Worum geht es? Die Beschäftigten eines Unternehmens für elektrische Bauteile in Castelfranco Veneto (Treviso) bekamen vor Weihnachten einen Fragebogen zugeschickt, berichtet La Stampa. Der Inhalt empörte viele.
Weil? Die Firma wollte von den rund 60 Angestellten wissen, wer gefeuert werden soll. "Wen würden Sie feuern?", hieß es in dem Schreiben. "Denjenigen ohne Kinder? Denjenigen mit der kürzesten Betriebszugehörigkeit?"
Welcher Verdacht drängt sich auf? Die Beschäftigten verglichen den Fragenbogen mit der koreanischen Fernsehserie "Squid Game", in der Menschen gegeneinander antreten.
Wie viele machten mit? Nicht mehr als zehn, aber immerhin.
Was sagt das Unternehmen? Das Management bezeichnete die Initiative als Instrument zur Mitarbeiterbefragung: "Es handelt sich lediglich um eine interne Umfrage, um das Betriebsklima zu erfassen. Der Markt befindet sich in einer Krise, und unser Ziel ist es, Entlassungen zu vermeiden", so Inhaber Bruno Scapin.
Wie reagierte die Gewerkschaft? "Diese Praxis", erklärte sie in einer Stellungnahme, "verwandelt einen ohnehin schon dramatischen Krisenmoment in ein grausames Spiel und ist ein Angriff auf die Würde der Arbeitnehmer."
Worum geht es? Die USA haben einen 20 Punkte umfassenden Wiederaufbauplan für den Gazastreifen vorgestellt, der unter dem Namen "New Gaza" oder auch "Project Sunrise" bekannt ist.
Was ist das Ziel? Gaza nach den jüngsten Kriegszerstörungen nicht nur wiederherzustellen, sondern in ein modernes wirtschaftliches Zentrum umzuwandeln, das Wohnviertel, Gewerbe, Datenzentren, Tourismus und Infrastrukturprojekte umfasst.
Was heißt das konkret? Entlang der Mittelmeerküste ist laut US‑Plänen ein groß angelegter Küsten‑Tourismusbereich vorgesehen, der Platz für etwa 180 Wolkenkratzer bieten soll – viele davon gedacht als Hotels, Wohnungen und Geschäftshäuser mit Blick aufs Meer.
Das klingt recht groß geraten? Ja, dazu kommen ein neuer Hafen an der südwestlichen Küste, er könnte Gaza mit dem internationalen Seehandel verbinden. Ein neues Flughafenprojekt soll den Luftverkehr wieder ermöglichen.
Wie soll die Optik sein? Diese Skyline wäre Teil eines neuen urbanen Zentrums, das in vielen Entwürfen mit modernen Städten wie Dubai oder Doha verglichen wird. Daneben sollen in neuen Siedlungen wie "New Rafah" und "New Gaza" mehr als 100.000 dauerhafte Wohnungen entstehen.
Ist das alles fix? Nein, es handelt sich um eine Planungsidee mit vagen Zeitplänen und unsicheren Finanzierungsquellen, die großteils mit AI‑generierten Visualisierungen präsentiert wurde.
Und die Kosten? Sollen zwischen 25 und 30 Milliarden Dollar liegen. Die Mittel sollen aus einer Mischung aus US-Hilfe, internationalen Gebern, Investorenfonds und privaten Kapitalgebern kommen.
Was ist der große Plan? Der Plan ist nicht rein wirtschaftlich, sondern Teil eines umfassenden Friedensrahmens, der auch einen langfristigen Waffenstillstand, die Entwaffnung der Hamas und die Einrichtung einer Übergangsverwaltung für Gaza vorsieht.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat in Miami-Dade County (Florida) eine Klage gegen JPMorgan Chase und den CEO Jamie Dimon eingereicht. Er fordert bis zu 5 Milliarden US-Dollar Schadenersatz.
Was ist der Vorwurf? Trump wirft der Bank vor, ihm und seinen Unternehmen aus politischen Gründen Bankdienstleistungen verweigert bzw. Konten geschlossen zu haben ("Debanking").
Heißt konkret? JPMorgan habe im Februar 2021 mehrere persönliche und geschäftliche Konten von Trump ohne ausreichende Begründung und mit kurzer Frist geschlossen.
Was war die Folge? Laut Klage hätten die Schließungen finanzielle Schäden verursacht und Trumps Geschäfte stark beeinträchtigt. Der nunmehrige Präsident und seine Firmen seien zudem auf eine Art "Blacklist" gesetzt worden, was andere Banken davon abgehalten habe, mit ihnen zu arbeiten.
Was vermutet Trump? Die Bank habe aufgrund politischer Motive gehandelt. Er sieht darin ein Beispiel für "Debanking", also die Verweigerung von Finanzdienstleistungen aus ideologischen Gründen.
Was ist der Hintergrund? Die Beschwerde bezieht sich auf Ereignisse nach dem Sturm aufs US-Kapitol am 6. Januar 2021, als mehrere große Banken – darunter auch JPMorgan – Konten von Trump oder seinen Unternehmen geschlossen oder eingeschränkt haben.
Worum geht es? Auf dem 14. Parteitag der Kommunistischen Partei Vietnams in Hanoi wurde Tô Lâm erneut zum Generalsekretär gewählt. Alle 180 Mitglieder des Zentralkomitees stimmten für ihn.
Was bedeutet Generalsekretär? Er ist kein Präsident durch direkte Volkswahl (Vietnam ist ein Einparteienstaat), aber als Parteichef hat er praktisch die höchste Macht im Staatssystem.
Was kündigte er an? Er garantierte ein jährliches Wirtschaftswachstum von mindestens 10 Prozent von 2026 bis 2030.
Ist das schaffbar? Viele Wirtschaftsexperten halten 10 Prozent pro Jahr für sehr ambitioniert oder sogar unrealistisch. Die Weltbank erwartet eher ein Wachstum im Bereich um sechs Prozent.
Was plant Tô Lâm Neues? Er will Vietnam zum High-Income-Land machen. Sein Wirtschaftsmodell geht weg von billiger Fertigung und Export hin zu Innovation und Technologie, auch der private Sektor soll sich stark entwickeln.
Worum geht es? Ein US-Bundesgesetz ("Protecting Americans from Foreign Adversary Controlled Applications Act") aus 2024 verlangt, dass TikTok sein US-Geschäft komplett vom chinesischen Mutterkonzern ByteDance abkoppelt, sonst droht ein Verbot der App in den USA.
Was passierte jetzt? Nach jahrelanger politischer und rechtlicher Auseinandersetzung hat ByteDance den Verkauf/Spin-off seiner US-Geschäftseinheit in eine neue Gesellschaft abgeschlossen.
Was bedeutet das? ByteDance behält einen Minderheitsanteil (19,9 Prozent), alle anderen Anteile (knapp über 80 Prozent) liegen bei US- und globalen Investoren.
Wie heißt die Firma? "TikTok USDS Joint Venture LLC" und sie ist mehrheitlich amerikanisch.
Wer übernimmt? Eine Gruppe von Milliardären, etwa Oracle von Larry Ellison, die Private-Equity-Firma Silver Lake, die Investmentfirma MGX, das Michael Dell-Familienbüro, Alpha Wave Partners und andere.
Wer wird CEO? Adam Presser, er war lange Zeit Chief Operating Officer (COO) von TikTok. Studium in Harvard, früher Vice President bei BuzzFeed.
Welche Rolle spielte Trump? Er hat den Deal öffentlich unterstützt und ihn als "Rettung" von TikTok vermarktet. Er hat mehrere Executive Orders unterzeichnet, die die Fristen verlängerten und den Verkauf ermöglichten. Die neuen Eigentümer stammen aus seinem Umfeld.
Was ändert sich? Die US-Nutzerdaten werden in den USA gespeichert und verwaltet (z. B. über Oracle-Cloud). Algorithmus und Content-Moderation werden künftig unter Kontrolle der neuen US-Gesellschaft stehen bzw. neu trainiert.
Und für User? Kurzfristig wenig — sie können die App weiterhin wie gewohnt nutzen. Langfristig könnten sich aber Funktionsweisen, Inhalte oder Daten-Richtlinien ändern, wenn TikTok US stärker von ByteDance getrennt wird.
Worum geht es? Das Zwangsmaßnahmengericht des Schweizer Kantons Wallis hat am Freitag die Untersuchungshaft gegen Jacques Moretti aufgehoben. Er war der Betreiber jener Bar im Nobelskiort Crans-Montana, in der bei einem Feuer in der Silvesternacht 40 Menschen starben.
Mit welcher Begründung? Das Fluchtrisiko sei erneut bewertet worden, so das Gericht laut der Schweizer Zeitung Blick. Der 49-Jährige habe als Bedingung für seine Freilassung dieselben Auflagen wie seine Frau Jessica bekommen, heißt es. Diese durfte die ganze Zeit über auf freiem Fuß bleiben.
Welche Auflagen sind das? Er muss seine Ausweis- und Aufenthaltsdokumente bei der Staatsanwaltschaft hinterlegen und sich täglich bei einer Polizeidienststelle melden. Auch eine Kaution in der Höhe von 216.000 Euro muss der Betreiber des "Le Constellation" hinterlegen – das Geld hat ein Freund für ihn aufgebracht.
Was wird dem Barbesitzer vorgeworfen? Gegen ihn und seine Ehefrau wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. In der Bar war in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen, das sich in kürzester Zeit ausbreitete. Die Hälfte der Todesopfer war nicht älter als 18 Jahre.
Gibt es bereits Reaktionen auf die Freilassung? Ja, Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni zeigte sich fassungslos. Sie sei empört über die Freilassung Morettis. "Ich empfinde dies als eine Schändung des Andenkens an die Opfer und als eine Beleidigung ihrer Familien", schrieb sie auf X. Und: "Die italienische Regierung wird die Schweizer Behörden für die Geschehnisse zur Rechenschaft ziehen."
Weshalb diese Emotionalität? Viele Opfer der Tragödie stammten aus Italien. Die Hinterbliebene befürchten, dass sich der Barbetreiber und seine Frau nach Korsika absetzen könnten, woher sie stammen.
Worum geht es? Bei einer Rede über die hohen Lebensmittelpreise im Land zog US-Vizepräsident einen Vergleich zwischen der amerikanischen Wirtschaft und der "Titanic".
Was sagte der Vizepräsident? "Die Demokraten sprechen viel über die Krise der Bezahlbarkeit in den Vereinigten Staaten von Amerika. Und ja, es gibt eine Krise der Bezahlbarkeit, die durch die Politik von Joe Biden verursacht wurde", so Vance in seiner Rede. Und weiter: "Die 'Titanic' lässt sich nicht über Nacht wenden. Es braucht Zeit, um zu reparieren, was kaputtgegangen ist."
Die Analogie klingt nicht richtig, oder? Die als unsinkbar geltende "Titanic" ging 1912 nach einem Zusammenstoß mit einem Eisberg unter, dabei kamen mehr als 1.500 Menschen ums Leben. Seither wird der Name des Schiffes immer wieder mit Katastrophen in den unterschiedlichsten Bereichen in Verbindung gebracht. So wie Vance den Namen des Schiffes verwendet hat, ist es aber definitiv falsch.
Gab es Reaktionen? Für die Gegner der Trump-Administration war der Versprecher natürlich ein gefundenes Fressen. Die Gouverneure von Kalifornien und Illinois, Gavin Newsom und JB Pritzker, machten sich mit Memes auf X über Vance lustig.
Wie groß ist das Preis-Problem in den USA? Es ist derzeit die Achillesferse der Regierung. Denn Präsident Donald Trump hatte den Amerikanern im Wahlkampf niedrigere Lebenshaltungskosten versprochen. Doch bislang ist es ihm nicht gelungen, die Preisexplosion einzudämmen. Vor allem deshalb schwindet derzeit auch der Zuspruch vieler Amerikaner zu Trumps Präsidentschaft.
Worum geht es? Das bevorstehende Wochenende wird für Nordamerika frostig. Laut Wetterdiensten wird ein schwerer Wintersturm mit teils heftigem Schneefall über weite Teile der USA ziehen. Sturm und Schnee werden für südliche Bundesstaaten, Teile des Mittleren Westens und die Ostküste erwartet.
Wie viele Menschen werden davon betroffen sein? Bis zu 180 Millionen, das ist mehr als die Hälfte aller Einwohner des Landes. Denn der Sturm wird auch die Ballungsräume an der Ostküste (u. a. New York, Washington, Philadelphia, Boston) treffen.
Was ist die größte Gefahr? Der nationale Wetterdienst warnte vor Straßenglätte, Schneeverwehungen und schlechte Sicht. Bäume könnten umknicken, Stromleitungen gekappt werden. Auch vor Unterkühlung und Erfrierungen warnte der Wetterdienst und empfahl, auch Haustiere vor der Kälte zu schützen. Starker Wind wird die Temperatur zudem noch kälter als ohnehin erscheinen lassen.
Macht sich der Sturm bereits bemerkbar? Ja. Laut dem TV-Sender ABC haben mittlerweile 15 Bundesstaaten sowie die Bundeshauptstadt Washington D. C. den Notstand ausgerufen. Mehr als 2.000 Flüge, die am Wochenende stattfinden sollten, wurden bereits abgesagt.
Wie reagieren die Menschen? In vielen Landesteilen kam es zu Hamsterkäufen in den Supermärkten aus Angst vor längeren Einschränkungen.
Worum geht es? Um eine Alltags-Trivialität, die allerdings derzeit Italien emotionalisiert. Eine Familie wollte in einem veganen Restaurant Babynahrung erwärmen lassen. Weil Fleisch drin war, wurde das verweigert.
Wo spielte das Drama? In Casale Monferrato bei Turin. Hier befindet sich das Restaurant "Il Pangolino", es hat sich auf vegane Speisen spezialisiert.
Was ist passiert? Am 31. Dezember ging ein Paar mit einem Neugeborenen und Freunden ins "Il Pangolino" Mittagessen, insgesamt waren es zehn Personen. Während des Essens baten die Eltern darum, etwas fleischhaltige Babynahrung für ihren Sohn aufzuwärmen.
Aber? Das Restaurant lehnte ab. Dafür gebe es ethische Gründe, so die Restaurantbesitzerin, aber auch ein Problem mit der Lebensmittelsicherheit. In einem veganen Restaurant zu essen bedeute, die Regeln und die zugrunde liegenden Überzeugungen des Lokals zu respektieren, einschließlich des Fleischverbots.
Was heißt Lebensmittelsicherheit? Das Mitbringen von Speisen und Getränken könne die Hygiene beeinträchtigen und zu Verstößen gegen Gesundheitsvorschriften führen.
Was geschah dann? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Das Lokal sagt, der Vater des Babys sei ausfällig geworden. Der Mann wiederum behauptet, er habe lediglich heißes Wasser zum Erwärmen der Babynahrung bestellt, und wirft der Restaurantbesitzerin vor, grundlos in Wut geraten zu sein.
Was sagt die Wirtin? Sie meint, das Kind sei von den Eltern instrumentalisiert worden, um Mitleid bei anderen Gästen zu erregen.
Hat wenigstens das funktioniert? Nach dem Streit sollen vier Personen das Restaurant verlassen haben. Sie bezeichneten die Szene als "grotesk, unanständig und respektlos".
Was jetzt? Auf Facebook tauschen Gegner und Befürworter der Lokal-Entscheidung Argumente aus. Und das "Il Pangolino" hat beschlossen, in Zukunft eine eigene Babynahrung anzubieten. Vegan natürlich.
Worum geht es? Das kleine Bergdorf Brienz/Brinzauls im Schweizer Kanton Graubünden war Ende November 2024 dauerhaft evakuiert worden. Große Felsmassen über dem Dorf drohten abzurutschen.
Was war passiert? Am 16. Juni 2023 stürzten rund 1,2 Millionen Kubikmeter Felsmassen in der Nacht talwärts (hier Bilder dazu). Das Gestein kam kurz vor den Häusern zum Stillstand. Die 84 Bewohner des Ortes waren zuvor in Sicherheit gebracht worden.
Was war die Folge? Der Hang bewegte sich weiter, es drohten weitere, noch größere Abrutschungen. Es wurde ein Plan für eine Sanierung erstellt.
Hatte er Erfolg? Offenbar. Am kommenden Montag können die Bewohner in ihre Wohnungen zurück, schon ab Freitagnacht können sie wieder im Dorf übernachten. Die Evakuierung werde nach 62 Wochen aufgehoben, teilten die Behörden am Donnerstag mit.
Wie das? Der Hang sei zur Ruhe gekommen, so die Behörden. Nach mehreren Dutzend kleineren Felsstürzen und -abbrüchen habe sich der Berg selbst stabilisiert, so die NZZ.
Nun alles paletti? Die Gemeinde hat den Bewohnern ein Angebot für eine Umsiedlung gemacht. Sie bekommen Geld, um sich an einer anderen Stelle eine neue Existenz aufzubauen. 40 haben sich für den Wegzug entschieden.
Worum geht es? Der U-Ausschuss im US-Repräsentantenhaus hatte sowohl Ex-Präsidenten Bill Clinton als auch Ex-Außenministerin Hillary Clinton per Vorladung aufgefordert, persönlich über ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell auszusagen.
Aber? Weder Bill noch Hillary Clinton erschienen zu der geplanten Anhörung am 13. Jänner. Das hat nun Folgen für die beiden.
Was sagen die Clintons? Sie argumentieren, dass die Vorladungen ungültig oder politisch motiviert seien, und dass sie bereits schriftliche Informationen bereitgestellt hätten.
Was passierte nun? Aufgrund ihres Nichterscheinens hat der Ausschuss (House Oversight Committee) am Mittwoch beschlossen, eine Anklage gegen das frühere Präsidentschaftspaar auf den Weg zu bringen.
Was verblüfft dabei? Dass die eigene Partei den Clintons in den Rücken fiel. Fast die Hälfte der Demokraten im Ausschuss stimmte für die Klage. Sie ging mit 34 zu 8 Stimmen durch.
Wie stimmten die Demokraten ab? Neun Demokraten sprachen sich mit den Republikanern für die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten wegen Missachtung des Kongresses aus, acht stimmten dagegen und zwei enthielten sich der Stimme.
Welche Folgen hat das? Ein Verstoß gegen eine Kongress-Vorladung kann mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet werden.
Wie verwickelt ist Clinton? Bill Clinton ist in Fluglisten von Jeffrey Epsteins Privatjet ("Lolita Express") dokumentiert. In freigegebenen Epstein-Akten taucht Bill Clinton mehrfach auf – etwa auf Fotos oder als Person. Das bedeutet aber nicht, dass er beschuldigt wird, an Straftaten beteiligt gewesen zu sein.
Worum geht es? Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, kündigte die Einführung eines eigenen Satelliten-Internetdienstes namens TeraWave an.
Was ist das Ziel? Ein globales Hochgeschwindigkeits-Internetzugangssystem aufzubauen, das insbesondere für Unternehmen, Rechenzentren und Regierungsorganisationen gedacht ist.
Wie dicht wird das Netz sein? Die TeraWave-Konstellation soll aus 5.408 Satelliten bestehen, die in sowohl niedriger (LEO) als auch mittlerer Erdumlaufbahn (MEO) positioniert werden, um eine möglichst stabile und schnelle Datenverbindung weltweit zu gewährleisten.
Wie kommen sie ins All? Die Satelliten sollen mit den New Glenn-Raketen von Blue Origin ins All gebracht werden. Diese Raketen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung, sollen aber in den kommenden Jahren einsatzbereit sein.
Wer ist die Kundschaft? Das System soll Datenübertragungsraten von mehreren Terabit pro Sekunde ermöglichen, wodurch selbst sehr datenintensive Anwendungen unterstützt werden können. Blue Origin betont, dass der Dienst vor allem für Großkunden konzipiert ist.
Ist das eine Konkurrenz zu Starlink von Elon Musk? Ja und nein! Während Starlink sich vor allem auf Privatkunden und ländliche Gebiete konzentriert, liegt der Fokus von TeraWave auf Unternehmen, Behörden und Rechenzentren, die große Datenmengen verarbeiten.
Wie stark ist die Konkurrenz? Der Markt wird derzeit von Elon Musks Starlink dominiert, das über mehr als 9.000 Satelliten verfügt.
Wann geht es los? Blue Origin gab nun bekannt, die ersten Satelliten Ende 2027 ins All zu schicken und damit "Verbindungen zu Orten zu ermöglichen, die mit herkömmlichen Methoden nicht erreichbar sind".
Worum geht es? Donald Trump hat einen internationalen Friedensrat ins Leben gerufen, der offiziell Board of Peace heißt. Er wurde am Donnerstag in Davos vorgestellt.
Was ist der Sinn? Offizielles Ziel dieses Gremiums ist es, Frieden zu fördern, Konflikte zu lösen und Stabilität in Krisenregionen zu sichern, insbesondere im Nahen Osten.
Wer ist dabei? Rund 60 Staaten wurden zur Mitarbeit eingeladen, es gibt aber eine Reihe von Ländern, die eine Teilnahme abgelehnt haben, einige möchten abwarten.
Wer gehört zum "Kern-Friedensrat"? 19 Staats- und Regierungschefs waren bei der Unterzeichnung des Gründungsdokuments in Davos dabei. Rund 35 Staaten sollen eine Zusage abgegeben haben.
Wer hat in Davos unterschrieben? Bahrain, Marokko, Aserbaidschan, Bulgarien, Argentinien, Armenien, Ungarn, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, der Kosovo, Pakistan, Paraguay, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Mongolei.
Ungarn? Ja, Premierminister Viktor Orbán war bei der Unterzeichnung dabei. Ungarn ist das einzige europäische Land, das mitmacht.
Was begründet die Skepsis? Bedenken über die Legitimität eines US-geführten Gremiums. Kritiker warnen, dass der Friedensrat versuchen könnte, die Rolle der Vereinten Nationen und anderer etablierter internationaler Strukturen zu untergraben.
Wie lief die Präsentation? Trump hielt eine Rede, in der er den Tag als "sehr aufregend und lange geplant" bezeichnete und erklärte, der Friedensrat könne einen bedeutenden Beitrag zur Beendigung internationaler Konflikte leisten.
Was ist das erste Einsatzgebiet? Der Waffenstillstand und der Wiederaufbau im Gazastreifen sollen überwacht werden.
Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.
Wer ist Vorsitzender? Donald Trump. Es gibt daneben auch einen Exekutivrat.
Worum geht es? Vor dem High Court in London findet gerade ein Prozess gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. (ANL) statt, der unter anderem die Daily Mail und die Mail on Sunday herausgibt.
Was ist der Vorwurf? Medien des Verlags sollen systematisch und über Jahre hinweg illegal in die Privatsphäre von Promis eingegriffen haben. Etwa durch das Abhören von Handys und Telefonen, den Einsatz von Privatdetektiven, den Zugriff auf persönliche Daten durch unrechtmäßige Methoden.
Wer klagt? Etwa Prinz Harry, Elton John, Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence und Sir Simon Hughes.
Was passierte nun? Liz Hurley erschien am Donnerstag gemeinsam mit ihrem Sohn Damian im Gericht, um als Zeugin auszusagen. Sie sei tief verletzt gewesen, als sie erfahren habe, dass ihre Telefonleitungen abgehört worden sein sollen.
Was erzählte sie? Hurley sagte aus, es habe versteckte Mikrofone am Fenster ihres Hauses gegeben, um Gespräche abzuhören. Sie behauptete auch, private medizinische Details aus der Zeit ihrer Schwangerschaft seien gestohlen und für Zeitungsartikel verwendet worden.
Wie sehr nahm sie das mit? Während ihrer Aussage wurde Hurley mehrfach emotional, war sichtlich bewegt und weinte im Zeugenstand. Sie habe manchmal Angst gehabt, zu laut zu sprechen, weil sie wusste, dass "jemand" mithöre.
Was sagt der Verlag? Associated Newspapers Ltd. (ANL) bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet sie als unerhört, unbegründet oder gestützt auf fragwürdige Beweise.
Worum geht es? Delcy Rodríguez, die bis Anfang 2026 Vizepräsidentin Venezuelas war, spielte eine zentrale Rolle in den geheimen Vorbereitungen auf den Machtwechsel nach Nicolás Maduros Sturz. Das geht aus neuen Dokumenten hervor.
Was steht drin? Bereits im Herbst 2025 nahm sie über katarische Vermittler Kontakt zu US‑Offiziellen auf, um zu signalisieren, dass sie nach einem Machtwechsel bereit wäre, mit den USA zusammenzuarbeiten und für eine geordnete Übergangsphase zu sorgen.
Was heißt das konkret? Schon im Dezember sagte Rodríguez der US-Regierung: "Maduro muss weg." Das berichtet der Guardian.
Was war die Botschaft? Sie und ihr Bruder Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, betonten, sie wollten sicherstellen, dass kein chaotisches Machtvakuum entsteht.
Das klang aber anders? Ja, nach der Entführung des Präsidenten hatte Rodríguez Kritik an den USA geübt und in einer TV-Rede gesagt, Maduro sei "der einzige Präsident von Venezuela". Sie forderte seine sofortige Freilassung.
Ein Widerspruch? Schon, aber: Rodríguez versprach zwar, die USA nach Maduros Sturz zu unterstützen, stimmte aber nicht zu, aktiv an seinem Sturz mitzuwirken.
Worum geht es? In der Nacht vom 15. auf den 16. März werden in Los Angeles zum 98. Mal die Academy Awards verliehen. Am Donnerstag wurden die Nominierungen bekanntgegeben, und es gab eine Überraschung.
Welche? Der Horror-Thriller "Blood & Sinners" (hier der Trailer) erhielt 16 Oscar‑Nominierungen, mehr als jeder andere Film in der Oscar‑Geschichte.
Wer war bisher Spitze? Vorher hatten drei Filme je 14 Nominierungen: "All About Eve" (1950), "Titanic" (1997) und "La La Land" (2016).
Wer schlug sich noch gut? Direkt hinter "Sinners" liegt "One Battle After Another" (hier der Trailer). Der Film ist mit 13 Nominierungen damit auch ein großer Favorit der Awards‑Saison.
Wer moderiert? Wieder Conan O'Brien, es gibt 24 Wettbewerbs‑Kategorien, einschließlich einer neuen für Bestes Casting.
Was sonst noch auffiel? Die Top-nominierten Filme kamen aus vielen verschiedenen Genres und Stilen, "Sinners" etwa aus der Kategorie Horror/Drama, "One Battle After Another" ist eine Polit-Satire.
Wer räumte ab? Warner Bros. hatte dieses Jahr mit gleich zwei stark nominierten Filmen ("Sinners" und "One Battle After Another") ein ausgezeichnetes "Nominierungs‑Ergebnis".
Warum ist das relevant? Das Studio steckt inmitten einer Übernahmeschlacht und soll von Netflix geschluckt werden.
Worum geht es? Beim World Economic Forum (WEF) in Davos ist es am Dienstagabend bei einem hochrangigen Abendessen zu einem Zwischenfall gekommen. US‑Handelsminister Howard Lutnick wurde von Teilen des Publikums ausgebuht.
Wer gab das Dinner? Der Chef des Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink. Er ist eine zentrale Figur des Weltwirtschaftsforums. Das Abendessen wurde von Vertretern von Regierungen, Wirtschaftsführern und weiteren Würdenträgern besucht.
Wie kam es zum Eklat? Lutnick übte scharfe Kritik an Europa. Dabei betonte er, dass die westliche Globalisierung "gescheitert" sei und plädierte für eine stärker national orientierte "America First"‑Wirtschaftspolitik – Aussagen, die bei vielen Anwesenden auf Ablehnung stießen.
Zum Beispiel? Lutnick erklärte seinem Publikum, dass sich die Welt auf Kohle als Energiequelle konzentrieren sollte, anstatt auf erneuerbare Energien.
Was passierte dann? Mehrere Gäste sollen dazu laut gejohlt haben, woraufhin einige den Saal vorzeitig verließen. Die Veranstaltung wurde von den Gastgebern vor dem Nachtisch abgebrochen, nachdem die Stimmung angespannt war.
Wer verließ den Raum? Etwa Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ging während einer Passage von Lutnicks Rede aus dem Saal.
Wie reagierte das US-Handelsministerium? Es erklärte: "Nur eine Person hat gebuht, und das war Al Gore." Der ehemalige demokratische US-Vizepräsident ist Klimaschützer.
Worum geht es? In Berlin wurde Mittwochfrüh eine mutmaßliche Spionin festgenommen. Sie wird verdächtigt, für einen russischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Ilona W. besitzt die deutsche und die ukrainische Staatsbürgerschaft.
Was ist der Verdacht? Die Bundesanwaltschaft wirft der 56-Jährigen vor, seit mindestens November 2023 sensible Informationen weitergegeben zu haben.
An wen und worüber? Die Frau soll Informationen über Waffenlieferungen, Drohnendaten und Rüstungsstandorte im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine an einen Agenten aus der russischen Botschaft weitergegeben haben.
Wie hat sie gearbeitet? Ilona W. saß im Vorstand des Berliner Vereins "Bundesvereinigung Binationaler Gesellschaften". Er setzte sich für Völkerverständigung und internationale Zusammenarbeit ein und pflegte Kontakte zu hochrangigen Politikern von SPD und CDU sowie Wirtschaftsgrößen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Handelt es sich um eine Einzeltäterin? Ermittler fanden bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern Hinweise auf weitere Beteiligte; zwei weitere Verdächtige seien jedoch noch auf der Flucht.
Was weiß man über die Mittäter? Laut Spiegel handelt es sich um zwei frühere Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums.
Worum geht es? Innerhalb von etwa 48 Stunden wurden in und um Sydney mindestens vier Hai‑Attacken gemeldet. Diese Serie von Angriffen und Zwischenfällen ist außergewöhnlich, weil so viele Vorfälle in so kurzer Zeit selten auftreten.
Was ist passiert? Ein zwölfjähriger Bub wurde in Sydney Harbour bei Nielsen Park/Shark Beach schwer verletzt und kämpft nach einem Hai‑Biss an den Beinen um sein Leben. Ein Mann wurde bei Manly Beach von einem Hai gebissen und schwer verletzt.
Welche Vorfälle gab es noch? In derselben Zeit wurden mehrere weitere Hai‑Sichtungen und Bisse an Surfbrettern gemeldet – unter anderem ein Vorfall, bei dem ein Brett stark beschädigt wurde.
Was wird dagegen getan? Die Behörden in New South Wales haben zahlreiche Strände entlang der Küste einschließlich der Northern Beaches vorübergehend geschlossen.
Was sind die Gründe? Experten vermuten, dass die starken Regenfälle und Sturmfluten das Wasser trübe gemacht und Sedimente sowie Nahrung ins Meer gespült haben, was Haie näher an Küsten und in Hafengewässer lockt.
Worum geht es? Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) seinen Friedensplan für Gaza vorstellen. Israels Premier Benjamin Netanjahu hat seinen Widerstand aufgegeben und ist nun auch dabei.
Was ist der Hintergrund? Trump hat den sogenannten Friedensrat ("Board of Peace") ins Leben gerufen, um den Waffenstillstand und den Wiederaufbau im Gazastreifen zu überwachen.
Wer ist schon dabei? Die Rede ist von momentan 35 Staaten, darunter Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Ägypten, Ungarn, Kasachstan, Kosovo, Marokko, Pakistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.
Wer ist noch unentschieden? Deutschland, Großbritannien, China, Russland, Italien, Kroatien, Singapur, die Ukraine oder Paraguay.
Wer ist nicht dabei? Frankreich, Schweden und Norwegen haben offiziell nein zu einer Teilnahme gesagt.
Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.
Wer wird Vorsitzender? Donald Trump wird den Vorsitz so lange innehaben, "bis er zurücktritt". Ein zukünftiger US-Präsident könne jedoch einen neuen Vertreter ernennen. Als Vorsitzender wird er "die ausschließliche Befugnis haben, Tochtergesellschaften zu gründen, zu ändern oder aufzulösen, soweit dies zur Erfüllung der Mission des Board of Peace erforderlich oder angemessen ist".
Macht Trump das allein? Nein, er wird "Führungskräfte von globalem Rang" auswählen, die für eine zweijährige Amtszeit in einem Exekutivrat tätig sein werden, der zur Umsetzung der Mission des Friedensrates beitragen soll.
Wer wird das sein? Etwa Marco Rubio – US‑Außenminister, Steve Witkoff – Trump‑Sondergesandter für den Nahen Osten, Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn und Berater, Tony Blair – ehemaliger britischer Premierminister, Marc Rowan – CEO von Apollo Global Management, Ajay Banga – Präsident der Weltbank, Robert Gabriel Jr. – Stellvertretender nationaler Sicherheitsberater der USA.
Worum geht es? Mehrere Prominente haben einen britischen Zeitungsverlag geklagt, weil sie sich bespitzelt gefühlt haben. Beim Prozess machte Prinz Harry nun seine Aussage.
Wer wird geklagt? Die Klage richtet sich gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. Das Medienhaus bringt die britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und Mail on Sunday heraus. Prinz Harry hat die Klage eingebracht, mehrere mutmaßliche Opfer (Sir Elton John, Liz Hurley) haben sich angeschlossen.
Was passierte nun? Harry trat Mittwoch überraschend und früher als geplant in den Zeugenstand des High Court in London. In seiner emotionalen Aussage beschrieb er, wie die Boulevardpresse das Leben seiner Frau Meghan "zu einem absoluten Elend gemacht" habe.
Was meint er damit? Die Berichterstattung habe seine psychische Gesundheit stark belastet. Harry sprach von Stress, Angstzuständen und emotionalem Druck, der dadurch entstand, dass intime Details seines Privatlebens veröffentlicht wurden. Die Situation habe bei ihm ein Gefühl der ständigen Überwachung und Bedrohung erzeugt.
Und seine Frau? Er beschrieb, dass seine Familie unter der ständigen Medienaufmerksamkeit litt, und dass die Kinder durch die öffentliche Darstellung der Familie indirekt gefährdet oder belastet wurden. Harry betonte, dass es sich nicht nur um ihn selbst handelte, sondern um die ganze Kernfamilie.
Von wem wurde er bespitzelt? Harry bestritt explizit, dass Leaks über ihn aus seinem persönlichen Umfeld kamen, wie die Verlagseite behauptet, und sagte: Seine engen Kontakte hätten keine Informationen absichtlich weitergegeben.
Warum er so lange geschwiegen hat? Alle Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren. Harry erklärte, er sei als Mitglied der königlichen Familie der Tradition "never complain, never explain" ("niemals beschweren, niemals erklären") gefolgt.
Worum geht es? In der Nähe des Ortes Gelida, etwa 30 bis 35 Kilometer westlich von Barcelona, kam es am Dienstagabend zu einem schweren Unfall. Nur drei Tage nach der Zugskatastrophe in der Provinz Córdoba.
Was passierte nun? Eine Stützmauer stürzte infolge heftiger Regenfälle und Sturms auf die Gleise und traf den Nahverkehrszug der Linie R4 (Rodalies de Catalunya) direkt, was zu einer Entgleisung führte.
Was waren die Folgen? Ein 28-jähriger Lokführer in Ausbildung wurde bei dem Unfall getötet. Er befand sich im Führerstand, während andere Auszubildende und ein Hauptfahrer mit an Bord waren.
Gab es weitere Opfer? Ja, mindestens 37 Personen wurden verletzt, darunter mehrere schwer.
Was war die Ursache? Der Unfall ereignete sich während eines schweren Sturms mit starken Regenfällen, die möglicherweise zum Einsturz der Mauer geführt haben.
Wie reagiert Spanien? Die Vorfälle haben Spaniens größte Lokführergewerkschaft dazu veranlasst, zu einem unbefristeten Streik aufzurufen, um Zusicherungen für die Sicherheit des Berufsstandes zu fordern.
Worum geht es? Das Europäische Parlament hat am Mittwoch beschlossen, das umstrittene EU-Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen.
Warum? Das Parlament erwirkt damit eine rechtliche Überprüfung, bevor es seine endgültige Zustimmung zum Abkommen gibt.
Was wurde genau beschlossen? Mit einer knappen Mehrheit (334 Ja-Stimmen, 324 Nein, 11 Enthaltungen) hat das Parlament in Straßburg eine Resolution angenommen, in der es die EuGH-Richter bittet, ein Rechtsgutachten zur Vereinbarkeit des EU-Mercosur-Abkommens mit den EU-Verträgen abzugeben.
Was ist die Folge? Damit wird formal die Ratifizierung des Abkommens ausgesetzt, bis der EuGH seine Bewertung abgegeben hat. Dieser Prozess kann viele Monate oder sogar über ein Jahr dauern.
Was sagen Kritiker? Viele Abgeordnete äußerten rechtliche und vertragliche Bedenken, z. B. hinsichtlich Umwelt-, Sozial- oder Landwirtschaftsfragen und der Auslegung von EU-Rechtsgrundlagen.
Was sagen Befürworter? Sie sehen in der Vorlage an den EuGH eine politisch motivierte Verzögerung und warnen vor wirtschaftlichen Nachteilen.
Worum geht es? Beim World Economic Forum (WEF) in Davos ist es am Dienstagabend bei einem hochrangigen Abendessen zu einem Zwischenfall gekommen. US‑Handelsminister Howard Lutnick wurde von Teilen des Publikums ausgebuht.
Wer gab das Dinner? Der Chef des Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink. Er ist eine zentrale Figur des Weltwirtschaftsforums. Das Abendessen wurde von Vertretern von Regierungen, Wirtschaftsführern und weiteren Würdenträgern besucht.
Wie kam es zum Eklat? Lutnick übte scharfe Kritik an Europa. Dabei betonte er, dass die westliche Globalisierung "gescheitert" sei und plädierte für eine stärker national orientierte "America First"‑Wirtschaftspolitik – Aussagen, die bei vielen Anwesenden auf Ablehnung stießen.
Zum Beispiel? Lutnick erklärte seinem Publikum, dass sich die Welt auf Kohle als Energiequelle konzentrieren sollte, anstatt auf erneuerbare Energien.
Was passierte dann? Mehrere Gäste sollen dazu laut gejohlt haben, woraufhin einige den Saal vorzeitig verließen. Die Veranstaltung wurde von den Gastgebern vor dem Nachtisch abgebrochen, nachdem die Stimmung angespannt war.
Wer verließ den Raum? Etwa Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ging während einer Passage von Lutnicks Rede aus dem Saal.
Wie reagierte das US-Handelsministerium? Es erklärte: "Nur eine Person hat gebuht, und das war Al Gore." Der ehemalige demokratische US-Vizepräsident ist Klimaschützer.
Worum geht es? In Berlin wurde Mittwochfrüh eine mutmaßliche Spionin festgenommen. Sie wird verdächtigt, für einen russischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Ilona W. besitzt die deutsche und die ukrainische Staatsbürgerschaft.
Was ist der Verdacht? Die Bundesanwaltschaft wirft der 56-Jährigen vor, seit mindestens November 2023 sensible Informationen weitergegeben zu haben.
An wen und worüber? Die Frau soll Informationen über Waffenlieferungen, Drohnendaten und Rüstungsstandorte im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine an einen Agenten aus der russischen Botschaft weitergegeben haben.
Wie hat sie gearbeitet? Ilona W. saß im Vorstand des Berliner Vereins "Bundesvereinigung Binationaler Gesellschaften". Er setzte sich für Völkerverständigung und internationale Zusammenarbeit ein und pflegte Kontakte zu hochrangigen Politikern von SPD und CDU sowie Wirtschaftsgrößen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Handelt es sich um eine Einzeltäterin? Ermittler fanden bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern Hinweise auf weitere Beteiligte; zwei weitere Verdächtige seien jedoch noch auf der Flucht.
Was weiß man über die Mittäter? Laut Spiegel handelt es sich um zwei frühere Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums.
Worum geht es? Innerhalb von etwa 48 Stunden wurden in und um Sydney mindestens vier Hai‑Attacken gemeldet. Diese Serie von Angriffen und Zwischenfällen ist außergewöhnlich, weil so viele Vorfälle in so kurzer Zeit selten auftreten.
Was ist passiert? Ein zwölfjähriger Bub wurde in Sydney Harbour bei Nielsen Park/Shark Beach schwer verletzt und kämpft nach einem Hai‑Biss an den Beinen um sein Leben. Ein Mann wurde bei Manly Beach von einem Hai gebissen und schwer verletzt.
Welche Vorfälle gab es noch? In derselben Zeit wurden mehrere weitere Hai‑Sichtungen und Bisse an Surfbrettern gemeldet – unter anderem ein Vorfall, bei dem ein Brett stark beschädigt wurde.
Was wird dagegen getan? Die Behörden in New South Wales haben zahlreiche Strände entlang der Küste einschließlich der Northern Beaches vorübergehend geschlossen.
Was sind die Gründe? Experten vermuten, dass die starken Regenfälle und Sturmfluten das Wasser trübe gemacht und Sedimente sowie Nahrung ins Meer gespült haben, was Haie näher an Küsten und in Hafengewässer lockt.
Worum geht es? Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) seinen Friedensplan für Gaza vorstellen. Israels Premier Benjamin Netanjahu hat seinen Widerstand aufgegeben und ist nun auch dabei.
Was ist der Hintergrund? Trump hat den sogenannten Friedensrat ("Board of Peace") ins Leben gerufen, um den Waffenstillstand und den Wiederaufbau im Gazastreifen zu überwachen.
Wer ist schon dabei? Die Rede ist von momentan 35 Staaten, darunter Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Ägypten, Ungarn, Kasachstan, Kosovo, Marokko, Pakistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.
Wer ist noch unentschieden? Deutschland, Großbritannien, China, Russland, Italien, Kroatien, Singapur, die Ukraine oder Paraguay.
Wer ist nicht dabei? Frankreich, Schweden und Norwegen haben offiziell nein zu einer Teilnahme gesagt.
Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.
Wer wird Vorsitzender? Donald Trump wird den Vorsitz so lange innehaben, "bis er zurücktritt". Ein zukünftiger US-Präsident könne jedoch einen neuen Vertreter ernennen. Als Vorsitzender wird er "die ausschließliche Befugnis haben, Tochtergesellschaften zu gründen, zu ändern oder aufzulösen, soweit dies zur Erfüllung der Mission des Board of Peace erforderlich oder angemessen ist".
Macht Trump das allein? Nein, er wird "Führungskräfte von globalem Rang" auswählen, die für eine zweijährige Amtszeit in einem Exekutivrat tätig sein werden, der zur Umsetzung der Mission des Friedensrates beitragen soll.
Wer wird das sein? Etwa Marco Rubio – US‑Außenminister, Steve Witkoff – Trump‑Sondergesandter für den Nahen Osten, Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn und Berater, Tony Blair – ehemaliger britischer Premierminister, Marc Rowan – CEO von Apollo Global Management, Ajay Banga – Präsident der Weltbank, Robert Gabriel Jr. – Stellvertretender nationaler Sicherheitsberater der USA.
Worum geht es? Mehrere Prominente haben einen britischen Zeitungsverlag geklagt, weil sie sich bespitzelt gefühlt haben. Beim Prozess machte Prinz Harry nun seine Aussage.
Wer wird geklagt? Die Klage richtet sich gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. Das Medienhaus bringt die britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und Mail on Sunday heraus. Prinz Harry hat die Klage eingebracht, mehrere mutmaßliche Opfer (Sir Elton John, Liz Hurley) haben sich angeschlossen.
Was passierte nun? Harry trat Mittwoch überraschend und früher als geplant in den Zeugenstand des High Court in London. In seiner emotionalen Aussage beschrieb er, wie die Boulevardpresse das Leben seiner Frau Meghan "zu einem absoluten Elend gemacht" habe.
Was meint er damit? Die Berichterstattung habe seine psychische Gesundheit stark belastet. Harry sprach von Stress, Angstzuständen und emotionalem Druck, der dadurch entstand, dass intime Details seines Privatlebens veröffentlicht wurden. Die Situation habe bei ihm ein Gefühl der ständigen Überwachung und Bedrohung erzeugt.
Und seine Frau? Er beschrieb, dass seine Familie unter der ständigen Medienaufmerksamkeit litt, und dass die Kinder durch die öffentliche Darstellung der Familie indirekt gefährdet oder belastet wurden. Harry betonte, dass es sich nicht nur um ihn selbst handelte, sondern um die ganze Kernfamilie.
Von wem wurde er bespitzelt? Harry bestritt explizit, dass Leaks über ihn aus seinem persönlichen Umfeld kamen, wie die Verlagseite behauptet, und sagte: Seine engen Kontakte hätten keine Informationen absichtlich weitergegeben.
Warum er so lange geschwiegen hat? Alle Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren. Harry erklärte, er sei als Mitglied der königlichen Familie der Tradition "never complain, never explain" ("niemals beschweren, niemals erklären") gefolgt.
Worum geht es? In der Nähe des Ortes Gelida, etwa 30 bis 35 Kilometer westlich von Barcelona, kam es am Dienstagabend zu einem schweren Unfall. Nur drei Tage nach der Zugskatastrophe in der Provinz Córdoba.
Was passierte nun? Eine Stützmauer stürzte infolge heftiger Regenfälle und Sturms auf die Gleise und traf den Nahverkehrszug der Linie R4 (Rodalies de Catalunya) direkt, was zu einer Entgleisung führte.
Was waren die Folgen? Ein 28-jähriger Lokführer in Ausbildung wurde bei dem Unfall getötet. Er befand sich im Führerstand, während andere Auszubildende und ein Hauptfahrer mit an Bord waren.
Gab es weitere Opfer? Ja, mindestens 37 Personen wurden verletzt, darunter mehrere schwer.
Was war die Ursache? Der Unfall ereignete sich während eines schweren Sturms mit starken Regenfällen, die möglicherweise zum Einsturz der Mauer geführt haben.
Wie reagiert Spanien? Die Vorfälle haben Spaniens größte Lokführergewerkschaft dazu veranlasst, zu einem unbefristeten Streik aufzurufen, um Zusicherungen für die Sicherheit des Berufsstandes zu fordern.
Worum geht es? Das Europäische Parlament hat am Mittwoch beschlossen, das umstrittene EU-Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen.
Warum? Das Parlament erwirkt damit eine rechtliche Überprüfung, bevor es seine endgültige Zustimmung zum Abkommen gibt.
Was wurde genau beschlossen? Mit einer knappen Mehrheit (334 Ja-Stimmen, 324 Nein, 11 Enthaltungen) hat das Parlament in Straßburg eine Resolution angenommen, in der es die EuGH-Richter bittet, ein Rechtsgutachten zur Vereinbarkeit des EU-Mercosur-Abkommens mit den EU-Verträgen abzugeben.
Was ist die Folge? Damit wird formal die Ratifizierung des Abkommens ausgesetzt, bis der EuGH seine Bewertung abgegeben hat. Dieser Prozess kann viele Monate oder sogar über ein Jahr dauern.
Was sagen Kritiker? Viele Abgeordnete äußerten rechtliche und vertragliche Bedenken, z. B. hinsichtlich Umwelt-, Sozial- oder Landwirtschaftsfragen und der Auslegung von EU-Rechtsgrundlagen.
Was sagen Befürworter? Sie sehen in der Vorlage an den EuGH eine politisch motivierte Verzögerung und warnen vor wirtschaftlichen Nachteilen.
Worum geht es? US-Vizepräsident JD Vance und seine Frau Usha werden zum vierten Mal Eltern. "Wir freuen uns sehr mitzuteilen, dass Usha mit ihrem vierten Kind schwanger ist, einem Jungen. Usha und dem Baby geht es gut, und wir alle freuen uns darauf, ihn im Juli willkommen zu heißen", textete das Paar Dienstagabend auf X.
Wie alt sind ihre Kinder? Das Paar, das sich an der Yale Law School kennengelernt hat, hat zwei Söhne, den achtjährigen Ewan und den fünfjährigen Vivek, sowie eine vierjährige Tochter namens Mirabel.
Kommt das überraschend? Ja, denn in Washington gab es zuletzt immer wieder Gerede über eine angebliche Ehekrise im Hause Vance. Usha wurde wiederholt ohne Ehering gesehen. Und der Vizepräsident habe zuletzt sehr vertraut im Umgang mit der Witwe des ermordeten Influencers Charlie Kirk, Erika, gewirkt, berichteten US-Medien.
Hat es schon einmal eine schwangere Second Lady gegeben? Nein, Usha Vance ist die erste Ehefrau eines Vizepräsidenten, die während der Amtszeit ihres Mannes schwanger wird.
Worum geht es? In Bergamo kam es zur ersten kombinierten Lebend‑Organspende in Italien. Ein Vater spendete seiner siebenjährigen Tochter sowohl eine Niere als auch einen Teil seiner Leber.
Warum war das nötig? Die Tochter war seit ihrem vierten Lebensjahr auf Dialyse angewiesen, weil ihre Organe nicht richtig funktionierten.
War der Eingriff alternativlos? Ohne eine kombinierte Transplantation hätte ein einzelnes Organ nicht gereicht, um ihre Gesundheit langfristig zu stabilisieren.
Wo fand der Eingriff statt? Im Papa Giovanni XXIII. Hospital in Bergamo.
Was waren die Hürden? Vor dem Eingriff mussten medizinische Prüfungen sowie rechtliche Genehmigungen — darunter von der regionalen Transplantations‑Kommission und der Staatsanwaltschaft — eingeholt werden, da es sich um einen seltenen kombinierten Lebendspenden‑Fall handelt.
Wie geht es den Patienten? Seit dem Eingriff erholen sich sowohl der Vater als auch die Tochter gut, und sie konnten bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Worum geht es? Die britische Regierung hat am Dienstag den Bau einer neuen, riesigen chinesischen Botschaft ("Mega-Embassy") in London genehmigt. Der Entscheidungsprozess hatte sich über sieben Jahre hingezogen.
Wo wird sie stehen? Der Komplex soll am Royal Mint Court nahe der Tower of London-Festung entstehen und wäre das größte chinesische Botschaftsgelände in Europa.
Warum dauerte das so lange? Der Tower Hamlets Borough Council hatte den Bau mehrfach abgelehnt – unter anderem aus Sorge um Sicherheit, Auswirkungen auf Tourismus und Verkehrsprobleme. Diese lokalen Ablehnungen sind aber nur beratend; die zentrale Regierung übernimmt letztlich die Entscheidung.
Warum ist der Standort brisant? Kritiker warnen vor Spionagerisiken, Nähe zu sensibler Infrastruktur, insbesondere Glasfaser-Datenkabel, die Finanz- und Kommunikationsdaten zwischen Londoner Zentren übertragen, und möglichen Überwachungs- oder Kontrollfunktionen innerhalb des Hauses.
Wie groß wird das Gebäude? China hat das Areal 2018 gekauft, es ist 20.000 Quadratmeter groß, misst also ungefähr drei Fußballfelder. Laut Plänen gibt es 208 Räume.
Was machte misstrauisch? Teilweise wurden Pläne für bestimmte Teile des Gebäudes (z. B. Untergeschossräume) aus Sicherheitsgründen geschwärzt, was in Großbritannien für zusätzlichen Streit sorgt.
Worum geht es? Nordkorea-Diktator Kim Jong Un setzte einen ungewöhnlichen Schritt. Bei einer Inspektion und Eröffnungszeremonie des Ryongsong Machine Complex (einer großen Maschinenfabrik) entließ er seinen Vizepremier öffentlich.
Wie ging das vor sich? Yang Sung‑ho, der Vizepremier Nordkoreas, wurde buchstäblich "auf der Stelle" seines Amtes enthoben. Er war zuständig für den Maschinen‑ bzw. Industrie‑Sektor und galt als wichtiger Verantwortlicher für Modernisierungsprojekte.
Was fällt auf? Der Vorgang erfolgte ungewöhnlich offen für die sonst sehr abgeschottete nordkoreanische Politik‑ und Personalkultur.
Was wurde dem Betroffenen vorgeworfen? Laut staatlicher Medien (KCNA), dass das Modernisierungsprojekt mangelhaft war, es zu Verlusten und unnötigen Problemen gekommen sei, Yang "unverantwortlich und inkompetent" gehandelt habe.
Welche Metapher verwendete Kim? Er sagte, Yang habe versucht, einen "Ziegenbock vor einen Ochsenkarren zu spannen" – also etwas Ungeeignetes für eine schwere Aufgabe eingesetzt.
Was ist das große Bild? Der Schritt erfolgte kurz vor dem wichtigen neunten Parteikongress der regierenden Arbeiterpartei Nordkoreas, bei dem politische Ziele gesetzt und Personalentscheidungen gefällt werden sollen.
Was will Kim ausdrücken? Beobachter sehen ein Signal: Er möchte Disziplin unter Wirtschafts‑ und Parteifunktionären durchsetzen und Unzufriedenheit über wirtschaftliche Probleme adressieren.
Worum geht es? Für den reichsten Menschen der Welt ist es kein tiefer Griff in die Brieftasche. Elon Musk hat einen Scheck über zehn Millionen US-Dollar ausgestellt, um Nate Morris zu unterstützen, berichtet Axios.
Wer ist das? In den USA finden heuer wichtige Zwischenwahlen statt, dabei werden Positionen für Senat und Repräsentantenhaus neu vergeben. Nate Morris tritt in Kentucky an, er will Senator werden.
Warum interessiert das Musk? Nach einem heftigen Zerwürfnis mit Präsident Trump im vergangenen Jahr und der Drohung, eine dritte Partei zu gründen, ist Musk nun wieder fest im Lager der Republikaner verankert.
Warum ist das hier relevant? Nate Morris ist ein glühender Trump-Anhänger. Er will als Außenseiter die Nachfolge des ausscheidenden Senators Mitch McConnell antreten.
Wie kam es zur Spende? Sie erfolgte im Anschluss an ein Abendessen, das Musk im November mit Vizepräsident JD Vance, Stabschefin Susie Wiles und dem ehemaligen stellvertretenden Stabschef des Weißen Hauses, Taylor Budowich, hatte.
Wie ist das einzuordnen? Es handelt sich um die größte Einzelspende, die Musk jemals einem Senatskandidaten zukommen ließ. 2024 gab er im Trump-Wahlkampf fast 300 Millionen Dollar aus.
Worum geht es? Die Pinguine in der Antarktis beginnen ihre Brutzeit deutlich früher als in der Vergangenheit, teils um zwei bis drei Wochen eher als noch vor einem Jahrzehnt.
Woher weiß man das? Es handelt sich um das Ergebnis einer großen 10‑Jahres‑Studie eines Forschungs-Teams der University of Oxford (mit dem Projekt Penguin Watch). Forscher nutzten ein Netzwerk von 77 Zeitraffer‑Kameras an 37 Pinguinkolonien.
Was wurde untersucht? Drei Arten: Gentoo-, Adélie- und Chinstrap‑Pinguine. Gentoo‑Pinguine zeigen den stärksten Effekt mit bis zu 24 Tagen früherem Nestbeginn.
Was ist bemerkenswert? Insgesamt ist dies die schnellste jemals bei Vögeln (und möglicherweise bei allen Wirbeltieren) dokumentierte Veränderung in der Brutzeit.
Was ist die Ursache? Forscher sehen diese Verschiebung als Verhaltensantwort auf den Klimawandel – denn in der Antarktis steigen die Temperaturen außerordentlich schnell, und das beeinflusst Eisbildung, Nahrung und Lebensbedingungen.
Warum reagieren Pinguine darauf? Sie brüten früher, damit ihre Küken zum optimalen Zeitpunkt Nahrung finden. Wenn sich jedoch die saisonale Verfügbarkeit von Krill und anderen Beutetieren nicht im gleichen Tempo verändert, kann es zu Nahrungsmangel in entscheidenden Wachstumsphasen kommen.
Gilt das für alle gleich? Gentoo‑Pinguine, die vielseitiger in der Nahrungssuche sind, kommen besser zurecht und könnten sich sogar ausbreiten. Adélie‑ und Chinstrap‑Pinguine sind stärker auf bestimmte Umweltbedingungen und Nahrung spezialisiert – sie könnten stärker leiden oder Rückgänge erleben.
Hat das Auswirkungen? Die Verschiebung der Brutzeit beeinflusst nicht nur die Pinguine selbst, sondern kann auch die gesamte antarktische Nahrungskette und das Ökosystem destabilisieren, da Pinguine eine Schlüsselrolle für andere Arten spielen.
Worum geht es? In Südspanien kam es am Sonntag zu einem schweren Zugunglück. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten und sprangen aus den Schienen. Mindestens 41 Menschen wurden getötet.
Welches Schicksal bewegt Spanien? Unter den Opfern waren die Eltern, der zwölfjährige Bruder und ein Cousin eines sechsjährigen Mädchens. Die Familie stammte aus Punta Umbría.
Was war mit dem Mächen? Das Mädchen überlebte als einzige aus ihrer Familie und wurde nach dem Unfall von einem Guardia‑Civil‑Beamten auf den Gleisen gefunden.
Wurde sie verletzt? Nur leicht. Die Sechsjährige erhielt drei Stiche am Kopf und wird derzeit von ihren Großeltern in Córdoba betreut.
Ist ihre Identität bekannt? Sie wurde von Behörden bislang nicht veröffentlicht; der Bürgermeister erklärte, dass die Gemeinde einerseits in tiefer Trauer sei, andererseits aber Trost darin finde, dass sie überlebt habe.
Warum überlebte sie? Das ist unklar, sie kletterte nach dem Unglück über ein Fenster ins Freie.
Worum geht es? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte in seiner Rede am Weltwirtschaftsgipfel (WEF) in Davos vor einer Welt, "in der nur noch die Stärkeren bestimmen". Für Aufsehen sorgten seine Brillen (hier das Video).
Was war damit? Macron trug während der gesamten Ansprache eine auffällige Sonnenbrille mit silbernem Rahmen und grell blauen Gläsern.
Warum? Er erklärte es nicht, aber es hatte medizinische Gründe. Bei einem Auftritt vor ein paar Tagen sagte er, er habe ein Augenleiden, es sei aber nur eine Kleinigkeit.
Nämlich was? Das führte er nicht aus, sondern meinte nur: "Ihr werdet mich so ertragen müssen." Die Brille werde er "für einige Zeit tragen". Es handelt sich vermutlich um eine Entzündung. Das rechte Auge wirkte blutunterlaufen.
Was war nun mit seiner Rede? Macron sagte, die Welt bewege sich weg von internationalen Regeln und dem Völkerrecht. Er sprach von einem Aufkommen "imperialer Ambitionen" und einer gefährlichen Entwicklung zu Machtpolitik statt Rechtsstaatlichkeit.
Nannte er Trump? Nicht direkt, aber er bezog sich auf aktuelle Spannungen. Europa dürfe sich nicht von größeren Mächten einschüchtern lassen, sagte er. Stattdessen müsse der Kontinent Respekt und Rechtsstaatlichkeit verteidigen.
Was sagte er zu den Extrazöllen? Macron forderte, das EU-Gesetz zur Abwehr wirtschaftlicher Nötigung – die sogenannte Handels-Bazooka – als "mächtiges Instrument" zu nutzen, wenn Europa nicht respektiert werde.
Was ist damit gemeint? Das Anti-Coercion Instrument (ACI), also das "Anti-Zwangsinstrument". Es ermöglicht, verschiedene Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn ein Drittstaat Handelsbeschränkungen nutzt, um die EU oder einzelne Mitgliedstaaten zu erpressen. Zum Einsatz kam es noch nie.
Worum geht es? In einem langen Instagram-Posting geht Brooklyn Peltz Beckham hart mit seinen Eltern ins Gericht.
Was schreibt er? Er beschuldigte sie, ihn jahrelang kontrolliert, Geschichten an die Presse durchgestochen und die Berichterstattung über ihn und seine Frau Nicola manipuliert zu haben.
Von welchen Beteiligten reden wir hier? Ex-Fußballer David Beckham (50) und seine Frau Victoria (51, früher eine der Spice Girls) haben vier Kinder: Brooklyn (26), Romeo (23), Cruz (20) und Tochter Harper (14).
Was ist nun das Problem? Mit dem ältesten Sohn schwelt schon länger ein Familienstreit. Einer der Auslöser war die Hochzeit von Brooklyn 2022 mit Nicola Peltz, Schauspielerin und Model aus den USA.
Was war da? Brooklyn wirft seinen Eltern vor, immer wieder versucht zu haben, seine Beziehung zu seiner Frau zu sabotieren, bereits vor der Eheschließung.
Zum Beispiel? In dem Insta-Beitrag behauptet er, Victoria Beckham habe Peltz' Hochzeitskleid nähen sollen, sei aber "in letzter Minute" abgesprungen. Auf der Hochzeit habe seine Mutter "vor allen Leuten sehr unangemessen" mit ihm getanzt. "Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so gedemütigt gefühlt."
Alles nur Show? Brooklyn behauptet, die Social-Media-Beiträge seiner Eltern über ihre Familie seien inszeniert gewesen und die Beziehungen innerhalb der Familie seien "unecht". Seine Eltern hätten "unzählige Lügen in den Medien verbreitet, um ihre eigene Fassade aufrechtzuerhalten" und seine Brüder gegen ihn aufgehetzt.
Ist das noch zu kitten? "Ich will mich nicht mit meiner Familie versöhnen", sagt Brooklyn.
Und die Beckhams? David Beckham hat sich inzwischen indirekt geäußert und gesagt, dass Kinder Fehler machen können – er ging aber nicht direkt auf die Vorwürfe ein.
Worum geht es? Rachel und Christian Briand betreiben in Janzé in der Bretagne, Frankreich, eine kleine Boulangerie (Bäckerei) namens "Le Carroussel des Saveurs". Aber die Geschäfte gingen zuletzt schlecht.
Heißt was? Das Unternehmen litt an großen finanziellen Problemen, weil die Verkäufe gesunken waren und hohe Schulden angehäuft wurden, berichtet der Le Figaro.
Was passierte dann? Sohn Nathan (24) veröffentlichte im Dezember eine Video‑Botschaft auf TikTok, in der er die Situation erklärte und eine Online‑Spendenaktion (Cagnotte) startete. Vor allem seine Worte gingen vielen nahe.
Nämlich? "Ich finde es unmenschlich, sein Leben dem Unterhalt anderer zu widmen und dann so zu enden", klagte er. Obwohl seine Eltern unermüdlich arbeiten würden, ohne Urlaub oder Erholung, können sie ihre Schulden in Höhe von 135.000 Euro immer noch nicht begleichen. Er könne es nicht mehr ertragen, "sie hilflos zusammenbrechen zu sehen".
Was geschah dann? Das Video ging viral und erreichte innerhalb weniger Tage über eine Million Aufrufe. Eine Welle der Unterstützung setzte schnell ein.
Was kam zusammen? Über die Plattform Leetchi wurden bereits mehr als 44.000 Euro von 2.800 Spendern gesammelt – oft nur ein paar Euro, manchmal aber auch deutlich mehr. Lieferanten schickten 300 Kilo Mehl, den Kaffeebedarf für vier Monate und boten kostenlose Werbeflyer an.
Alles paletti? Nein, Nathan bleibt angesichts der enormen Schulden der Bäckerei vorsichtig: "Ich weiß nicht, ob wir die volle Summe zusammenbekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so weit kommen würden."
Aber? Die beiden Inhaber hoffen, dass der jüngste Kundenzuwachs anhält und ihnen ein regelmäßiges Einkommen sichert – zumindest bis zu ihrem Ruhestand, den sie bald antreten können.
Worum geht es? Bruce Springsteen hat bei einem Konzert in New Jersey scharfe Kritik an der Trump‑Regierung und insbesondere an der US‑Grenz‑ und Einwanderungsbehörde ICE geäußert.
Nämlich? "The Boss" widmete eine seiner großen Songs ("The Promised Land") Renee G., die dreifache Mutter war bei einem Polizeieinsatz durch einen ICE‑Agenten erschossen worden.
Was sagte er? "Verpisst Euch aus Minneapolis", rief er den Agenten von ICE zu, der Grenz‑ und Einwanderungsbehörde von Donald Trump.
Was rief er wörtlich ins Publikum? "Wenn du an die Macht des Gesetzes glaubst und daran, dass niemand darüber steht, wenn du gegen schwer bewaffnete, maskierte Bundeskräfte stehst, die eine amerikanische Stadt betreten und Gestapo‑ähnliche Taktiken gegen unsere Mitbürger anwenden, wenn du glaubst, dass man nicht ermordet werden sollte, weil man sein amerikanisches Recht auf Protest ausübt, dann sende eine Botschaft an diesen Präsidenten … 'ICE sollte sich aus Minneapolis verpissen.'"
War das ungewöhnlich? Nein, Springsteen ist kein unpolitischer Künstler. Er äußert sich seit Jahren offen kritisch gegenüber Donald Trump und seiner Politik. Den Präsidenten bezeichnete er als "gefährlich" oder "inkompetent".
Worum geht es? Prinz Harry hat eine Klage gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. eingebracht. Das Medienhaus bringt die britischen Boulevardzeitungen Daily Mail und Mail on Sunday heraus. Am Montag erschien Harry vor Gericht.
Warum war das Aufsehen groß? Harry klagt gemeinsam mit sechs anderen Prominenten – darunter Sir Elton John. Neben Harry waren auch Elizabeth Hurley und Sadie Frost im Gerichtssaal anwesend.
Was ist der Vorwurf? Harry wirft dem Verlag vor, systematisch und über Jahre hinweg illegal in seine Privatsphäre eingegriffen zu haben. Dazu gehören Anschuldigungen wie das Abhören von Handys und Telefonen, der Einsatz von Privatdetektiven, der Zugriff auf persönliche Daten durch unrechtmäßige Methoden.
Wann soll das stattgefunden haben? Alle Vorwürfe betreffen den Zeitraum zwischen den 1990er-Jahren und den frühen 2010er-Jahren.
Was sagt der Verlag? Er weist alle Vorwürfe zurück und bestreitet illegale Methoden.
Sagt Harry aus? Ja, vermutlich Anfang Februar. Bei Mitgliedern der britischen Königsfamilie passiert das sehr selten im Gerichtssaal. Der Prozess ist auch sonst spektakulär.
Weil? Harry hat schon früher Rechtsstreitigkeiten gegen britische Medien geführt und teilweise gewonnen. Er sieht den Kampf gegen illegale Praktiken der Presse als Teil seiner Mission, die Pressefreiheit und den Schutz der Privatsphäre zu stärken.
Wie bedeutsam wird das Urteil? Der aktuelle Prozess wird weithin als einer der bedeutendsten Rechtsfälle gegen Boulevardverlage in Großbritannien angesehen.
Trifft Harry seinen Vater? Während seines Aufenthalts trifft er mutmaßlich nicht die übrigen Royals, darunter seinen Vater, König Charles, und seinen Bruder, Prinz William. Die Royals vermeiden es, in einem Atemzug mit Gerichtsprozessen genannt zu werden.
Worum geht es? Im Vorjahr wurden in China nur rund 7,9 Millionen Babys geboren, das entspricht einem Rückgang um 17 Prozent gegenüber 2024. Die Geburtenrate fiel auf 5,63 Geburten pro 1 .000 Einwohner, ein historischer Tiefstand seit Aufzeichnungbeginn 1949.
Wie ist das in Österreich? Die Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor. 2024 lag die Zahl der Lebendgeborenen pro 1.000 Einwohnern bei 8,4 Prozent.
Was waren die Folgen in China? Es starben mehr Menschen als Kinder geboren wurden – das führt zu einem weiteren Bevölkerungsrückgang. Der Rückgang bei den Geburten ist keine kurzfristige Schwankung, sondern Teil eines längerfristigen Trends über mehrere Jahre.
Warum ist das so? Gründe sind hohe Lebenshaltungskosten (Wohnen, Bildung, Gesundheit), zunehmende Urbanisierung und Lebensstil‑Veränderungen, späte Heirat oder gar keine sowie eine langfristige Auswirkung der früheren Ein‑Kind‑Politik.
Tut China nichts? Doch aber trotz staatlicher Maßnahmen wie Kinderzuschüssen, längeren Elternzeiten oder Steueränderungen hat sich der Trend nicht umkehren lassen.
Worum geht es? In der Nähe der kleinen Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba im Süden Spaniens kam es am Sonntagabend um 19.45 Uhrzeit zu einem dramatischen Zugunglück.
Was ist passiert? Ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug, der von Málaga nach Madrid unterwegs war, entgleiste mit 200 km/h und kollidierte mit einem weiteren Hochgeschwindigkeitszug, der von Madrid nach Huelva fuhr.
Was waren die Folgen? Mindestens 39 Menschen wurden dabei getötet und Hunderte weitere Personen verletzt, darunter viele schwer. Aufgrund des heftigen Aufpralls wurden Leichen Hunderte von Metern entfernt gefunden.
Was war die Ursache? Derzeit ist noch viel unklar. Verkehrsminister Óscar Puente sagte, der Unfall sei "äußerst seltsam", weil er auf einem geraden, erneuerten Streckenabschnitt passiert sei. Tatsächlich flossen im Vorjahr 700 Millionen Euro in die Renovierung.
Aber? Die spanische Lokführergewerkschaft hatte im vergangenen August einen Brief an den staatlichen Eisenbahninfrastrukturverwalter ADIF geschrieben und vor der Bahnstrecke gewarnt, auf der die beiden Züge kollidierten.
Was war der Auslöser? Der Zustand der Bahngleise hatte im Juli zu einer Verletzung eines Besatzungsmitglieds geführt, berichtet El Mundo. Starke Erschütterungen und Rüttelbewegungen hatten dazu geführt, dass ein Ausrüstungsteil auf den Kopf eines Besatzungsmitglieds fiel.
Woher kommt das Rütteln? Laut Rafael Escudero, Generalsekretär der spanischen Eisenbahnergewerkschaft, könnten die Gleise das Gewicht und die Kraft der Züge nicht abfangen. Escudero sagte, man habe häufig Beschwerden über die Erschütterungen erhalten.
Was ist das große Bild? Spanien hat das zweitlängste Hochgeschwindigkeitsbahnnetz weltweit nach China. Die Gesamtlänge beträgt über 3.600 Kilometer. Züge erreichen Geschwindigkeiten von 250 bis 310 km/h, auf manchen Strecken bis zu 350 km/h.
Wie reagierte Spanien? Premierminister Pedro Sánchez bezeichnete den Unfall als eine "Nacht tiefen Schmerzes" für Spanien. Er ordnete am Montag eine dreitägige Staatstrauer an.
Worum geht es? In Portugal waren am Sonntag rund 11 Millionen Menschen aufgerufen, einen neuen Präsidenten für das Land zu wählen. Da kein Kandidat eine absolute Mehrheit schaffte, kommt es zu einer Stichwahl am 8. Februar.
Wie ist die Lage? Nach der portugiesischen Verfassung muss ein Präsident mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, um im ersten Wahlgang direkt gewählt zu werden. Das ist diesmal nicht passiert, weil elf Kandidaten angetreten sind und die Stimmen stark verteilt wurden.
Wer kam in die Stichwahl? António José Seguro (Sozialistische Partei) erhielt in der ersten Runde die meisten Stimmen (31,1 Prozent). André Ventura (Chega, eine rechtspopulistische Partei) landete mit rund 23,5 Prozent auf dem zweiten Platz.
Was fiel auf? Es ist erst die zweite Stichwahl bei einer portugiesischen Präsidentschaftswahl seit 1986.
Was noch? Ein Rechtspopulist steht erstmals in der Stichwahl, was als historische Entwicklung gesehen wird – vor allem für ein Land, das nach der Diktatur lange als politisch stabil galt.
Hat Ventura Chancen? Laut Umfragen nicht.
Wie wichtig ist der Präsident? Er steht nicht an der Regierungsspitze wie ein Kanzler oder Premierminister. Er kann aber Gesetze zurückweisen (Veto), das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen. Das macht das Amt trotz überwiegend repräsentativer Aufgaben politisch bedeutend.
Worum geht es? Eigentlich standen die nächsten Wahlen erst 2028 am Terminplan. Nun kündigte die neue Premierministerin Sanae Takaichi aber Wahlen für den 8. Februar an.
Warum? Takaichi hat das Unterhaus des Parlaments offiziell aufgelöst, um vorzeitige Neuwahlen abzuhalten. Dabei geht es nicht nur um die Zusammensetzung des Parlaments, sondern auch um die künftige politische Richtung des Landes.
Was heißt das? Takaichi will ihre politische Agenda und ihre Führung durch die Bevölkerung bestätigen lassen und gleichzeitig die derzeit fragile Mehrheit ihrer Koalition stärken.
Wie stehen die Chancen? In Umfragen hat ihre Regierung relativ hohe Zustimmungswerte, und sie hofft, diesen Rückhalt zu nutzen, um politische Stabilität zu erreichen.
Wer ist Sanae Takaichi? Die Trump-Anhängerin wurde am 21. Oktober 2025 von Japans Parlament zur Ministerpräsidentin gewählt und ist damit die erste Frau in diesem Amt in der Geschichte Japans. Sie gehört der konservativen Liberal Democratic Party (LDP) an.
Womit geht sie in den Wahlkampf? Takaichi schlägt vor, die 8 Prozent Mehrwertsteuer auf Lebensmittel für zwei Jahre auszusetzen, um die Belastung für Haushalte zu senken und die Binnennachfrage anzukurbeln.
Dafür gibt es Geld? Sie will mit höheren öffentlichen Ausgaben das Wirtschaftswachstum fördern, obwohl die öffentlichen Schulden Japans bei über 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen.
Das ist kein Problem? Ein Großteil der japanischen Staatsschulden wird im eigenen Land gehalten, vor allem von der japanischen Zentralbank, Banken und privaten Investoren. Dadurch ist Japan weniger abhängig von ausländischen Gläubigern.
Worum geht es? 2024 spran Kamala Harris für Joe Biden ein und trat bei der US-Präsidentschaftswahl in den USA gegen Donald Trump an. Nun verdichten sich die Gerüchte, dass sie es ein zweites Mal probieren will.
Wie das? Harris hat nach ihrer Niederlage ein Buch über die Zeit mit Biden und nach Biden geschrieben. Mit "107 Tage" (hier eine NewsFlix-Rezension dazu) tourt sie derzeit durch die USA.
Und? Der Zuspruch, den sie bei einigen Wählergruppen bekommt, soll sie ermutigt habe, 2028 noch einmal als Kandidaten anzutreten.
Welcher Zuspruch? Harris ist insbesondere in der schwarzen Wählerschaft, die bei den Vorwahlen der Demokraten eine entscheidende Rolle spielt, eine verehrte, historische Figur, berichtet Axios.
Wie äußert sich das? Auf ihrer Wahlkampfreise durch den tiefen Süden wurde sie von begeisterten Menschenmengen, vorwiegend schwarzen Männern und Frauen sowie weißen Frauen, wie ein Rockstar gefeiert.
Wo war sie überall? Harris ist mit dem Bus unterwegs. Die Auditorien in Jackson, Mississippi, und Memphis waren zum Bersten voll. In New Orleans erhielt sie stehende Ovationen. Der Bürgermeister von Jackson, John Horhn, verbeugte sich vor ihr und sagte zu ihr: "Sie wissen nicht, wie viel Sie Mississippi bedeuten. Sie wissen nicht, wie viel Sie Amerika bedeuten."
Was sagen führende Demokraten? Die meisten sind skeptisch. An Harris' Schuh klebe das Andenken an Joe Biden, sagen sie. Ein hochrangiger Demokrat sagte gegenüber Axios: "Kamala hat noch nicht akzeptiert, dass sie nicht kandidiert."
Worum geht es? Deutschland hat zwei Fragmente des berühmten mittelalterlichen Teppichs von Bayeux an Frankreich retourniert. Diese Rückgabe gilt als historische Restitution von Kulturgut, das während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland gelangt war.
Was ist die Vorgeschichte? Die beiden unbestickten Leinenstücke stammen vom Teppich von Bayeux, einem rund 70 Meter langen Wandteppich aus dem 11. Jahrhundert, der die normannische Eroberung Englands 1066 darstellt und als wichtiges französisches Kulturgut gilt.
Wie groß sind die Fragmente? Zwischen ein und zwei Zentimeter.
Wo tauchten sie auf? Die Fragmente wurden 2023 zufällig im Archiv des Textilspezialisten Karl Schlabow im Landesarchiv Schleswig‑Holstein entdeckt. Schlabow hatte sie vermutlich 1941 während der Nazi‑Besatzung Frankreichs entnommen, als er im Auftrag des Regimes den Teppich untersuchte.
Warum ist das relevant? Dieses kleine, aber symbolisch bedeutende Ereignis zeigt die Bemühungen um Rückgabe von Kulturgut aus dem Zweiten Weltkrieg.
Was ist die historische Bedeutung? Der Teppich von Bayeux gilt als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke Europas; seine vollständige Erhaltung ist für die französische Geschichte und Identität besonders wichtig.
Worum geht es? Als in Berlin zuletzt der Strom ausfiel, war der Bürgermeister abgetaucht. Später stellte sich heraus, dass Kai Wegner Tennis spielen war. Nun fand der CDU-Politiker eine neue Möglichkeit, sich unbeliebt zu machen.
Nämlich? In Berlin gibt es seit einigen Jahren eine solidarische Aktion namens "Kaffeewette", bei der Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen werden, Kaffeepäckchen zu sammeln und zu spenden, damit sie anschließend an Einrichtungen der Berliner Kältehilfe weitergegeben werden.
Was ist der Zweck? Die Aktion soll wohnungslosen Menschen helfen, besser durch den Winter zu kommen, indem sie dort zum Beispiel warme Getränke und Grundversorgung anbieten.
Wie groß war die Aktion? Im Jänner soll sie erstmals in elf von zwölf Berliner Bezirken gleichzeitig stattfinden, und die Bezirksämter riefen die Bevölkerung auf, sich zu beteiligen. Zusätzlich haben mehrere lokale Einzelhändler zugesagt, für jeden Bezirk, der mindestens 500 Kaffeepäckchen sammelt, 2.500 Euro an die Kältehilfe zu spenden.
Aber? Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, hat diese "Kaffeewette" jedoch für dieses Jahr verboten.
Grund? Nach Ansicht der Senatskanzlei entstehe der Verdacht auf Käuflichkeit oder Bestechlichkeit, wenn Bezirksverwaltungen mit Unternehmern zusammenarbeiten und dafür zusätzliche Geldspenden ausgelobt werden. Auch rechtliche Bedenken der Bezirksaufsicht wurden als Grund genannt.
Gab es Protest? Das Verbot der Kaffeewette hat scharfe Kritik ausgelöst, unter anderem von Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Er sagte, der Bürgermeister schade damit dem gesellschaftlichen Engagement zugunsten obdachloser Menschen.
Was passiert nun? Trotz des Verbots kündigten mehrere Bezirke an, die Kaffeesammlung trotzdem durchführen zu wollen, auch wenn die zusätzlichen Geldspenden durch das ursprüngliche Wettelement nun unklar sind oder ohne den Bonus stattfinden könnten.
Worum geht es? Am 18. Jänner wählt Portugal einen neuen Präsidenten. Der Wahlkampf war auch durch einen ungewöhnlichen Kandidaten geprägt – den Satiriker Manuel João Vieira.
Was machte er? Vieira sorgte bewusst mit absurden und utopischen Versprechen für Aufsehen. Er nennt sich selbst "Candidato Vieira" und ist ein bekannter Künstler, Musiker und Komiker in Portugal, der in der Vergangenheit schon mehrfach symbolisch bei Wahlen kandidierte.
Was ist diesmal anders? Er konnte genügend Unterstützer sammeln und schaffte es tatsächlich auf den Stimmzettel.
Was verspricht er? Unter anderem, jedem Bürger einen Ferrari zu geben, falls er gewählt wird, woraus die Formulierung "Ferrari für alle" entstanden ist.
Ernst gemeint? Nein, das Versprechen ist nicht als politische Maßnahme gedacht, sondern als satirische Kritik an der Politik und am Populismus. Er will damit auf die Entfremdung vieler Wähler vom politischen Establishment hinweisen.
Was noch? Vieira will Wein, der aus Zapfhähnen in jedem Haushalt fließt, eine utopische Stadt namens Vieirópolis, wo künstliche Intelligenz die Menschen von Arbeit befreit, oder ein Behandlungskonzept zur "Vereinigung der Hauttöne", das soziale Spannungen lösen soll.
Will er gewinnen? Vieira selbst sagt, dass sein Ziel nicht wirklich darin bestehe, Präsident zu werden, sondern die Menschen zum Nachdenken über Politik und gegen politische Apathie anzuregen.
Hat er Chancen? Nein, laut Umfragen kommt er nur etwa rund ein Prozent der Stimmen. Aber besonders bei jungen Wählern und jenen, die eine Alternative zur traditionellen Politik suchen, hat er Interesse geweckt.
Worum geht es? Für Einheimische ist der kleine hölzerne Schwimmsteg vor dem Hotel "Gritti Palace" nichts Besonderes, "nicht anders als eine U-Bahn-Haltestelle in London", sagt ein Fremdenführer. Immer mehr Touristen sehen das anders.
Was heißt das? Die Rede ist vom sogenannten "Kardashian-Steg". Er wurde bekannt, weil Kim Kardashian dort während der Hochzeit von Jeff Bezos und Lauren Sánchez im Juni 2025 aus einem Wassertaxi ausstieg.
Und? Die Szene, in der Kim Kardashian über den kleinen Steg ging, wurde von Fotografen festgehalten und breit in sozialen Medien geteilt. Innerhalb weniger Tage verbreiteten sich Bilder und Videos der Influencerin.
Was war die Folge? Der Steg wurde schnell als "Must-See-Ort" unter Fans und Touristen bekannt. Besonders Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok trugen dazu bei, dass der Steg viral ging.
Was bedeutet das für Venedig? Viele Reisende pilgern nun gezielt dorthin, um denselben Ort zu sehen, an dem die prominente Persönlichkeit stand. Damit ist der Steg zu einem Symbol dafür geworden, wie Popkultur und Social Media selbst die unscheinbarsten Orte berühmt machen können.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, er könnte Strafzölle gegen Länder verhängen, die sich seinen "Vorstellungen" zu Grönland widersetzen.
Was ist gemeint? Laut US-Medien sagte Trump im Weißen Haus, dass er "möglicherweise Zölle gegen Staaten verhängen" könnte, die nicht mit seinen Plänen hinsichtlich Grönland "mitziehen".
Mit welcher Begründung? Er nannte die nationale Sicherheit und die strategische Bedeutung der Insel.
Wie reagierte Europa? Dänemark kündigte eine Verstärkung der diplomatischen Kontakte innerhalb der EU und NATO an, um Trumps Drohungen entgegenzuwirken. Die EU betonte, dass Grönland Teil des Königreichs Dänemark ist und jede einseitige Handlung der USA völkerrechtlich problematisch wäre.
Welchen Vorstoß machte Giorgia Meloni? Italiens Ministerpräsidentin hält die Arktis für eine strategisch sehr wichtige Region für Europa, die NATO und auch Italien selbst. Die Arktis sei nicht nur ein entlegenes Polargebiet, sondern ein Bereich mit wichtigen neuen Schifffahrtsrouten, Energie‑ und Rohstoffreserven, der in Zukunft global an Bedeutung gewinnen wird.
Was schlägt sie vor? Meloni betont, dass die EU und die NATO diese Region als Priorität ansehen und koordiniert handeln müssen, um Spannungen zu vermeiden und Einfluss anderer Staaten zu begrenzen. Die NATO solle ihre Präsenz in der Arktis stärkt, um den Einfluss rivalisierender Mächte (wie Russland oder China) zu begrenzen.
Worum geht es? Netflix und Sony Pictures Entertainment haben einen neuen globalen Lizenzvertrag (Pay‑1‑Deal) abgeschlossen. Danach wird Netflix nach dem Kino‑ und Home‑Entertainment‑Fenster der Filme der exklusive erste Streaming‑Ort weltweit.
Gab es so etwas schon? Es ist das erste Mal, dass dieser Pay‑1‑Deal global so gestaltet ist.
Was ist ein Pay‑1‑Deal? Ein Pay‑1‑Deal ist ein spezieller Vertrag in der Film- und Streamingbranche, der regelt, wer als Erstes nach dem Kino und Home‑Entertainment (DVD/Blu‑ray, Video-on-Demand) einen Film im Streaming anbieten darf.
Was heißt das konkret? Der Vertrag gilt über mehrere Jahre und hat laut US-Medien ein Volumen von 7 Milliarden US-Dollar. Dabei sichert sich Netflix damit wichtige Filmrechte von einem der größten Hollywood‑Studios.
Welche Filme sind betroffen? Unter die Vereinbarung fallen große kommende Sony‑Filme wie zum Beispiel: "Spider‑Man: Beyond the Spider‑Verse", die Live‑Action‑Adaption von "The Legend of Zelda", "The Nightingale" und die Beatles‑Filmreihe von Sam Mendes.
Wie läuft das konkret ab? Nach der Kino‑Phase und dem Home‑Entertainment‑Fenster (z. B. DVD/Blu‑ray oder VOD) bekommen Filme ein Pay‑1‑Streamingfenster bei Netflix für eine bestimmte Zeit. Danach könnten die Rechte an andere Plattformen (etwa Disney) übergehen, je nach Region und Laufzeit.
Was bedeutet das in Zeit? Laut Vereinbarung erhält Netflix die Rechte an Sonys Filmen für 18 Monate nach deren Kinostart.
Worum geht es? Ein Gericht in Südkorea hat den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk-yeol am 16. Jänner zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte seine eigene Festnahme verhindert.
Was passierte? Yoon Suk-yeol hatte im Dezember 2024 das Kriegsrecht erlassen und damit gegen Gesetze verstoßen. Bei seiner Festnahme soll er seinen Sicherheitsdienst eingesetzt haben, um Ermittler zu blockieren und Akten manipuliert haben.
Was ist die Vorgeschichte? Yoon war bereits im Jänner 2025 verhaftet worden, nachdem ein Gericht einen Haftbefehl wegen Insurrektion (Aufruhr) und Missbrauchs seiner Befugnisse erlassen hatte.
Kam so etwas schon vor? Diese Verhaftung war historisch, weil er der erste amtierende Präsident Südkoreas ist, der festgenommen wurde. Täter wie er können trotz Präsidenten-Immunität strafrechtlich verfolgt werden, wenn der Verdacht auf schwere Verbrechen wie Aufstand besteht.
Ist das Urteil rechtskräftig? Yoon und seine Verteidigung kündigten bereits eine Berufung gegen das fünfjährige Strafmaß an. Das Gerichtsurteil ist damit nicht endgültig rechtskräftig.
Was droht dem Ex-Präsidenten? Staatsanwälte verlangen für Yoon in einem anderen Prozess die Todesstrafe wegen des Aufruhr-Vorwurfs im Zusammenhang mit dem Kriegsrechts-Dekret. In Südkorea gibt es offiziell die Todesstrafe, aber seit 1997 wurde niemand mehr hingerichtet.
Worum geht es? Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado erhielt den Friedensnobelpreis im Jahr 2025. Grund: Ihr langjähriger Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und eine friedliche politische Veränderung in Venezuela.
Woraus besteht der Nobelpreis? Aus der offiziellen Auszeichnung, einer Urkunde, dem Preisgeld in Höhe von rund 1 Million Euro und der eigentlichen Medaille.
Warum wurde das nun relevant? Machado übernahm all diese Teile, den physischen Besitz der Medaille kann sie später weitergeben, wenn sie möchte, auch wenn der eigentliche Titel bei ihr bleibt. Das passiert nun.
Wie? Am Donnerstag traf sie Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Dabei überreichte sie ihm ihre Nobelpreis-Medaille als Geschenk.
Mit welcher Begründung? Sie erklärte, dass sie dies "als Anerkennung für seinen einzigartigen Einsatz für unsere Freiheit" getan habe und zog einen historischen Vergleich zu einer Geste aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege in Lateinamerika.
Wie reagierte das Nobelkomitee? Es hat klargestellt, dass ein Friedensnobelpreis nicht übertragen, geteilt oder an eine andere Person "übergeben" werden kann.
Wie reagierte Trump? Er postete auf seiner Plattform, dass es ihm eine "große Ehre" sei und nannte Machado eine "wunderbare Frau, die so viel durchgemacht hat". Das Geschenk wurde von der US-Regierung offiziell als persönliches Andenken entgegengenommen.
Hilft ihr das? Nicht wirklich. Machado, eine glühende Trump-Verehrerin, hatte sich Hoffnungen auf das Präsidentenamt gemacht. Der US-Präsident fühlte sich geschmeichelt, sagte aber auch, das Geschenk bedeute nicht, dass er politisch verpflichtende Entscheidungen über Venezuelas Führung trifft.
Heißt? Trump hat mehrfach betont, dass er gut mit Delcy Rodríguez, der interimistischen Präsidentin Venezuelas (ehemalige Vizepräsidentin unter Maduro), zusammenarbeitet.