Worum geht es? Der US-Bundesstaat Kansas hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Führerscheine und andere Ausweisdokumente von Transpersonen betrifft und viele davon mit sofortiger Wirkung für ungültig erklärt.
Was heißt das? Es muss in den Ausweisen das bei der Geburt in offiziellen Dokumenten eingetragene Geschlecht angeführt werden. Was faktisch bedeutet, dass hunderte Trans-Menschen ihre aktuell ausgestellten Führerscheine verlieren oder umtauschen müssen.
Wie viele Personen betrifft das? Senate Bill 244 wird sofort wirksam und macht etwa 1.700 Führerscheine von Trans-Personen ungültig.
Wie erfahren sie davon? Betroffene haben Briefe vom Department of Revenue bekommen, in denen steht, dass sie ihre alten Führerscheine abgeben und neue beantragen müssen, die den statutarisch vorgeschriebenen Bestimmungen entsprechen.
"Sofort wirksam" heißt was? Es gibt keine Übergangsfrist – laut den Schreiben gelten die alten Lizenzen ab Inkrafttreten des Gesetzes als ungültig, und Fahren ohne gültigen Führerschein kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Was ist das große Bild? Die Gesetzgebung ist Teil einer breiteren Serie von Maßnahmen in Kansas gegen Trans-Rechte, darunter Einschränkungen bei der Änderung von Geburtsurkunden und neue Regeln für die Nutzung von Toiletten, basierend auf dem "bei der Geburt zugewiesenem" Geschlecht.
Ist das neu im US-Vergleich? Ja, andere Staaten wie Florida, Tennessee oder Texas verbieten zwar ebenfalls, dass Trans-Personen ihre Dokumente ändern lassen. Doch Kansas geht weiter, indem es bereits erfolgte Änderungen rückgängig macht und Dokumente für ungültig erklärt.
Worum geht es? Stellantis machte einen der größten Verluste bei einem globalen Automobilkonzern in der jüngeren Vergangenheit publik. Für das Geschäftsjahr 2025 wurde einen Nettoverlust von 22,3 Milliarden Euro gemeldet.
Was ist Stellantis? Der Konzern entstand 2021 durch die Fusion von Fiat-Chrysler (FCA) und der PSA-Gruppe (Peugeot/Citroën). Der Name wurde aus dem Lateinischen Wort stella (Stern) abgeleitet.
Welche Marken gehören zum Konzern? Peugeot, Citroën, Opel, Fiat, Jeep, Chrysler, Dodge, Alfa Romeo, Maserati, Ram, Lancia, DS Automobiles.
Was ist 2025 passiert? Das erste Jahresminus in der Konzerngeschichte seit der Fusion. Der Konzern hat rund 25,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Abschreibungen verbucht – vor allem im Zusammenhang mit seiner Elektroauto-Strategie.
Was lief falsch? CEO Antonio Filosa erklärte, der Verlust reflektiere, dass Stellantis den Übergang zur Elektromobilität "über-optimistisch" eingeschätzt habe – vor allem angesichts der aktuellen Nachfrage und Politik in wichtigen Märkten.
Was passierte nach der Notbremse? Entwicklungsprogramme wurden gestoppt oder angepasst, Produktionspläne neu ausgerichtet und Werte abgeschrieben, weil die Nachfrage oder Rentabilität nicht wie erwartet waren.
Wie reagiert das Management? Stellantis verzichtet für 2026 auf Dividendenausschüttungen. Die Strategie wird neu ausgerichtet – stärker auf kundennahe Produkte, teils zurück zu Verbrennungs- und Hybridantrieben.
Worum geht es? Im Washington Square Park in New York City hatten mehrere Personen nach einem heftigen Schneesturm Polizisten mit Schneebällen und größeren Eisklumpen beworfen.
Was passierte nun? Am Donnerstag nahm das NYPD einen 27‑jährigen Mann fest, der im Zusammenhang mit dem Vorfall stehen soll.
Warum gerade ihn? Es ergab sich. Laut Polizei soll der Verdächtige bereits vor wenigen Wochen eine andere Straftat begangen haben, nämlich einen versuchten Raub in der U-Bahn. Die Schneeball‑Attacke kam nun dazu.
Was ist überhaupt passiert? Die Polizei war wegen einer großen Ansammlung von Menschen gerufen worden. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.
Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.
Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.
Wie ermittelte die Polizei? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.
Worum geht es? Das Verwaltungsgericht Köln hat in einem Eilverfahren entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die Alternative für Deutschland vorerst nicht als "gesichert rechtsextremistisch" einstufen oder öffentlich so behandeln darf.
Was ist der Hintergrund? Der Verfassungsschutz des Bundes hatte die AfD im vergangenen Jahr nach mehrjähriger Prüfung als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft. Dagegen klagte die AfD in Köln, weil der Verfassungsschutz dort seinen Sitz hat.
Ist das nun ein Freispruch? Nein, das Gericht sieht eine "hinreichende Gewissheit", dass es innerhalb der AfD Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gibt. Jedoch werde sie dadurch "nicht in einer Weise geprägt, die dazu führt, dass ihrem Gesamtbild nach eine verfassungsfeindliche Grundtendenz festgestellt werden kann.
Was heißt das? Im Eilverfahren legte das Gericht fest, dass der Geheimdienst zunächst den Ausgang des Hauptverfahrens abwarten muss, bevor er eine solche Einstufung offiziell verwendet.
Konkret? Der Eilerfolg der AfD bedeutet nicht, dass die Partei inhaltlich entlastet wäre. Das Urteil gilt nur vorläufig, bis das Hauptsacheverfahren entschieden wird.
Wie begründet das Gericht den Entscheid? Maßnahmen und Aussagen des Verfassungsschutzes dürfen nicht voreilig getroffen werden, bevor eine endgültige Gerichtsentscheidung vorliegt — daher das Abwarten des Hauptverfahrens.
Ist der Entscheid rechtskräftig? Nein, er kann in nächsthöherer Instanz – etwa beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen – angefochten werden.
Worum geht es? Jesse Van R. war eine 18‑jährige Person aus Kanada, die am 10. Februar 2026 in Tumbler Ridge (British Columbia) eine der schlimmsten Schulschießereien in Kanadas Geschichte verübte.
Was passierte? Zuerst erschoss Jesse Van R. zu Hause zwei Familienmitglieder – die 39‑jährige Mutter und seinen 11‑jährigen Halbbruder. Danach in der Tumbler Ridge Secondary School fünf Schüler und eine Lehrkraft.
Hätte sich das verhindern lassen? Eventuell! Im Juni 2025 hatte OpenAI den ChatGPT‑Account von Jesse Van R. gesperrt, weil die Nutzung Gewalt‑Inhalte und Szenarien mit Waffen beinhaltete, was gegen die Regeln verstieß.
Wie fand man das? Eine automatisierte Sicherheitsüberprüfung hatte diese Chats als potenziell problematisch erkannt.
Aber? OpenAI hat damals nicht die Polizei informiert, obwohl manche Mitarbeiter dafür plädierten.
Mit welchem Argument? Der Konzern sagte, es habe keinen "konkreten und unmittelbaren Hinweis auf eine glaubhafte Bedrohung" gegeben, der eine Meldung an Behörden gerechtfertigt hätte.
Was geschah nun? Kanada hat OpenAI‑Verantwortliche für die Sicherheit nach Ottawa einbestellt. Das Unternehmen wurde angewiesen, seine Sicherheitsvorkehrungen umgehend zu verbessern, andernfalls drohen neue Gesetze.
Worum geht es? Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat überfallsartig vorgezogene Parlamentswahlen für den 24. März angekündigt.
Warum? Die Gelegenheit ist günstig. Der diplomatische Konflikt mit den USA über Grönland hat der Sozialdemokratin in Umfragen einen leichten Popularitätsschub gegeben.
Wann waren Wahlen vorgesehen? Eine Wahl ist spätestens alle vier Jahre vorgeschrieben, aber die Regierungschefin kann jederzeit Wahlen ausrufen – und das hat Frederiksen nun getan. Regulär hätte die Wahl bis spätestens November stattfinden müssen.
Was wird gewählt? Das dänische Parlament (Folketing). Es hat 179 Sitze, 175 Sitze hält Dänemark selbst, zwei Sitze gehen an Grönland und zwei an die Färöer.
Wie lief die letzte Wahl? Die Sozialdemokraten von Mette Frederiksen holte 28 Prozent (50 Sitze), Venstre (liberal-konservativ) 20 Prozent (36 Sitze), Moderates 9 Prozent (16 Sitze).
Wer regiert? Dänemark hat eine Minderheitsregierung. Die Sozialdemokraten regieren allein, unterstützt von kleineren linken Parteien (SF, Enhedslisten) ohne formelle Koalition.
Ist das Risiko hoch? Ja, laut aktuellen Umfragen kommt Frederiksen trotz Erholung derzeit nur auf 22,1 Prozent, samt ihren Unterstützerparteien schafft sie es lediglich auf 43,7 Prozent. Es fehlt also eine Mehrheit im Parlament.
Worum geht es? Am Donnerstag sagte die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses über ihre Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein aus. Der Erkenntnisgewinn daraus war eher überschaubar.
Was sagte Hillary Clinton aus? "Ich kann mich nicht daran erinnern, Herrn Epstein jemals begegnet zu sein. Ich bin nie mit seinem Flugzeug geflogen und habe weder seine Insel noch seine Häuser oder Büros besucht", so die 78-jährige Frau von Ex-Präsident Bill Clinton. Auch von den kriminellen Machenschaften von Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell hätte sie nichts gewusst.
Welchen Sinn hatte diese Aussage überhaupt? Sowohl Bill als auch Hillary Clinton wurden von dem U-Ausschuss vorgeladen, der untersucht, wie Behörden in der Epstein-Affäre gehandelt haben und welche Verbindungen prominenter Personen zu Jeffrey Epstein bestanden haben. Am Freitag wird der Alt-Präsident dem Ausschuss Rede und Antwort stehen.
Sagen die beiden freiwillig aus? Nein, sie wollten zuerst auch gar nicht vor dem Ausschuss erscheinen und sagten erst nach der Androhung von rechtlichen Sanktionen zu.
Kannte Bill Clinton Epstein? Ja, das ist evident. Er bestreitet allerdings, jemals irgendetwas vom Missbrauchs-System, das Jeffrey Epstein betrieben hat, mitbekommen zu haben. Und es stehen auch keinerlei strafrechtliche Vorwürfe gegen ihn im Raum. Epstein starb 2019 in der Untersuchungshaft, mutmaßlich durch Suizid.
Erschien Hillary persönlich im Kongress? Nein, sie ließ sich per Video aus ihrem Privathaus Upstate New York zuschalten.
Was war der Kern ihrer Aussage? Sie forderte die Ausschussmitglieder auf, Präsident Donald Trump vorzuladen und unter Eid aussagen zu lassen. Sein Name ist einer der häufigsten in den Epstein-Akten, Trump und der verurteilte Sexualstraftäter waren zudem fast zwei Jahrzehnte lang eng miteinander befreundet.
Und wird Trump jetzt vorgeladen? Es sieht jedenfalls nicht danach aus. Die republikanischen Abgeordneten weigern sich seit Monaten erfolgreich dagegen, den Präsidenten einzubestellen, mit dem Hinweis darauf, der amtierende Präsident könne nicht vorgeladen werden.
Worum geht es? Der Iran und die USA haben am Donnerstag in Genf (Schweiz) die dritte Runde ihrer nuklearen Verhandlungen abgehalten, vermittelt durch den Golfstaat Oman in der Botschaft des Oman.
Wie war der Verlauf? Die Gespräche wurden mehrfach unterbrochen und wieder aufgenommen, es gab lange Pausen für Beratungen der Delegationen. Ein iranischer Staatsvertreter bezeichnete die Gespräche als "intensiv und ernsthaft", mit Austausch "kreativer Ideen".
Was macht optimistisch? Am Abend sagte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, beide Seiten seien näher an eine Vereinbarung gekommen als je zuvor. Es sei die "beste und ernsthafteste Runde" bisher gewesen. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi sprach von "bedeutenden Fortschritten" in Genf.
Wie geht es nun weiter? In Wien. Der omanische Außenminister kündigte an, dass nach Konsultationen in den Hauptstädten neue technische Gespräche in Wien geplant seien. Sie sollen in der kommenden Woche stattfinden.
Wie sehen die USA die Lage? Ein hochrangiger US-Beamter sagte gegenüber Axios, die Gespräche seien "positiv" verlaufen, nannte aber zunächst keine weiteren Details.
Wie wurde verhandelt? In zwei Formaten: indirekt, wobei al-Bussaidi die Botschaften zwischen den Seiten übermittelte. Und direkt zwischen den US-amerikanischen und den iranischen Unterhändlern.
Wer verhandelte für die USA? Wie bisher der Sondergesandte Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner.
Worum geht es? Am Mittwoch hielt Donald Trump im US-Kongress eine "Rede zur Lage der Nation". Sie war mit 108 Minuten die längste ihrer Art in der modernen US‑Geschichte.
Was war der Grundsound? Er präsentierte seine ersten zwölf Monate im Amt als "goldenes Zeitalter Amerikas" mit größerer, stärkerer und wohlhabenderer Nation.
Was fiel auf? Direkt vor ihm saßen vier Richter des Obersten Gerichtshofs, der von Konservativen dominiert wird, aber gerade die Zoll-Entscheidung gegen Trump gefällt hat.
Was überraschte? Der Auftritt des US-Eishockey-Nationalteams, das in den Saal kam. Die Mannschaft hatte gerade Gold bei Olympia gewonnen. Die Frauen, ebenfalls mit Gold dekoriert, hatten die Einladung ausgeschlagen.
Irgendwelche Eklats? Der demokratische Abgeordnete Al Green hielt ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Menschen sind keine Affen" hoch, eine Anspielung auf eine Obama-Verspottung in den sozialen Medien, die Trump geteilt hatte. Green wurde aus dem Saal geführt.
Wie wirkte Trump? "Im Laufe des Abends immer wirrer", schreibt der Economist. "Die Space Force ist mein Baby, weil wir das geschafft haben", sagte er zum Beispiel, warum auch immer.
Was waren die Kernaussagen? Trump behauptete, die Inflation sei gefallen, Einkommen gestiegen, und die Wirtschaft stünde "besser als je zuvor" da. Er betonte angeblich stark reduzierte illegale Einreisen, eine "sichere Grenze" und die gesunkenen Kriminalitätszahlen.
Wie attackierte er Gegner? Er bezeichnete demokratische Kongressabgeordnete wiederholt als "krank" und "verrückt" und behauptete, sie würden "unser Land zerstören". Wenn sie an die Macht kämen, würden sie Amerikas Grenzen für "einige der schlimmsten Verbrecher der Welt" öffnen.
Wie viele Fehler enthielt die Rede? Viele Medien haben Faktenchecks durchgeführt, etwa hier oder hier oder hier.
Worum geht es? Südkorea hat die niedrigste Geburtenrate der Welt. 2025 aber stieg sie das zweite Jahr in Folge an. Es gab 254.500 Geburten, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Ist das viel? Ja und nein. Im Schnitt bekam eine Frau statistisch 0,80 Kinder – nach 0,75 in 2024. Das ist die größte jährliche Zunahme seit etwa 15 Jahren. Aber immer noch bemerkenswert wenig.
Was ist die Ursache? Hauptgrund dafür ist eine vorübergehend vergrößerte Generation – die sogenannten "Echo-Boomer" –, die jetzt Anfang dreißig sind – sowie die sich von den Verzögerungen durch Corona nachgeholten Heiratsraten (mit entsprechenden Folgen).
Wie viele Menschen betrifft das? Zwischen 1991 und 1995 wurden rund 3,6 Millionen Kinder geboren, von denen eben jetzt mehr Personen Eltern von Kindern werden.
Gab es auch politische Hilfe? Südkorea hat in den letzten zwei Jahrzehnten Hunderte Milliarden Dollar in geburtenfördernde Maßnahmen investiert.
Zum Beispiel? Großzügige Geldleistungen, Wohngeldzuschüsse, verlängerten Elternurlaub und Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Einige Unternehmen bieten mittlerweile bis zu 60.000 Euro pro Geburt an.
Worum geht es? Bill Gates, Mitgründer von Microsoft und Vorsitzender der Gates Foundation, hat zugegeben, während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei außereheliche Beziehungen mit russischen Frauen gehabt zu haben.
Wo hat er das gesagt? Bei einem internen Town-Hall-Meeting der Gates-Stiftung, wie ein Sprecher der gemeinnützigen Organisation mitteilte.
Was weiß man über die Frauen? Eine sei eine Bridge-Spielerin gewesen, die andere eine Kernphysikerin, sagte Gates selbst. Er betonte, dass diese Beziehungen nicht mit den Opfern von Jeffrey Epstein in Verbindung stehen sollen.
Was ist der Hintergrund? Die Offenlegung zahlreicher Dokumente des US-Justizministeriums ("Epstein-Files") brachte Fotos und E-Mails zutage, in denen Gates im Kontext von Treffen mit Jeffrey Epstein erscheint.
Deshalb nun der Auftritt? Ja, Gates trat mit einer offenen Stellungnahme und Entschuldigung an die Mitarbeitenden der Stiftung heran.
Was fügte er an? "Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen." Und: "Um es klarzustellen: Ich habe nie Zeit mit Opfern oder den Frauen in seinem Umfeld verbracht."
Wie entschuldigte er sich? "Es war ein riesiger Fehler, Zeit mit Epstein zu verbringen ... Ich entschuldige mich bei anderen Menschen, die aufgrund meines Fehlers in diese Angelegenheit hineingezogen wurden."
Was sagt seine Ex-Frau? Melinda French Gates sprach in Interviews zur Enthüllung von "sehr schmerzhaften Zeiten". Sie sei "sehr froh, weg von all dem Dreck zu sein".
Worum geht es? Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch den ursprünglich geplanten Rahmenvertrag für sogenannte Kamikaze‑ oder Angriffsdrohnen deutlich gekürzt.
Was war vorgesehen? Ein Rahmenvertrag über bis zu 4,3 Milliarden Euro für den langfristigen Kauf von Angriffsdrohnen. Jetzt wurden die Ausgaben auf insgesamt 2 Milliarden Euro begrenzt.
Was bedeutet das? Der Plan von Verteidigungsminister Boris Pistorius bekommt Fußfesseln angelegt. Es dürfen nicht mehr so viele Systeme ohne weitere parlamentarische Zustimmung gekauft werden.
Heißt was? Der Bundestag hat den Kauf erster Drohnen im Umfang von rund 540 Millionen Euro genehmigt – jeweils bei zwei deutschen Herstellern (Helsing und Stark Defence).
Und dann? Für weitere Bestellungen muss das Ministerium vom Haushaltsausschuss jede einzelne Folgebestellung erneut genehmigen lassen. Damit erhält der Bundestag stärkere Kontrolle über das Programm.
Was ist der Grund? Die Verteidigungspolitiker im Haushalt waren besorgt, dass langfristige Verpflichtungen ohne genaue parlamentarische Kontrolle Risiken und unkalkulierbare Staatsausgaben bedeuten könnten.
Gibt es auch eine politische Komponente? Ja, Kritik gibt es unter anderem wegen der Beteiligung eines US‑Investors (Peter Thiel) an einem der beiden Hersteller, was manche Abgeordnete skeptisch sehen.
Worum geht es? Am Dienstagabend war die deutsche Ex-Außenministerin Annalena Baerbock in der ARD‑Talkshow "Maischberger" zu Gast. Dabei verblüffte sie mit exklusivem Wissen über Grönland.
Was sagte sie? Baerbock erklärte in der Sendung, "Grönland ist auch EU‑Gebiet" und argumentierte, dies sei wichtig für die Wahrnehmung Europas in der Diskussion über die strategische Bedeutung der Insel.
Stimmt das? Nein! Moderatorin Sandra Maischberger wies sie sofort auf den Faktenfehler hin: Grönland ist seit 1985 kein Mitglied der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EU) mehr und gehört formal nicht zum EU‑Binnenmarkt oder Hoheitsgebiet der EU.
Wie reagierte Baerbock? Sie versuchte zu relativieren. Die Grönländer seien EU-Staatsbürger und "damit haben sie auch die Außengrenze der EU".
Stimmt wenigstens das? Nicht wirklich. Grönland zählt zu den assoziierten Überseegebieten europäischer Staaten. Damit ist es nicht vollständiger Teil der EU und keine europäischen Außengrenzen verlaufen durch das Land.
Wie kommentierte das Maischberger? "Fakten, immer kompliziert."
Warum überraschen die Fehler? Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) war bis Mai 2025 deutsche Bundesaußenministerin. Seit September ist sie Präsidentin der UN-Generalversammlung.
Worum geht es? Die Schlussfeier der Berlinale sorgt in Deutschland weiter für Erregung. Der Chefin des Filmfestivals, Tricia Tuttle, drohte am Donnerstag der Rauswurf.
Was ist passiert? Bei der Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären wurde der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib für das beste Spielfilmdebüt geehrt. Er kam mit einer Kufiya (Palästinensertuch) und einer Palästina-Flagge auf die Bühne.
Was sorgte zusätzlich für Aufregung? Er beschuldigte die Bundesregierung, "Partner beim Genozid Israels" zu sein. Dann drohte Alkhatib direkt, man werde sich später "an alle erinnern, die gegen uns standen" sowie auch an jene, "die sich entschieden haben, zu schweigen".
Was ist nun? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer berief laut F.A.Z. für Donnerstag eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats der Kulturprojekte des Bundes in Berlin GmbH (KBB) einberufen. Die GmbH hat die Oberaufsicht über die Filmfestspiele.
Was kam raus? Die Amerikanerin darf vorerst ihr Amt behalten, für wie lange, ist noch unklar. "Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen fortgesetzt," so ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.
Worum geht es? Nach einem heftigen Schneesturm, der New York stark traf, versammelten sich zahlreiche Menschen zu einer spontanen Schneeballschlacht im Washington Square Park in Manhattan.
Aber? Das New York Police Department (NYPD) wurde per Notruf (911) zu einer Meldung über eine unruhige, große Menschenmenge gerufen. Als die Beamten eintrafen, begannen einige aus der Menge, Schneebälle gezielt in Richtung der Polizei zu werfen.
Was war die Folge? Videos zeigen, wie die Polizei attackiert wird und sogar zurückweicht. Mehrere Beamte wurden nach Angaben der Polizei im Gesicht getroffen und leicht verletzt.
Was waren die Verletzungen? Die Betroffenen wurden zur Abklärung in ein Spital gebracht; ihre Verletzungen sind nach offizieller Einschätzung nicht lebensbedrohlich.
Was passierte dann? NYPD‑Kommissarin Jessica Tisch bezeichnete das Verhalten als "schändlich" und "kriminell" und kündigte Ermittlungen an.
Welche Ermittlungen? Fotos von Verdächtigen wurden veröffentlicht, um Personen zu identifizieren, die gezielt Schneebälle auf Beamte geworfen haben sollen.
Ist das nicht übertrieben? Polizeigewerkschaften fordern, dass die Beteiligten als Angreifer auf Polizisten identifiziert, festgenommen und strafrechtlich verfolgt werden, weil es sich nicht mehr nur um "Spiel", sondern um einen gezielten Angriff gehandelt haben soll.
Wie reagierte der neue Bürgermeister? Zohran Mamdani hat die Videos gesehen und tat den Vorfall zunächst als Schneeballschlacht unter jungen Leuten ab. Danach rief er aber allgemein dazu auf, Polizisten mit Respekt zu behandeln.
Aber? Er lehnte es ab, das Verhalten ausdrücklich als "kriminell" zu bezeichnen – was parteiübergreifend Kritik auslöste.
Worum geht es? In kubanischen Hoheitsgewässern vor Cayo Falcones (Provinz Villa Clara) kam es am Mittwoch zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein unter US-Flagge registriertes Schnellboot (Florida) wurde von kubanischen Grenztruppen abgefangen.
Was passierte dann? Laut dem kubanischen Innenministerium eröffneten Personen an Bord des Bootes das Feuer, ein Kommandant des kubanischen Patrouillenboots wurde verletzt. Die kubanischen Grenztruppen gaben daraufhin ebenfalls Schüsse ab.
War das so? Es gibt noch viele Rätsel. Die kubanischen Behörden sagen, dass das Boot in ihre territorialen Gewässer eindrang und nicht auf Identifikations- und Stopp-Signale reagierte. Der Vorfall passierte etwa eine Seemeile vor der Küste.
Wie viele Opfer gab es? Vier Personen auf dem US-registrierten Boot kamen ums Leben. Zusätzlich wurden sechs weitere Personen an Bord verletzt und medizinisch versorgt.
Wer steckt dahinter? Die Identität, Staatsangehörigkeit und genaue Mission der Menschen auf dem Boot ist noch unklar; kubanische Behörden bezeichnen sie in ihrer offiziellen Darstellung als "Aggressoren".
Wie reagierten die USA? Der Generalstaatsanwalt von Florida, James Uthmeier, erklärte, er habe die Staatsanwaltschaft angewiesen, Ermittlungen einzuleiten. "Der kubanischen Regierung kann man nicht trauen, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Kommunisten zur Rechenschaft zu ziehen", sagte er.
Was ist das große Bild? Der Vorfall belastet die schon angespannten Beziehungen zwischen Kuba und den USA weiter. Kuba leidet aktuell unter einer schweren Treibstoff- und Energiekrise, weil wichtige Öl-Lieferungen aus Venezuela und Mexiko praktisch zum Erliegen gekommen sind – ein Effekt der verschärften US-Sanktionen und Blockade-Politik gegen das Land.
Worum geht es? Seit drei Wochen steht Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, in Oslo vor Gericht. Der Prozess ist auf sieben Wochen angesetzt.
Weshalb? Ihm werden insgesamt 38 verschiedene Delikte vorgeworfen, darunter schwerwiegende Anklagen wie Vergewaltigung, Misshandlung, Körperverletzung und mehrere Drogendelikte.
Wer sagte nun aus? Erneut die Ex-Freundin von Marius, die Influencerin war von 2022 bis 2023 mit ihm zusammen. Sie will Mutter und Stiefvater vor dem 29-jährigen Angeklagten gewarnt haben.
Wie? "Ihr müsst ihm helfen, seht ihr nicht, dass er Hilfe braucht?", soll die Frau zu Høibys Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit (52), und Stiefvater Kronprinz Haakon (52) gesagt haben, berichten norwegische Medien.
Was hielt sie für angebracht? Die Einweisung in eine Suchtklinik. "Das geht nicht gut aus", soll sie gesagt haben. Allerdings erst nach dem Ende der Beziehung.
Was sagen Mette-Marit und Haakon? Nichts, sie wurden auch im Rahmen der Ermittlungen gegen Høiby weder befragt noch im Prozess als Zeugen geladen.
Warum? Staatsanwältin Sturla Henriksbø weist darauf hin, dass es "nicht üblich" sei, Eltern vorzuladen, um zu hören, was ihre Kinder ihnen möglicherweise erzählt haben.
Wieso ist das erstaunlich? Weil Marius seine damalige Freundin bedroht und misshandelt haben soll. Einmal warf er eine Besteckschublade nach ihr. Als sie das Prinzenpaar um Hilfe für Marius angefleht habe, sollen die beiden gesagt haben: "Das ist nicht deine Verantwortung."
Worum geht es? Die britische Regierung prüft Gesetzesvorhaben, um Andrew rechtlich aus der Thronfolge auszuschließen, damit er nie König werden kann. Nun kommt Unterstützung aus Australien.
Was heißt das? Andrew steht auf Platz acht in der britischen Thronfolge, also hinter Prinz William, dessen Kindern und Prinz Harry und seinen Kindern. Er hat bereits alle königlichen Titel und Ehrungen verloren, bleibt aber formal in der Thronfolge.
Warum? Weil die Thronfolge erblich ist und nicht automatisch entfällt, wenn jemand Titel verliert.
Lässt sich das ändern? Dafür wäre ein Gesetz im UK‑Parlament nötig, es müsste vom Oberhaus und Unterhaus bestätigt und dann vom Monarchen unterzeichnet werden. Außerdem müssten die 14 Commonwealth‑Staaten, in denen Charles III. Staatsoberhaupt ist, zustimmen.
Wie sehen die Commonwealth‑Staaten das? Der australische Premierminister Anthony Albanese hat schriftlich erklärt, dass seine Regierung jede britische Initiative zur Streichung Andrews aus der Thronfolge unterstützen würde.
Und die anderen? Australien war der erste Commonwealth‑Staat, der öffentlich seine Zustimmung signalisiert hat. Neuseeland folgte wenig später.
Warum hat sich das Thema verschärft? Andrew wurde vergangene Woche vorübergehend festgenommen. Gegen ihn laufen nun auch Untersuchungen wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch und Geheimnisverrat während seiner Zeit als Handelsbeauftragter. Er bestreitet das.
Worum geht es? Bei den British Academy Film Awards (Bafta) kam es am Sonntag zu einem Zwischenfall, der im Nachgang für viel Aufregung sorgte. Aus dem Publikum war das sogenannte "N‑Wort" (ein rassistischer Ausdruck für Schwarze) zu hören.
Was ist genau passiert? Zu dem Vorfall kam es während der Preisverleihung. US-Regisseur Michael B. Jordan und der britische Schauspieler Delroy Lindo standen auf der Bühne, als das "N‑Wort" gerufen wurde.
Von wem? John Davidson, ein bekannter Aktivist für Tourette‑Syndrom, der auch die Inspiration für den Bafta‑nominierten Film "I Swear" ist. Er lebt mit Tourette‑Syndrom, einer neurologischen Erkrankung, die zu unwillkürlichen motorischen und vokalen Tics führen kann.
Was sorgte für Ärger? Die BBC zeichnete die Show auf und strahlte sie zwei Stunden später aus – ohne den Zwischenruf zu entfernen. Das löste einen Sturm der Entrüstung aus.
Wie reagierte die BBC? Sie veröffentlichte eine Entschuldigung und betonte, dass die Sprache aus unwillkürlichen Tourette‑Tics stammte und nicht absichtlich verwendet wurde. Die Passage wurde (12 Stunden später) aus der Internet-Version entfernt.
Fanden das alles gut? Nein, Vertreter von Tourette‑Organisationen wiesen darauf hin, dass solche Tics nicht kontrolliert oder bewusst eingesetzt werden können, was eine sensible Abwägung zwischen Verständnis für Menschen mit der Erkrankung und dem Schutz der Zuschauer nötig macht.
Bei der Show fiel das nicht auf? Doch, Moderator Alan Cumming erläuterte während der Veranstaltung den Zusammenhang mit Tourette‑Syndrom und bat das Publikum um Verständnis, entschuldigte sich aber ebenfalls für jede Kränkung.
Was geschah danach? Google entschuldigte sich für eine KI-generierte Aufforderung, die einen Link zu einem Artikel über den Vorfall begleitete und die Nutzer dazu einlud, "mehr über" das N-Wort zu erfahren.
Wie fiel die Reaktion aus? Ein Google-Sprecher sagte gegenüber dem Guardian: "Das Unternehmen bedauert diesen Fehler zutiefst. Wir haben die anstößige Benachrichtigung entfernt und arbeiten daran, dies künftig zu verhindern."
Gab es weitere Konsequenzen? Der Filmemacher Jonte Richardson trat als Jurymitglied für Nachwuchstalente bei den Bafta-Filmpreisen zurück, weil die Organisation mit einer rassistischen Beleidigung nicht angemessen umgegangen sei.
Worum geht es? Der Oberste US-Gerichtshof hatte große Teile von Trumps bisheriger Zollstrategie für ungültig erklärt. Daraufhin kündigte Donald Trump die Einführung weltweiter Zusatzzölle an. Jetzt änderte er seine Meinung.
Nämlich? Der US-Präsident hatte ursprünglich einen generellen Tarif von 10 Prozent angekündigt, dann auf 15 Prozent erhöht. Am Dienstag trat aber eine Regelung mit 10 Prozent in Kraft.
Was ist der Hintergrund? Ein Wechsel der rechtlichen Grundlage: Trump nutzt jetzt Section 122 des Trade Act von 1974, nachdem seine ursprüngliche Notstandsbasis vom Supreme Court kassiert wurde.
Was ist Section 122 des Trade Act von 1974? Eine US-Notfallregel für Handelspolitik. Sie erlaubt dem Präsidenten, sehr schnell und ohne Zustimmung des Kongresses Importbeschränkungen zu verhängen, wenn es Probleme mit der US-Zahlungsbilanz gibt.
Wie lange gilt das? Maximal 150 Tage, danach muss der Kongress zustimmen, sonst laufen die Maßnahmen automatisch aus.
Bleibt es dabei? Laut Regierungs- und Medienberichten arbeitet die Trump-Administration daran, den Zollsatz später auf 15 Prozent anzuheben. Das wurde offiziell bestätigt, aber ein genauer Zeitplan fehlt noch.
Worum geht es? Russische Behörden haben ein Strafverfahren gegen den Gründer des Messengerdiensts Telegram, Pavel Durov, eingeleitet. Der Vorwurf lautet Unterstützung terroristischer Aktivitäten.
Was ist damit gemeint? Die Vorwürfe basieren auf einer russischen Anzeige und Aussagen des Federal Security Service (FSB). Der FSB und staatliche Medien behaupten, Telegram werde für Terrorismus, Sabotage, Extremismus und Angriffe innerhalb Russlands genutzt.
Wie massiv sind die Vorwürfe? Telegram soll über 150.000 Anfragen der russischen Medienaufsicht nicht beantwortet oder Inhalte nicht gelöscht haben. Das berichtet die staatliche Zeitung Rossijskaja Gaseta.
Was heißt das konkret? Telegram soll bei 13 angeblichen ukrainischen Anschlagsplänen gegen hochrangige russische Militäroffiziere sowie bei Zehntausenden von Bombenanschlägen, Brandstiftungen und Tötungen seit Kriegsbeginn eingesetzt worden sein.
Was ist Telegram? Eine weltweit verbreitete Messaging‑App mit mehr als einer Milliarde Nutzern. Sie gilt wegen der starken Verschlüsselung, geringer Kontrolle und großem globalen Einfluss als umstritten.
Wer ist Durov? Der Gründer und langjährige Leiter von Telegram. Er verließ Russland bereits 2014 und lebt heute im Ausland, unter anderem mit französischer und emiratischer Staatsbürgerschaft (hier mehr zu ihm und seiner 5-Millionen-Kaution).
Was könnte der Hintergrund sein? Der Kreml versucht, Millionen russische Nutzer zu einer staatlich kontrollierten Alternative namens MAX zu lenken. Anfang dieses Monats wurde der Datenverkehr von Telegram gedrosselt.
Worum geht es? Hohe EU‑Repräsentanten reisten am Dienstag zu einem Solidaritätsbesuch nach Kiew, um den vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten zu begehen. Es lag ein Schatten über dem Termin.
Wer war da? Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, António Costa, Präsident des Europäischen Rates, dazu mehrere Staatschefs von Island bis Litauen, weitere nahmen virtuell an Veranstaltungen teil.
Was sagte Wolodymyr Selenskyj? Der Ukraine-Präsident betonte in einer Rede, dass Russland nach vier Jahren Krieg seine Ziele nicht erreicht und "den ukrainischen Geist nicht gebrochen" habe.
Was sorgte für Aufsehen? Selenskyj forderte erneut von der EU ein konkretes Datum für den Beitritt des Landes. "Es ist wichtig für uns, einen klaren Termin für den EU-Beitritt zu erhalten", sagte er. Der Präsident strebt den 1. Jänner 2027 an.
Was sagt die EU? Von der Leyen zeigt sich aufgeschlossen, wenn auch ohne Datumszusage. Andere Nationen, vor allem Deutschland, sagen zu 2027 kategorisch nein.
Was ist eine weitere Hürde? Ein neues EU‑Sanktionspaket gegen Russland kann nicht in Kraft treten – Ungarn hat sein Veto eingelegt. Es geht um 90 Milliarden Euro Finanzhilfe (darunter Gelder für Verteidigung, Wirtschaft und laufende Staatsausgaben).
Warum die Blockade? Ungarn verlangt, dass die Lieferung von russischem Öl durch die Druschba‑Pipeline nach Ungarn wieder aufgenommen wird, bevor es weiteren EU‑Beschlüssen zustimmt. Sie soll beschädigt sein, bestätigt ist das nicht.
Ist Ungarn allein? Nein, die Slowakei hat Montag die sogenannten "Notstromlieferungen" an die Ukraine gestoppt. Gemeint ist die Notfall‑Elektrizitätsunterstützung, die zur Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes bereitgestellt wurde. Auch die Slowakei fordert die Öffnung der Druschba‑Pipeline.
Worum geht es? Am 8. März wählt das deutsche Bundesland Baden-Württemberg einen neuen Landtag. CDU-Politiker Manuel Hagel will Ministerpräsident werden, aber nun fährt ihm ein altes Video in die Parade.
Warum? In einem Clip aus dem Jahr 2018 erzählte Hagel, damals 29 Jahre alt, von einem Besuch an einer Realschule in seinem Wahlkreis.
Und? Er sagte, die Klasse bestehe zu "80 Prozent aus Mädchen" und fügte an: "Ich werd's nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen." Da gebe es für "Abgeordnete schlimmere Termine als diesen".
Was passierte nun? Die Grünen‑Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer grub das Video aus und veröffentlichte den Clip auf TikTok und Instagram. Die 59 Sekunden lange Sequenz wurde inzwischen über 1 Million Mal aufgerufen.
Was kritisiert sie vor allem? Dass ein erwachsener Mann und Politiker das Aussehen einer minderjährigen Schülerin kommentiert habe, und so ein Kommentar ein schlechtes Signal an junge Frauen sende, die sich politisch engagieren.
Wo hat Hagel das gesagt? Bei einem Stammtischgespräch beim Lokalsender Regio TV Schwaben. Er sitzt bei einem Bier an einem Wirtshaustisch.
Wie reagierte er nun? Er gestand ein, der Einstieg des Interviews sei "Mist" gewesen und dass auch seine Frau ihn damals dafür kritisiert habe. Gleichzeitig bemängelte er, dass die Kritik kurz vor der Wahl und viele Jahre später erneut aufgebracht werde.
Worum geht es? Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hatte mit Albanien ein Projekt gestartet. Migranten, die im Mittelmeer von italienischen Behörden aufgegriffen werden, sollten in Asyl‑ und Rückführungszentren auf albanischem Boden gebracht werden.
Wozu? In Albanien sollen ihre Asylverfahren bearbeitet werden – mit dem Ziel, abgelehnte Antragsteller schneller zurückzuführen, ohne dass sie nach Italien gelangen.
Von welcher Dimension war die Rede? Laut ursprünglicher Vereinbarung sollten Jahreskapazitäten von bis zu 36.000 Personen bearbeitet werden.
Aber? Italienische Gerichte haben wiederholt die Transfers für rechtswidrig erklärt, weil Grundrechte verletzt wurden – z. B. unzulässige Inhaftierung ohne schriftliche Beschlüsse oder fehlende Rechtsunterrichtung. Auch der EuGH warf grundsätzliche Fragen auf.
Was war die Folge? Berichte zeigen, dass die Lager größtenteils leer geblieben sind, weil Gerichte Transfers blockierten und rechtliche Hürden umgesetzt wurden.
Was passierte? Der Algerier Redouane L. kam im April 2025 nach Gjadër, ohne vorherige Information, ohne schriftlichen Beschluss, ohne Kontakt mit Familie oder Anwalt.
Was war die Folge? Ein Gericht in Rom verurteilte den Staat jetzt zu einer Zahlung von etwa 700 Euro an den Migranten. Er hatte 5.000 Euro gefordert, weil er beim Transport Handschellen tragen musste.
Was weiß man über ihn? Laut Süddeutscher Zeitung ist Redouane L. Mitte fünfzig und lebt seit 19 Jahren ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Italien. Er hat eine italienische Partnerin, die beiden haben zwei gemeinsame minderjährige Kinder.
Wie reagierte Meloni? Sie hat solche Entscheidungen als "absurd" kritisiert und die Justiz beschuldigt, ihre Politik zu blockieren.
Worum geht es? Rob Jetten wurde am Montag vom König als Ministerpräsident der Niederlande vereidigt. Er ist mit 38 Jahren der jüngste Regierungschef in der niederländischen Geschichte und auch der erste, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt.
Woraus besteht die Regierung? Aus einer Koalition von drei Parteien: Der D66 (linksliberal, Jettens Partei), der CDA (Christen-Democratisch Appèl, christdemokratisch) und der VVD (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie, rechtsliberal).
Was ist das Problem? Es handelt sich um eine Minderheitsregierung. Sie hat keine eigene Mehrheit im Parlament (nur 66 von 150 Sitzen im Unterhaus). Deshalb ist sie auf Unterstützung anderer Parteien angewiesen, um Gesetze durchzubringen.
Was sind die Pläne? Die Regierung hat bereits angekündigt, unter anderem die Unterstützung der Ukraine fortzusetzen, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen, eine härtere Politik in Migration und Asyl zu verfolgen, Sparmaßnahmen im Gesundheits‑ und Sozialsystem umzusetzen.
Heißt was? Der Eigenbeitrag zur Krankenversicherung wird erhöht, Steuererleichterungen für häusliche Pflegemaßnahmen fallen weg, das Renteneintrittsalter soll 2054 bei 70 Jahren liegen.
Wie kam es dazu? Bei der Wahl am 29. Oktober 2025 siegte überraschend nicht die rechtspopulistische PVV von Geert Wilders, sondern Jettens D66. Die Parteien brauchten 117 Tage, um ihre Koalition zu bilden.
Wie geht es nun weiter? Ruppig, denn die Opposition will nicht mitziehen. Wilders (der bei der Wahl Zweiter wurde) schloss eine Zusammenarbeit kategorisch aus.
Wie? Die Niederländer müssten bluten, damit das Geld nach Brüssel oder in die Entwicklungshilfe fließen könne, sagte er im Parlament: "Das ist keine ausgestreckte Hand, sondern ein dicker Mittelfinger und ein Schlag ins Gesicht eines jeden Niederländers."
Worum geht es? US‑Präsident Donald Trump verkündete am Wochenende über seine Social‑Media‑Kanäle, er werde ein US‑Lazarettschiff nach Grönland schicken, "um sich um die vielen Kranken zu kümmern, die dort nicht versorgt würden".
Was ist damit gemeint? Das bleibt rätselhaft. Grönlands Ministerpräsident Jens‑Frederik Nielsen lehnte das Angebot ab: "No thank you from here," sagte er. Grönland (57.000 Einwohner) habe ein öffentliches Gesundheitssystem mit kostenloser Versorgung und die sei gesichert.
Worauf bezog sich Trump? Möglicherweise auf einen Vorfall rund um einen US‑Marinesoldaten. Er war am Wochenende wegen eines medizinischen Notfalls von einem U‑Boot vor Grönland in ein Krankenhaus in Nuuk gebracht worden.
Was ist passiert? Es gibt dazu nur spärliche Infos. Die Evakuierung fand etwa Kilometer vor der grönländischen Hauptstadt Nuuk statt. Betroffen war mutmaßlich die USS Delaware. Über die Erkrankung des Mannes wurde nichts verlautbart.
Ist das Lazarettschiff schon unterwegs? Nein! Trump schrieb zwar, es sei "auf dem Weg", aber das wird nicht passieren,
Warum nicht? Die US‑Navy verfügt über zwei große Hospital‑Ships, die USNS Mercy und die USNS Comfort. Beide haben über eine Kapazität von rund 1.000 Betten. Trump postete ein Foto der Mercy.
Aber? Ende Jänner befand sich das Lazarettschiff fest im Trockendock der Alabama Shipyard in Mobile, wo es seit Juli 2025 planmäßig gewartet wird, schreibt der in der Schifffahrtsbranche vielgelesenen Blog gCaptain. Für die Wartung ist ein Jahr vorgesehen.
Bleibt die Comfort? Ja, aber die liegt ebenfalls in der Werft von Mobile vor Anker. Die Alabama Shipyard freute sich am 23. Jänner über einen "historischen Moment". Es sei das erste Mal seit 30 Jahren, dass die beiden Lazarettschiffe nebeneinander liegen.
Heißt was? Selbst wenn die beiden Schiffe nicht in der Werft wären, würde es Wochen dauern, sie nach Grönland zu bringen. Es gibt auch keine bestätigte Official Deployment Order, also einen "Marschbefehl" für die Schiffe.
Worum geht es? Das US-Höchstgericht hatte die Handelszölle von Donald Trump für ungültig erklärt. Der US-Präsident konterte mit der Verhängung von 15 Prozent Zoll "für die ganze Welt". Am Montag drückte die EU die Pause-Taste.
Nämlich? Die Union will die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA so lange aussetzen, bis klar ist, wie die Zoll-Politik Amerikas künftig aussehen soll.
Welcher Handelsdeal ist damit gemeint? Nach einem wochenlangen "Zölle rauf, Zölle runter" von Donald Trump schlossen im Juli 2025 EU und USA einen Deal, um künftig alle Zoll-Unwägbarkeiten auszuschließen. Vereinbart wurde ein 15-prozentiger Basiszoll für EU-Importe in die USA sowie eine Abschaffung europäischer Zölle auf US-Industrieprodukte.
Ist der Deal damit vom Tisch? Nein, aber die EU-Parlamentarier wollen zunächst mehr Details von den USA zu deren neuem Zollprogramm hören. Auch die Frage, was mit den bereits bezahlten Zöllen passiert, die jetzt für ungültig erklärt wurden, ist offen.
Was verhalten sich die USA? Die US-Zollbehörde hat mittlerweile das Aus für jene Abgaben angekündigt, die vom Supreme Court gekippt worden sind. Diese Zölle würden ab Dienstag, Mitternacht (Ortszeit) nicht mehr erhoben.
Aber die Regelung wurde bereits letzten Freitag gekippt, oder? Richtig. Warum die Abgaben trotz des Gerichtsurteils noch mehrere Tage lang weiter erhoben wurden, war zunächst nicht klar.
Werden die zu Unrecht abgeführten Zölle zurückbezahlt? Dazu wurden seitens der Behörden keine Angaben gemacht.
Ist nur der EU-USA-Deal auf Eis gelegt? Nein, auch andere Staaten sind derzeit am Abwägen, wie es jetzt weitergehen soll. Indien, der bevölkerungsreichste Staat der Welt, verschob einen für diese Woche geplanten Besuch einer Handelsdelegation in Washington.
Worum geht es? Sicherheitskräfte erschossen am Sonntag in den frühen Morgenstunden einen Mann, der in den gesicherten Bereich der Residenz von Donald Trump bei Mar‑a‑Lago eingedrungen war.
Was ist der Hintergrund? Der ist noch rätselhaft. Der Mann ist inzwischen als Austin Tucker M. identifiziert, 21, wohnhaft in North Carolina (USA). Er arbeitete als Greenkeeper auf einem Golfplatz.
Was weiß man über ihn? Er wurde von seinen Eltern als vermisst gemeldet, kurz bevor der Vorfall stattfand. Menschen in seiner Heimat beschrieben ihn als ruhig und unauffällig, jemand, der nicht gewohnt war, mit Waffen umzugehen.
Gibt es einen politischen Hintergrund? Die Familie von Austin Tucker M. gilt als starke Unterstützer von Donald Trump.
Was ist genau passiert? Der Vorfall ereignete sich um 1.30 Uhr früh. Austin Tucker M. drang auf das Gelände ein, er trug eine Gaskartusche und eine Schrotflinte bei sich. Er wurde von Sicherheitskräften gestoppt.
Was geschah dann? Austin Tucker M. stellte nach der Aufforderung die Gaskartusche auf den Boden, soll die Schrotflinte dann aber in Schussposition hochgezogen haben. Zwei US‑Secret‑Service‑Agenten und ein Sheriff‑Deputy eröffneten das Feuer.
Gibt es Erkenntnisse über ein Motiv? Nein! Es existieren Berichte, wonach Martin Textnachrichten über die sogenannten "Epstein‑Files" verschickt haben soll (eine Bezugnahme auf veröffentlichte Dokumente und Kontroversen rund um Jeffrey Epstein), bestätigt ist das nicht.
Hat Austin Tucker M. Vorstrafen? Die lokalen Behörden fanden keinerlei vorherige Strafregister-Einträge oder auffällige Hinweise in seiner Akte.
Wie wird ermittelt? Die beteiligten Beamten trugen Körperkameras. Anwohner wurde dazu aufgefordert, die Aufnahmen der Außenkameras von Samstagabend bis Sonntagmorgen zu überprüfen und "alles, was verdächtig aussieht", zu melden.
War Trump im Haus? Nein, Trump war am Wochenende nicht in Mar-a-Lago.
Worum geht es? Aktivisten einer britischen Gruppe mit dem Namen "Everyone Hates Elon" haben am Sonntag ein gerahmtes Foto von Andrew Mountbatten-Windsor – dem früheren Prinz Andrew – an einer Wand im Louvre Museum angebracht (hier die Aktion im Video).
Was zeigt das Foto? Es handelt sich um das Bild nach seiner Festnahme und anschließenden Freilassung aus Polizeigewahrsam in Großbritannien. Er sitzt mit schreckgeweiteten Augen am Rücksitz eines Autos.
Gibt es eine Erklärung dazu? Das Foto war mit dem Schriftzug "He’s Sweating Now – 2026" versehen – eine ironische Bezugnahme auf eine frühere kontroverse Aussage von Andrew über sein Schwitzen.
Was ist der Hintergrund? Andrew war am 19. Februar, seinem 66. Geburtstag, von der Polizei in Norfolk (UK) festgenommen worden. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch. Sie stehen im Zusammenhang mit dem Skandal um Jeffrey Epstein.
Wer ist "Everyone Hates Elon"? Eine britische Aktivistengruppe, die sich selbst als Anti-Milliardärs- bzw. Anti-Eliten-Kampagne beschreibt. Die Gruppe nutzt provokative Aktionen im öffentlichen Raum, wie hier zu sehen.
Was passierte mit dem Louvre-Bild? Es wurde nach 15 Minuten abgehängt. Das Bild war nahe dem Eingang zu einem der großen Galeriebereiche platziert worden, ein Ort, an dem viele Besucher vorbeigehen.
Worum geht es? In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam es am Flughafen München zu einem Winter-Chaos. Rund 600 Passagiere mussten unfreiwillig in ihren Flugzeugen übernachten – mutmaßlich auch aus Schlamperei.
Wie kam es dazu? Wegen des starken Schneefalls gab es untertags viele Verspätungen. In München herrscht zwischen Mitternacht und 5 Uhr früh ein Flugverbot. Das wurde diesmal teilweise aufgehoben.
Aber? Einige bereits abgefertigte und startbereite Maschinen bekamen dann doch keine Starterlaubnis, warum, ist noch unklar. Sie standen am Flugfeld, alle "Finger" waren von abgestellten Flugzeugen belegt.
Warum kam kein Bus? Offenbar, weil die Fahrer heimgegangen waren. Die Passagiere konnten also nicht über die Terminals aussteigen, aber auch nicht über eine Gangway, denn es standen keine Busse bereit. Sie waren in den Flugzeugen gefangen.
Um wie viele Maschinen geht es? Nach aktuellem Stand um sechs, fünf von Lufthansa, eine von Air Arabia. Die Fluggäste mussten bis 5 Uhr warten, da wurde der Betrieb wieder aufgenommen.
Was hieß das in der Praxis? Die Passagiere verbrachten die Nacht im Flugzeug. Betroffene berichten, dass es viel zu wenige Decken, Verpflegung und Getränke gegeben habe. Vom Personal seien sie ständig vertröstet worden.
Was sagen Lufthansa und Flughafen? Sie bestätigen (und bedauern) den Vorgang grundsätzlich, die fehlende Betreuung und Kommunikation wird bestritten.
Warum ist das jetzt ein Thema? Weil der Murks ein Fall für die Staatsanwaltschaft wird. Sie soll prüfen, ob der Vorfall strafrechtliche Konsequenzen hat.
Worum geht es? Bei einer Spezialoperation des mexikanischen Militärs wurde am Sonntag der berüchtigtste Drogenboss des Landes, Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho", getötet. Bei anschließenden Gefechten kamen insgesamt 74 Menschen ums Leben, darunter 25 Soldaten der Nationalgarde.
Wer war "El Mencho"? Er leitete das Cartel Jalisco Nueva Generación (CJNG), das als eines der gewalttätigsten Verbrechersyndikate Mexikos gilt. Neben dem Handel mit Fentanyl, Metamphetamin und Kokain wird es auch mit Erpressung, Menschenhandel und Waffenhandel in Verbindung gebracht.
Wie kamen ihm die Behörden auf die Spur? Der entscheidende Hinweis auf seinen Aufenthaltsort soll von US.Geheimdiensten gekommen sein. Die USA hatten das Kartell als terroristische Organisation eingestuft und auf "El Mencho" ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar ausgesetzt.
Wie kam es zu so vielen Todesfällen? Nach dem Tod des Kartellchefs reagierten seine Anhänger mit einer Welle der Gewalt. Ausgehend vom Bundesstaat Jalisco, wurden in 20 Bundesstaaten Autos angezündet, Straßen blockiert und Geschäfte angegriffen. Auch mehrere Touristenorte waren von den Ausschreitungen betroffen.
Waren auch Urlauber von den Kämpfen betroffen? Die Behörden forderten Touristen in den betroffenen Ferienorten auf, nicht auf die Straße zu gehen. Mehrere Fluggesellschaften aus den USA und Kanada strichen kurzfristig ihre Verbindungen nach Puerto Vallarta und leiteten Flüge, die bereits in der Luft waren, zu anderen Zielen um.
Wer bangt nun auch? In vier Monaten beginnt in Mexiko (neben Kanada und den USA) die Fußball-WM. 13 Spiele finden im Land statt, auch in einer Stadt, die nun besonders von Unruhen betroffen ist.
Nämlich? In Guadalajara an der Westküste steht eines der drei mexikanischen WM-Stadien. Hier sind vier WM-Vorrundenspiele angesetzt, darunter auch das Match von Europameister Spanien gegen Uruguay.
Worum geht es? Die britische Polizei hat am Montag den ehemaligen Botschafter des Königreichs in den USA, Peter Mandelson, im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Epstein-Akten festgenommen. Dem 72-Jährigen wird Amtsmissbrauch vorgeworfen.
Wer ist Peter Mandelson? Der Politiker gehört seit Jahrzehnten zu den einflussreichsten Köpfen im Labour-Lager. Er saß lange Jahre im Parlament, war EU-Kommissar und britischer Wirtschaftsminister. Zuletzt war er als Botschafter Großbritanniens in den USA, war aber im September 2025 von seinem Amt abberufen worden.
Weshalb die Abberufung? Im Zuge der Veröffentlichung der Akten über den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren neue Details bekannt geworden, wie nahe sich Mandelson und Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft) lange Zeit gestanden hatten.
Hat die Festnahme jetzt mit den Epstein-Akten zu tun? Laut BBC steht der Verdacht im Raum, dass Mandelson im Zuge des Überprüfungsprozesses für das Amt des Botschafters nicht die volle Wahrheit darüber gesagt hat, in welcher Beziehung er zu Epstein stand.
Hat das etwas mit der Festnahme von Ex-Prinz Andrew zu tun? Das wird sich erst weisen. Andrew war vergangene Woche kurzfristig festgenommen worden, nachdem bekannt geworden war, dass er in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter Epstein vertrauliche Informationen weitergeleitet haben soll. Der Bruder von König Charles III. bestreitet jedes Fehlverhalten.
Standen Mandelson und Andrew in Kontakt? Wenn nicht über Epstein, so doch jedenfalls daheim in London. Denn zu jener Zeit, als Andrew Handelsbeauftragter der Krone war, da war Mandelson Wirtschaftsminister.
Worum geht es? Der Nordosten der USA erlebte am Montag einen dramatischen Wintereinbruch. In New York City fielen sorgte ein Blizzard bis Montagmittag für etwa 40 Zentimeter Schnee.
Wie schlimm war es? In sieben Bundesstaaten – New York, New Jersey, Pennsylvania, Delaware, Connecticut, Rhode Island und Massachusetts – wurde der Notstand ausgerufen. New York stellte 1.400 Notfall-Schneeschaufler ein.
Was waren die Folgen? Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani ließ bis Mittag sämtliche Straßen, Highways und Brücken für den Verkehr sperren, ausgenommen waren nur systemrelevante Transporte und Einsatzfahrten.
Gab es noch weitere Behinderungen? Der öffentliche Verkehr war nahezu lahmgelegt. Nur wenige Züge, Busse und U-Bahnen konnten regulär fahren. An den New Yorker Flughäfen sowie in Newark und Boston wurden 90 Prozent aller Flüge abgesagt.
Wie viele Menschen leben im Blizzard-Gebiet? Mehr als 50 Millionen. Das betroffene Gebiet reichte von Washington D.C. im Süden über Philadelphia, New York City und Boston bis in den äußersten Norden des Bundesstaates Maine. Etwa 400.000 Haushalte waren zeitweilig ohne Strom.
Was riet Zohran Mamdani seinen Bürgern? "Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause!" Damit sich auch möglichst viele daran halten, blieben am Montag alle Schulen und die meisten öffentlichen Einrichtungen im Big Apple geschlossen. Auch die meisten Theateraufführungen fielen aus.
Wie lange sollte der Blizzard dauern? Laut Prognosen sollte bis heute das Schlimmste überstanden sein.