Worum geht es? Eine Frau durfte ihren Golden Doodle Minipudel nicht als Assistenzhund auf einen Flug mitnehmen. Also band sie das zweijährige Tier in Las Vegas kurzerhand beim Ticketschalter an und ging in den Abflugbereich.
Was geschah weiter? Passagiere machten die Polizei auf das Tier aufmerksam, diese fand dank Videoüberwachung rasch heraus, wo sich seine Besitzerin befand. Doch sie weigerte sich, ihren Hund zurückzunehmen.
Mit welcher Begründung? Das Tier sei ohnedies mit einem Peilsender ausgestattet. Sie hätte damit sagen wollen, dass sie das Tier bei ihrer Rückkehr schon wieder gefunden hätte, so die Behörde.
Wie reagierte die Polizei? Mit einem Facebook-Posting: "Wir können es nicht fassen, dass wir das sagen müssen … aber bitte setzen Sie Ihren Hund nicht am Flughafen – oder irgendwo anders – aus."
Gab es Konsequenzen für die Frau? Sie wurde festgenommen, wobei sie sich widersetzte und aggressiv wurde. Nun ist sie wegen Tieraussetzung und Widerstand gegen die Festnahme angeklagt.
Was ist mit dem Hund? Das Tier – es wurde "JetBlue" getauft, weil er bei dieser Fluggesellschaft ausgesetzt worden war – kam für zehn Tage in die Obhut eines Tierschutzdienstes. Und da ihn seine Besitzerin während dieser Zeit nicht abholte, wurde er auf eine Pflegestelle vergeben und wartet dort auf seinen neuen Besitzer. Angeblich gibt es bereits zahlreiche Interessenten.
Worum geht es? Es war nur ein Spaß. Vor einigen Tagen veralberte Barack Obama in einem Podcast Erkenntnisse des US-Militärs zu außerirdischen Lebensformen. Daraufhin war ihm Trump vor, "einen großen Fehler" begangen zu haben. Und will jetzt selbst angebliche Alien-Akten des US-Militärs freigeben lassen.
Was hat Obama in dem Podcast gesagt? Er meinte augenzwinkernd, Aliens seien real, er selbst hätte jedoch keine gesehen. Zahlreiche Medien nahmen diese angebliche "Alien-Beichte" des 64-Jährigen ernst, weshalb er die Dinge kurz darauf auf Instagram klarstellte.
Inwiefern? Obama erklärte, statistisch gesehen sei das Universum so groß, dass die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben hoch sei. Die Entfernungen zwischen den Sonnensystemen sei jedoch so riesig, dass die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs von Außerirdischen sehr gering sei.
Damit sollte alles klar sein, oder? Nicht nach Ansicht von Donald Trump. Der Republikaner warf Obama nun vor, geheime Informationen "preisgegeben" zu haben – ein "großer Fehler". Aber er kündigte gleichzeitig auch an, Regierungsakten zu Aliens, UFOs und dergleichen veröffentlichen zu lassen.
Auch ein augenzwinkernder Scherz? Vermutlich eher nicht. In einem Posting auf Truth Social erklärte der amtierende Präsident, aufgrund des "enormen Interesses" habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Ministerien und Behörden angewiesen, entsprechendes Material zu identifizieren und später freizugeben.
Worum geht es? Beim Spiel in der Champions League zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid soll es zu einem rassistischen Eklat gekommen sein. Betroffen war Real-Star Vinícius Júnior.
Was ist passiert? Der argentinische Benfica-Profi Gianluca Prestianni soll sich über den exzessiven Torjubel von Vinícius Júnior geärgert und "Affe" gerufen haben.
Woher weiß man das? Vinícius Júnior war zum Schiedsrichter gegangen und hatte den Vorfall angezeigt. Der Schiri unterbrach das Spiel. Prestianni bestreitet die Vorwürfe.
Warum lässt sich das nicht aufklären? Weil sich Prestianni das Trikot vor dem Mund hielt, als er "Affe" gerufen haben soll.
Wie reagierte nun Bayern-Trainer Vincent Kompany? Mit einer 12 Minuten langen, emotionalen Rede am Ende einer Pressekonferenz. Kompany ist Belgier mit Wurzeln im Kongo. Er habe als Fußballer und Trainer selbst rassistische Anfeindungen erlebt.
Was sagte er? Er habe das Spiel im Fernsehen gesehen, die Reaktion von Vinícius Júnior sei echt und nachvollziehbar gewesen – nicht inszeniert, sagte er. Dafür kritisierte er Benfica-Trainer José Mourinho.
Warum? Kompany warf ihm vor, nicht sensibel und verantwortungsvoll auf die Situation reagiert zu haben. Vor allem, weil Mourinho argumentiert hatte, sein Verein könne nicht rassistisch sein, weil der beste Spieler der Geschichte bei Benfica ein Schwarzer gewesen sei. Gemeint war Eusébio.
Was sieht er als Problem? "Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß."
Was erwartet er sich von Mourinho? Er kritisiere ihn nicht als Person, er habe noch nie jemanden getroffen, der Schlechtes über ihn gesagt habe. "Aber er hat einen Fehler gemacht. Und ich hoffe, das wird in der Zukunft nicht mehr passieren."
Worum geht es? In Russland protestieren immer mehr junge Menschen gegen die stark gestiegenen Preise in Supermärkten und das allgemeine Kostenniveau. Sie gehen dafür nicht auf die Straße, sondern "demonstrieren" in den sozialen Medien.
Wie läuft der Protest? Die Russinnen posten auf Plattformen wie TikTok, X, Telegram oder Instagram Videos und Bilder von ihren Einkaufswagen und zeigen empört die Preisetiketten her.
Warum verbreiten sich die Videos so rasant? Weil sie authentisch wirken und einen Nerv treffen. Die Posts werden mit Kommentaren versehen wie "wie soll man sich das leisten?" oder "das ist kein Gemüse mehr, das ist Luxus!".
Was ist der Hintergrund? In Russland sind zuletzt viele Lebensmittel deutlich teurer geworden – insbesondere frische Produkte wie Gurken, die teils sogar mehr als doppelt so viel kosten wie noch vor wenigen Monaten. Aber auch die Preise für Fleisch und Milch sind stark gestiegen.
Wie teuer ist teuer? Das Kilo Rindfleisch kostet laut Spiegel umgerechnet etwa acht Euro, das Kilo Margarine 3,30 Euro. Und die beliebten Salatgurken pro Kilogramm 3,70 Euro.
Was sind die Gründe? Der Krieg gegen die Ukraine, der Logistik- und Produktionskosten treibt, die Import-Abhängigkeiten bei bestimmten Lebensmitteln und steigende Transportkosten. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und weiterer Steuern, die auf Lebensmittel umgelegt werden.
Worum geht es? Der erste Test Anfang Februar musste wegen eines Lecks an der Startrampe abgebrochen werden. Nun konnte die NASA die Generalprobe für den ersten bemannten Mondflug nach 53 Jahren erfolgreich absolvieren. Trotzdem musste der Start der Artemis-II-Mission erneut verschoben werden.
Wann sollte der Start erfolgen? Laut NASA sei der früheste Starttermin der 6. März spätabends (in Europa dann bereits der 7. März) gewesen.
Aber? In der Nacht auf Samstag sei die Heliumzufuhr zur Oberstufe der Rakete unterbrochen worden, teilte die NASA mit. Festes Helium ist unerlässlich, um die Triebwerke zu spülen und die Treibstofftanks unter Druck zu setzen.
Was war die Ursache? NASA-Chef Jared Isaacman erklärte, ein defekter Filter, ein verklemmtes Ventil oder eine defekte Verbindungsplatte könnten die Ursache für den unterbrochenen Heliumfluss sein.
Was ist mit den Austronauten? Das Quartett hatte sich am Freitagabend in ihre zweiwöchige Quarantäne begeben, die zum Schutz vor Ansteckung obligatorisch ist. Das konnte nun abgebrochen werden.
Wann soll es los gehen? Der April ist nun der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem die vier Artemis-II-Astronauten zum Mond fliegen könnten.
Was ist das Ziel der Mission? Vier Astronauten sollen auf einer zehntägigen Reise den Mond umkreisen und zur Erde zurückkehren. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist vorerst noch nicht geplant, die Mission soll aber die Bedingungen dafür schaffen.
Wie wird die Reise zum Mond ablaufen? Die vier Astronauten, drei Amerikaner und ein Kanadier, werden nach dem Start in eine Umlaufbahn um die Erde gehen, um die Stabilität der Systeme zu überprüfen. Läuft alles nach Plan, steuern sie ihr Raumschiff Richtung Mond.
Wie lange dauert die Anreise? Vier Tage, dabei soll die Mondoberfläche in einer Entfernung von etwa 6.500 bis 9.500 Kilometer überflogen werden. Die Landung auf der Erde soll dann im Pazifik erfolgen.
Wann flog das letzte Mal ein bemanntes Raumschiff zum Mond? 1972 im Rahmen der Apollo-17-Mission.
Wann ist die erste Mondlandung geplant? Das steht noch nicht exakt fest. Die NASA möchte aber spätestens 2028 den Flug zum Mond antreten.
Worum geht es? Das Schicksal des kleinen Domenico bewegt derzeit nicht nur Italien. Der 2 Jahre alte Bub kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt. Eine Operation schien die letzte Chance zu sein.
Aber? Im Dezember 2025 wurde ein passendes Spenderherz gefunden. Die Ärzte in Neapel, Italien, planten eine Herztransplantation, die Domenicos Leben retten sollte. Doch Schlamperei machte alles zunichte.
Was ist passiert? Das Spenderherz wurde beim Transport aus grober Fahrlässigkeit beschädigt — unter anderem, weil es in Trockeneis statt normalem Kühleis und ohne standardisierte Temperaturüberwachung befördert wurde, was zu Gewebeschäden führte.
Was war die Folge? Domenico überlebte die Operation am 23. Dezember zwar, doch danach musste er an eine ECMO-Maschine angeschlossen werden – eine Art künstliches Herz-Lungen-System. Doch der Bub entwickelte zunehmend Organprobleme: Lunge, Leber und Nieren litten unter der Belastung.
Gab es noch eine Chance? Nein, am Freitag folgten die Ärzte den Empfehlungen einer Experten-Kommission: Domenicos Herz ist zu stark geschädigt, eine neue Transplantation unmöglich. Die Risiken wären extrem hoch, die Chancen minimal.
Was bedeutet das? Die behandelnden Ärzte erklärten, nun mit der palliativen Versorgung zu beginnen. Der neue Schwerpunkt der Behandlung sollte die Linderung von Schmerzen sein.
Wie kam es zur Entscheidung? Sie fiel nach einem Treffen zwischen Krankenhausärzten, dem Familienarzt, einem Anwalt und der Mutter. Sie und der Familienanwalt bestätigten öffentlich, dass sie der Pflege zur Linderung des Leidens zustimmen.
Was passierte in der Nacht? Es trat laut Spital eine "plötzliche und irreversible Verschlechterung des klinischen Zustands“ von Domenico auf der Intensivstation auf. Sein Herz hörte Samstag gegen 5.30 Uhr auf zu schlagen.
Wie reagierte die Mutter? Sie wurde vom Spital per Telefon verständigt. Er ist fort, es ist vorbei“, sagte sie unter Tränen. "Mein Anwalt und ich werden bald eine Stiftung bekannt geben, die ich in Domenicos Namen gründen möchte, damit er nicht vergessen wird."
Worum geht es? Am Donnerstag wurde Andrew Mountbatten-Windsor, Bruder von Englands König Charles III., wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs von der Polizei festgenommen und elf Stunden lang festgehalten. Am Tag danach wurden nun erstmals Pläne bekannt, den ehemaligen Prinzen aus der offiziellen Thronfolge des Hauses Windsor auszuschließen, berichtet die BBC.
Weshalb wurde Andrew festgenommen? Er steht im Verdacht, er habe seinem langjährigen Bekannten, dem US-Finanzmanager und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft durch Suizid) während seiner Zeit als Handelsbeauftragter des Vereinigten Königreichs Insiderinformationen zukommen lassen.
Was sagt Andrew dazu? Er bestreitet jedes Fehlverhalten. Im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten in den USA sind allerdings jetzt E-Mails aufgetaucht, die das Gegenteil beweisen sollen.
Und seine Verwicklungen in die Sexualstraftaten Epsteins werden nicht untersucht? Auch dazu werden derzeit weitere Befragungen bei Andrews Personenschützern durchgeführt, so die BBC. Die Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch sind aber bereits weiter gediehen. Deshalb nun offenbar auch der Vorstoß der Regierung in Sachen Thronfolge.
Wo steht Andrew in der britischen Thronfolge? Auf Platz 8, die Chancen, dass er jemals König wird, sind als minimal. Dennoch möchte man nun offenbar Nägel mit Köpfen schaffen. Sämtliche royalen und sonstigen Titel wurden ihm im Zuge des Epstein-Skandals und des Vorwurfs, er hätte eine Minderjährige mehrfach missbraucht, bereits aberkannt.
Weshalb wurde er nicht längst aus der Thronfolge gestrichen? Weil dafür ein Gesetz und ein Parlamentsbeschluss nötig ist, dem sowohl das Unterhaus, als auch das Oberhaus zustimmen. Außerdem müsste jedes Commonwealth-Land, in dem Charles formelles Staatsoberhaupt ist, dem Ausschluss zustimmen.
Wann wurde zuletzt jemand aus der Thronfolge ausgeschlossen? 1936, als König Edward VIII. abdankte, wurden er und seine Nachkommen aus der Thronfolge gestrichen.
Worum geht es? Am Donnerstagabend kam es beim Shakespeare‑Klassiker "Richard III." an der Berliner Schaubühne zu einem dramatischen Zwischenfall. Schauspieler Lars Eidinger schleuderte einen Degen in den Zuschauerraum.
Wie ist das passiert? Während einer Kampfszene auf der Bühne, in der Eidinger als Richard III. mit einem Degen kämpfte, rutschte ihm die Waffe aus der Hand. Sie glitt über die Bühne und traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf.
Wann kam es zu dem Unfall? Nach 22 Uhr, gegen Ende der Vorstellung.
Was war die Folge? Die Frau erlitt eine blutende Wunde. Die Vorstellung wurde abgebrochen. Eidinger ließ das Saallicht einschalten, entschuldigte sich mehrfach und erkundigte sich direkt bei der verletzten Frau.
Was geschah danach? Eine anwesende Ärztin kümmerte sich um die Frau. Sie musste nicht ins Spital gebracht werden. Eidinger telefonierte am Tag danach mit dem Opfer.
Was muss man über die Aufführung wissen? Richard III. handelt vom manipulativen, machthungrigen Herzog Richard von Gloucester, der im England des späten 15. Jahrhunderts durch Intrigen und Gewalt an die Spitze des Königreichs strebt. Die Inszenierung an der Schaubühne mit Eidinger in der Titelrolle ist seit Jahren ein Klassiker und immer ausverkauft.
Worum geht es? Die US-Regierung erwägt offenbar mögliche militärische Schläge gegen den Iran, dafür besteht ein Zeitfenster „am kommenden Wochenende“.
Warum jetzt plötzlich? US-Militär verfügt inzwischen über genügend militärische Stärke im Nahen Osten, inklusive Kriegsschiffen, Flugzeugträgern und Kampfjets. Präsident Donald Trump hat aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.
Was sagt Trump? Der US-Präsident hat offen gewarnt, dass ein militärischer Schlag gegen Iran eine Option sei, falls diplomatische Gespräche scheitern.
Was ist der politische Hintergrund? Die stockenden indirekten Atomgespräche zwischen Iran und USA in Genf. Es gab zwar Verhandlungen, aber keinen Durchbruch.
Wie ist das Säbelrasseln zu hören? Die USA warnen Teheran, dass sie bereit sind, Gewalt anzuwenden, wenn der Iran weiterhin nicht auf Kern- und Raketenfragen eingeht. Iran betont zugleich, es wolle keinen Krieg, warnte aber vor Gegenwehr bei einem Angriff.
Wie reagiert Putin? Russland, ein verbündeter Partner Irans in Teilen der Weltpolitik, warnte die USA davor, einen Angriff zu starten – weil das die Lage noch weiter eskalieren könnte.
Worum dreht sich der Streit? Um das Atomprogramm. Der Iran will das Recht auf Urananreicherung behalten und bietet nur begrenzte Einschränkungen an; die USA drängen auf strikte Kontrollen und Einschränkungen.
Worum geht es? Er holte in Italien allein so viele Goldmedaillen wie Österreich insgesamt. Der Norweger JHøsflot Klæbo ist der Medaillen-Star der Winterspiele. Das hat auch pragmatische Gründe.
Wie viele Medaillen hat er? Fünf sind es bisher in Italien, insgesamt hat Klæbo bei Olympia zehnmal Gold geholt. Damit liegt nur mehr Michael Phelps vor ihm, der Ausnahmeschwimmer ist mit 23 Goldmedaillen erfolgreichster Olympionike aller Zeiten.
Was macht ihn einzigartig? Der Klæbo-Kliv". Er bewältigt Anstiege mit einem so deutlich höheren Tempo als seine Konkurrenten, dass sein Aufstieg einen eigenen Namen bekommen hat.
Was nimmt er dafür auf sich? Disziplin, das betrifft auch Freundin Pernille Dösvik. Die beiden sind seit 2018 ein Paar. Er likte ein Foto von ihr auf Instagram, sie addete ihn auf Snapchat. Liebe halt.
Was zeichnet die Beziehung aus? Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, er steht um sechs Uhr früh auf und es gibt ein Kussverbot?
Kussverbot? Ja, bei der WM im Vorjahr erzählte sie: "Wenn ich mit Freunden im Kino war, muss ich zwei Tage mit Mama und Papa in Quarantäne, um sicherzugehen, dass ich keine Infektion mit nach Hause bringe."
Was ist jetzt aber mit den Küssen? Es fiel auf, dass es zwischen Klæbo von Dösvik keine Siegerbussis gibt, nicht einmal einen Handschlag. Das ist Folge einer Regel im norwegischen Verband. Keine Küsse, keine Umarmungen, kein Sex bei wichtigen Wettkämpfen – die Infektionsgefahr ist zu groß.
Worum geht es? Die australische Fernsehjournalistin Danika Mason, die für den Sender Channel Nine von den Winterspielen berichtet, wirkte während einer Live‑Sendung merkbar beschwipst oder betrunken, wie hier zu sehen.
Was war genau? Mason war am Mitttwoch live zugeschaltet, um das Geschehen zu analysieren. Sie sprach aber unverständlich, lallend und teilweise zusammenhangslos über Dinge wie Kaffeepreise und Leguane, was bei vielen Zuschauern für Irritation sorgte.
Wie reagierten die Kollegen? Die beiden Co‑Moderatoren im Studio waren peinlich berührt und versuchten, die Situation herunterzuspielen. Sie warfen ein, dass das kalte Wetter die Sprache beeinflussen könne.
Wie fielen die Reaktionen aus? In Australien wurde der Vorfall breit diskutiert — sogar Politiker, darunter der Premierminister, äußerten sich und fragten, was da los war. Auf Social Media verbreitete sich der Clip schnell.
Wie reagierte die Reporterin? Mason hat sich öffentlich entschuldigt und gesagt, sie habe die Situation "falsch eingeschätzt". Sie erklärte, dass sie davor Alkohol getrunken habe und außerdem Kälte, hohe Höhe und fehlendes Abendessen ihre Artikulation beeinflusst hätten.
Worum geht es? In Los Angeles findet derzeit ein möglicherweise folgenreicher Gerichtsprozess gegen soziale Medien statt. Nun musste Meta-Chef Mark Zuckerberg aussagen.
Warum folgenreich? Es handelt sich um einen Testfall für über 1.600 ähnliche Klagen – viele davon ebenfalls gegen Meta und YouTube oder andere Plattformen.
Was ist die Anklage? Eine heute 20‑jährige Kalifornierin (genannt „KGM“) hatte 2023 Vorwürfe gegen YouTube, TikTok, Snap und Meta erhoben. Sie hätten ihre Plattformen so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche süchtig werden.
Wie erlebte sie das selbst? Die Klägerin erklärt, sie habe Instagram schon als Kind benutzt, obwohl sie eigentlich zu jung war, und das habe wesentlich zu ihren Problemen beigetragen. Bei ihr habe das zu Körperdysmorphie, Angstzuständen und Depressionen geführt.
Warum war Zuckerberg geladen? Die Klägerin hat sich außergerichtlich mit TikTok und Snap geeinigt, über Details herrscht Verschwiegenheit. Gegen Meta und YouTube findet nun ein Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof von Kalifornien statt.
Was ist der Kernpunkt der Anklage? Soziale Medien seien bewusst so aufgebaut, dass sie "süchtig" machen, z. B. durch Funktionen wie Endlos‑Scrollen, automatische Vorschläge, Likes & Algorithmen.
Welche Rolle fällt Zuckerberg zu? Interne Dokumente sollen zeigen, dass Meta den Fokus auf Engagement und Nutzungszeit gelegt hat, was besonders junge Nutzende besonders anzieht. Mitarbeiter hätten bei Führungskräften erfolglos dafür plädiert, die Schutzmaßnahmen zu verstärken.
Wie groß ist das Problem? Meta, dem Instagram und Facebook gehören, hat weltweit über 3,5 Milliarden Nutzer. Schon 2015 (darauf bezieht sich die Klage) nutzte etwa ein Drittel aller 10- bis 12-Jährigen in den Vereinigten Staaten Instagram.
Wie verteidigt sich Meta? "KGM" sei nicht wegen digitaler Sucht in Therapie gewesen, sondern aufgrund von Problemen in ihrer Familie. Es wurden sogar medizinische Unterlagen vorgelegt.
Was sagte Zuckerberg? Instagram sei kein schädliches Produkt, sondern ein wertvoller Dienst. Er hielt sich kurz, die häufigste Antwort war: "Sie stellen das falsch dar".
Was war mit den Brillen? Richterin Carolyn Kuhl odnete an, dass alle Anwesenden im Gerichtssaal ihre Smartglasses abnehmen müssten, da sie befürchtete, jemand könnte die Zeugenaussagen mit KI-gestützten Brillen wie denen von Meta aufzeichnen.
Worum geht es? Das peruanische Parlament hat José María Balcázar zum neuen Präsidenten und Parlamentspräsidenten gewählt. Da der Präsident zugleich Staatsoberhaupt ist, regiert er nun übergangsweise.
Wer ist Balcázar? Er gehört der linksgerichteten Partei Perú Libre an und ist 83 Jahre alt. Balcázar war zuvor Richter und langjähriger Abgeordneter.
Wie kam er ins Amt? Balcázar setzte sich in einer Stichwahl im Kongress gegen mehrere andere Kandidaten durch und übernimmt das Amt, bis in Peru bei den Wahlen am 12. April ein regulärer Präsident gewählt wird (Amtseinführung voraussichtlich im Juli 2026).
Wie lange hielt sein Vorgänger durch? José Jerí wurde nach nur vier Monaten vom Parlament abgesetzt. Der Grund waren Korruptionsvorwürfe, unter anderem über nicht offengelegte Treffen mit chinesischen Geschäftsleuten.
Peru wechselt oft, oder? Peru hat in den vergangenen zehn Jahren acht Präsidenten gehabt, Balcázar ist der neunte. Vier wurden ihres Amtes enthoben; zwei weitere traten vor dem Ende ihrer Amtszeit zurück. Die letzte Person, die ihre volle Amtszeit regulär beendete, war Präsident Ollanta Humala (2011–2016).
Worum geht es? Im September 2024 lud die Coca-Cola Beverages Northeast zu einer zweitägige Reise und Netzwerkveranstaltung in Connecticut ein – allerdings ausschließlich Frauen.
Was passierte jetzt? Der Vertriebs- und Abfüllbetrieb von Coca Cola wird wegen sexueller Diskriminierung im Zusammenhang mit einer Firmenveranstaltung, bei der Männer ausgeschlossen waren, verklagt.
Von wem? Von der US-amerikanischen Kommission für Chancengleichheit im Arbeitsleben (EEOC). Die Equal Employment Opportunity Commission untersucht Beschwerden wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Warum ist das bemerkenswert? Es handelt sich um die erste derartige Klage einer Bundesbehörde im Zusammenhang mit Diversität am Arbeitsplatz während der zweiten Amtszeit von Präsident Trump. Er hat die Abschaffung derartiger Richtlinien zu einer Priorität seiner Regierung gemacht.
Wie? Kurz nach seinem Wiedereintritt unterzeichnete er eine Exekutivverordnung, die auf Diversität, Gleichstellung und Inklusion abzielte und eine jahrzehntealte Exekutivverordnung aufhob, die darauf abzielte, Menschen mit dunkler Hautfarbe und Frauen gleiche Chancen am Arbeitsplatz zu gewährleisten.
Was ist nun der Vorwurf der EEOC? "Coca-Cola Northeast hat keine männlichen Mitarbeiter zu der Veranstaltung eingeladen."
Das sieht ein Mann problematisch? Nein, die Generalberaterin der EEOC, Catherine Eschbach, sagte in einer Stellungnahme, dass der Ausschluss von Männern von einer vom Arbeitgeber gesponserten Veranstaltung einen Verstoß gegen Bundesrecht darstelle, den die Behörde "gegebenenfalls durch Rechtsstreitigkeiten beheben wird".
Worum geht es? Die Europäische Union arbeitet an einem 20. Sanktionspaket gegen Russland. Anlass ist wie bisher der anhaltende Krieg in der Ukraine.
Was ist das Ziel? Das Paket soll den Druck auf Moskau weiter erhöhen, indem es unter anderem Schiffe, maritime Dienstleistungen und Energie‑Handelswege ins Visier nimmt.
Was ist damit gemeint? Die EU will hunderte Schiffe sanktionieren, die russisches Öl über intransparente Routen transportieren, um frühere Sanktionen wie Preisdeckel oder Einfuhrverbote zu umgehen. Es geht dabei um die sogenannte Schattenflotte.
Was noch? Maritime Dienstleistungen sollen verboten werden. EU-Unternehmen dürfen russische Öl‑ und Tankerschiffe keine Wartung, Versicherungen und auch kein Hafenservice mehr anbieten.
Warum ist das umstritten? Weil damit viel Geld verdient wird. Griechenland legt sich nun offiziell gegen den geplanten harten Ausschluss von maritimen Dienstleistungen für russische Schiffe quer.
Was ist das Argument? Ein rigoroses Verbot von Dienstleistungen könnte große wirtschaftliche Einbußen oder rechtliche Risiken bedeuten. Es würde nicht nur griechische Firmen treffen, sondern auch andere globale Akteure aus Indien oder China stärken, die Russland künftig noch günstiger versorgen könnten.
Welches Risiko besteht noch? "Deflagging": strengere EU‑Regeln könnten dazu führen, dass Schiffe ihre Registrierung "abwählen" – also unter Flaggen von Drittstaaten fahren –, um Sanktionen zu entgehen; das könnte die Kontrolle weiter erschweren.
Was passiert nun? Damit EU‑Sanktionen verbindlich werden, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen – einschließlich Griechenland, Ungarn und eventuell anderer Länder, die Bedenken geäußert haben.
Also? Entweder die Bestimmungen werden verwässert oder das Sanktionspaket kommt nicht. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die EU viel über Maßnahmen redet, aber bei der Umsetzung uneinig ist. Am 24. Februar soll eine Entscheidung fallen.
Worum geht es? In Washington fand am Donnerstag die erste Sitzung des von Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrates statt. Der US-Präsident nutzte den Event als große Bühne und für Ankündigungen.
Wie lobte er sich und sein Projekt? "Das Gaza-Friedensgremium ist das wichtigste und angesehenste der Welt", sagte Trump bei der konstituierenden Sitzung. "Ich habe in meinem Leben schon andere Gremien gesehen, und die waren nichts im Vergleich dazu", fügte er hinzu.
Was ist der Friedensrat? Ein internationales Gremium, das laut Trump zur Förderung von Frieden, Stabilität und Wiederaufbau in Krisengebieten – insbesondere im Gazastreifen – dienen soll. Kritiker sehen eine Art Gegen-UNO.
Gibt es dafür nicht die eigentliche UNO? "Der Friedensrat wird quasi als Kontrollinstanz für die Vereinten Nationen fungieren, um deren ordnungsgemäßes Funktionieren zu gewährleisten", wies Trump die Plätze zu. Er äußerte gleichzeitig sein Vertrauen, dass die UN "eines Tages viel stärker sein wird".
Wer nahm diesmal teil? Zu dem Treffen waren Vertreter von über 40 Staaten geladen, darunter auch einige, die nicht Teil der Allianz sind. Länder wie die Schweiz reisten als Beobachter an, ebenso Vertreter der EU.
Wie viel Geld wurde schon gesammelt? Laut Trump 7 Milliarden US-Dollar. Das Geld käme von Kasachstan, Aserbaidschan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan und Kuwait.
Was hoch sind die US-Zahlungen? Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, 10 Milliarden Dollar zum Friedensrat beizutragen.
Wer ist als Sponsor an Bord? Die FIFA werde dabei helfen, 75 Millionen Dollar für fußballbezogene Projekte in Gaza aufzubringen, sagte Trump. Dann lobte er Präsident Gianni Infantino, der ihm zuvor einen FIFA-Friedenspreis verliehen hatte.
Wie geht es weiter? Es soll offenbar mehrere dezentrale Konferenzen geben, um Geld einzusammeln, etwa in Japan. Daran sollen Südkorea, Singapur und die Philippinen teilnehmen. Auch in Norwegen soll es eine derartige Veranstaltung geben.
Warum da? "Als ich las: 'Ich freue mich sehr, bekannt geben zu können, dass Norwegen…', dachte ich, sie würden mir den Nobelpreis verleihen", witzelte Trump. "Oh, das ist weniger aufregend. Aber das ist mir egal. Mir ist der Nobelpreis egal. Mir geht es darum, Leben zu retten, nur damit Sie es wissen."
Was wurde abseits publik? Laut einem Bericht des Guardian, der sich auf Dokumente des Friedensrates beruft, plant die US-Regierung den Bau eines Militärstützpunkts für 5.000 Soldaten im südlichen Gazastreifen.
Welches persönliche Interesse hat Trump am Friedensrat? Er ist Vorsitzender auf Lebenszeit.
Worum geht es? Um den wohl witzigsten Moment der Olympischen Winterspiele in Italien. Beim Qualirennen für den Team-Sprint der Langläufer tauchte am Mittwoch plötzlich ein wolfsähnlicher Hund auf und lief mit zwei Athletinnen mit.
Wie bitte? Der Vorfall war gut im Fernsehen zu sehen. Als sie auf der Zielgeraden beschleunigten, wurden die Australierin Phoebe Cridland und die Kroatin Tena Hadzic von einem dritten Teilnehmer verfolgt: einem Tschechoslowakischen Wolfshund.
War das irgendwie gefährlich? Es sah nur am Beginn so aus, da dachten viele an einen Wolf. Aber der Hund war nur neugierig, lief ins Ziel (es gibt sogar das Zielfoto), beschnupperte kurz die beiden Sportlerinnen und ging dann ab.
Wie kam es dazu? Der Hund ist schlicht entlaufen, er machte zwei Türen auf, die Besitzerfamilie wohnt gleich an der Strecke. Der Tschechoslowakische Wolfshund heißt "Nazgul" (wie in "Der Herr der Ringe") und ist zwei Jahre alt. Lieb, aber ein bisschen wild.
Wie fanden ihn die Besitzer? Zunächst gar nicht, aber sie sahen ihn im Fernsehen und erschraken ziemlich. "Nazgul" wurde im Zielraum von einem Funktionär eingefangen, büxte aber wieder aus. Schließlich entdeckte man ihn in einem Nachbarort.
Wie witzelte das Fernsehen? Rob Walker, der BBC-Kommentator, sagte: "Wir haben zwar keine Startnummer für diesen Athleten, aber was für ein Endspurt! Die Wachstechniker haben mit seinen Pfoten eine hervorragende Arbeit geleistet."
Worum geht es? Berkshire Hathaway – die Investmentgesellschaft von Warren Buffett – hat in dessen letztem vollständigen Quartal als CEO eine neue Beteiligung an der New York Times aufgebaut.
Mit welchem Volumen? Es wurden 5,07 Millionen Aktien im Wert von rund 350 Millionen US-Dollar erworben.
Ist das überraschend? Aber ja! Dieser Schritt markiert das Comeback von Berkshire im Medienbereich, nachdem Buffett 2020 alle früheren Zeitungsholdings verkauft hatte und sagte, Zeitungen seien "am Ende".
Was ist das Signal? Analysten sehen den Schritt als Zeichen dafür, dass Berkshire wieder Vertrauen in profitable digitale Nachrichtenmodelle setzt – besonders solche mit starken Abonnement-Erlösen und digitalen Angeboten (z. B. Spiele, Sportseiten, Newsletter), wie sie die Times aufgebaut hat.
Was blieb auf der Strecke? Im gleichen Quartal hat Berkshire Beteiligungen an großen Technologiewerten reduziert, unter anderem bei Amazon (um mehr als 75 Prozent). Leicht reduziert wurde auch die Apple-Beteiligung und die Bank-of-America-Position.
Wer ist Warren Buffett? Eine Investment-Legende, inzwischen 95 Jahre alt. Spitzname: "Orakel von Omaha". Seine Holding Berkshire Hathaway gilt als Orientierungspunkt, wohin sich der Aktienmarkt entwickelt.
Wie vermögend ist er? Ziemlich. Laut Forbes besitzt Buffett ein Vermögen von knapp 148 Milliarden US-Dollar und ist somit der zehntreichste Mensch der Erde.
Worum geht es? Die US-Air Force führt ein neues Farbschema für die Air Force One und andere VIP-Flugzeuge ein, das neben Rot, Weiß und Dunkelblau auch Gold-Akzente enthält.
Wie war das bisher? Diese neuen Farben ersetzen die seit den 1960er-Jahren typische hellblaue und weiße Lackierung der Präsidentenflugzeuge aus der Amtszeit von John F. Kennedy.
Wie kommt Gold zum Einsatz? Die Maschinen erhalten einen goldenen Streifen, das trifft den Geschmack von Trump. Auch im Weißen Haus dominieren inzwischen Goldtöne.
Was wird umgefärbelt? Der komplette Fuhrpark: Die neuen Boeing VC-25B-Jets, die künftig als Air Force One dienen sollen, kleinere Boeing C-32-Flugzeuge, die für ranghohe Regierungsmitglieder eingesetzt werden. Und die Boeing 747-8i, ein Geschenk aus Katar.
Gab es nicht schon früher Umfärbungsversuche? Ja, in der ersten Amtszeit von Trump. Die Pläne wurden dann 2022 verworfen, weil Bedenken bestanden, dass dunklere Farben technische Probleme (wie Überhitzung) verursachen könnten.
Wie wurde das Problem nun gelöst? Das ist unbekannt.
Worum geht es? In Genf laufen derzeit von den USA vermittelte Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und US-Vertretern, um den Krieg, der seit rund vier Jahren andauert, zu beenden.
Gibt es Ergebnisse? Am zweiten Tag der Gespräche endeten die formellen Verhandlungen nach nur etwa zwei Stunden – deutlich kürzer als erwartet.
Wie ist die Einschätzung? Die russische Seite sagte, die Gespräche seien "schwer, aber sachlich" gewesen.
Und die Ukraine? Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Verhandlungen als "schwierig" und warf Russland vor, Verzögerungstaktiken anzuwenden, statt ernsthaft Fortschritte zu machen.
Was ist der Knackpunkt? Die Ukraine bleibt bei Bedingungen wie keiner Aufgabe von Territorium, bevor es klare Sicherheit und Garantien gibt. Selenskyj hat sich zuvor darüber beklagt, dass die USA unfairen Druck auf ihn ausüben würden, ihre Bedingungen für ein Ende des Krieges zu akzeptieren.
Wie geht es weiter? Das ist unklar. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete Teile der Gespräche als "bedeutsam", doch ein Gesamtpaket wurde nicht vereinbart. Die russische Delegation verließ danach den Verhandlungsort, und es wurde kein gemeinsames Ergebnis verkündet.
Worum geht es? Japan und die USA haben sich am Mittwoch auf ein Handels‑ und Investitionsabkommen geeinigt. Es läuft bis 2029 und umfasst gewaltige Beträge.
Was ist der Deal? Japan hat zugesagt, bis zu 500 Milliarden Euro in die US‑Wirtschaft zu investieren. Im Gegenzug senkt die US‑Seite Zölle auf viele japanische Importe — zum Beispiel von früher geplanten bis zu 25 Prozent auf etwa 15 Prozent.
Handelt es sich um Zahlungen? Nein, nicht im engeren Sinne, sondern um Investitions‑Versprechen und Projekte, Kredite, Beteiligungen und staatlich unterstützte Finanzierungen — aber wirtschaftlich sind es enorme Beträge.
Was ist umfasst? Großprojekte in Energie‑, Rohstoff‑ und kritischen Industriesektoren, Förderung von KI, Datacenter‑Infrastruktur, Chips und High‑Tech‑Fertigung, Stärkung von US‑Lieferketten und strategischer Unabhängigkeit, Ausbau von Handelszugängen und Marktöffnung für US‑Firmen in Japan.
Wann geht es los? Die USA und Japan haben die ersten realen Projekte im Rahmen des Abkommens für Ende Februar 2026 angekündigt. Es geht um Investitionen von rund 36 Milliarden Dollar, die Japan in die USA fließen lässt.
Was zum Beispiel? 33 Milliarden für ein Gaskraftwerk in Ohio, 2,1 Milliarden für eine Ölexportanlage in Texas, 600 Millionen für synthetische Diamanten‑Produktion in Georgia.
Worum geht es? Die US-Food and Drug Administration (FDA) hatte sich geweigert, einen Grippeimpfstoff auf Basis der mRNA-Technologie einem Prüfungsverfahren zu unterziehen. Nun folgte der Rückzieher vom Rückzieher.
Was passierte? Die FDA hat jetzt nach einer öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Hersteller Moderna entschieden, den Zulassungsantrag für den mRNA‑basierten saisonalen Grippeimpfstoff (mRNA‑1010) doch zu prüfen.
Was ist die Vorgeschichte? Moderna hatte den Impfstoff zur Prüfung eingereicht. Statt die Bewerbung weiter zu bearbeiten, schickte die FDA einen sogenannten "Refusal-to-File"-Brief an den Hersteller. Das bedeutete, dass sie Unterlagen nicht einmal zur Prüfung annahm.
Warum? Die FDA bemängelte das Design der klinischen Studie von Modernas Impfstoff (mRNA-1010). Dabei wurde der neue mRNA-Impfstoff einem Standard-Grippeimpfstoff gegenübergestellt. Die FDA sagte, dieser Vergleich "spiegelt nicht den bestmöglichen Standard der Versorgung" wider.
Was ist nun anders? Nach einem Treffen zwischen dem Unternehmen und der Behörde schlug Moderna einen überarbeiteten Zulassungsansatz vor. Daraufhin akzeptierte die FDA den Antrag zur formellen Prüfung.
Was war der Moderna-Vorschlag? Vollständige Zulassung für Erwachsene im Alter von 50 bis 64 Jahren und beschleunigte Zulassung für Personen ab 65 Jahren mit Verpflichtung zu weiteren Studien nach der Markteinführung.
Was ist der Zeitplan? Die FDA hat dem Antrag ein Zieldatum am 5. August 2026 zugewiesen – das heißt, bis dahin will sie entscheiden, ob der Impfstoff zugelassen wird. Wenn er genehmigt wird, könnte der Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren in der Grippesaison 2026/2027 verfügbar sein.
Was ist der Hintergrund? Einige hochrangige Verantwortliche in der US-Gesundheitspolitik, darunter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., sind öffentlich kritisch gegenüber mRNA-Impfstoffen bzw. gegenüber der bisherigen Impfstoff-Politik aufgetreten.
Warum ist das relevant? Ein mRNA-Grippeimpfstoff gilt als wichtiger Fortschritt gegenüber traditionellen Vakzinen, weil er sich schneller an neue Virusstämme anpassen könnte.
Was ist mRNA? Die Abkürzung steht für Messenger-RNA (Boten-RNA). Sie ist eine Art Bauplan, den unsere Zellen ganz natürlich benutzen. Normalerweise sagt mRNA den Zellen, welches Protein sie herstellen sollen.
Wie ist das beim Impfstoff? Bei einem mRNA-Impfstoff bekommt der Körper eine künstlich hergestellte mRNA. Diese enthält den Bauplan für ein harmloses Stück eines Virus. Die Zellen lesen diesen Bauplan und produzieren kurzzeitig dieses Protein. Dadurch lernt das Immunsystem, den Erreger zu erkennen und Abwehrstoffe zu bilden.
Warum ist die Debatte entstanden? Die ersten Covid-Impfstoffe basierten auf der mRNA-Technologie, sie kamen ins Fadenkreuz der Impfskeptiker. Die Angst war, dass die mRNA die DNA verändern könnte und es keine langfristigen Erfahrungen gab.
Worum geht es? Die Polizei konnte einen 18-Jährigen festnehmen, der mutmaßlich einen Anschlag geplant hatte. Der Mann lief am Dienstag mit einer Schrotflinte in der Hand auf das Kapitol in Washington DC zu.
Was ist passiert? Der 18-Jährige war nur einen Block vom Kapitol entfernt aus einem weißen Mercedes-SUV gestiegen, der nicht auf ihn zugelassen ist. Beamte der US-Kapitolpolizei stoppten den Mann und forderten ihn auf, die Waffe fallen zu lassen.
Kam er dem nach? "Ja, dann legte er sich auf den Boden und wurde festgenommen", sagte Kapitolpolizeichef Michael Sullivan auf einer Pressekonferenz. Laut Sullivan war die Schrotflinte geladen, der Verdächtige trug eine taktische Weste und taktische Handschuhe und hatte zusätzliche Munition bei sich.
Was weiß man über den Mann? Die Capitol Police weigert sich, den Verdächtigen zu identifizieren, sagte nur, es handle sich um "einen 18-Jährigen, der nicht in der Gegend wohnt." Er soll einen Kevlarhelm und eine Gasmaske in seinem Auto zurückgelassen haben.
Was ist das große Bild? Die Zahl der Bedrohungen gegen Mitglieder des Kongresses steigt sprunghaft an. Die US-Kapitolpolizei hat im vergangenen Jahr fast 15.000 Fälle zur Gefährdungsbeurteilung eröffnet. Das ist ein Anstieg gegenüber 9.474 im Jahr 2024, also ein Zuwachs von fast 60 Prozent.
Worum geht es? In den Sierra Nevada-Bergen im Norden Kaliforniens kam es nahe Lake Tahoe zu einem massiven Lawinenabgang. Am Mittwoch konnten acht Personen nur noch tot geborgen werden, ein Sportler wird noch vermisst.
Wer sind die Opfer? Die Lawine traf eine Gruppe von 15 Personen (vier Guides und elf Teilnehmer), die auf einer dreitägigen Skitour unterwegs waren.
Wann kam es zum Lawinenabgang? Die Lawine wurde gegen 11:30 Uhr Ortszeit am Dienstag ausgelöst. Rettungs- und Bergungsteams arbeiten weiterhin, aber Wetterbedingungen, Schnee und die Gefahr weiterer Lawinen erschweren den Einsatz.
Kommen solche Unglücke häufiger vor? Es handelt sich um die tödlichste Lawine in der modernen Geschichte Kaliforniens. Sie übertrifft die Zahl der Todesopfer eines Abgangs im März 1982 in derselben Region, damals kamen sieben Menschen ums Leben.
War die Gruppe gewarnt? Sie befand sich abseits der gesicherten Pisten. Trotz Warnungen vor hoher Lawinengefahr in der Region setzten die Skifahrer ihre Tour fort.
Wie waren die Wetterbedingungen? Die Wetterstation in Truckee meldete am Dienstag acht Stunden anhaltenden starken Schneefall mit einer Sichtweite von nur 200 Metern. Die Temperatur war in der Nacht zum Dienstag auf etwa -7 Grad Celsius gefallen, mit Böen von rund 32 km/h.
Wie lässt sich das einordnen? In einem Beitrag auf X schrieb Colin McCarthy, ein Sturmjäger der University of California, Davis: "Das sind die schlimmsten Schneesturmbedingungen, die ich je in meinem Leben am Donner Summit in Kalifornien westlich von Truckee erlebt habe."
Worum geht es? Italien im Franz von Assisi-Fieber. Vor 800 Jahren, am 4. Oktober 1226, starb der Gründer des Franziskanerordens an der Stätte seines Wirkens. Aus diesem Anlass werden jetzt erstmals die sterblichen Überreste des Heiligen ausgestellt.
Wer war Franz von Assisi? Der tief gläubige Sohn eines reichen Tuchhändlers wollte dem Beispiel Christi folgen und wählte ab dem Jahr 1206 ein Leben in radikaler Armut. 1209 gründete er seinen Orden und scharte Gleichgesinnte um sich. Franziskus wurde nur zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen und gilt inzwischen als einer der wichtigsten Heiligen der katholischen Kirche.
War Papst Franziskus nach ihm benannt? Ja, der 2025 verstorbene Pontifex wählte den Heiligen Franz als seinen Namenspatron – übrigens als erster Papst überhaupt in der Kirchengeschichte.
Was genau wird in Assisi gezeigt? Die Gebeine des Heiligen Franziskus. Sie werden in der nach ihm benannten Basilika ab Sonntag, dem 22. Februar, ausgestellt. Die Schau wird bis zum 22. März dauern.
Warum ist man sicher, dass es wirklich seine Gebeine sind? Franz wurde nach seinem Tod im Alter von 44 oder 45 Jahren (sein genaues Geburtsdatum kennt man nicht) von seinen Anhängern an einem geheimen Ort bestattet. Erst 1818 erlaubte Papst Pius VII. den Franziskanern, das Grab freizulegen. Seit damals ist der 1228 heilig gesprochene Franz in der Basilika aufgebahrt.
Wurden seine Reliquien bereits einmal ausgestellt? Nein, das ist das erste Mal. Die Gebeine wurden allerdings schon öfter wissenschaftlich untersucht, zuletzt im Jahr 2015.
Warum jetzt die Ausstellung? Man wolle den Gläubigen zum 800. Todestag des Heiligen ein "unmittelbares, sinnliches Erlebnis" ermöglichen, so der Orden, bei dem bereits 350.000 Anmeldungen für die Ausstellung eingegangen sind.
Was muss man tun, wenn man die Gebeine sehen möchte? Es wurde ein Online-Reservierungssystem eingerichtet, in dem man nach noch freien Terminen suchen kann.
Gibt es noch weitere Feierlichkeiten zum 800. Todestag? Ja, in Italien, wo der Heilige als Schutzpatron des Landes verehrt wird, ziehen sich die Feierlichkeiten bis in den Herbst. Höhepunkt: Der Todestag von Franz von Assisi am 4. Oktober wurde von der Regierung zum gesetzlichen Feiertag erklärt.
Worum geht es? Binnen fünf Tagen hat die Ukraine zuletzt mehr als 200 Quadratkilometer seines Staatsgebietes von den russischen Aggressoren zurückerobert. Es seien die größten Geländegewinne für das Land seit Juni 2023, berichtet das Institute for the Study of War (ISW) am Dienstag. Damit seien die Geländeverluste vom Dezember (244 Quadratkilometer) beinahe wieder ausgeglichen.
Wie kam es dazu? Verantwortlich für diesen unerwartet großen Erfolg dürfte Elon Musks Starlink-Satellitensystem sein. Er hatte den russischen Streitkräften den Zugang zum Satellitensystem blockiert.
Warum macht Musk das? Über die Beweggründe des Multimilliardärs kann man nur spekulieren. Aber sicher ist, dass russische Militärbeobachter die Unterbrechung bereits am 5. Februar festgestellt hatten, nachdem der US-Tech-Unternehmer "Maßnahmen" angekündigt hatte, um die Nutzung dieser Technologie durch den Kreml zu beenden.
Wie war das bisher? Dank Starklink konnten russische Drohnen elektronische Störsignale umgehen. Russlands Militär griff teilweise sogar für Angriffe mit Langstreckendrohnen auf die Satellitenunterstützung von Musks System zurück.
Und darf die Ukraine Starlink nutzen? Ja, daran hat sich nichts geändert. Die Verteidiger nutzen die Satellitenunterstützung durch Starlink bereits seit Beginn des Krieges.
Ist damit eine Wende im Ukraine-Krieg eingeläutet? Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Signal, militärisch und auch moralisch. Aber am Ende hängt alles davon ab, wie lang Elon Musk seine Unterstützung für die Ukraine aufrechterhält. Oder ob es Moskau gelingt, eine tragfähige Alternative für Starlink zu finden.
Worum geht es? Bereits kurz nach seinem Amtsantritt fuhr US-Präsident Donald Trump schwere Geschütze gegen Museen und Ausstellungen auf, die Amerikas Sklaverei-Historie zum Thema haben.
Mit welcher Begründung? Er forderte in einer seiner Executive Orders, "die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherzustellen" und die "Verbreitung von spaltender Ideologie" rückgängig zu machen.
Wie äußert sich das? In Philadelphia wurde etwa eine seit 2010 existierende Freiluftschau zum Thema im Presidential House, dem ersten Amtssitz des ersten US-Präsidenten George Washington, im vergangenen Jänner abgebaut. Doch die Stadt klagte dagegen.
Gibt es schon ein Urteil? Ja, Richterin Cynthia M. Rufe ordnete an, dass die Ausstellung wieder aufgebaut werden müsse. Überraschender als das war allerdings ihre Urteilsbegründung.
Was sagte sie? Die US-Regierung habe nicht die Befugnis, "historische Wahrheiten zu verschleiern und zu verfälschen", so die Richterin in ihrem Urteil, in dem sie sich auf den Roman "1984" des Schriftstellers George Orwell über einen dystopischen, autoritären Staat bezieht.
In welcher Weise? Es sei, "als gäbe es nun das Ministerium für Wahrheit aus George Orwells '1984' mit seinem Motto 'Unwissenheit ist Stärke'", so die Richterin in ihrem Urteil. Die US-Regierung behaupte, "sie allein habe die Macht, historische Darstellungen zu löschen, zu verändern, zu entfernen und zu verbergen".
Wird die Sklaverei-Ausstellung jetzt wieder aufgebaut? Das wird sich erst weisen. Das Urteil von Richterin Cynthia M. Rufe gilt zunächst nur vorläufig, es müssen noch weitere Gerichtsverfahren abgeschlossen werden, hieß es.
Worum geht es? Nach tagelangen Regenfällen sind im Südwesten Frankreichs zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Vor allem entlang der Flüsse Garonne, Maine und Loire sei die Situation kritisch, so die Behörden.
Wie kam es dazu? Infolge des Sturmtiefs Nils, das in Portugal und Spanien mindestens 16 Menschenleben gefordert hat, kam es in den vergangenen Tagen zu massiven Regenfällen in weiten Teilen Frankreichs.
Was ist die Folge? Lucie Chadourne-Facon, Direktorin des französischen Hochwasserüberwachungsdiensts Vigicrues, sagte, die Abfolge der Regenfälle sei "außergewöhnlich" gewesen und die Böden seien so mit Wasser gesättigt, dass bereits 20 bis 30 Millimeter weiterer Niederschlag Überschwemmungen auslösen könnten.
Ist eine Entspannung der Situation absehbar? Frühestens am Donnerstag. Für Mittwoch sagen die Experten einen weiteren Anstieg der Pegelstände in den betroffenen Regionen voraus, da es nach wie vor zu Regenfällen kommt.
Worum geht es? Ein hoher russischer Sicherheitsbeamter warnte Europa. Russland betrachte Aktionen gegen russische Schiffe – die sogenannte Schattenflotte – als "westliche Piraterie".
Um wen geht es? Nikolai Patruschew ist ehemaliger Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und Leiter der russischen Seefahrtsbehörde.
Was sagte er? Er sagte, Russland sei bereit, seine Kriegsmarine einzusetzen, um russische Schiffe vor solchen Maßnahmen zu schützen und sogar EU‑Blockaden "zu brechen".
Was ist die Schattenflotte? Ein Netzwerk aus hunderten älteren, nicht registrierten oder unversicherten Öltankern, die Russland nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen — vor allem solche gegen den Export von Erdöl im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine.
Wie geht Russland da vor? Die Schiffe werden oft unter wechselnden Flaggen staatlicher Register gefahren, mit gedämpften Positionssignalen oder ohne klare Eigentümerstrukturen, um Kontrolle und Überwachung zu erschweren.
Wie geht Europa dagegen vor? Viele Schiffe der Schattenflotte stehen auf Sanktionslisten der EU, Großbritanniens und der USA, und Europa versucht, diese Schiffe zu stoppen, zu beschlagnahmen oder zu bestrafen, weil sie Regeln zur Preisobergrenze für russisches Öl und zu Sanktionen verletzen.
Gab es schon Vorkommnisse? Europäische Küstenstaaten und NATO-Mitglieder arbeiten gemeinsam daran, die Schattenflotte besser zu überwachen und rechtlich zu bekämpfen. Frankreich hat erst kürzlich einen solchen Tanker festgesetzt und erst nach einer Geldstrafe wieder freigegeben.
Worum geht es? Jesse Jackson, geboren am 8. Oktober 1941 in Greenville, South Carolina, und prominenter amerikanischer Bürgerrechtsaktivist, Prediger und Politiker, starb im Alter von 84 Jahren in den USA.
Was war die Todesursache? Seine Familie bestätigte lediglich das Ableben in einer Erklärung, in der es hieß, Herr Jackson sei "friedlich gestorben", ohne jedoch die Todesursache oder den Sterbeort anzugeben.
Gab es Vorerkrankungen? Jackson wurde im November wegen einer seltenen und besonders schweren neurodegenerativen Erkrankung, der progressiven supranukleären Blickparese (PSP), ins Krankenhaus eingeliefert. Bereits 2017 hatte er seine Parkinson-Diagnose öffentlich gemacht.
Wer war Jesse Jackson? Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und erlebte früh die tief verwurzelte Rassendiskriminierung im Süden der USA. Seine Erfahrungen als Afroamerikaner in einer segregierten Gesellschaft prägten seinen späteren Aktivismus.
Was machte ihn bekannt? Jackson studierte Theologie und wurde Pastor, was ihn in die Lage versetzte, Religion und sozialen Aktivismus zu verbinden. Er war bekannt für seine mitreißenden Reden.
Was machte ihn berühmt? In den 1960er-Jahren arbeitete Jackson eng mit Martin Luther King Jr. zusammen. Er half, Proteste und Märsche zu organisieren, setzte sich für das Wahlrecht von Afroamerikanern ein und kämpfte gegen Rassentrennung und Diskriminierung.
Wodurch kam er ins Rampenlicht? Nach der Ermordung von King 1968 gründete Jackson die Organisation Operation PUSH (People United to Save Humanity), um Afroamerikaner wirtschaftlich zu stärken, später die Rainbow Coalition mit ähnlichen Zielen.
Wie engagierte er sich politisch? Er kandidierte zweimal für die US-Präsidentschaft innerhalb der Demokratischen Partei, 1984 und 1988. Jackson erhielt bei den Vorwahlen 1984 immerhin 3,2 Millionen Stimmen.
Warum war er umstritten? Ihm wurde vorgeworfen, den Tod von Martin Luther King für seine Inszenierung genutzt zu haben (erschien im blutbefleckten Pulli im TV), zerkrachte sich mit vielen Mitstreitern, verspottete die Juden von New York antisemitisch, nannte Israels Ministerpräsidenten einen "Terroristen", hatte im Büro eine außereheliche Affäre inklusive Kind.
Für welche Zitate steht er? "Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst". Oder: "Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft, und ohne sie kann man die Tür nicht öffnen". Oder: "Wenn du Frieden willst, redest du nicht mit deinen Freunden. Rede mit deinen Feinden!"
Worum geht es? Die EU-Kommission hat am Dienstag ein formelles Verfahren gegen Shein eingeleitet. Hintergrund ist ein Verdacht auf Verstöße gegen den Digital Services Act (DSA).
Was ist der Digital Service Act? Der DSA ist ein EU-Gesetz, das Betreiber verpflichtet, illegale Inhalte, Hassrede und Desinformationen schneller zu entfernen, Algorithmen transparenter zu gestalten und den Jugendschutz zu stärken. Er gilt seit 2024 verbindlich.
Was wird bei Shein untersucht? Der Verkauf illegaler Produkte auf der Plattform (z. B. kinderähnliche Sexpuppen, Waffen), "suchtfördernde" Plattform-Designs (Gamification, Belohnungssysteme), Transparenz der Empfehlungs-/Algorithmussysteme.
Was war da mit Sexpuppen? Die französische Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hatte im Vorjahr festgestellt, dass auf der Shein-Homepage Sexpuppen mit kindlichem Aussehen angeboten worden sein sollen und schaltete die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Kinderpornographie ein.
Wie reagierte Shein auf die Ermittlungen? Der Konzern verspricht Kooperation, sagt aber, dass er bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance umgesetzt hat.
Was kann beim Verfahren herauskommen? Je nach Ausgang des Verfahrens kann die EU-Kommission hohe Geldbußen verhängen – im Rahmen des DSA sind dies bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – oder Shein zu strukturellen Änderungen verpflichten.
Worum geht es? Am Dienstag endeten in Genf (Schweiz) die indirekten Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA über die Zukunft des iranischen Atomprogramms. Drei Stunden wurde in der Botschaft des Oman gesprochen, am Ende stand mehr Hoffnung als Konkretes.
Was heißt "indirekte Verhandlungen"? Die USA und der Iran sitzen nicht direkt miteinander am Tisch oder sprechen miteinander, sondern kommunizierenüber Mittler. Für die USA der Unterhändler Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner. Für den Iran ist Außenminister Abbas Araghtschi in Genf.
Was stand am Ende auf dem Zettel? Nach iranischer Sichtweise sei eine erste diplomatische Annäherung erzielt worden – man hätte sich auf "Leitprinzipien" verständigt, auf deren Grundlage ein Abkommen erzielt werden könne. Allerdings werde das Zeit benötigen.
Sehen die USA das genauso? Washington äußerte sich bislang nicht zu den Gesprächen. Auch wurde noch kein Termin für eine weitere Verhandlungsrunde genannt.
Welches Ziel steht für die USA ganz oben auf der Agenda? Eine Atommacht Iran zu verhindern. Zuletzt hatte die Supermacht den Iran im Sommer 2025 bombardiert, um das Atomprogramm des Landes zurückzuwerfen.
Was will der Iran? Keine weiteren Militärschläge seitens der USA oder Israels. Und eine Lockerung der internationalen Sanktionen.
Wie verhält sich das Militär in dieser Situation? Es wird mit den Säbeln gerasselt. Die USA verlegen mit der "USS Gerald R. Ford" neben der "USS Abraham Lincoln" einen zweiten Flugzeugträger in die Region.
Und der Iran? Er führte im Gegenzug am Dienstag ein "Militärmanöver" in der Straße von Hormus durch. Die Botschaft dahinter war ganz klar: Wenn wir es möchten, können wir die Straße sperren und den Schifffahrtsverkehr im Persischen Golf lahmlegen.
Weshalb ist das wichtig? Weil etwa 20 Prozent der weltweiten Erdölproduktion durch dieses Nadelöhr transportiert werden.
Was ist mit den Protesten im Iran? Nachdem das Mullah-Regime erst vor wenigen Wochen Massenproteste im ganzen Land mit unvorstellbarer Brutalität und tausenden Toten niedergeschlagen hat, ist dieses Thema inzwischen wieder etwas in der Versenkung verschwunden. Unter der Oberfläche brodle es aber weiter, ist zu hören.
Aber hat nicht US-Präsident Trump ...? Ja, den Aufständischen zugerufen, "Hilfe sei auf dem Weg!" JDas hat er gesagt, seinen Worten dann aber keine Taten folgen lassen. Zumal nicht einmal klar war oder ist, was er damit eigentlich gemeint hat.
Wie geht es jetzt weiter? Laut Iran hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, Entwürfe für ein mögliches Abkommen auszutauschen.