewalt eines Fahrers gegen eine Passagierin verantwortlich.

Was ist passiert? Eine 19-jährige Frau wurde während einer Uber-Fahrt im November 2023 in Arizona vergewaltigt. Sie hatte ein Auto bestellt, um nach einem Abend aus einer Bar zurück zu ihrem Hotel zu kommen.

Wie kam es zum Übergriff? Während der Fahrt habe der Fahrer zunächst unangemessene oder belästigende Fragen gestellt, sagte die Frau nun im Prozess aus. Dann habe der Lenker den offiziellen Fahrtverlauf verlassen, das Auto früher gestoppt und sie missbraucht.

Was sagte sie noch aus? Die Frau gab an, sie habe sich nicht wehren können, weil sie teilweise im Auto lag und durch Alkohol und Medikamente in ihrer Reaktionsfähigkeit eingeschränkt war.

Was sagte der Fahrer? Vor Gericht bestätigte er, dass es Sex gab, aber er sagte laut "The Guardian", er sei einvernehmlich gewesen.

Wie urteilte das Gericht? Eine zwölfköpfige Jury befand, dass Uber für die Tat seines Fahrers haftet — weil er als "Agent" des Unternehmens galt. Es wurde ein kompensatorischer Schadensersatz (also z. B. für erlittene körperliche und psychische Folgen, Behandlung, künftige Belastungen) verhängt.

Warum ist das Urteil bemerkenswert? Es handelt sich um einen "Bellwether-Fall" (Test- oder Musterprozess). Er könnte eine riesige Klagewelle gegen Uber auslösen.

22 Milliarden Euro weg Stellantis bleibt auf E-Autos sitzen

Worum geht es? Der Autohersteller Stellantis, Europas zweitgrößter Autokonzern hinter VW, muss 22 Milliarden Euro abschreiben, um das Unternehmen zukunftsfit zu machen. Das gab der neue Konzernchef Antonio Filosa am Freitag bekannt.

Weshalb diese Mega-Summe? Weil das Unternehmen unter dem letzten Chef seine Ausrichtung nahezu ausschließlich auf Kfz mit E-Antrieb abgestellt hatte – Stichwort Energiewende. Doch das Tempo, mit dem diese Veränderung vollzogen wurde, sei überschätzt worden, so Neo-Boss Filosa.

Was kommt jetzt stattdessen? Es wird die Produktion reiner E-Autos zurückgefahren. Auch Die Zahl der Plug-in-Hybride, also Autos mit Verbrennermotor und zusätzlichem E-Motor, der aber via Steckdose aufgeladen werden muss, sollen reduziert werden.

Was kommt stattdessen? Stellantis will mehr reine Hybride – also Pkw mit Elektro- und Verbrennermotor, wobei der Verbrenner den E-Akku lädt – ins Programm nehmen.

Wie reagierte die Börse auf diese Nachricht? Die Stellantis-Aktie gab teilweise um bis zu 28 Prozent nach und erreichte den tiefsten Stand seit zehn Jahren.

Welche Marken gehören zu Stellantis? Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Maserati, Jeep , Chrysler und Dodge sind die wichtigsten. Der Konzern erwirtschaftet etwa 40 Prozent seines Umsatzes in Nordamerika.

5. Februar 2026

Mit 6 Jets nach Rom Kopfschütteln über deutsche Regierung

Worum geht es? Am 23. Jänner reiste eine Delegation deutscher Politiker unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach Rom, um sich mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu treffen. Für den Tagestrip wurden sechs Flugzeuge verwendet.

Wie das? Merz wurde von mehreren Bundesministern begleitet – darunter etwa der Finanzminister, der Verteidigungsminister und andere Kabinettsmitglieder. Es kam zu getrennten Anreisen, die Termine ließen sich offenbar nicht koordinieren.

Was heißt das? Das geht aus einer Anfrage eines Grün-Abgeordneten an das Verteidigungsministerium hervor, der Spiegel berichtet darüber. Demnach waren drei Jets vom Typ A350 VIP, A321 und A319 VIP sowie drei Business-Flieger im Einsatz.

Was hat das gekostet? Das verrät das Ministerium nicht. Aber eine Flugstunde in den kleineren Maschinen kostet zwischen 7.000 und 9.000 Euro.

Aber warum? Außenminister Johann Wadephul flog von einer Dienstreise in Afrika an. Kanzler Merz kam von einem Krisengipfel über die USA aus Brüssel. Innenminister Alexander Dobrindt war dienstlich auf Zypern. Weitere Ministerinnen und Minister reisten aus Berlin an, Verteidigungsminister Boris Pistorius extra, weil er frühere Termine hatte. Ein Flieger kam aus Davos.

Was ungeklärt blieb? Warum sich Merz nicht in Brüssel mit Meloni traf. Da wären beide schon vor Ort gewesen.

Kampf um KI-Weltmacht Alphabet investiert heuer 185 Milliarden

Worum geht es? Um ein Investment in historischer Höhe. Alphabet, Mutterkonzern von Google, will seine Kapitalausgaben 2026 auf etwa 175 bis 185 Milliarden US-Dollar hochschrauben – das ist fast doppelt so viel wie 2025.

Was soll mit dem Geld passieren? Der Großteil dieses Geldes fließt in Datenzentren, Server, Netzwerk- und Rechenkapazität für künstliche Intelligenz, einschließlich der Unterstützung von Google Cloud, DeepMind und KI-Produkten wie Gemini.

Was ist der Hintergrund? Alphabet sieht sich im Wettlauf um KI-Dominanz, vor allem gegen Wettbewerber wie Microsoft, Meta und OpenAI. CEO Sundar Pichai sagte, dass die Nachfrage nach KI-Rechenleistung so hoch sei, dass Alphabets bestehende Infrastruktur bereits an Kapazitätsgrenzen stoße.

Wie sieht der Markt das? Trotz starker Einnahmen und Gewinnzahlen reagierten viele Aktienmärkte nervös auf die Kapitalausgabe-Ankündigung, weil Investoren sich fragen, ob die Renditen auf solch riesige Investitionen schnell genug kommen.

Gibt es Grund zur Sorge? Alphabet hat im vierten Quartal 2025 Umsatz- und Gewinn-Erwartungen übertroffen, was die Ausgaben überhaupt erlaubt. Aber die Ausgabenplanung 2026 übertrifft lange bestehende Analystenschätzungen deutlich.

Wie war das Ergebnis? Alphabet erzielte einen Umsatz von 113,8 Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und einen Nettogewinn von 34,5 Milliarden, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nächste Säuberung China feuert Atomwaffen-Forscher

Worum geht es? China hat drei hochrangige Vertreter aus dem Nationalen Volkskongress (NPC) entfernt – also ihnen die Mandate als Abgeordnete entzogen. Diese Entscheidung traf der Ständige Ausschuss des NPC bei einer Sitzung in Peking.

Um wen geht es? Luo Qi – Chefingenieur der China National Nuclear Corporation (staatlicher Nuklearkonzern), und Liu Cangli – früherer Präsident der China Academy of Engineering Physics, einer führenden Forschungs- und Nuklearwaffen-Einrichtung.

Und der Dritte? Es handelt sich um Zhou Xinmin – ehemaliger Vorsitzender der staatlichen Aviation Industry Corporation of China (AVIC), einem der größten Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne des Landes.

Was ist der Hintergrund? Die Entlassungen stehen im Zusammenhang mit Chinas anhaltender Anti-Korruptionskampagne im Militär- und Verteidigungsbereich. Solche Entlassungen könnten auch weitere disziplinar- oder strafrechtliche Schritte nach sich ziehen.

Was ist der Vorwurf? Es gibt keine offiziellen Angaben über persönliche Untersuchungen gegen die Betroffenen. Aber ihr Entfernen aus dem Parlament folgt auf die Entlassung eines ranghohen Generals (Zhang Youxia) wegen mutmaßlicher "schwerer Verstöße gegen Disziplin und Gesetz".

Kommt neuer Atom-Deal? USA und Russland verhandeln schon

Worum geht es? Am Donnerstag lief der letzte Vertrag aus, der das atomare Wettrüsten begrenzt. Nun könnte es zu einer Verlängerung von New START kommen, berichtet Axios.

Was ist damit gemeint? Die USA und Russland stehen kurz vor einer Einigung, den auslaufenden Vertrag zur Rüstungskontrolle auch nach seinem Ablauf weiterhin einzuhalten, erklärten drei mit den Gesprächen vertraute Quellen gegenüber dem Medium. Zudem soll es Gespräche über einen neuen Militärpakt geben.

Was ist der Hintergrund? Der Planentwurf bedarf noch der Zustimmung beider Präsidenten. Es sollen dazu in den vergangenen 24 Stunden in Abu Dhabi Verhandlungen stattgefunden haben, eine endgültige Einigung wurde dabei aber offenbar nicht erzielt.

Wer hat verhandelt? Die Gesandten von Präsident Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner. Die Verhandlungen dürften am Rande der  Ukraine-Gespräche stattgefunden haben.

Was ist der größte Stolperstein? US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrmals betont, dass ein Pakt ohne die Einbeziehung Chinas nicht mehr zeitgemäß sei.

Was ist New START? Der New Strategic Arms Reduction Treaty ist der bilaterale Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland. Er wurde am 8. April 2010 in Prag von US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Dmitri Medwedew unterzeichnet.

Was legt er fest? Beide Länder dürfen maximal 1.550 einsatzbereite Sprengköpfe besitzen. Dazu maximal 700 Interkontinentalraketen (ICBMs), U-Boot-Raketen (SLBMs) und strategische Bomber.

Gefangenen-Austausch Nach Gesprächen Russlands mit Ukraine

Worum geht es? Bei den laufenden Friedensgesprächen in Abu Dhabi unter Vermittlung der USA haben sich die Ukraine und Russland auf einen neuen Austausch von Kriegsgefangenen geeinigt.

Was ist der Deal? Nach Angaben des US‑Sondergesandten Steve Witkoff sollen insgesamt etwa 314 Gefangene ausgetauscht werden – dies wäre der erste Austausch seit etwa fünf Monaten.

Wie ist der Ablauf? Der genaue Zeitpunkt der Freilassung und Rückführung steht noch aus; beide Seiten müssen die Listen noch bestätigen bzw. den Austausch umsetzen.

Wie viele Austausch-Vorgänge gab es schon? Nach Angaben ukrainischer Behörden 66 seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Es wurden bisher 5.857 ukrainische Gefangene aus russischer Haft zurückgebracht. Daneben gab es separate große Abkommen, wie etwa den "1 000‑für‑1 000"‑Swap im Mai 2025.

Wie geht es mit den Verhandlungen weiter? Sie gehen nächste Woche weiter. Witkoff sagte, dass "in den kommenden Wochen mit weiteren Fortschritten zu rechnen ist".

36 Vergiftungen In Babynahrung befand sich Toxin

Worum geht es? In Großbritannien häufen sich Krankheits‑ bzw. Vergiftungsfälle bei Kindern im Zusammenhang mit kontaminierter Babynahrung. Es hatte eine große Rückrufaktion gegeben.

Was ist passiert? Mehrere Chargen von Nestlé-Babynahrung ("SMA Infant Formula" und Folgemilch) wurden am 5. Jänner nach dem Nachweis des hitzestabilen Toxins Cereulide zurückgerufen. Am 24. Jänner wurde eine Charge des Produktes Aptamil First Infant Formula von Danone aus demselben Grund eingezogen.

Wie viele Betroffene gibt es? Die UK Health Security Agency (UKHSA) hat 36 klinische Meldungen über Kinder erhalten, bei denen nach dem Verzehr der zurückgerufenen Milch Symptome aufgetreten sind, die mit einer Vergiftung durch das Cereulide-Toxin übereinstimmen.

Was ist das Cereulide‑Toxin? Es wird von bestimmten Stämmen des Bakteriums Bacillus cereus produziert und verursacht bei Verzehr oft Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe.

Was ist das Krankheitsbild? Die Symptome treten typischerweise 15 Minuten bis etwa 6 Stunden nach dem Essen auf und klingen meist innerhalb von 24 Stunden ab, wenn keine weitere Exposition stattfindet. In seltenen Fällen kann es zu schwereren gesundheitlichen Problemen kommen.

Ist das ein rein britisches Problem? Nein, Hersteller wie Nestlé, Danone und Lactalis haben Baby‑ und Säuglingsnahrung weltweit zurückgerufen, nachdem Cereulide‑Toxine in Produkten gefunden wurden. Diese Rückrufe betreffen mehr als 60 Länder auf mehreren Kontinenten.

Gab es auch Todesfälle? In Frankreich gibt es Berichte über zwei Säuglingstode, die im Zusammenhang mit der Babynahrung stehen könnten (auch wenn ein direkter Zusammenhang noch nicht offiziell bestätigt ist).

Wie ist das in Österreich? In zwei Produktchargen von Nestlé‑Babynahrung wurden geringe Mengen des Cereulide‑Toxins nachgewiesen. Die betroffenen Produkte (z. B. BEBA expert HA PRE und BEBA supreme PRE mit bestimmten Mindesthaltbarkeitsdaten) wurden vor dem öffentlichen Rückruf im Handel entfernt.

Aber? In einer kürzlich entnommenen Probe wurde jedoch eine Cereulid-Konzentration festgestellt, die wahrscheinlich gesundheitsschädlich ist. Das Produkt wurde vom Hersteller bereits zurückgerufen, schreibt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Wo kommt das Cereulide‑Toxin her? Untersuchungen der globalen Rückrufaktionen zeigen, dass es in einer Rohzutat entdeckt wurde, die von einem Lieferanten in China stammt. Es handelt es sich um Arachidonsäure‑Öl (ARA‑Öl) — ein Zusatzstoff für Säuglingsnahrung, der für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem wichtig ist.

Wo genau kommt es her? Die Firma, die mit der ARA‑Zutat in Verbindung gebracht wird, ist Cabio Biotech, mit Sitz in Wuhan, China.

Woher kennt man Wuhan? Die Stadt mit 11 Millionen Einwohnern war Ausgangspunkt der globalen Coronavirus-Pandemie. Labore in Wuhan, darunter das Wuhan Institute of Virology (WIV), standen im Fokus der Forschung und der Spekulationen über die Herkunft des Virus.

"Schwer und schmerzhaft" Feuerbar-Betreiber schrieben Brief

Worum geht es? In der Silvesternacht kam es in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana zu einem verheerenden Feuer. 41 Menschen starben, viele kämpfen in Spitälern immer noch um ihr Leben.

Was passierte nun? Die Betreiber des "Le Constellation" schrieben am 4. Februar einen zweiseitigen Brief an ihre Mitarbeiter. Darin versuchen sich Jacques und Jessica Moretti  zu erklären. Das Schreiben liegt einigen Medien und Agenturen vor.

Was schreiben sie? Sie hätten sich bisher nicht öffentlich äußern können, weil sie durch die laufenden Ermittlungen dazu verpflichtet gewesen seien. Sie betonen, dass das bisherige Schweigen für sie "unglaublich schwer und schmerzhaft" gewesen sei (hier der Brief im Wortlaut).

Was meinen sie? Im Brief steht: "Gegen uns wurde der Verdacht der geheimen Absprache erhoben. Das hat uns dazu gezwungen, jeglichen Kontakt abzubrechen, was diese schwere Zeit noch unerträglicher gemacht hat."

Aber? "Wir haben heute entschieden, das uns auferlegte Schweigen für die Dauer dieses Schreibens zu brechen."

Was geben sie als Grund an? "Wir möchten ausdrücklich unser Mitgefühl mit allen Opfern und ihren Angehörigen zum Ausdruck bringen. Unsere Gedanken sind bei euch, die ihr von dieser Tragödie direkt betroffen seid."

Wie wehren sie sich? "Es wurden niederträchtige Lügen verbreitet, zum Beispiel, dass Jessica die Kasse gestohlen habe oder dass wir die Verantwortung ignorieren würden. Diese Behauptungen sind unwahr, und wir möchten sie klarstellen."

Was versprechen sie? "Wir haben alles dafür getan, dass ausstehende Löhne bereits überwiesen wurden. Falls es durch gesperrte Konten zu Verzögerungen gekommen ist, werden diese in Kürze nachgeholt. Wir lassen euch in dieser Situation nicht im Stich."

"Ohr abgebissen" Jennifer Garner schildert Unfall am Set

Worum geht es? Während eines Pressetermins in Santa Monica (Kalifornien) erzählte Jennifer Garner (53) eine Anekdote aus ihrer Schauspiel‑Karriere, die inzwischen die Runde macht.

Was war der Anlass des Pressetermins? Reklame für die zweite Staffel ihrer Serie "The Last Thing He Told Me" zu machen.

Worum geht es dabei? Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Thriller-Roman von Laura Dave (2021). Erzählt wird die Geschichte von Hannah Hall, einer Frau, deren Ehemann plötzlich verschwindet. Er hinterlässt nur eine Rätselnachricht ("The Last Thing He Told Me"). Sie läuft auf Apple TV+.

Darum geht es aber nicht, oder? Nein, sondern um einen Vorfall bei den Dreharbeiten zum Action‑Film "The Kingdom" von 2007, in dem Garner eine Agentin spielte. Da biss sie dem Schauspieler und Stuntman Sala Baker ein Stück Ohr ab.

Wie bitte? Der Unfall passierte bei einer Kampfszene. Pete Berg, der Regisseur, habe zu Baker gesagt, er solle versuchen, mich zu töten, erzählte Garner. Und zu ihr, sie solle alles tun, um zu überleben.

Was passierte dann? Im Verlauf des Kampfes sei sie auf den Rücken ihres Co‑Stars geklettert und: "Ich biss ihm ins Ohr und wir haben ein Bild, auf dem ihm ein Stück Ohr fehlt, denn wir haben keine Späße gemacht."

Wie reagierte Sala Baker? Er sagte lapidar "wie Mike Tyson." Eine Anspielung auf den Box‑Vorfall von Mike Tyson, der 1997 einem Gegner ein Stück Ohr abgebissen hatte.

Warum wurde das nun relevant? Weil Garner und Baker für die Apple-Serie erstmals wieder gemeinsam vor der Kamera standen und eine Kampfszene zu drehen hatten. Was die Schauspielerin scherzhaft als "eine Rechnung zu begleichen" beschrieb.

4. Februar 2026

300 Journalisten gefeuert Kahlschlag bei Bezos' Washington Post

Worum geht es? Bei einer der bekanntesten Zeitungen der USA kommt es zu einem drastischen Personalabbau. Betroffen sind etwa ein Drittel aller Mitarbeitenden im Unternehmen, also Hunderte von Jobs in verschiedenen Bereichen.

Wen betrifft es genau? Die Kündigungen gehen quer durch alle Abteilungen. Aber: Die Sportredaktion wurde aufgelöst, die Bücher-Sektion ("Books") eingestellt, der "Post Reports" Podcast ausgesetzt, das Korrespondentennetz und das Metro-Team deutlich verkleinert.

Was heißt das in Zahlen? Die Post hat ungefähr 2.500 Beschäftigte, davon sind 800 Journalistinnen und Journalisten, 300 davon müssen gehen, heißt es in Medienberichten. Offizielle Zahlen wurden nicht kommuniziert.

Wem gehört die Post? Die Washington Post ist im Besitz von Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon. Er kaufte die Zeitung 2013 für rund 250 Millionen US-Dollar über seine private Gesellschaft Nash Holdings LLC. Die Post ist privat und gehört nicht zu Amazon selbst.

Was ist der Hintergrund? Im Gegensatz zum Konkurrenten New York Times, der finanziell erblühte, läuft die Post defizitär. Die Leitung begründet die Maßnahmen als notwendigen "strategischen Reset", um das Unternehmen für die Zukunft konkurrenzfähig zu machen.

Ist das die gesamte Erklärung? Wohl nicht. Bezos will sich nicht den Zorn von Donald Trump zuziehen. Die Post wollte eine Wahlempfehlung für Kamala Harris abgeben, das wurde im Verlag gestoppt. Auch sonst ist von redaktionellen Eingriffen zu hören.

USA schießen Drohne ab Sie hatte sich Flugzeugträger genähert

Worum geht es? Am 3. Februar 2026 haben die Vereinigten Staaten eine iranische Drohne über dem Arabischen Meer abgeschossen. Das teilte das US-Militär, genauer das US Central Command, in einer offiziellen Erklärung mit.

Was ist passiert? Die Drohne vom Typ Shahed-139 näherte sich einem der größten Kriegsschiffe der US-Marine. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" war in internationalen Gewässern rund 800 Kilometer vor der iranischen Küste unterwegs.

Gab es Warnungen? US-Beamte erklärten, dass sich das unbemannte Fluggerät trotz mehrfacher Warnungen und Versuche, die Situation zu entschärfen, weiter auf den Flugzeugträger zubewegte und dabei eine "unklare" und "aggressive" Annäherung zeigte.

Warum kam es zum Abschuss-Befehl? Weil nicht klar war, mit welchem Ziel sich die Drohne näherte und um mögliche Gefahren auszuschließen.

Wer führte den Abschuss durch? Ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C, das von der "USS Abraham Lincoln" gestartet war. Das Manöver wurde vom Militär als Maßnahme der Selbstverteidigung beschrieben, um den Flugzeugträger und die Menschen an Bord zu schützen.

Gab es Opfer? Nach Angaben des Militärs gab es bei dem Einsatz keine Verletzten und keine Schäden an Ausrüstung oder Schiffen.

Was ist der Hintergrund? Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit gestiegener Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die USA haben ihre militärische Präsenz im Nahen Osten in den letzten Wochen deutlich verstärkt und mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt.

Torpediert der Vorfall die Gespräche? Trotz der militärischen Zwischenfälle bestätigten US-Offizielle, dass diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran wie geplant fortgeführt werden sollen.

"Tyrann", "Verräter" Musk geht auf spanischen Premier los

Worum geht es? US-Tech-Milliardär Elon Musk, Eigentümer der Social-Media-Plattform X (früher Twitter) und Chef von Unternehmen wie Tesla und SpaceX, hat den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez in einem Post auf X heftig angegriffen.

Warum? Weil die spanische Regierung an einem Gesetz arbeitet, das Kinder unter 16 Jahren vom Zugang zu Social-Media-Plattformen ausschließt.

Was schrieb Musk? Er kritisierte Sánchez nicht nur wegen des Gesetzes, sondern bezeichnete ihn persönlich als "Dirty Sánchez", "Tyrannen", "Verräter des spanischen Volkes" und "faschistischen Totalitaristen". Dazu stellte er ein beleidigendes Emoji.

Welches? Ein Kackhaufen-Emoji. Es steht am Ende seiner Beleidigung, um seine Aussage noch krasser wirken zu lassen.

Was ist der Hintergrund? Musk ist ein starker Gegner staatlicher Regulierung für Technologien und soziale Medien. Er hält sie für geschäftsschädigend. Der Milliardär nutzt seine große Reichweite auf X häufig, um politische Akteure öffentlich scharf anzugreifen.

Was plant Spanien? Wie Australien soll ein Alters-Verifikationssystem eingeführt werden, damit Minderjährige nicht mehr einfach Accounts erstellen können. Plattform-Betreiber und Führungskräfte werden rechtlich verantwortlich gemacht, wenn sie Hassrede oder andere illegale Inhalte nicht entfernen.

Rückzug aus Minneapolis 700 Agenten verlassen sofort die Stadt

Worum geht es? In Minneapolis und im Bundesstaat Minnesota fand in den vergangenen Wochen eine großangelegte Bundesoperation zur Durchsetzung der US‑Einwanderungsgesetze statt. Das brutale Vorgehen sorgte für Entsetzen.

Was passierte nun? Am Mittwoch kündigte Tom Homan, der "Border Czar" der US‑Regierung, an, dass etwa 700 Bundesagenten aus dem Bundesstaat abgezogen werden sollen und das "unmittelbar".

Was ist der Hintergrund? Die US‑Einwanderungsbehörde ICE und andere Bundesbehörden hatten mehrere tausend Bundesagenten in die Region geschickt, um Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus festzunehmen und abzuschieben. Diese Maßnahme war Teil der "Operation Metro Surge".

Wie kam es zur Eskalation? Am 7. Jänner erschoss ein Beamter die dreifache Mutter Renee Nicole Good, weil sie angeblich mit ihrem Auto auf ihn losgefahren war. Am 24. Jänner wurde der Krankenpfleger Alex Pretti, der am Straßenrand demonstrierte, von zehn Schüssen getroffen und starb.

Was geschieht nun? "Border Czar" Homan erklärte, der Abzug erfolge, weil es eine verstärkte Kooperation zwischen staatlichen und lokalen Behörden gebe, insbesondere bei der Übergabe festgenommener Menschen an Bundesbehörden.

Ist das die ganze Wahrheit? Wohl kaum. Der Druck aus der Öffentlichkeit, auch von Republikanern, war zuletzt sehr groß geworden.

Ist das ein kompletter Abzug? Nein, Homan betonte, dass weiterhin rund 2.000 Bundesbeamte vor Ort bleiben.

Schaffner totgeprügelt Weil er Schwarzfahrer aus Zug wies

Worum geht es? Ein 36‑jähriger Zugbegleiter der Deutschen Bahn wurde am Montagabend in einem Regionalexpress im Kreis Kaiserslautern (Rheinland‑Pfalz) von einem Fahrgast so schwer attackiert, dass er später an seinen Verletzungen gestorben ist.

Wie kam es dazu? Der Zugbegleiter kontrollierte Tickets. Als eine vierköpfige Gruppe an der Reihe war, konnte ein 26‑jähriger Fahrgast keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Der Schaffner forderte ihn auf, den Zug zu verlassen.

Was passierte dann? Der Fahrgast stand auf, drohte mit den Fäusten, der Zugbegleiter versuchte, die Situation zu beruhigen. Plötzlich begann der Tatverdächtige hemmungslos auf den Kopf des Mannes einzuschlagen.

Wie reagierten die Fahrgäste? Passagiere leisteten Erste Hilfe und riefen Rettungskräfte. Der Zugbegleiter wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, überlebte aber nicht. Die Polizei traf zehn Minuten später ein und nahm den mutmaßlichen Täter fest.

Was weiß man über den Tatverdächtigen? Der mutmaßliche Angreifer ist ein 26‑jähriger mit griechischem Pass, der laut Polizei keinen Wohnsitz in Deutschland hat und in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken ermittelt wegen Totschlags.

Was weiß man über das Opfer? Der Zugbegleiter, ein gebürtiger Türke, hinterlässt eine Frau und Kinder.

Meloni kein Engel mehr Bild in römischer Kirche wurde übermalt

Worum geht es? In einer alten Kirche in Rom war ein Engelsbild restauriert worden. Nach der Überarbeitung ähnelte es auffällig stark dem Gesicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Das sorgte für Kontroversen und weltweite Aufmerksamkeit.

Was ist genau passiert? In der Basilika San Lorenzo in Lucina  wurde ein Fresko mit Engelsfiguren restauriert.  Die Restaurierung war Teil der Instandsetzung eines Kolorits, der ursprünglich aus dem Jahr 2000 stammt.

Was geschah dann? Einer Zeitung fiel auf, dass eines dieser Engelbilder die Gesichtszüge von Meloni trug.

Was war die Folge? Die Darstellung rief Skepsis und Kritik hervor: Kirchen‑ und Staatvertreter betonten, dass politische Figuren nichts in kirchlicher Kunst verloren haben sollten, und es entstand eine Diskussion über die Nutzung von religiösen Bildern für politische Anspielungen.

Wie reagierte die Kirche? Wegen der Störungen beim Gottesdienst ordnete der zuständige Pfarrer der Kirche an, das betreffende Engelsgesicht zu übermalen. Als die Kirche am Mittwoch wieder öffnete, war das Gesicht des Engels mit Farbe entfernt worden, während der Rest des Freskos unverändert blieb.

War's das? Nein, sowohl die Denkmalbehörden Roms als auch das italienische Kulturministerium leiteten Untersuchungen ein, um festzustellen, wie es zu der Darstellung kam und ob bei der Restaurierung Vorgaben missachtet wurden.

Wie reagierte Meloni? Sie nahm den Vorfall mit Humor: Sie veröffentlichte ein Foto des Engels auf ihren Social‑Media‑Kanälen und schrieb, sie sehe "definitiv nicht aus wie ein Engel" — begleitet von einem lachenden Emoji.

Was sagt Restaurator Bruno Valentinetti? Er bestreitet, absichtlich das Gesicht von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni gemalt zu haben. Er sagt, er habe nur das ursprüngliche Gemälde aus dem Jahr 2000 wiederhergestellt, so wie es zuvor ausgesehen habe.

7 Jahre Haft für Maja T. Aktivistin griff Rechtsextreme an

Worum geht es? Die nicht‑binäre deutsche Aktivistin Maja T. wurde in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt. Ein ungarisches Gericht befand sie für schuldig, an gewalttätigen Angriffen auf Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung 2023 beteiligt gewesen zu sein.

Was war der Vorwurf? Die Staatsanwaltschaft warf Maja T. vor, zusammen mit etwa 20 anderen Aktivisten rund um den sogenannten "Day of Honor" – einer rechtsextremen Gedenkveranstaltung in Budapest – mehrere mutmaßliche Rechtsextremisten attackiert zu haben.

Wie schwer waren die Verletzungen? Die Staatsanwaltschaft nannte Knochenbrüche (z. B. im Gesicht und an Fingern), Platzwunden und eine Gehirnerschütterung. Einige der Opfer wurden dabei als "schwer verletzt" beschrieben, vier von ihnen besonders schwer.

Wie ging die Gruppe vor? Laut Anklage und Prozessunterlagen vor dem Budapester Gericht waren die Teilnehmer vermummt und teils mit Schlagstöcken, Gummihämmern und Pfefferspray ausgerüstet.

Was waren die angeklagten Delikte? Unter anderem versuchte schwere oder lebensgefährliche Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Die Staatsanwaltschaft forderte bis zu 24 Jahre Gefängnis.

Warum war der Prozess umstritten? Maja T. wurde 2024 aus Deutschland nach Ungarn ausgeliefert, nachdem sie in Berlin festgenommen worden war. Diese Auslieferung hatte das Bundesverfassungsgericht später als rechtswidrig bewertet.

Warum? Weil die Haftbedingungen in Ungarn nicht ausreichend geprüft worden seien. Angehörige berichten, dass Maja T. monatelang in Isolationshaft untergebracht war. Trotzdem blieb sie in Budapest in Haft.

Wie verteidigte sich Maja T.? Laut Berichten äußerte sie sich im Gerichtssaal nicht zu den einzelnen Tatvorwürfen. Stattdessen kritisierte sie die Fairness und Rechtsstaatlichkeit des Prozesses und stellte das Verfahren insgesamt infrage. Ihre Verteidigung sprach von einer Farce.

15 Tote vor Chios Küstenwache kollidiert mit Migrantenboot

Worum geht es? Vor der griechischen Insel Chios im östlichen Ägäischen Meer kam es Dienstagabend zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem Schiff der Küstenwache und einem Migrantenboot.

Was passierte? Das ist nicht geklärt. Die Küstenwachs gab an, das Migrantenboot sei ohne Navigationslichter unterwegs gewesen und habe auf Warnsignale nicht reagiert. Dann habe es abupt den Kurs gewechselt. Dadurch sei es zur Kollision gekommen.

Wie viele Opfer forderte das Unglück? Die Behörden bestätigten, dass 14 Menschen tot geborgen wurden, elf Männern und drei Frauen. Eine verletzte Frau starb später im Krankenhaus. 25 Menschen konnten gerettet werden, darunter auch zwei schwangere Frauen, deren Babys starben. Auch zwei Küstenwachbeamte wurden verletzt.

Wie stark wird die Flüchtlingsroute momentan genutzt? Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Jahresbeginn knapp 1.000 Menschen aus der Türkei zu diesen Inseln übergesetzt.

3. Februar 2026

Neuer Chef für Mickey Ex-Bildhauer an der Spitze von Disney

Worum geht es? Am Dienstag wurde Josh D’Amaro vom Disneys Verwaltungsrat zum neuen Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens gewählt. Er tritt am 18. März die Nachfolge von Bob Iger an.

Wie wurde Iger bekannt? Durch seinen Rücktritt vom Rücktritt. Disney warf ihn 2020 raus, zwei Jahre später kam er wieder, weil sich sein Nachfolger als ungeeignet erwiesen hatte.

Wer ist Josh D’Amaro? 54, wohnt mit seiner Frau Susan, seiner Jugendliebe, in Coto de Caza, zwei Autostunden südlich von L.A., aufgewachsen in der Nähe von Boston, studierter Betriebswirt. Aber er hatte einen anderen Berufswunsch.

Nämlich? Er wollte Bildhauer werden. Am Ende seines zweiten Studienjahres schweißte er um zwei Uhr nacht eine fast vier Meter hohe Skulptur zusammen und grübelte darüber, wie er als Künstler jemals eine Familie ernähren sollte. Er vollendete das Werk – eine abstrakte menschliche Figur, sattelte aber auf Marketing um.

Was er begabt? Die Figur war immerhin jahrelang auf dem Campus des Skidmore College in New York, seiner Kunstuni, ausgestellt, berichtet die New York Times.

Was hat D’Amaro mir Disney zu tun? Er trat 1998 in das Unternehmen ein und begann seine Karriere im Disneyland Resort. Zuletzt war er die Cashcow des Konzerns.

Wieso? Die Abteilung von D'Amaro erwirtschaftete im vergangenen Jahr rund 60 Prozent des Disney-Gewinns. Laut dem Marktforschungsunternehmen MoffettNathanson macht sie 80 Prozent des Gesamtwerts von Disney aus. D'Amaro ist für drei der vier wichtigsten Wachstumsbereiche von Disney verantwortlich (Kreuzfahrten, Spiele und Freizeitparks; Streaming ist der vierte).

Wie groß ist Disney? Der Konzern erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 10 Milliarden US-Dollar. Es gibt weltweit 12 Freizeitparks, in Abu Dhabi entsteht der nächste.

Was gibt es darüber hinaus? Disney Studios (Pixar, Marvel, Lucasfilm/Star Wars, 20th Century Studios), TV-Sender wie ABC, Disney Channel, National Geographic, FX, die Streamer Disney+, Hulu, ESPN+, die Disney Music Group. und dds Kreuzfahrtgeschäft.

Clintons geben auf Sie kommen doch zur Epstein-Anhörung

Worum geht es? Am 13. Jänner hätten Ex-Präsidenten Bill Clinton als seine Frau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, vor dem U-Ausschuss im US-Repräsentantenhaus aussagen sollen. Aber sie kamen nicht.

Warum? Die Clintons argumentieren, dass die Vorladungen ungültig oder politisch motiviert seien, und dass sie bereits schriftliche Informationen bereitgestellt hätten.

Was passierte danach? Der Ausschuss (House Oversight Committee) brachte eine Anklage gegen das frühere Präsidentschaftspaar auf den Weg. Sogar einige Demokraten stimmten dafür.

Welche Folgen hat das? Ein Verstoß gegen eine Kongress-Vorladung kann mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet werden.

Warum sollten die Clintons aussagen? Bill Clinton ist in Fluglisten von Jeffrey Epsteins Privatjet ("Lolita Express") dokumentiert. In freigegebenen Epstein-Akten taucht er mehrfach auf – etwa auf Fotos oder als Person. Das bedeutet aber nicht, dass er beschuldigt wird, an Straftaten beteiligt gewesen zu sein.

Was passierte nun? Am Dienstag stimmten Bill und Hillary Clinton zu, vor dem Kongress persönlich unter Eid auszusagen, um das geplante Verfahren wegen Missachtung zu verhindern.

Wann soll das stattfinden? Ein konkreter Termin steht noch nicht fest, und es gibt noch Diskussionen darüber, unter welchen Bedingungen dies geschehen soll.

Dalai Lama ärgert China Weil er einen Grammy bekommen hat

Worum geht es? Am Sonntag wurden in L.A. die Grammys vergeben. Der Dalai Lama holte sich in der Kategorie "Best Audio Book, Narration and Storytelling" die Trophäe. Er sprach für die Produktion Texte über Mitgefühl und Frieden ein.

Wie reagierte China? Die Regierung bezeichnete den Grammy‑Preis als "politisches Manöver" und "Anti‑China‑Manipulation". Sie fordert, dass solche kulturellen Auszeichnungen nicht als politische Instrumente gegen China genutzt werden sollten.

Was ist der Hintergrund? Der Dalai Lama ist das spirituelle Oberhaupt des tibetischen Buddhismus. Der 14. Dalai Lama ist Tenzin Gyatso, geboren 1935. Er wird von vielen Tibetern und Buddhisten als inkarnierter spiritueller Führer betrachtet, lebt aber seit 1959 im Exil in Indien.

Warum? Weil er vor der chinesischen Kontrolle Tibets geflohen ist. China betrachtet den Dalai Lama nicht als legitimen religiösen Führer, sondern sieht in ihm vor allem einen politischen Gegner und Separatisten, der das Ziel einer größeren Autonomie Tibets symbolisiert – wenn nicht sogar Unabhängigkeit.

Welchen Konflikt erzeugt das? Traditionell wird ein Dalai Lama als Reinkarnation des Vorgängers angesehen. Chinas Regierung besteht darauf, dass chinesische Behörden das Recht haben, diese Reinkarnationen zu kontrollieren und zu genehmigen.

Was bedeutet das? China will den nächsten Dalai Lama selbst bestimmen, was von den meisten Tibetern und vielen internationalen Beobachtern nicht akzeptiert wird. Diese Frage hat weitreichende politische Bedeutung.

Razzia in X-Büro Paris lädt Musk nun zur Anhörung vor

Worum geht es? Am Dienstag haben französische Ermittler die Pariser Büros von X durchsucht. Die Aktion wurde von der Cybercrime‑Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft durchgeführt, mit Unterstützung der französischen Polizei und Europol.

Was ist der Hintergrund? Ziel ist eine laufende strafrechtliche Untersuchung gegen X, die seit April 2025 läuft und auf drei Handlungssträngen beruht: Manipulation, Deepfakes und KI‑Inhalte, sowie Verbreitung illegaler Inhalte.

Was heißt das? Der Algorithmus von X soll politisch einseitig oder verzerrend funktionieren – etwa indem einige Inhalte bevorzugt verbreitet werden. Ein zentraler Punkt sind KI‑generierte Inhalte, insbesondere die Bilder/Deepfakes, die vom KI‑Chatbot Grok erstellt wurden.

Worum geht es? Es wird untersucht, ob diese Inhalte täuschend echt wirkende KI‑Bilder von realen Menschen, insbesondere sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern, erzeugen oder verbreiten; Inhalte zur Holocaust‑Leugnung oder ähnliches beinhalten.

Was ist mit illegalen Inhalten gemeint? Untersucht wird, ob X bei der Verbreitung von gewaltverherrlichendem Material Darstellungen von Kindes-Missbrauch mitverantwortlich war, bzw. Holocaust‑Leugnung und andere strafbare Inhalte nicht ausreichend kontrolliert hat.

Was ist die Folge? Die Ermittler haben Elon Musk sowie die frühere X‑Geschäftsführerin Linda Yaccarino zu einer "freiwilligen Anhörung" am 20. April in Paris vorgeladen.

Eintritt am Oktoberfest? Da hat der Spaß bald echt ein Loch

Worum geht es? Der Zugang zum Oktoberfest in München ist traditionell kostenlos. Weil das Bier aber immer teuer wird, soll eine andere Lösung her: Das Maß soll günstiger werden, dafür der Eintritt kosten.

Woher kommt die Idee? Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes Georg Schneider hat am Dienstag in der "Augsburger Allgemeinen" vorgeschlagen, Eintritt zu verlangen – etwa um steigende Kosten zu decken.

Was sagen die Veranstalter? Wiesn-Chef Christian Scharpf und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (beide SPD) sind dagegen, die Wirte ebenso. Argument: "Das ist ein Volksfest, und das soll es auch bleiben." Schließlich gebe es auch Familien, die einfach nur über die Festwiese schlendern wollten.

Ist das Oktoberfest wirklich gratis? Die Festwiese ja, die "Oide Wiesn" (der traditionelle Bereich im Süden) kostet Eintritt – etwa 4 € pro Person (Kinder bis 14 Jahre frei). Nach 21 Uhr ist dort der Eintritt über die Ausgänge frei.

Was kostet das Bier inzwischen? Das Maß (1 Liter) kostete im Vorjahr zwischen 14,50 Euro und– 15,80 Euro je nach Zelt. Snacks und traditionelle Gerichte liegen oft im zweistelligen Bereich.

Rekordhitze in Australien In einigen Regionen fast 50 Grad

Worum geht es? Australien erlebt eine ausgedehnte, historische Hitzewelle. Vor allem im Südosten liegen die Temperaturen oft deutlich über 40 °C, in vielen Orten reichen sie nahe an 50 °C heran.

Ist das ungewöhnlich? In Teilen von Victoria, New South Wales und South Australia wurden mehrfach Temperaturen zwischen 48 und 49,5 °C gemessen. Zahlreiche regionale Rekorde für höchste Tageswerte wurden bereits gebrochen oder standen kurz davor.

Wer bekam das zu spüren? In Melbourne gab es Temperaturen über 45 °C, der höchste Wert seit fast zwei Jahrzehnten. Hier gingen am vergangenen Sonntag die Australian Open im Tennis zu Ende.

Was ist die Konsequenz? Die extreme Hitze führt zu starker Trockenheit und großem Brandrisiko. Stromnetze werden belastet — teils kam es zu Stromausfällen, weil Klimaanlagen und Kühlungssysteme gleichzeitig stark genutzt wurde.

Was heißt das für die Menschen? Gesundheitsbehörden warnen vor Hitzschlag, Dehydrierung und Herz‑Kreislauf-Problemen, besonders für alte Menschen, Kinder und Menschen mit chronischen Krankheiten. Vor allem heiße Nächte ohne Abkühlung verschärfen diese Risiken.

Trump will 1 Milliarde Weil Elite-Uni Harvard zu "woke" agiere

Worum geht es? Zwischen Donald Trump und Harvard tobt seit Monaten ein Streit. Nun kündigte der US-Präsident an, von der Elite-Uni 1 Milliarde Dollar Schadenersatz fordern zu wollen.

Was ist der Hintergrund? Die New York Times hatte unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass Trump die Forderung seiner Regierung nach einer Zahlung von 200 Millionen Dollar an die Regierung fallen gelassen habe.

Wie reagierte Trump? Der Präsident schrieb auf Truth Social: "Die stark antisemitische Harvard-Universität hat der New York Times jede Menge Unsinn zugespielt. Wir fordern nun eine Milliarde Dollar Schadensersatz und wollen in Zukunft nichts mehr mit der Harvard-Universität zu tun haben."

Was ist die Vorgeschichte? Die Regierung wirft Harvard – und anderen Elite‑Universitäten – vor, nicht ausreichend gegen antisemitische Belästigungen und „antizionistische“ Demos auf dem Campus vorzugehen, besonders im Zusammenhang mit Protesten seit dem Nahost‑Konflikt Ende 2023. Sie würden eine "woke" Ideologie fördern.

War da nicht auch was mit Geld? Ja, Trump hatte zuvor versucht, Fördergelder in Höhe von rund zwei Milliarden US-Dollar einzufrieren, weil die Uni sich angeblich nicht an staatliche Vorgaben halten wollte. Harvard klagte dagegen erfolgreich, ein Gericht bezeichnete die Kürzung als rechtswidrig.

Was war die Folge? Monatelang gab es Vergleichsgespräche zwischen Harvard und der Regierung. Trump hat dabei früher über 500 Mio. Dollar Schadenersatz gesprochen und Verhandlungen über neue Initiativen vorgeschlagen. Diese Verhandlungen blieben jedoch ohne endgültige Einigung.

Was sagte Trump über die New York Times? Sie sei "ein korruptes, prinzipienloses und erbärmliches Sprachrohr der Linken."