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6. März 2026

Bahn frei für Öl USA setzen Russland-Sanktionen aus

Worum geht es? Seit dem Beginn des Angriffs auf den Iran dreht der Welthandel mit Öl am großen Rad. Die USA haben nun erste Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu stabilisieren.

Was ist der Hintergrund? Durch die Straße von Hormus laufen rund 30 Prozent des weltweiten Ölhandels. Die Sperre der Straße durch den Iran hat zu einer Verknappung geführt, die Preise schossen in die Höhe.

Was machen die USA nun? Sie erlauben 30 Tage lang, dass Indien russisches Öl kaufen darf, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Indien ist einer der größten Ölimporteure der Welt und kauft seit einigen Jahren viel russisches Öl.

Was ist das Ziel? Mehr Öl auf den Markt zu bringen, damit die Preise nicht zu stark steigen. Rund 20 Millionen Barrel russisches Öl könnten dadurch nach Indien geliefert werden.

Was ist das große Bild? Russland hat eine Flotte alter Öltanker mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen aufgebaut, um die von Washington, der EU und der G7-Staatengruppe verhängten Sanktionen wegen Moskaus Invasion in der Ukraine zu umgehen.

Welche Rolle spielt Indien? Das Land hat im Rahmen eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten angekündigt, keine russischen Ölprodukte mehr zu kaufen.

Epstein-Akten wieder da Jetzt auch Trump-Papiere einsehbar

Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hatte 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt. Nun sind sie wieder da.

Warum ist das brisant? Einige der neu freigegebenen Akten enthalten unbe­stä­tigte und nicht verifizierte Aussagen gegen Donald Trump, die in früheren Versionen der Veröffentlichung fehlten, weil sie offenbar fälschlicherweise als Duplikate markiert wurden.

Was ist der Inhalt? In FBI‑Interviews sagt eine Frau, sie sei in den 1980er‑Jahren als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden. Die Vorwürfe sind bisher nicht durch weitere Beweise bestätigt und von Trump bestritten worden.

Wie wird das Verschwinden erklärt? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht werden sollten, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.

Was wurde überprüft? Man wollte etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.

Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.

Vonn trainiert wieder Auf den Beinen stehen kann sie nicht

Worum geht es? 25 Tage nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen zeigte sich Lindsey Vonn in einem Video auf Instagram beim Training im Gym.

Was überrascht? Die Beine sehen nach dem schweren Sturz spindeldürr aus. Gehen kann sie noch nicht, stehen kaum, sie muss den Rollstuhl benutzen.

Wie schwer war die Verletzung? Vonn hatte bei der Olympia‑Abfahrt eine komplexe Schienbeinverletzung und einen Kreuzbandriss erlitten, und ihr Bein stand kurz vor einer Amputation. Nach mehreren Operationen wurde sie in die USA zurückgeflogen, wo die Reha jetzt weitergeht.

Wie schaut die Reha aus? In dem Video ist zu sehen, wie sie Gewichte stemmt und Übungen für verschiedene Muskelgruppen macht, um ihre Fitness zu erhalten. Sie betont, dass sie weiterhin hart arbeitet und jeden Tag Fortschritte machen will.

Kommt sie wieder zurück? Derzeit ist kein Comeback für Skirennen geplant. Diese Phase ist rein auf Genesung und Rehabilitation ausgerichtet. Das hat gute Gründe.

Welche? Die Heilung der Knochen wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, bevor weitere Schritte wie die Versorgung des Kreuzbandes oder ein sportliches Comeback denkbar sind.

Also? Für die kommende Skisaison geht sich da nichts mehr aus. Vonn ist aktuell 41 Jahre alt.

Trump will "Kapitulation" Kein Kompromiss-Deal mit dem Iran

Worum geht es? Um einen ungewöhnlichen Schritt. In Interviews mit US-Medien bekundete Donald Trump die Absicht, den nächsten Führer im Iran mitbestimmen zu wollen. Und er legte ein neues Ziel fest.

Nämlich? Er will keine Verhandlungen und kein Abkommen mehr abschließen. Stattdessen fordert er auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Nach dem Krieg sollen die USA das Land wieder aufzubauen, um es "wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor".

Was ist der Hintergrund? Der bisherige iranische Oberführer Ali Khamenei wurde am 28. Februar bei einem Angriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet. Danach begann im Iran eine Macht- und Nachfolgekrise.

Wer führt nun das Land? Vorübergehend ein Übergangsrat, bis ein neuer Oberster Führer gewählt wird. Als Favorit gilt Mojtaba Khamenei, Sohn des bisherigen Staatschefs.

Aber? Trump sagte nun, die USA müssten eine Rolle bei der Auswahl des nächsten iranischen Führers spielen. Er wolle jemanden, der "Frieden und Stabilität" bringt.

Hält er Mojtaba Khamenei für geeignet? Klingt nicht so. Er nannte ihn "inakzeptabel". Die USA müssten "in den Prozess der Auswahl eingebunden sein".

Warum wird das schwierig? Laut iranischer Verfassung entscheidet eigentlich ein religiöses Gremium im Iran selbst über den neuen Führer.

Also doch Bodentruppen? Der US-Präsident schloss das aus. Eine Bodeninvasion im Iran sei eine "Zeitverschwendung".

5 Iran-Spione in Haft Sie spähten jüdische Einrichtungen aus

Worum geht es? Am Freitag hat die britische Polizei vier mutmaßliche Spione mit Verbindungen zum Iran festgenommen. Sie sollen Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausspioniert haben.

Was weiß man über die Personen? Laut Polizei handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger im Alter zwischen 22 und 55 Jahren.

Wo kam es zu den Festnahmen? Sie erfolgten bei Einsätzen in Nord-London und in Watford. Zusätzlich wurden sechs weitere Männer in Gewahrsam genommen, weil sie einem der Verdächtigen geholfen haben sollen.

Was ist der Hintergrund? Die Ermittlungen laufen unter dem britischen National Security Act und sind Teil einer längerfristigen Anti-Spionage-Untersuchung gegen iranische Aktivitäten im Vereinigten Königreich.

Was wird den Personen vorgeworfen? Neben der Beobachtung jüdischer Einrichtungen sollen sie mögliche Sicherheitslücken oder Bewegungen von Personen dokumentiert und Informationen an Kontakte weitergegeben haben, die mit dem Staat Iran verbunden sind.

Kein Koks bei JFK Jr. Filmstar wehrte sich gegen neue Serie

Worum geht es? Hollywoodstar Daryl Hannah ("Kill Bill") war Anfang der 1990er-Jahre in einer On-Off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., dem Sohn des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Jahrzehntelang hat sie ihre Erinnerungen an die Beziehung für sich behalten, jetzt brach sie ihr Schweigen.

Weshalb? Die Schauspielerin ist sehr unglücklich mit der Art, wie sie in der neuen Mini-Serie von Disney Plus "Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette" dargestellt wird und hat ihrem Ärger nun in einem Essay für die New York Times Luft gemacht.

Worum geht es in der Serie? Um das Liebesleben des Präsidentensohnes und wie er von der Beziehung mit Daryl Hannah zu jener mit der Calvin Klein-Mitarbeiterin Carolyn Bessette wechselte, die er schließlich heiratete.

Was ärgert die Schauspielerin? Eigentlich alles an der Darstellung ihrer Person. "Die in der Serie dargestellte Figur 'Daryl Hannah' ist nicht einmal annähernd eine akkurate Darstellung meines Lebens, meines Verhaltens oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr", so die 65-Jährige in der New York Times.

Was wird über sie behauptet? Dass sie Kokain von einem antiken Möbel im Haus der Kennedys geschnupft hätte, oder dass sie den Krebstod von JFK Jrs. Mutter Jackie Kennedy Onasis mit dem Tod eines Hundes verglichen hätte.

Was wurde aus JFK Jr. und Carolyn Bessette? Das Ehepaar – sie heirateten im September 1996 – kam drei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz vor der Insel Martha's Vineyard ums Leben.

Und Daryl Hannah? Sie ging 2014 eine Beziehung mit dem Musiker Neil Young (80) ein und ist seit 2018 mit ihm verheiratet.

Selenskyj bedroht Orban Er will ihm Militär auf den Hals hetzen

Worum geht es? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat während einer Pressekonferenz den ungarischen Premierminister Viktor Orban mit militärischer Gewalt bedroht.

Was hat Selenskyj gesagt? Wortwörtlich: "Wir hoffen, dass keine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockiert." Falls doch, werde man die Adresse dieser Person "an unsere Streitkräfte, an unsere Burschen weitergeben – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".

In welchem Zusammenhang fiel diese Äußerung? Es geht um einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine, dessen Auszahlung Orban als einziger EU-Staatschef blockiert. Der ukrainische Präsident hat die Drohung laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN in einer Pressekonferenz am Donnerstag ausgesprochen.

Wie reagierte die EU? Sie verurteilte die "inakzeptablen" Drohungen: "Diese Art von Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", so der Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill. "Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen" und gemeinsame Ziele zu erreichen, so Gill.

Was ist der Hintergrund? Ungarn gehört zu den vehementesten Gegnern der EU-Politik, den Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion mit Milliardenzahlungen zu unterstützen. Im Gegenzug hat die Ukraine eine Ölpipeline von Russland nach Ungarn blockiert – angeblich verhindere ein technisches Problem eine rasche Reparatur.

Was ist das größere Bild? In Ungarn wird Anfang April gewählt, für Amtsinhaber Viktor Orban stehen die Chancen derzeit eher schlecht. Aber der Konflikt mit der Ukraine spielt ihm politisch in die Hände, er könnte sich dadurch als "Retter der ungarischen Interessen" stilisieren, so Polit-Beobachter.

Wie viel Geld hat die Ukraine bereits von der EU bekommen? Aktuell sind es knapp unter 200 Milliarden Euro, und zwar in Form von Finanzhilfen, militärischer Unterstützung und Krediten. Weitere Leistungen in der Höhe von insgesamt etwa 140 Milliarden sind beschlossen, dazu gehört auch der 90-Milliarden-Kredit, den Ungarn blockiert.

Springer kauft Telegraph Britische Mediengruppe wird deutsch

Worum geht es? Der deutsche Axel-Springer-Verlag (u.a. Bild, Welt, Politico) kauft das britische "Telegraph"-Medienhaus vom bisherigen Eigentümer, dem US-Investmentunternehmen Redbird IMI. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Der Kaufpreis beträgt 575 Millionen Pfund (ca. 660 Millionen Euro).

Wofür steht der Telegraph? Die 1855 gegründete Zeitung versteht sich als konservative Speerspitze der britischen Verlagslandschaft. Neben der Tageszeitung gehören eine Sonntagszeitung (Sunday Telegraph), ein Online-Portal sowie diverse Magazinbeilagen zum Produkt-Portfolio des Verlages.

Warum expandiert Springer nach Großbritannien? Der Telegraph steht bereits seit 20 Jahren auf der Einkaufsliste des deutschen Verlags, wie Springer-Chef Mathias Döpfner erklärte. "Nun wird unser Traum wahr".

Was ist der Plan? Ziel sei es laut Springer einerseits, den Telegraph zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen". Und in weiterer Folge damit auf den US-Markt zu expandieren. Dort ist Springer bereits mit dem Polit-Portal Politico aktiv.

Was muss man über den Telegraph wissen? Er ist eine der traditionsreichsten Zeitungen Großbritanniens, war aber zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten. Mit den Millionen von Springer soll jetzt der Sprung in die digitale Zuunft gelingen.

5. März 2026

KI stellt Rezepte aus Aber sie lässt sich austricksen

Worum geht es? Der Bundesstaat Utah hatte zu Jahresbeginn ein Pilotprogramm gestartet. Statt einem Arzt stellt ein KI-System – betrieben von der Gesundheit-Tech-Firma Doctronic – Rezepte aus.

Für wen ist gedacht? Vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die KI darf das Medikament autonom erneuern, also ohne direkte ärztliche Unterschrift.

Wie funktioniert das? Patienten, die bereits ein Rezept für ein bestimmtes Medikament hatten, können sich bei der KI anmelden. Sie führt dann einen kurzen medizinischen Frage-Dialog durch und entscheidet, ob ein erneutes Rezept angemessen ist.

Was passiert bei einem Okay? Wenn alles klar ist, wird die erneuerte Verordnung direkt an die Apotheke gesendet. Ist die KI unsicher, wird ein menschlicher Arzt hinzugezogen.

Was ist erlaubt, was nicht? Die KI darf derzeit nur Routine-Medikamente für chronische Bedingungen erneuern (z. B. Blutdruckmittel, Diabetes-Medikamente, Hormontherapien), keine kontrollierten Substanzen wie Opioide oder ADHS-Medikamente.

Was ist das Ziel? Warteschlangen bei Routine-Rezepteverlängerungen zu verkürzen und den Zugang zur Versorgung zu verbessern, besonders für Menschen in ländlichen Gebieten.

Was ist das Problem? Die KI lässt sich überlisten. Das System wurde dazu gebracht, eine Dosis OxyContin (starkes Opioid-Schmerzmittel) zu verdreifachen, Methamphetamin falsch zu etikettieren und falsche Impfstoffbehauptungen zu verbreiten, berichtet Axios.

War das schwierig? Es gehörte zu den einfachsten Dingen, die ich in meiner gesamten Karriere geknackt habe", sagte Aaron Portnoy, Chief Product Officer bei Mindgard. Er hatte den Test durchgeführt.

Besuch in Dom kostet Kirche will bald Eintritt verlangen

Worum geht es? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. In Zukunft soll für touristische Besucher Eintritt verlangt werden.

Warum? Der Grund dafür sind die hohen Kosten für Erhaltung, Sicherheit und Organisation: 16 Millionen Euro pro Jahr im Betrieb.

Wie viele Besucher kommen? Jährlich besuchen etwa 6 Millionen Menschen den Dom. Rund 99 Prozent davon sind Touristen.

Müssen alle zahlen? Nein, für Gottesdienste und für Menschen, die zum Gebet kommen, soll der Eintritt weiterhin kostenlos bleiben.

Wie hoch wird der Eintritt? Der genaue Preis ist noch nicht festgelegt. Aber ab der zweiten Hälfte 2026 soll es losgehen.

Warum soll ich mir das anschauen? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. Der Bau begann bereits im Jahr 1248 und wurde erst 1880 fertiggestellt.

Womit fällt er auf? Durch die zwei riesigen Türme, die etwa 157 Meter hoch sind. Damit war der Kölner Dom zeitweise sogar das höchste Gebäude der Welt. Die Besichtigung von außen bleibt weiter gratis.

Neue Kennzeichen Deutsche fahren zukünftig regionaler

Worum geht es? Falls Sie in Österreichs Urlaubsgebieten bald Kennzeichen sehen, die mit VIL (Bad Vilbel) oder ATT (Attendorn) oder WV (Westoverledingen) beginnen, wundern Sie sich nicht: Das hat alles seine Ordnung.

Nämlich? Der deutsche Bundesrat macht heute, Freitag, mutmaßlich den Weg dafür frei, dass in Deutschland bis zu etwa 320 neue Kfz‑Kennzeichen eingeführt werden.

Wer darf ran? Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, ein eigenes Ortskennzeichen auf dem Nummernschild zu bekommen.

Wie viele betrifft das? Es könnten rund 320 neue Kennzeichenkürzel entstehen, die es bis jetzt nicht gibt.

Warum? "Schuld" ist ein Projekt von Touristik-Professor Ralf Bochert an der Hochschule Heilbronn. Die Idee dahinter: Kfz-Schilder seien ein wirksames Werkzeug für das Stadtmarketing und würden die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken.

Wie sieht das die Politik? "Kfz-Kennzeichen sind mehr als reine Verwaltungskürzel", sagt der niedersächsische Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). "Ein prägnantes Kennzeichen macht kleinere Orte überregional sichtbarer."

Kommt das fix? Der Beschluss im Bundesrat ist ein wichtiger Schritt, aber noch nicht das endgültige Gesetz. Nächste Instanz ist der Bundestag, der über die Änderung der Fahrzeug‑Zulassungsverordnung entscheiden muss. Dort ist das Kennzeichenwesen geregelt.

Eklat bei Beauty-Contest 20 Kamele im Oman disqualifiziert

Worum geht es? Zugegeben, die Veranstaltung fand vor dem Krieg im Nahen Osten statt, kurvt nun aber in der Welt herum. Das Camel Beauty Show Festival im Sultanat Oman nahm eine unerwartete Wendung.

Was ist passiert? 20 Kamele wurden aus dem Wettbewerb ausgeschlossen, weil sie kosmetische Eingriffe erhalten hatten, um besser auszusehen als die Konkurrenz.

Wie bitte? Diese Schönheitswettbewerbe für Kamele haben in der Golfregion eine lange Tradition. Die Tiere werden anhand von Kriterien wie Körperform, Halslänge, Fell, Kopfform oder Höcker bewertet.

Was war diesmal? In diesem Jahr entdeckten die Untersuchungsteams jedoch bei routinemäßigen Kontrollen, dass zahlreiche Tiere mit verbotenen kosmetischen Mitteln behandelt worden waren.

Was zum Beispiel? Botox‑Injektionen, um Gesichtszüge weicher oder attraktiver wirken zu lassen, Filler, Silikon oder andere Substanzen, um Lippen, Nase oder Höcker zu formen, möglicherweise auch Hormone, die Muskeln betonen sollten.

Warum ist das verboten? Solche Eingriffe verstoßen gegen die Regeln der Wettbewerbe, weil sie nicht natürlichen Eigenschaften entsprechen und unfairen Vorteil verschaffen. Daher wurden alle betreffenden Tiere disqualifiziert.

Wann fand der Wettbewerb statt? Er startete am 8. Februar in Al‑Musannah und war für fünf Tage angesetzt. Auch Sieger wurden gekürt, doch im Skandal um die disqualifizierten Tiere blieben die Schönsten der Schönen in internationalen Medien gänzlich unerwähnt.

5 Prozent Wachstum China schraubt seine Ziele zurück

Worum geht es? Beim Nationalen Volkskongress in der Volksrepublik China hat die Regierung ein neues Wirtschaftswachstumsziel ausgegeben: Die Wirtschaft soll im Jahr 2026 um zwischen etwa 4,5 und 5 Prozent wachsen.

Warum ist das bemerkenswert? Dieses Wachstumziel ist das niedrigste seit Jahrzehnten – zuletzt gab es ähnlich moderate Ziele Anfang der 1990er‑Jahre.

Was ist das größere Bild? Ein Wachstum von etwa 5 Prozent für China gilt international weiterhin als relativ stark – für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist es jedoch ein deutlich niedrigeres Ziel als in den Boomjahren der Vergangenheit.

Was steckt dahinter? China hat derzeit mehrere wirtschaftliche Herausforderungen: Eine langwierige Immobilienkrise, die Investitionen und Nachfrage bremst. Einen schwachen Inlands‑Konsum und Überproduktion in einigen Industrien, dazu globale Unsicherheiten.

Was ist der Nationale Volkskongress? Die wichtigste jährliche Parlamentssitzung Chinas. Auf ihm legt die Regierung ihre Ziele für Wirtschaft, Haushalt und Sozialpolitik für das kommende Jahr und oft auch für längere Planungszeiträume vor.

Ehrgeizig ist sexistisch Neue Richtlinien für Jobanzeigen

Worum geht es? Eine neue Richtlinie der britischen Labour-Regierung zielt darauf ab, Stellenanzeigen inklusiver zu gestalten, um mehr Vielfalt am Arbeitsplatz zu fördern. Sie ist ab sofort gültig.

Was ist die Idee? Arbeitgeber sollen Formulierungen vermeiden, die als stereotypisch männlich wahrgenommen werden, so das Office for Equality and Opportunity.

Zum Beispiel? "Wettbewerbsorientiert“, "ehrgeizig" oder "dominant". Studien haben gezeigt, dass solche Begriffe oft Frauen oder nicht-binäre Personen unbewusst abschrecken, da sie das Gefühl vermitteln, dass nur bestimmte Persönlichkeitsprofile erwünscht sind.

Was ist die Alternative? Die Regierung empfiehlt, neutralere oder positivere Begriffe zu nutzen, die Fähigkeiten und Motivation unabhängig vom Geschlecht betonen, zum Beispiel "teamorientiert", "engagiert" oder "lernbereit".

Ist das jetzt Pflicht? Die neue Empfehlung der britischen Labour‑Regierung ist keine gesetzlich bindende Pflicht, sondern eine Regierungsrichtlinie bzw. Leitlinie für Arbeitgeber, die im Rahmen der Gleichstellungs‑ und Diversity‑Politik herausgegeben wurde.

Gibt es Kritik? Jede Menge. Claire Coutinho, Schattenministerin für Frauen und Gleichstellung, bezeichnete den Rat als "Unsinn" und "herablassendes Kauderwelsch".

Was ist ihr Argument? "Unternehmen zu sagen, dass Frauen die Wörter 'ehrgeizig', 'wettbewerbsorientiert' oder 'unternehmerisch' als zu männlich empfinden, ist ehrlich gesagt eine Beleidigung für Frauen", sagte sie.

Saharastaub in Europa Auch Österreich sieht heute rot

Worum geht es? Eine massive Staubfahne aus der Sahara zieht derzeit quer über Europa. Sie erreicht heute, Freitag, Österreich und färbt den Himmel auch am Wochenende teils leicht rötlich, milchig ein.

Was steckt dahinter? Saharastaub ist feiner, mineralischer Staub, der aus der Sahara-Wüste in Nordafrika stammt. Er besteht vor allem aus Sand-, Ton- und Mineralpartikeln, die durch Wind aufgewirbelt werden und dann über große Strecken durch die Atmosphäre transportiert werden.

Was ist die Folge? Der Himmel wirkt manchmal milchig, rötlich oder orange, besonders bei Sonnenauf- oder -untergang. Saharastaub kann sich auf Autos, Terrassen oder Fenstern ablagern. Bei starkem Eintrag kann er Luftqualität und Sicht vorübergehend beeinträchtigen.

Ist er gefährlich? Der Staub ist meist nicht gefährlich für gesunde Menschen, kann aber bei hohen Konzentrationen die Luftqualität verschlechtern.

Gelten Verhaltensregeln? Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien sowie Kinder und ältere Personen sollten sich bei starker Belastung gegebenenfalls schonen oder Aktivitäten im Freien reduzieren.

Bis zu 45.000 Euro Briten zahlen für freiwillige Ausreisen

Worum geht es? Die britische Regierung plant ein neues Pilot‑Programm, bei dem Familien von abgelehnten Asylbewerbern bis zu 45.000 Euro erhalten können, wenn sie freiwillig das Land verlassen.

Wie funktioniert das? Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, können sich für das Programm melden. Wer innerhalb von 7 Tagen freiwillig ausreist, erhält 11.250 Euro pro Person.

Wer ist betroffen? Es soll zunächst ein Pilotversuch mit etwa 150 Familien geben. Teilnehmen können diejenigen, die kooperieren und innerhalb der Frist ausreisen.

Kann jede Familie mitmachen? Nein, am Donnerstag wurden 150 Familien per Brief über das neue Programm informiert. Das Innenministerium ist bereit, diejenigen, die den Antrag ablehnen, gegebenenfalls zwangsweise abzuschieben, sofern sie aus einem sicheren Land stammen, darunter auch Kinder.

Warum macht die Regierung das? Großbritannien gibt sehr viel Geld für Unterbringung und Unterstützung abgelehnter Asylbewerber aus – durchschnittlich über 170.000 Euro pro Familie und Jahr. Durch die Prämien hofft man, Millionen Pfund pro Jahr einzusparen.

Woher kommt der Plan? Die Idee wurde teilweise von ähnlichen Programmen in Dänemark inspiriert, die dort schon praktiziert werden.

Gibt es keine Kritik? Die Maßnahme ist Teil eines größeren Migrationspakets der Labour‑Regierung, das härtere Regeln und weniger Unterstützung für illegale Migranten vorsieht. Der Vorschlag ist umstritten und hat innerhalb der Labour-Partei und in der Öffentlichkeit Debatten ausgelöst.

4. März 2026

20,7 % mit Übergewicht Zahl fettleibiger Kinder explodiert

Worum geht es? Laut dem World Obesity Atlas 2026  leben aktuell 20,7 % der Kinder und Jugendlichen (5–19 Jahre) weltweit mit Übergewicht oder Adipositas – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Jahrzehnten.

Wer sagt das? Die Welt-Adipositas-Föderation, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Bekämpfung, Prävention und Behandlung von Adipositas konzentriert. Sie ist offizieller Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vertritt über 80 nationale Verbände.

Was sagen die Zahlen aus? Über 500 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind übergewichtig oder adipös, und die Zahl könnte bis 2040 auf rund 507 Millionen steigen, wenn keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden.

Was bedeuten die Begriffe? Als fettleibig gilt jemand, wenn sein BMI (Body-Mass-Index) 30 oder höher ist, und als übergewichtig, wenn er über 25 liegt.

Was erschreckt besonders? Wie früh das beginnt. Weltweit waren 2025 schon etwa 180 Millionen Kinder fettleibig. Die neuen Zahlen  deuten jedoch darauf hin, dass bis 2040 etwa 227 Millionen aller Fünf- bis Sechzehnjährigen fettleibig sein werden.

Gibt es regionale Unterschiede? Die Zahl der betroffenen Kinder konzentriert sich stark in wenigen Ländern: China, Indien und die USA gehören zu den Ländern mit den höchsten absoluten Zahlen. In Indien haben über 40 Millionen Kinder einen hohen BMI (übergewichtig oder adipös).

Was sind die Ursachen? Kalorienreiche, hochverarbeitete Lebensmitteln, geringere körperliche Aktivität und starkes Marketing für ungesunde Produkte.

Was fordert die World Obesity Federation? Ohne politische Gegenmaßnahmen, etwa stärkere Regulation von Junk-Food-Marketing, Zuckersteuern oder Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung, wird diese Entwicklung weiter zunehmen.

Treffen ohne Treffen Netflix-Chef blitzte im Weißen Haus ab

Worum geht es? Um einen spektakulären Medien-Deal, der in der vergangenen Woche eingefädelt wurde. Paramount Skydance sicherte sich nach einer monatelangen Bieterschlacht den Medienkonzern Warner Bros. Discovery.

Wer ging leer aus? Netflix, obwohl der Streamer zwei Monate lang wie der sichere Sieger aussah. Am Ende legte Paramount Skydance ein Angebot über 111 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Da konnte oder wollte Netflix nicht mit.

Warum ist der Deal bedeutsam? Weil der nächste Buddy von Donald Trump sich einen großen Medienkonzern sicherte. Larry Ellison, Gründer von Oracle und sechstreichster Mensch der Erde, stellte das Geld auf, sein Sohn David ist CEO von Paramount Skydance.

Was blieb in Erinnerung? Am Donnerstag, 26. Februar, besuchte Netflix-Chef Ted Sarandos das Weiße Haus, es gibt Fotos davon. Er ging hin, um sich zu versichern, dass die geplante Übernahme seines Unternehmens von den Aufsichtsbehörden fair geprüft würde.

Aber? Es fand gar kein Treffen statt, wurde nun bekannt. Nicht mit Trump, auch mit keinem anderen Vertreter oder Beamten.

Was dann? Kurz nach seiner Ankunft im Weißen Haus wurde Sarandos darüber informiert, dass sein Treffen aufgrund einer kurzfristigen Terminkollision abgesagt wurde, und er verließ daraufhin umgehend das Gebäude.

Gar kein Kontakt mit Trump? Doch, am Abend soll der Präsident Sarandos angerufen haben. Da war Netflix aber schon aus dem Deal ausgeschieden.

"Nein zum Krieg!" Spanien übt scharfe Kritik an USA

Worum geht es? Die EU übt sich eher in Zurückhaltung, nicht so Spaniens Premierminister Pedro Sánchez. Er attackierte die USA wegen ihres Militäreinsatzes gegen den Iran ungewöhnlich deutlich.

Mit welchen Worten? Sánchez bezeichnet die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "Katastrophe" oder "Desaster" und warnt, dass ein größerer Krieg weitreichende, negative Konsequenzen für die Welt haben könnte.

Was ist sein Punkt? Sánchez und sein Außenminister betonen, dass die militärischen Aktionen nicht durch ein UN-Mandat oder internationales Recht gedeckt seien. Damit stellt er die Legitimität der US-Führungshandlungen infrage.

Blieb es bei den Worten? Spanien hat abgelehnt, seine gemeinsamen Militärbasen (z. B. in Rota und Morón) den USA für die Angriffe gegen den Iran zur Verfügung zu stellen — auch deswegen übt Sánchez Kritik, weil er nicht Teil dieser Operationen sein will.

Wo hat Sanchez das gesagt? Im Rahmen einer Fernseh‑ und Medienansprache am 4. März. Sie kam aus dem spanischen Regierungssitz in Madrid.

Was war die zentrale Botschaft? "Die Position der spanischen Regierung lässt sich mit vier Worten zusammenfassen: Nein zum Krieg."

Wie reagierten die USA? Einige US-Politiker legten Spaniens Position als Schwäche aus. Präsident Donald Trump drohte mit möglichen Handelsmaßnahmen.

Neuer Kampfplatz Libanon Israel schickt Bodentruppen in Süden

Worum geht es? Israelische Truppen drangen am Mittwoch mehrere Kilometer tief ins libanesische Staatsgebiet vor. Vor allem die Stadt Chiam – etwa sechs Kilometer hinter der Grenze gelegen – wurde unter Artilleriebeschuss genommen.

Was ist das Ziel? Offiziell wird dies als "taktische Maßnahme" oder "vorwärtsverteidigende Stellung" beschrieben, um Hisbollah‑Angriffe gegen israelische Grenzorte zu verhindern. Israel warnte Tausende Bewohner in südlibanesischen Dörfern, sich in Sicherheit zu bringen.

Was ist der Auftrag? Verteidigungsminister Israel Katz und Premierminister Benjamin Netanyahu autorisierten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, strategische Positionen im Südlibanon zu besetzen, um die Sicherheit nördlicher israelischer Gemeinden zu erhöhen.

Startet damit eine Bodenoffensive? Nein, die Armee spricht bewusst nicht von einer groß angelegten Bodenoffensive, sondern von gezielten Truppenbewegungen und Pufferflächen nahe der Grenze.

Gab es bisher Opfer? Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Baalbek sind laut libanesischen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Libanon spricht von bisher 11 Todesopfern.

Was war der Auslöser? Die aktuellen Spannungen begannen, nachdem die pro‑iranische Miliz Hisbollah wieder verstärkt Raketen und Drohnen auf nördliche israelische Städte abgefeuert hat – als Reaktion auf die weiterlaufenden Konflikte zwischen Israel und dem Israel.

Türkei fängt Rakete ab Wird NATO bald in den Krieg gezogen?

Worum geht es? Türkei berichtet, dass eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen wurde, bevor sie türkischen Luftraum erreichen konnte. Die Rakete war offenbar auf einem Kurs durch den Irak und Syrien Richtung Türkei.

Wer stoppte die Rakete? NATO‑Luft‑ und Raketenabwehrsysteme im östlichen Mittelmeer neutralisierten den Flugkörper, bevor er in türkisches Territorium eindringen konnte.

Gab es Opfer? Es wurden keine Verletzten oder Opfer wurden gemeldet; Trümmerteile fielen im Gebiet der türkischen Provinz Hatay (Dörtyol) zu Boden.

Warum ist der Vorfall politisch brisant? Dies wäre der erste bekannte Fall, in dem ein ballistischer Raketenangriff aus dem Iran direkt durch NATO‑Abwehrsysteme für einen NATO‑Staat abgefangen wurde.

Was kann die Folge sein? Der Vorfall erhöht die Spannungen erheblich, weil ein NATO‑Mitglied unmittelbar von iranischer Raketenbedrohung betroffen war.

Greift die Beistandspflicht? Ein solcher Angriff könnte unter bestimmten Bedingungen politische Verpflichtungen des Bündnisses auslösen (z. B. Artikel 5), je nachdem, ob ein Angriff als gezielte Aggression gegen ein Mitglied gewertet wird.

Was steht wörtlich in Artikel 5? „Ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Mitglieder in Europa oder Nordamerika wird als Angriff gegen alle Mitglieder betrachtet."

Trump verspottet Starmer Briten-Premier sei "kein Churchill"

Worum geht es? Bei einer Presserunde im Oval Office nahm US-Präsident Donald Trump zu Großbritanniens Haltung im Krieg gegen den Iran und die Nutzung britischer Militärstützpunkte Stellung.

Was sagte er? Hängen blieb vor allem ein Satz, in dem er den britischen Premierminister Sir Keir Starmer verspottete. Der Labour-Politiker hatte sich im vergangenen Jahr intensiv um die Gunst von Trump bemüht.

Aber? "This is not Winston Churchill that we’re dealing with," kanzelte Trump nun Starmer ab. Der sei eben  "kein Winston Churchill". Trup meinte damit, dass Starmer nicht die entschlossene, kriegsführende Führungsperson wie Sir Winston Churchill sei.

Was ist der Hintergrund? Trump kritisierte die Verzögerung bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte für Angriffe auf iranische Ziele und den Widerstand gegen offensive militärische Aktionen.

Wer war Winston Churchill? Der passionierte Zigarrenraucher war von 1940 bis 1945 und später von 1951 bis 1955 Premierminister Großbritanniens. Während des Zweiten Weltkriegs war er die zentrale Figur, die den Widerstand gegen Nazi-Deutschland organisierte.

Welche Rolle spielte er für die USA? Churchill pflegte ein sehr enges Verhältnis zu Präsident Franklin D. Roosevelt, um die Amerikaner zu einem Kriegseintritt zu bewegen. Das passierte dann erst nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941.

Epstein-Akten weg USA nehmen 47.635 Dokumente offline

Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hat nach Medienberichten mehr als 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt.

Warum? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.

Was wird überprüft? Man wolle etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.

Welche Dokumente betrifft das? Unter den fehlenden Akten sind laut US-Medien FBI-Vermerke, Klageschriften, Zeugenaussagen und interne Ermittlungsnotizen.

Hat das auch mit Trump zu tun? Einige Dateien enthalten Aussagen einer Frau, die behauptet, dass Trump in den 1980er-Jahren in Epsteins Umfeld war. Trump wird indirekt mit sexuellen Begegnungen in Verbindung gebracht, die zu der Zeit stattgefunden haben sollen, als die Zeugin minderjährig war.

Was bedeutet das? Die Akten enthalten FBI-Interview-Notizen, keine formellen Anklagen oder Beweise, dass Trump strafrechtlich verfolgt wurde.

Ist der Vorgang umstritten? Demokratische Abgeordnete haben das DOJ kritisiert und behauptet, dass das Entfernen von Unterlagen den Gesetzeszweck des Transparenzgesetzes unterlaufen könne und gezielt zuständige Informationen zurückgehalten werden könnte.

Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.

Torpedo-Attacke USA versenken Iran-Schiff, viele Tote

Worum geht es? Ein U.S.-Unterseeboot hat Mittwoch um 5.08 Uhr im Indischen Ozean vor der Südküste Sri Lankas ein iranisches Kriegsschiff namens IRIS Dena mit einem Torpedo versenkt. Das bestätigte der US-Verteidigungsminister bei einem Pentagon-Briefing.

Gibt es dafür Belege? Das Pentagon veröffentlichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zeigen, wie ein Schwergewichtstorpedo vom Typ Mark 48 die Fregatte trifft und eine Fontäne Meerwasser in die Luft schleudert.

Wie wie viele Opfer gab es? Die Fregatte befand sich offenbar in internationalen Gewässern, als sie getroffen wurde. Mindestens 87 iranische Seeleute sind ums Leben gekommen. Rund 32 Personen wurden von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen.

Was ist der Hintergrund? Dieser Angriff markiert eine weitere Eskalation im Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran, der sich inzwischen über den Nahen Osten hinaus auszubreiten scheint.

Was ist die Einordnung? US-Militärsprecher und hochrangige Offizielle sagen, dies sei der erste Torpedo-Versenkung eines US-Unterseeboots seit dem Zweiten Weltkrieg.

Wie wurde das bejubelt? "Ein stiller Tod", sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Wie damals im Krieg, als wir noch das Kriegsministerium waren, kämpfen wir, um zu gewinnen."

3. März 2026

"Geschlechter-Polizei" US-Urteil gibt Schulen Info-Rechte

Worum geht es? In Kalifornien gab es bisher Regelungen bzw. Schulrichtlinien, nach denen Schulen die geschlechtliche Identität eines Schülers nicht ohne dessen Zustimmung an die Eltern weitergeben durften.

Was heißt das? Wenn sie ein Kind in der Schule als transgender outet, durften die Schulen nicht mehr mit den Eltern darüber in Kontakt treten oder sie informieren. Das wurde nun vom Obersten Gerichtshof gestoppt.

Was war das Ziel der Regel? Transgender-Schüler vor möglichen negativen Reaktionen zu Hause zu schützen, etwa wenn ein Coming-out im familiären Umfeld zu Konflikten oder Gefährdungen führen könnte.

Warum kam das vor das Höchstgericht? Eltern klagten. Sie argumentierten, dass sie ein verfassungsrechtlich geschütztes Recht haben, über wesentliche Entwicklungen im Leben ihrer Kinder informiert zu werden, insbesondere bei Fragen der Identität.

Wie urteilten die Richter? Der Supreme Court entschied am 3. März mit einer 6:3-Mehrheit, dass bestimmte kalifornische Schulvorschriften vorläufig außer Kraft gesetzt werden. Schulen dürfen Eltern informieren, wenn sich ein Kind in der Schule als transgender identifiziert.

Warum vorläufig? Die Entscheidung erfolgte im Rahmen eines Eilverfahrens („stay“). Das bedeutet: Es ist noch kein endgültiges Urteil in der Hauptsache, sondern eine vorläufige Regelung, bis der Fall vollständig verhandelt ist.

Wie sahen das die sechs Befürworter? Die Richtermehrheit argumentierte, dass Eltern ein grundrechtlich geschütztes Erziehungsrecht haben. Der Staat darf Eltern nicht grundsätzlich von Informationen ausschließen, die die Identität und Entwicklung ihres Kindes betreffen.

Und die drei Gegner? Der Schutz der Privatsphäre und Sicherheit von Transgender-Jugendlichen müsse stärker berücksichtigt werden. Eine vorläufige Außerkraftsetzung könne negative Folgen für betroffene Schüler haben.

Wie reagierte die Politik? Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verteidigte das Gesetz. In einer Erklärung warnte er davor, dass die Lehrkräfte nun "Geschlechterpolizei" spielen müssten.

Schluss mit Ikea-Affen Punch tollt lieber mit Kollegen herum

Worum geht es? Punch (auch Panchi‑kun) ist ein junges Makaken‑Affenbaby im Ichikawa City Zoo, das im Juli 2025 geboren wurde. Kurz nach der Geburt wurde er von seiner Mutter verstoßen.

Warum? Das kann bei Makaken vorkommen, etwa wenn die Mutter erstmals geboren hat oder durch Stress überfordert ist.

Was passierte dann? Da Makaken‑Babys instinktiv bei der Mutter Sicherheit und körperliche Nähe suchen, gaben ihm die Pfleger zur emotionalen Unterstützung ein Plüsch‑Orang‑Utan‑Kuscheltier (von Ikea).

Mit Erfolg? Kann man so sagen. Punch klammerte sich sofort daran und trug es fortan ständig bei sich, als sei es sein "Ersatz‑Mama".

Warum wurde das ein Thema? Videos, in denen er das Stofftier umarmt, damit schläft oder nach Stress daran zieht, berührten Millionen Menschen weltweit. Clips von Punch und seinem Kuscheltier wurden auf TikTok, Instagram und Twitter vielfach geteilt.

Wieso? Viele Menschen fühlen sich von seiner Geschichte emotional angesprochen: ein kleines Tier, allein und unsicher, das sich an ein weiches Stofftier klammert.

Profitierte Ikea? Der Plüsch‑Orang‑Utan (Djungelskog) verkaufte sich rasant und war vielerorts ausverkauft. Ikea Japan hat sogar zusätzliche Kuscheltiere an den Zoo gespendet, damit Punch immer einen Ersatz hat.

Was änderte sich für Punch jetzt? Er wurde lange von der Makaken-Gruppe ausgestoßen, nun finden sie Gefallen an ihm. Neue Videos zeigen, wie Punch mit anderen Affen durch das Gehege tobt. Der Plüschaffe hat das Nachsehen.

Wie geht es ihm also? Der Ichikawa City Zoo veröffentlichte ein Update. Ein Tierpfleger berichtet, dass sich Punch die Nase etwas aufgeschürft hat, aber alles halb so wild. Der Kontakt mit den anderen Affen habe sich intensiviert. Er hat sie "als Freunde gefunden und scheint viel Spaß beim Spielen mit ihnen zu haben,“ schreibt der Zoo.

38 Bars geschlossen Bierkette BrewDog steckt in der Krise

Worum geht es? BrewDog, die bekannte schottische Craft‑Beer‑Brauerei und Betreiberin von Bars, wurde Ende Februar verkauft und schlitterte nun in die Insolvenz. Das hat harte Folgen, auch für 200.000 Privatanleger.

Insolvent trotz Verkaufs? Ja, die US‑Firma Tilray Brands übernahm große Teile der BrewDog‑Marke und Betriebe, aber eben nicht alle.

Heißt? Insgesamt 38 BrewDog‑Bars (hier die Liste) wurden mit "unmittelbarer Wirkung" geschlossen und sind nicht Teil des Übernahme‑Deals. Die Liste umfasst zahlreiche Standorte in England, Wales und Schottland, auch London ist betroffen. 11 Bars bleiben.

Ist BrewDog auch in Österreich aktiv? Nein, es gibt Standorte in Deutschland, die nun auch geschlossen werden. BrewDog-Biere gibt es aber in Supermärkten wie Billa oder Spar.

Was war das Problem? Das Unternehmen hängt finanziell schon seit Jahren in den Seilen. Nun fallen 484 Jobs weg, viele müssen um ihr Geld zittern.

Warum? BrewDog hat über viele Jahre eine sehr bekannte Crowdfunding‑Initiative mit dem Namen "Equity for Punks" angeboten. Dabei konnten Bierfans direkt Aktien des Unternehmens kaufen.

Wie viele machten mit? Die Initiative startete 2009 und lief über einige Runden. Insgesamt nahmen über 200 000 Menschen teil, es wurden mehrere zehn Millionen Pfund investiert.

Was passiert jetzt? Die „Equity Punks“ stehen derzeit ohne Rückzahlung da – ihre Anteile sind voraussichtlich wertlos, weil alle verfügbaren Mittel im Verkaufsprozess anderen Stakeholdern (z. B. bevorzugten Investoren oder Gläubigern) zustehen.

Heißt im Klartext? Das Geld ist weg.

Offener Streit in MAGA "Israel hat die USA in Krieg gezogen"

Worum geht es? MAGA, also die Bewegung "Make America Great Again", gilt als das ideologische Hinterland von Donald Trump. Der Krieg im Iran hat nun aber offenbart, dass es sehr unterschiedliche Strömungen in der Gruppierung gibt.

Wie kam das raus? Durch Marco Rubio. Der US-Außenminister äußerte sich am Montag gegenüber Reportern. Dabei machte er Israel faktisch dafür verantwortlich, die USA in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen zu haben, berichtet Axios.

Warum ist das ungewöhnlich? Es zeigt zwei Bruchlinien auf. Einmal in der Regierung Trump, aber auch in der MAGA-Bewegung, in der es viele Vertreter gibt, die dem Kriegseintritt der USA ablehnend gegenüberstehen.

Was sagte Rubio? "Wir wussten, dass es eine israelische Aktion gegen den Iran geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff des iranischen Regimes auf amerikanische Streitkräfte auslösen würde." Hier das Video dazu.

Wie erklärte er den Kriegseintritt? "Wir wussten, dass wir höhere Verluste erleiden würden, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgehen würden, bevor sie diese Angriffe starten könnten ... Und dann würden wir alle hier sitzen und Fragen beantworten müssen, warum wir das wussten und nicht gehandelt haben".

Ungewöhnlich, oder? Ja, die USA und vor allem Donald Trump lassen sich von einem viel kleineren Land wie Israel in einen Krieg treiben? Vor allem von einem Land, dem sie Geld und Waffen zur Verfügung stellen?

Stellt sich Rubio also gegen den Krieg? Mitnichten. "Natürlich waren wir uns der israelischen Absichten bewusst und verstanden, was das für uns bedeuten würde, und wir mussten entsprechend handeln. Aber das musste auf jeden Fall geschehen,“ sagte er.

Warum ist das ein MAGA-Problem? Viele fühlen sich von Trump verraten, vor allem rechte und antisemitische Kreise. Aber selbst gemäßigte Trump-Verbündete wie Matt Walsh vom Daily Wire schrieb auf X über Rubio: "Er sagt uns also ganz offen, dass wir uns im Krieg mit dem Iran befinden, weil Israel uns dazu gezwungen hat. Das ist im Grunde das Schlimmste, was er hätte sagen können."

Trump sagt Dinner zu Erstmals bei Journalisten-Treffen dabei

Worum geht es? Donald Trump hat über seine Social‑Media‑Plattform angekündigt, dass er dieses Jahr am traditionellen White House Correspondents’ Dinner teilnehmen und dort sprechen will.

Warum kam das überraschend? Weil es erstmals der Fall ist, seit er Präsident ist – er hatte das Event während seiner ersten Amtszeit und zu Beginn seiner zweiten jahrelang boykottiert.

Was ist der Grund? Trump begründet seine Teilnahme damit, dass ihm die WHCA "sehr nett" die Einladung ausgesprochen habe und dieses Jahr ein besonderer Anlass sei – das 250‑jährige Jubiläum der USA.

Wann ist der Termin? Der Dinner‑Event der White House Correspondents’ Association (WHCA) findet am 25. April statt.

Wie reagierten die Veranstalter? Die WHCA begrüßte die Teilnahme, da das Dinner traditionell die Pressefreiheit würdigt und Journalisten ehrt. Es ist aber auch berüchtigt, weil der Präsident dort in der Regel durch den Kakao gezogen wird.

Wie? Das Dinner findet seit 1921 statt. Traditionell gibt es einen Comedian oder Entertainer, der über Politik, den Präsidenten und aktuelle Themen spöttisch und humorvoll spricht. Es ist also halb Gala, halb Satire-Show.

Heuer auch? Nein und das könnte Trump umgestimmt haben. Der Mentalist und Gedankenleser Oz Pearlman wird der Hauptact sein.

Wegen Trump? Vermutlich nicht, sondern wegen des Eklats im Vorjahr. Da war Amber Ruffin vorgesehen. In einem Podcast vorab bezeichnete sich Beamte der Trump-Negierung dann aber als "Bande von Mördern" und wurde ausgeladen.

Verkehrscams gehackt So spionierte Israel den Iran aus

Worum geht es? Der Angriff von Israel und den USA auf den Iran war gut vorbereitet. Die Financial Times (FT) enthüllte nun, wie es zum Attentat auf Ayatollah Ali Khamenei, den Obersten Führer des Landes, kommen konnte.

Nämlich? Nahezu alle Verkehrskameras in Teheran seien seit Jahren gehackt worden; ihre Bilder seien verschlüsselt und an Server in Tel Aviv und im Süden Israels übertragen worden, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, schreibt die Zeitung.

Wieso half das nun? Weil es offenbar eine Verkehrskamera gab, die besonders günstig positioniert war. Sie erlaubte einen guten Blick auf die Pasteurstraße in Teheran, wo Khamenei bei einem Treffen in einem Gebäude durch einen Luftangriff getötet wurde.

Was zeigte die Kamera? Durch sie ließ sich über einen längeren Zeitraum feststellen, wo welcher Leibwächter sein Auto parkte. Dadurch ergab sich ein guter Einblick in die Abläufe in dem streng bewachten Gelände.

Wie wurden die Bilder genutzt? Details wie Adressen, Arbeitszeiten, Arbeitswege und, am wichtigsten, die Personen, die sie üblicherweise zu schützen und zu transportieren hatten, wurden miteinander vernetzt. Es entstand ein sogenanntes "Lebensmuster", wie Geheimdienstmitarbeiter es nennen, so die FT.

Gab es andere Formen der Spionage? Es wurde rund ein Dutzend Mobilfunktürme gestört. Bei Anrufen wurde der Eindruck erweckt, das Handy sei besetzt. Dadurch konnten die Leibwächter keine Warnungen erhalten.

Wie gut wusste man Bescheid? Lange vor den Bombenangriffen "kannten wir Teheran so gut wie Jerusalem", sagte ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter.

Jimi Blue als Zechpreller Zwei Lokale in Graz geschädigt

Worum geht es? Am 28. März 2022 besuchte der deutsche Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht (34, „Die Wilden Kerle“) zwei Grazer Lokale, aß, trank und ging – ohne Bezahlung. Nun sollte er dafür in München wegen Betrugs vor Gericht.

Aber? Ochsenknecht hatte gegen den ursprünglichen Strafbefehl Einspruch erhoben. Am Montag sollte vor dem Amtsgericht München deshalb die Verhandlung dazu stattfinden. Es drohte eine Vorstrafe.

Dazu kam es nicht? Nein, Ochsenknecht zog seinen Einspruch kurzfristig zurück. Er muss nun 80 Tagessätze in einer "mittleren zweistelligen" Höhe zahlen, so ein Gerichtssprecher. Aber er ist nicht vorbestraft.

Um welche Grazer Lokale geht es? Um "Katze Katze", eine Cocktailbar, und um Miss Cho, ebenfalls ein Bar, die aber im Moment geschlossen ist.

War da nicht schon einmal etwas mit Ochsenknecht? Ja, er zahlt nicht gern. 2021 feiere er in einem Viersternhotel in Kirchberg, Tirol, über mehrere Tage seinen Geburtstag, ohne die Rechnung zu begleichen.

Wie ging das aus? Das Landesgericht in Innsbruck verurteilte ihn 2025 zu einer Geldbuße von 18.000 Euro, nachdem Ochsenknecht sogar europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Die Rechnung zahlte Ex-Lebensgefährtin Yeliz Koç.

Friseursalon besetzt Protest gegen 69-Stunden-Woche

Worum geht es? Rund 30 Personen besetzten am Dienstag die Räumlichkeiten eines Pariser Friseursalons, um gegen ihre Arbeitsbedingungen und die Geschäftspraktiken ihres Arbeitgebers zu protestieren, berichtet der Le Figaro. Fälle wie dieser häufen sich.

Wo fand die Aktion statt? Im Boulevard de Strasbourg. Er liegt im 10. Arrondissement und ist bekannt für sein vielfältiges Straßenbild mit Läden, Cafés und Salons. Ein klassischer Boulevard in der Nähe der Gare de l’Est.

Was ist passiert? Fünf Angestellte warfen ihrem Chef endlose Arbeitszeiten, einen Hungerlohn und illegale Praktiken vor. Zu den Betroffenen gehören auch afrikanische Arbeiterinnen ohne Aufenthaltsgenehmigung, die ihre "Ausbeutung" durch ihren Arbeitgeber anprangerten.

Was ist damit gemeint? Eine Frau berichtete, dass sie sechs Tage die Woche, von 10.30 Uhr bis 22.00 Uhr arbeiten müssen und das für 1.300 Euro im Monat. Zusätzlich muss sie 250 Euro pro Lohnabrechnung bezahlen, auf der nur etwa zehn Arbeitsstunden ausgewiesen sind.

Wie kam es dazu? "Ich wurde zur Zahlung gezwungen," sagte die Frau von der Elfenbeinküste, die seit 2018 in Frankreich lebt. Ihr Chef nutzte aus, dass sie keine Aufenthaltsgenehmigung hat.

Warum stellte sie keinen Antrag? Sie dachte, mit diesen Gehaltsabrechnungen könne sie bei der Präfektur einen Antrag auf Legalisierung ihrer Arbeit stellen. Doch vor einigen Monaten, bei einer Polizeirazzia in ihrem Salon, erfuhr die Frau, dass ihre Gehaltsabrechnungen gefälscht waren.

Was ist das Ziel des Protests? Die Betroffenen haben beschlossen, ihren Arbeitsplatz zu besetzen, bis ihr Chef ihnen die unrechtmäßig erhaltenen Beträge zurückerstattet und ihre Überstunden bezahlt. Sie werden von der Gewerkschaft CGT unterstützt.