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26. März 2026

2 Minuten Glück für Fans Erster Trailer für Harry Potter da

Worum geht es? HBO Max hat den ersten offiziellen Teaser‑Trailer (hier zu sehen) zur Neuverfilmung von Harry Potter veröffentlicht. Er gibt Fans einen ersten optischen Eindruck von der Neuinterpretation der magischen Welt von J. K. Rowling.

Was wurde noch verraten? Staffel 1 startet zu Weihnachten 2026. Am Christtag (25. Dezember) werden die ersten Folgen gezeigt – früher als erwartet.

Wie lautet der Titel? Er folgt dem Original und heißt "Harry Potter und der Stein der Weisen" ("Harry Potter and the Philosopher's Stone"). Die Serie wird auf den Plattformen HBO (USA) und HBO Max international laufen.

Wie groß ist das Projekt? Geplant sind 7 Staffeln, jede adaptiert ein Buch. Details zu einzelnen Folgen sind noch nicht alle offiziell, aber jede Folge soll ca. 50 bis 60 Minuten lang werden.

Kosten? Die Dreharbeiten könnten bis zu acht Jahre dauern. Das Budget beträgt über 1,2 Milliarden US-Dollar. Es handelt sich um eine der größten Serienproduktionen der letzten Jahre.

Was zeigt der erste Trailer? Erste bewegte Bilder aus Hogwarts und Szenen, die an den Beginn der Geschichte erinnern (z. B. Briefe aus Hogwarts, Schul‑Atmosphäre). Der Fokus liegt auf Harry, Hermine und Ron in ihren frühen Jahren an der Zauberschule.

Wie ist die Machart? Es wurden nostalgische Elemente mit neuer visueller Gestaltung kombiniert. Das ergibt eine moderne Streaming‑Ästhetik. Es gibt keinen Erzähler – die Story entfaltet sich visuell.

Was ist mit der Musik? Sie wurde von Hans Zimmer komponiert. Zu hören ist eine moderne Interpretation von "Hedwig's Theme" aus den bekannten Harry-Potter-Filmen.

Wie kommt der Trailer an? Social‑Media‑Reaktionen zeigen, dass er sowohl Begeisterung als auch kontroverse Diskussionen erzeugt – z. B. zur visuellen Umsetzung, Musik und Besetzung.

Musketier gefunden? Skelett in Kirche könnte D'Artagnan sein

Worum geht es? In der St. Peter‑und‑Paul‑Kirche in Maastricht (Niederlande) kam bei Renovierungs‑ bzw. Reparaturarbeiten ein Skelett unter dem Kirchenboden zum Vorschein.

Und? Die Fundstelle lag direkt unter dem Platz, an dem einst der Altar stand. Diese Position war traditionell für hochrangige oder bedeutende Persönlichkeiten reserviert.

Was ist die Vermutung? Archäologen und Historiker denken, dass die Überreste zu d'Artagnan gehören könnten – dem französischen Musketier‑Kommandanten, der als Vorlage für die berühmte Figur aus Alexandre Dumas' "Die drei Musketiere" diente.

Gibt es Belege? Ein französisches Geldstück aus ca. 1660, passend zur Zeit, in der d'Artagnan lebte. Teile einer Bleikugel (Musketenkugel) nahe dem Brustbereich des Skeletts, was zu historischen Berichten über seinen Tod im Gefecht passt.

Wer war d'Artagnan? Der reale Charles de Batz de Castelmore, Graf d'Artagnan (1611 – 25. Juni 1673) war im 17. Jahrhundert Kapitän der Musketeers of the Guard im Dienste König Ludwig XIV. von Frankreich (der "Sonnenkönig").

Was passiert jetzt? Wissenschaftler haben DNA‑Proben aus den Zähnen entnommen. Diese werden derzeit in einem deutschen Labor mit DNA von nachweisbaren Nachfahren verglichen, um die Identität zu klären.

Rekordjahr für Bonus Banker kassierten über 49 Milliarden

Worum geht es? 2025 war ein Rekordjahr für Bonuszahlungen an Beschäftigte der Finanzindustrie, insbesondere an Mitarbeiter von Banken sowie Investment‑ und Wertpapierfirmen an der New Yorker Wall Street.

Was heißt das in Zahlen? Die Gesamtsumme der Bonuszahlungen erreichte etwa 49,2 Milliarden US‑Dollar, ein historischer Höchststand für die Branche.

Und im Schnitt? Die Durchschnitts‑Bonuszahlung stieg auf rund 246.900 US‑Dollar, ebenfalls ein Rekordwert und etwa 6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Was ist der Grund? Ein Aufschwung bei Fusionen und Übernahmen hat die Gewinne beflügelt.

Woher weiß man das alles? Vom New Yorker Staatsrechnungsprüfer Tom DiNapoli. Als Controller ist er für die Analyse staatlicher Finanz‑ und Wirtschaftsstatistiken – einschließlich der Steuereinnahmen aus der Finanzbranche – verantwortlich.

Warum ist das für New York wichtig? Die Bonuszahlungen sind wichtig für den Staatshaushalt, weil sie zu Einkommenssteuer‑ Einnahmen beitragen: Höhere Boni heißt höhere Einnahmen für New York.

"Er muss gehen!" F1-Star Verstappen wirft Reporter raus

Worum geht es? Beim Medienbriefing vor dem Grand Prix der Formel 1 in Suzuka, Japan, kam es zu einer offenen Konfrontation zwischen Max Verstappen und Reporter Giles Richards vom britischen Guardian.

Was ist der Hintergrund? Am 1. Juni 2025 fand der Große Preis von Spanien in Barcelona statt. Nach einem Duell mit George Russell (Mercedes), kassierte Verstappen eine 10-Sekunden-Strafe, fiel zurück und verlor neun Punkte.

Wie wichtig? Am Ende holte sich Lando Norris mit einem Vorsprung von zwei Punkten gegenüber Verstappen die Weltmeisterschaft.

Was passierte dann? Nach dem Saisonfinale wurde Verstappen von Richards auf einen Crash in Spanien angesprochen. Die Frage zielte darauf ab, ob dieser Fehler den WM-Titel gekostet hat. Verstappen empfand das als respektlos. Er warf dem Reporter "dummes Grinsen" vor.

Wie reagierte er? Als Verstappen den Raum für das Medienbriefing betrat und Richards sah, sagte er: "Ich mache das nicht, solange er hier ist." Die Moderation bzw. PR-Verantwortlichen versuchten kurz zu beschwichtigen, aber Verstappen blieb hart.

Wie ging es weiter? Verstappen legte nach: "Ich rede nicht. Er muss gehen." Schließlich direkt an Richards gerichtet: "Get out!" Daraufhin verließ Richards tatsächlich den Raum. Erst danach begann Verstappen ganz normal mit der Pressekonferenz.

Und die anderen Reporter? Die blieben.

Sextest vor Olympia IOC schließt Transfrauen künftig aus

Worum geht es? Ab den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles 2028 müssen sich sämtliche Teilnehmerinnen an Frauenwettkämpfen einem Test unterziehen, mit dem das genetische Geschlecht der Sportlerinnen bestätigt werden soll. Das hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Donnerstag bekannt gegeben.

Weshalb der Beschluss? Damit soll künftig eine Teilnahme von Transgender-Personen mit "Abweichungen in der sexuellen Entwicklung" an olympischen Frauen-Wettkämpfen (und bereits auch bei der Qualifikation dienenden Veranstaltungen) ausgeschlossen werden.

Wie kam es dazu? Die neue Richtlinie ist das Ergebnis einer von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry eingesetzten Arbeitsgruppe zum "Schutz der Frauen-Kategorie". Diese war ins Leben gerufen worden, nachdem es bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris weltweite Debatten über die Teilnahme mehrerer Boxerinnen gegeben hatte, deren Geschlechtszugehörigkeit umstritten war.

Was war da genau? Die Boxerinnen und späteren Olympiasiegerinnen Imane Khelif aus Algerien und Yin Tu-Ling aus Taiwan waren zuvor vom Weltboxverband IBA von der WM ausgeschlossen worden, da sie angeblich die geschlechtsspezifischen Teilnahmekriterien nicht erfüllt hätten, durften aber dennoch bei Olympia starten.

Welcher Test soll das Geschlecht bestätigen? Ein sogenannter SRY-Gentest. Die Sportlerinnen werden dabei auf ein Gen auf dem Y-Chromosom untersucht, das für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale entscheidend ist. Dafür genügt ein Mundabstrich oder eine Blutprobe.

Ist die neue Regelung umstritten? Ja, es gibt von mehreren Seiten Kritik. Es wird argumentiert, dass die Tests die Privatsphäre verletzen würden und die Fokussierung auf biologische Merkmale der Komplexität der Geschlechtsidentität nicht gerecht werde.

Neue CD vom Sir McCartney wagt mit 83 ein Comeback

Worum geht es? Ex-Beatle und Musiklegende Paul McCartney hat eine neue CD angekündigt. "The Boys of Dungeon Lane" wird am 29. Mai weltweit erscheinen. Es ist die erste CD des 83-Jährigen nach sechs Jahren Pause und insgesamt sein 19. Soloalbum.

Weshalb wird das jetzt schon angekündigt? Weil gleichzeitig eine Single-Auskoppelung veröffentlicht wurde, gleichsam als Appetizer.

Wie heißt der neue Song? "Days We Left Behind". Er wurde von McCartney auf seinem YouTube-Channel veröffentlicht und bereits in der ersten Stunde tausende Male gestreamt.

Wie ist der Song? Melancholisch, nostalgisch, wehmütig. Der Sänger erinnert sich zurück an die Jahre seiner Kindheit im Nachkriegs-Liverpool, seine Stimme wirkt weniger kraftvoll als früher, teilweise beinahe brüchig. Immerhin, Sir Paul wird im Juni 84 Jahre alt.

Was weiß man über die CD? McCartney arbeitete dafür erstmals mit dem US-Produzenten Andrew Watt zusammen und spielte die meisten Instrumente bei den Aufnahmen selbst.

Erstes Album nach sechs Jahren – wird Sir Paul langsam müde? Im Gegenteil, sein Output war in den letzten Jahren enorm. Er tourt nach wie vor und spielt laufend Konzerte, derzeit in Los Angeles. Zudem war er mit der Produktion des Beatles-Doku-Serie "Get Back" und dem Schreiben einer Autobiografie über seine Band Wings aus den 1970er-Jahren ausgelastet.

Rekord-Börsengang Musk verkauft Anteile an SpaceX

Worum geht es? Elon Musks Weltraumkonzern SpaceX ist eines der prosperierendsten Unternehmen der Welt, notiert aber nicht an der Börse. Das könnte sich jetzt ändern. Medienberichten zufolge wird es nun dem Börsengang ernst, bereits ab kommendem Juni könnten SpaceX-Anteile gehandelt werden.

Was ist SpaceX? In dem Unternehmen bündelt Multimilliardär Musk seine Weltraum-Aktivitäten. SpaceX betreibt das Satelliten-Internetsystem Starlink, hat mehrere wiederverwendbare Trägerraketen für Weltraumflüge im Angebot und bereitet die Eroberung des Mondes sowie, in weiterer Folge, des Mars vor.

Wozu Mond und Mars? Das könnte man als Spleen von Musk bezeichnen. Er ist beseelt von der Idee, die Menschheit zu retten. Für jenen Zeitpunkt, an dem das Leben auf der Erde nicht mehr möglich sein sollte, will er eine Stadt auf dem Mond als Zufluchtsort bereit haben. Und der Mars soll später als alternativer Lebensraum dazu kommen.

Was weiß man über den Börsengang? Laut Berichten könnte SpaceX schon in den nächsten Tagen das Emissionsprospekt für die Publikumsöffnung bei den amerikanischen Behörden einreichen. Es könnte der größte Börsegang aller Zeiten werden.

Wie groß ist groß? Man munkelt, dass Musk Anteile im Wert von 75 Milliarden Dollar an die Börse bringen könnte. Damit wäre es die mit Abstand größte Emission aller Zeiten. Bis jetzt führt der arabische Erdölkonzern Saudi Aramco diese Ranglist an, der im Jahr 2019 mit einem Wert von 29,4 Milliarden Dollar an die Börse ging.

Wie viel Prozent von SpaceX wären das? Ein Bruchteil. Marktinsider gehen davon aus, dass SpaceX mit bis zu 1,75 Billionen Dollar (= 1.750 Milliarden) bewertet werden könnte. Damit wäre es das sechstgrößte US-Unternehmen nach Nvidia, Apple, Alphabet (Google), Microsoft und Amazon.

Jagd auf Katzen startet So will Neuseeland seine Kiwis retten

Worum geht es? Der Kiwi ist der Nationalvogel Neuseelands – und vom Aussterben bedroht. Lebten vor der Besiedelung der Inseln durch Europäer noch geschätzte 12 Millionen der flugunfähigen Vögel dort, sind es jetzt gerade noch 70.000.

Was setzt den Vögeln so zu? Gar nicht so sehr der Mensch, sondern die mit ihm eingeschleppten Raubtiere: Hunde, Katzen, Hermeline.

Warum kann sich der Kiwi nicht verteidigen? Weil er ein eher seltsamer Geselle ist, der Millionen Jahre lang kaum natürliche Feinde zu fürchten hatte. Das war auch gut so, denn Kiwis können nicht fliegen und graben sich Schlafhöhlen in den Boden.

Was soll jetzt geschehen? Naturschutzminister Tama Potaka hat angekündigt, zunächst die Hauptstadt Wellington zur ersten "raubtierfreien Stadt" Neuseelands zu machen. Das Ministerium für Naturschutz investiert dafür über fünf Jahre 2,75 Millionen Euro in das Vorhaben. Damit will man die eingeschleppten Raubtiere systematisch bekämpfen.

Wie soll das gehen? Durch gezielte Fallenjagd, Ziel Nummer 1 sind dabei Wildkatzen. Geschätzte 2,4 Millionen leben auf den Inseln, bis 2050 möchte man sie ausgerottet haben. Mehr als 9.000 kommunale Fallenprojekte laufen dafür bereits im ganzen Land.

Was ist mit den Hauskatzen? Sie sollen von der Bejagung ausgenommen werden – das setzt allerdings auch voraus, dass die Tierbesitzer ihre Stubentiger an die kurze Leine legen.

25. März 2026

Anschlag verhindert Attentäter umarmt, damit er aufgibt

Worum geht es? Im Jänner 2023 lag der Brite Nathan Newby mit einer Infektion in einem Krankenhaus in Leeds. Während einer nächtlichen Rauchpause traf er den Krankenhausmitarbeiter Mohammad Farooq und kam mit ihm ins Gespräch.

Und weiter? Farooq habe keinen guten Eindruck gemacht und er sei "einfach rübergegangen, um zu sehen, ob es ihm gut geht und ob ich ihn aufmuntern könnte", so Newby. Die Männer kamen ins Gespräch und irgendwann offenbarte Farooq, dass er einen Sprengsatz dabeihabe, weil er sich "rächen" und "so viele Krankenschwestern wie möglich töten" wolle.

Welche Art Bombe? Sie war in einen Druckkochtopf eingebaut und hatte angeblich die doppelte Sprengkraft jener Bombe, die beim Boston Marathon 2013 drei Menschen tötete und hunderte weitere verletzte.

Wie reagierte Nathan Newby? Er sprach in der Folge stundenlang mit dem Attentäter. Irgendwann bat Farooq den Briten um eine Umarmung und erlaubte diesem dann, die Polizei zu rufen – "bevor ich es mir anders überlege".

Wie ging die Sache aus? Die Bombe wurde entschärft, Farooq verhaftet und mittlerweile zu "mindestens 37 Jahren Haft" verurteilt. Nathan Newby sagte beim Prozess aus, sprach aber nie öffentlich über seine Tat – bis jetzt.

Was ist jetzt anders? Am Mittwoch erhielt Nathan Newby von König Charles III. für seine Tat die "George Medal", die zweithöchste zivile Auszeichnung des Königreichs. Aus diesem Anlass erzählte er der BBC erstmals ausführlich von jener dramatischen Nacht.

Was sagte er? Newby blieb dabei so gelassen, wie er es auch in jener Nacht gewesen war. Er sagte, er halte Farooq "wahrscheinlich für einen netten Kerl", der "zu dieser Zeit eine schwere Zeit durchgemacht habe". Sich selbst sehe er als jemanden, der "einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort" gewesen sei.

Wie schätzen andere seine Tat ein? Die Richterin im Prozess gegen Mohammad Faroooq sagte, Newbys "Anstand und Freundlichkeit" hätten eine "Gräueltat" verhindert. Und dessen Aussage sei "eine der bemerkenswertesten gewesen, die das Gericht je gehört habe".

Kraftwerk getroffen Drohnen aus Ukraine verfehlen Ziele

Worum geht es? Am frühen Mittwochmorgen drangen zwei zunächst unbekannte Drohnen in den Luftraum der NATO- und EU-Staaten Estland und Lettland ein. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um ukrainische Drohnen, die während eines Angriffs auf russische Ziele vom Weg abgekommen waren.

Wo schlugen die Drohnen ein? Eine traf den Kamin des Kraftwerks Auvere in Estland, die Zweite sei im Südosten von Lettland in der Luft explodiert, ohne dass die alarmierten Luftstreitkräfte eingegriffen hätten, teilten die Behörden mit.

Gab es Opfer? Nein, es wurden keine Menschen verletzt. Nur der Kamin des Kraftwerks wurde durch den Aufprall leicht beschädigt.

Weshalb kamen die Drohnen vom Weg ab? Entweder wegen russischer Störmaßnahmen oder einfach aufgrund einer Fehlfunktion.

Sind das Einzelfälle? Nein, immer wieder dringen Drohnen beider Seiten in den Luftraum benachbarter EU-Staaten ein. Erst in der Nacht auf Montag war eine fehlgeleitete ukrainische Drohne in Litauen abgestützt. Auch in Rumänien und Moldawien gab es Vorfälle.

Ist die Aufregung im Baltikum groß? Die Behörden bemühen sich, den Ball flach zu halten. Immerhin gehören die baltischen Staaten zu den engsten Partnern der Ukraine im Kampf gegen den russischen Angriffskrieg.

Dänen wählten Protest Schwere Verluste für Sozialdemokraten

Worum geht es? Die Dänen wählten am Dienstag ein neues Parlament – und erteilten der regierenden sozialdemokratischen Partei von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen dabei eine herbe Abfuhr.

Heißt im Detail? Ihre Partei bekam nur mehr 21,9 Prozent der abgegebenen Stimmen, das ist das schlechteste Ergebnis für Dänemarks Sozialdemokratie seit dem Jahr 1903. In Mandaten fiel sie damit von 50 auf 38 (bei insgesamt 179 Parlamentssitzen).

Ist Frederiksen damit abgewählt? Nicht unbedingt, denn ihre Partei ist nach wie vor die stimmenstärkste Kraft im Land. Insgesamt traten zwölf Parteien zur Wahl an und erstmals seit vielen Jahrzehnten kamen auch alle ins dänische Parlament, das Folketing.

Wie könnte die künftige Regierung aussehen? Am wahrscheinlichsten ist, dass die bisherige Mitte-Links-Regierung fortgesetzt wird. Die bislang regierende Dreier-Koalition kommt nach wie vor zusammen auf eine Mehrheit von 84 Mandaten. Die Verluste der Sozialdemokraten werden die Koalitionsverhandlungen allerdings nicht einfacher machen.

Wer ist Wahlgewinner? Die einwanderungskritische rechtspopulistische Dänische Volkspartei vervierfachte ihren Stimmenanteil auf 9,1 Prozent. Allerdings hatte die Partei bei der letzten Wahl 2022 stark verloren, was ihre jetzigen Zugewinne relativiert.

Welchen Einfluss hatte Trumps Grönland-Gier auf die Wahl? Weniger als im Vorfeld angenommen. Die dominanten Themen im Wahlkampf waren die Lebenshaltungskosten sowie die Migrationspolitik Frederiksens, die den einen zu weich, den anderen zu hart ist.

Feind vor der Haustür Wahlsieg für Demokraten in Trump-Heimat

Worum geht es? Bei Nachwahlen für das Repräsentantenhaus in Florida kam es zu einer handfesten Überraschung. Ausgerechnet in jenem Wahlkreis, in dem auch Donald Trumps Palm-Beach-Anwesen Mar-a-Lago liegt, besiegte die demokratische Kandidatin Emily Gregory den von Trump unterstützten Republikaner Jon Maples deutlich.

Wer saß bisher für den Wahlkreis im Kongress? Bei der letzten Wahl 2024 siegte noch der republikanische Kandidat mit 19 Prozent Vorsprung.

Was ist das größere Bild? Das Wahlergebnis in Florida setzt einen Trend fort und gilt als Fingerzeig für die Midterm-Wahlen im November. Seit Trumps Amtsantritt Anfang 2025 haben seine Republikaner mehrere Sitze im Repräsentantenhaus, einer der beiden Parlamentskammern des US-Kongresses, verloren.

Was wird im November gewählt? Die Midterms umfassen Wahlen zum US-Repräsentantenhaus, ein Drittel des US-Senats werden getaucht, dazu kommen mehrere Gouverneurs- und Landesparlamentswahlen.

Wie groß ist ihre Bedeutung für die Politik der USA? Diese Zwischenwahlen, die in der Regel zur Hälfte der Amtszeit eines Präsidenten stattfinden, dienen potenziell als Referendum über die Stimmung im Land und die Stärke der Partei des Präsidenten.

Schluss mit lustig OpenAI stampft Video-App Sora ein

Worum geht es? US-Tech-Gigant OpenAI, mit seiner KI-Anwendung ChatGPT Vorreiter bei massentauglicher Künstlicher Intelligenz, nimmt seine KI-Video-App Sora vom Markt und zieht sich generell aus dem Geschäft mit KI-generierten Bewegtbildern zurück.

Was ist Sora? Eine App, die aus Textvorgaben KI-Videos in Spielfilmqualität erstellen kann. Sie kam 2024 auf den Markt und wurde letztes Jahr um eine Funktion erweitert, bei der sich User selbst in KI-Videos einbauen konnten.

Wie wurde das Aus für Sora kommuniziert? Per X-Posting. Es sei dem Entwicklerteam bewusst, dass diese Nachricht enttäuschend sei und man werde demnächst Details zum Zeitplan nennen und wege aufzeigen, wie Nutzer ihre erstellten Videos sichern können.

Wird nur Sora geschrottet? Nein, OpenAI-Boss Sam Altman kündigte laut Wall Street Journal an, alle Produkte einzustellen, die KI-Videos herstellen können. Neben Sora sei das auch die Videofunktion innerhalb von ChatGPT betroffen sowie eine Entwicklerversion.

Weshalb dieser Move? Dazu gibt es bislang keine Auskunft. US-Medien spekulieren, dass sich OpenAI nicht mit weiteren Entwicklern wie Grok (gehört zu X), Google oder Anthropic im selben Markt herumschlagen möchte, sondern sich lieber auf neue, lukrativere Geschäftsfelder konzentrieren könnte.

Könnte es andere Gründe geben? Ja, zuletzt hat die Kritik an KI-erstellten Deepfake-Sexvideos enorm zugenommen. Spätestens seit der diesbezüglich sehr lockeren Handhabung der KI-Anwendung Grok von Elon Musk.

Was bedeutet der Ausstieg für die KI-Branche? Dass sich Disney einen neuen KI-Partner suchen muss. Die Mäuse-Konzern hatten mit OpenAI einen milliardenschweren Lizenzvertrag geschlossen, wonach das Unternehmen Charaktere aus dem Disney-Universum (dazu gehören neben Micky Maus und Co auch alle Marvel-, Pixar- und Star Wars-Figuren) verwenden und weiterentwickeln durfte.

Top-Manager klagt an "Brauchen Installateure, keine Anwälte"

Worum geht es? Larry Fink ist Mitgründer und Chef von BlackRock, dem weltweit größten Investment-Unternehmen. In einem BBC-Interview ließ der Finanzexperte nun aufhorchen. Er sagt: "Wir brauchen mehr Installateure und weniger Anwälte."

Was ist BlackRock? Der größte Vermögensverwalter der Welt. Das 1988 gegründete Unternehmen verwaltet derzeit ein Vermögen von 14 Billionen Dollar (ca. 12 Billionen Euro) und ist damit einer der größten Investoren in vielen Top-Unternehmen weltweit.

Was sagt der Black-Rock-Chef genau? Dass sich die Wahrnehmung von qualifizierten Handwerksberufen ändern müsse. Der KI-Boom werde eine enorme Anzahl von Arbeitsplätzen "im Bereich der Elektriker, Schweißer und Installateure" schaffen, während die Nachfrage nach einigen Bürojobs geringer ausfallen könne.

Wie kam es dazu? "Ich glaube, was wir falsch gemacht haben, ist, dass viele Menschen wahrscheinlich nicht ins Bankwesen, in die Medien oder in die Rechtsbranche hätten gehen sollen", so Larry Fink, "Sie wären eher hervorragende Handwerker gewirden, aber wiur haben sie vorschnell beurteilt." Diesen Ansatz müsse man überdenken.

Also zurück zu den Wurzeln? Wahrscheinlich habe man es mit dem Trend, alle jungen Menschen auf College zu schicken, übertrieben. "Wir müssen das ausgleichen und wieder stolz darauf sein, dass auch eine Karriere in den Bereichen Sanitärinstallation oder Elektrotechnik genauso erfolgreich sein kann wie ein Studium."

Feuer in Luxushotel 400 Gäste aus "Bristol" Paris gerettet

Worum geht es? Im First-Class-Hotel "Bristol" im Zentrum der französischen Hauptstadt ist am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Mehr als 400 Personen mussten von der Feuerwehr gerettet werden, zwei Personen wurden leicht verletzt.

Wo brach das Feuer aus? Im Untergeschoss des Hotels, Medienberichten zufolge, in der Küche. Fotos zeigten Küchenpersonal auf der Straße. Auch die beiden Verletzten seien Mitarbeiter des Küchenpersonals, die versucht hatten, das Feuer zu löschen.

Kam es bei der Evakuierung zu Zwischenfällen? Laut dem Hotel lief alles vorbildlich ab. Die Feuerwehr war mit einem gut 100 Mann starken Aufgebot binnen Minuten vor Ort und die Polizei sperrte die Umgebung großräumig ab, um allfällig weitere Rettungsmaßnahmen zu erleichtern. Dazu kam es dann glücklicherweise nicht.

Wo genau liegt das Hotel? In der berühmten Rue de Faubourg Saint-Honoré nahe dem Élysée-Palast, dem Amtssitz des französischen Präsidenten. Aufgrund seiner Lage wird es auch gerne von Staatschefs besucht, die in Paris zu Gast sind. Laut deutschen Medien sei auch die ehemalige Kanzlerin Angela Merkel immer im "Bristol" abgestiegen.

Macht YouTube süchtig? Gericht verhängt 3-Millionen-Strafe

Worum geht es? Eine 20-jährige Frau aus Kalifornien verklagte den Social-Media-Giganten Meta (Facebook, Instagram) und die Videoplattform YouTube. Sie habe durch deren Nutzung ein Suchtverhalten entwickelt, das zu psychischen Störungen geführt hätte, behauptete die Frau.

Was passierte nun? Am Mittwoch sprachen die Geschworenen in dem Prozess, bei dem sogar Meta-Chef Mark Zuckerberg aussagen musste, das Urteil.

Welche Störungen seien dadurch entstanden? Die junge Frau sei bereits im Alter von sechs Jahren von YouTube und mit neun Jahren von Instagram abhängig geworden und habe laut ihren Anwälten dadurch schwere Depressionen entwickelt. In der Folge hätte sie sich selbst verletzt und massive soziale Ängste und Körperwahrnehmungsstörungen ausgebildet.

Wie lautet das Urteil? Nach insgesamt neun Tagen Beratungen entschieden die Geschworenen, dass die Unternehmen fahrlässig gehandelt und ihre User nicht ausreichend vor den Gefahren der angewendeten Algorithmen gewarnt hätten.

Was heißt das für die Klägerin? Für die Leiden und Schmerzen, die die 20-Jährige durch das Versäumnis der Konzerne erlitten habe, wurde ihr ein Schadenersatz von drei Millionen Dollar (ca. 2,6 Mio. Euro) zugesprochen, den sich die Konzerne im Verhältnis 70 (Meta) zu 30 (YouTube) aufzuteilen hätten.

Wie geht es jetzt weiter? Die Unternehmen bestreiten weiterhin die Vorwürfe und planen, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Was ist das große Bild? Drei Millionen Dollar sind für die beklagten Konzerne ein Pappenstiel. Die entscheidende Frage aber ist: Sollte der Schuldspruch auch in den folgenden Instanzen halten, müssen sie dann die Algorithmen ihrer Plattformen grundlegend ändern?

24. März 2026

Prozess gegen Musk Weil er Twitter schlecht geredet hatte

Worum geht es? Juristischer Dämpfer für Elon Musk. Sein Vorgehen im Zuge der Übernahme von Twitter (heute X) im Jahr 2022 führten nun zu einem Prozess.

Und? Geschworene eines Bezirksgerichts in San Francisco kamen zur Erkenntnis, dass der reichste Mensch der Welt mit zwei irreführenden Äußerungen ein Wertpapiergesetz verletzt hätte.

Was ist der konkrete Vorwurf? Musk hatte im April 2022 dem Twitter-Kauf für eine Summe von 44 Milliarden Dollar zugestimmt. Kurz darauf begann er allerdings, das Unternehmen schlecht zu reden. So behauptete Musk etwa, der Nachrichtendienst hätte viel mehr automatisierte Bot-Accounts als offiziell angegeben.

Was wollte er? Musk drohte, den Kauf abzublasen, möglicherweise pokerte er um einen geringeren Verkaufspreis. Aber der Verwaltungsrat des Unternehmens beharrte auf der Einhaltung des Deals. Ende Oktober 2022 gab Musk schließlich nach und kaufte Twitter um die vereinbarte Summe.

Also, Ende gut, alles gut? Nein, denn noch im Oktober 2022, also vor Abschluss des Kaufs, verklagten Twitter-Aktionäre Musk, weil dieser durch seine Behauptungen den Aktienkurs des börsennotierten Unternehmens absichtlich manipuliert hätte.

Und das jetzige Geschworenenurteil? Gibt den Klägern von damals recht. Musks irreführende Äußerungen hätten den Börsenwert von Twitter gemindert. Deshalb muss der Milliardär den Klägern eine Entschädigung zahlen.

Um wie viel geht es dabei? Das wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt, bis jetzt ist vorerst nur das Urteil gefällt worden.

Was sagt Elon Musk dazu? Bis jetzt noch gar nichts. Der Multimilliardär (aktuell etwa 839 Milliarden Dollar laut Forbes) hat sich noch nicht zu dem Urteil geäußert. Insider gehen aber davon aus, dass Musk gegen das Urteil berufen wird.

Ein Dorf am Mond NASA will dauerhafte Basis errichten

Worum geht es? Die US-Raumfahrtbehörde NASA will, dass Menschen längerfristig auf dem Mond leben und arbeiten können. Deshalb will sie eine neue Basis auf dem Erdtrabanten errichten.

Wann soll es losgehen? Die Basis soll in den nächsten sieben Jahren aufgebaut werden und etwa 20 Milliarden US-Dollar kosten.

Was ist das große Bild? Die Pläne sind Teil des Artemis-Programms der USA: Ab 1. April startet eine Mission, Artemis II umkreist den Mond aber nur und landet nicht. Ab 2028 sind wieder Mondlandungen geplant, danach soll Schritt für Schritt der Aufbau einer Mondstation erfolgen.

Was ist das langfristige Ziel? Die Mondbasis könnte als Zwischenstation für Marsflüge dienen, schrieb NASA-Chef Jared Isaacman in einer Mitteilung.

Warum der Zeitdruck? Weil China in den Wettbewerb eingestiegen ist. Die Asiaten planen eine Mondlandung bis etwa 2030.

Wann waren zuletzt US-Astronauten auf dem Mond? 1972. Die Amerikaner wollen jetzt mit Artemis IV zwei Jahre früher am Mond stehen als die Chinesen. Das hatte US-Präsident Donald Trump im Dezember vergangenen Jahres per Dekret festgelegt.

EU-Pakt mit Australien Fast alle Zölle werden abgeschafft

Worum geht es? Nach rund acht Jahren Verhandlungen haben sich die EU und Australien auf ein umfassendes Abkommen geeinigt. Es gilt als "historisch" und stärkt die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen deutlich.

Gilt es schon? Nein, die formelle Unterzeichnung und Ratifizierung stehen noch an (juristische Prüfung etc.).

Was bringt der Pakt? Fast alle Zölle werden abgeschafft (auf beiden Seiten). EU-Unternehmen sparen dadurch etwa 1 Milliarde Euro pro Jahr. EU-Exporte nach Australien könnten um 30 Prozent oder mehr steigen.

Was heißt das für die Landwirtschaft? Mehr Zugang für australische Produkte (z. B. Rindfleisch, Milchprodukte) – aber mit Quoten und Schutzmaßnahmen. EU-Produkte wie Wein, Schokolade, verarbeitete Lebensmittel profitieren ebenfalls.

Und für die Industrie? Australien senkt Zölle auf EU-Autos (inkl. Elektroautos). Besonders wichtig für europäische Branchen wie Maschinenbau und Chemie. Die Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen (z. B. Lithium) und Wasserstoff wird verstärkt.

Kritik? Einige Branchen (z. B. Bauern, Autoindustrie in Australien) zeigen sich unzufrieden.

Aufpasser für Journalisten Pentagon verhängt neue Medienregeln

Worum geht es? Ein Bundesrichter hatte am Freitag die Beschränkungen des Pentagons für Journalisten als Verstoß gegen den ersten Verfassungszusatz verurteilt. Die New York Times hatte geklagt.

Was ist der Hintergrund? Das Pentagon hatte im Dezember verfügt, dass Reporter eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen müssten, um ihre Presseakkreditierung zu behalten. Sogar Fox (bei dem Verteidigungsminister Pete Hegseth zuvor gearbeitet hatte), verwehrte sich gegen die "Zensur".

Was nun? Das Pentagon will die Gerichtsentscheidung bekämpfen, stellte aber in einem Memorandum gleichzeitig neue Medienregeln auf.

Was steht drin? Der "Korrespondentenkorridor" wird geschlossen (hier konnte man Gesprächpartner treffen), die Presse wird in einen Nebenbau "verbannt" und Zutritt gibt es für Journalisten nur mehr mit "Begleitung durch autorisiertes Personal des Ministeriums".

Wie nehmen das die Betroffenen auf? Der National Press Club verurteilte die neuen Regeln, sie würden die Arbeit der Journalisten "stark einschränken".

Was enthüllt "Secrets"? Star-Reporter veröffentlicht Memoiren

Worum geht es? Gemeinsam mit Carl Bernstein enthüllte Bob Woodward für die Washington Post den Watergate-Skandal, der die Regierung von Präsident Nixon stürzte. Nun veröffentlicht Woodward seine Memoiren, schreibt Axios.

Was weiß man über das Buch? Es wird "Secrets : A Reporter's Memoir" heißen und am 29. September bei "Simon & Schuster erscheinen. Woodward arbeitet seit einem Jahr daran und ist abgetaucht.

Was macht das Buch brisant? Es verspricht, auch einige der geheimen Quellen zu enttarnen. Ob auch "Deep Throat" darunter ist, die geheime Quelle für den Watergate-Skandal, ist noch unklar.

Was sagt Woodward? "Einige meiner besten Quellen sind verstorben, und ich kann diese Geschichten jetzt erzählen",  zitiert ihn Axios. "Meine Frau Elsa Walsh nennt sie die 'ewigen Quellen'. Aber das ist nun vorbei, denn sie sind nicht mehr da."

Was bringt das Buch? Woodward habe "Notizen, Transkripte und Akten aller seiner Interviews mit den wichtigsten Akteuren in Washington aufbewahrt", von der Vietnam- und Nixon-Ära bis heute, so Simon & Schuster in einer Mitteilung.

Was wird noch interessant? Woodward will seine Recherchemethoden verraten und zeigen, wie man Menschen zum Reden bringt.

Wer ist Bob Woodward? Ein heute 83 Jahre alter Star-Reporter, der seit 55 Jahren bei der Washington Post arbeitet und nebenher 24 Bestseller geschrieben hat.

Millionen dank Trump Broker machten verdächtige Geschäfte

Worum geht es? Am Montag um 7.04 Uhr Ortszeit in New York postete US-Präsident Donald Trump auf Truth Social: Er werde sein Ultimatum für das Mullah-Regime im Iran verlängern. Er begründete das mit angeblichen Gesprächen über einen Friedensschluss.

Was war die Folge? Die Weltwirtschaft atmete hörbar auf und die Ölpreise sanken binnen kurzer Zeit stark. Gleichzeitig stiegen die Kurse von Terminkontrakten auf den US-Aktienindex S&P.

Was ist das? Es handelt sich um Verträge, bei denen im Grunde darauf gewettet wird, dass der Wert einer bestimmten Sache stark steigen oder fallen wird.

Ja und? Jetzt wird es seltsam. Denn exakt 15 Minuten, bevor Trump sein Posting absetzte, haben Börsenhändler über eine halbe Milliarde Dollar in Terminkontrakte auf Ölpreise investiert, bei denen darauf spekuliert worden ist, dass der Ölpreis fallen wird, berichtet nun die Financial Times.

Weiß man, wer die Investments getätigt hat? Nein, weder wer, noch wie viele Personen es genau waren.

Zufall? Wäre möglich. Allerdings: Es ist nicht das erste Mal, dass Unbekannte Geld mit Finanzwetten machen, die von Entscheidungen der US-Regierung und des Präsidenten abhängig waren. Ähnliche Vorgänge gab es auch vor den Angriffen auf Venezuela und den Iran.

Insiderhandel? Es gibt offenbar keine Beweise. Allerdings zitiert die Financial Times die Broker mehrerer Hedgefonds, die in den letzten Monaten mehrere auffällige, weil zeitlich abgestimmte Transaktionen dieser Art registriert haben wollen.

Gibt es ein Statement aus dem Weißen Haus dazu? Dessen Sprecher, Kush Desai, erklärte, dass es nicht geduldet werde, sollten Regierungsbeamte von Insiderwissen profitiert haben. Desai bezeichnete aber gleichzeitig jede Andeutung, dass Beamte an solchen Aktivitäten beteiligt seien, ohne dafür Beweise zu haben, als unbegründet und unverantwortlich.

Buch für 120.00 Euro Stürmer-Star Erling Haaland kauft Sage

Worum geht es? Er sei "nie der große Leser" gewesen, so Norwegens Star-Stürmer Erling Haaland, der hauptberuflich sein Brot beim englischen Topclub Manchester City verdient. Trotzdem hat er jetzt ein Buch gekauft – und dann gleich eines um 120.000 Euro.

Um welches Buch geht es hier? Eine Ausgabe von Snorre Sturlasons Königssagen aus dem Jahr 1594. Das Werk gilt als das wichtigste norwegische Buch überhaupt – und ist jetzt jedenfalls auch das teuerste.

Wie kam der Kicker auf die Idee? Der 25-Jährige ersteigerte das historische Werk im vergangenen Dezember gemeinsam mit seinem Vater Alf-Inge bei einer Auktion.

Und kommt es jetzt in Haalands Bibliothek? Nein, das Buch soll als Dauerleihgabe an Haalands Heimatgemeinde Time verliehen und so jedem Interessierten zugänglich gemacht werden, "damit alle über jene nachlesen können, die aus meiner Gegend kamen, aus Bryne und Jæren".

Reißt das Buch ein Loch in Haalands Konto? Eher nein. Der Stürmer kassiert bei Manchester City ein jährliches Grundgehalt von etwa 30 Millionen Euro, da gehen sich notfalls noch mehr historische Schmöker aus.

"Bridgerton"-Trailer Fünfte Staffel mit lesbischer Liebe

Worum geht es? Die vierte Staffel der Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton ist gerade erst online gegangen, da macht der Streaming-Gigant schon neugierig auf den nächsten Durchgang. Und dabei wird es eine Premiere geben.

Nämlich? Erstmals wird eine lesbische Liebe im Zentrum der Ereignisse stehen. Konkret sind es die zurückhaltende und etwas geheimnisvolle Francesca Bridgerton (Hannah Dodd) und Lord Kilmartins Cousine Michaela (Masali Baduza), die sich suchen und finden sollen.

Warum weiß man das? Ein erster Trailer, der am Dienstag veröffentlicht worden ist, zeigt die beiden beim schüchternen Händchenhalten.

Worum geht es bei "Bridgerton"? Die im England zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelte Serie handelt von der wohlhabenden Familie Bridgerton und den Liebesgeschichten ihrer insgesamt acht Kinder. In jeder Staffel steht die Partnersuche eines der Kinder im Mittelpunkt.

Aber hat Francesca denn nicht bereits ihre Liebe gefunden? Ja, sie heiratete in der dritten Staffel Lord Kilmartin, der allerdings in der vierten Staffel starb. "Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Ehemanns beschließt Francesca, sich wieder auf die Suche nach einem Partner zu begeben", so Netflix geheimnisvoll.

Wann wird die fünfte Staffel anlaufen? Sie befindet sich laut Netflix aktuell in Produktion und wird wieder acht Episoden haben. Realistischerweise ist ein Start in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 wahrscheinlich.

23. März 2026

Pause für Ultimatum Trump stoppt Angriff auf Iran-Energie

Worum geht es? Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran ein Ultimatum gestellt. Entweder die Straße von Hormus wird innerhalb von 48 Stunden freigegeben, oder wir bombardieren die Energieanlagen.

Und? Am Montag zog Trump die Frist zurück. Auf Truth Social schrieb er – durchwegs in Großbuchstaben –, dass er die Angriffe "verschoben" habe. Er sei "erfreut" darüber, verlautbarte er.

Begründung? In den vergangenen zwei Tagen habe es "gute und konstruktive Gespräche" mit dem Iran gegeben. Das Ziel sei es, den Einsatz im Nahen Osten beenden zu können.

Wie geht es jetzt weiter? Trump kündigte an, dass die Gespräche die Woche über andauern werden. Er räumte deswegen eine 5-Tage-Frist ein, um sie zu einem Abschluss zu bringen.

Was steckt dahinter? Einmal Taktik, der US-Präsident wollte den Druck auf den Iran erhöhen. Andererseits natürlich auch die Angst vor einer weiteren Eskalation. Ein Angriff auf die Energieanlagen hätte die Welt noch empfindlicher getroffen – auch die USA.

Frau aus Jet geschleudert Unfall in New York, Pilot, Copilot tot

Worum geht es? Auf dem New Yorker Flughafen LaGuardia kam es in der Nacht auf Montag zu einem dramatischen Unfall. Ein Regionalflugzeug der Air Canada kollidierte unmittelbar nach der Landung mit einem Einsatzfahrzeug.

Wie kam es dazu? Das Feuerwehrfahrzeug mit zwei Helfern an Bord war auf dem Weg zu einem anderen Einsatz mit einem Flugzeug der United Airline, das den Start abgebrochen hatte. Es hatte offenbar die Freigabe, die Start- und Landebahn zu überqueren.

Woher weiß man das? Aus dem Funkverkehr des Fluglotsenturms am Flughafen geht hervor, dass ein Lotse offenbar abgelenkt war. Das berichtet die New York Times, die den Audiomitschnitten hören konnte.

Wie stark war die Wucht des Anpralls? So heftig, dass eine Flugbegleiterin aus dem Flugzeug geschleudert wurde, obwohl sie noch angeschnallt war. Sie überlebte mit einem Beinbruch.

Wann passierte das Unglück? Am Sonntag um 23.40 Uhr Ortszeit, also 5.40 Uhr MEZ. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschten schwierige, aber nicht außergewöhnliche Wetterbedingungen. Berichtet wurde von Regen, reduzierter Sicht und einer nassen Landebahn.

Was waren die Folgen? In dem Bombardier CRJ-Jet von Jazz Aviation im Auftrag von Air Canada Express aus Montreal, starben der Pilot und der Copilot. An Bord befanden sich 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.

Gab es Verletzte? 41 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht, einige mit schweren Verletzungen, darunter auch die beiden Insassen des Feuerwehrwagens. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben.

Was passierte mit dem Flugbetrieb? Er wurde bis Montagnachmittag 14 Stunden lang eingestellt. 500 Flüge wurden abgesagt. Der Flughafen LaGuardia in Queens ist der drittgrößte Flughafen der Region und befördert im Jahr mehr als 30 Millionen Passagiere.

Paris radelt weiter Sozialist gewann die Stichwahl deutlich

Worum geht es? In Frankreich fanden am Sonntag Bürgermeisterwahlen statt. An allen Orten, an denen es eine Woche davor keine absolute Mehrheit gegeben hatte, mussten Kandidatinnen und Kandidaten zur Stichwahl antreten.

Wie war das in Paris? Emmanuel Grégoire, Kandidat der Sozialistischen Partei (PS), wurde zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt und folgt damit auf Anne Hidalgo, die nach zwei Amtszeiten nicht mehr antrat.

Was bedeutet das? Grégoires Wahl markiert eine Fortsetzung der linken Führung in der Hauptstadt, die seit rund 25 Jahren besteht. Der bisherige Stellvertreter kann die Politik seiner Vorgängerin fortsetzen, also etwa den Ausbau des Radwegnetzes.

Wie lautete das Ergebnis? Grégoire kam mit einem vereinten Linksbündnis, zu dem auch die Grünen gehörten, auf etwa 50,5 Prozent der Stimmen, Ex-Kulturministerin Rachida Dati erreichte rund 26 Prozent. Alle übrigen Kandidaten blieben unter 10 Prozent.

Wie feierte er? Grégoire unternahm am Sonntagabend in Paris mit zukünftigen Stadträten eine Siegesfahrt mit dem Fahrrad, um zu zeigen, dass die französische Hauptstadt ihre fahrradfreundliche und umweltorientierte Politik fortsetzen wird.

Wie wählten die anderen Städte? Marseille bleibt eine linke Hochburg. In Lyon siegte der sozialistische Kandidat nach einem Bündnis mit der linksextremen Partei Unsubmissive France. Rechtsextreme und populistische Kandidaten erzielten etwa in Nizza Zugewinne.

ICE nun auf Flughäfen Passagiere mussten stundenlang warten

Worum geht es? Der Transportation Security Administration (TSA) fehlt es momentan hinten und vorne an Personal. Deshalb kam es zuletzt zu Wartezeiten von mehreren Stunden bei der Abfertigung von Passagieren.

Was ist der Hintergrund? Wegen des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands (weil es keine Einigung über das Budget gibt) in den USA sind viele Mitarbeiter seit Wochen ohne Bezahlung im Dienst. Viele haben deshalb gekündigt oder sich krank gemeldet.

Wie massiv ist das Problem? In einigen großen Flughäfen liegt die Abwesenheitsrate bei TSA bereits bei mehr als einem Drittel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Was passiert nun? Als Reaktion darauf hat die Trump‑Regierung angeordnet, dass hunderte Agenten der umstrittenen Behörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) an Flughäfen eingesetzt werden sollen.

Ab wann? ICE‑Agenten wurden bereits an mehr als einem Dutzend großer US-Flughäfen zugeteilt. Die genaue Liste wurde von der Regierung bislang nicht vollständig offiziell veröffentlicht, aber es handelt sich um mindestens 17 Airports.

Welche? Etwa Atlanta, John F. Kennedy und LaGuardia in New York, Houston, Newark, New Orleans ...

Kann ICE helfen? Laut Gewerkschaften und Sicherheitsexperten sind ICE‑Agenten nicht für diese Aufgaben geschult (X‑Ray, Explosivdetektion etc.). Sie dürften auch keine regulären TSA‑Screening‑Pflichten übernehmen.

Nächste Wahl-Schlappen Nun ist bei der SPD Feuer am Dach

Worum geht es? Vor zwei Wochen Baden-Württemberg (gerade noch die 5-Prozent-Hürde geschafft), am Sonntag Rheinland-Pfalz (Ministerpräsident verloren) und München (Bürgermeistersessel an Grüne verloren): Die SPD stürzt überall ab.

Was nun? Das haben sich die beiden Partei-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil auch gefragt. Und dazu am Montag eine Pressekonferenz gegeben, auf der sie eher ratlos wirkten.

Wie war das zu merken? Klingbeil wurde gefragt, ob er an Rücktritt gedacht habe. Das offenbar nicht, aber wenn die anderen das wollen, sagte er, dann würde er gehen.

Wie ist das gemeint? Er meinte, er habe sich folgendes "deutlich gemacht". Wenn es "eine Meinung gibt im Präsidium, dass ich nicht der Richtige bin als Parteivorsitzender, dass man mir das offen sagt". Er will also nicht gehen, sondern höchstens gegangen werden.

Wie sieht das seine Co Bärbel Bas? Offenbar ähnlich. "Wir haben nicht den Rücktritt angeboten", sagte sie. "Aber wir haben gesagt, wir wollen eine offene Diskussion. Wir beide sind als Team angetreten und wir pflegen das offene Wort."

Was passiert jetzt? Die SPD will im Präsidium über "Inhalte" und "Strategie" reden, eine Personaldebatte würde aber "das Land ins Chaos stürzen" und dabei seien die Menschen ohnehin schon "total verunsichert". Die Sitzung soll am Freitag stattfinden.

Krebstod mit 43 Chef von Sex-Plattform OnlyFans starb

Worum geht es? Leonid Radvinsky, Mehrheits-Eigentümer und Kopf hinter der Plattform OnlyFans, ist im Alter von nur 43 Jahren gestorben. Sein Tod wurde nun von der Firma offiziell bestätigt.

War er der Gründer? Nein, die Plattform wurde 2016 von Tim Stokely gegründet. Radvinsky besaß seit 2018 die Mehrheit an der Muttergesellschaft Fenix International Limited und prägte danach die Entwicklung von OnlyFans entscheidend.

Was ist OnlyFans? Creatoren erstellen Inhalte – z. B. Fotos, Videos, Tutorials oder Livestreams. Fans abonnieren einzelne Accounts und bezahlen dafür regelmäßig (meist monatlich). OnlyFans behält einen Provisionsanteil von ca. 20 Prozent der Einnahmen.

Womit wurde OnlyFans bekannt? Vor allem mit Erotikinhalten. Es handelt sich um eine der größten Paid‑Content‑Plattformen weltweit: bis zu 415 Millionen registrierte Nutzer, 190 Millionen aktive User, über 4 Millionen Creatoren.

Was weiß man über Radvinsky? Leonid "Leo" Radvinsky wurde in der Ukraine geboren. Er wuchs in den USA auf, nachdem seine Familie nach Chicago (Illinois) ausgewandert war, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Northwestern University und schloss sein Studium 2002 ab.

Woher hatte er das Geld? Er gründete oder kaufte ab 2004 Beteiligungen an Webcam‑Plattformen für Erwachsene, insbesondere MyFreeCams. Die Webseite generierte hohe Einnahmen durch Abos, Pay-per-View und Trinkgelder von Nutzern.

Was war die Todesursache? Radvinsky starb nach einem langen, nicht öffentlich bekannten Kampf gegen Krebs. Die Plattform teilte mit, dass er "friedlich verstorben" sei und die Familie um Privatsphäre bitte.

Rettungsautos angezündet Video zeigt antisemitischen Anschlag

Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden im Stadtteil Golders Green im Norden von London mindestens vier Rettungswägen in Brand gesetzt, die auf einem Parkplatz abgestellt waren.

Was macht den Vorfall brisant? Die Fahrzeuge gehörten der jüdischen Freiwilligen‑Rettungsorganisation Hatzola Northwest, die in der jüdischen Gemeinde ehrenamtliche medizinische Hilfe bereitstellt.

Handelt es sich um einen antisemitischen Anschlag? Davon ist auszugehen. Die Metropolitan Police London hat die Ermittlungen übernommen und den Fall als Hassverbrechen eingestuft.

Was ist der Hintergrund? Die Brände wurden gegen 1.40 Uhr morgens gemeldet und erst nach einem Einsatz mit mehreren Löschfahrzeugen gelöscht. Durch explodierende Gas‑ und Sauerstoffflaschen kam es zu Schäden an angrenzenden Wohngebäuden, aber keine Verletzten.

Wie laufen die Ermittlungen? Vielversprechend, denn es gibt einige Videos von der Tat. Auf einem sind drei Personen zu sehen, die gezielt zu einem Krankenwagen gehen und ihn anzünden.

Wie fielen die Reaktionen aus? Premierminister Keir Starmer nannte die Tat einen "tief erschütternden antisemitischen Brandanschlag" und forderte Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft.

Passt der Anschlag ins Bild? Ja, laut Statistiken wird eine stark wachsende Zahl antisemitischer Straftaten verzeichnet, vor allem seit dem Jahr 2023.

Von Google zur BBC Brite Brittin soll Sender aus Krise führen

Worum geht es? Der Verwaltungsrat der britischen BBC hat laut Medienberichten bei einer Sitzung beschlossen, Matt Brittin zum nächsten Director‑General zu ernennen.

Ist das schon fix? Eine offizielle BBC‑Mitteilung steht noch aus, wird aber in dieser Woche erwartet. Tim Davie tritt am 2. April offiziell von seinem Posten als Generaldirektor zurück. Dann soll Brittin nachfolgen.

Warum tritt Davie ab? Wegen wachsender Vorwürfe über die redaktionelle Unparteilichkeit der öffentlich-rechtlichen BBC. Unter anderem wurde zuletzt eine Rede von Donald Trump manipuliert.

Wer ist Brittin? 57, verheiratet, zwei Söhne, geboren in Walton‑on‑Thames, Surrey (England). Ggewann bei den Ruder-Weltmeisterschaft 1989 Bronze. Wirtschafts-Studium in Cambridge und an der London Business School.

Und beruflich? Startete bei McKinsey, 2007 heuerte er bei Google an, von 2014 bis 2024 war er Präsident für Europa, Afrika und den Nahen Osten. Nach einer Auszeit ging er zur Guardian-Gruppe.

Was ist an seiner Bestellung ungewöhnlich? Brittin hat keine klassische Rundfunk‑ oder journalistische Karriere hinter sich. Stattdessen bringt er Digital‑Erfahrung mit, was darauf hindeutet, dass die BBC sich stärker auf digitale Transformation, Streaming und Wettbewerb mit Plattformen wie YouTube oder Netflix konzentrieren will.

Liberaler Sesselkleber FDP-Chef will nach Debakel bleiben

Worum geht es? Einen Tag nach der neuerlichen verheerenden Wahlniederlage analysierte die FDP die Lage. Die Sitzung der deutschen Liberalen endete mit einer Überraschung. Die bereitete der Vorsitzende seinem eigenen Präsidium.

Was ist die Vorgeschichte? Vor zwei Wochen war die FDP bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Am Sonntag kam sie bei der Wahl in Rheinland-Pfalz überhaupt nur mehr aus 2,1 Prozent. Das schaute nach Köpferollen aus.

Was passierte aber? Der Spiegel beschrieb das so: "Man kann Christian Dürr am Ende dieses Montags für einen sehr entschlossenen Mann halten. Aber dafür muss man wohl ein absoluter Fan des FDP-Vorsitzenden sein. Oder Dürr selbst."

Was ist damit gemeint? Das komplette Präsidium der Partei war zum Rückzug entschlossen. Nur der Chef nicht, eben Christian Dürr, der möchte mit seiner Generalsekretärin weitermachen.

Wie kam es dazu? Der Bundesvorstand beschloss am Ende seiner Sitzung, dass alle Führungskräfte auf dem Parteitag Ende Mai neu gewählt werden sollen. Regulär wären sie noch ein Jahr im Amt.

Was war das Ziel? Es gab schon Überlegungen über die neue Führung, eventuell eine Doppelbesetzung mit Europa-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Parteivize Wolfgang Kubicki.

Aber? Als das Treffen aus war, rechneten alle mit einem Abgang von Dürr. Der aber stellte sich knapp eine Stunde danach vor die Presse und sagte: "Ich denke nicht daran, aufzugeben." Fortsetzung folgt.