Worum geht es? Die USA wollen Grönland übernehmen, Donald Trump hat das mehrfach betont. Heute, Mittwoch, kommt es zu einem Gipfelgespräch dazu im Weißen Haus.
Wer ist dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, reisen nach Washington D.C. An den Gesprächen nehmen auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio teil.
Von wem ging die Initiative aus? Von Dänemark und Grönland.
Was ist der Hintergrund? Nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela hatte Trump Grönland als eines seiner nächsten Ziele angegeben. "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen", hatte er vergangene Woche gesagt.
Wollen die USA in Grönland einmarschieren? Das würde zum Zerfall der NATO führen, sowohl Grönland als auch Dänemark sind Mitglied des Verteidigungsbündnisses. Das Säbelrasseln dient aber wohl vorrangig der Beschleunigung einer anderen Idee.
Nämlich? Den USA schwebt eher ein Kauf Grönlands vor. Das habe Außenminister Rubio zuletzt in einer vertraulichen Sitzung auch US-Abgeordneten gesagt, berichtete das Wall Street Journal.
Was ist nun der Sinn des Meetings? Es soll den Dialog zwischen den USA, Dänemark und Grönland verbessern und auf eine sachliche Ebene führen.
Worum geht es? Apple und Google haben am Dienstag den Abschluss einer KI-Partnerschaft bekannt gegeben. Dabei will Apple künftig KI-Modelle von Google (die Gemini-Familie) nutzen, um seine eigenen KI-Funktionen zu stärken.
Was bedeutet das? Apple nimmt Gemini-Modelle und Google-Cloud-Technologie als Grundlage für die nächsten KI-Versionen von Siri und weiteren KI-Features auf iPhone, iPad und Mac.
Warum ist das relevant? Apple setzt damit auf externe KI-Technologie eines direkten Konkurrenten, um im KI-Wettlauf nicht zurückzufallen – insbesondere, weil Siri gegenüber Konkurrenz-Assistenten wie ChatGPT & Co. bislang technisch hinterherhinkt.
Was lässt sich Apple das kosten? Die Rede ist von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.
Wie lange läuft der Pakt? Die Partnerschaft geht über mehrere Jahre, eine genaue Laufzeit wurde nicht offiziell mitgeteilt.
Was bedeutet das für Kunden? Siri wird deutlich schlauer. Das Sprachverständnis soll sich verbessern (auch bei längeren, komplexen Sätzen) und Siri merkt sich, worum es gerade geht.
Und am Handy? Erwartet werden für iPhone, iPad und Mac Text-Zusammenfassungen (Mails, Notizen, Webseiten), Text- und Bildgenerierung, intelligentere Foto-Suche ("Zeig mir Bilder vom Urlaub mit Paul"), Hilfe beim Schreiben von Mails, Nachrichten, Dokumenten.
Worum geht es? Ein 25‑jähriger ehemaliger Matrose der US‑Navy, der auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Essex in San Diego stationiert war, wurde wegen Spionage nun zu 200 Monaten Haft verurteilt.
Wieso war das heikel? Jinchao "Patrick" W. besaß eine US-Sicherheitsfreigabe und hatte Zugang zu sensiblen nationalen Verteidigungsdetails über die Waffensysteme, den Antrieb und die Entsalzungsanlage des Schiffes.
Was ist der Hintergrund? Der Ex-Matrose war im Februar 2022 von einem vermeintlichen "Marine‑Enthusiasten" über soziale Medien kontaktiert worden – in Wirklichkeit handelte es sich um einen Offizier des chinesischen Geheimdienstes.
Was passierte dann? Zwischen 2022 und seiner Festnahme 2023 sandte er Fotos, Videos und technische Dokumente über US‑Kriegsschiffe, deren Systeme und mögliche Schwachstellen an diesen Kontakt.
Was bekam er dafür? Insgesamt verkaufte er geheime militärische Daten für rund 12.000 US‑Dollar an den chinesischen Agenten.
Wie urteilte das Gericht? Ein Bundesgericht in Kalifornien sprach Jinchao "Patrick" W. im August 2025 in mehreren Punkten schuldig, darunter Spionage und illegaler Export von Verteidigungsdaten.
Warum ist das jetzt relevant? Weil nun das Strafmaß verkündet wurde, eben die fast 17 Jahre Haft.
Worum geht es? Am 8. Jänner führte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde in Portland eine gezielte Durchsuchungs-Aktion durch. Dabei kam es auf einem Parkplatz zu einer dramatischen Situation.
Was passierte? Die Beamten hielten einen roten Toyota Tacoma an, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Beide Venezolaner, beide waren illegal ins Land eingereist. Der Lenker versuchte zu flüchten und rammte dabei mehrfach beim Vor- und Zurückstoßen ein unbesetztes Bundesfahrzeug.
Was waren die Folgen? Die Border Patrol nahm den Pickup unter Feuer. Der 33-jährige Lenker wurde in den Arm getroffen, seine Beifahrerin in die Brust. Gegen den Mann hatte ein Einwanderungsrichter eine Ausreisepflicht erlassen.
Gibt es Beweismaterial? Nur Zeugenaussagen. Es existieren keine Aufnahmen aus Körperkameras und kein öffentlich verfügbares Videomaterial der Schüsse.
Was ist die Lage? Der 33-Jährige befindet sich in Bundeshaft, gegen ihn wurde nun Anklage erhoben.
Weswegen? Schwerer Angriff auf einen Bundesbeamten mittels einer Waffe oder gefährlichen Objekts. Zerstörung bzw. Beschädigung von Bundes‑Eigentum im Wert von über 1 .000 US‑Dollar (das Fahrzeug der U.S. Border Patrol).
Welche Strafen drohen? Wegen des Angriffs auf Bundesbeamte bis zu 20 Jahre Haft, wegen des Schadens bis zu 10 Jahre Haft.
Worum geht es? Um eine hochnotpeinliche Affäre, die derzeit Deutschland erheitert oder erzürnt, je nach Art der Betroffenheit. In einer Mitarbeiterzeitung im Außenministerium wurde ein Spottgedicht gegen zwei Ex-Minister abgedruckt.
Um wen geht es? Die Betroffenen werden nicht direkt genannt. Aber es ist klar erkennbar, dass es um die frühere Außenministerin Annalena Baerbock und den ehemaligen Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck geht, beides Grüne.
Warum ist das brisant? Weil das Gedicht unter dem Titel "Ken & Barbie in der Ausgabe 01/26 von "internAA" erschien, die für Beschäftigte des Auswärtigen Amts (AA) gedacht ist, berichtet Bild.
Was ist zu lesen? Laut Spiegel etwa über Habeck: "Heizung aus, Pullover an, selbstgestrickt, von Mann zu Mann". Eine Anspielung, weil der Minister während der Energiekrise dazu aufgerufen hatte, die Heizungen zu drosseln.
Und bei Baerbock? "Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder hat gelacht (...) Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar immer perfekt gewellt, Hochglanzreden ohne Geschick, hatte die Menschen nicht mehr im Blick".
Wer ist der Autor? Siegfried Geilhausen, stellvertretender deutscher Konsul in Temeswar, Rumänien. Er verwendete das Kürzel "SIGGIG" und gibt die Urheberschaft auch offen zu. Er betätigt sich nebenberuflich als Autor.
Wie fiel die Reaktion aus? Das Gedicht war einen Tag online, dann wurde es gelöscht. Die Redaktion entschuldigte sich. "Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert", heißt es. Man habe schon im Juni 2025 entschieden, das Gedicht nicht zu publizieren. "Es tut uns leid, dass es dennoch ins Heft kam und viele empört hat."
Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Offenbar nicht, obwohl der Autor schrieb, das Geschriebene solle "mit karnevalistischem Ernst gelesen werden".
Nutzte aber nichts, oder? Nein! "Es ist rückwärtsgewandte Polemik in Reimform, die stereotypische, sexistische und misogyne Narrative bedient", schrieb die Gleichstellungsbeauftragte im AA, Anne Glumm. "InternAA" sei kein Ort für die "infame Diffamierung ehemaliger Regierungsmitglieder".
Worum geht es? Vor Weihnachten hatte Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn "privat" die Meinung geäußert, drei Bundesländern würden für Österreich reichen. Die Folge: viel Empörung. Nun will das auch Bayern.
Wie das? Bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz empfahl Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Zusammenlegung einiger Bundesländer: "Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine."
Welche denn? Ins Detail ging er nicht, aber schon 2024 hatte Söder angeregt, man könne doch Bremen und das Saarland zusammenlegen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Geht das so einfach? Nicht wirklich! Es handelt sich um ein Bundesgesetz, in den betroffenen Ländern müsste es eine Volksabstimmung geben. 1996 scheiterte die Zusammenlegung von Brandenburg mit Berlin.
Was treibt Söder? Das Geld, Bayern und Baden-Württemberg würden das meiste Geld in den Bundes-Steuertopf einzahlen, sagte er. Es sei also das gute Recht des Freistaats, "Projektion zu entwickeln, wie Deutschland auf föderaler Ebene aussieht" und eine "Blaupause" vorzulegen.
Worum geht es? Beim Prozess gegen den ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk-yeol in Seoul forderte die Staatsanwaltschaft nun die Todesstrafe gegen den Politiker.
Was wird ihm vorgeworfen? Yoon Suk-yeol soll im Dezember 2024 einen Putschversuch durchgeführt zu haben, indem er das Kriegsrecht in dem ostasiatischen Land verhängte.
Was war damals geschehen? Um das Land "vor der Bedrohung durch die kommunistischen Kräfte Nordkoreas zu schützen", hatte Yoon Anfang Dezember 2024 das Parlament durch das Militär abriegeln lassen.
Hatte er dabei Unterstützung? Jedenfalls nicht unter den Parlamentariern. Alle, die es vor der Abriegelung ins Parlamentsgebäude schafften, stimmten einstimmig gegen den Schritt, darunter auch Vertreter von Yoons eigener Partei. Gleichzeitig versammelten sich hunderte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude.
Wie verhielt sich das Militär? Abwartend. Laut einem Kommandanten, der jetzt als Zeuge aussagte, hatte Yoon die Verhaftung der Parlamentarier angeordnet, es gibt auch Papiere, die belegen sollen, dass geplant gewesen sei, hunderte Menschen in Schlüsselpositionen "zu beseitigen".
Wie ging die Sache aus? Nach einigen Stunden ruderte Yoon zurück, hob das Kriegsrecht auf und schickte die Armee zurück in die Kasernen. Später wurde der Präsident von seinem eigenen Parlament angeklagt und schließlich inhaftiert.
Was wird ihm vorgeworfen? Die Anführung eines Aufstandes. Dafür ist nach südkoreanischem Recht die Verhängung der Todesstrafe oder lebenslange Haft vorgesehen.
Wird der Ex-Präsident im Falle einer Verurteilung wirklich hingerichtet? Davon ist nicht auszugehen. Die letzte Todesstrafe in Südkorea wurde 1996 gegen den ehemaligen Militärdiktator Chun Doo-hwan wegen eines Militärputsches 1979 verhängt und später in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
Wann fällt das Urteil? Es wird für Februar erwartet.
Worum geht es? Um einen makabren Vorfall auf den Kanarischen Inseln. Ein Mann, über 80 Jahre alt, versuchte seine tote Frau mit einem Rollstuhl an Bord eines Flugzeuges zu bringen.
Wie bitte? Die 75-Jährige lag offenbar im Sterben, als die beiden am Airport Teneriffa Süd ankamen, berichtet die Lokalzeitung Diario de Avisos. Der Mann setzte sie in einen Rollstuhl und versuchte, die Sicherheitskontrolle zu passieren.
Was passierte dann? Niemand schöpfte Verdacht, bis ein Sicherheitsbeamter eine Routinekontrolle durchführte. "Er ging auf die Frau zu (...). Als er ihre Hand nahm, bemerkte er, dass ihre Körpertemperatur ungewöhnlich niedrig war und sie nicht mehr atmete", schildert ein Zeuge den Vorfall im Le Figaro.
Wie reagierte der Sicherheitsmann? Der Beamte alarmierte sofort seinen Vorgesetzten. Innerhalb weniger Minuten wurde das Notfallprotokoll aktiviert.
Was sagte der Ehemann? Seinen Angaben zufolge war seine Frau wenige Stunden zuvor im selben Flughafen gestorben.
Stimmt das? Ja, die Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin ergab keine Anzeichen von Gewalteinwirkung am Leichnam, was einen natürlichen Tod bestätigte.
Was passierte mit dem Witwer? Er wurde weder festgenommen noch angeklagt.
Worum geht es? Die in der Wissenschaft weltweit bekannteste Schimpansin Ai (japanisch für Liebe) starb im Alter von 49 Jahren. Sie galt als hochbegabt.
Woher weiß man das? Ai hat an mehreren kognitionswissenschaftlichen Studien teilgenommen. Ermittelt wurden ihre Fähigkeiten in der Wahrnehmung, im Lernen und die Gedächtnisleistung.
Was schaffte sie? Die Schimpansin konnte über 100 chinesische Schriftzeichen erkennen, verstand das englische Alphabet und konnte arabische Zahlen von 0 bis 9 und 11 Farben korrekt identifizieren.
Wodurch wurde sie weltberühmt? Die Schimpansin malte und zeichnete auch; eines ihrer Werke wurde zu einem Schal für die Primatologin Jane Goodall verarbeitet.
Woran starb sie? Die Universität Kyoto berichtete, dass Ai an multiplem Organversagen und altersbedingten Beschwerden gestorben ist.
Worum geht es? Der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der Federal Reserve (Fed) war schon 2025 ausgebrochen. Nun geht er in eine neue Runde. Fed-Chef Jerome Powell erhielt eine Vorladung des Justizministeriums.
Was ist passiert? Gegen Powell wurde eine strafrechtliche Untersuchung im Zusammenhang mit Aussagen zu einem Renovierungsprojekt der Zentralbank eingeleitet. Das machte der Banker selbst via YouTube öffentlich.
Was ist die Fed? Die Zentralbank der USA steuert die Zinsen- und die Geldpolitik des Landes. Sie ist unabhängig von der Regierung – Präsidenten dürfen ihr keine direkten Anweisungen geben.
Wie kam es zum Streit? Trump hat Powell (den er selbst ernannt hat) mehrfach öffentlich beleidigt und als unfähig dargestellt. Er wirft ihm vor, durch hohe Zinsen das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Was will er? Trump kritisiert die Fed seit Jahren dafür, die Zinsen nicht schnell und stark genug zu senken. Er argumentiert, niedrige Zinsen würden das Wirtschaftswachstum beschleunigen, die Staatsschulden günstiger machen, die Börsen und Immobilienmärkte stützen.
Was ist nun mit der Untersuchung? Im Zentrum der Ermittlungen steht die Erneuerung des Hauptsitzes der Federal Reserve in Washington, D.C., das mehrere historische Gebäude umfasst und mehrere Milliarden Dollar kostet.
Aber? Die renovierten Gebäude waren jahrzehntelang nicht umfassend modernisiert worden, und die Kosten sind stark gestiegen – auf rund 2,5 Milliarden Dollar, deutlich mehr als ursprünglich geplant.
Was ist der Vorwurf gegen Powell? Die US-Staatsanwaltschaft will prüfen, ob er vor dem Senat falsche oder irreführende Aussagen über den Umfang des Renovierungsprojekts gemacht hat.
Wie verteidigt er sich? Powell bezeichnet den Vorgang als Maßnahme, um politisch motivierten Druck aufzubauen. Das soll ihn zu Zinssenkungen zwingen. Viele Beobachter sehen darin einen gefährlichen Präzedenzfall für die Unabhängigkeit der Zentralbank.
Und Trump? Er sagt öffentlich, dass er keine Kenntnis von der Vorladung bzw. der strafrechtlichen Untersuchung gegen Fed-Chef Jerome Powell hatte.
Worum geht es? Einmal im Jahr untersuchen die Datenanalysten von Property Shark, wo die USA am teuersten sind. 2026 gibt es einen neuen Sieger – Fisher Island bei Miami Beach. Postleitzahl: 33109.
Warum ist das wichtig? Weil die Postleitzahl aussagt, dass man eher nicht zu den kleinen Leuten gehört. Die durchschnittliche Preis für verkaufte Immobilien betrug im Vorjahr auf Fisher Island 9,5 Millionen US-Dollar.
Ist das neu? Ja, Atherton, Kalifornien (Postleitzahl 94027) lag acht Jahre in Folge an der Spitze. Nun liegt der Ort in der Nähe von San Francisco auf dem zweiten Platz. Durchschnittlicher Hauspreis: 8,3 Millionen Dollar.
Was ist mit den Hamptons? Sagaponack, New York, in den Hamptons (11962) landete mit 5,9 Millionen Dollar auf dem dritten Rang.
Was macht Fisher Island attraktiv? "Sie haben hier quasi Ihre eigene Oase in der Stadt", sagte Jill Eber, Anwohnerin und Luxusimmobilienmaklerin, zu den Tampa Bay Times.
Was ist die Definition von Oase? Abgeschiedenheit und trotzdem Nähe zur Innenstadt von Miami. Die 561 Bewohner zahlen eine Mitgliedsgebühr von 500.000 US-Dollar und fast 40.000 US-Dollar für Annehmlichkeiten wie Pickleball- und Tennisplätze, zwei Tiefwasser-Yachthäfen, einen Golfplatz und eine private Volksschule.
Wie kam die Liste zustande? Untersucht wurden Hausverkäufe, die zwischen Jänner und September in Staaten abgeschlossen wurden, in denen die Kaufpreise öffentlich zugänglich sind.
Was fiel auf? Insgesamt stellten kalifornische Postleitzahlen 61 Prozent der 120 aufgeführten Postleitzahlen.
Worum geht es? Friedensnobelpreis-Trägerin María Corina Machado trifft diese Woche Donald Trump in Washington, D.C. Sie hatte angedeutet, dem Präsidenten ihren Nobelpreis dabei zu schenken.
Was sagt das Weiße Haus dazu? Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, sagte in ihrer Erklärung am Sonntag, Trumps "Vermächtnis als oberster Friedensstifter sei bereits gefestigt, daher sei es keine Überraschung", dass er von allen Seiten nominiert worden sei.
Aber? "Wie der Präsident jedoch bereits sagte", schrieb Kelly in einer E-Mail, "geht es ihm nicht um Anerkennung – es geht ihm nur darum, Leben zu retten."
Und Trump? Er hatte vergangene Woche auf Fox News erklärt, dass es ihm eine große Ehre wäre, den Preis von Machado entgegenzunehmen.
Wie reagierte das Nobelinstitut? Die Organisation verwehrt sich entschieden gegen eine Weitergabe. "Sobald ein Nobelpreis verliehen wird, kann er weder widerrufen, geteilt noch an andere übertragen werden. Die Entscheidung ist endgültig und gilt für alle Zeiten."
Warum wurde Machado ausgezeichnet? Die Trump-Anhängerin führte jahrelang den Widerstand der Opposition in Venezuela an. Nach dem Sturz von Maduro machte sie sich Hoffnungen, Präsidentin zu werden. Aber Trump ließ sie bisher abblitzen.
Worum geht es? Dina Powell McCormick wurde am Montag zur neuen Präsidentin und Vize‑Vorsitzenden von Meta Platforms ernannt. Sie wird damit Nummer 2 im Unternehmen nach CEO Mark Zuckerberg.
Was ist Meta? Meta Platforms, Inc. ist die Dachgesellschaft, also die Mutterfirma, von Facebook, Instagram und WhatsApp und einer der größten Technologiekonzerne der Welt.
Wer ist Dina Powell McCormick? Die 52-Jährige hat einen Bachelor in Politikwissenschaften und einen MBA von der Columbia University. Bei Goldman Sachs stieg sie zur Partnerin auf. 2017 war sie eine der leitenden außenpolitischen Beraterinnen von Donald Trump im Weißen Haus.
Wie sieht er die Bestellung? Euphorisch! "Eine großartige Wahl von Mark Z! Sie ist eine fantastische und sehr talentierte Person, die der Trump‑Administration mit Stärke und Auszeichnung gedient hat!", schrieb er.
Was ist nun ihr Job? Sie übernimmt die Aufgabe im Zuge einer Umstrukturierung, bei der Meta verstärkt auf Künstliche Intelligenz, strategische Partnerschaften und Investitionen setzen will.
Was ist mit Zuckerberg? Dina Powell McCormick arbeitet direkt unter ihm und unterstützt die strategische Leitung, hat aber nicht dieselbe Rolle wie ein CEO. Mark Zuckerberg ist weiterhin Gründer, Chairman und CEO von Meta.
Worum geht es? In den sozialen Medien wird derzeit über ein Foto debattiert. Es zeigt zwei Jets der deutschen Luftwaffe nebeneinander eingeparkt auf Island.
Was machen die da? Eine Maschine soll Außenminister Johann Wadephul (CDU) in die USA bringen, die andere Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ebenfalls dorthin.
Warum fliegen sie nicht gemeinsam? Weil ihre weiteren Reisepläne voneinander abweichen. Wadephul will bilaterale Gespräche in Island führen, länger in den USA bleiben und von Washington nach New York fliegen, Klingbeil nicht, berichtet der Spiegel.
Warum aber Island? Wenn man das Foto sieht, glaubt man es nicht, aber es handle sich laut Verteidigungsministerium um kleinere Maschinen und die müssten am Weg aufgetankt werden.
Wo sind die größeren Flugzeuge? Eines ist gerade mit Kanzler Friedrich Merz nach Indien unterwegs.
Worum geht es? In der Nacht auf Montag fanden im Beverly Hilton in Los Angeles der 83. Golden Globe Award statt. Der größte Gewinner des Abends bei den Filmen war "One Battle After Another".
Was war neu? Erstmals wurde ein Preis für den besten Podcast vergeben. Er ging an die Comedian Amy Poehler für "Good Hang with Amy Poehler".
Sonst so? "One Battle After Another", der satirisch‑politische Thriller von Paul Thomas Anderson, erhielt insgesamt vier Golden Globes. Damit war er der Film mit den meisten Auszeichnungen des Abends. Aber Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio ging leer aus.
Was war mit Streaming? Die Netflix‑Miniserie "Adolescence" gewann vier Golden Globes. Das Krankenhaus‑Drama "The Pitt" wurde als beste Drama‑Serie ausgezeichnet, und Noah Wyle gewann den Preis als bester Schauspieler (Drama‑Serie).
Gab es Protest? Ein wenig. Es gab ein paar politisch angehauchte Outfits und Botschaften auf dem roten Teppich, beispielsweise Anti‑ICE‑Pins einiger Stars mit den Aufschriften "Be Good" und "ICE Out".
Wer protestierte? Prominente wie Mark Ruffalo, Wanda Sykes, Natasha Lyonne und Jean Smart trugen diese Anstecker.
Wer war am deutlichsten? Mark Ruffalo sprach auf dem roten Teppich sehr klar über den kürzlichen Todesfall durch einen ICE‑Einsatz und äußerte scharfe Kritik an der aktuellen politischen Führung der USA, einschließlich persönlicher Kritik an Präsident Trump und seiner Politik.
Und bei den Reden? Auf der Bühne selbst blieben viele Aussagen vorsichtig und allgemein. Moderatorin Nikki Glaser machte satirische Seitenhiebe auf die Trump-Administration, umschrieb den Namen aber meist.
Worum geht es? In der Silvesternacht kam es in einer Bar in Crans-Montana zu einem verheerenden Brand. 40, überwiegend junge Menschen starben. Nun gab der Ex-Manager des Lokals ein Interview.
Warum ist das relevant? Weil seine Aussagen die nunmehrigen Eigentümer, ein Ehepaar aus Korsika, in Bedrängnis bringen.
Wieso? Eric D., der in Frankreich lebt, leitete das "Le Constellation" zwischen 2005 und 2014 und er sagt: "Wir hatten keinen Schaumstoff, wir brauchten keine Akustik." Die Decke, über die sich das Feuer rasant ausbreitete, muss also später eingebaut worden sein.
Kann er das belegen? Schaut so aus. Der Ex-Manager legte Journalisten Fotos aus der Zeit vor, in der er in der Bar tätig war. Sie zeigen, dass es keine Akustikdecke gab.
Warum? Sie war nicht nötig. Das "Le Constellation" habe damals lediglich aus "Bereichen bestanden, die mehr oder weniger als Lounges eingerichtet waren", sagt Eric D. "Unten hatten wir damals einige Spiele, drei Billardtische, eine Dartscheibe … "
Wie stand es um die Sicherheit? Die Treppe zum Keller sei nach "umfangreichen Renovierungsarbeiten" der neuen Eigentümer drastisch verkleinert worden, sagt er. "Ich verstehe nicht, warum sie die Treppe so stark verkleinert haben. Sicherlich, um sie schöner zu machen."
War die Treppe eine Todesfalle? Ja, 34 der 40 Opfer, die in Crans-Montana ums Leben kamen, wurden am Fuße der Treppe zum Erdgeschoss eingeklemmt gefunden. Die Treppe war zu eng, als dass alle hätten entkommen können.
Was noch auffiel? In der Bar gab es zum Zeitpunkt des Unglücks nur einen einzigen Feuerlöscher. Der Ex-Manager hingegen beharrt darauf, dass es zu seiner Zeit "sechs Feuerlöscher" gegeben habe.
Was ist mit den Betreibern? Ein Gericht im Kanton Wallis ordnete am Montag die Untersuchungshaft für Jacques M. an (er ist Mitinhaber der Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana zusammen mit seiner Frau) "für einen ersten Zeitraum von drei Monaten".
Was sorgt besonders für Empörung? Der Betreiber hatte in seiner ersten Befragung durch Ermittler unmittelbar nach dem Brand zugegeben, dass die Tür zum zweiten Fluchtweg von innen verschlossen war, berichtet der Le Figaro.
Worum geht es? Am Donnerstag präsentierte das Weiße Haus erstmals offiziell seine Pläne für den neuen Ballsaal, dem im letzten Oktober der Ostflügel des historischen Gebäudes weichen musste.
Und wie wird der Neubau? Noch größer, mächtiger und teurer als bislang angenommen. Der Ballsaal soll exakt die gleiche Höhe haben wie das Hauptgebäude des Weißen Hauses – für Architekten eigentlich ein Sakrileg, denn Zubauten sollten niemals das Hauptgebäude an Höhe übertreffen.
Was ist noch neu? Die Grundfläche des neuen Gebäudes soll etwa 4.180 Quadratmeter ausmachen, gut 2.000 Quadratmeter soll alleine der neue Ballroom messen, der für eine Kapazität von 1.000 Personen ausgelegt ist.
Was kommt noch in das Gebäude? Geplant ist weiters, im Erdgeschoß des Gebäudes Büros, eine Großküche, einen Kinosaal sowie eine Bürosuite für die First Lady zu errichten. Der Ballsaal soll dann im ersten Stock des Gebäudes errichtet werden.
Was weiß man über die Kosten? Der neue Architekt des Ballsaals, Shalom Baranes, geht mittlerweile von Baukosten von etwa 400 Millionen Dollar aus. Wobei laut Präsident Trump sämtliche Kosten durch Großspenden (u.a. von Amazon und Apple) getragen werden.
Gibt es noch weitere Planänderungen? Ja, es ist nun vorgesehen, den gegenüber liegenden Westflügel (in dem sich auch das Oval Office befindet) aufzustocken, damit er gegenüber dem neuen Ostflügel mit Ballsaal nicht ganz so verkümmert aussieht.
Wann starten die Bauarbeiten? Sie laufen längst, wenn auch derzeit nur unterirdisch. Aber Trump möchte so bald wie möglich auch mit den oberirdischen Arbeiten starten, damit der neue Ballsaal rechtzeitig fertig wird, ehe seine Amtszeit im Jänner 2029 ausläuft.
Worum geht es? Am 14. Juni wird Donald Trump 80 Jahre alt und dafür hat er einen besonderen Wunsch: einen Mixed-Martial-Arts-Kampf (MMA) im Weißen Haus. Das sorgt für Terminprobleme.
Moment, im Weißen Haus gibt es eine Keilerei? Ja, Trump ist MMA-Fans und mit Dana White eng. Er ist der Chef der weltweit führenden MMA-Liga.
Heißt was? "Am 14. Juni nächsten Jahres werden wir einen großartigen UFC-Kampf im Weißen Haus, direkt im Weißen Haus, auf dem Gelände des Weißen Hauses, haben", sagte der US-Präsident am 6. Oktober während einer Rede in Norfolk, Virginia. Das passiert nun.
Was ist das Terminproblem? Der nächste G7-Gipfel sollte eigentlich vom 14. bis 16. Juni stattfinden, nun wurde das Datum geändert. Also im Klartext: Die Regierungschefs der wichtigsten Weltmächte verschieben ihr Treffen wegen eines MMA-Kampfes.
Im Ernst? Ja, Frankreich Staatspräsident Emmanuel Macron habe "freundlicherweise die Termine geändert, um Trumps Agenda entgegenzukommen", sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses zum Le Figaro.
Was hat Frankreich damit zu tun? Das Land übernimmt im Juni die G7-Präsidentschaft.
Wann findet der G-7-Gipfel jetzt statt? Vom 15. bis 17. Juli in Évian-les-Bains (Haute-Savoie) am Genfersee.
Worum geht es? Die Vereinigten Arabischen Emirate streichen die öffentlichen Auslands-Stipendien für Bürger, die in Großbritannien studieren möchten. Grund dafür ist die Befürchtung, die jungen Menschen könnten dort islamistisch radikalisiert werden.
Durch wen sollte diese Radikalisierung erfolgen? Die Behörden der VAE haben offenbar mehrere Gruppen im Verdacht, auf arabische Studenten einwirken zu wollen. Namentlich genannt wurde die Muslimbruderschaft, die in den Emiraten als terroristische Organisation eingestuft ist.
Und in England ist sie nicht verboten? Nein, obwohl sich die Regierung der Emirate nach eigenem Bekunden seit Jahren bei der Regierung in London dafür starkmacht.
Dürfen Bürger der Emirate jetzt nicht mehr in England studieren? Doch, aber sie bzw. ihre Familien müssen ab sofort ausnahmslos selbst dafür aufkommen. Bislang förderten die Emirate derartige Studienaufenthalte großzügig, es wurden etwa Studiengebühren, Lebenshaltungskosten sowie Reise- und Krankenversicherung für besonders erfolgreiche Studierende übernommen.
Gilt die neue Einschränkung nur für England? Ja, wer in anderen Ländern studieren möchte, wird nach wie vor gefördert, wenn Studienrichtung und -fortschritt ins Konzept des Bildungsministeriums passen.
Wie viele Emiratis studieren in Großbritannien? Zuletzt waren mehr als 8.500 Studierende aus dem Wüstenstaat an britischen Unis eingeschrieben.
Was ist die Muslimbruderschaft? Eine seit beinahe hundert Jahren existierende islamistische Bewegung, die in mehr als 70 Ländern aktiv ist. Sie wird in mehreren Ländern als terroristisch eingestuft, westliche Terrorexperten sehen sie allerdings als weit weniger radikal an als andere Dschihad-Bewegungen.
Worum geht es? Der KI-Chatbot Grok hatte in den vergangenen Tagen wegen Nacktfotos für Aufregung gesorgt. Nun schritt Gründer Elon Musk ein und sperrte das Tool, es ist nur mehr Abonnenten zugänglich.
Was war das Problem? Viele Nutzer auf X hatten Grok gebeten, vorhandene Fotos von Personen so zu bearbeiten, dass Kleidung entfernt oder stark reduziert wird. Reale Menschen wurden also digital ausgezogen – ohne deren Einwilligung.
Wie wurde das bekannt? Forscherinnen und Forscher, die Tausende von Grok-Bildern analysierten, fanden eine große Zahl an sexualisierten Darstellungen von Menschen, besonders von Frauen in "minimaler Kleidung" oder erotisch wirkenden Posen.
Wer waren die Opfer? In einigen Fällen wurden KI-Bilder erzeugt, die Personen – teils auch als minderjährig eingeschätzte Figuren – in sexuellen oder erotischen Kontexten zeigen.
Von welcher Menge sprechen wir? Schätzungen ergaben, dass Grok stündlich tausende sexualisierte Bilder erzeugte, was die Aufmerksamkeit von Regulierungsbehörden weckte.
Was passierte nun? Grok X schränkte den Zugang zu bestimmten Funktionen auf zahlende Abonnenten ein, insbesondere die KI-Bildgenerierung und -bearbeitung.
Was bedeutet das? Wenn man Grok auf X bittet, Bilder zu erzeugen oder zu editieren, antwortet der Bot, dass diese Funktionen nur für zahlende Abos freigeschaltet sind und zeigt einen Link zu einem Abonnementangebot an.
Wem gehört Grok? Grok ist ein KI-Chatbot und wird von der Firma xAI entwickelt. xAI wurde 2023 von Elon Musk gegründet. Die Social-Media-Plattform X gehört ebenfalls zu xAI, das Unternehmen gehört Musk.
Worum geht es? In der Silvesternacht war es in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana zu einem Katastrophenfeuer gekommen. 40 vorwiegend junge Menschen starben, über hundert wurden teils schwer verletzt. Nun gibt es erste Konsequenzen.
Nämlich? Der Betreiber der Bar, Jacques M., 49, wurde am Freitag nach längerer Befragung durch die Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen.
Warum? Weil die Behörden Fluchtgefahr befürchten. Seine Ehefrau und Mit‑Betreiberin Jessica blieb zunächst auf freiem Fuß.
Warum ist das seltsam? Weil die Kantonspolizei Wallisnoch vor vier Tagen gesagt hatte: "Aktuell bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Beschuldigten sich dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion durch Flucht entziehen könnten." Das hat für viel Kritik gesorgt.
Was passiert nun? Die Untersuchungshaft muss innerhalb von 48 Stunden gerichtlich bestätigt werden. Gegen das Ehepaar wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst ermittelt.
Worum geht es? Die USA setzen ihre Offensive gegen die "Schattenflotte" fort. Am Freitag wurde schon der fünfte Öltanker in Verbindung mit Venezuela beschlagnahmt.
Was war der aktuelle Fall? Die jüngste Beschlagnahmung betrifft den Tanker "Olina", der von der US‑Küstenwache und Marineeinheiten vor der Küste von Trinidad/Tobago in der Karibik geentert wurde.
Warum? Das Schiff fuhr angeblich unter falscher Flagge und steht im Verdacht, Öl aus Venezuela bzw. Russland zu transportieren, was gegen US‑Sanktionen verstoßen soll.
Warum weiß man das? US-Heimatschutzministerin Kristi Noem teilte auf X ein Video, das zeigen soll, wie US-Kräfte die "Olina" entern.
Welche Schiffe betraf das davor? Die "Skipper" am 10. Dezember zwischen Grenada und Trinidad, die "Centuries" am 20. Dezember, die "Marinera" (ehemals "Bella 1") am 7. Jänner und die "M Sophia" ebenfalls am 7. Jänner.
Worum geht es? In der Nacht auf Freitag hat Russland erneut eine hyperschallfähige Rakete vom Typ Oreshnik gegen die Westukraine (Lviv‑Region) abgefeuert.
Was ist eine Hyperschallrakete? Die Oreshnik flog mit mehr als zehnfacher Schallgeschwindigkeit (Mach 10+) und war konventionell bestückt, nicht mit einem nuklearen Sprengkopf.
Was war das Ziel? Kritische Infrastrukturpunkte, darunter Energieanlagen und Einrichtungen zur Produktion von Drohnen, wie das russische Verteidigungsministerium erklärte. Die Ukraine meldete Beschädigungen an zivilen Gebäuden, Stromausfälle, in Kiew kamen vier Menschen ums Leben.
Warum kam es zum Angriff? Russland spricht von einer Reaktion auf die angebliche ukrainische Drohnenattacke auf einen Wohnsitz von Wladimir Putin Ende Dezember 2025 — was die Ukraine und westliche Staaten zurückweisen und als Vorwand bezeichnen.
Was war der eigentliche Grund? Analysten deuten den Angriff nicht nur als militärischen Schlag, sondern als politische Botschaft an die Ukraine: Wir sind in der Lage, weit ins ukrainische Territorium vorzustoßen.
Gab es schon vorher Einsätze? Es war erst die zweite bekannte Verwendung der Oreshnik‑Rakete im Krieg gegen die Ukraine. Die erste bekannte Verwendung fand im November 2024 statt, als Russland die Stadt Dnipro traf.
Was war die Reaktion? EU & NATO‑Staaten verurteilten den Einsatz als eskalierend und destabilisierend. Die Ukraine bezeichnete die russische Begründung als Propaganda.
Worum geht es? Die Proteste gegen das Regime im Iran weiten sich aus. Inzwischen sind alle 31 Provinzenund 45 Städte betroffen. Die Führung kündigt ein hartes Vorgehen gegen die Demonstranten an.
Was ist der Hintergrund? Die Proteste begannen Ende Dezember. Sie wurden durch eine schwere Wirtschaftskrise, steigende Inflation und den starken Wertverlust des Rial ausgelöst. Mittlerweile richten sie sich zunehmend auch gegen die politische Führung des Landes.
Was war die Reaktion? Zunächst wurden Gespräche mit den Teilnehmern angekündigt. Jetzt reagiert die Regierung mit einem harten Vorgehen. Landesweit wurden Internet- und Telefonverbindungen abgeschaltet, um die Organisation der Demonstrationen zu erschweren.
Kommt es zu Gewalt? Ja, die Sicherheitskräfte setzen Schusswaffen, Tränengas, Wasserwerfer und Schlagstöcke ein, es gibt schon 40 Tote und 2.200 Festnahmen.
Wem wird die Schuld gegeben? Der oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei nannte die Demonstranten "Vandalen" und "Saboteure". Er kündigte an, das Regime werde nicht nachgeben und gegen "Unruhestifter" hart vorgehen. Die Proteste seien das Werk ausländischer Feinde, vorrangig der USA.
… und mit welchen Worten? "Die Demonstranten zerstören ihre eigenen Straßen, um den Präsidenten eines anderen Landes glücklich zu machen … weil er gesagt hat, er würde ihnen zu Hilfe kommen", sagte Khamenei – eine Anspielung auf Donald Trump. Das iranische Staatsfernsehen zeigt Aufnahmen, in denen Demonstranten "Tod den USA!" rufen.
Worum geht es? Spanien hat lange gebraucht, um sich systematisch mit sexuellem Missbrauch in kirchlichen Strukturen auseinanderzusetzen. Nun gibt es eine wegweisende Einigung.
Wie sieht sie aus? Die spanische Regierung und die katholische Kirche Spaniens haben ein Abkommen unterzeichnet. Es wird ein Mechanismus geschaffen, um Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche eine offizielle Anerkennung und Entschädigung zu ermöglichen.
Welche Fälle betrifft das? Alle, auch jene, bei denen eine strafrechtliche Verfolgung nicht mehr möglich ist (etwa weil die Tat verjährt ist oder der Täter bereits verstorben ist).
Wer unterschrieb? Das Abkommen wurde in Madrid unterzeichnet, mit Justizminister Félix Bolaños für die Regierung und Luis Argüello, Präsident der Spanischen Bischofskonferenz (CEE), sowie Jesús Díaz Sariego für den kirchlichen Teil.
Wie funktioniert das System? Opfer reichen ihren Antrag beim Justizministerium ein. Die Fälle werden an die Opfer-Einheit des Defensor del Pueblo (spanischer Ombudsmann) weitergegeben. Der Ombudsmann erstellt einen Vorschlag für einen Entschädigungs‑ oder Wiedergutmachungsplan.
Und dann? Dieser Vorschlag wird einer kirchlichen Kommission zur Bewertung vorgelegt. Wenn Opfer und Kirche zustimmen, tritt der Vorschlag in Kraft. Bei Uneinigkeit entscheidet entweder eine gemischte Kommission oder der Ombudsmann endgültig.
Wie hoch ist die Entschädigung? Das hängt vom Anlassfall ab. Die finanziellen Entschädigungen werden von der katholischen Kirche getragen. Sie sind für die Opfer steuerfrei.
Wie lange ist Zeit? Es gibt ein einjähriges Fenster, in dem Anträge gestellt werden können; eine Verlängerung ist möglich.
Worum geht es? US‑Präsident Donald Trump unterzeichnete in der Nacht auf Donnerstag eine Anordnung (Executive Order). Er fixierte damit den Ausstieg der USA aus 66 internationalen Organisationen, Behörden und Kommissionen.
Was ist der Hintergrund? Am 4. Februar 2025 hatte Trump eine Überprüfung aller Organisationen beauftragt, in denen sein Land engagiert ist und/oder zur Finanzierung beiträgt. Nun setzt er das Ergebnis um.
Wer ist betroffen? 31 Organisationen im Rahmen der Vereinten Nationen als auch 35 weitere internationale Gremien, die sich z. B. mit Klimawandel, Energie, Demokratie‑Förderung oder Entwicklungspolitik befassen.
Zum Beispiel? Das UN-Framework Convention on Climate Change (UNFCCC), die zentrale Klimarahmenkonvention, die dem Pariser Abkommen zugrunde liegt, die International Renewable Energy Agency (IRENA) oder die International Solar Alliance (ISA) – Initiative für Solarenergie.
Begründung? Viele dieser Organisationen würden nicht im Interesse der USA arbeiten oder ideologisch geprägt seien, etwa mit Fokus auf "radikale Klimapolitik" oder Themen wie Geschlechtergleichstellung, die laut US‑Außenministerium nicht mit den US‑nationalen Interessen vereinbar seien.
Was heißt das in Geld? Es bringt viele Organisationen an den Rand des Ruins. Bei IRENA trugen die USA bis zu 10 Prozent des Budgets, bei der ISA waren sie Hauptfinancier.
Ist das generell so? Ja! Beispiel UNESCO: Die USA zahlten vor dem Austritt ca. 22 Prozent des Budgets. Oder die WHO: Da kam rund 15 Prozent des ordentlichen Haushalts, plus Sonderzahlungen aus den USA.
Worum geht es? Das Freihandelsabkommen der EU mit Südamerika steht unmittelbar vor dem Abschluss. Bauern sehen in Mercosur eine existenzielle Bedrohung für die europäische Landwirtschaft. Nun kommt es zu europaweiten Protesten.
Warum? Die Landwirte befürchten, dass billige Produkte aus Südamerikas Märkten importiert werden könnten. Aber das ist nicht der einzige Grund für die Proteste, sondern nur das Ventil.
Was noch? Die Proteste sind teilweise verbunden mit anderen agrarpolitischen Problemen wie steigenden Produktionskosten, oder mangelnder staatlicher Unterstützung. In fast ganz Europa kommt es derzeit zu Demos.
Wo überall? In Frankreich fuhren Bauern mit Traktoren in die Pariser Innenstadt und blockierten wichtige Straßen, auch in der Nähe des Eiffelturms und des Triumphbogens. Dabei wurden Polizeisperren durchbrochen. In Deutschland postierten sich Landwirte mit Traktoren an Autobahn‑Auffahrten und Verkehrsknotenpunkten.
Wo noch? Auch in Belgien, Spanien und Griechenland kam es zu Protesten an Verkehrsknotenpunkten.
Worum geht es? Eine Studie hat untersucht, was passiert, wenn Menschen ihre Abnehmspritzen absetzen. Die Ergebnisse wurden nun im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht und sorgen für Grübeln.
Warum? Nach dem Absetzen zeigte die Analyse: Personen nehmen das verlorene Gewicht meist schnell wieder zu.
Wie lief die Studie? Ein Forschungs-Team wertete Daten aus 37 Studien mit mehr als 9.000 Erwachsenen aus. Die Patienten waren mit GLP‑1‑Wirkstoffen wie Semaglutid (z. B. in Ozempic oder Wegovy) oder Tirzepatid (z. B. Mounjaro) behandelt worden.
Wie erfolgreich sind Abnehm-Medikamente? Während der Behandlung verlieren viele Menschen erheblich an Gewicht — in klinischen Studien oft 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts.
Aber? Nach dem Absetzen nehmen Betroffene im Durchschnitt etwa 0,4 kg pro Monat zu, nachdem die Medikation gestoppt wurde.
Die Folge? Bei den neueren GLP‑1‑Wirkstoffen wie Semaglutid und Tirzepatid könnte das Gewicht laut Prognosen bereits innerhalb von 1,5 – 2 Jahren wieder auf das Ausgangsniveau zurückkehren, wenn die Therapie beendet wird.
Passiert anderen auch, oder? Ja, aber der Jojo‑Effekt ist viel stärker, weil die Rückkehr des Gewichts deutlich schneller erfolgt als bei Menschen, die durch Diät und Bewegung abgenommen haben.
Heißt? Insbesondere nach dem Absetzen von Abnehmspritzen passiert die Gewichtszunahme viermal schneller als bei Diäten mit Ernährungsumstellung und Sport.
Wie ist das bei anderen Werten? Nicht nur das Gewicht, sondern auch verbesserte Gesundheitswerte wie Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin tendieren dazu, wieder in den Bereich vor der Behandlung zurückzugehen, wenn die Medikamente abgesetzt werden.
Worum geht es? Das Handelsdefizit der USA sank im Oktober 2025 auf rund 29,4 Milliarden US-Dollar – der niedrigste Stand seit 2009. Das zeigen die am Donnerstag vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten.
Warum überrascht das? Weil die Zahlen deutlich besser sind, als sie etwa von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen erwartet hatten. Sie prognostizierten ein Handelsdefizit von 59,8 Milliarden Dollar.
Wie schaut das im Detail aus? Die US-Exporte stiegen im Oktober auf etwa 302 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von rund 2,6 Prozent entspricht. Gleichzeitig fielen die Importe auf rund 331,4 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von etwa 3,2 Prozent.
Was ragte heraus? Besonders stark sanken die Importe von pharmazeutischen Produkten, was unter anderem auf Unsicherheiten im Zusammenhang mit geplanten Zöllen zurückgeführt wird.
Wie war 2025 die Entwicklung? Im September lag das Defizit bei 52,8 Milliarden US-Dollar, im Juni bei 60,2 Milliarden US-Dollar und im Frühjahr, etwa im März, sogar bei über 160 Milliarden US-Dollar.
Worum geht es? Überfall auf Venezuela, Drohungen gegenüber Kuba, der Griff nach Grönland: Donald Trump zündelt allerorten. Nach Tagen mit Wattebausch-Kritik melden sich nun die ersten Politiker deutlich zu Wort.
Wer kritisiert? Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warf Trump bei einem öffentlichen Symposium in Berlin "Wertebruch" vor. Die US-Außenpolitik unter Trump trage dazu bei, die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Weltordnung auszuhöhlen.
Wurde er noch deutlicher? Ja. "Es geht darum, zu verhindern, dass die Welt zu einer Räuberhöhle wird, in der die Skrupellosesten sich nehmen, was sie wollen, und in der Regionen oder ganze Länder als Eigentum einiger weniger Großmächte behandelt werden", sagte Steinmeier.
Wie ordnet er das ein? Steinmeier bezeichnete die Annexion der Krim durch Russland und den umfassenden Einmarsch in die Ukraine als Wendepunkt und sagte, das Verhalten der USA stelle einen zweiten historischen Bruch dar.
Wo er die Gründe sieht? "Die neue amerikanische Administration hat ein sehr anderes Weltbild als wir. Eines, das keine Rücksicht nimmt auf etablierte Regeln, auf gewachsene Partnerschaft und Vertrauen."
Bleibt er mit der Kritik allein? Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fand bei der Jahresansprache an französische Botschafter im Élysée-Palast klare Worte. "Die Vereinigten Staaten sind eine etablierte Macht, aber eine, die sich allmählich von einigen ihrer Verbündeten abwendet und sich von internationalen Regeln löst, die sie noch vor Kurzem selbst gefördert haben."
Worum geht es? An Bord der internationalen Raumstation ISS ist es zu einem Krankheitsfall gekommen. Bei einem Mitglied von "Crew 11", einem vierköpfigen Astronautenteam, das seit vergangenem August im Weltall ist, sei es am Mittwoch zu einem medizinischen Problem gekommen, teilte die US-Weltraumbehörde NASA mit.
Was ist geschehen? Aus Gründen des Datenschutzes konnte die NASA nicht näher darauf eingehen, welcher Astronaut betroffen ist und was konkret das medizinische Problem darstellt. Tatsache ist aber, dass ein für Donnerstag geplanter Weltraumspaziergang von zwei Astronauten deshalb kurzfristig abgesagt werden musste.
Wer gehört aller zu "Crew 11"? Das vierköpfige Team besteht aus den NASA-Astronauten Zena Cardman und Mike Fincke, dem Japaner Kimiya Yui von der JAXA-Raumfahrtbehörde und dem russischen Kosmonauten Oleg Platonov.
Wie geht es dem erkrankten Astronauten? Sein Zustand wird als stabil beschrieben. Trotzdem überlegt man nun, den Aufenthalt des gesamten Teams auf der ISS zu verkürzen und das Quartett schon im Jänner zurück zur Erde zu holen. Ursprünglich sollte "Crew 11" noch bis Ende Februar im All bleiben.
Wäre dann die ISS ohne Besatzung? Nein, drei weitere Weltraumfahrer, NASA-Astronaut Chris Williams und die Kosmonauten Sergej Kud Swerchkow und Sergej Michajew, würden dann bis zum Eintreffen der nächsten Crew alleine auf der Station bleiben.
Worum geht es? ChatGPT hat 800 Millionen wöchentliche User. Am Donnerstag stellte die KI-App des US-Anbieters OpenAI einen neuen Service vor: Gesundheitstipps auf Basis einer Online-Anamnese.
Wie geht das? ChatGPT Health möchte auch Gesundheitsdaten und Krankenakten der Fragensteller scannen, um möglichst profunde Resultate liefern zu können, so der KI-Pionier OpenAI.
Gibt es da keine Datenschutzbedenken? Doch, US-Aktivisten warnen bereits vor einem Missbrauch übermittelter Patientenakten. Doch der Anbieter wiegelt ab: Konversationen in ChatGPT Health würden getrennt von anderen Chats gespeichert und nicht zum Trainieren seiner KI-Tools verwendet werden, so OpenAI. Zudem sei das System nicht für "Diagnose oder Behandlung" gedacht.
Wofür sonst? Es gehe darum, den Usern vertiefende Antworten geben zu können, so OpenAI. Bereits jetzt würden pro Woche 230 Millionen Anfragen zu Gesundheitsthemen gestellt, so der KI-Konzern.
Wird der neue Service etwas kosten? Dazu gibt es bislang keine Angaben. Als sicher gilt allerdings, dass OpenAI daran arbeitet, Werbung in seine Seite zu integrieren.
Wo wird ChatGPT Health überall angeboten? Derzeit nur in den USA. Ein Einsatz innerhalb der EU gilt wegen der strengen Datenschutzregeln als unwahrscheinlich.