Worum geht es? Archäologen haben in einer unversehrten ägyptischen Mumie ein Fragment der "Ilias" des griechischen Dichters Homer entdeckt. Der Text sei auf Papyrus geschrieben und enthalte Verse aus dem zweiten Buch des Epos, teilte das Antikenministerium in Kairo mit.
Wo wurde die Mumie gefunden? In einer Grabstätte im antiken Oxyrhynchos (heute Al-Bahnasa in der Provinz Minja) etwa 180 Kilometer südlich von Kairo. Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Ägyptens.
Wo fand man das "Ilias"-Papyrus? Direkt in der Mumie, konkret in ihrem Bauchraum. Es ist allerdings unklar, ob das Papyrus absichtlich zu dem Toten gesteckt oder für die Einbalsamierung verwendet worden war.
In welcher Weise verwendet? Totenmasken und die Hüllen für die einbalsamierten Leichname wurden in Ägypten oft aus Papyruskartonage hergestellt. Dafür wurden mehrere Lagen nicht mehr gebrauchter Papyrus-Stücke miteinander verklebt.
Ist der Fund historisch bedeutend? Ja, weil es das erste Mal ist, dass ein literarischer Text, noch dazu ein griechischer, in einer Mumie gefunden wurde. Bislang wurden nur magische Texte auf Papyrus entdeckt, so Ignacio Javier Adiego von der Universität Barcelona, deren Forscher den Papyrus entdeckt hatten.
Was ist die "Ilias"? Das wahrscheinlich älteste erhaltene Werk der abendländischen Literatur. Es schildert einen Abschnitt des Trojanischen Krieges, wurde von Homer verfasst und ist etwa um 700 vor Christus entstanden.
Worum geht es? Ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an der Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro beteiligt war, wurde nun verhaftet und angeklagt, da er angeblich auf die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten gewettet hatte.
Was wird ihm vorgeworfen? Das Justizministerium wirft dem Soldaten vor, auf Polymarket, einer Krypto-Plattform, Wetten auf den Zeitpunkt und den Ausgang der Operation, bei der Maduro und seine Frau gefangengenommen wurden, abgeschlossen zu haben.
Das ist verboten? Der Mann, der in Fort Bragg in North Carolina stationiert gewesen ist, habe "auf der Grundlage von Verschlusssachen gehandelt", so das Justizministerium. "Das ist eindeutig Insiderhandel und ist nach Bundesrecht illegal."
Um welchen Gewinn geht es? Der Angeklagte gewann durch seine Wetten mehr als 409.000 Dollar (ca. 350.000 Euro) bei einem Einsatz von etwa 33.000 Dollar (ca. 28.000 Euro).
Worum geht es? Die USA verschärfen die Gangart bei der Todesstrafe. Es soll wieder Hinrichtungen auf Bundesebene geben. Künftig sollen Delinquenten auch von Erschießungskommandos hingerichtet werden können. Zudem werden die Verfahrensregeln für Hinrichtungen mit der Giftspritze wieder auf jenen Stand gehoben, der in der ersten Amtszeit von Präsident Trump galt.
Warum die Änderungen? Unter Präsident Joe Biden wurden Hinrichtungen auf Bundesebene ausgesetzt, nachdem Trump sie in seiner ersten Amtszeit hatte durchführen lassen.
Finden Hinrichtungen nicht Bundessache? Nein, die meisten Hinrichtungen in den USA finden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Auf Bundesebene wird die Todesstrafe nur für bestimmte Bundesverbrechen gefordert. Etwa Terrorismus, Spionage, für den Mord an Bundesbeamten oder wenn Morde in mehreren Bundesstaaten stattgefunden haben.
Und die neuen Regeln gelten nur für solche Bundesverbrechen? Genau, sie gelten für Bundesverbrechen, die vor einem Bundesgericht verhandelt werden.
Erschießungskommandos? Im Bundesstaat Utah können bereits Delinquenten auf diese Weise hingerichtet werden. Nun ist das auch auf Bundesebene theoretisch möglich.
Was ist mit der Giftspritze? Die Verfahrensregeln für diese Art von Hinrichtungen sollen so weit vereinfacht werden, dass es schneller möglich sein wird, eine Todesstrafe per Giftspritze durchzuführen.
Gibt es noch weitere Änderungen? Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat zudem die Beantragung der Todesstrafe für neun Personen genehmigt, die derzeit vor einem Bundesgericht stehen.
Wann wurde zuletzt in den USA jemand nach Bundesrecht hingerichtet? Im Jänner 2021, in den letzten Tagen der ersten Amtszeit von Präsident Trump. Während der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes im zweiten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 10 Personen nach Bundesrecht hingerichtet – so viele wie zuletzt im Jahr 1896.
Worum geht es? Am Wochenende soll es neue Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Pakistan geben. Vizepräsident JD Vance ist diesmal nicht dabei, und das hat Gründe.
Welche? Die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Islamabad. Weil auch der Iran seinen Chefunterhändler, den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, nicht entsendet, kommt auch Vance nicht.
Was tut sich militärisch? Am Freitag stieß mit der USS George HW Bush ein weiterer Flugzeugträger der US Navy zu den amerikanischen Kampfverbänden rund um den Iran. Damit sind erstmals seit 14 Jahren drei US-Trägerverbände gleichzeitig in der Region im Einsatz.
Was ist das Ziel dabei? Weiter Druck auf den Iran aufzubauen, um bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen schneller zu einer Lösung zu kommen.
Ist der Truppenaufmarsch damit vorerst beendet? Nein, in den nächsten Wochen sollen zudem weitere 4.000 Marineinfanteristen sowie eine zusätzliche amphibische Spezialeinheit in die Region verlegt werden.
Worum geht es? Die Zahl der Masernfälle auf dem amerikanischen Kontinent klettert massiv in die Höhe. 2025 wurden in 13 Ländern insgesamt 14.700 Fälle registriert – ein Anstieg um 32 % gegenüber 2024. Und heuer liegen die Zahlen im ersten Quartal noch einmal darüber.
Was ist der Grund? Vor allem die seit Jahren zurückgehende Impfrate. 2016 war Amerika der erste Kontinent, der als masernfrei galt. Aber spätestens seit der Corona-Pandemie sinken die Impfzahlen teils deutlich.
Welche Länder sind besonders betroffen? Mexiko, Guatemala, die USA und Kanada. Laut dem Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, Jarbas Barbosa, hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.
Steigt auch die Zahl der Todesfälle? Ja, auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Der PAHO zufolge wurden am gesamten amerikanischen Kontinent im vergangenen Jahr 32 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.
Hat das Auswirkungen auf die Fußball-WM in Nordamerika? Die Gefahr einer Verbreitung ist natürlich in einem riesigen Stadion deutlich größer. Insgesamt werden für die WM in den USA, Kanada und Mexiko 6,7 Millionen Tickets verkauft.
Wie ist die Situation in Österreich? Stabil. Heuer wurden bislang vier Masernfälle in Österreich gezählt. 2025 waren es insgesamt 152 Infektionen, davon mussten 35 Fälle im Krankenhaus behandelt werden. Die Krankheit ist in Österreich meldepflichtig.
Worum geht es? Die norwegische Regierung will bis zum Jahresende ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren auf den Weg bringen. Damit würden "Spiel, Freundschaften und der Alltag" von "Algorithmen und Bildschirmen" zurückerobert, so Ministerpräsident Jonas Gahr Store.
Damit ist das Land kein Einzelfall, oder? Nein, in ganz Europa werden derzeit ähnliche Beschränkungen diskutiert, in etwa einem Dutzend Ländern ist die Einführung bereits fix geplant, neben Spanien, Frankreich oder Dänemark auch in Österreich.
Wie ist die Situation bei uns derzeit? Die Regierung plant eine Social-Media-Beschränkung bis 14 Jahre. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll ebenfalls bis zum Jahresende vorliegen.
Gibt es bereits irgendwo ein aktives Verbot? Ja, in Australien ist es seit letztem Dezember Kindern und Jugendlichen bis 16 verboten, eigene Konten auf vielen der großen Plattformen zu haben.
Wie sind die ersten Erfahrungen? Durchwachsen. Wie Recherchen zeigen, haben offenbar viele junge Menschen einen Weg gefunden, trotz aufrechtem Verbot weiterhin auf Social Media präsent zu sein.
Worum geht es? Ein besonders großer und stabiler Eisblock beeinträchtigt derzeit die Vorbereitungen der nepalesischen Sherpas für die Mount-Everest-Saison 2026. Der 30 Meter hohe Eisklumpen namens Serac blockiert den Aufstieg vom Basislager zu Camp One und kann nicht einfach umgangen werden.
Woher weiß man das? Weil die nepalesischen Behörden in den Wochen vor Beginn der Kletter-Saison alljährlich die Seile und Leitern kontrollieren und neu fixieren, die den zahlenden Bergsteigern den Weg auf den höchsten Gipfel der Welt erleichtern sollen.
Gibt es den Eisblock heuer das erste Mal? Nein, Serac liegt im Bereich des berüchtigten Khumbu-Eisfalls, eines gefährlichen Gletscherabschnitts, und entsteht offenbar jedes Jahr aufs Neue. Er verändert sich dabei immer wieder.
Wie geht es jetzt weiter? Die Behörden hoffen, dass der Eisblock in den nächsten Tagen zusammenbricht oder noch so weit abschmilzt, dass er umgangen werden kann. Bis dahin werden die sogenannten "Ice Doctors", die die Seile und Leitern präparieren, ausnahmsweise per Hubschrauber in Camp 2 geflogen, damit sie ihre Vorbereitungen fortsetzen können, ohne Zeit zu verlieren.
Und wenn Serac nicht rechtzeitig schmilzt? Dann muss der Bereich großräumig umgangen werden. Das war zuletzt 2024 der Fall. Allerdings wird die Alternativ-Route ungern gewählt, da dort 2014 eine Lawine abging und 16 Nepalesen tötete.
Wie lange dauert die Gipfel-Saison am Mount Everest? Sie beginnt im April und endet spätestens Ende Mai. Während dieser Zeit versuchen meist hunderte Bergsteiger aus aller Welt, mithilfe einheimischer Führer auf den 8.848 Meter hohen Gipfel zu gelangen. Die Preise für diese Expeditionen sind zuletzt deutlich gestiegen, selbst eher simple Arrangements kosten mehrere Zehntausend Euro.
Worum geht es? Seine Villa daheim ist bis zur Decke angeräum mit ausgestopften Wildtieren. Jetzt ist der kalifornische Weingut-Millionär Ernie Dosio ist bei einer Safari in Gabun in Zentralafrika ums Leben gekommen.
Wie? Er wurde von fünf Elefantenkühen angegriffen und zu Tode getrampelt, während er Antilopen nachstellte, wird berichtet.
Wer war Ernie Dosio? Er verwaltete tausende Hektar Weinberge in Kalifornien. Dosio war seit seiner Jugend begeisterter Trophäenjäger und in Jagdkreisen sehr bekannt. Immer wieder reiste er auch nach Afrika, um die sogenannten "Big Five", also Löwe, Elefant, Büffel, Leopard und Nashorn, zu jagen.
Wie kam es zu dem Unglück? Dosio war offenbar zusammen mit einem Berufsjäger im Busch unterwegs, um einen seltenen Gelbrückenducker, eine Antilopenart aus dem Regenwald, aufzuspüren. Dabei stießen die beiden zufällig auf eine Gruppe von fünf Waldelefantenkühen mit einem Jungtier. Die Elefanten fühlten sich bedroht und gingen sofort zum Angriff über.
Was wurde aus seinem Begleiter? Er wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt.
Ist diese Form der Jagd überhaupt erlaubt? Ja, für viele afrikanische Staaten ist die Großwildjagd eine willkommene Einnahmequelle. So soll etwa die Jagd auf den Gelbrückenducker den Amerikaner umgerechnet etwa 35.000 Euro gekostet haben.
Worum geht es? In der kommenden Woche reisen König Charles III. und Königin Camilla zu einem offiziellen Staatsbesuch in die USA. Der Terminplan sorgt nun für eine Enttäuschung, berichtet die New York Times.
Warum? Im vergangenen Monat hatte der kalifornische Abgeordnete Ro Khanna (Demokraten) in einem Brief den Buckingham Palace gebeten, eine Privataudienz zwischen dem Monarchen und Opfern von Herrn Epstein zu arrangieren.
Was stand im Schreiben? "Ich bitte Sie respektvoll, sich unter vier Augen mit Überlebenden des Missbrauchs durch Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell zu treffen, damit diese Ihnen direkt schildern können, wie mächtige Einzelpersonen und Institutionen sie im Stich gelassen haben."
Wie lautete die Antwort? Die Anwälte des britischen Königshauses lehnten in einem Schreiben eine Zusammenkunft ab. "Der König und die Königin haben stets ihre Unterstützung für alle Missbrauchsopfer bekundet, unabhängig davon, wo und wie der Missbrauch begangen wurde", heißt es in dem Schreiben.
Aber? Aufgrund laufender polizeilicher Ermittlungen im Vereinigten Königreich könne der König "weder Überlebende treffen noch sich direkt zu den untersuchten Angelegenheiten äußern".
Was ist damit gemeint? In Großbritannien finden Untersuchungen gegen den Bruder des Königs und seine Beziehung zu Jeffrey Epstein statt. Andrew Mountbatten-Windsor wurde im Februar sogar kurzzeitig festgenommen.
Wann findet der Staatsbesuch statt? Vom 27. bis zum 30. April. Im Mittelpunkt stehen die Feierlichkeiten anlässlich des 250. Geburtstages der USA. Auch ein Zusammentreffen mit Donald Trump ist geplant.
Worum geht es? In der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, herrscht weiterhin nahezu Stillstand. Jetzt dämpften die USA Hoffnungen auf eine baldige Lösung, berichtet die Washington Post.
Weil? Es könnte sechs Monate dauern, die Straße von Hormus vollständig von den vom iranischen Militär verlegten Minen zu räumen, berichteten Vertreter des Pentagon in einer vertraulichen Sitzung dem Kongress.
Was ist das zweite Problem? Eine Räumung könnte erst nach dem Ende des Krieges der USA mit dem Iran begonnen werden, teilte das Verteidigungsministerium dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mit.
Was bedeutet das? Die Information legt nahe, dass die Benzin- und Ölpreise noch lange hoch bleiben werden, selbst wenn der Krieg schon beendet sein wird.
Wieso ist das für Trump schlecht? Am 3. November finden in den USA Zwischenwahlen statt. Die Ölkrise könnte Auswirkungen auf das Stimmverhalten bei diesen Midterms haben.
Worum geht es? Texas verabschiedete 2025 ein Gesetz zu den Zehn Geboten. Sie sollten in Schulen sichtbar an den Wänden aufgehängt werden – verpflichtend. Nun gab es eine gerichtliche Entscheidung dazu.
Was ist das große Bild? Texas setzte in den vergangenen Jahren mehrere Initiativen, Religion stärker in das öffentliche Bildungswesen zu integrieren.
Zum Beispiel? Biblisch geprägte Lehrmaterialien wurden genehmigt, und der Staat erlaubt es Kaplänen, als Schulberater tätig zu sein.
Was war nun mit den 10 Geboten? Organisationen, die Familien vertreten, klagten gegen das Gesetz. Sie sehen den Ersten Verfassungszusatz verletzt. Er trennt Kirche und Staat, räumt Familien die Freiheit ein, selbst zu entscheiden, wie, wann und ob sie ihren Kindern Religionsunterricht erteilen.
Wie entschied das Gericht? Das konservative 5. Bundesberufungsgericht in New Orleans erlaubte Texas mit 9:8 Stimmen, die 10 Gebote aufzuhängen. Nun wird der Fall wohl vor dem Obersten Gerichtshof landen.
Worum geht es? Die deutsche Bundes-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ließ Konten ihrer Mitarbeiter durchsuchen. Sie wollte festgestellt haben, wer Informationen an Medien weitergegeben hatte, berichtet der Spiegel.
Welche Infos? Es geht um eine Reise Reiches nach Saudi-Arabien im Jänner. Eine Liste von Teilnehmern, versehen mit teils vertraulichen Anmerkungen, tauchte auf einem Medienportal auf.
Was passierte dann? Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Demnach wurden zwischen dem 28. und 29. Januar 36 Konten durchsucht.
Was wurde angeschaut? Das Ministerium betont, dass Inhalte der Mails nicht ausgelesen wurden. Erfasst seien lediglich Absender, Empfänger, Betreff, Datum und Uhrzeit worden.
Wussten die Mitarbeiter davon? Sie erfuhren erst am 5. Februar von der Aktion. Der Personalrat wurde ins Bild gesetzt, der Datenschutzbeauftragte des Ministeriums "im Nachgang" informiert.
Was war das Ergebnis? Das ist unklar, es wurden jedenfalls keine Strafanzeigen gestellt.
Worum geht es? 2020 bewertete Stiftung Warentest einen Rauchmelder (PX-1) in einem Test mit "mangelhaft". Das betroffene Unternehmen ging vor Gericht und gewann.
Warum ist das relevant? Weil das Urteil die Grenzen von Produkttests und deren Haftung neu auslotet.
Warum scheiterte der Rauchmelder? Der Hauptkritikpunkt war, dass das Gerät im Brandversuch zu spät Alarm ausgelöst habe. Solche Bewertungen haben erfahrungsgemäß enorme Marktwirkung, und auch hier blieb das nicht ohne Folgen.
Welche Folgen wurden genannt? Kunden und Aufträge gingen verloren. Außerdem sei das Geschäft eingebrochen, Mitarbeiter hätten ihren Job verloren, heißt es von Pyrexx.
War der Test schlecht? Offenbar, das räumt auch Stiftung Warentest ein. Der Testaufbau war mangelhaft, Teile des ursprünglichen Ergebnisses wurden zurückgezogen.
Wie lautete nun das Urteil? Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main sprach Pyrexx Schadenersatz zu, die Höhe ist noch nicht festgelegt. Das Unternehmen hatte 7,7 Millionen Euro gefordert. Absurd hoch, reagierte Stiftung Warentest.
Was sind die Auswirkungen? Das Urteil gilt als Präzedenzfall. Erstmals wurde die Stiftung Warentest zu Schadenersatz verurteilt. Stiftung Warentest argumentierte, sie habe sich auf die Arbeit eines externen Labors verlassen.
Aber? Das Gericht stellte klar, dass sich die Stiftung diese Arbeit zurechnen lassen muss. Wer ein Testergebnis veröffentliche und damit erheblichen Einfluss auf den Markt ausübe, trage auch die rechtliche Verantwortung für die Richtigkeit der zugrunde liegenden Prüfungen.
Worum geht es? Beim Interrail-System (betrieben vom niederländischen Unternehmen Eurail) gab es im Dezember 2025 ein massives Datenleck. Nun werden die Folgen sichtbar. Reisende müssen neue Pässe beantragen.
Was ist passiert? Hacker konnten auf die Kundendatenbank zugreifen. Es wurden Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Adresse, E-Mail, Telefonnummer, Reisepassdaten (Nummer, Ablaufdatum etc.) Buchungs- und Reisedaten ausgelesen, teilweise sogar Ausweiskopien, Bank- oder Gesundheitsdaten.
Wie viele Betroffene gibt es? Es ist von 300.000 Personen die Rede, berichtet der Guardian.
Was sind die Konsequenzen? Eurail teilte seinen Kunden mit, dass "die während des Sicherheitsvorfalls kopierten Daten im Darknet zum Verkauf angeboten werden und ein Beispieldatensatz auf Telegram veröffentlicht wurde".
Was bedeutet das für Betroffene? Die Ersten wurden aufgefordert, neue Reisepässe zu beantragen. Das Problem: Für die Kosten müssen sie selbst aufkommen. In Großbritannien kostet das fast 120 Euro, in Dänemark sogar 230 Euro.
Was ist Interrail? Ein Europa-Ticket für Bahnreisende. Ein 7-Tage-Pass für 33 Länder von Norwegen bis zur Südküste der Türkei kostet 286 € für Personen bis 28 Jahre, 381 € für 28- bis 59-Jährige und 343 € für Personen ab 60 Jahren.
Worum geht es? Im italienischen Nationalpark Abruzzen, Latium und Molise wurden innerhalb weniger Tage mehrere tote Wölfe gefunden. Zunächst war mindestens zehn verendeten Tieren die Rede, inzwischen wurden 18 Kadaver gefunden.
Was weiß man über die Tiere? Es dürfte offenbar auch ein ganzes Rudel getötet worden sein. Die Tiere wurden an mehreren Fundorten entdeckt, jüngst zwischen Pescasseroli, Bisegna und Barrea.
Was ist die Ursache? Die Untersuchungen deuten stark darauf hin, dass die Wölfe durch Giftköder getötet wurden. Die genaue Substanz wird noch analysiert, aber die Behörden sprechen von einem klaren Verdacht auf vorsätzliche Vergiftung.
Warum ist das gravierend? Weil Wölfe im Ökosystem des Nationalparks eine wichtige Rolle spielen. Als Spitzenprädatoren regulieren sie Wildbestände und tragen damit zur natürlichen Balance bei.
Was ist die zusätzliche Gefahr? Das Auslegen von Giftködern gefährdet nicht nur Wölfe, sondern auch andere Tiere wie Greifvögel oder sogar Haushunde. Drei tote Füchse und ein Bussard wurden bereits entdeckt.
Worum geht es? Um einen kühnen Vorschlag, dessen Umsetzung aber höchst unwahrscheinlich ist. Paolo Zampolli, Sondergesandter von Donald Trump, hatte vorgeschlagen, dass Italien statt dem Iran zur WM 2026 fahren könnte.
Warum? Der Iran hat sich regulär für die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA qualifiziert (das vierte Mal in Folge). Dann brach der Krieg mit Amerika aus, ein Antreten ist nicht sicher.
Also Italien? Die Tifosi konnten sich nicht qualifizieren, bereits das dritte Mal in Folge. Nach den Regeln der FIFA gibt es keinen Mechanismus, ein bereits nominiertes Team einfach auszutauschen, solange keine schwerwiegenden Verstöße oder außergewöhnlichen Gründe vorliegen.
Was sagt die FIFA? Sie hat klargemacht, dass die Teilnehmerliste feststeht und der Iran zur Weltmeisterschaft eingeladen ist. Auch von offizieller Seite gibt es keine Hinweise darauf, dass ein Austausch geplant oder überhaupt diskutiert wird.
Kommt der Iran? Nach anfänglichem Zaudern ist das wahrscheinlicher geworden. Der Iran spielt am 16. Juni gegen Neuseeland, am 21. Juni gegen Belgien und am 27. Juni gegen Ägypten. Tickets für die Spiele verkaufen sich großartig.
Und wenn nicht? Die Vereinigten Arabischen Emirate, das nächst platzierte asiatische Land in der Qualifikation, gelten als wahrscheinlichste potenzielle Nachfolger.
Was sagt Italien? Der italienische Sportminister Andrea Abodi bezeichnete den Vorschlag als "erstens nicht möglich … zweitens als nicht angemessen".
Worum geht es? Am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe im Nahen Osten verlängert – unklar blieb, wie lange der Krieg Pause macht. Nun sickerten die Pläne durch.
Was heißt das? "Trump ist bereit, den Waffenstillstand um weitere drei bis fünf Tage zu verlängern, damit die Iraner ihre Angelegenheiten in den Griff bekommen", sagte eine anonyme Quelle zum Polit-Portal Axios. "Er wird nicht unbegrenzt dauern."
Was ist der Hintergrund? Im Iran tobt ein Kampf um die Macht. Es ist unklar, wer überhaupt dazu befugt ist, über einen Frieden zu verhandeln. Die zusätzliche Frist soll der Klärung dienen, wer das Sagen hat.
Woran merkte man das? Die Delegation bei den Friedensgesprächen in Islamabad bestand aus etwa 80 Iranern, von denen rund 30 als Entscheidungsträger bezeichnet wurden. Und sie stritten untereinander mehr als mit den Amerikanern.
Ist das auch öffentlich sichtbar? Am vergangenen Freitag verkündete Außenminister Abbas Araghchi die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Revolutionsgarde aber weigerte sich, dies umzusetzen – und begann, Araghchi öffentlich anzugreifen.
Worum geht es? Eine neue Phishing-Angriffswelle gegen Nutzer des Messengers Signal sorgt aktuell für große Besorgnis bei Sicherheitsbehörden. Dabei geht es nicht um eine Schwachstelle der App selbst, sondern um gezielte Täuschung der Nutzer.
Was passierte? Behörden wie das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verfassungsschutz warnen vor zunehmenden Phishing-Kampagnen über Messenger wie Signal.
Wer sind die Opfer? Die Angriffe richten sich oft gezielt gegen Politiker, Journalisten und Aktivisten, können aber grundsätzlich jeden treffen. Auch die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer, berichtet der Spiegel.
Wer sind die Täter? Teilweise stehen laut Ermittlern staatlich unterstützte Hackergruppen hinter den Angriffen. In aktuellen Fällen wurden bereits Konten übernommen und interne Kommunikation wurde ausgespäht.
Was ist die Masche? Angreifer geben sich als Signal-Support oder vertrauenswürdige Kontakte aus. Sie schicken Nachrichten mit Links, QR-Codes oder angeblichen Sicherheitswarnungen.
Was ist das Ziel? Nutzer dazu zu bringen, Verifizierungscodes (SMS) weiterzugeben, PINs preiszugeben oder auf Fake-Webseiten zu klicken. Sobald diese Daten übermittelt werden, können Angreifer das Konto übernehmen und sich als Opfer ausgeben.
Was ist wichtig? Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Signal ist nicht gebrochen. Stattdessen wird der Mensch angegriffen ("Social Engineering"). Das macht solche Attacken besonders gefährlich.
Wie schützt man sich? Keine Codes weitergeben – auch nicht an angeblichen Support. Misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten (auch von bekannten Kontakten) sein. Registrierungssperre (PIN) in Signal aktivieren. Keine unbekannten Links oder QR-Codes öffnen. Im Zweifel Kontakt über einen anderen Kanal verifizieren.
Was ist zu beachten? Offiziell gilt: Signal kontaktiert Nutzer niemals ungefragt mit Sicherheitsanfragen.
Worum geht es? Um zwei südkoreanische Piloten, die offenbar zu oft "Top Gun" gesehen haben. Um spektakuläre Aufnahmen zu machen, führten die beiden ein waghalsiges Flugmanöver durch. Das ging nicht gut aus.
Was war konkret? Der Vorfall stammt aus dem Dezember 2021, wurde aber erst jetzt bekannt. Ein Pilot der Republic of Korea Air Force steuerte seinen Kampfjet mit 580 km/h auf ein anderes Flugzeug zu.
Aber? Er verschätzte sich beim Abstand und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche der zweiten Maschine. Das Ganze geschah außerhalb der regulären Einsatz- und Trainingsvorgaben.
Was waren die Folgen? Für die Piloten ging alles ohne Verletzung aus, aber die Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Die Reparatur kostete fast 600.000 US-Dollar. Die sollte der Soldat selbst zahlen.
Warum machte er das überhaupt? Es war sein letzter Tag, er war versetzt worden. Die Strafe wurde später auf 50.000 Euro herabgesetzt, weil der Luftwaffe eine Teilschuld gegeben wurde (die Verwendung von Kameras war nicht geregelt).
Was macht der Pilot heute? Er fliegt bei einer kommerziellen Fluglinie.
Worum geht es? Am 19. April entwendete ein gebürtiger Chilene im Restaurant "Capital Burger" in der Innenstadt von Washington die Gucci-Tasche der damaligen US-Heimatschutzministerin Kristi Noem.
Was war in der Tasche? Der Führerschein von Noem, ihre Schlüssel, Schecks, die Kreditkarte, ihr Reisepass, 3.000 Dollar in bar und ihr Dienstausweis des Heimatschutzministeriums. Mit einer ihrer American Express Kreditkarten ging der Dieb nachher essen.
Warum hatte sie so viel Geld dabei? Das Heimatministerium erklärte, Noem habe einen größeren Geldbetrag abgehoben, weil ihre Kinder und Enkelkinder über die Osterfeiertage in der Stadt waren.
Was passierte nun? Der Mann wurde gefasst, im Prozess im November gestand er drei Taten, auch den Diebstahl der Tasche. Nach der Verbüßung der Strafe kann er abgeschoben werden, dafür gab der Berufskriminelle seine Zustimmung.
Hat er eine kriminelle Biographie? Kann man so sagen, sie umfasst drei Kontinente. 1995 wurde er in Chile wegen Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt. Ab 2013 folgten sieben Verurteilungen in London, die meisten davon wegen Diebstahls.
Warum wurde das nun wieder Thema? Weil das Strafmaß bekannt gegeben wurde. Der Dieb wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.
Worum geht es? Die Druschba-Pipeline ist seit Dienstag wieder intakt. Nach Angaben aus ukrainischen Energiekreisen wurde der Ölfluss am Mittag wieder aufgenommen, nachdem Reparaturen abgeschlossen worden waren.
Seit wann war sie kaputt? Der Betrieb war seit Ende Jänner unterbrochen, nachdem die Pipeline infolge eines Drohnenangriffs im Kontext des Ukraine-Kriegs beschädigt worden war.
Wer wird beliefert? Aktuell betrifft die Wiederinbetriebnahme vor allem den südlichen Abschnitt der Pipeline, über den Länder wie Ungarn und die Slowakei mit Öl versorgt werden. Trotz der Wiederaufnahme gilt die Lage weiterhin als unsicher.
Was ist das große Bild? Die Druschba-Pipeline zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Erdöl in Europa. Sie verläuft von Russland über Belarus und die Ukraine in mehrere mitteleuropäische Staaten.
Wie wurde sie zum politischen Zankapfel? Weil kein Öl kam, blockierte Ungarn einen Kredit der EU für die Ukraine im Wert von 90 Milliarden Euro. Da nun das Öl fließt, kann auch das Geld fließen.
Worum geht es? Ein Streich vor einer Hochzeit richtete am Neptunbrunnen in Florenz schweren Schaden an. Eine Touristin kletterte am vergangenen Samstag auf den "Biancone"-Brunnen, um den Penis der Statue zu berühren. Beamte griffen ein.
Warum machte sie das? Wegen einer Wette. Die Frau sagt, sie sei von einer Hochzeitsgesellschaft dazu animiert worden.
Was ist der "Biancone"-Brunnen? Das Monument wird von Pferden umschlossen, die einen muschelförmigen Wagen am Fuße einer Statue des römischen Meeresgottes Neptun ziehen.
Warum ist das wichtig? Weil die 28-Jährige auf die Pferde kletterte, um den Penis erreichen zu können. Dabei entstand an den Beinen der Pferde, auf die sie geklettert war, sowie an dem Fries, an dem sie sich festgehalten hatte, um nicht auszurutschen, Sachschaden.
Was kostete die Reparatur? Rund 5.000 Euro. Die Polizei zeigte die Frau, deren Nationalität nicht genannt wurde, wegen Sachbeschädigung an.
Von wem ist die Statue? Das Becken, geschaffen vom Bildhauer Bartolomeo Ammannati, wurde 1559 von Cosimo I. de' Medici in Auftrag gegeben, um die Hochzeit seines Sohnes Francesco I. de' Medici mit Großherzogin Johanna von Österreich zu feiern.
Worum geht es? Am Wochenende lief ein Roboter in China allen davon, nun überraschte eine Maschine mit ihren Kenntnissen im Tischtennisspielen. Die mechanischen Kerle werden immer besser.
Was war in China? Bei einem Halbmarathon in Peking am Sonntag erreichte ein vom Smartphone-Hersteller Honor entwickelter Roboter das Ziel in 50 Minuten und 26 Sekunden – fast sieben Minuten schneller als der Weltrekord der Männer.
Und nun? Der Roboter Ace wurde von Sony AI entwickelt und ist ein hochentwickeltes Tischtennis-System. Jetzt trat er in offiziellen Matches gegen versierte Tischtennisspieler an, berichtet Nature.
Was heißt versiert? Ace nahm es mit fünf Elite-Spielern (definiert als Leistungssportler mit mehr als zehn Jahren intensivem Training) und zwei Profispielern (definiert als Athleten, die in offiziell anerkannten Profiligen antreten) auf.
Wie wurde gespielt? Nach den Regeln des Internationalen Tischtennisverbands (ITTF).
Wie schlug sich Ace? Er errang drei Siege in fünf Spielen gegen Elite-Spieler und zeigte in den übrigen Spielen konkurrenzfähige Leistungen.
Wie ist das einzuordnen? Das System ist das erste Robotersystem, das in einem echten, schnellen Rückschlagsport auf Expertenniveau konkurriert.
Worum geht es? Noch sieben Wochen, dann beginnt in den USA, Kanada und Mexiko die Fußball-WM. Fans müssen tief in die Tasche greifen und das nicht nur für Tickets.
Sondern? In den USA ist nun eine Debatte über Verkehrsmittel ausgebrochen. Mikie Sherrill, Gouverneurin von New Jersey, klagte über die stark überhöhten Zugfahrpreise.
Was meint sie? Eine 30-minütige Fahrt mit dem NJ Transit-Zug von New York zum MetLife Stadium in New Jersey kostet 150 Dollar (rund 130 Euro). Für die Fahrt zum Stadion gibt es keine Ermäßigungen, daher müssen auch Kinder und Senioren den vollen Preis zahlen.
Kostet das immer so viel? Nein, der reguläre Preis beträgt 13 Dollar.
Gibt es Alternativen? Ja, einen Shuttlebus. Das Ticket kostet 80 Dollar. Sherrill fordert, dass die FIFA die öffentlichen Verkehrsmittel fördert.
Was sagt die FIFA? Sie sieht kein Problem. Wichtig sei, dass die Menschen nicht mit Privatfahrzeugen anreisen, denn das gibt es Stau und die Matches beginnen nicht pünktlich.
Welche Spiele finden in New Jersey statt? Acht, darunter das Finale.
Worum geht es? Der Krieg im Nahen Osten hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Kerosin wird in einigen Teilen der Welt knapp, und in Europa steht der Sommerurlaub vor der Tür. Nun will die EU reagieren.
Was ist geplant? Die Kommission will am Mittwoch ein Maßnahmenpaket zur Energieversorgung vorlegen, Kerosin ist ein Schwerpunkt dabei. Am Donnerstag sollen die EU-Staats- und Regierungschefs darüber beraten.
Wie ist die Lage? Momentan droht nach einhelliger Einschätzung keine Notlage. Das könnte sich in ein paar Wochen aber ändern.
Welches versteckte Problem gibt es? Fluggesellschaften haben Startrechte. Bei geringer Auslastung einer Strecke schreiben die EU-Vorschriften jedoch eine Neuverteilung der Start- und Landerechte vor.
Und? Es besteht die Gefahr, dass – wie während der Covid-Pandemie – Scheinflüge durchgeführt werden, um die Startrechte an strategischen Flughäfen zu erhalten.
Was ist die Lösung? Dass die Fluggesellschaften von der EU eine Reduzierung der Flüge zugestanden bekommen, ohne dass die sogenannten Slots verloren gehen. Und: Sie hoffen auf eine Aussetzung des Emissionshandels, also der Zahlung für Flugzeugemissionen.
Worum geht es? Je nach Interpretation sollte die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA Mittwoch in der Früh oder Mittwoch am Abend enden. Nun verlängerte sie Präsident Donald Trump – auf unbestimmte Zeit.
Mit welcher Begründung? Die Verlängerung sei aufgrund der "ernsthaften Zersplitterung" der iranischen Regierung gerechtfertigt, so Trump. Sie werde so lange andauern, "bis" die iranische Führung und ihre Vertreter einen "einheitlichen Vorschlag" zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel vorlegen.
Was ist damit gemeint? Zuletzt hatten sich Berichte darüber konkretisiert, dass im Iran ein offener Machtkampf ausgebrochen ist (hier nachlesen). Zu den letzten Gesprächen in Pakistan reiste die Delegation mit 80 Personen an, die mehr untereinander stritten als mit den USA.
Ist das ein Meinungsumschwung? Ja, am Dienstagvormittag hatte Trump in einem Interview mit der CNBC-Sendung "Squawk Box" auf die Frage einer Verlängerung noch geantwortet: "Das will ich nicht."
Und nun? „Aufgrund der Tatsache, dass die iranische Regierung – was nicht überraschend ist – ernsthaft gespalten ist, und auf Bitte von Feldmarschall Asim Munir und Premierminister Shehbaz Sharif von Pakistan, wurden wir gebeten, unseren Angriff auf den Iran auszusetzen", sagte er in einer Erklärung.
Was heißt das? Alles bleibt momentan, wie es ist. "Ich habe daher unser Militär angewiesen, die Blockade fortzusetzen und in jeder anderen Hinsicht bereit und einsatzfähig zu bleiben", so der Präsident.
Worum geht es? Gestohlen? Verloren? Nach ihrem Überraschungsauftritt beim Festival Coachella Valley Music and Arts Festival am 17. April stellte Madonna fest, dass mehrere ihrer Bühnenoutfits verschwunden waren.
Worum handelt es sich? Um seltene Vintage-Stücke aus ihrem persönlichen Archiv, darunter ein auffälliges Korsett, eine lila Designerjacke, ein Kleid und weitere Accessoires, die sie bereits bei ihrem legendären Coachella-Auftritt 2006 getragen hatte.
Was ist damit passiert? Ob die Teile tatsächlich gestohlen wurden oder lediglich verloren gingen, ist nicht vollständig geklärt. Madonna selbst sprach öffentlich davon, dass die Kleidung "verschwunden" sei.
Was vermutet die Polizei? Sie sagt, es gebe "keine Anhaltspunkte dafür, dass die Taschen absichtlich gestohlen wurden", aber es sei möglich, dass sie beim Verladen in einen Bus vom Gepäckwagen gefallen seien.
Wie reagierte Madonna? Emotional! Sie wandte sich über soziale Medien direkt an die Öffentlichkeit. Sie bat darum, die Stücke zurückzugeben, und bot sogar eine Belohnung an. Die Höhe ist unbekannt.
Gibt es Hinweise? Die Polizei von Indio teilte TMZ mit, dass die Kleidung zuletzt am Samstag um 1:30 Uhr Ortszeit "auf einem Golfwagen" auf dem Festivalgelände gesehen wurde.
Wie war der Auftritt? Sie kam bei der Performance von Sabrina Carpenter auf die Bühne, gemeinsam sangen sie die Lieder "Vogue" und "Like A Prayer". Generationenübergreifend. Madonna ist 67, Carpenter 26. Dazu stellte Madonna den Song "I Feel Free" vor, der auf ihrem nächsten Album "Confessions on a Dance Floor: Part II" enthalten ist.
Worum geht es? Am 21. April hätte Queen Elizabeth II. ihren 100. Geburtstag gefeiert. In einer Video-Rede würdigte König Charles, Sohn und Nachfolger, die Verdienste der Königin.
Wie kam es zur Rede? Die Videobotschaft wurde Anfang April in der Bibliothek von Schloss Balmoral aufgenommen.
Was sagte Charles? Seine Mutter sei "beständig, standhaft und dem Volk, dem sie diente, vollkommen ergeben" gewesen. Ihr Ehrentag sollte für ein "erfülltes Leben" gefeiert werden, anstatt an eine "Abwesenheit" zu erinnern.
Was war die Botschaft? "Ich vermute, dass sie vieles in der heutigen Zeit sehr beunruhigt hat, aber ich schöpfe Hoffnung aus ihrem Glauben, dass das Gute immer siegen wird und dass eine bessere Zukunft nie fern ist".
Was erwähnte er noch? "Millionen werden sich an sie wegen Momenten von nationaler Bedeutung erinnern; viele andere wegen einer flüchtigen persönlichen Begegnung, eines Lächelns … oder wegen dieses wunderbaren Funkelns in ihren Augen, als sie in den letzten Monaten ihres Lebens ein Marmeladenbrot mit Paddington Bär teilte."
Wann starb die Queen? Am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral, nachdem sie 70 Jahre lang als Monarchin gedient hatte.
Worum geht es? Karl Schenk Graf von Stauffenberg ist der Enkel des Hitler-Attentäters. Nun sollte er Generalsekretär der FDP in Bayern werden. Aber es passierte eine Verwechslung.
Nämlich? Falsche Wahlergebnisse verkünden, das kann nicht nur die SPÖ. Die FDP hielt am Samstag in Ingolstadt ihren Landesparteitag ab. Dabei wurde Moritz Fingerle zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Aber? Er nahm die Wahl an, nahm Gratulationen entgegen, dann erfuhr er: eine Verwechslung. Matthias Fischbach hatte mehr Stimmen erhalten. Weil die Nachnamen von beiden mit FI beginnen, war es zu einer Computer-Panne gekommen.
Was hat das mit Stauffenberg zu tun? Er sollte Generalsekretär unter Fingerle werden, betrat die Bühne, begann mit seiner Rede und wurde nach 30 Sekunden unterbrochen.
Warum? Weil da die FDP den Fehler bei der Wahl bemerkt hatte. Stauffenberg wurde also nicht Generalsekretär, aber immerhin noch Parteivize. Und um ein paar Erkenntnisse reicher.
Worum geht es? FBI-Direktor Kash Patel hat eine 250-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen das renommierte US-Magazin The Atlantic eingereicht.
Weswegen? Hintergrund ist ein Artikel, in dem ihm unter anderem exzessiver Alkoholkonsum auch während der Dienstzeit, wiederholte Abwesenheiten und unzuverlässiges Verhalten im Amt vorgeworfen werden.
Was ist konkret gemeint? The Atlantic berichtet von Alkohol-Abstürzen, nennt bestimmte Bars, Patel sei immer wieder unansprechbar oder unerreichbar gewesen.
Was sagt Patel? Er bezeichnet den Bericht als "falsch, erfunden und rufschädigend". Seine Anwälte argumentieren, dass das Magazin sich auf anonyme Quellen ohne überprüfbare Belege gestützt habe und bewusst seinen Ruf beschädigen wollte.
Und das FBI? Die offizielle Stellungnahme der Behörde (38.000 Mitarbeiter) gegenüber der Zeitschrift ging so: "Alles falsch, wir sehen uns vor Gericht – bringen Sie Ihr Scheckbuch mit."
Und der Atlantic? Das Magazin verteidigt die Recherche und erklärt, man stehe voll hinter der Berichterstattung und werde sich juristisch dagegen wehren.
Warum ist die Summer so hoch? Sie sind meist symbolisch hoch angesetzt. Endurteile oder Vergleiche fallen oft deutlich niedriger aus, viele Fälle werden außergerichtlich geregelt oder überhaupt abgewiesen.
Worum geht es? Der Fall hat im November 2025 weltweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Vier Mitglieder einer Familie aus Deutschland starben auf einer Reise in die Türkei. Nun hat der Prozess dazu begonnen.
Was ist passiert? Die vierköpfige Familie mit türkischen Wurzeln kam mit schweren Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus. Die Mutter (27) und die beiden Kinder (3, 5) starben am Tag nach ihrer Einlieferung, der Vater (38) verstarb wenig später.
Was war die Ursache? Die Behörden gingen zunächst von einer Lebensmittelvergiftung aus. Dann gab es zwei weitere ähnliche Vorfälle und das Hotel rückte in den Fokus der Ermittlungen.
Was stellte sich heraus? Ursache war ein Mittel zur Desinfektionen. Das Zimmer der Familie war von Bettwanzen befallen. Laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sei sei das toxische Gas Phosphin zur Bekämpfung verwendet worden.
Was geschieht nun? Am Dienstag startete in Istanbul der Prozess gegen sechs Beschuldigte, darunter den Inhaber des Hotels. Sie sind wegen "bewusster fahrlässiger Tötung" angeklagt.
Was wiegt schwer? Der Einsatz der Rettungskräfte hatte sich verzögert, weil der Eingang für sieben Minuten abgesperrt worden war. Es drohen bis zu 22 Jahre Haft.