Worum geht es? Am Mittwoch griff ein Mann knappp vor 12 Uhr mittags im Londoner Stadtteil Golders Green zwei Männer mit dem Messer an. Die beiden Männer, 34 und 76 Jahre alt, wurden dabei schwer verletzt.
Wo genau geschah der Angriff? Die Tat ereignete sich auf bzw. nahe der Golders Green Road – einem Gebiet mit viel jüdischer Bevölkerung. Ein Opfer wurde vor einem Geschäft, das andere an einer Busstation nahe einer Synagoge attackiert.
Was weiß man über den Täter? Der 45-jährige Mann wurde mit dem Messer in der Hand gefilmt (hier die Bilder). Er soll gezielt versucht haben, jüdische Passanten anzugreifen. Der Angreifer war sowohl der Polizei als auch dem Deradikalisierungsprogramm Prevent der Regierung bekannt.
Wie wurde er festgenommen? Er wurde zunächst von Mitgliedern der jüdischen Nachbarschaftswache (Shomrim) gestoppt. Dann ging er mit dem Messer im Anschlag auf zwei Polizisten zu, die ihn mit einem Taser überwältigten.
Wie geht es den Opfern? Die beiden Verletzten wurden medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Berichten zufolge sind sie nicht in Lebensgefahr.
Wird ein antisemitisches Motiv angenommen? Ja, der Täter soll gezielt Juden als Ziele ausgesucht haben. Die Tat wurde als terroristischer Akt eingestuft.
Gibt es Hintermänner? Die pro-iranische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyya (HAYI) bekannte sich nur wenige Stunden nach der Festnahme des Verdächtigen zu dem Anschlag, doch diese Behauptung wurde mit Skepsis aufgenommen.
Weil? Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff von einem Einzeltäter ohne Verbindungen zu einem feindlichen Staat verübt wurde.
Wie haben Politik und Öffentlichkeit reagiert? Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Tat als "zutiefst erschütternd" und als "abscheulich". Auch andere Politiker und der Londoner Bürgermeister verurteilten den Angriff scharf. Es wurde mehr Schutz für jüdische Einrichtungen angekündigt. Viele üben Kritik daran. Das übliche Politik-Bla Bla, sagen sie.
Steht der Angriff im Zusammenhang mit weiteren Vorfällen? Ja, der Angriff ist Teil einer Serie antisemitischer Vorfälle in London. Israel warf Großbritannien am Mittwoch vor, die Kontrolle über den Antisemitismus verloren zu haben.
Worum geht es? Die Europäische Union beschuldigt Meta, EU-Recht verletzt zu haben. Kinder unter 13 Jahren seien nicht wirksam daran gehindert worden, Plattformen wie Instagram oder Facebook zu nutzen, ergab eine Untersuchung.
Gegen welche Regeln könnte das verstoßen? Im Fokus stehen vor allem der Digital Services Act (DSA) und die Datenschutz-Grundverordnung. Beide verlangen strenge Maßnahmen zum Jugendschutz und zur Altersverifikation.
Warum ist das ein Problem? Kinder unter 13 gelten als besonders schutzbedürftig: Sie können Risiken sozialer Medien (z. B. Sucht, Mobbing, Inhalte) schwer einschätzen. Ihre Daten dürfen nur sehr eingeschränkt verarbeitet werden. Plattformen müssen aktiv verhindern, dass sie sich unerlaubt anmelden.
Was droht Meta jetzt? Eine hohe Geldstrafe (beim DSA bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes) von bis zu 15 Milliarden Euro, Auflagen zur Verbesserung der Alterskontrollen, im Extremfall Einschränkungen einzelner Funktionen in der EU.
Welche konkreten Änderungen könnten folgen? Meta könnte gezwungen werden, strengere Altersverifikation einzuführen (z. B. Ausweis- oder KI-Checks), Kinderkonten automatisch zu blockieren oder einzuschränken, weniger personalisierte Werbung für Minderjährige zu zeigen und mehr Transparenzberichte vorzulegen.
Betrifft das nur Meta? Nein. Der Fall ist ein Signal an die gesamte Branche. Auch Plattformen wie TikTok oder Snapchat stehen unter ähnlicher Beobachtung. Die EU setzt damit strengere Standards für Kinderschutz im Internet.
Was bedeutet das für Nutzer in Europa? Eltern bekommen mehr Kontrolle und Schutzmechanismen. Kinder könnten schwieriger Zugang zu Plattformen erhalten. Insgesamt wird die Nutzung sozialer Medien in der EU stärker reguliert.
Ist das Verfahren schon entschieden? Es handelt sich um einen Schuss vor den Bug. Der Konzern muss auf die Vorhalte reagieren und Maßnahmen zur Beseitigung vorschlagen. Erst dann wird entschieden, wie es weitergeht.
Worum geht es? Russland wird seine traditionelle Siegesparade am 9. Mai (Tag des Sieges über Nazi-Deutschland) ohne militärisches Großgerät abhalten. Das erklärte das Verteidigungsministerium.
Warum? Aus Angst vor Drohnenangriffen durch die Ukraine. Militärfahrzeuge könnten ein leicht erkennbares Ziel darstellen. Der Schutz der Hauptstadt Moskau habe Priorität.
Die Russen fürchten einen Angriff auf dem Roten Platz? Eher im Vorfeld. Die Ausrüstung ist schon in der Vorbereitungsphase angreifbar, da die Truppenkolonnen außerhalb Moskaus auf offenen Übungsplätzen parken und proben. Sie können leicht mit Drohnen getroffen werden.
Was ist normalerweise Teil der Parade? Üblicherweise zeigt Russland Panzer, Raketen und Militärfahrzeuge, dazu Luftwaffen-Überflüge. Tausende Soldaten marschieren in Formation an der Ehrentribüne vorbei.
Was ändert sich konkret? Der Fokus wird stärker auf der Zeremonie, Veteranen und Symbolik liegen. Auch Kadetten von Militärschulen und militärischen Jugendeinrichtungen würden nicht teilnehmen, so das Verteidigungsministerium.
Welche Bedeutung hat diese Entscheidung? Es darf als Signal für eine erhöhte Bedrohungslage verstanden werden. Ungewöhnlich deutlich zeigt Russland an, dass der Krieg auch im russischen Inland spürbar ist.
Gab es ähnliche Änderungen zuvor schon? Ja, aber selten, etwa während der Pandemie. Seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine 2022 sind die Paraden reduziert, im Vorjahr gab es wegen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag eine Ausnahme.
Worum geht es? Der Preis für Brent-Rohöl ist am Mittwoch auf etwa 115 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Das ist der höchste Stand seit rund einem Monat.
Ist der Irankrieg schuld? Ja, aber nicht allein. Der Ausstieg der Vereinigten Arabischen Emirate aus OPEC und OPEC+ spielt ebenfalls eine Rolle. Zudem haben die letzten Tanker, die vor dem Krieg im Nahen Osten losgefahren waren, nun ihre Zielhäfen erreicht. Es kommt kaum was nach.
Was ist die Folge? Treibstoffpreise steigen (Benzin und Diesel werden teurer), Heizkosten können zulegen. Indirekt steigen oft auch Transport- und Lebensmittelpreise.
Wie reagierte die EU? Sie lockerte am Mittwoch ihre Regeln für staatliche Beihilfen. Staaten können nun betroffene Sektoren der Wirtschaft besser mit Geld unterstützen.
Wie lange? Die Regel ist mit 31. Dezember 2026 begrenzt. Sie betrifft vor allem Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr und energieintensive Industrien.
Was heißt das konkret? Staaten können bis zu 70 Prozent der Mehrkosten aufgrund der durch die Krise verursachten Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Düngemitteln übernehmen. EU-Landwirte und Spediteure erhalten bis zu 50.000 € zur Deckung der Mehrkosten.
Worum geht es? Der britische König Charles III. befindet sich mit Königin Camilla derzeit auf Staatsbesuch in den USA und hat dort zwei zentrale, viel beachtete Auftritte absolviert: Reden vor dem US-Kongress und beim Staatsbankett mit Donald Trump.
Warum "viel beachtet"? Für Charles waren die Auftritte aufgrund der geopolitischen Lage heikel. Das enge Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien zeigt tiefe Risse. Er löste das Problem mit feinsinnigem, britischem Humor.
Wie? "Wenn es uns nicht gäbe, würdet ihr Französisch sprechen", scherzte Charles beim Staatsbankett im Weißen Haus. Eine Anspielung auf den Kampf zwischen Großbritannien und Frankreich um die Vorherrschaft in Nordamerika im 18. Jahrhundert. Und eine Reaktion auf Trump, der in Davos gesagt hatte, ohne Amerika würde das Nachkriegs-Europa heute Deutsch sprechen.
Der einzige Gag? Nein, gleich zu Beginn ging er auf den Neubau des Ostflügels im Weißen Haus ein.
Nämlich wie? "Es tut mir leid, sagen zu müssen, dass wir Briten natürlich im Jahr 1814 unseren eigenen kleinen Versuch der Immobilienentwicklung des Weißen Hauses unternommen haben", sagte Charles und bezog sich dabei auf den Vorfall, als britische Truppen während des Krieges von 1812 das Weiße Haus in Brand setzten, als sie durch die eroberte Hauptstadt marschierten.
Und Donald Trump? Er witzelte ebenfalls. Er bewundere König Charles III. dafür, dass er die "Demokraten zum Aufstehen gebracht" habe, während er vor dem Kongress sprach, das sei ihm noch nie gelungen, sagte er.
Was war im Kongress? Charles bekam 12 Standing Ovations. Für Sätze wie: Die Verteidigung der Ukraine erfordere "unerschütterliche Entschlossenheit". Oder: "Die Stärke unserer Gesellschaften liegt in ihrer Freiheit und Vielfalt".
Wie endete das Dinner? Charles schenkte Trump eine historische Glocke ("wenn Sie uns jemals brauchen, einfach klingeln") und dankte Trump für ein "wunderbares Abendessen". Es sei eine "deutliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party" gewesen.
Was gab es zu essen? Kräutervelouté und Salatherzen, Ravioli mit Kräutern aus dem Garten des Weißen Hauses. Der Hauptgang war eine klassische Seezunge Müllerin Art, serviert in brauner Butter. Zum Dessert Schokoladentörtchen mit Vanillecreme.
Wer war zu Gast? Amazon-Gründer Jeff Bezos in Begleitung seiner Frau Lauren Sánchez, Apple-CEO Tim Cook. Golfer Rory McIlroy, Modedesigner Ralph Lauren und Milliardär Robert Kraft, Besitzer der New England Patriots.
Worum geht es? Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem Spiegel ein Interview gegeben. Erstaunlich offen redet er darin auch über seine Wahrnehmung von Social Media.
Was sagt er? "Ich bin nur gelegentlich auf Social Media unterwegs. Aber wenn Sie mal schauen, was dort über mich verbreitet wird, wie ich da angegriffen und herabgewürdigt werde – kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen. Ich beschwere mich nicht darüber, aber so ist es."
Was ist der Hintergrund? Im Interview werden auch die Politik früherer Zeiten und ehemalige Kanzler angesprochen. Darunter Gerhard Schröder (SPD), der seine Agenda 2010 durchbrachte und dann abgewählt wurde.
Was sagt Merz? Mit Bezug auf Social Media: "Schröder hatte mit hartem Widerstand zu kämpfen, aber er wurde nicht so angefeindet, wie ich angefeindet werde."
Was fällt sonst auf? Der deutsche Kanzler räumt erstaunlich viel Selbstkritik ein. Über seine Kommunikation ("ich kann da in der Tat noch besser werden"), Unzufriedenheit in der Bevölkerung ("Wir haben kein gutes Erwartungsmanagement betrieben") oder erreichte Ziele ("Es fehlt der Nachweis, dass uns wirklich große Reformen gelingen können").
Worum geht es? Die finale Rettungsaktion für Timmy ist angelaufen. Der Buckelwal saß seit 23. März auf mehreren Sandbänken fest und drohte zu versterben.
Was passiert gerade mit Wal "Timmy"? Er wird seit Mittwoch auf einer speziellen Transportplattform in Richtung Nordsee geschleppt, sie soll ihn aus der Ostsee in tieferes und besser geeignetes Meerwasser bringen.
Wo befindet sich die Rettungsaktion? Die Aktion startete in der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und führt nun über Fehmarn Richtung Nordsee, möglicherweise später weiter in den Atlantik.
Wie wird der Wal transportiert? Timmy befindet sich in einer mit Wasser gefüllten Spezial-Barge (einer Art Pool). Diese wird von einem Kahn gezogen und von Tierärzten sowie Rettungsteams begleitet.
In welchem Zustand ist Timmy? Der Wal ist geschwächt, zeigt sich aber beim Transport in sehr gutem Zustand.
Was ist das Ziel der Aktion? Den Wal aus der ungeeigneten Ostsee zu bringen und dort freizulassen, wo er bessere Überlebenschancen haben soll. Die Aktion könnte mehrere Tage dauern.
Welche Probleme gibt es bei der Rettung? Der Transport ist lang und belastend, Experten bezweifeln teilweise, ob er im offenen Meer noch überlebensfähig ist.
Wer ist beteiligt? Tierärzte, Meeresbiologen, Rettungsteams, Behörden aus Mecklenburg-Vorpommern sowie technische Spezialkräfte.
Worum geht es? Wer dachte, er zieht zurück, hat sich geirrt. In seiner Show "Jimmy Kimmel Live!" ging der TV-Moderator in der Nacht auf Mittwoch erneut auf die Trumps los und wieder spielte der Tod eine Rolle, berichtet das Wall Street Journal.
Was ist die Vorgeschichte? In der vergangenen Woche hatte sich Late-Night-Star Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig gemacht. Er nannte Melania eine "werdende Witwe". Zwei Tage später folgte der Attentatsversuch im Washington Hilton.
Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig". Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.
Passierte das? Der Vorsitzende der Federal Communications Commission, Brendan Carr, leitete eine vorzeitige Überprüfung der Fernsehsendelizenzen von Disney ein. Ein Zufall, wurde treuherzig versichert.
Nicht doch eine Rute im Fenster? Naja! Die nun vorgezogene Lizenzprüfung ist eine Folge der im März letzten Jahres eingeleiteten Untersuchung der FCC zu Disneys Initiativen in den Bereichen Diversität, Gleichstellung und Inklusion. Alles Trump ein Dorn im Auge.
Wie reagierte Kimmel? Er zeigte einen Clip, in dem sich Trump bei der First Lady dafür entschuldigte, dass er die 63-jährige Ehe seiner Eltern wahrscheinlich nicht übertreffen könne. "Moment mal, hat er gerade einen Witz über seinen Tod gemacht?", fragte Kimmel.
Und? "Nur Donald Trump würde fordern, dass ich gefeuert werde, weil ich einen Witz über sein hohes Alter gemacht habe, und dann einen Tag später selbst einen Witz über sein hohes Alter reißen."
Worum geht es? Der britische Ölkonzern BP gab am Dienstag einen sprunghaften Anstieg der Gewinne bekannt. Im ersten Quartal des Jahres wurde das beste Ergebnis seit drei Jahren erwirtschaftet.
Was heißt das in Zahlen? Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar für die ersten drei Monate. Dies übertraf die von Analysten prognostizierten 2,7 Milliarden US-Dollar.
Wie war das 2025? Der Gewinn hat sich mehr als verdoppelt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug er 1,38 Milliarden US-Dollar. Die Ölhändler des Unternehmens profitierten von der durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelösten Volatilität, so die Financial Times.
Ist da Platz für Gewinnsteuern? Die seit April im Amt befindlichen BP-Chefin Meg O'Neill nennt "Übergewinnsteuern", wie sie mehrere Regierung planen oder schon umgesetzt haben, eine "höchst unangebrachte Reaktion auf die Situation".
Warum? Weil das Geld fehlen würde, um neue Energiequellen zu erschließen. Nur so ließe sich mehr Unabhängigkeit erreichen und die Versorgung der Bevölkerung mit Treibstoffen sicherstellen.
Worum geht es? Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Dienstag überraschend angekündigt, zum 1. Mai 2026 aus der OPEC und OPEC+ auszutreten.
Was ist die OPEC? Ein Zusammenschluss ölproduzierender Länder, der 1960 gegründet wurde. Ziel ist es, die Fördermengen zu koordinieren und so Einfluss auf den Ölpreis zu nehmen.
Und die OPEC+? Die Organisation besteht aus den 12 Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) plus weiteren 10 ölproduzierenden Nicht-OPEC-Staaten, darunter Russland.
Ist der Ausstieg außergewöhnlich? Die VAE gehören zu den größten Ölproduzenten weltweit, sind seit 1967 Mitglied und einer der Kernspieler des Gremiums. Sie gehören zu den wenigen Ländern mit signifikanter Reservekapazität (entscheidend für Marktsteuerung).
Warum treten die VAE aus? Sie wollen ihre Ölproduktion stärker erhöhen, als es die OPEC-Quoten erlauben. Die Emirate setzen zunehmend auf wirtschaftliche Diversifizierung und erneuerbare Energien. Es gibt Spannungen über Förderquoten innerhalb der OPEC.
Was ist die Strategie? Die VAE bewegen sich Richtung "Volumenstrategie" statt "Preisstrategie". Heißt: Laut Analysten wollen die Vereinigten Arabischen Emirate die Produktion um rund 30 Prozent erhöhen.
Warum ist das ein "Big Deal"? Die OPEC kontrolliert rund 40 Prozent der globalen Ölproduktion und 75 Prozent der Reserven. Die VAE sind einer der wenigen Produzenten mit schnell aktivierbarer Zusatzproduktion und damit entscheidend, um Preise zu stabilisieren.
Worum geht es? Für RJ Scaringe hat sich im Vorjahr das Arbeiten gelohnt. Der Gründer und Chef von Rivian, einem amerikanischen Hersteller von Elektroautos, strich 2025 nicht weniger als 403 Millionen US-Dollar ein.
Ist das mehr als viel? Kann man so sagen. Denn es ergibt einen Stundenlohn von 46.000 Euro, wenn man 24 Stunden arbeitet und das ganze Jahr über keine Pause macht.
Wie kommt man zu so viel Geld? Das teilte das Unternehmen der US-Finanzaufsicht mit: Ein Mix aus Aktienoptionen (Wert 373 Millionen US-Dollar), Aktienprämien (26,6 Millionen), Gehalt (1,1 Millionen) und einem Bonus von 1 Million US-Dollar.
Was verdienen andere Auto-Chefs? Auch nicht übel, aber weniger. Ford-Chef Jim Farley bekam im vergangenen Jahr laut Financial Times 27,5 Millionen Dollar, General-Motors-Chefin Mary Barra 29,9 Millionen.
Geht es für Scaringe weiter nach oben? Könnte sein. Sein Grundgehalt soll sich heuer verdoppeln. Schafft er in den nächsten zehn Jahren alle gesteckten Ziele, winkt ein Gesamtpaket von 4,6 Milliarden Dollar.
Ist Rivian erfolgreich? Nun ja, das kalifornische Start-up verkaufte im Vorjahr gerade einmal 42.000 Fahrzeuge, der Börsenwert ist seit 2021 um 86 Prozent gefallen, 2025 lag der Verlust bei 3,6 Milliarden Dollar.
Worum geht es? In Sri Lanka hat die Polizei 22 buddhistische Mönche festgenommen. Sie hatten bei der Rückkehr aus einem Thailand-Urlaub größere Mengen Cannabis in doppelten Böden ihres Gepäcks versteckt.
Warum ist das bedeutsam? Der Buddhismus ist in Sri Lanka die dominierende Religion, Mönche genießen traditionell hohes Ansehen und politischen Einfluss.
Hat der Vorgang politische Brisanz? Ja. Festnahmen in dieser Größenordnung sind ungewöhnlich. Mönche haben oft eine geschützte soziale Stellung, staatliche Behörden sind traditionell vorsichtig im Umgang mit religiösen Autoritäten.
Was ist überhaupt passiert? Die Drogenfahnder hatten einen Tipp erhalten und führten am internationalen Flughafen Katunayake eine Durchsuchung durch. Dabei wurden die Rauschmittel entdeckt.
In welcher Menge? Gesamt 110 Kilo. Die Drogen waren zwischen Schulmaterialien und Süßigkeiten versteckt. Der Wert beträgt fast drei Millionen Euro.
Was hatten die Mönche in Thailand zu suchen? Das ist die Frage. Es handelt sich um Auszubildende. Die Beamten entdeckten auf ihren Mobiltelefonen Fotos und Videos, die die Mönche in weltlicher Kleidung und bei verschiedenen Aktivitäten zeigten.
Wurden sie reingelegt? Kann sein. Laut Polizeisprecher erklärte ein 23. Mönch, der selbst nicht an der Reise teilnahm, den anderen Mönchen, die Pakete seien eine Spende und ein Lieferwagen werde sie abholen, berichtete die BBC.
Worum geht es? Die Studie eines internationalen Teams unter Beteiligung der Tschechischen Universität für Lebenswissenschaften Prag widerlegt eine bisherige Vermutung. Vögel lassen Männer im Schnitt näher an sich heran als Frauen, berichtet die Times.
Was ist damit gemeint? Die Studie ist Teil einer größeren Arbeit zur Fluchtdistanz von Stadtvögeln in Europa. Im Durchschnitt konnten sich Männer den Tieren bis auf 7,5 Meter nähern, bevor diese aufflogen – einen ganzen Meter näher als Frauen.
In welchen Ländern wurde geforscht? Die Experimente wurden in fünf europäischen Ländern durchgeführt: Tschechien, Frankreich, Deutschland, Polen, Spanien. Die Untersuchungen liefen in städtischen Parks und Grünanlagen (urbanen Lebensräumen).
Welche Vogelarten wurden beobachtet? Untersucht wurden typische Stadt- und Parkvögel, insgesamt 37 Arten, darunter etwa Tauben, Stare, verschiedene Singvögel, kleinere Wald- und Stadtarten (z. B. Meisen, Finken).
Wie wurde die Studie durchgeführt? Männliche und weibliche Versuchspersonen wurden paarweise losgeschickt und gefilmt. Sie waren in Größe, Kleidung und Verhalten kontrolliert gleichgesetzt. Beide gingen direkt auf Vögel zu, gemessen wurde die Fluchtdistanz (wann der Vogel wegfliegt).
Wie ordnet sich die Studie wissenschaftlich ein? Tiere in Städten unterscheiden feiner zwischen Menschen als früher angenommen, sie reagieren nicht nur auf "Mensch", sondern auf unterschiedliche menschliche Signale.
Was heißt das? Die Studie liefert keine endgültige Ursache, nur Hypothesen: Unterschiede in Gangart oder Körperhaltung könnten eine Rolle spielen. Es könnte sich um eine mögliche Reaktion auf Geruch oder chemische Signale (Pheromone) handeln.
Wer war besonders scheu? Grünspechte, die im Durchschnitt bei 16,2 Metern flüchteten, und Elstern, die bei 13 Metern aufflogen.
Worum geht es? Großer Bahnhof für den britischen König Charles und Königin Camilla am zweiten Tag ihres USA-Besuchs. Beim feierlichen Empfang im Weißen Haus plauderte Donald Trump ein Geheimnis aus.
Nämlich? Er sprach über seine "wunderbare Mutter" Mary MacLeod (die Schottin starb 2000 mit 88). "Sie liebte die königliche Familie und sie liebte die Königin", sagte er. "Immer wenn die Königin an einer Zeremonie teilnahm, saß meine Mutter wie gebannt vor dem Fernseher."
Das war alles? Aber nein! Er fügte an, seine Mutter habe auch gesagt, der damalige Prinz von Wales sei "so süß" gewesen, und fügte hinzu: "Meine Mutter war in Charles verknallt."
Wie war die Stimmung sonst? Bestens, sogar das Wetter passte sich an. Es nieselte. Ein "wunderschöner britischer Tag" witzelte Trump. Camilla war der Profi in der Runde. Sie hatte einen Regenschirm mit.
Was sagte Trump? Er betonte die "tiefe Freundschaft" zwischen den Nationen. Charles nannte er einen "sehr eleganten Mann", im Kongress werde ihn "jeder um seinen schönen Akzent beneiden".
Was ist damit gemeint? Der König sprach danach vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses – eine seltene Ehre. Königin Elizabeth II. war 1991 die erste Monarchin, der dies zugestanden wurde. Der Tag endete mit einem Staatsbankett im Weißen Haus.
Worum geht es? Am 30. April findet in Vancouver der FIFA-Kongress 2026 statt. Alle 211 Mitgliedsverbände des Weltfußballverbandes kommen in Kanada zusammen. Präsident Gianni Infantino sorgte im Vorfeld für Stirnrunzeln.
Warum? Die FIFA schickte eine Anfrage an die Polizei in Vancouver. Für Infantino wurde dabei um eine Sicherheitsbehandlung in Stufe 4 ersucht. Das gibt es sonst nur bei Besuchen etwa des Papstes oder des US-Präsidenten.
Was heißt Stufe 4? Etwa, dass alle Ampeln von Querstraßen auf Rot geschaltet werden, damit der Konvoi mit dem Gast ungehindert durch die Stadt fahren kann.
Bekam das Infantino zugestanden? Nein, die Polizei lehnte das Ansinnen ab. Mit höflichen Worten, aber klar.
Nämlich? "Etwaige Transportmaßnahmen werden angemessen, maßvoll und im Einklang mit den Sicherheitsvorkehrungen für die Ausrichtung internationaler Großveranstaltungen in Vancouver stehen."
Ist Vancouver Teil der WM? Ja, in Vancouver werden insgesamt 7 Spiele der Weltmeisterschaft ausgetragen, darunter auch ein Achtelfinale.
Worum geht es? Die deutsche Regierung aus CDU/CSU und SPD plant die Einführung neuer Steuern bzw. die Erhöhung bestehender Abgaben, etwa auf Alkohol und Tabak. Dazu kommen Steuern auf Plastik, Kryptowährungen und Zucker.
Was ist die Zuckersteuer? Im Fokus stehen Softdrinks (Cola, Limonaden, Energydrinks) stark gesüßte Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil. Die konkrete Ausgestaltung (Schwellenwerte, Produktgruppen) ist noch nicht festgelegt.
Warum ist das Thema? Abgesehen einmal vom klammen Budget: Auch in Deutschland gibt es immer mehr Adipositas-Betroffene, fettleibige Kinder, eine Zunahme von Typ-2-Diabetes ...
Welche Modelle gibt es? Bei der Herstellersteuer erfolgt eine Abgabe je nach Zuckergehalt in Produkten. Hersteller reduzieren Zucker, um Kosten zu sparen. Oder es kommt eine Verbrauchssteuer, die Preise direkt im Supermarkt steigen lässt.
Was wird bevorzugt? In Europa meist das Hersteller-Modell. Großbritannien war hier in den vergangenen Jahren Vorreiter. Haken: Statt Zucker wird oft mit Ersatzstoffen gesüßt, sie sind ebenfalls umstritten.
Wann will Deutschland starten? 2028, aber es gibt einige Unwägbarkeiten. Es herrscht Einigkeit in der Regierung, aber die CDU hatte eine Zuckersteuer auf ihrem Parteitag noch als Belastung der Wirtschaft und Bevormundung der Bürger abgelehnt, so der Spiegel.
Worum geht es? China hat die geplante Übernahme des KI-Startups Manus durch Meta im Wert von rund 2 Milliarden US-Dollar blockiert. Der Eingriff legt offen, wie China scheinbar "freie" Unternehmen beherrscht.
Warum ist das wichtig? Manus arbeitet an sogenannten KI-Agenten – also Systemen, die nicht nur auf Eingaben reagieren, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen können. Solche Technologien gelten als nächster großer Schritt nach heutigen Chatbots.
Wem gehört das Unternehmen? Manus ist ein relativ junges KI-Startup, gegründet von einem Team chinesischer Unternehmer. Die Firma dahinter heißt Butterfly Effect Pte. Ltd. Sie hat ihren Sitz nach Singapur verlegt, um internationaler agieren zu können.
Was ist das große Bild? Zwischen den USA und China herrscht ein intensiver Wettbewerb um technologische Vorherrschaft. Die USA beschränken den Export moderner Chips nach China, während China im Gegenzug versucht, seine eigenen Technologien zu schützen.
Ist das der Grund für den Stopp? Ja, China hat den Deal aus strategischen Gründen blockiert. Die Regierung betrachtet KI als Schlüsseltechnologie für die Zukunft – ähnlich wie Halbleiter oder Energie.
Worum geht es? Der britische König Charles und Königin Camilla begannen am Montag ihren viertägigen Besuch in den Vereinigten Staaten. Vorab konnte eine kleine Flaggen-Panne verhindert werden.
Was war? In der 17th Street beim Weißen Haus wurden zu Ehren des Staatsbesuchs Fahnen angebracht, jene der USA – und von Australien. Sie wurden rechtzeitig abgehängt.
Was steht auf der Besuchsliste? Am Montag gab es Tee mit Präsident Trump und der First Lady, danach schmiss der britische Botschafter eine Gartenparty. Kleiderordnung laut Examiner: Lounge-Anzüge und Tageskleider – "Hüte bitte zu Hause lassen".
Was passiert am Mittwoch? Trump und König Charles führen ein bilaterales Treffen, während die First Lady Königin Camilla empfängt. Der eigentliche Höhepunkt folgt danach.
Nämlich? Der König spricht vor einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses – eine seltene Ehre. Königin Elizabeth II. war 1991 die erste Monarchin, der dies gelang. Der Tag endet mit einem Staatsbankett im Weißen Haus. Am Donnerstag geht es nach New York.
Wie komplex ist so ein Staatsbesuch? Das zeigt ein Besuch von Königin Elizabeth 2007. Vorm Staatsbankett wollte Buckingham Palace nicht nur die Farbe aller Blumen wissen, die im Raum stehen, sondern die Blütenblätter selbst sehen – um sie an das Outfit der Königin anzupassen.
Worum geht es? Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup steht seit Jahren in der Kritik. Dem Produkt von Bayer (ehemals Monsanto), wird vorgeworfen, krebserregend zu sein, die Artenvielfalt zu schädigen und gesundheitsschädliche Rückstände in Lebensmitteln zu hinterlassen.
Was passierte nun? Am Montag verhandelten Richter vor dem Obersten Gerichtshof in Washington über Gesundheitswarnungen auf den Etiketten von Pestiziden.
Was ist damit gemeint? Der Oberste Gerichtshof muss darüber urteilen, ob die Bundesstaaten die Befugnis haben, etwa Roundup zu regulieren, oder ob die Umweltbehörden des Bundes über dessen Schicksal bestimmen sollten.
Warum ist das wichtig? Die Trump-Regierung unterstützt Bayers Bemühungen, Klagen einzuschränken, in denen behauptet wird, dass Unkrautvernichtungsmittel richte Schaden an. Bleibt die Angelegenheit Bundessache, ist Bayer fein raus.
Aber? Aktivisten der Initiative "Make America Healthy Again" (MAHA) protestieren, sie marschierten am Montag vor dem Gericht auf. Angeführt wird der Widerstand von der prominenten Influencerin Vani Hari, bekannt als "The Food Babe" (2,2 Millionen Follower auf Instagram).
Wieso hat das Gewicht? Weil schon ihr landesweiter Boykott gegen die WK Kellogg Co. viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. "The Food Babe" fordert die Entfernung künstlicher Farbstoffe und des Konservierungsmittels BHT aus US-Cerealien.
Wie ist das in Österreich? Hier gilt seit 2021 ein Teilverbot für Roundup. Die Anwendung ist in privaten Haus- und Kleingärten sowie auf öffentlichen Flächen wie Parks, Spielplätzen und in der Nähe von Gesundheitseinrichtungen untersagt.
Warum gibt es kein Komplettverbot? Weil das mit dem geltenden Unionsrecht nicht vereinbar ist, stellte die EU-Kommission fest. Nicht allen in Österreich ist unrecht, dass nun Brüssel den schwarzen Peter hat.
Worum geht es? Am 23. März 2026 wurde ein Buckelwal auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand in Deutschland entdeckt. Seither sitzt das Timmy genannte Tier immer wieder im flachen Wasser fest. Alle Rettungsversuche scheiterten bisher.
Was passiert aktuell? Der Dienstag wird für Timmy der entscheidende Tag. Das stellte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die derzeit maßgeblich im Einsatz ist, klar. Am Mittwoch werde man sein Personal aus lauter Freiwilligen (die meisten haben sich Urlaub genommen) abziehen.
Was geschieht konkret? Am Montag wurden die Vorbereitungen für einen finalen Rettungsversuch gestartet. Die Zeit drängt auch bei Timmy, sein Gesundheitszustand schwankt. "Wir merken, dass er abbaut, das ist nicht schön," sagte die zuständige Tierärztin Kirsten Tönnies. Wenig später gab sie Entwarnung. Alles wieder gut.
Wie angespannt ist die Situation? Die Nerven flattern, es gibt gegenseitige Schuldzuweisungen, Experten raten zur Rettungsaktion, andere warnen. Eine Tierärztin, die extra aus Hawaii angeflogen kam, reiste am Montag ab, eine Zweite lag bis gestern im Koma.
Was ist der Plan? Einen Gurt um den Wal anzubringen und ihn damit in Richtung eines Lastkahns zu ziehen. Das geht nur unter Mithilfe des Tieres, die Gurte sollen nur unterstützend wirken und die Richtung vorgeben.
Wie gefährlich ist das? Ziemlich! Menschen müssen sehr nahe an das Tier heran. Wenn der Koloss in Panik gerät, kann es ungemütlich werden.
Worum geht es? Ein Paketzusteller in Bayern wurde von drei Hunden gestellt. Er rettete sich mit einem Sprung auf die Motorhaube eines Porsche Cayenne. Für die dabei angeblich entstandenen Kratzer muss er nicht aufkommen.
Was ist passiert? Der Zusteller versuchte am 25. September 2024 in Freising ein Paket abzugeben. Am Grundstück liefen dann zwei Dalmatiner und ein kleiner Mischlingshund bellend auf ihn zu. Der Mann flüchtete auf das neben dem Haus geparkte Auto.
Na und? Der Besitzer des Cayenne gab an, es seien durch den Sprung Kratzer und Dellen auf der Motorhaube entstanden, die eine Neulackierung erforderlich machen würden. Die Kosten hierfür werden mit 2.723,74 € beziffert.
Aber? Eine gütliche Einigung scheiterte, es kam zum Prozess. Das Amtsgericht München wies die Klage allerdings ab.
Warum? Es bestünden Zweifel daran, dass die auf Bildern gezeigten Schäden von dem Vorfall stammen. Der Kläger selbst habe zugegeben, die Fotos erst Monate nach dem Vorfall angefertigt zu haben.
Selbst wenn? Die Hunde seien noch 3 bis 4 Meter vom Beklagten entfernt gewesen, als dieser sich auf die Motorhaube rettete, und hätten sich nicht aggressiv benommen. Aber "es genügt, wenn das tierische Verhalten lediglich psychische Wirkungen, wie auch Schreckreaktionen auslöst," so das Gericht.
Worum geht es? Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran stecken in einer Sackgasse fest. Teheran macht Washington für das Scheitern der Gespräche in Pakistan verantwortlich. Amerika habe überzogene Forderungen gestellt.
Was passiert aktuell? Der Iran habe am Montag laut dem britischen Guardian angeboten, seine Blockade (die er als Kontrolle bezeichnet) über die Straße von Hormus zu beenden. Vom Atomprogramm wolle man aber nicht abrücken.
Handelt es sich um einen offiziellen Vorschlag? Er soll jedenfalls vom Vermittler Pakistan an die Vereinigten Staaten weitergeleitet worden sein.
Erfolgschance? Gering, US-Präsident Donald Trump sieht das iranische Atomprogramm als Teil eines Gesamtabkommens, zu dem auch die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die dauerhafte Sicherung des Waffenstillstands gehören.
Welche Rolle spielt Putin? Der russische Präsident empfing am Montag den iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Er soll ihm dabei versichert haben, dass Moskau alles in seiner Macht Stehende tun werde, um den Frieden im Nahen Osten zu sichern.
Worum geht es? Am Samstag scheiterte ein Attentat auf Donald Trump beim Korrespondenten-Dinner in Washington. Ein Video der Veranstaltung sorgt seither für weltweites Erstaunen.
Was ist zu sehen? Im Ballsaal des Hilton Hotels gehen alle in Deckung, nur einer nicht. Der Mann isst weiter an seinem Burrata-Salat, der als Vorspeise serviert worden war.
Was ist ein Burrata-Salat? Ein mediterranes Sommergericht, das auf dem cremigen italienischen Frischkäse Burrata basiert. Burrata ist mit dem Mozzarella artverwandt, nur etwas fetthaltiger (wobei schon der Mozzarella nicht ohne ist).
Wer ist der "Salatmann"? Er wurde von US-Medien als Michael Glantz identifiziert, ein einflussreicher Agent der Creative Artists Agency, die Medien-Promis vertritt. Und er hat mehrere triftige Gründe für seine Coolness, sagte er der New York Times.
Nämlich? "Ich bin New Yorker", sagte er. "Ich bin mit Sirenengeheul und ständigem Trubel aufgewachsen. Ich hatte keine Angst. Hunderte von Secret-Service-Agenten stürzten sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen."
Das war es? Nein, er führte zwei weitere Gründe an. "Erstens habe ich Rückenprobleme. Ich konnte nicht auf den Boden, und selbst wenn ich es geschafft hätte, dann wäre ich nur mit Unterstützung vom Boden weggekommen."
Und der dritte Grund? "Ich bin ein Hygienefanatiker. Auf keinen Fall hätte ich meinen neuen Smoking auf dem dreckigen Hilton-Boden schmutzig gemacht. Das kam überhaupt nicht infrage."
Worum geht es? Am Donnerstag der vergangenen Woche machte sich Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig. Dann folgte der Attentatsversuch.
Was sagte Kimmel? Er zeigte Archiv-Bilder von Melania Trump und sagte: "Unsere First Lady, Melania, ist hier. Sehen Sie sich Melania an, so schön. Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe."
Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig". Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.
Was schrieb sie wörtlich? "Leute wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Häuser zu kommen und Hass zu verbreiten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind verletzend und verschärfen die politische Krise in Amerika."
Was fordert sie? ABC solle "Position beziehen. Wie oft wird die ABC-Führung Kimmels abscheuliches Verhalten auf Kosten unserer Gemeinschaft noch dulden?", schrieb sie.
Sehen das andere auch so? Der Clip löste nach der Schießerei einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus. Kritiker warfen dem Komiker vor, zu politischer Gewalt aufzurufen. Mehrere konservative Nutzer sozialer Medien forderten Kimmels Absetzung.
Das gab es schon einmal, oder? Ja, Kimmel wurde im vergangenen September für eine Woche aus dem Programm genommen. Er hatte nach dem Attentat auf den Trump-Influencer Charlie Kirk gesagt, die "MAGA-Gang" schlachte den Mord politisch aus.
Worum geht es? Archäologen haben in einer unversehrten ägyptischen Mumie ein Fragment der "Ilias" des griechischen Dichters Homer entdeckt. Der Text sei auf Papyrus geschrieben und enthalte Verse aus dem zweiten Buch des Epos, teilte das Antikenministerium in Kairo mit.
Wo wurde die Mumie gefunden? In einer Grabstätte im antiken Oxyrhynchos (heute Al-Bahnasa in der Provinz Minja) etwa 180 Kilometer südlich von Kairo. Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Ägyptens.
Wo fand man das "Ilias"-Papyrus? Direkt in der Mumie, konkret in ihrem Bauchraum. Es ist allerdings unklar, ob das Papyrus absichtlich zu dem Toten gesteckt oder für die Einbalsamierung verwendet worden war.
In welcher Weise verwendet? Totenmasken und die Hüllen für die einbalsamierten Leichname wurden in Ägypten oft aus Papyruskartonage hergestellt. Dafür wurden mehrere Lagen nicht mehr gebrauchter Papyrus-Stücke miteinander verklebt.
Ist der Fund historisch bedeutend? Ja, weil es das erste Mal ist, dass ein literarischer Text, noch dazu ein griechischer, in einer Mumie gefunden wurde. Bislang wurden nur magische Texte auf Papyrus entdeckt, so Ignacio Javier Adiego von der Universität Barcelona, deren Forscher den Papyrus entdeckt hatten.
Was ist die "Ilias"? Das wahrscheinlich älteste erhaltene Werk der abendländischen Literatur. Es schildert einen Abschnitt des Trojanischen Krieges, wurde von Homer verfasst und ist etwa um 700 vor Christus entstanden.
Worum geht es? Ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an der Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro beteiligt war, wurde nun verhaftet und angeklagt, da er angeblich auf die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten gewettet hatte.
Was wird ihm vorgeworfen? Das Justizministerium wirft dem Soldaten vor, auf Polymarket, einer Krypto-Plattform, Wetten auf den Zeitpunkt und den Ausgang der Operation, bei der Maduro und seine Frau gefangengenommen wurden, abgeschlossen zu haben.
Das ist verboten? Der Mann, der in Fort Bragg in North Carolina stationiert gewesen ist, habe "auf der Grundlage von Verschlusssachen gehandelt", so das Justizministerium. "Das ist eindeutig Insiderhandel und ist nach Bundesrecht illegal."
Um welchen Gewinn geht es? Der Angeklagte gewann durch seine Wetten mehr als 409.000 Dollar (ca. 350.000 Euro) bei einem Einsatz von etwa 33.000 Dollar (ca. 28.000 Euro).
Worum geht es? Die USA verschärfen die Gangart bei der Todesstrafe. Es soll wieder Hinrichtungen auf Bundesebene geben. Künftig sollen Delinquenten auch von Erschießungskommandos hingerichtet werden können. Zudem werden die Verfahrensregeln für Hinrichtungen mit der Giftspritze wieder auf jenen Stand gehoben, der in der ersten Amtszeit von Präsident Trump galt.
Warum die Änderungen? Unter Präsident Joe Biden wurden Hinrichtungen auf Bundesebene ausgesetzt, nachdem Trump sie in seiner ersten Amtszeit hatte durchführen lassen.
Finden Hinrichtungen nicht Bundessache? Nein, die meisten Hinrichtungen in den USA finden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Auf Bundesebene wird die Todesstrafe nur für bestimmte Bundesverbrechen gefordert. Etwa Terrorismus, Spionage, für den Mord an Bundesbeamten oder wenn Morde in mehreren Bundesstaaten stattgefunden haben.
Und die neuen Regeln gelten nur für solche Bundesverbrechen? Genau, sie gelten für Bundesverbrechen, die vor einem Bundesgericht verhandelt werden.
Erschießungskommandos? Im Bundesstaat Utah können bereits Delinquenten auf diese Weise hingerichtet werden. Nun ist das auch auf Bundesebene theoretisch möglich.
Was ist mit der Giftspritze? Die Verfahrensregeln für diese Art von Hinrichtungen sollen so weit vereinfacht werden, dass es schneller möglich sein wird, eine Todesstrafe per Giftspritze durchzuführen.
Gibt es noch weitere Änderungen? Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat zudem die Beantragung der Todesstrafe für neun Personen genehmigt, die derzeit vor einem Bundesgericht stehen.
Wann wurde zuletzt in den USA jemand nach Bundesrecht hingerichtet? Im Jänner 2021, in den letzten Tagen der ersten Amtszeit von Präsident Trump. Während der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes im zweiten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 10 Personen nach Bundesrecht hingerichtet – so viele wie zuletzt im Jahr 1896.
Worum geht es? Am Wochenende soll es neue Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Pakistan geben. Vizepräsident JD Vance ist diesmal nicht dabei, und das hat Gründe.
Welche? Die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Islamabad. Weil auch der Iran seinen Chefunterhändler, den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, nicht entsendet, kommt auch Vance nicht.
Was tut sich militärisch? Am Freitag stieß mit der USS George HW Bush ein weiterer Flugzeugträger der US Navy zu den amerikanischen Kampfverbänden rund um den Iran. Damit sind erstmals seit 14 Jahren drei US-Trägerverbände gleichzeitig in der Region im Einsatz.
Was ist das Ziel dabei? Weiter Druck auf den Iran aufzubauen, um bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen schneller zu einer Lösung zu kommen.
Ist der Truppenaufmarsch damit vorerst beendet? Nein, in den nächsten Wochen sollen zudem weitere 4.000 Marineinfanteristen sowie eine zusätzliche amphibische Spezialeinheit in die Region verlegt werden.
Worum geht es? Die Zahl der Masernfälle auf dem amerikanischen Kontinent klettert massiv in die Höhe. 2025 wurden in 13 Ländern insgesamt 14.700 Fälle registriert – ein Anstieg um 32 % gegenüber 2024. Und heuer liegen die Zahlen im ersten Quartal noch einmal darüber.
Was ist der Grund? Vor allem die seit Jahren zurückgehende Impfrate. 2016 war Amerika der erste Kontinent, der als masernfrei galt. Aber spätestens seit der Corona-Pandemie sinken die Impfzahlen teils deutlich.
Welche Länder sind besonders betroffen? Mexiko, Guatemala, die USA und Kanada. Laut dem Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, Jarbas Barbosa, hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.
Steigt auch die Zahl der Todesfälle? Ja, auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Der PAHO zufolge wurden am gesamten amerikanischen Kontinent im vergangenen Jahr 32 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.
Hat das Auswirkungen auf die Fußball-WM in Nordamerika? Die Gefahr einer Verbreitung ist natürlich in einem riesigen Stadion deutlich größer. Insgesamt werden für die WM in den USA, Kanada und Mexiko 6,7 Millionen Tickets verkauft.
Wie ist die Situation in Österreich? Stabil. Heuer wurden bislang vier Masernfälle in Österreich gezählt. 2025 waren es insgesamt 152 Infektionen, davon mussten 35 Fälle im Krankenhaus behandelt werden. Die Krankheit ist in Österreich meldepflichtig.
Worum geht es? Die norwegische Regierung will bis zum Jahresende ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren auf den Weg bringen. Damit würden "Spiel, Freundschaften und der Alltag" von "Algorithmen und Bildschirmen" zurückerobert, so Ministerpräsident Jonas Gahr Store.
Damit ist das Land kein Einzelfall, oder? Nein, in ganz Europa werden derzeit ähnliche Beschränkungen diskutiert, in etwa einem Dutzend Ländern ist die Einführung bereits fix geplant, neben Spanien, Frankreich oder Dänemark auch in Österreich.
Wie ist die Situation bei uns derzeit? Die Regierung plant eine Social-Media-Beschränkung bis 14 Jahre. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll ebenfalls bis zum Jahresende vorliegen.
Gibt es bereits irgendwo ein aktives Verbot? Ja, in Australien ist es seit letztem Dezember Kindern und Jugendlichen bis 16 verboten, eigene Konten auf vielen der großen Plattformen zu haben.
Wie sind die ersten Erfahrungen? Durchwachsen. Wie Recherchen zeigen, haben offenbar viele junge Menschen einen Weg gefunden, trotz aufrechtem Verbot weiterhin auf Social Media präsent zu sein.
Worum geht es? Ein besonders großer und stabiler Eisblock beeinträchtigt derzeit die Vorbereitungen der nepalesischen Sherpas für die Mount-Everest-Saison 2026. Der 30 Meter hohe Eisklumpen namens Serac blockiert den Aufstieg vom Basislager zu Camp One und kann nicht einfach umgangen werden.
Woher weiß man das? Weil die nepalesischen Behörden in den Wochen vor Beginn der Kletter-Saison alljährlich die Seile und Leitern kontrollieren und neu fixieren, die den zahlenden Bergsteigern den Weg auf den höchsten Gipfel der Welt erleichtern sollen.
Gibt es den Eisblock heuer das erste Mal? Nein, Serac liegt im Bereich des berüchtigten Khumbu-Eisfalls, eines gefährlichen Gletscherabschnitts, und entsteht offenbar jedes Jahr aufs Neue. Er verändert sich dabei immer wieder.
Wie geht es jetzt weiter? Die Behörden hoffen, dass der Eisblock in den nächsten Tagen zusammenbricht oder noch so weit abschmilzt, dass er umgangen werden kann. Bis dahin werden die sogenannten "Ice Doctors", die die Seile und Leitern präparieren, ausnahmsweise per Hubschrauber in Camp 2 geflogen, damit sie ihre Vorbereitungen fortsetzen können, ohne Zeit zu verlieren.
Und wenn Serac nicht rechtzeitig schmilzt? Dann muss der Bereich großräumig umgangen werden. Das war zuletzt 2024 der Fall. Allerdings wird die Alternativ-Route ungern gewählt, da dort 2014 eine Lawine abging und 16 Nepalesen tötete.
Wie lange dauert die Gipfel-Saison am Mount Everest? Sie beginnt im April und endet spätestens Ende Mai. Während dieser Zeit versuchen meist hunderte Bergsteiger aus aller Welt, mithilfe einheimischer Führer auf den 8.848 Meter hohen Gipfel zu gelangen. Die Preise für diese Expeditionen sind zuletzt deutlich gestiegen, selbst eher simple Arrangements kosten mehrere Zehntausend Euro.
Worum geht es? Seine Villa daheim ist bis zur Decke angeräum mit ausgestopften Wildtieren. Jetzt ist der kalifornische Weingut-Millionär Ernie Dosio ist bei einer Safari in Gabun in Zentralafrika ums Leben gekommen.
Wie? Er wurde von fünf Elefantenkühen angegriffen und zu Tode getrampelt, während er Antilopen nachstellte, wird berichtet.
Wer war Ernie Dosio? Er verwaltete tausende Hektar Weinberge in Kalifornien. Dosio war seit seiner Jugend begeisterter Trophäenjäger und in Jagdkreisen sehr bekannt. Immer wieder reiste er auch nach Afrika, um die sogenannten "Big Five", also Löwe, Elefant, Büffel, Leopard und Nashorn, zu jagen.
Wie kam es zu dem Unglück? Dosio war offenbar zusammen mit einem Berufsjäger im Busch unterwegs, um einen seltenen Gelbrückenducker, eine Antilopenart aus dem Regenwald, aufzuspüren. Dabei stießen die beiden zufällig auf eine Gruppe von fünf Waldelefantenkühen mit einem Jungtier. Die Elefanten fühlten sich bedroht und gingen sofort zum Angriff über.
Was wurde aus seinem Begleiter? Er wurde bei dem Zwischenfall schwer verletzt.
Ist diese Form der Jagd überhaupt erlaubt? Ja, für viele afrikanische Staaten ist die Großwildjagd eine willkommene Einnahmequelle. So soll etwa die Jagd auf den Gelbrückenducker den Amerikaner umgerechnet etwa 35.000 Euro gekostet haben.