Worum geht es? Die USPS (United States Postal Service) steht vor einer ernsthaften finanziellen Krise: Führungskräfte und der Postmaster General warnen, dass der Dienst innerhalb eines Jahres "ohne Geld dastehen" könnte.
Was ist der Hintergrund? Die USPS macht seit Jahrzehnten Verluste und muss laufend Geld leihen, da sie keine Steuerfinanzierung erhält, sondern sich ausschließlich über Verkäufe von Briefmarken, Paketen und Dienstleistungen finanziert.
Was ist nun anders? Der aktuelle Schulden‑ bzw. Kreditrahmen (15 Mrd. US-Dollar) ist bereits erreicht – es kann also kaum noch zusätzlich Geld aufgenommen werden.
Was ist die Folge? Ohne gesetzliche Änderungen (z. B. Erhöhung der Kreditgrenze) oder zusätzliche Einnahmen droht der Dienst seine laufenden Kosten nicht mehr decken zu können, z. B. Mitarbeiter‑Löhne oder Lieferkosten.
Wie knapp ist es? Postmaster General David Steiner warnte diese Woche Abgeordnete, dass ohne Maßnahmen des Kongresses "das Ende des Postdienstes, wie wir ihn kennen" eintreten werde. In weniger als 12 Monaten könnte das Geld ausgehen und "die Postzustellung wird eingestellt."
Was wird gefordert? Eine Anhebung des Kreditrahmens und eine Erhöhung der Briefmarkenpreise auf bis zu 90 bis 95 Cent gegenüber 78 Cent aktuell.
Warum passierte die Krise? Massiver Rückgang der Briefpost‑Volumina über Jahrzehnte (früher wichtiger Umsatzträger). Vor allem aber: Zusätzliche Herausforderungen durch geringere Paketaufträge etwa von Amazon, das künftig weniger über USPS versenden will.
Was ist da mit Amazon? Mit dem größten Kunden liefen ein Jahr Verhandlungen, dann stieg USPS aus, „in letzter Minute und abrupt", wie Amazon sagte. Bis September soll das Sendungsvolumen um bis zu zwei Drittel reduziert werden.
Worum geht es? Am 22. März sollte in den USA die neue Staffel von The Bachelorette starten. Im letzten Moment aber zog der TV-Sender alle Folgen aus dem Verkehr. Grund: Gewaltvorwürfe gegen eine Darstellerin.
Was ist der Hintergrund? Es tauchten Berichte auf, in denen US-Influencerin Taylor Frankie Paul der häusliche Gewalt beschuldigt wird. Kurz vor der Ausstrahlung wurde ein entsprechendes Video aus 2023 veröffentlicht.
Was ist zu sehen? Wie Paul ihren Ex Dakota Mortensen körperlich angreift. Das Ganze passierte vor ihrem Kind, was es juristisch viel schlimmer macht. Es soll auch getroffen worden sein.
Wie passierte der Angriff? Laut Polizeibericht kam es zu Hause zu einem heftigen Streit. Paul soll Sessel und Gegenstände nach ihrem Ex geworfen haben, darunter Metallstühle und Barhocker. Dabei wurde eine Wand beschädigt.
Gibt es dafür Belege? Die Polizei wurde wegen häuslicher Gewalt gerufen. Bodycam-Aufnahmen zeigen, dass Paul sehr emotional war und betrunken wirkte. Der Ex-Partner beantragte Kontaktverbot (Restraining Order). Vorwürfe: Würgen, Schubsen, Schlagen.
Warum wurde das nun ein Thema? Weil es neue Ermittlungen wegen eines weiteren Streits gibt. Nach der ersten Festnahme 2023 hatte die Influencerin ein Teilgeständnis abgelegt und kam mit einem Deal davon.
Was macht den Fall besonders? Die Staffel war komplett fertig produziert (Ende 2025 gedreht). 22 Männer, Finale etc. – alles existiert schon, sogar Spoiler zum Gewinner waren draußen. Trotzdem wurde alles komplett gestrichen.
Worum geht es? Labubu-Puppen sind derzeit der größte Hype im Spielwarengeschäft. Nun wurde bekannt: Es wird einen Labubu-Film geben. Die Pläne wurden anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Puppen in Paris öffentlich.
Was sind Labubus? Etwa 8 bis 12 Zentimeter große Puppen, aus Vinyl oder Kunststoff, großäugig, mit spitzen Zähnen, auffälligen Ohren und oft frechem Lächeln. Ihre Optik wurde von keltischer Folklore inspiriert. Es handelt sich um Sammlerfiguren aus der beliebten "The Monsters"-Serie des Künstlers Kasing Lung aus Hongkong, er lebt in Belgien.
Seit wann gibt es die Figuren? Erstmals auf den Markt gebracht hat der Künstler seine Schöpfungen im Jahr 2015. Lung bezeichnet seine Labubus als "Monsterelfen". Seit letztem Jahr sind sie ein weltweites popkukturelles Phänomen mit Millionen Fans und Sammlern.
Was bedeutet Labubu? Gar nichts, der Name ist ein Kunstwort.
Was ist das mit dem Film? Es soll eine Mischung aus Realfilm und computergenerierter Animation werden. Produziert wird der Streifen von Sony Pictures, Regie führt Paul King, der u. a. die "Paddington"-Filme geschaffen hat. Labubu-Schöpfer Kasing Lung ist als ausführender Produzent mit an Bord.
Wann kommt der Labubu-Film ins Kino? Das wird noch eine Weile dauern. Laut dem Studio befindet er sich in einer "frühen Produktionsphase", es werde erst an Ideen für das Drehbuch gearbeitet.
Worum geht es? Das kann auch passieren, wenn man zu massiv in die Gestaltung von Spritpreisen eingreift. Auf der griechischen Insel Lesbos haben seit Donnerstag alle Tankstellen geschlossen. Und das für längere Zeit.
Was ist der Hintergrund? Aufgrund der explodierenden Spritpreise wegen des Irankriegs hat Griechenland einen Preisdeckel eingeführt. Raffinerien (Hersteller) dürfen nur etwa 5 Cent Gewinn pro Liter machen, Tankstellen dürfen nur etwa 12 Cent pro Liter verdienen.
Was war die Folge? Die Betreiber der Tankstellen haben den Betrieb eingestellt. Ihre Kosten seien nicht mehr gedeckt, sagen sie. Es handelt sich um einen unbefristeten Streik, die Versorgung mit Benzin/Diesel ist aktuell massiv eingeschränkt.
Was kostet Sprit in Griechenland? Ähnlich viel wie in Österreich.
Wie viele Einwohner hat Lesbos? Es handelt sich um die drittgrößte griechische Insel mit einer Fläche von 1.630 Quadratkilometern, also viermal so groß wie Wien. Auf Lesbos leben rund 85.000 Menschen.
Worum geht es? Am 18. März führte Israel einen Luftangriff auf das South Pars‑Gasfeld Ras Laffan – das größte Erdgasfeld der Welt, das Iran und Katar gemeinsam nutzen. Es liefert 17 Prozent der Flüssiggasexporte.
Wie schlimm war der Angriff? Laut Donald Trump klein. Aber der Geschäftsführer des katarischen Staatsunternehmens QatarEnergy rechnet damit, dass die Reparaturen an den Energieanlagen drei bis fünf Jahre dauern werde.
Was war die Folge? Dieser Angriff löste schwere Reaktionen im ganzen Golf aus und führte zu iranischen Gegenangriffen auf Energie-Infrastruktur anderer Länder.
Waren die USA beteiligt? Einige Medien hatten berichtet, Donald Trump hätte grünes Licht für den Angriff gegeben und die USA bei der Planung geholfen haben. Das dementiert der US-Präsident nun.
In welcher Form? Trump sagt, er habe persönlich oder offiziell vorab keine Kenntnis gehabt. Auf Truth Social schreibt er: "The United States knew nothing about this particular attack."
Kommt auch Kritik an Israel vor? Ja, indirekt. Trump schreibt, es werden "KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen, es sei denn, der Iran beschließt unklugerweise, ein völlig unschuldiges Land, in diesem Fall Katar, anzugreifen."
Heißt, zwischen den Zeilen? Dass er den Angriff für einen Fehler hält. Kann natürlich auch Taktik sein. Denn Trump spricht ja nur davon, dass er nicht vorab informiert wurde. Sein Geheimdienst könnte aber sehr wohl Bescheid bekommen haben.
Wie reagierte Israel? Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel werde auf Bitte von Donald Trump künftig von Angriffen auf iranische Gasfelder absehen. Die Anschuldigungen, Israel habe die USA in den Krieg hineingezogen, nannte er "Fake News".
Wie sieht er den Fortschritt des Krieges? Netanjahu behauptete, der Iran sei nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Wenn das Statement mit den USA abgestimmt ist, bedeutet das, die beiden Länder bereiten ein Kriegsende vor.
Worum geht es? Der Krieg im Nahen Osten kostet die USA immer mehr Geld. Nun will US‑Verteidigungsministerium, dass der Kongress zusätzlich über 200 Milliarden US-Dollar Zuschuss beschließt, berichtet die Washington Post.
Wofür? Dieser Betrag soll auf den regulären Haushalt obendrauf kommen, um laufende Militäroperationen zu bezahlen, verbrauchte Munition und Ausrüstung zu ersetzen, weitere Operationen gegen iranische Streitkräfte zu ermöglichen.
Wie geht das formal? Das Pentagon ersucht das Weiße Haus, einen Antrag an den Kongress zu stellen. Die Aufbringung zusätzlicher Gelder muss genehmigt werden – das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Wird das eine leichte Übung? Es gibt politischen Widerstand im Kongress; einige Abgeordnete und Senatoren sehen die Forderung als zu hoch oder wollen die Finanzierung nicht unterstützen.
Sind die 200 Milliarden verbrieft? Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte, dass das Pentagon den Kongress um mehr Geld für den Krieg gegen den Iran bitten werde, sagte aber, die kolportierte Summe von 200 Milliarden Dollar könne sich noch ändern.
Warum ist der Krieg so teuer? Fangen wir unten an: Ein Soldat in einer Krisenregion kostet 200.000 bis 300.000 Dollar pro Jahr. Kampfjets verschlingen pro Betriebsstunde bis zu 25.000 Dollar. Tomahawk-Marschflugkörper kosten 1,5 Millionen Dollar pro Stück. Es läppert sich.
Wie viel Budget hat das Pentagon? Abseits von Krieg wie dem aktuellen im Iran rund 1 Billion Dollar im Jahr.
Worum geht es? Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware namens DarkSword entdeckt, die iPhones ins Visier genommen hat. Diese Malware kann Geräte bei einem einzigen Klick auf einen infizierten Link angreifen und Daten stehlen.
Wer ist betroffen? Vor allem Handys mit älteren iOS‑Versionen von iOS 18.4 bis 18.7. Diese laufen Schätzungen zufolge weltweit noch auf mehreren Hundert Millionen Geräten.
Was ist DarkSword? Es handelt sich um keinen "normalen Virus" wie bei PCs, sondern um einen komplexen iOS‑Exploit (englisch für Lücke). Er nutzt Schwachstellen im iPhone‑Betriebssystem aus und erlangt vollständigen Zugriff auf ein Gerät.
Was macht DarkSword so heimtückisch? Er gilt als sogenanntes 1-Click-Exploit-Kit. Es reicht, wenn Nutzer einen manipulierten Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder auf einer Webseite anklicken. Betroffen ist Safari.
Wie bemerke ich, dass ich infiziert bin? Das ist gar nicht so leicht, ehe der Schaden angerichtet ist. Denn DarkSword löscht sich innerhalb weniger Minuten von selbst.
Gibt es trotzdem Warnzeichen? Der Akkuverbrauch steigt plötzlich stark, der Datenverbrauch steigt ungewöhnlich, das Gerät wird warm, auch wenn nichts läuft, Apps stürzen häufiger ab, unerklärliche Pop-ups oder Neustarts treten auf.
Welche Daten werden ausgelesen? So gut wie alles. SMS, WhatsApp, E-Mails, gespeicherte Passwörter, die Browser-Historie, Fotos, Kontakte, Kalendereinträge, Gesundheitsdaten.
Wer warnt vor DarkSword? Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat den Angriff gemeinsam mit den Firmen Lookout und iVerify analysiert und schlägt Lösungen vor.
Was mache ich jetzt? Sofort iOS aktualisieren! Auf Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate gehen, das neueste iOS‑Update herunterladen und installieren. Dann am besten einen Neustart durchführen.
Worum geht es? Am Donnerstag suchten die Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel einen Ausweg aus dem Ukraine-Patt. Am Ende stand man wieder mit leeren Händen da.
Was ist der Hintergrund? Am 19. Dezember hatte die EU der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zugesagt. Aber Ungarns Viktor Orbán legt sich quer, weil die Ukraine Öllieferung aus Russland durch ihr Land blockiert.
Was steckt da dahinter? Die Druschba-Pipeline soll laut Ukraine bei einem russischen Angriff im Jänner beschädigt worden sein. Orbán sagt deshalb, sein Land werde der Ukraine erst helfen, "wenn wir unser Öl bekommen".
Was war nun? Das Geld für zwei Jahre sollte Anfang April an die Ukraine fließen, die Zeit drängt also. Aber der diesbezüglichen Gipfelerklärung stimmten am Donnerstag nur 25 der 27 Länderchefs zu.
Woher kam die zweite Gegenstimme? Laut Diplomatenkreisen votierte auch der slowakische Regierungschef Robert Fico das Hilfspaket, und das ist für die nahe Zukunft brisant.
Warum? Weil Ungarn am 12. April wählt und die Möglichkeit besteht, dass Orbán abgewählt wird. Darauf hoffen auch die Staats- und Regierungschefs. Also: Orbán weg, Ukrainehilfe da.
Eine voreilige Rechnung? Möglich, denn Fico kündigte an, auch nach einer potenziellen Abwahl von Orbán die 90 Milliarden blockieren zu wollen. Vorher wird noch rhetorisch aufgerüstet. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo warf Orbán "Verrat" vor.
Worum geht es? In seiner Regierungserklärung hat der deutsche Kanzler Friedrich Merz im Bundestag ausdrücklich die USA (und Israel) für den Beginn des aktuellen Kriegs gegen den Iran kritisiert (hier die Rede in voller Länge).
Ist das ungewöhnlich? Ja, es sind direkte Worte, die man so selten hört. Der CDU-Kanzler formuliert einen ungewöhnlich deutlichen außenpolitischen Vorwurf gegen Washington (und Jerusalem).
Was sagte er? Etwa "wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen". Er stellte auch fest, dass es bis heute kein überzeugendes Konzept gibt, wie diese Operation Erfolg haben könnte.
Wie sieht er Deutschlands Positionierung? Merz betonte, dass Deutschland nicht in diesen Krieg eintreten werde – etwa durch eine Beteiligung in der Straße von Hormus oder mit eigenen Truppen.
Wie kritisiert er (indirekt) Trump? Er machte deutlich, dass sich Washington nicht ausreichend mit Deutschland und Europa abgestimmt hat und auch die europäischen Beiträge als nicht notwendig angesehen wurden.
Worum geht es? In Dänemark steht am 24. März 2026 eine vorgezogene Parlamentswahl an. Vor diesem Hintergrund hat die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einen Vorschlag für eine neue Vermögenssteuer angekündigt.
Nämlich? Es soll eine Steuer von 0,5 Prozent auf Vermögen über 25 Millionen dänische Kronen (rund 3,5 Millionen Euro) eingeführt werden. In Schulklassen für Sechs- bis Neunjährige sollten dann nicht mehr etwa 26, sondern nur mehr 14 Kinder sitzen.
Was soll mit dem Geld passieren? Es soll zweckgebunden werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen Raum für Bildungsreformen schaffen, etwa kleinere Klassen und bessere Ausstattung der Schulen.
Woher kommt Widerstand? Führende Vertreter der dänischen Wirtschaft – viele davon selbst Unternehmer – haben scharfe Kritik an diesem Steuerplan geäußert. Eine Vermögenssteuer würde Investitionen abwürgen.
Welche Argumente gibt es noch? Es käme zu einer "Abwanderung von Kapital und Talenten". Einige Spitzenunternehmer haben offen gesagt, sie könnten aus Dänemark wegziehen oder ihr Geld ins Ausland bringen, wenn die Steuer kommt.
Wer zum Beispiel? Henrik Andersen, Vorstandsvorsitzender des Windkraftanlagengiganten Vestas, erklärte: "Es reicht!" Der Reeder Robert Mærsk Uggla bezeichnete die Steuer als "schädlich für Dänemark".
Gibt es weitere gewichtige Gegenstimmen? Niels Christiansen, Vorstandschef des weltgrößten Spielzeugherstellers Lego, sagte der Financial Times, er glaube, der Vorschlag werde die Gesellschaft langfristig "ziemlich hart treffen".
Worum geht es? "Sinners" und "One Battle After Another" waren nicht die erhofften Publikummagneten. Bei der Übertragung der 98. Academy Awards (Oscars) am 15. März sind die Einschaltquoten in den USA deutlich gesunken.
Wie viele schauten zu? Etwa 17,9 Millionen Zuschauer sahen die Live‑Übertragung auf ABC und Hulu – inklusive Streamingzahlen. Das ist ein Rückgang von rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Was ist das größere Bild? Die Oscars erreichten die niedrigste Zuschauerzahl in den USA seit 2022 – also den tiefsten Wert der letzten vier Jahre. Auch aus der für Werbekunden wichtigen Altersgruppe der 18‑ bis 49‑Jährigen schauten deutlich weniger zu.
Ist das ein Absturz? Nein, trotz des Rückgangs blieben die Oscars die meistgesehene Primetime‑Unterhaltungssendung der Saison 2025/26 im US‑TV vor anderen Preisverleihungen wie den Golden Globes oder den Grammys.
Worum geht es? Flugpassagiere, die noch irgendwo im Nahen Osten festsitzen, müssen jetzt stark sein. Denn 147 Pferde schafften es jetzt von Doha nach Belgien gebracht zu werden, berichtet das Portal "aerotelegraph".
Wie ging das? Wegen der Sperre des Luftraums über Katar, kann Qatar Airways aktuell nur sehr eingeschränkt fliegen. Der reguläre Betrieb ist vorübergehend ausgesetzt. Aber es gibt Lücken.
Nämlich? Mit 18. März machte die Luftfahrtbehörde Qatar Civil Aviation Authority einzelne Flugkorridore frei. Und das nutzten spezielle Passagiere, denn 147 Pferde saßen fest.
Warum? Der Auftakt der Longines Global Champions Tour (LGCT) 2026 wurde abgesagt. Der Bewerb hätte vom 4. bis 7. März in Doha (Katar) stattfinden sollen, aber die Sicherheitslage ließ das nicht zu.
Da ging es um viel Geld, oder? Kann man so sagen. Die LGCT ist eine der höchstdotierten Serien im internationalen Springreiten. Das Preisgeld kann bei einem Event bis zu 3 Millionen Euro betragen, gesamt geht es um rund 30 Millionen.
Was war jetzt mit den Pferden? Behörden und Veranstalter organisierten kurzfristig den Rücktransport. Zwei Frachtmaschinen von Qatar Airways brachten die Tiere zum Flughafen Liège, dort ist man auf Pferdetransporte spezialisiert.
Warum war Eile geboten? Die Pferde hielten sich laut "aerotelegraph" im Reitzentrum Al Shaqab in Doha auf, nur etwa 30 Kilometer von der US-Luftwaffenbasis Al Udeid entfernt, die zuletzt Ziel iranischer Drohnenangriffe war.
Worum geht es? Mittwoch kam es kurz nach 11 Uhr im Skigebiet Engelberg‑Titlis im Schweizer Kanton Obwalden zu einem schweren Gondelunfall. Eine Kabine für acht Personen sprang offenbar von ihrem Seil und rollte den verschneiten Hang hinunter, zeigen Videos.
Gab es Opfer? In der Gondel befand sich nach ersten Berichten eine Person, die bei dem Absturz ums Leben kam. Alle anderen Gondeln mussten evakuiert werden. Der Einsatz dauerte bis in den späteren Nachmittag hinein.
Was weiß man über das Opfer? Medien berichten, dass 30 Minuten lang versucht wurde, die Person zu reanimieren. Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag gaben die Ermittler keine Informationen zur Identität preis.
Was war die Unfallursache? Augenzeugen berichteten von starkem Wind und heftigen Böen, die vermutlich zu dem Unfall beitrugen. Die genaue Ursache wird noch ermittelt. Aber "Gondeln dürfen nicht abstürzen," sagte Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen.
Warum wurde die Gondel nicht gestoppt? Es gebe klare Vorgaben und Richtlinien, sagte Patt. "Bei 40 km/h gibt es einen Windalarm, bei 60 km/h gibt es eine Windwarnung, und dann muss man den Betrieb der Anlage einstellen."
Wie stark wehte der Wind zum Unglückszeitpunkt? Das ist noch Inhalt von Ermittlungen.
Was weiß man über die Bahn? Sie sei im technisch neuesten Zustand gewesen, hieß es bei der Pressekonferenz. Die letzte Wartung fand im September statt.
Wie alt ist die Anlage? Die Bahn Xpress Trübsee-Stand wurde 2015 errichtet. Es handelt sich um eine 8er-Gondelbahn (Ein-Seil-Umlaufbahn), die in der Stunde 2.400 Personen befördern kann.
Worum geht es? Seit Anfang Februar wird Marius Borg Høiby – ältester Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette‑Marit – in Oslo der Prozess gemacht. Am Mittwoch forderte der Staatsanwaltschaft sieben Jahre und sieben Monate Haft.
Weswegen war Høiby angeklagt? Am Ende wegen 40 Straftaten (zwei kamen im Lauf des Prozesses dazu). Darunter vier Fälle von Vergewaltigung gemäß norwegischem Recht, Körperverletzung und häuslicher Gewalt, Drogenkriminalität.
Wie sieht der Angeklagte die Vorwürfe? Trotz dieser schweren Anschuldigungen bestreitet Høiby die schwersten Vorwürfe (z. B. Vergewaltigung) und hat vor Gericht erklärt, nicht schuldig zu sein.
Warum erzeugte der Prozess ein so großes Interesse? Weil die Opfer des 29-Jährigen unglaubliche Vorfälle schilderten. Und weil Høiby als Sohn der Kronprinzessin in der öffentlichen Wahrnehmung steht – auch wenn er formal kein offizielles Mitglied der Königsfamilie ist.
Was sagte der Staatsanwalt? "Die glaubwürdigen Aussagen der Opfer und die unterstützenden Beweise geben Anlass zu einer Verurteilung." Und: "Es ist nicht strafmildernd, dass der Angeklagte unter Einfluss von Drogen stand oder sich an bestimmte Situationen nicht erinnert."
Wann geht der Prozess zu Ende? Voraussichtlich am 19. März.
Worum geht es? Mit Wirkung vom 8. Mai 2026 wird Instagram die Unterstützung für die Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung (E2EE) in privaten Direktnachrichten entfernen.
Woher weiß man das? Meta hat die Entscheidung diesen Monat stillschweigend auf seiner Hilfeseite für Instagram und in einem aktualisierten Newsbeitrag aus dem Jahr 2022 angekündigt.
Was bedeutet das? E2EE‑Chats werden deaktiviert. Die Plattform kann dann technisch gesehen auf Nachrichteninhalte zugreifen. Instagram selbst und auch Behörden könnten Texte, Bilder usw. einsehen, die früher durch E2EE geschützt waren.
Was ist E2EE? "End-to-End Encryption" sorgt dafür, dass nur Sender und Empfänger einer Nachricht sie lesen können – selbst der Betreiber (Meta) und Dritte haben ohne Schlüssel keinen Zugriff.
Wer ist betroffen? Nur wer zuvor die E2EE‑Option manuell aktiviert hat, ist wirklich betroffen. Viele Nutzer haben E2EE nie eingeschaltet. Das Service war optional.
Was mache ich jetzt? Instagram hat angekündigt, betroffenen Nutzern im App‑Interface Anleitungen zu geben, wie sie Nachrichten/Medien vor dem Stichtag exportieren oder sichern können.
Und wenn ich das nicht will? Meta empfiehlt Nutzern, die unbedingt E2EE wünschen, auf WhatsApp umzusteigen – dort bleibt die Verschlüsselung bestehen.
Hat die Entscheidung einen politischen Hintergrund? Meta steht national und international unter wachsamer Beobachtung durch Politiker, die mehr Zugang zu Daten für Strafverfolgung fordern. Das Entfernen von E2EE erleichtert Behörden den Zugriff auf private Nachrichten – ein Zugeständnis an politische Forderungen.
Worum geht es? Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz gab bekannt, dass der iranische Geheimdienstminister Esmail Khatib in der Nacht bei einem Angriff getötet worden sei. Eine iranische Bestätigung fehlt.
Was sagt Katz wörtlich? Laut israelischen Medienberichten äußerte er sich während einer Besprechung mit Militärbeamten so: "An diesem Tag sind in allen Bereichen bedeutende Überraschungen zu erwarten, die den Krieg, den wir gegen den Iran und die Hisbollah im Libanon führen, eskalieren lassen werden."
Wer war Esmail Khatib? Der 65-Jährige galt als Schlüsselfigur im iranischen Sicherheits- und Geheimdienstapparat. Khatib stand den Hardlinern innerhalb der iranischen Führung nahe, insbesondere den Revolutionswächtern.
Was ist das größere Bild? Israel verfolgt offenbar eine Strategie. Die Tötung kam einen Tag, nachdem Iran den Tod seines Sicherheitschefs Ali Larijani und des Basij-Kommandanten Gholamreza Soleimani bestätigt hatte.
Was ist die Strategie? Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll dem Militär die Befugnis erteilt haben, "jeden hochrangigen iranischen Beamten ohne weitere Genehmigung zu ermorden".
Worum geht es? Google hat eine KI‑Suchfunktion entfernt, die medizinische Ratschläge aus Laien‑Quellen ("crowdsourced") angezeigt hat, berichtet der Guardian.
Was genau wurde gestrichen? Die Funktion hieß "What People Suggest" und wurde 2025 eingeführt. Sie nutzte KI, um Gesundheitstipps oder Ratschläge aus Online‑Diskussionen, Foren und Nutzer‑Erfahrungen zu bündeln und als Suchergebnis bei medizinischen Fragen anzuzeigen.
Zum Beispiel? Nutzer konnten Tipps von anderen Patienten mit ähnlichen Beschwerden sehen, ohne dass ein medizinischer Experte dahinterstand.
Was ist die Begründung? Google sagt offiziell, die Entfernung sei Teil einer "breiteren Vereinfachung der Suchergebnisseite" und habe nichts mit Bedenken über Qualität oder Sicherheit zu tun.
Allerdings? Das Unternehmen betont gleichzeitig, es wolle weiterhin verlässliche Gesundheitsinformationen bereitstellen – primär aus seriösen Quellen.
Warum ist das wichtig? KI‑basierte Gesundheitsinformationen haben großes Potenzial, aber sie können auch unsichere oder ungenaue Ratschläge liefern, wenn sie ungeprüfte Inhalte aus dem Internet übernehmen. Untersuchungen zeigten, dass manche KI‑Anworten Fehlinformationen oder fehlenden Kontext enthalten können.
Worum geht es? Ende März wollte US-Präsident Donald Trump nach China reisen, um Präsident Xi Jinping zu treffen. Nun bat er offiziell darum, den Besuch um einen Monat zu verschieben.
Was war geplant? Der Besuch sollte vom 31. März bis 2. April 2026 in Peking stattfinden. Es wäre Trumps erste China-Reise seit 2017 gewesen.
Was waren die Themen? Der Streit um Zölle, Handelsregeln und Industriepolitik. Der Zugang zu kritischen Rohstoffen und nicht zuletzt die Rolle Chinas im Iran-Konflikt und bei der Sicherung der Straße von Hormus.
Warum die Verschiebung? "Wegen des Krieges möchte ich hier sein, ich muss hier sein, so empfinde ich das", sagte Trump in der Nacht auf Dienstag zu Reportern. "Deshalb haben wir um eine Verschiebung um etwa einen Monat gebeten."
Schwingt da auch Ärger mit? Trump hatte China am Wochenende aufgefordert, ihn bei der Sicherung der Straße von Hormus zu unterstützen. "Ich denke, China sollte auch helfen, denn China bezieht 90 Prozent seines Öls aus der Straße von Malakka."
Reaktion? Die ist bisher ausgeblieben. Auch die Verschiebung der Reise ließ China bisher einfach so stehen. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, sagte lediglich: "Beide Seiten stehen in Kontakt bezüglich des Besuchs von Präsident Trump."
Worum geht es? Israel verlautbarte am Dienstag, dass der iranische Sicherheitschef Ali Larijani bei Luftangriffen im Rahmen des derzeitigen Krieges getötet worden sei. Am Abend bestätigten iranische Behörden den Tod.
Wie reagierte der Iran zunächst? Er versucht, die Gerüchte zu entkräften. Am Dienstag, nach Berichten über israelische Angriffe auf Larijani, veröffentlichte sein X-Account ein Bild einer handgeschriebenen Erklärung zum Gedenken an die bei einem US-Angriff getöteten iranischen Seeleute.
Wer war oder ist Larijani? Irans oberster nationaler Sicherheitsbeamter und seit der Tötung von Irans Oberstem Führer, Ayatollah Ali Khamenei, und mehrerer anderer hochrangiger Beamter faktischer Machthaber.
Was muss man über ihn wissen? Ali Larijani stammte aus einer einflussreichen politischen und religiösen Familie und war zwölf Jahre lang Parlamentspräsident.
Wodurch erlangte er Bedeutung? 2021 wurde er mit der Aushandlung eines umfassenden, 25-jährigen strategischen Abkommens mit China beauftragt, das Milliarden wert war und der von westlichen Wirtschaftssanktionen schwer getroffenen iranischen Wirtschaft eine wichtige Stütze bot.
Was war zuletzt seine zentrale Rolle? Vor Beginn des US-israelischen Angriffs war Larijani für die Niederschlagung der jüngsten Proteste verantwortlich, die das Ende der islamischen Herrschaft forderten, und setzte dabei tödliche Gewalt ein. Er unterdrückte jegliche abweichende Meinung.
Worum geht es? Exoplanet "L 98‑59 d" wurde bereits 2019 entdeckt. Nun aber lieferte das James Webb Space Telescope (JWST) neue Erkenntnisse. "L 98‑59 d" liegt 25 Lichtjahre von der Erde entfernt. So schaut er im Video aus.
Was weiß man über ihn? Der Exoplanet ist etwa 1,5‑mal so groß wie die Erde und hat eine Masse von ungefähr 2 Erdmassen, damit zählt er zu den sogenannten Super‑Erden.
Was ist ein Exoplanet? Ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems, der einen anderen Stern umkreist.
Was weiß man neu über ihn? Der Planet könnte eine tief flüssige Oberfläche aus Magma (geschmolzenem Gestein) besitzen – also keine feste Kruste wie bei der Erde, sondern einen globalen Magmaozean.
Wie ist er so? Seine Atmosphäre könnte reich an Schwefel‑Gasen wie Wasserstoffsulfid (H₂S) sein, weshalb manche Berichte sagen, er "rieche nach faulen Eiern".
Was macht "L 98‑59 d" so besonders? Seine Merkmale lassen vermuten, dass L 98‑59 d zu einer neuen Klasse gehören könnte, die anders aufgebaut sind als klassische felsige oder gasreiche Planeten.
Lässt sich darauf gut leben? Nein, "L 98‑59 d" ist extrem heiß und lebensfeindlich. Die Oberflächentemperaturen betragen schätzungsweise über 1500 °C oder noch höher. Dazu herrscht eine dichte, toxische Atmosphäre mit schwefelreichen Gasen.
Worum geht es? Eine 35-jährige, dreifache Mutter aus Utah, USA, soll ihren Ehemann am Valentinstag mit einer Überdosis Fentanyl ermordet haben. Danach schrieb sie ein Trauerbuch, damit ihre Kinder besser über das Ereignis hinwegkommen.
Was ist passiert? Im März 2022 starb der Ehemann von Kouri R. an einer Fentanyl‑Überdosis – einem starken synthetischen Opioid, das in seinem Körper nachgewiesen wurde.
Todesursache? Es gab keine medizinische Ursache für den Tod. Laut Ermittlern starb er an Fentanyl, das von jemandem einem Getränk beigemischt worden war.
Was war die Folge? Im Mai 2023 wurde Kouri R. festgenommen und angeklagt, u. a. wegen aggravated murder" (schwerer Mord), versuchter Tötung, Versicherungs‑ und Betrugsdelikten.
Gab es den Prozess schon? Ja, er fand eben vor einem Gericht in Summit County, Utah. Die Jury kam nach kurzer Beratung von drei Stunden zu einem Urteil: schuldig in allen drei Anklagepunkten.
Warum so schnell? Die Staatsanwaltschaft rief mehr als 40 Zeugen auf, darunter die Frau, die aussagte, sie habe die Drogen ("irgendein Zeug von Michael Jackson") verkauft, mit denen der Mann getötet wurde.
Was war das Motiv? Die Anklage argumentierte, sie habe finanzielle Probleme in Millionenhöhe gehabt und glaubte, durch den Tod ihres Mannes von Lebensversicherungen und Vermögenswerten zu profitieren. Eine außereheliche Affäre gab es auch, inklusive Planungen für eine gemeinsame Zukunft.
Was erstaunte am meisten? Das Trauerbuch von Kouri R., das sie im Eigenverlag publiziert hatte. "Are You With Me?" erzählte einfühlsame Geschichten über Kinder, die lernen, mit Trauer umzugehen. Sie widmete das Buch ihrem "großartigen Ehemann und wundervollen Vater".
Was war das Strafmaß? Es wird erst am 13. Mai verkündet. Die Angeklagte plädierte auf nicht schuldig.
Worum geht es? Nach ihrem Antreten beim AFC Women’s Asian Cup in Australien suchten sieben Mitglieder der iranischen Delegation (Spielerinnen und Betreuungsteam) um Asyl an. Nun kam es anders.
Was ist der Hintergrund? Mehrere Spielerinnen der Frauen‑Nationalmannschaft sangen bei einem Match die iranische Nationalhymne nicht mit und verweigerten den militärischen Gruß.
Und? Das wurde als stiller Protest gegen die Lage der Frauen im Iran und den Umgang mit Frauenrechten verstanden. Daraufhin begannen einige von ihnen zu befürchten, bei der Rückkehr in den Iran Verfolgung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein.
Was war die Folge? Sieben Personen bekundeten, bleiben zu wollen. Die australische Regierung gewährte daraufhin humanitäre Visa und Schutz für mehrere Spielerinnen, die Asyl beantragen wollten.
Aber? Fünf von ihnen nahmen ihren Asylantrag später zurück und entschieden sich, wieder in den Nahen Osten zurückzukehren oder nach Iran zurückzufliegen. Nur zwei blieben. Sie leben nun an einem geheimen Ort.
Warum die Rückkehr? Familienangehörige dürften bedroht worden sein. Medien berichten, dass einige der Spielerinnen deshalb beschlossen, nicht Asyl zu beantragen und zurückzukehren, um ihre Familien zu schützen.
Was droht im Iran? Wer sich öffentlich gegen staatliche Vorschriften auflehnt, kann festgenommen, verhört oder zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Spielerinnen könnten von Nationalmannschaft oder Vereinen ausgeschlossen werden. Ein dauerhaftes Verbot, international zu spielen, ist ebenfalls möglich.
Worum geht es? Chris Hipkins, ehemaliger Labour-Premierminister Neuseelands (von 25. Jänner bis 27. November 2023), hat unter Tränen öffentlich die Anschuldigungen seiner Ex-Frau zurückgewiesen, er habe sie mit einer ehemaligen Praktikantin betrogen.
Was ist die Vorgeschichte? Hipkins’ Ex‑Frau Jade Paul hatte am Sonntag auf Facebook mehrere persönliche Anschuldigungen veröffentlicht – darunter den Vorwurf der Affäre, aber auch Kritik an seinem Verhalten während ihrer Ehe, nach einer Fehlgeburt und Streit um Finanzielles.
Ist das noch online? Nein, die Beiträge wurden später gelöscht. Jade Paul steht zu ihren Aussagen, betont aber, dass dies persönliche Anschuldigungen sind.
Wie reagierte Hipkins? Der 47-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien befand, gab am Montag zunächst eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe zurückwies. Weiter wollte er nichts dazu sagen.
Aber? Nach seiner Rückkehr gab er eine Pressekonferenz. "Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich stets bewusst darum bemüht, mein Privatleben privat zu halten", sagte er, dann stockte die Stimme.
Weil? Er wurde nach den Auswirkungen der Behauptungen seiner Ex-Frau auf die beiden Kinder gefragt. "Meine Kinder sind bei ihr … meine Kinder sind bei ihr. Ich weiß es also nicht", sagte er mit Tränen in den Augen.
Was ist der Hintergrund? Hipkins heiratete Paul im Jänner 2020, da war er Bildungsminister. Zwei Jahre später erfolgte die Scheidung.
Was ist mit der Praktikantin? Sie ist seit dem Vorjahr seine Verlobte.
Worum geht es? Joseph Clay Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC) in den USA, gibt alle seine Ämter ab. Das machte er auf X öffentlich und postete dazu sein Rücktrittsschreiben.
Wer ist Kent? Der Ex-Soldat (Afghanistan, Naher Osten) ist seit Juli 2025 Direktor der zentralen US‑Behörde zur Terrorismusbekämpfung und Terrorismus‑Analyse, die auch Präsident Donald Trump berät.
Was schrieb er? "Ich kann mit gutem Gewissen den laufenden Krieg gegen Iran nicht unterstützen." Kent behauptete, dass der Krieg nicht gerechtfertigt sei, weil Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle.
Was vermutet er als Hintergrund? Kent behauptet, dass der Krieg auf Druck Israels und den Einfluss des Landes und seiner Führung in Washington zurückzuführen sei.
Wie bedeutsam ist das? Kent ist der ranghöchste nationale Sicherheitsbeamte der Trump‑Regierung, der öffentlich wegen des Iran-Kriegs kündigt. Seine Entscheidung unterstreicht wachsende Spannungen selbst innerhalb der US‑Regierung über den Krieg und dessen Rechtfertigung.
Worum geht es? Susie Wiles, die erste Stabschefin im Weißen Haus, ist an Brustkrebs erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump auf Truth Social bekannt. Sie ist 68 Jahre alt.
Was schrieb er? Trump erklärte, dass bei Susie Wiles Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt wurde und dass die Prognose "sehr gut" sei. Der Krebs wurde vergangene Woche entdeckt.
Scheidet sie aus dem Amt? Nein, sie will während der Behandlung weiterarbeiten. Sie werde demnächst eine mehrwöchige Behandlung in der Gegend um Washington beginnen, sagte Wiles der New York Times.
Wer ist Susie Wiles? Geboren als Susan Summerall, zwei Töchter, seit fast neun Jahren geschieden, seit 1979 im US-Politgeschäft, seit zehn Jahren an der Seite von Donald Trump. Sie leitete 2016 seine Wahlkampagne in Florida und 2024 bundesweit.
Wie sieht sie sich selbst? Als "gemäßigte Republikanerin". Spätestens seit 2017, als sie sich scheiden ließ, ist sie Trump treu ergeben, da er sie beruflich auffing. Seit Jänner 2025 ist Susie Wiles Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau überhaupt in dieser relevanten Position.
Was macht eine Stabschefin? Sie leitet den gesamten Mitarbeiterstab des Präsidenten, entscheidet, wer zu ihm Zugang erhält, filtert Informationen, koordiniert die politische Arbeit und übersetzt die politischen Ziele des Präsidenten in konkrete Strategien. Die Position des Stabschefs gilt als eine der bedeutsamsten und prestigeträchtigsten in der gesamten US-Politik.
Wie häufig ist Brustkrebs? Es handelt sich um eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In den USA werden jedes Jahr über 300.000 Frauen damit diagnostiziert. Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.
Worum geht es? Ein Feuerwehrmann aus Taucha in Sachsen, Deutschland, wurde am Weg zu einem Einsatz geblitzt. Statt maximal 30 km/h war er mit 69 km/h unterwegs. Das kam ihm teuer zu stehen.
Nämlich? Die Stadt Taucha stellte einen Bußgeldbescheid aus: 369 Euro Strafe, zwei Strafpunkte in der Verkehrskartei Flensburg, ein Monat Fahrverbot.
Aber er war doch im Einsatz? Ja, in einer Volksschule war Feueralarm ausgelöst worden. Ray Lange setzte sich ans Steuer, schaltete die Sirene ein und fuhr los. An einer Baustelle wurde er geblitzt.
Wie ist das rechtlich? Nach deutschem Verkehrsrecht haben Feuerwehrfahrzeuge Sonderrechte (§ 35 StVO), die ihnen erlauben, bei Einsatzfahrt z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überschreiten.
Aber? Diese Sonderrechte gelten aber nur unter strenger Bedingung, dass dabei die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Die Behörden in Taucha argumentierten, dass die hohe Geschwindigkeit in einer engen 30‑Zone in der Nähe einer Schule trotz Blaulicht kein verhältnismäßiges Tempo war – und daher ein regulärer Verstoß vorliege.
Warum löst man das nicht in Kulanz? Tauchas Bürgermeister sieht sich im Recht und sagt, dass er kein Auge zudrücken könne. Wäre Lange maximal 20 km/h zu schnell gewesen, hätte es anders ausgesehen. Die Stadt schlug aber eine Spende vor.
Was kam heraus? Die Spende lehnte Ray Lange ab, weil sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen wäre. Er trat aus der Feuerwehr aus, die öffentliche Empörung ist groß.
Worum geht es? Der Irankrieg und die Berichterstattung darüber entzündeten nun den nächsten Konflikt zwischen der US-Regierung und Medien. Nun mengte sich auch Präsident Donald Trump ein.
Was ist die Vorgeschichte? Am Samstag hatte zunächst Brendan Carr, Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, gedroht, einzelnen Sendern die TV-Lizenzen zu entziehen. Anlass war die Berichterstattung über den Irankrieg. Schon einen Tag zuvor war "Kriegsminister" Pete Hegseth in die Offensive gegangen.
Wie? Auf einer Pressekonferenz attackierte er den Newssender CNN. "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser", sagte er.
Was ist damit gemeint? Ellison, Trump-freundlicher CEO von Paramount Skydance, hatte sich im Februar in der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Zum Medienimperium gehört auch CNN.
Dann kam Trump? Ja, am Sonntagabend schrieb er auf Truth Social, er sei "begeistert", dass Carr die Lizenzen einiger "höchst unpatriotischer 'Nachrichten'-Organisationen" überprüfe.
Was braut sich da zusammen? Ärger! Carr teilte die Behauptung des Präsidenten auf Truth Social, dass die New York Times, das Wall Street Journal und die übrigen "Medien" wollten, dass die USA "den Krieg verlieren".
Wie reagierten Betroffene? CNN-Chef erklärte, er stehe hinter seinen Journalisten. Und Tara Puckey, CEO der Radio Television Digital News Association, meinte Richtung Carr: "Journalisten lassen sich von einem Rüpel mit Aktenkoffer nicht einschüchtern".
Worum geht es? Eine oder mehrere unbemannte Drohnen haben am Montag die Öl‑Industriezone und Hafenanlagen von Fujairah an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate schwer getroffen. Das zeigen Satellitenaufnahmen.
Was war die Folge? Es brachen mehrere Brände aus, Feuerwehr und Zivilschutz arbeiteten den gesamten Tag, um sie zu löschen.
Wurde der Betrieb eingestellt? Die Öl‑Verladeaktivitäten wurden teilweise gestoppt. Zwei der drei Ölanleger im Hafen konnten zeitweise wieder arbeiten, aber für ADNOC (staatliche Ölgesellschaft) blieben die Verladungen ausgesetzt.
Wie bedeutsam ist Fujairah? ADNOC und andere Ölfirmen exportieren hier täglich Millionen Barrel Öl. Fujairah liegt direkt am Golf von Oman. Das macht den Angriff besonders bedeutend.
Warum? Fujairah ist unabhängig von der Straße von Hormus. Das macht den Hafen besonders bedeutsam für Öl-Exporte, falls der Persische Golf blockiert wird, so wie derzeit.
War das der einzige Gegenschlag des Iran? Nein, es gab einen weiteren Drohnenangriff in der Nähe des Flughafens von Dubai. Dabei wurde ein Treibstofftank getroffen und ging in Flammen auf. Einige Flüge mussten umgeleitet, gestrichen oder verschoben werden.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump rief andere Länder dazu auf, Kriegsschiffe oder Marineeinheiten zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern und die Schifffahrt wieder möglich zu machen.
An wen war der Appell gerichtet? Laut Trump an Länder, die stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig sind. Sie sollten Verantwortung dafür tragen, dass die Meerenge offen bleibt.
Bat er um Mithilfe? Nicht wirklich. In einem Interview mit der Financial Times warnte Trump, dass es für NATO‑Verbündete "sehr schlecht" aussehen könnte, wenn sie sich weigern zu helfen.
Nur für NATO-Länder? Als einzige Nation erwähnte er China, das als großer Abnehmer von Golföl gilt. Trump deutete an, dass er seinen geplanten China‑Besuch verschieben könnte, falls es keine Unterstützung gibt.
Was will Trump überhaupt? Er versucht, eine Allianz zu schmieden und erklärte, sein Team sei mit etwa sieben Staaten im Gespräch, um einen solchen Marine‑Einsatz zu organisieren. Allerdings gab es bislang keine festen Zusagen.
Wie fiel die Reaktion aus? Es gab viele Absagen. Großbritannien äußerte sich skeptisch. Australien möchte keine Kriegsschiffe zur Sicherung der Meerenge bereitstellen. Sogar das mit den USA eng verbundene Japan lehnte ab. Die EU will darüber beraten, fordert aber zunächst mehr Klarheit über den Einsatz.
Wie reagiert Trump auf die Reaktion? "Manche sind sehr begeistert davon, andere nicht", sagt er. "Es handelt sich um Länder, denen wir seit vielen, vielen Jahren helfen. Wir haben sie vor schrecklichen Einflüssen von außen geschützt, und sie waren nicht sonderlich begeistert. Und das Ausmaß der Begeisterung ist mir wichtig."
Worum geht es? In der Nacht auf Montag wurden in Los Angeles zum 98. Mal die Oscars vergeben. "Sinners" hatte 16 Nominierungen, so viele wie noch kein Film zuvor, bekam aber "nur" vier Preise.
Wer staubte am meisten ab? "One Battle After Another" gewann 6 Oscars, darunter Bester Film, Beste Regie (Paul Thomas Anderson), Bester Nebendarsteller (Sean Penn), Bestes adaptiertes Drehbuch.
Warum ragte Paul Thomas Anderson heraus? Er war schon 14 Mal nominiert, bekam nie die Trophäe, nun klappte es.
Was war jetzt mit "Sinners"? Darauf ging Moderator Conan O’Brien ein. "Die Academy liebt kleine Filme – außer, sie machen 300 Millionen Dollar an der Kinokasse, dann werden sie plötzlich zu populär", witzelte er.
Was war gemeint? Der Oscar-Abräumer "One Battle After Another" spielte an den Kinokassen nur 210 Millionen Dollar ein, hat aber 300 Millionen gekostet. Umgekehrt war es beim halben Verlierer des Abends: "Blood & Sinners" verdiente 370 Millionen Dollar, das Vierfache der Produktionskosten.
Was war sonst wichtig? Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw gewann als erste schwarze Frau den Oscar für Kamera. Mit "Golden" aus dem Netflix-Film "K-Pop Demon Hunters" gewann erstmals ein KPop-Song einen Oscar.
Wie schlug sich Moderator Conan O’Brien? Gut, wenn auch nicht spektakulär. Bester Gag: "Hollywood sieht aus wie ein Zoom-Call, in dem jeder denkt, er ist der Hauptdarsteller."
Worum geht es? In Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) wurden mehrere Touristen festgenommen, weil sie Fotos oder Videos von Drohnen- bzw. Raketenangriffen verschickt oder online geteilt haben.
Was ist der Hintergrund? Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an. Das Mullah-Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auch auf Ziele in den Emiraten. Mehrere dieser Attacken wurden von Menschen beobachtet, fotografiert oder gefilmt.
Mit welchen Folgen? Mindestens 21 Personen, darunter auch Touristen und Influencer, wurden deshalb festgenommen oder angeklagt.
Warum? Die Cybercrime-Gesetze der Vereinigten Arabische Emirate verbieten es, Bilder oder Videos von militärischen Ereignissen oder Angriffen zu filmen oder diese Inhalte in sozialen Medien zu teilen.
Mit welcher Begründung? Behörden sagen, solche Posts könnten Panik auslösen oder falsche Informationen verbreiten. Deshalb kann schon das Weiterleiten eines Videos oder Fotos strafbar sein.
Was blüht einem? Geldstrafen, Gefängnis (teilweise bis zu etwa 2 Jahre), Abschiebung für ausländische Touristen.
Worum geht es? Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters haben offenbar die wahre Identität des Street-Art-Künstlers Banksy enttarnt – und damit eines der größten Rätsel des zeitgenössischen Kulturlebens gelöst.
Wer ist Banksy? Einer der bekanntesten Gegenwartskünstler, der sich vor allem mit Graffitis zu aktuellen Themen einen Namen gemacht hat. Teil seiner Inszenierung ist es, Kunstwerke aus dem Nichts in der Öffentlichkeit auftauchen zu lassen. Niemand hat den Künstler selbst je wissentlich zu Gesicht bekommen, sein Name war unbekannt.
Wie arbeitet Banksy? Seine Kunst legt keinen Wert auf handwerkliche Meisterschaft, die Graffitis werden mittels vorbereiteter Schablonen aufgesprayt. Diese entwickeln allerdings immer erst durch die Inszenierung ihre Magie, die ihm mittlerweile Millionen Fans auf der ganzen Welt beschert hat.
Ist Banksy politisch? Absolut, die meisten Werke des Künstlers können als politische Kommentare zu aktuellen Entwicklungen betrachtet werden. So hat er etwa in Bethlehem im palästinensischen Autonomiegebiet ein Hotel namens "Walled Off" gegründet, das nur einen Ausblick auf die meterhohe Mauer bietet, die Israel an der Grenze aufgezogen hat.
Muss man ihn kennen? Er gehört zweifellos zu den bekanntesten Gegenwartskünstlern. Nicht zuletzt deshalb, weil er den etablierten Kunst- und Kulturbetrieb verachtet und dies immer wieder durch aktionistische Events unterstreicht.
Wie wurde er bekannt? Weltweit, als im Oktober 2018 das Banksy-Bild "Girl With Balloon" bei Sotheby's in London für eine Million Pfund (ca. 1,16 Mio. Euro) versteigert wurde – und Sekunden nach dem Zuschlag durch einen in den Bilderrahmen eingebauten, automatischen Schredder zerschnitten wurde.
Was war der Sinn der Aktion? Es war Banksys Kommentar zur Kunstwelt. Er hatte den Stunt bereits vor Jahren für den Fall vorbereitet, dass das Gemälde einmal versteigert werden sollte.
War das Bild damit wertlos? Im Gegenteil, die Käuferin nahm es trotzdem und ließ es drei Jahre später wieder versteigern. Erlös: 18,5 Mio. Pfund (knapp 22 Mio. Euro).
Und keiner wusste, wer Banksy war? Es gab ein jahrelanges Rätselraten, bei dem u.a. Robert Del Naja, Frontman der britischen Band Massive Attack, und der französische Sprayer Thierry Guetta verdächtigt wurden, Banksy zu sein.
Wie kam man Banksy jetzt auf die Spur? Aufgrund eines Strafzettels, den er von 25 Jahren bei einer Aktion in New York erhalten hatte. Den gruben drei Reuters-Journalisten aus.
Und wer ist Banksy jetzt? Er soll Robin Cunningham heißen, 1973 in Bristol auf die Welt gekommen sein. Ein unter seinem bürgerlichen Namen völlig unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt, weshalb die Enttäuschung auch einigermaßen groß war.
Ist Banksys Anonymität damit dahin? Nein, denn er hat offenbar in weiser Voraussicht seinen Namen bereits 2008 geändert – und sein aktueller Name soll auch weiterhin geheim bleiben.