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17. März 2026

Dr. Google gestoppt Tipps von Laien nicht mehr aufrufbar

Worum geht es? Google hat eine KI‑Suchfunktion entfernt, die medizinische Ratschläge aus Laien‑Quellen ("crowdsourced") angezeigt hat, berichtet der Guardian.

Was genau wurde gestrichen? Die Funktion hieß "What People Suggest" und wurde 2025 eingeführt. Sie nutzte KI, um Gesundheitstipps oder Ratschläge aus Online‑Diskussionen, Foren und Nutzer‑Erfahrungen zu bündeln und als Suchergebnis bei medizinischen Fragen anzuzeigen.

Zum Beispiel? Nutzer konnten Tipps von anderen Patienten mit ähnlichen Beschwerden sehen, ohne dass ein medizinischer Experte dahinterstand.

Was ist die Begründung? Google sagt offiziell, die Entfernung sei Teil einer "breiteren Vereinfachung der Suchergebnisseite" und habe nichts mit Bedenken über Qualität oder Sicherheit zu tun.

Allerdings? Das Unternehmen betont gleichzeitig, es wolle weiterhin verlässliche Gesundheitsinformationen bereitstellen – primär aus seriösen Quellen.

Warum ist das wichtig? KI‑basierte Gesundheitsinformationen haben großes Potenzial, aber sie können auch unsichere oder ungenaue Ratschläge liefern, wenn sie ungeprüfte Inhalte aus dem Internet übernehmen. Untersuchungen zeigten, dass manche KI‑Anworten Fehlinformationen oder fehlenden Kontext enthalten können.

Trump verschiebt China Er will ein Monat später nach Peking

Worum geht es? Ende März wollte US-Präsident Donald Trump nach China reisen, um Präsident Xi Jinping zu treffen. Nun bat er offiziell darum, den Besuch um einen Monat zu verschieben.

Was war geplant? Der Besuch sollte vom 31. März bis 2. April 2026 in Peking stattfinden. Es wäre Trumps erste China-Reise seit 2017 gewesen.

Was waren die Themen? Der Streit um Zölle, Handelsregeln und Industriepolitik. Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und nicht zuletzt die Rolle Chinas im Iran-Konflikt und bei der Sicherung der Straße von Hormus.

Warum die Verschiebung? "Wegen des Krieges möchte ich hier sein, ich muss hier sein, so empfinde ich das", sagte Trump in der Nacht auf Dienstag zu Reportern. "Deshalb haben wir um eine Verschiebung um etwa einen Monat gebeten."

Schwingt da auch Ärger mit? Trump hatte China am Wochenende aufgefordert, ihn bei der Sicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. "Ich denke, China sollte auch helfen, denn China bezieht 90 Prozent seines Öls aus der Straße von Malakka."

Reaktion? Die ist bisher ausgeblieben. Auch die Verschiebung der Reise ließ China bisher einfach so stehen. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, sagte lediglich: "Beide Seiten stehen in Kontakt bezüglich des Besuchs von Präsident Trump."

Irans Machthaber tot Ali Larijani von Luftschlag getroffen

Worum geht es? Israel verlautbarte am Dienstag, dass der iranische Sicherheitschef Ali Larijani bei Luftangriffen im Rahmen des derzeitigen Krieges getötet worden sei. Am Abend bestätigten iranische Behörden den Tod.

Wie reagierte der Iran zunächst? Er versucht, die Gerüchte zu entkräften. Am Dienstag, nach Berichten über israelische Angriffe auf Larijani, veröffentlichte sein X-Account ein Bild einer handgeschriebenen Erklärung zum Gedenken an die bei einem US-Angriff getöteten iranischen Seeleute.

Wer war oder ist Larijani? Irans oberster nationaler Sicherheitsbeamter und seit der Tötung von Irans Oberstem Führer, Ayatollah Ali Khamenei, und mehrerer anderer hochrangiger Beamter faktischer Machthaber.

Was muss man über ihn wissen? Ali Larijani stammte aus einer einflussreichen politischen und religiösen Familie und war zwölf Jahre lang Parlamentspräsident.

Wodurch erlangte er Bedeutung? 2021 wurde er mit der Aushandlung eines umfassenden, 25-jährigen strategischen Abkommens mit China beauftragt, das Milliarden wert war und der von westlichen Wirtschaftssanktionen schwer getroffenen iranischen Wirtschaft eine wichtige Stütze bot.

Was war zuletzt seine zentrale Rolle? Vor Beginn des US-israelischen Angriffs war Larijani für die Niederschlagung der jüngsten Proteste verantwortlich, die das Ende der islamischen Herrschaft forderten, und setzte dabei tödliche Gewalt ein. Er unterdrückte jegliche abweichende Meinung.

"Riecht nach faulen Eiern" Neuer Planet sorgt für Überraschung

Worum geht es? Exoplanet "L 98‑59 d" wurde bereits 2019 entdeckt. Nun aber lieferte das James Webb Space Telescope (JWST) neue Erkenntnisse. "L 98‑59 d" liegt 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. So schaut er im Video aus.

Was weiß man über ihn? Der Exoplanet ist etwa 1,5‑mal so groß wie die Erde und hat eine Masse von ungefähr 2 Erdmassen, damit zählt er zu den sogenannten Super‑Erden.

Was ist ein Exoplanet? Ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, der einen anderen Stern umkreist.

Was weiß man neu über ihn? Der Planet könnte eine tief flüssige Oberfläche aus Magma (geschmolzenem Gestein) besitzen – also keine feste Kruste wie bei der Erde, sondern einen globalen Magmaozean.

Wie ist er so? Seine Atmosphäre könnte reich an Schwefel‑Gasen wie Wasserstoffsulfid (H₂S) sein, weshalb manche Berichte sagen, er "rieche nach faulen Eiern".

Was macht "L 98‑59 d" so besonders? Seine Merkmale lassen vermuten, dass L 98‑59 d zu einer neuen Klasse gehören könnte, die anders aufgebaut sind als klassische felsige oder gasreiche Planeten.

Lässt sich darauf gut leben? Nein, "L 98‑59 d" ist extrem heiß und lebensfeindlich. Die Oberflächentemperaturen betragen schätzungsweise über 1500 °C oder noch höher. Dazu herrscht eine dichte, toxische Atmosphäre mit schwefelreichen Gasen.

Mord am Ehemann Dann schrieb sie Trauerbuch für Kinder

Worum geht es? Eine 35-jährige, dreifache Mutter aus Utah, USA, soll ihren Ehemann am Valentinstag mit einer Überdosis Fentanyl ermordet haben. Danach schrieb sie ein Trauerbuch, damit ihre Kinder besser über das Ereignis hinwegkommen.

Was ist passiert? Im März 2022 starb der Ehemann von Kouri R. an einer Fentanyl‑Überdosis – einem starken synthetischen Opioid, das in seinem Körper nachgewiesen wurde.

Todesursache? Es gab keine medizinische Ursache für den Tod. Laut Ermittlern starb er an Fentanyl, das von jemandem einem Getränk beigemischt worden war.

Was war die Folge? Im Mai 2023 wurde Kouri R. festgenommen und angeklagt, u. a. wegen aggravated murder" (schwerer Mord), versuchter Tötung, Versicherungs‑ und Betrugsdelikten.

Gab es den Prozess schon? Ja, er fand eben vor einem Gericht in Summit County, Utah. Die Jury kam nach kurzer Beratung von drei Stunden zu einem Urteil: schuldig in allen drei Anklagepunkten.

Warum so schnell? Die Staatsanwaltschaft rief mehr als 40 Zeugen auf, darunter die Frau, die aussagte, sie habe die Drogen ("irgendein Zeug von Michael Jackson") verkauft, mit denen der Mann getötet wurde.

Was war das Motiv? Die Anklage argumentierte, sie habe finanzielle Probleme in Millionenhöhe gehabt und glaubte, durch den Tod ihres Mannes von Lebensversicherungen und Vermögenswerten zu profitieren. Eine außereheliche Affäre gab es auch, inklusive Planungen für eine gemeinsame Zukunft.

Was erstaunte am meisten? Das Trauerbuch von Kouri R., das sie im Eigenverlag publiziert hatte. "Are You With Me?" erzählte einfühlsame Geschichten über Kinder, die lernen, mit Trauer umzugehen. Sie widmete das Buch ihrem "großartigen Ehemann und wundervollen Vater".

Was war das Strafmaß? Es wird erst am 13. Mai verkündet. Die Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.

Nur zwei blieben da Iranische Fußballerinnen kehrten heim

Worum geht es? Nach ihrem Antreten beim AFC Women’s Asian Cup in Australien suchten sieben Mitglieder der iranischen Delegation (Spielerinnen und Betreuungsteam) um Asyl an. Nun kam es anders.

Was ist der Hintergrund? Mehrere Spielerinnen der Frauen‑Nationalmannschaft sangen bei einem Match die iranische Nationalhymne nicht mit und verweigerten den militärischen Gruß.

Und? Das wurde als stiller Protest gegen die Lage der Frauen im Iran und den Umgang mit Frauenrechten verstanden. Daraufhin begannen einige von ihnen zu befürchten, bei der Rückkehr in den Iran Verfolgung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein.

Was war die Folge? Sieben Personen bekundeten, bleiben zu wollen. Die australische Regierung gewährte daraufhin humanitäre Visa und Schutz für mehrere Spielerinnen, die Asyl beantragen wollten.

Aber? Fünf von ihnen nahmen ihren Asylantrag später zurück und entschieden sich, wieder in den Nahen Osten zurückzukehren oder nach Iran zurückzufliegen. Nur zwei blieben. Sie leben nun an einem geheimen Ort.

Warum die Rückkehr? Familienangehörige dürften bedroht worden sein. Medien berichten, dass einige der Spielerinnen deshalb beschlossen, nicht Asyl zu beantragen und zurückzukehren, um ihre Familien zu schützen.

Was droht im Iran? Wer sich öffentlich gegen staatliche Vorschriften auflehnt, kann festgenommen, verhört oder zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Spielerinnen könnten von Nationalmannschaft oder Vereinen ausgeschlossen werden. Ein dauerhaftes Verbot, international zu spielen, ist ebenfalls möglich.

Affäre mit Praktikantin? Ex-Premier dementiert unter Tränen

Worum geht es? Chris Hipkins, ehemaliger Labour-Premierminister Neuseelands (von 25. Jänner bis 27. November 2023), hat unter Tränen öffentlich die Anschuldigungen seiner Ex-Frau zurückgewiesen, er habe sie mit einer ehemaligen Praktikantin betrogen.

Was ist die Vorgeschichte? Hipkins’ Ex‑Frau Jade Paul hatte am Sonntag auf Facebook mehrere persönliche Anschuldigungen veröffentlicht – darunter den Vorwurf der Affäre, aber auch Kritik an seinem Verhalten während ihrer Ehe, nach einer Fehlgeburt und Streit um Finanzielles.

Ist das noch online? Nein, die Beiträge wurden später gelöscht. Jade Paul steht zu ihren Aussagen, betont aber, dass dies persönliche Anschuldigungen sind.

Wie reagierte Hipkins? Der 47-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien befand, gab am Montag zunächst eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe zurückwies. Weiter wollte er nichts dazu sagen.

Aber? Nach seiner Rückkehr gab er eine Pressekonferenz. "Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich stets bewusst darum bemüht, mein Privatleben privat zu halten", sagte er, dann stockte die Stimme.

Weil? Er wurde nach den Auswirkungen der Behauptungen seiner Ex-Frau auf die beiden Kinder gefragt. "Meine Kinder sind bei ihr … meine Kinder sind bei ihr. Ich weiß es also nicht", sagte er mit Tränen in den Augen.

Was ist der Hintergrund? Hipkins heiratete Paul im Jänner 2020, da war er Bildungsminister. Zwei Jahre später erfolgte die Scheidung.

Was ist mit der Praktikantin? Sie ist seit dem Vorjahr seine Verlobte.

Antiterror-Chef tritt ab Er könne Irankrieg nicht verantworten

Worum geht es? Joseph Clay Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC) in den USA, gibt alle seine Ämter ab. Das machte er auf X öffentlich und postete dazu sein Rücktrittsschreiben.

Wer ist Kent? Der Ex-Soldat (Afghanistan, Naher Osten) ist seit Juli 2025 Direktor der zentralen US‑Behörde zur Terrorismus­bekämpfung und Terrorismus‑Analyse, die auch Präsident Donald Trump berät.

Was schrieb er? "Ich kann mit gutem Gewissen den laufenden Krieg gegen Iran nicht unterstützen." Kent behauptete, dass der Krieg nicht gerechtfertigt sei, weil Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle.

Was vermutet er als Hintergrund? Kent behauptet, dass der Krieg auf Druck Israels und den Einfluss des Landes und seiner Führung in Washington zurückzuführen sei.

Wie bedeutsam ist das? Kent ist der ranghöchste nationale Sicherheits­beamte der Trump‑Regierung, der öffentlich wegen des Iran-Kriegs kündigt. Seine Entscheidung unterstreicht wachsende Spannungen selbst innerhalb der US‑Regierung über den Krieg und dessen Rechtfertigung.

16. März 2026

Diagnose Brustkrebs Stabschefin von Trump erkrankt

Worum geht es? Susie Wiles, die erste Stabschefin im Weißen Haus, ist an Brustkrebs erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump auf Truth Social bekannt. Sie ist 68 Jahre alt.

Was schrieb er? Trump erklärte, dass bei Susie Wiles Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt wurde und dass die Prognose "sehr gut" sei. Der Krebs wurde vergangene Woche entdeckt.

Scheidet sie aus dem Amt? Nein, sie will während der Behandlung weiterarbeiten. Sie werde demnächst eine mehrwöchige Behandlung in der Gegend um Washington beginnen, sagte Wiles der New York Times.

Wer ist Susie Wiles? Geboren als Susan Summerall, zwei Töchter, seit fast neun Jahren geschieden, seit 1979 im US-Politgeschäft, seit zehn Jahren an der Seite von Donald Trump. Sie leitete 2016 seine Wahlkampagne in Florida und 2024 bundesweit.

Wie sieht sie sich selbst? Als "gemäßigte Republikanerin". Spätestens seit 2017, als sie sich scheiden ließ, ist sie Trump treu ergeben, da er sie beruflich auffing. Seit Jänner 2025 ist Susie Wiles Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau überhaupt in dieser relevanten Position.

Was macht eine Stabschefin? Sie leitet den gesamten Mitarbeiterstab des Präsidenten, entscheidet, wer zu ihm Zugang erhält, filtert Informationen, koordiniert die politische Arbeit und übersetzt die politischen Ziele des Präsidenten in konkrete Strategien. Die Position des Stabschefs gilt als eine der bedeutsamsten und prestigeträchtigsten in der gesamten US-Politik.

Wie häufig ist Brustkrebs? Es handelt sich um eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In den USA werden jedes Jahr über 300.000 Frauen damit diagnostiziert. Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.

Feuerwehrmann bestraft Weil er zu schnell zum Einsatz fuhr

Worum geht es? Ein Feuerwehrmann aus Taucha in Sachsen, Deutschland, wurde am Weg zu einem Einsatz geblitzt. Statt maximal 30 km/h war er mit 69 km/h unterwegs. Das kam ihm teuer zu stehen.

Nämlich? Die Stadt Taucha stellte einen Bußgeldbescheid aus: 369 Euro Strafe, zwei Strafpunkte in der Verkehrskartei Flensburg, ein Monat Fahrverbot.

Aber er war doch im Einsatz? Ja, in einer Volksschule war Feueralarm ausgelöst worden. Ray Lange setzte sich ans Steuer, schaltete die Sirene ein und fuhr los. An einer Baustelle wurde er geblitzt.

Wie ist das rechtlich? Nach deutschem Verkehrsrecht haben Feuerwehrfahrzeuge Sonderrechte (§ 35 StVO), die ihnen erlauben, bei Einsatzfahrt z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überschreiten.

Aber? Diese Sonderrechte gelten aber nur unter strenger Bedingung, dass dabei die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Die Behörden in Taucha argumentierten, dass die hohe Geschwindigkeit in einer engen 30‑Zone in der Nähe einer Schule trotz Blaulicht kein verhältnismäßiges Tempo war – und daher ein regulärer Verstoß vorliege.

Warum löst man das nicht in Kulanz? Tauchas Bürgermeister sieht sich im Recht und sagt, dass er kein Auge zudrücken könne. Wäre Lange maximal 20 km/h zu schnell gewesen, hätte es anders ausgesehen. Die Stadt schlug aber eine Spende vor.

Was kam heraus? Die Spende lehnte Ray Lange ab, weil sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen wäre. Er trat aus der Feuerwehr aus, die öffentliche Empörung ist groß.

"Unpatriotische News" Trump droht Sendern mit Lizenzentzug

Worum geht es? Der Irankrieg und die Berichterstattung darüber entzündeten nun den nächsten Konflikt zwischen der US-Regierung und Medien. Nun mengte sich auch Präsident Donald Trump ein.

Was ist die Vorgeschichte? Am Samstag hatte zunächst Brendan Carr, Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, gedroht, einzelnen Sendern die TV-Lizenzen zu entziehen. Anlass war die Berichterstattung über den Irankrieg. Schon einen Tag zuvor war "Kriegsminister" Pete Hegseth in die Offensive gegangen.

Wie? Auf einer Pressekonferenz attackierte er den Newssender CNN. "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser", sagte er.

Was ist damit gemeint? Ellison, Trump-freundlicher CEO von Paramount Skydance, hatte sich im Februar in der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Zum Medienimperium gehört auch CNN.

Dann kam Trump? Ja, am Sonntagabend schrieb er auf Truth Social, er sei "begeistert", dass Carr die Lizenzen einiger "höchst unpatriotischer 'Nachrichten'-Organisationen" überprüfe.

Was braut sich da zusammen? Ärger! Carr teilte die Behauptung des Präsidenten auf Truth Social, dass die New York Times, das Wall Street Journal und die übrigen "Medien" wollten, dass die USA "den Krieg verlieren".

Wie reagierten Betroffene? CNN-Chef erklärte, er stehe hinter seinen Journalisten. Und Tara Puckey, CEO der Radio Television Digital News Association, meinte Richtung Carr: "Journalisten lassen sich von einem Rüpel mit Aktenkoffer nicht einschüchtern".

Angriff auf Ölanlagen Nächster Hafen stellt Verladung ein

Worum geht es? Eine oder mehrere unbemannte Drohnen haben am Montag die Öl‑Industriezone und Hafenanlagen von Fujairah an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate schwer getroffen. Das zeigen Satellitenaufnahmen.

Was war die Folge? Es brachen mehrere Brände aus, Feuerwehr und Zivilschutz arbeiteten den gesamten Tag, um sie zu löschen.

Wurde der Betrieb eingestellt? Die Öl‑Verladeaktivitäten wurden teilweise gestoppt. Zwei der drei Ölanleger im Hafen konnten zeitweise wieder arbeiten, aber für ADNOC (staatliche Ölgesellschaft) blieben die Verladungen ausgesetzt.

Wie bedeutsam ist Fujairah? ADNOC und andere Ölfirmen exportieren hier täglich Millionen Barrel Öl. Fujairah liegt direkt am Golf von Oman. Das macht den Angriff besonders bedeutend.

Warum? Fujairah ist unabhängig von der Straße von Hormus. Das macht den Hafen besonders bedeutsam für Öl-Exporte, falls der Persische Golf blockiert wird, so wie derzeit.

War das der einzige Gegenschlag des Iran? Nein, es gab einen weiteren Drohnenangriff in der Nähe des Flughafens von Dubai. Dabei wurde ein Treibstofftank getroffen und ging in Flammen auf. Einige Flüge mussten umgeleitet, gestrichen oder verschoben werden.

Trump fordert Begeisterung Er will Allianz für Straße von Hormus

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump rief andere Länder dazu auf, Kriegsschiffe oder Marineeinheiten zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern und die Schifffahrt wieder möglich zu machen.

An wen war der Appell gerichtet? Laut Trump an Länder, die stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig sind. Sie sollten Verantwortung dafür tragen, dass die Meerenge offen bleibt.

Bat er um Mithilfe? Nicht wirklich. In einem Interview mit der Financial Times warnte Trump, dass es für NATO‑Verbündete "sehr schlecht" aussehen könnte, wenn sie sich weigern zu helfen.

Nur für NATO-Länder? Als einzige Nation erwähnte er China, das als großer Abnehmer von Golföl gilt. Trump deutete an, dass er seinen geplanten China‑Besuch verschieben könnte, falls es keine Unterstützung gibt.

Was will Trump überhaupt? Er versucht, eine Allianz zu schmieden und erklärte, sein Team sei mit etwa sieben Staaten im Gespräch, um einen solchen Marine‑Einsatz zu organisieren. Allerdings gab es bislang keine festen Zusagen.

Wie fiel die Reaktion aus? Es gab viele Absagen. Großbritannien äußerte sich skeptisch. Australien möchte keine Kriegsschiffe zur Sicherung der Meerenge bereitstellen. Sogar das mit den USA eng verbundene Japan lehnte ab. Die EU will darüber beraten, fordert aber zunächst mehr Klarheit über den Einsatz.

Wie reagiert Trump auf die Reaktion? "Manche sind sehr begeistert davon, andere nicht", sagt er. "Es handelt sich um Länder, denen wir seit vielen, vielen Jahren helfen. Wir haben sie vor schrecklichen Einflüssen von außen geschützt, und sie waren nicht sonderlich begeistert. Und das Ausmaß der Begeisterung ist mir wichtig."

Zu erfolgreich für Oscars? "Sinners" bekam nur vier Trophäen

Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden in Los Angeles zum 98. Mal die Oscars vergeben. "Sinners" hatte 16 Nominierungen, so viele wie noch kein Film zuvor, bekam aber "nur" vier Preise.

Wer staubte am meisten ab? "One Battle After Another" gewann 6 Oscars, darunter Bester Film, Beste Regie (Paul Thomas Anderson), Bester Nebendarsteller (Sean Penn), Bestes adaptiertes Drehbuch.

Warum ragte Paul Thomas Anderson heraus? Er war schon 14 Mal nominiert, bekam nie die Trophäe, nun klappte es.

Was war jetzt mit "Sinners"? Darauf ging Moderator Conan O’Brien ein. "Die Academy liebt kleine Filme – außer, sie machen 300 Millionen Dollar an der Kinokasse, dann werden sie plötzlich zu populär", witzelte er.

Was war gemeint? Der Oscar-Abräumer "One Battle After Another" spielte an den Kinokassen nur 210 Millionen Dollar ein, hat aber 300 Millionen gekostet. Umgekehrt war es beim halben Verlierer des Abends: "Blood & Sinners" verdiente 370 Millionen Dollar, das Vierfache der Produktionskosten.

Was war sonst wichtig? Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw gewann als erste schwarze Frau den Oscar für Kamera. Mit "Golden" aus dem Netflix-Film "K-Pop Demon Hunters" gewann erstmals ein KPop-Song einen Oscar.

Wie schlug sich Moderator Conan O’Brien? Gut, wenn auch nicht spektakulär. Bester Gag: "Hollywood sieht aus wie ein Zoom-Call, in dem jeder denkt, er ist der Hauptdarsteller."

Festnahme wegen Fotos Dubai-Touristen filmten Drohnenangriff

Worum geht es? In Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) wurden mehrere Touristen festgenommen, weil sie Fotos oder Videos von Drohnen- bzw. Raketenangriffen verschickt oder online geteilt haben.

Was ist der Hintergrund? Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Das Mullah-Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auch auf Ziele in den Emiraten. Mehrere dieser Attacken wurden von Menschen beobachtet, fotografiert oder gefilmt.

Mit welchen Folgen? Mindestens 21 Personen, darunter auch Touristen und Influencer, wurden deshalb festgenommen oder angeklagt.

Warum? Die Cybercrime-Gesetze der Vereinigten Arabische Emirate verbieten es, Bilder oder Videos von militärischen Ereignissen oder Angriffen zu filmen oder diese Inhalte in sozialen Medien zu teilen.

Mit welcher Begründung? Behörden sagen, solche Posts könnten Panik auslösen oder falsche Informationen verbreiten. Deshalb kann schon das Weiterleiten eines Videos oder Fotos strafbar sein.

Was blüht einem? Geldstrafen, Gefängnis (teilweise bis zu etwa 2 Jahre), Abschiebung für ausländische Touristen.

Banksy enttarnt Aber er hatte auch das vorausgeahnt

Worum geht es? Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters haben offenbar die wahre Identität des Street-Art-Künstlers Banksy enttarnt – und damit eines der größten Rätsel des zeitgenössischen Kulturlebens gelöst.

Wer ist Banksy? Einer der bekanntesten Gegenwartskünstler, der sich vor allem mit Graffitis zu aktuellen Themen einen Namen gemacht hat. Teil seiner Inszenierung ist es, Kunstwerke aus dem Nichts in der Öffentlichkeit auftauchen zu lassen. Niemand hat den Künstler selbst je wissentlich zu Gesicht bekommen, sein Name war unbekannt.

Wie arbeitet Banksy? Seine Kunst legt keinen Wert auf handwerkliche Meisterschaft, die Graffitis werden mittels vorbereiteter Schablonen aufgesprayt. Diese entwickeln allerdings immer erst durch die Inszenierung ihre Magie, die ihm mittlerweile Millionen Fans auf der ganzen Welt beschert hat.

Ist Banksy politisch? Absolut, die meisten Werke des Künstlers können als politische Kommentare zu aktuellen Entwicklungen betrachtet werden. So hat er etwa in Bethlehem im palästinensischen Autonomiegebiet ein Hotel namens "Walled Off" gegründet, das nur einen Ausblick auf die meterhohe Mauer bietet, die Israel an der Grenze aufgezogen hat.

Muss man ihn kennen? Er gehört zweifellos zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern. Nicht zuletzt deshalb, weil er den etablierten Kunst- und Kulturbetrieb verachtet und dies immer wieder durch aktionistische Events unterstreicht.

Wie wurde er bekannt? Weltweit, als im Oktober 2018 das Banksy-Bild "Girl With Balloon" bei Sotheby's in London für eine Million Pfund (ca. 1,16 Mio. Euro) versteigert wurde – und Sekunden nach dem Zuschlag durch einen in den Bilderrahmen eingebauten, automatischen Schredder zerschnitten wurde.

Was war der Sinn der Aktion? Es war Banksys Kommentar zur Kunstwelt. Er hatte den Stunt bereits vor Jahren für den Fall vorbereitet, dass das Gemälde einmal versteigert werden sollte.

War das Bild damit wertlos? Im Gegenteil, die Käuferin nahm es trotzdem und ließ es drei Jahre später wieder versteigern. Erlös: 18,5 Mio. Pfund (knapp 22 Mio. Euro).

Und keiner wusste, wer Banksy war? Es gab ein jahrelanges Rätselraten, bei dem u.a. Robert Del Naja, Frontman der britischen Band Massive Attack, und der französische Sprayer Thierry Guetta verdächtigt wurden, Banksy zu sein.

Wie kam man Banksy jetzt auf die Spur? Aufgrund eines Strafzettels, den er von 25 Jahren bei einer Aktion in New York erhalten hatte. Den gruben drei Reuters-Journalisten aus.

Und wer ist Banksy jetzt? Er soll Robin Cunningham heißen, 1973 in Bristol auf die Welt gekommen sein. Ein unter seinem bürgerlichen Namen völlig unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt, weshalb die Enttäuschung auch einigermaßen groß war.

Ist Banksys Anonymität damit dahin? Nein, denn er hat offenbar in weiser Voraussicht seinen Namen bereits 2008 geändert – und sein aktueller Name soll auch weiterhin geheim bleiben.

13. März 2026

Boxenstopp für F1 Formel 1 streicht zwei Arabien-Rennen

Worum geht es? Die Formel 1 streicht ihre beiden April-Rennen auf der arabischen Halbinsel wegen der unklaren Sicherheitslage durch den Iran-Krieg – das berichteten am Freitag mehrere Fachmedien übereinstimmend. Von der Formel 1-Betreibergesellschaft selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.

Wo sollten die Rennen gefahren werden? Am 12. April in Bahrein und am 19. April in Saudi-Arabien.

Da wäre aber noch viel Zeit bis dahin? Ja, aber die Logistik der Rennserie ist sehr umfangreich und kompliziert und braucht wochenlange Vorlaufzeiten. Deshalb sei jetzt bereits diese Entscheidung gefällt worden, hieß es.

Wird es stattdessen Ersatzrennen geben? Dazu gibt es noch keine Informationen. Insider gehen davon aus, dass die F1 zunächst nach möglichen Alternativen zu den beiden Rennen sucht, ehe sie die Entscheidung kommuniziert.

Besteht überhaupt eine Chance, so rasch einen Ersatzkurs zu finden? Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen. Bereits während der Corona-Pandemie gelang es, binnen kurzer Zeit vollwertige Rennen aus dem Hut zu zaubern.

Wie viele Rennen wurden heuer bereits gefahren? Erst eines, am vergangenen Sonntag in Australien. Dieses Wochenende wird in China gefahren, in zwei Wochen geht es dann nach Suzuka in Japan. Danach sollten die beiden Arabien-Rennen kommen. Sollte sich kein Ersatz finden, wäre der gesamte April rennfrei – eigentlich ein No-go für die wertvollste Rennserie der Welt.

Wie ginge es danach weiter? Der nächste Renntermin ist der 3. Mai in Miami.

Guthrie-Entführung "Er könnte es wieder tun", sagt Sheriff

Worum geht es? Im Fall der vor sechs Wochen aus ihrem Wohnhaus nahe Tucson, Arizona, entführten 84-jährigen Nancy Guthrie ließ der ermittelnde Sheriff des zuständigen Countys jetzt aufhorchen. "Wir glauben zu wissen, weshalb der Täter die Frau entführt hat", so Sheriff Chris Nanos gegenüber NBC News. Bislang herrschte Rätselraten bezüglich eines möglichen Motivs.

Wer ist Nancy Guthrie? Die 84-Jährige ist die Mutter von Savannah Guthrie, einer in den USA bekannten Nachrichtenmoderatorin. Sie war vermutlich am 1. Februar von einem Unbekannten aus ihrem Haus in einem Vorort von Tucson entführt worden.

Gab es Lösegeldforderungen? Es sollen Forderungen eingegangen sein. Die Behörden gaben aber nie bekannt, ob sie diese Forderungen für realistisch halten, oder ob es sich bei den Urhebern um Trittbrettfahrer handelt.

Welches Motiv soll der Täter nun gehabt haben? Laut sei Nancy Guthrie nicht zufällig das Opfer einer Entführung geworden, sondern gezielt ausgesucht worden. Nanos lehnte es allerdings ab, näher auf das mutmaßliche Motiv einzugehen, da dies die Integrität der laufenden Ermittlungen gefährden könne.

Gibt es Vermutungen, was mit Nancy Guthrie geschehen sein könnte? Jedenfalls keine, die von den Behörden mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Aber der Sheriff ließ mit einem anderen Statement aufhorchen: Es bestehe die Möglichkeit, dass der unbekannte Verdächtige erneut zuschlagen könnte.

Warum das? Darauf ging der Gesetzeshüter nicht näher ein. Aber er sagte, es "wäre töricht, den Leuten zu sagen: 'Keine Sorge, ihr seid nicht sein Ziel'", so Nanos. "Glaubt ja nicht, dass ihr sicher seid, nur weil es der Familie Guthrie passiert ist." Nanos warnte zudem die Bewohner des wohlhabenden Viertels Catalina Foothills, in dem Guthrie wohnte: "Seid wachsam!"

Aber weshalb sollte jemand eine 84-Jährige entführen? Weil ihre Tochter ein Fernsehstar ist und offenbar über genügend Geld verfügt. Erst unlängst lobten Savannah Guthrie und ihre Geschwister eine Belohnung von 1 Million Dollar für Hinweise auf den Verbleib ihrer Mutter aus.

Netflix-Hit geht weiter KPop Demon Hunters" Teil 2 kommt

Worum geht es? Er war der Überraschungserfolg des vergangenen Streaming-Jahres: Der Animationsstreifen "KPop Demon Hunters" erschien letzten Sommer auf Netflix und wurde zum meistgesehenen Netflix-Film aller Zeiten.

Wie viele Menschen sahen den Film bisher? Laut Netflix wurde "KPop Demon Hunters" seit Veröffentlichung im Juni 2025 weltweit etwa 540 Millionen Mal (!) gestreamt – häufiger wurde kein Film je via Streaming verbreitet.

Und weiter? Nun kündigte Netflix gemeinsam mit dem produzierenden Sony-Studio eine Fortsetzung für "KPop Demo Hunters" an. Der Film soll wie Teil 1 abermals als Animations-Musical konzipiert werden. Details über den Inhalt sind indes noch nicht bekannt.

Wann wird "KPop" 2 erscheinen? Auch das ist bisher nicht spruchreif. Am Drehbuch werde zwar bereits gearbeitet, aber bei Teil 1 dauerte es am Ende ganze 7 Jahre, ehe der Film fertiggestellt werden konnte.

Weshalb erfolgt diese Ankündigung dann gerade jetzt? Weil "KPop Demon Hunters" bei der in der Nacht auf Montag stattfindenden Oscar-Verleihung in zwei Kategorien ("Bester Animtionsfilm, "Bester Originalsong") nominiert worden ist und die Ankündigung den Film ins Gedächtnis der Zuschauer zurückholen soll.

Worum geht es in dem Film? Er folgt den Hauptfiguren Rumi, Mira und Zoey, drei Sängerinnen aus der K-Pop-Gruppe Huntr/x, die mit dem Ruhm und ihrem geheimen Leben als Dämonenjäger zu kämpfen haben.

Was macht "KPop Demon Hunters" so erfolgreich? Die originelle Mischung aus einer guten Story, einer witzigen Umsetzung, den Anime-Charakteren und eingängigen Korea-Pop-Nummern. Zeitweise befanden sich mehrere Film-Songs gleichzeitig in den Charts. "Golden", der beliebteste Song aus dem Film, stieg in den USA bis auf Platz 1 der Billboard Charts auf und lag auch in Österreich 5 Wochen auf Platz 1 der Hitparade.

Start ab 1. April Erster Mondflug seit 54 Jahren

Worum geht es? Die US-Weltraumbehörde NASA gab bekannt, dass die Probleme mit der Rakete für die geplante Artemis-II-Mondmission behoben werden konnten. Die Rakete soll nun bereits kommende Woche zur Startrampe gebracht werden und ist – kein Scherz – ab dem 1. April einsatzbereit.

Welche Probleme gab es? Die Artemis II sollte bereits Anfang März abheben. Doch dann wurde ein Leck an der Helium-Anlage der Rakete entdeckt und der ganze Start musste verschoben werden. Doch nun sei das Leck repariert, so die NASA.

Wird die Artemis II auf dem Mond landen? Nein geplant ist nur, dass das Raumfahrzeug den Mond umrundet und dabei die von der Erde nicht sichtbare Rückseite des Mondes genau untersucht. Die Mission ist eine Vorbereitung auf die erste Mondlandung seit dem Jahr 1972, die bis spätestes 2028 stattfinden soll.

Wer fliegt aller zum Mond? Die Astronauten der Artemis II-Mission sind drei US-Amerikaner und ein Kanadier.

Ist der 1. April als Starttermin fix? Nein, das wird erst kurzfristig und anhand der Wettervorhersage entschieden. Der 1. April ist der frühestmögliche Starttermin, es kann aber auch ein paar Tage später werden.

Sechs US-Soldaten tot Tank-Flugzeug stürzte im Irak ab

Worum geht es? Im Westen des Irak ist ein Flugzeug der US Air Force vom Typ Boeing KC-135, das für Luftbetankungsmanöver während der Angriffe auf den Iran genutzt wurde, abgestürzt. Alle sechs US-Sodaten an Bord kamen dabei ums Leben.

Was weiß man über die Absturzursache? Das Zentralkommando (Centcom) des US-Militärs gab bekannt, dass zwei Flugzeuge in den Absturz verwickelt gewesen sind. Das zweite Flugzeug sei sicher gelandet, hieß es.

Waren iranische Kräfte an dem Absturz beteiligt? Darüber gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Laut dem iranischen Militär habe eine pro-iranische Miliz das Tankflugzeug mit einer Rakete angegriffen, die USA bestritten diese Darstellung.

Wie viele US-Soldaten sind bisher gestorben? Laut offiziellen Angaben steigt die Zahl der toten Soldaten damit auf 13 seit Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen. Neben dem abgestürzten Tankflugzeug wurden außerdem drei F-15-Kampfjets abgeschossen – wie man mittlerweile weiß, durch "friendly fire" über Kuwait.

Um Ölpreis zu senken USA lockern die Russland-Sanktionen

Worum geht es? US-Finanzminister Scott Bessent erteilte Russland eine Lizenz für den Verkauf von Rohöl, das bis zum Stichtag 12. März bereits auf Schiffen verladen worden war. Die Lizenz gilt für einen Monat und soll die globalen Energiemärkte stabilisieren, die durch den US-Angriff auf den Iran massiv ins Trudeln geraten sind.

Warum braucht Russland dafür eine US-Lizenz? Weil nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine an sich ein Öl-Embargo gegen das Land verhängt worden war. Die Einkünfte aus Rohölverkäufen sind eine wesentliche Einnahmequelle für den Kreml, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren.

Wie wird der Schritt argumentiert? Das Aufweichen des Embargos sei "eng begrenzt" und "kurzfristig" und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen, so Finanzminister Bessent. Für die USA sei der vorübergehende Anstieg der Ölpreise hingegen nur "eine kurzfristige und vorübergehende Störung, die langfristig zu einem massiven Nutzen für unsere Nation und unsere Wirtschaft führen wird", sagte der Minister.

Wie reagierte Moskau? Mit kaum verhohlener Häme: "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew am Freitag auf Telegram.

Was hält man in Europa von dem Schritt? Die Empörung ist groß: "Diese Lockerung ist sehr besorgniserregend", sagte etwa EU-Ratspräsident Antonio Costa. Die Maßnahme beeinträchtige die "europäische Sicherheit".

Und in der Ukraine? Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Lockerung der Sanktionen scharf: "Das wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen und es trägt nicht zum Frieden bei", sagte er nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Zeigt die Lockerung des Öl-Embargos schon Erfolg? Am Freitag jedenfalls nicht. Der Preis für die Tonne der Ölsorte Brent lag bei Handelsschluss nach wie vor knapp um die 100 Dollar und war damit so hoch wie seit Beginn des Ukraine-Kriegers nicht mehr.

10 Millionen Dollar USA setzen Kopfgeld auf Khamenei aus

Worum geht es? Die USA haben ein Kopfgeld auf den neuen geistigen Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, ausgesetzt. Das US-Außenministerium erklärte am Freitag, es würde zehn Millionen Dollar (ca. 8,7 Mio. Euro) für Hinweise über den Verbleib Khameneis oder anderer hochrangiger iranischer Führer bezahlen.

Wer ist Mojtaba Khamenei? Der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei war am vergangenen Sonntag zum neuen Führer des Iran ernannt worden. Sein Vater, seine Mutter und seine Ehefrau waren bereits am ersten Tag der Angriffe auf den Iran getötet worden.

Ist Khamenei seit seiner Beförderung öffentlich aufgetreten? Nein, bisher gibt es nur eine schriftliche Stellungnahme von ihm. Diesen Umstand bezeichnete US-Minister Hegseth bei einem Pressegespräch im Pentagon als "schwach".

Hatte Hegseth noch weitere News? Der selbsternannte "Kriegsminister" der USA berichtete, dass Mojtaba Khamenei nach jüngsten Erkenntnissen "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei. Details, woher diese Annahme stamme, nannte Hegseth allerdings keine.

Weiß man, wo sich der neue Ayatollah aufhält? Nein, er dürfte sich in einemunterirdischen Bunker befinden. Auch das nährt Spekulationen über eine mögliche schwere Verletzung.

Grünlicht für blauen Haken Musk will im Streit mit EU einlenken

Worum geht es? Im Streit zwischen der EU und Elon Musks Messengerdienst X könnte sich eine Lösung anbahnen. Das früher als Twitter bekannte X könnte nun doch seinen Verifizierungsmodus den EU-Gesetzen anpassen, so die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Wo liegt das Problem? Der sogenannte blaue Haken, der eigentlich verifizierte Nutzerkonten erkennbar machen soll, kann bei X mittlerweile auch gekauft werden – ohne Verifizierung. Damit ist es möglich, Konten unter falschen Namen zu betreiben und dennoch mit dem blauen Haken als vermeintlich seriös darzustellen.

Das wurde erst jetzt bemerkt? Nein, die EU hatte zwei Jahre lang gegen X ermittelt und erst vor kurzem eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Service Act auferlegt bekommen. Das brachte nun Bewegung in die Gespräche.

Was bietet X? Das Unternehmen habe Vorschläge zur Behebung der von der EU monierten Mängel – neben dem blauen Haken gibt es noch weitere Kritikpunkte – eingereicht. Diese werden jetzt geprüft, so ein Sprecher der EU-Kommission.

12. März 2026

Stopp für Deepfakes YouTube-Tool hilft auch Journalisten

Worum geht es? Die rasante Verbreitung von KI-Systemen verschärft das Problem mit Deepfakes. Die Qualität gefälschter Videos mit bekannten Persönlichkeiten verbessert sich rasant.

Was passiert nun? YouTube hat im Vorjahr ein Tool entwickelt, das Identitätsdiebstähle erkennbar macht. Nun wird es auch einer ausgewählten Gruppe von Regierungsbeamten, politischen Kandidaten und Journalisten zur Verfügung gestellt, berichtet Axios.

Was sind Deepfakes? Künstlich erzeugte oder manipulierte Medien (Videos, Bilder oder Audio), die mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dabei wird meist das Gesicht, die Stimme oder das Verhalten einer Person so verändert, dass es real aussieht, obwohl es nie passiert ist.

Wie funktioniert das neue Tool? Die Ähnlichkeitserkennungs-Technologie von YouTube durchsucht auf der Plattform hochgeladene Videos nach Inhalten, die das Abbild einer Person, insbesondere deren Gesicht, zu verwenden scheinen.

Und dann? Wird eine Übereinstimmung festgestellt, können Betroffene das markierte Video überprüfen und über das Beschwerdeverfahren zum Datenschutz von YouTube dessen Entfernung beantragen.

Wird das Video dann gelöscht? Nein, nicht automatisch. Anfragen garantieren nicht, dass das Video tatsächlich entfernt wird.

Warum nicht? Weil es sich um einen sensiblen Vorgang handelt. YouTube erlaubt etwa Parodie und Satire, verrät aber keine Details, wie seine Software arbeitet.

11 Milliarden für Krieg Pentagon beziffert Iran-Kosten

Worum geht es? Laut dem Pentagon hat der Krieg der USA gegen Iran bereits in den ersten Tagen enorme Kosten verursacht. Das geht aus einer vertraulichen Sitzung im US‑Kongress hervor.

Wie teuer war es bisher? Das Verteidigungsministerium bezifferte die Kosten allein für die ersten sechs Tage mit mindestens 11,3 Milliarden US-Dollar.

Was treibt die Kosten? Ein großer Teil entsteht durch moderne Waffen. Allein in den ersten zwei Tagen wurden laut Militärangaben etwa 5,6 Milliarden Dollar für Munition und Raketen ausgegeben.

Was ist damit gemeint? Vorrangig handelt es sich um den Einsatz präzisionsgelenkter Bomben, Marschflugkörper und Abfangraketen für Luftabwehrsysteme.

Wie wurden die Kosten berechnet? Die Zahl von 11,3 Milliarden Dollar gilt nur als erste Schätzung. Die tatsächlichen Kosten dürften noch viel höher liegen.

Was fehlt? Viele Kosten sind noch nicht eingerechnet, zum Beispiel: die Verlegung von Truppen und Kriegsschiffen in den Nahen Osten, Wartung und Betrieb von Flugzeugen und Kriegsschiffen, Ersatz zerstörter Ausrüstung, medizinische Versorgung und Logistik der Soldaten.

Heißt was? Politiker in Washington gehen davon aus, dass der Gesamtpreis des Krieges deutlich höher wird. Die Regierung von Donald Trump könnte laut Berichten bald zusätzliche Mittel von etwa 50 Milliarden Dollar oder mehr beim Kongress beantragen, um den Krieg weiter zu finanzieren.

Ölpreis steigt weiter Kein Effekt durch Freigabe von Reserven

Worum geht es? Am Mittwoch beschlossen die 32 Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur (IEA) insgesamt rund 400 Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Der Effekt blieb bisher aus.

Was ist damit gemeint? Die Freigabe von strategischen Öl-Notfallreserven hat den Ölpreis derzeit nicht gesenkt. Obwohl mehrere Industriestaaten große Mengen Öl auf den Markt bringen wollen, stiegen die Preise weiter an.

Wie hoch lag der Ölpreis am Donnerstag? Er kletterte weiter nach oben, schwankte aber auch stark. Ein Barrel der Sorte Brent lag Donnerstagabend MEZ bei über 100 Dollar das Fass.

Was ist der Hintergrund? Als Folge des Irankriegs kam es zu einer Quasi-Blockade der Straße von Hormus, erstmals in der Geschichte. Über die Seestraße wurden 2025 täglich rund 14 Millionen Barrel Rohöl (14 Prozent der Weltproduktion) transportiert.

Was ist die Gefahr? Notfallreserven wirken nur kurzfristig. Wenn Investoren erwarten, dass die Versorgung länger gestört bleibt, steigen die Preise trotzdem weiter.

Gibt Österreich auch Reserven frei? Ja, Österreich gibt 325.000 Tonnen Rohöl aus den strategischen Reserven frei. Damit könnte man rund 5,4 Millionen Autotanks auffüllen (gerechnet auf 60 Liter).

"Familie bedroht" Orbán beschuldigt in Video Ukraine

Worum geht es? Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat in der Nacht auf Donnerstag ein Video veröffentlicht, in dem er sagt, dass seine Familie bedroht wird. Er sieht die Ukraine als Auslöser.

Was weiß man über das Telefonat? In dem Video spricht er mit seinen Töchtern und erklärt ihnen, dass Drohungen gegen ihn und seine Familie ausgesprochen worden seien.

Wen macht er verantwortlich? Orbán behauptet, dass der ehemalige ukrainische Politiker und früherer Geheimdienstoffizier Hryhorij Omelchenko dahinterstecke. Diese Drohungen seien auch gegen seine Kinder und Enkelkinder gerichtet.

Was sagt Orbán genau? Er meint zu seinen Töchtern sinngemäß, dass sie bald in den Nachrichten sehen könnten, dass "die Ukrainer nicht nur mich, sondern auch euch bedroht haben". Gleichzeitig versucht er, sie zu beruhigen und sagt, sie sollten die Situation ernst nehmen, aber keine Angst haben.

Was ist der Hintergrund? In Ungarn finden am 12. April Parlamentswahlen statt. Herausforderer Péter Magyar liegt in Umfragen weit vorn. Kritiker mutmaßen, dass Orbán den Konflikt mit der Ukraine für sich nutzen will.

Welchen Konflikt? Ukraine Staatschef Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor in Bezug auf Orbán gedroht, "die Adresse dieser Person unseren Streitkräften zu übermitteln – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".

Was war der Auslöser? Orbán hat angekündigt, eine Hilfe der EU in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine zu blockieren. Sie würde den Transport von russischem Öl über eine Pipeline nach Ungarn sabotieren.

"Wie Granatapfekerne" Gesetz zur ethnischen Einheit in China

Worum geht es? Der Nationale Volkskongress Chinas (NVK), das staatliche Parlament, hat am Donnerstag ein neues Gesetz zur "ethnischen Einheit" beschlossen. Es beschneidet die Rechte von Minderheiten.

Wann soll es in Kraft treten? Am 1. Juli 2026.

Was ist die Zielrichtung? Offiziell soll ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl unter allen 56 offiziell anerkannten ethnischen Gruppen in China geschaffen werden. Staatschef Xi Jinping sagte "wie Granatapfelkerne, die zusammenhalten".

Aber? Kritiker befürchten, dass Minderheiten immer stärker unter die Räder kommen. Das neue Gesetz schreibt vor, dass Schulen standardmäßig Mandarin im Unterricht verwenden müssen. Die Han‑Kultur wird immer vorherrschender.

Was wird noch vorgegeben? Patriotismus. Das Gesetz soll Menschen dazu verpflichten, eine "gemeinsame nationale Identität" zu fördern. Staatliche Organe, Unternehmen, Organisationen und sogar Familien werden ermutigt oder verpflichtet, aktiv zur Förderung der "ethnischen Einheit" beizutragen.

Gibt es Sanktionen? Das Gesetz enthält Formulierungen, die es Behörden erlauben, Maßnahmen gegen Aktivitäten zu ergreifen, die als Schädigung der "ethnischen Einheit" gelten.

Wie ging die Abstimmung aus? Die Entscheidung fiel mit überwältigender Mehrheit: 2 .756 Stimmen dafür, 3 dagegen, 3 Enthaltungen.

Forderung: 700 Millionen Vier Manager klagen Deutsche Bank

Worum geht es? Vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank haben vor englischen Gerichten eine Klage gegen das Geldhaus eingereicht. Sie verlangen über 600 Millionen Pfund Schadenersatz, umgerechnet fast 700 Millionen Euro.

Was ist der Grund? Die Manager sagen, die hätten durch Entscheidungen der Bank Karriereschäden erlitten. Der Fall steht mit früheren Geschäften im Zusammenhang mit der italienischen Bank Monte dei Paschi in Verbindung.

Was sagt das Geldinstitut? Die Deutsche Bank bezeichnet die Ansprüche als "grundlos" und will sich dagegen wehren.

Was ist die Vorgeschichte? In den letzten Jahren hat die Deutsche Bank eine Reihe von großen Umstrukturierungen und strategischen Neuausrichtungen durchgeführt, um ihre Profitabilität zu verbessern. Die Restrukturierung begann 2023 und umfasste mehrere Maßnahmen.

Welche? Tausende Jobs wurden gestrichen. Es gab eine Neuordnung von Geschäftsbereichen. Einige Teams in London und New York wurden in Regionen mit geringerem Kostenaufwand verschoben. Statt leistungsbasierter Boni wurden teilweise feste Vergütungspakete eingeführt.

Wie betraf das die Kläger? Es handelt sich um früher führende Investmentbanker in London. Sie hätten Karriere‑Chancen verloren, Bonuszahlungen in Millionenhöhe verloren, Rufschädigung erlitten und seien in eine schlechtere Marktposition gebracht worden, klagen sie.

Warum ist die Summe so hoch? Weil Investmentbanker ganz gut verdienen. Beispiel: Wenn ein Banker normalerweise 10 Millionen Pfund pro Jahr an Boni bekommt und die Restrukturierung fünf Jahre wirkt, könnten allein die entgangenen Boni 50 Millionen pro Person ausmachen.

5.000 Euro zur Jause Bub brachte Geldbündel in Schule mit

Worum geht es? Die Polizei von Osnabrück im deutschen Bundesland Niedersachsen hatte am Mittwoch einen ungewöhnlichen Einsatz. Eine Lehrerin hatte sie in die Schule gerufen.

Warum? Weil ein siebenjähriger Schüler mit einem Bündel Geldscheinen zum Unterricht erschienen war. In einem Kuvert, das er stolz herzeigte, befanden sich 5.000 Euro.

Blüten? Nein, echtes Geld. "Alles völlig legal - nur zu Anschauungszwecken", schreibt die Polizei. "Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einen Haufen?"

Was ist der Hintergrund? Der Bub hatte das Kuvert mit dem Geld daheim entdeckt. Seine Eltern wollten damit ein Auto kaufen. Aber um ein bisschen damit anzugeben, steckte er die Scheine zu Schulbüchern und Jause in die Schultasche.

Hat die Prahlerei wenigstens gewirkt? Ja, und das sogar doppelt. Die Schulkollegen zeigten sich beeindruckt und nahmen die Banknoten in die Hand. Deshalb wurde aber eine Lehrerin auf den Vorfall aufmerksam.

Und sie holte die Polizei? Ja, weil sie dachte, mit dem Geld stimme irgendetwas nicht. Der Fall war aber schnell geklärt.

Heißt? Das Geld wanderte vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern zurückgegeben. "Nichts passiert", schreibt die Polizei. "Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert."

"Gelebtes Geschlecht" EU-Länder müssen Ausweise neu machen

Worum geht es? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag ein Urteil gesprochen, das die Rechte von Transpersonen in der Europäischen Union stärkt.

Wodurch? EU‑Mitgliedstaaten dürfen nicht pauschal verbieten, dass Menschen ihren Geschlechtseintrag in Ausweisen ändern – wenn dieser nicht mit ihrer "gelebten Geschlechtsidentität" übereinstimmt.

Was bedeutet das: Der Entscheid betrifft z. B. Personalausweis, Reisepass oder andere ID‑Dokumente. Das Urteil ist nach Angaben des höchsten EU‑Gerichts bindend für alle EU‑Länder – sie müssen ihre Regeln entsprechend anpassen.

Was ist der Hintergrund? Ein bulgarischer Staatsbürger, der als Mann registriert war, identifiziert sich als Frau und lebt mittlerweile in Italien. Sie beantragte, dass Bulgarien ihren Geschlechtseintrag, ihren Namen und ihre Identitätsnummer ändert.

Aber? Das geltende bulgarisches Recht ließ das nicht zu, weil der Eintrag nach biologischem Geschlecht erfolgt. Bulgarische Gerichte legten den Fall dem EuGH vor.

Was bedeutet das Urteil konkret? Staatliche Ausweise dürfen nicht mehr allein auf dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht basieren, wenn jemand in Wahrheit ein anderes Geschlecht lebt.

Können Länder ausscheren? Nein, Gesetze, die Transpersonen generell das Recht auf Anpassung der Geschlechtsmarkierung verwehren, verstoßen gegen EU‑Recht – besonders gegen die Grundrechte auf Nicht‑Diskriminierung und die Freizügigkeit innerhalb der EU.

Wen betrifft das vorrangig? Bislang erlauben einige EU‑Staaten (z. B. Bulgarien, Ungarn, die Slowakei) keine einfache Änderung des Geschlechtseintrags oder machen sie sehr schwer.