Worum geht es? Auf dem Expeditions-Kreuzfahrtschiff "Hondius" im Atlantik ist es zu einem tödlichen Ausbruch des Hantavirus gekommen. Mindestens drei Menschen sind gestorben, mehrere weitere sind erkrankt.
Was passierte nun? Das Schiff lag bis Dienstag vor den Kapverdischen Inseln, Passagiere durften nicht von Bord. Rund 150 Menschen befinden sich faktisch in Quarantäne. Nun aber scheint Rettung in Sicht.
Was ist geplant? Das Kreuzfahrtschiff darf auf den Kanarischen Inseln anlegen, das bestätigte am Abend das spanische Gesundheitsministerium. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder würden untersucht und behandelt werden, dann sollen sie in ihre Heimatländer gebracht werden.
Warum die Kapverdischen Inseln? Es handelt sich um den nächstgelegenen Ort mit den notwendigen Kapazitäten, damit hat Spanien eine Verpflichtung zur Aufnahme.
Was sorgt weiter für Besorgnis? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht inzwischen davon aus, dass das Virus an Bord von Mensch zu Mensch übertragen wurde – eine Entwicklung, die den Fall weltweit besonders brisant macht.
Warum ist das so ungewöhnlich? Hantaviren gelten klassisch als Zoonose: Menschen infizieren sich in der Regel über Ausscheidungen von Nagetieren, etwa durch eingeatmeten Staub.
Das heißt, es gibt keine Übertragung von Mensch zu Mensch? Doch, aber sie ist laut Lehrmeinung extrem selten und bisher nur bei bestimmten Virusvarianten (v. a. Andes-Virus in Südamerika) dokumentiert.
Was ist am aktuellen Fall besonders? Der Ausbruch ereignet sich in einem abgeschlossenen System (Schiff). Mehrere Fälle traten zeitlich eng auf. Die WHO sieht inzwischen Hinweise, dass enge Kontakte zwischen Passagieren zur Weitergabe geführt haben könnten.
Worauf deutet das hin? Auf eine ungewöhnliche Dynamik des Erregers hin – oder auf das Auftreten einer spezifischen Virusvariante mit höherer Übertragbarkeit.
Was ist bisher passiert? Die "Hondius" war von Ushuaia (Argentinien) Richtung Kap Verde unterwegs – also aus einer Region, in der jene Hantavirus-Variante vorkommt, bei der Mensch-zu-Mensch-Übertragung möglich ist.
Was ist der aktuelle Erkenntnisstand? Die Infektion dürfte sich bereits vor Einschiffung infiziert haben. Danach kam es mutmaßlich zur Weitergabe unter Passagieren in engem Kontakt.
Worum geht es? Ilie Bolojan, der proeuropäische Premierminister von Rumänien, wurde am Dienstag durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt.
Mit welchem Votum wurde er abgesetzt? Für den Misstrauensantrag stimmten 281 der 464 Abgeordneten und Senatoren – deutlich mehr als die erforderlichen 233 Stimmen.
Wie lange regierte Bolojan? Seit 23. Juni 2025, er war damit nur rund zehn Monate im Amt.
Welche Parteien haben ihn gestürzt? Der Antrag wurde von den Sozialdemokraten (PSD), dem ehemaligen Koalitionspartner, und der rechtsradikalen AUR eingebracht. Er wurde von weiteren kleineren rechtsnationalen Gruppierungen unterstützt.
Was war entscheidend? Dass die PSD im April die Regierung verlassen hatte und sich anschließend mit der Opposition zusammenschloss. Der Schulterschluss mit der radikalen Rechten ist politisch bemerkenswert und verschärft die Instabilität.
Was wird Bolojan konkret vorgeworfen? Ein harter Sparkurs, geplante Privatisierungen staatlicher Unternehmen, Steuererhöhungen und Kürzungen in einem ohnehin angespannten wirtschaftlichen Umfeld.
Welche unmittelbaren Folgen hat das? Die Regierung ist nur noch geschäftsführend im Amt. Präsident Nicușor Dan muss Konsultationen zur Bildung einer neuen Regierung einleiten. Scheitern mehrere Anläufe, sind Neuwahlen nötig.
Wer ist nun der Wortführer? George Simion, Vorsitzenden der nationalistischen Partei AUR. Der Fan von Donald Trump und seiner MAGA-Bewegung, war im Vorjahr bei den Präsidentschaftswahlen gescheitert.
Warum ist das über Rumänien hinaus relevant? Die Krise betrifft ein strategisch wichtiges EU- und NATO-Land. Politische Instabilität gefährdet Reformen. Es ist nicht klar, wie sich Rumänien gegenüber Europa nach Wahlen positioniert.
Worum geht es? Über der Ostsee ist es zu einem sicherheitspolitisch heiklen Zwischenfall im NATO-Luftraum gekommen: Französische Kampfjets haben zwei russische Bomber abgefangen und aus dem überwachten Luftraum abgedrängt.
Wo genau ereignete sich der Vorfall? Über der Ostsee – einem sensiblen Gebiet, in dem sich die Lufträume mehrerer NATO-Staaten mit internationalen Flugkorridoren überschneiden.
Warum weiß man davon? Der Vorfall ereignete sich bereits am 1. Mai im Rahmen der NATO-Mission Baltic Policing und wurde an Bord der Jets gefilmt. Die französischen Streitkräfte veröffentlichten die Aufnahmen auf Facebook.
Welche Kräfte waren beteiligt? Auf NATO-Seite kamen französische Luftstreitkräfte zum Einsatz, konkret Mehrzweckkampfflugzeuge vom Typ Dassault Rafale. Bei den beiden russischen Maschinen handelt es sich um Su-24-Kampfflugzeuge.
Wie war der Ablauf? Jagdflugzeuge der französischen Luftwaffe starteten von Litauen aus und eskortierten die russischen Maschinen wieder aus dem betroffenen Gebiet, berichtet die französische Zeitung "Le Parisien".
Was bedeutet "abfangen" in diesem Zusammenhang? Beim "Air Policing" steigen NATO-Jets auf, identifizieren fremde Militärflugzeuge visuell und begleiten sie, wenn diese sich dem Bündnisluftraum nähern oder ihn ohne Transpondersignal durchqueren.
Warum gilt der Vorfall als gefährlich? Es besteht ein erhebliches Eskalationsrisiko. Die Abstände zwischen Militärflugzeugen sind gering, es fehlt Kommunikation oder die Transponder sind ausgeschaltet, militärische Manöver können fehlinterpretiert werden.
Welche Rolle spielt Frankreich dabei? Frankreich beteiligt sich rotierend an der NATO-Luftraumüberwachung, insbesondere im Rahmen der Baltic Air Policing Mission. Französische Jets sind dabei zeitweise in osteuropäischen NATO-Staaten stationiert.
Wie reagiert Russland auf solche Vorfälle? Moskau betrachtet Flüge im internationalen Luftraum als legitim und wirft der NATO regelmäßig "Provokationen" vor. Umgekehrt kritisiert die NATO mangelnde Transparenz und riskantes Verhalten russischer Piloten.
Worum geht es? Die Ukraine hat überraschend eine eigene, zeitlich begrenzte Waffenruhe angekündigt. Damit reagiert sie auf eine zuvor von Russland ausgerufene Feuerpause. Aber die Länder können sich nicht auf einen Termin einigen.
Wie lange sollte die Waffenruhe von Russland dauern? Nur zwei Tage, nämlich am 8. und 9. Mai rund um die Feierlichkeiten zum "Tag des Sieges" in Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, der in Russland große symbolische Bedeutung hat.
Was will die Ukraine? Sie wollte die Waffenruhe bereits früher beginnen lassen – in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai. Wie lange sie genau aufrechterhalten werden soll, ist unklar.
Was ist der Hintergrund? Russland nutzt den 9. Mai traditionell für militärische Machtdemonstrationen. In diesem Kontext wurde eine Feuerpause angekündigt. Die Ukraine steht solchen Ankündigungen skeptisch gegenüber, da frühere Waffenruhen oft nicht eingehalten wurden.
Warum kündigt die Ukraine eine eigene Waffenruhe an? Das kann als Signal verstanden werden: Kiew will zeigen, dass es grundsätzlich zu Deeskalation bereit ist, gleichzeitig aber nicht einseitig russischen Bedingungen folgen möchte. Eine eigene Waffenruhe gibt der Ukraine mehr Kontrolle über Zeitpunkt und Bedingungen.
Wie fällt die Reaktion auf die russische Feuerpause aus? Die ukrainische Führung reagiert zurückhaltend und misstrauisch. Sie betont, dass eine echte Waffenruhe überprüfbar und dauerhaft sein müsse.
Welche militärische Bedeutung hat das? Kurzfristige Feuerpausen haben oft begrenzten Einfluss auf den Kriegsverlauf. Beide Seiten können sie nutzen, um Kräfte zu sammeln, Nachschub zu organisieren oder ihre Positionen zu festigen.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump hat den Papst erneut öffentlich scharf angegriffen. In einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh Hewitt kritisierte er die Haltung von Leo XIV. zum Irankrieg.
Was genau hat Trump gesagt? Er erklärte, der Papst halte es für "in Ordnung", wenn der Iran Atomwaffen besitze, "ich glaube nicht, dass das sehr gut ist." Dann fügte er hinzu, der Papst gefährde damit "viele Katholiken und viele Menschen".
Was ist der Haken? Der Papst hat nie eine solche Position vertreten.
In welchem Kontext fiel die Aussage? Die Äußerungen stehen im Zusammenhang mit einem seit Wochen eskalierenden Konflikt zwischen Trump und dem Vatikan über den Krieg im Nahen Osten, insbesondere dem Iran-Konflikt.
Warum sind die Aussagen brisant? Weil der Papst am Donnerstag Besuch bekommt. Um 11.30 Uhr wird Leo XIV. den amerikanischen Außenminister, Marco Rubio, empfangen. Rubio ist römisch-katholisch.
Was wird dem Papst tatsächlich vorgeworfen? Trump kritisiert den Papst vor allem für dessen wiederholte Friedensappelle im Nahen Osten, seine Ablehnung militärischer Eskalation und indirekter Kritik an der US-Politik im Iran-Konflikt. Er interpretiert diese Positionen als Schwäche bzw. als indirekte Unterstützung iranischer Interessen.
Wie ist die tatsächliche Position des Papstes? Papst Leo XIV. hat wiederholt zu Waffenstillständen und Dialog aufgerufen, vor einer Eskalation im Nahen Osten gewarnt und sich ausdrücklich für eine Welt ohne nukleare Bedrohung ausgesprochen
Worum geht es? Ein 33-Jähriger war am Montag um 16.45 Uhr mit seinem VW Taigo in die Fußgängerzone von Leipzig gerast. Es gab zwei Todesopfer, eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann, und mehrere Verletzte.
Was weiß man über weitere Opfer? Sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 wurden verletzt, zwei davon schwer, ein Mann (75) und eine Frau (84). Außerdem mussten laut Leipziger Volkszeitung 80 Personen psychologisch betreut werden.
Was weiß man über den Verdächtigen? Er heißt Jeffrey K., ist deutscher Staatsbürger mit Wohnsitz Leipzig. Der mutmaßlich Amokläufer ist Amateurboxer und hat früher ehrenamtlich Boxtrainings geleitet.
Hat er eine Vorgeschichte? Polizeilich gibt es wenig. Aktenkundig sind "Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld". Gemeint sind Beleidigungen. Die Vorfälle stammen aus dem heurigen Jahr, körperliche Gewalt war da nicht im Spiel.
Keine Vorstrafen? Laut Spiegel gab es "nur" 2014 eine Verurteilung zu einer Geldstrafe wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Vermummungsverbot. Es soll einen Streit um Fußball gegeben haben.
Aber? Was schon der MDR berichtet hatte, konkretisierte sich am Dienstag. Am 17. April 2026 kam es offenbar aufgrund verbaler Entgleisungen zu einem Polizeieinsatz, Jeffrey K. begab sich daraufhin freiwillig in ein Spital.
Wie lange blieb er dort? 12 Tagen. Er trat erst am 29. April wieder aus.
Weswegen wurde der behandelt? Das sächsische Sozialministerium bestätigte auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung, dass sich der mutmaßliche Täter in der geschlossenen Abteilung des Fachkrankenhauses für Psychiatrie und Psychotherapie in Altscherbitz (Nordsachsen). Er wurde dort wegen einer akuten Psychose behandelt.
Warum wurde die Behandlung beendet? Es habe während des Aufenthalts "keine Eigen- oder Fremdgefährdung“ bestanden, sagt die Klinik. Da die medizinischen Gründe fehlten, um ihn festzuhalten, ging er, als er wollte.
Kennt man das Motiv? Nein, nach bisherigen Erkenntnissen wird ein politisches und ein religiöses Motiv ausgeschlossen.
Worum geht es? Das gegenseitige Belauern geht weiter. Die Welt wartet auf die Öffnung der Straße von Hormus, aber sie bleibt vorerst faktisch geschlossen. Außenminister Marco Rubio warf dem Iran vor, die Welt quasi als Geisel zu halten.
Gab es nicht eine US-Initiative? Ja, aber nun stellt sich heraus: Am Montag haben nachweislich nur zwei Schiffe die Wasserstraße passiert. Am Dienstag scheint kein einziges die Durchfahrt unternommen zu haben, berichtet die New York Times.
Was ist die Vorgeschichte? Zunächst hatte der Iran die Meerenge blockiert, dann folgten die Amerikaner. Die USA wollen mit "Project Freedom" blockierte Handelsschiffe aus der Straße von Hormus heraus geleiten.
Aber? Am Montag schickten die USA zwei Zerstörer in die Meerenge, sie wurden vom Iran beschossen, die Drohnen und Granaten wurden aber abgefangen. Die USA zerstörten im Gegenzug mehrere Schnellboote der Revolutionsgarden.
Und nun? Herrscht wieder der Krieg der Worte. Präsident Trump beantwortete am Dienstag im Oval Office Fragen von Reportern. Die US-Blockade der Straße nannte er "unglaublich" (im positiven Sinn). Dem Iran warf er vor, "ein Spiel zu spielen". Den Krieg nannte er "Scharmützel".
Und der Verteidigungsminister? Pete Hegseth rückte am Dienstag ebenfalls aus. Er sagte, der Waffenstillstand sei nach wie vor intakt. Die US-Mission zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus werde nur vorübergehend sein.
Was meint er damit? Er fügte erklärend an, dass bald andere Nationen Verantwortung übernehmen müssten, ohne ins Detail zu gehen.
Wie viele Seeleute sind in der Meerenge "gefangen"? Laut General Dan Caine, dem Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, warten mehr als 22.500 Seeleute auf über 1.550 Handelsschiffen auf die Durchfahrt.
Worum geht es? Um eine neuerliche Eskalation des Konflikts zwischen Iran und den USA – trotz eines Waffenstillstands. Der Iran beschoss am Montag in der Straße von Hormus US-Schiffe.
Was sagt der Iran, was passiert ist? Die iranische Darstellung war relativ offensiv: Laut staatlichen Medien habe die iranische Marine zwei Raketen auf ein US-Kriegsschiff abgefeuert. Ziel sei gewesen, das Schiff an der Einfahrt in die Straße von Hormus zu hindern.
Mit welcher Begründung? Das US-Schiff habe eine iranische Warnung ignoriert. Es habe gegen Regeln der Schifffahrt und Sicherheit verstoßen. Tatsächlich sollen mehrere Zerstörer der Marine durch die Straße von Hormus gefahren sein und sich nun im Arabischen Meer befinden.
Gab es Treffer? Offenbar nicht. Zunächst wurde behauptet, ein Schiff sei getroffen worden. Ein iranischer Vertreter sprach später von einem "Warnschuss".
Was stimmt? Admiral Brad Cooper, Chef des US-Zentralkommandos, sagte am Montagabend, dass US-Kriegsschiffe die Marschflugkörper und Drohnen abgeschossen hätten, die der Iran auf die Schiffe und Handelsschiffe abgefeuert habe.
Wie reagierten die USA? Die Kampfhubschrauber der Armee, insbesondere die Apache-Hubschrauber, versenkten sechs iranische Militärschnellboote, berichtet die New York Times. Donald Trump sprach sogar von sieben zerschossenen Schnellbooten.
Was ist der Kontext des Zwischenfalls? Der Vorfall steht in direktem Zusammenhang mit einer neuen US-Initiative: Die USA wollen mit "Project Freedom" blockierte Handelsschiffe aus der Straße von Hormus heraus geleiten.
Was heißt das? Der Iran kontrolliert bzw. blockiert die Meerenge weitgehend. Tausende Seeleute und zahlreiche Schiffe sitzen fest. Der Iran hatte zuvor ausdrücklich gewarnt: US-Kräfte würden angegriffen, falls sie sich nähern.
Was sagt Trump? Er drohte dem Iran mit Vernichtung, falls der Iran US-Schiffe in der Straße von Hormus attackiere. In diesem Fall werde der Iran "von der Erde gefegt", sagte Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News.
Wie provozierte der Iran? Er schoss am Montag Raketen und Drohnen auf die mit den USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate ab. Die Bewohner der Emirate erhielten mindestens vier Warnmeldungen auf ihren Handys.
Gab es Treffer? Fujairah, das größte Öllagergebiet der Emirate, wurde von einer iranischen Drohne angegriffen, ein Großbrand brach aus. Fujairah befindet sich an der Ostküste am Golf von Oman.
Worum geht es? Nach einer wochenlang dauernden Hilfsaktion wurde Buckelwal Timmy am Samstag in die Freiheit entlassen. Nun eskaliert der Streit rund um die angebliche Rettung immer mehr.
Warum? Helfer erheben schwere Vorwürfe gegen Behörden und Organisationen insbesondere wegen eines eingesetzten Trackers und fehlender Belege für den Einsatz.
Was ist laut offizieller Darstellung passiert? Timmy war im Februar in der Ostsee gestrandet. In der vergangenen Woche wurde er in sichere Gewässer geschleppt. Vor der Freilassung soll er mit einem Tracker versehen worden sein.
Aber? Es gibt keine Dokumentation der Freilassung. Keine Bilder, keine Videos. Wesentliche Mitarbeiter wurden ausgesperrt. Es gibt Vorwürfe, das Tier sei nicht fachgerecht ins Meer entlassen worden, Tierquälerei steht im Raum.
Was ist mit dem Tracker? Es ist weder bekannt, um welches Gerät es sich handelt, noch wie er angebracht wurde. Es soll nicht einmal ein Funktionstest durchgeführt worden sein. Und: Die Daten werden geheim gehalten.
Warum ist das wichtig? Weil die Verantwortlichen behaupten, sie würden Vitalzeichen von Timmy übermittelt bekommen. Der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus sagt nun: "Es gibt keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten des Wals liefern kann – wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit."
Was ist noch seltsam? Der Tracker soll am Tier festgeschraubt worden sein. Üblich sei eine Befestigung an der Rückenfinne, da nur Daten übermittelt werden, wenn sich das Tier an der Wasseroberfläche befindet.
Was sagen die Verantwortlichen dazu? Die beteiligten Stellen weisen die Vorwürfe zurück oder relativieren sie. Sie verweisen auf schwierige Einsatzbedingungen im offenen Meer und darauf, dass der Schutz des Tieres Vorrang vor Dokumentation gehabt habe.
Worum geht es? Das Problem ist nicht neu, aber es spitzt sich zu. Auf Ibiza haben Behörden und Naturschutzgruppen einen verstärkten Kampfgegen eingeschleppte Schlangenarten gestartet.
Warum? Grund ist, dass sich dort seit einigen Jahren nicht-heimische Nattern stark ausbreiten.
Welche Schlangen sind gemeint? Es handelt sich vor allem um die Hufeisennatter (Hemorrhois hippocrepis), eine ursprünglich aus Nordafrika stammende Art.
Warum sind diese Schlangen ein Problem? Die Art ist auf den Balearen nicht heimisch, es handelt sich um einen eingeschleppten Prädator, der besonders anpassungsfähig ist und sich rasant vermehrt.
Was ist die Folge? Die eingeschleppten Nattern bedrohen das lokale Ökosystem massiv: Sie fressen große Mengen an Eidechsen, kleinen Vögeln und anderen Kleintieren.
Wen trifft es besonders? Die endemische Ibiza-Eidechse (Podarcis pityusensis) ist das Symboltier der Insel. Sie gilt als gefährdet.
Wie sind die Schlangen nach Ibiza gekommen? Durch unbeabsichtigte Transporte durch Menschen. Vor allem über importierte Olivenbäume und Zierpflanzen vom spanischen Festland. In den Wurzelballen oder Erdbereichen konnten sich Jungschlangen oder Eier verstecken.
Was bedeutet "Kampf gegen die Nattern" konkret? Die Behörden haben mehrere Maßnahmen gestartet: Es kommen spezielle Schlangenfallen zum Einsatz, gefährdete Gebiete werden überwacht. Es gibt Schulungsprogramme für Landwirte und Gärtner sowie Meldesysteme.
Wer macht mit? Vor allem die Bevölkerung ist aufgerufen, es gibt eigene Facebookgruppen. Die Inselverwaltung beschäftigt seit diesem Jahr zudem 13 hauptamtliche Schlangenbekämpfer.
Warum ist die Situation so ernst? Die Schlangen haben keine natürlichen Feinde auf Ibiza, deshalb hat sich die Population rasant vergrößert. Ziel ist es, die Population stark zu reduzieren.
Worum geht es? Die Erben des verstorbenen Samsung-Chefs Lee Kun-hee, langjähriger Vorsitzender des Mischkonzerns, haben die Erbschaftssteuer in Höhe von rund 8 Milliarden US-Dollar nun vollständig beglichen.
Wer ist betroffen? Die Familie von Lee Kun-hee, insbesondere seine Kinder. Darunter befindet sich Lee Jae-yong (auch Jay Y. Lee genannt), der heute der faktische Konzernführer ist.
Warum so viel? Südkorea hat eines der strengsten Erbschaftssteuersysteme weltweit: Es sind bis zu 50 Prozent auf große Vermögen abzuführen, es gibt zusätzliche Aufschläge für Unternehmensanteile (Kontrollprämien) und eine sehr hohe Bewertung von Unternehmensbeteiligungen.
Wie stemmte die Familie das? Die Zahlung erfolgte nicht auf einmal in bar, sondern über mehrere Jahre und verschiedene Mechanismen.
Nämlich? Die Kunstsammlung (Pablo Picasso bis Salvador Dali) wurde zum Teil verkauft, Geld aus Dividenden genutzt. Es gab auch eine Ratenzahlungsvereinbarung.
Muss man sich Sorgen machen? Laut Bloomberg Billionaires Index verfügt die Familie Lee über ein Gesamtvermögen von mehr als 45 Milliarden Dollar. Es hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, da die Nachfrage nach Computerchips wegen der KI explodiert ist.
Warum ist diese Zahlung historisch bedeutend? Es handelt sich um die höchste Einzelfall-Erbschaftssteuer in Südkorea und sie gehört weltweit zu den größten jemals gezahlten Nachlasssteuern.
Welche Rolle spielt die Familie Lee heute bei Samsung? Sie bleibt trotz der Steuerzahlung zentral, sie hält weiterhin bedeutende indirekte Beteiligungen.
Wie sieht sie die Zahlung? "Steuern zu zahlen ist eine natürliche Bürgerpflicht", erklärte die Familie. Die 8 Milliarden entsprechen dem Eineinhalbfachen der gesamten Erbschaftssteuereinnahmen des Landes für das Jahr 2024.
Worum geht es? Auf dem Kreuzfahrtsschiff MV Hondius kam es während einer Atlantikreise zu einem Ausbruch des Hantavirus.
Dabei starben mindestens drei Passagiere, und mehrere weitere Menschen erkrankten schwer.
Was war das Reiseziel? Die Kreuzfahrt des Anbieters "Oceanwide Expeditions" führt von Südamerika auf die Kapverdischen Inseln. Sie liegen etwa 570 Kilometer vor der afrikanischen Westküste. 150 Passagiere waren an Bord.
Was ist mit dem Schiff aktuell? "Oceanwide Expeditions" teilte in der Nacht auf Montag mit, das Schiff liege vor den Kapverdischen Inseln, die örtlichen Behörden würden die Infizierten aber nicht von Bord lassen.
Was weiß man über die Opfer? Es soll sich um ein Ehepaar aus den Niederlanden handeln. Zunächst starb der Mann (70), seine Leiche wurde auf der britischen Insel St. Helena im Südatlantik entladen. Seine Ehefrau (69) wurde nach Südafrika gebracht, sie starb in einem Spital in Johannesburg.
Und das dritte Opfer? Seine Leiche befindet sich noch auf dem Schiff, es handelt sich um einen britischen Staatsbürger.
Gibt es weitere Betroffene? Ja, bestätigt sind drei Erkrankte, darunter zwei Besatzungsmitglieder (die sich noch an Bord befinden, aber dringend behandelt werden müssten). Eine Person davon liegt auf einer Intensivstation in Südafrika.
Wie verläuft die Krankheit bei Betroffenen? Erste Symptome sind Fieber, Muskelschmerzen, Müdigkeit. Später können schwere Probleme mit der Atmung und den Nieren entstehen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten.
Was ist das Hantavirus überhaupt? Ein seltenes, aber gefährliches Virus, benannt nach dem koreanischen Fluss Hantan-gang. Es wird meist durch Urin, Kot oder Speichel von Nagetieren übertragen. Die Sterblichkeit ist relativ hoch, die Verläufe sind schwer.
Wie konnte sich das Virus auf einem Schiff verbreiten? Das ist noch nicht geklärt. Die Übertragung muss nicht durch direkten Kontakt mit Tieren erfolgen, auch Staub ist möglich, ebenso ein verunreinigtes Nahrungsmittel.
Warum habe ich zuletzt etwas über Hantaviren gelesen? Vor einem Jahr starb die Ehefrau des Schauspielers Gene Hackman, Betsy Arakawa, in New Mexico an einer Hantavirusinfektion.
Worum geht es? Wer daran glaubt, könnte es für einen Fluch halten. Schon im September des Vorjahres konnte der spanische Premierminister Pedro Sánchez wegen einer Flugzeugpanne nicht an einem Polit-Treffen teilnehmen.
Was passierte? Sánchez war auf dem Weg nach Paris, als bei seiner Falcon eine technische Störung aufrat. Er musste nach Madrid zurückkehren und konnte an dem Treffen nur übers Internet teilnehmen.
Und jetzt? Musste der Airbus A310 des sozialdemokratischen Premierministers Sonntagabend wegen eines technischen Problems in Ankara notlanden. Er war auf dem Weg nach Eriwan.
Warum? In der Hauptstadt von Armenien fand ein Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) statt.
Was ist die EPG? Ein politisches Format, das 2022 als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine gegründet wurde. Die Idee kam von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Der Sinn: Dialog.
Wer ist Mitglied? Die EU-Staaten, die Länder des Westlichen Balkan, die Staaten der Europäischen Freihandelsassoziation (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz), dazu Großbritannien und einige weitere Länder. Die EPG hat 50 Mitglieder.
Ist Österreich dabei? Ja, Kanzler Christian Stocker nahm auch an der bereits 8. Tagung in Eriwan teil. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz ließ sich vertreten.
Wie gravierend war das Airbus-Problem? Es reichte jedenfalls aus, dass Sánchez und seine Delegation die Nacht in der Türkei verbringen mussten.
Worum geht es? Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich öffentlich abfällig über die – seiner Meinung nach nicht vorhandene – Iran-Strategie der USA geäußert. Die Reaktion von US-Präsident Donald Trump folgte postwendend.
Wie sieht die Reaktion aus? Trump kündigte einerseits den Abzug von 5.000 in Deutschland stationierten US-Soldaten an. Und er strich die eigentlich fixe Lieferung von amerikanischen Raketen und Marschflugkörpern für die Bundeswehr.
Welche Waffen hat Trump einkassiert? "Tomahawk"-Marschflugkörper sowie "Dark Eagle"-Raketen. Da Europa bislang diese Waffensysteme nicht selbst in ausreichender Menge produzieren kann, hatte Trumps Vorgänger Joe Biden der Bundesrepublik die Lieferung 2024 zugesagt. Der amtierende Präsident kündigte diese Abmachung nun auf.
Weshalb sind die Systeme so wichtig? Weil sie Angriffe bis tief ins feindliche Hinterland ermöglichen. "Tomahawks" haben etwa eine Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern, die Hyperschallraketen vom Typ "Dark Eagle" sogar von mindestens 2.700 Kilometern.
Was macht diese Waffen so besonders? Sie sind für die Luftabwehr der Verteidiger nur sehr schwer abzufangen bzw. zu zerstören. Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, welche Bedeutung diesen Waffensystemen zukommt.
Weshalb produziert Europa nicht selbst solche Waffen? Weil die Entwicklung jahrelang verschlafen worden war. Nach Russlands Angriff auf die Ukraine besann man sich eines Besseren und arbeitet seither an neuen Systemen.
Wann ist damit zu rechnen? Laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel wird es mindestens noch bis 2030 dauern, ehe neue derartige Waffensysteme aus europäischer Entwicklung einsatzfähig sind.
Worum geht es? Dramatische Szenen Montag in der Leipziger Innenstadt. Ein 33-Jähriger gibt um 16.45 Uhr plötzlich mit seinem VW Taigo Gas und rast in eine Fußgängerzone. Die Folge: Tote, Verletzte.
War es ein Attentat? Sowohl der Ministerpräsident von Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), als auch der Oberbürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung (SPD), sprechen von einer "mutmaßlichen Amokfahrt". Der Verdächtige soll sich bei seiner Festnahme "auffällig" benommen haben.
Was weiß man über die Opfer? Zwei Menschen starben, eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann. Bis zu 20 Personen wurden verletzt, vier davon mussten ins Krankenhaus gebracht werden. In der Notaufnahme am Klinikum St. Georg wurde Katastrophenalarm ausgelöst.
Was weiß man über den Fahrer? Laut Polizei handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz Leipzig. Der Mann soll laut Leipziger Volkszeitung Amateurboxer und bereits polizeibekannt sein.
Was heißt das? Nach Informationen des MDR soll der mutmaßliche Täter erst am Sonntag aus einer der Psychiatrie entlassen worden sein. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat diese Information gegenüber der LVZ weder bestätigt noch dementiert.
Kennt man das Motiv? Nein, noch nicht. Der mutmaßliche Täter blieb mit seinem Fahrzeug selbst stehen. Er wurde von den Einsatzkräften gestellt und festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei Fällen.
Worum geht es? Von der Kritik vernichtet, vom Publikum geliebt. Das Biopic "Michael" startete weltweit mit rund 217 Millionen US-Dollar am ersten Wochenende und stellte damit einen Rekord für Musik-Biopics auf.
Wo wurde das Geld verdient? Mehrere Medien bestätigen: 97 Millionen US-Dollar wurden in Nordamerika eingenommen, rund 120 Millionen international.
Wie liegt das im Vergleich? "Michael" übertrifft frühere Musik-Biopics wie "Bohemian Rhapsody" oder "Straight Outta Compton" (über die Rapper-Freunde Dr. Dre, Ice Cube, Eazy-E, DJ Yella und MC Ren) deutlich. Der Film über Queen spielte am Startwochenende weltweit rund 141 Millionen US-Dollar ein.
Was lernen wir daraus? Dass die Kluft zwischen Kritikern und Zuschauern immer weiter aufgeht. "Michael" bekam von den Profis auf Rotten Tomatoes eine Bewertung von mageren 37 Prozent. Im Vergleich dazu fanden ihn die Kinobesucher zu 97 Prozent gut.
Und in Österreich? War Michael wie in den meisten Ländern ebenfalls Nummer 1. Am Start-Wochenende sahen den Film 42.546 Fans im Kino.
Worum geht es? Ein französischer Teenager steht in Singapur vor Gericht. Der 18-Jährige hatte ein Video veröffentlicht, in dem er einen Strohhalm aus einem öffentlichen Orangensaftautomaten ableckte und anschließend wieder in den Strohhalmspender zurücksteckte.
Was ist der Vorwurf? Sachbeschädigung (weil der Automat bzw. die Hygiene beeinträchtigt wurde) und Ruhestörung bzw. öffentliches Ärgernis. In Singapur fallen solche Handlungen oft unter strenge Gesetze zum Schutz der öffentlichen Ordnung und Sauberkeit.
Warum wurde der Fall bekannt? Der Teenager hatte das Video selbst auf Instagram verbreitet. Erst dadurch wurde der Vorfall öffentlich und von den Behörden verfolgt.
Wann wird der Fall verhandelt? Am 22. Mai, es fand aber bereits diese Woche eine Verhandlung statt, weil der Student an der ESSEC Business School auf den Philippinen ein Praktikum absolvieren muss, das für den Studienabschluss nötig ist.
Und, darf er? Ja, urteilte das Gericht. Aber er muss erreichbar sein, spätestens 24 Stunden nach seiner Rückkehr den Reisepass abgeben und eine Kaution von 5.000 US-Dollar hinterlegen.
Wie reagierte die Automatenfirma? IJooz, das Unternehmen hinter dem Saftautomaten, erstattete Anzeige bei der Polizei, desinfizierte den Automaten und tauschte alle 500 Strohhalme aus.
Was drohen für Strafen? Für Sachbeschädigung kann ein Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, einer Geldstrafe oder beidem bestraft werden. Für Ruhestörung droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten, eine Geldstrafe von bis zu 2.000 US-Dollar oder beides.
Worum geht es? Anfang dieser Woche hatte der deutsche Kanzler Friedrich Merz (CDU) Donald Trumo kritisiert. Die USA würden von der iranischen Führung "gedemütigt" werden und hätten keine Ausstiegsstrategie aus dem Krieg. Nun kam die Antwort.
Nämlich? In einem Posting auf Truth Social schrieb Trump: "Der deutsche Bundeskanzler sollte mehr Zeit darauf verwenden, den Krieg mit Russland/Ukraine zu beenden (wo er völlig wirkungslos war!) und sein marodes Land, insbesondere die Bereiche Migration und Energie, wieder aufzubauen."
Statt? "Weniger Zeit damit verbringen, sich in die Bemühungen einzumischen, die iranische Atombedrohung zu beseitigen. Dadurch würde die Welt, einschließlich Deutschland, sicherer werden!" Das Posting ist mit "Präsident DJT" unterschrieben.
Was ist gemeint? Deutschland gehört zu den größten Unterstützern der Ukraine (finanziell, militärisch, humanitär). Gleichzeitig setzt Berlin stark auf Abstimmung mit EU und NATO statt auf eigenständige Verhandlungen. Trump dagegen will schnellere Verhandlungen mit Russland.
Reagierte Merz? Nur indirekt. Er bemühte sich bei einem Besuch auf einem deutschen Militärstützpunkt in Münster um einen deutlich versöhnlicheren Ton. Er betonte die Bedeutung der Beziehungen zur NATO und zu den USA und kritisierte den Iran dafür, dass er sich weigere, an Friedensverhandlungen teilzunehmen.
Warum die Kehrtwende? Trumps jüngster Ausbruch erfolgte einen Tag, nachdem er angedeutet hatte, dass die US-Militärpräsenz in Deutschland überprüft werde, wobei eine "mögliche Reduzierung" in Erwägung gezogen und eine Entscheidung in Kürze erwartet werde.
Worum geht es? Eine neue Statue, die dem Künstler Banksy zugeschrieben wird, ist über Nacht in London aufgetaucht. Sie wurde im Stadtteil Westminster aufgestellt und sorgte sofort für Aufsehen.
Wo genau steht die Statue? Am Waterloo Place, einer repräsentativen Gegend nahe dem Buckingham Palace.
Was stellt die Statue dar? Einen Mann im Anzug, der nach vorn schreitet, dessen Gesicht aber von einer großen wehenden Flagge verdeckt wird. Er scheint "blind" in den Abgrund eines Sockels zu gehen.
Was könnte gemeint sein? Ein Kommentar zu "blindem Patriotismus" oder politischer Orientierungslosigkeit.
Wie wurde sie installiert? Die Statue wurde offenbar nachts heimlich aufgestellt. Ein Video auf Social Media zeigt den Transport per Spezialfahrzeug. Das ist typisch für Banksy: eine überraschende, nicht angekündigte Aktion.
Hat Banksy die Arbeit bestätigt? Ja, im Sockel befindet sich eine Signatur. Banksy hat über Social Media bestätigt, dass er Urheber ist. "Da war eine kleine Lücke," schrieb er.
Worum geht es? Laut einem Bericht des Wall Street Journal überlegt Amazon Prime, die Streaming-Sparte von Jeff Bezos' Firma, "The Apprentice" (etwa "Der Lehrling") neu aufzulegen – also jene Reality-TV-Show, die Donald Trump den Weg in die Politik geebnet hat.
Was ist das Konzept von "The Apprentice"? In der Sendung konkurrierten Kandidatinnen und Kandidaten bei einem "ultimativen" Bewerbungsverfahren wochenlang darum, einen Job bei dem damaligen Unternehmer Donald Trump zu bekommen.
Wie lange lief die Show? Ab 2004 insgesamt 14 Staffeln lang. Sie erreichte in den USA ein Millionenpublikum und machte den Immobilienunternehmer erst landesweit bekannt. Sein Spruch "You're fired" ("Du bist gefeuert") wurde zum geflügelten Wort.
Wer soll moderieren? Laut der Zeitung sei Trumps ältester Sohn Donald Trump Jr. dafür im Gespräch. Er führt aktuell die Trump Organization, den milliardenschweren Mischkonzern der Familie.
Was sagt Don Jr. dazu? Laut Amazon werde das Thema derzeit noch intern diskutiert, Gespräche mit der Familie Trump seien bislang noch keine geführt worden.
Wo soll die Show laufen? Auf Amazon Prime, der Streamingplattform des Unternehmens. Dort ist mittlerweile auch "Melania" gelandet, der insgesamt etwa 75 Millionen teure Dokumentarfilm über Melania Trumps Aufgaben in den Tagen vor der zweiten Amtseinführung ihres Mannes im Jänner 2025.
War "Melania" erfolgreich? Eher weniger. Laut offiziellen Zahlen hat der Film in Nordamerika etwa 16 Millionen Dollar in den Kinos eingespielt, im Rest der Welt fand er so gut wie kein Publikum. In Österreich kam der Film zwar auch ins Kino, wurde aber nur von insgesamt 193 Menschen gesehen.
Worum geht es? Die "USS Gerald R. Ford", aktuell der größte Flugzeugträger der US-Navy, soll schon in den nächsten Tagen den Kriegsschauplatz Iran verlassen und in die USA zurückkehren. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf mehrere Beamte.
Warum das? Das von zwei Atomreaktoren angetriebene Kriegsschiff befindet sich seit Monaten im Einsatz. Zunächst vor der Küste von Venezuela, wo man u. a. Jagd auf angebliche Drogenschmuggler machte. Danach ging es nahtlos weiter ins Rote Meer für den Einsatz gegen den Iran. Dabei kam es allerdings zu einem Zwischenfall an Bord.
Was ist geschehen? In einem Lüftungsschacht eines Wäscheraumes brach ein Brand aus, der sich auf weitere Teile des Schiffes ausbreitete, berichtet der Spiegel. Die Bekämpfung der Flammen dauerte insgesamt 30 Stunden. Daraufhin musste das Schiff bereits einmal während des Iran-Einsatzes kurzfristig Kreta anlaufen. Nun wurde die Rückkehr in die USA befohlen.
Was sind die Schäden am Schiff? Durch das Feuer wurden etwa die Schlafplätze von 600 der insgesamt 4.600 Crewmitglieder an Bord unbenutzbar gemacht. Zudem kommt es immer wieder zu Störungen im Toilettensystem des Schiffes – die allerdings nichts mit dem Brand zu tun haben.
Wann beginnt die Heimreise? Bereits in den kommenden Tagen, heißt es. Abgelöst wird das 13 Milliarden Dollar (ca. 11 Mrd. Euro) teure Riesenschiff durch die "USS George H.W. Bush", die mittlerweile in der Region eingetroffen ist.
Wie lange werden die Reparaturen dauern? Das steht bislang nicht exakt fest. Experten gehen aber von einer monatelangen Pause für die "Gerald R. Ford" aus.
Worum geht es? Wenige Tage vor der Eröffnung der Kunstbiennale in Venedig trat die fünfköpfige Jury der Schau am Donnerstag geschlossen zurück. Anlass dafür ist die Teilnahme von Künstlern aus Russland und Israel an der Veranstaltung.
Was ist die Biennale von Venedig? Eine der renommiertesten Kunstausstellungen der Welt. Sie findet seit 1895 alle zwei Jahre statt, heuer zwischen 9. Mai und 22. November. Teilnehmende Länder bestimmen einen Künstler oder eine Gruppe von Künstlern, die für ihr Land eine Ausstellung gestalten.
Welche Art von Kunst wird gezeigt? Im Zentrum steht aktuelle, internationale Gegenwartskunst. Das Spektrum ist bewusst breit und experimentell: Malerei und Skulpturen, Installationen, Video- und Medienkunst, Performance & Live-Art oder Digitale Kunst werden präsentiert.
Weshalb trat die Jury zurück? Weil sie sich gegen die Teilnahme Krieg führender Länder ausgesprochen hatte, aber von der Leitung der Biennale diesbezüglich nicht gehört wurde. Der Protest richtet sich konkret gegen Russland (wegen des Ukraine-Krieges) und Israel (wegen des Gaza-Konfliktes).
Gab es politischen Druck? Es deutet manches darauf hin. Vor allem die Ankündigung der Jury, die Künstler aus Russland und Israel keinesfalls auszuzeichnen, weil die Staatschefs ihrer Länder vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht werden, führte zu Protesten.
Was war die Angst? Der israelische Bildhauer Belu-Simion Fainaru, der sein Land in Venedig vertritt, hatte der Jury rassistische Diskriminierung vorgeworfen und mit einer Klage gedroht. Laut New York Times rief ihn Italiens Kulturminister deshalb an, um ihm Unterstützung zu versichern.
Wozu braucht die Biennale überhaupt eine Jury? Weil an sich immer am Ende der Veranstaltung Preise für herausragende Leistungen vergeben werden. Nun sollen erstmals die Besucher der Schau ihre Favoriten wählen.
Worum geht es? Eli Lilly and Company hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von knapp 20 Milliarden US-Dollar erzielt und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.
Wie gut wurde verdient? Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Wachstum von rund 56 Prozent erzielt, was für einen Pharmakonzern dieser Größe außergewöhnlich hoch ist. Der Nettogewinn lag bei etwa 7,4 Milliarden US-Dollar, der Gewinn je Aktie bei rund 8,55 US-Dollar.
Was ist der Grund? Der Haupttreiber dieser Entwicklung sind Abnehm-Medikamente aus der Klasse der GLP-1-Wirkstoffe, insbesondere Mounjaro und Zepbound. Mounjaro brachte im Quartal über 8,5 Milliarden US-Dollar ein, während Zepbound auf gut 4 Milliarden US-Dollar kam.
Wie relevant sind die beiden? Zusammen stehen diese Produkte für etwa zwei Drittel des gesamten Konzernumsatzes. Die Nachfrage wird durch den globalen Boom bei Therapien gegen Diabetes und Adipositas angetrieben.
Was kommt neu? Das Unternehmen versucht parallel, sein Portfolio zu erweitern. Dazu gehört unter anderem die Einführung des Präparats Foundayo, einem täglich einzunehmenden, oralen Arzneimittel zur Behandlung von Adipositas bzw. Übergewicht.
Wie läuft die Markteinführung? Bislang noch verhalten, Foundayo wird aber langfristig Wachstumspotenzial zugeschrieben.
Was ist die Prognose? Für das Gesamtjahr hat Eli Lilly seine Prognose angehoben und rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 82 und 85 Milliarden US-Dollar sowie einem weiter steigenden Gewinn.
Worum geht es? Am Mittwoch griff ein Mann knappp vor 12 Uhr mittags im Londoner Stadtteil Golders Green zwei Männer mit dem Messer an. Die beiden Männer, 34 und 76 Jahre alt, wurden dabei schwer verletzt.
Wo genau geschah der Angriff? Die Tat ereignete sich auf bzw. nahe der Golders Green Road – einem Gebiet mit viel jüdischer Bevölkerung. Ein Opfer wurde vor einem Geschäft, das andere an einer Busstation nahe einer Synagoge attackiert.
Was weiß man über den Täter? Der 45-jährige Mann wurde mit dem Messer in der Hand gefilmt (hier die Bilder). Er soll gezielt versucht haben, jüdische Passanten anzugreifen. Der Angreifer war sowohl der Polizei als auch dem Deradikalisierungsprogramm Prevent der Regierung bekannt.
Wie wurde er festgenommen? Er wurde zunächst von Mitgliedern der jüdischen Nachbarschaftswache (Shomrim) gestoppt. Dann ging er mit dem Messer im Anschlag auf zwei Polizisten zu, die ihn mit einem Taser überwältigten.
Wie geht es den Opfern? Die beiden Verletzten wurden medizinisch versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Berichten zufolge sind sie nicht in Lebensgefahr.
Wird ein antisemitisches Motiv angenommen? Ja, der Täter soll gezielt Juden als Ziele ausgesucht haben. Die Tat wurde als terroristischer Akt eingestuft.
Gibt es Hintermänner? Die pro-iranische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiyya (HAYI) bekannte sich nur wenige Stunden nach der Festnahme des Verdächtigen zu dem Anschlag, doch diese Behauptung wurde mit Skepsis aufgenommen.
Weil? Die Polizei geht davon aus, dass der Angriff von einem Einzeltäter ohne Verbindungen zu einem feindlichen Staat verübt wurde.
Wie haben Politik und Öffentlichkeit reagiert? Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Tat als "zutiefst erschütternd" und als "abscheulich". Auch andere Politiker und der Londoner Bürgermeister verurteilten den Angriff scharf. Es wurde mehr Schutz für jüdische Einrichtungen angekündigt. Viele üben Kritik daran. Das übliche Politik-Bla Bla, sagen sie.
Steht der Angriff im Zusammenhang mit weiteren Vorfällen? Ja, der Angriff ist Teil einer Serie antisemitischer Vorfälle in London. Israel warf Großbritannien am Mittwoch vor, die Kontrolle über den Antisemitismus verloren zu haben.
Worum geht es? Die Europäische Union beschuldigt Meta, EU-Recht verletzt zu haben. Kinder unter 13 Jahren seien nicht wirksam daran gehindert worden, Plattformen wie Instagram oder Facebook zu nutzen, ergab eine Untersuchung.
Gegen welche Regeln könnte das verstoßen? Im Fokus stehen vor allem der Digital Services Act (DSA) und die Datenschutz-Grundverordnung. Beide verlangen strenge Maßnahmen zum Jugendschutz und zur Altersverifikation.
Warum ist das ein Problem? Kinder unter 13 gelten als besonders schutzbedürftig: Sie können Risiken sozialer Medien (z. B. Sucht, Mobbing, Inhalte) schwer einschätzen. Ihre Daten dürfen nur sehr eingeschränkt verarbeitet werden. Plattformen müssen aktiv verhindern, dass sie sich unerlaubt anmelden.
Was droht Meta jetzt? Eine hohe Geldstrafe (beim DSA bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes) von bis zu 15 Milliarden Euro, Auflagen zur Verbesserung der Alterskontrollen, im Extremfall Einschränkungen einzelner Funktionen in der EU.
Welche konkreten Änderungen könnten folgen? Meta könnte gezwungen werden, strengere Altersverifikation einzuführen (z. B. Ausweis- oder KI-Checks), Kinderkonten automatisch zu blockieren oder einzuschränken, weniger personalisierte Werbung für Minderjährige zu zeigen und mehr Transparenzberichte vorzulegen.
Betrifft das nur Meta? Nein. Der Fall ist ein Signal an die gesamte Branche. Auch Plattformen wie TikTok oder Snapchat stehen unter ähnlicher Beobachtung. Die EU setzt damit strengere Standards für Kinderschutz im Internet.
Was bedeutet das für Nutzer in Europa? Eltern bekommen mehr Kontrolle und Schutzmechanismen. Kinder könnten schwieriger Zugang zu Plattformen erhalten. Insgesamt wird die Nutzung sozialer Medien in der EU stärker reguliert.
Ist das Verfahren schon entschieden? Es handelt sich um einen Schuss vor den Bug. Der Konzern muss auf die Vorhalte reagieren und Maßnahmen zur Beseitigung vorschlagen. Erst dann wird entschieden, wie es weitergeht.
Worum geht es? Russland wird seine traditionelle Siegesparade am 9. Mai (Tag des Sieges über Nazi-Deutschland) ohne militärisches Großgerät abhalten. Das erklärte das Verteidigungsministerium.
Warum? Aus Angst vor Drohnenangriffen durch die Ukraine. Militärfahrzeuge könnten ein leicht erkennbares Ziel darstellen. Der Schutz der Hauptstadt Moskau habe Priorität.
Die Russen fürchten einen Angriff auf dem Roten Platz? Eher im Vorfeld. Die Ausrüstung ist schon in der Vorbereitungsphase angreifbar, da die Truppenkolonnen außerhalb Moskaus auf offenen Übungsplätzen parken und proben. Sie können leicht mit Drohnen getroffen werden.
Was ist normalerweise Teil der Parade? Üblicherweise zeigt Russland Panzer, Raketen und Militärfahrzeuge, dazu Luftwaffen-Überflüge. Tausende Soldaten marschieren in Formation an der Ehrentribüne vorbei.
Was ändert sich konkret? Der Fokus wird stärker auf der Zeremonie, Veteranen und Symbolik liegen. Auch Kadetten von Militärschulen und militärischen Jugendeinrichtungen würden nicht teilnehmen, so das Verteidigungsministerium.
Welche Bedeutung hat diese Entscheidung? Es darf als Signal für eine erhöhte Bedrohungslage verstanden werden. Ungewöhnlich deutlich zeigt Russland an, dass der Krieg auch im russischen Inland spürbar ist.
Gab es ähnliche Änderungen zuvor schon? Ja, aber selten, etwa während der Pandemie. Seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine 2022 sind die Paraden reduziert, im Vorjahr gab es wegen der Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag eine Ausnahme.
Worum geht es? Der Preis für Brent-Rohöl ist am Mittwoch auf etwa 115 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Das ist der höchste Stand seit rund einem Monat.
Ist der Irankrieg schuld? Ja, aber nicht allein. Der Ausstieg der Vereinigten Arabischen Emirate aus OPEC und OPEC+ spielt ebenfalls eine Rolle. Zudem haben die letzten Tanker, die vor dem Krieg im Nahen Osten losgefahren waren, nun ihre Zielhäfen erreicht. Es kommt kaum was nach.
Was ist die Folge? Treibstoffpreise steigen (Benzin und Diesel werden teurer), Heizkosten können zulegen. Indirekt steigen oft auch Transport- und Lebensmittelpreise.
Wie reagierte die EU? Sie lockerte am Mittwoch ihre Regeln für staatliche Beihilfen. Staaten können nun betroffene Sektoren der Wirtschaft besser mit Geld unterstützen.
Wie lange? Die Regel ist mit 31. Dezember 2026 begrenzt. Sie betrifft vor allem Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr und energieintensive Industrien.
Was heißt das konkret? Staaten können bis zu 70 Prozent der Mehrkosten aufgrund der durch die Krise verursachten Preiserhöhungen bei Kraftstoffen und Düngemitteln übernehmen. EU-Landwirte und Spediteure erhalten bis zu 50.000 € zur Deckung der Mehrkosten.
Worum geht es? Der britische König Charles III. befindet sich mit Königin Camilla derzeit auf Staatsbesuch in den USA und hat dort zwei zentrale, viel beachtete Auftritte absolviert: Reden vor dem US-Kongress und beim Staatsbankett mit Donald Trump.
Warum "viel beachtet"? Für Charles waren die Auftritte aufgrund der geopolitischen Lage heikel. Das enge Verhältnis zwischen den USA und Großbritannien zeigt tiefe Risse. Er löste das Problem mit feinsinnigem, britischem Humor.
Wie? "Wenn es uns nicht gäbe, würdet ihr Französisch sprechen", scherzte Charles beim Staatsbankett im Weißen Haus. Eine Anspielung auf den Kampf zwischen Großbritannien und Frankreich um die Vorherrschaft in Nordamerika im 18. Jahrhundert. Und eine Reaktion auf Trump, der in Davos gesagt hatte, ohne Amerika würde das Nachkriegs-Europa heute Deutsch sprechen.
Der einzige Gag? Nein, gleich zu Beginn ging er auf den Neubau des Ostflügels im Weißen Haus ein.
Nämlich wie? "Es tut mir leid, sagen zu müssen, dass wir Briten natürlich im Jahr 1814 unseren eigenen kleinen Versuch der Immobilienentwicklung des Weißen Hauses unternommen haben", sagte Charles und bezog sich dabei auf den Vorfall, als britische Truppen während des Krieges von 1812 das Weiße Haus in Brand setzten, als sie durch die eroberte Hauptstadt marschierten.
Und Donald Trump? Er witzelte ebenfalls. Er bewundere König Charles III. dafür, dass er die "Demokraten zum Aufstehen gebracht" habe, während er vor dem Kongress sprach, das sei ihm noch nie gelungen, sagte er.
Was war im Kongress? Charles bekam 12 Standing Ovations. Für Sätze wie: Die Verteidigung der Ukraine erfordere "unerschütterliche Entschlossenheit". Oder: "Die Stärke unserer Gesellschaften liegt in ihrer Freiheit und Vielfalt".
Wie endete das Dinner? Charles schenkte Trump eine historische Glocke ("wenn Sie uns jemals brauchen, einfach klingeln") und dankte Trump für ein "wunderbares Abendessen". Es sei eine "deutliche Verbesserung gegenüber der Boston Tea Party" gewesen.
Was gab es zu essen? Kräutervelouté und Salatherzen, Ravioli mit Kräutern aus dem Garten des Weißen Hauses. Der Hauptgang war eine klassische Seezunge Müllerin Art, serviert in brauner Butter. Zum Dessert Schokoladentörtchen mit Vanillecreme.
Wer war zu Gast? Amazon-Gründer Jeff Bezos in Begleitung seiner Frau Lauren Sánchez, Apple-CEO Tim Cook. Golfer Rory McIlroy, Modedesigner Ralph Lauren und Milliardär Robert Kraft, Besitzer der New England Patriots.
Worum geht es? Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem Spiegel ein Interview gegeben. Erstaunlich offen redet er darin auch über seine Wahrnehmung von Social Media.
Was sagt er? "Ich bin nur gelegentlich auf Social Media unterwegs. Aber wenn Sie mal schauen, was dort über mich verbreitet wird, wie ich da angegriffen und herabgewürdigt werde – kein Bundeskanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen. Ich beschwere mich nicht darüber, aber so ist es."
Was ist der Hintergrund? Im Interview werden auch die Politik früherer Zeiten und ehemalige Kanzler angesprochen. Darunter Gerhard Schröder (SPD), der seine Agenda 2010 durchbrachte und dann abgewählt wurde.
Was sagt Merz? Mit Bezug auf Social Media: "Schröder hatte mit hartem Widerstand zu kämpfen, aber er wurde nicht so angefeindet, wie ich angefeindet werde."
Was fällt sonst auf? Der deutsche Kanzler räumt erstaunlich viel Selbstkritik ein. Über seine Kommunikation ("ich kann da in der Tat noch besser werden"), Unzufriedenheit in der Bevölkerung ("Wir haben kein gutes Erwartungsmanagement betrieben") oder erreichte Ziele ("Es fehlt der Nachweis, dass uns wirklich große Reformen gelingen können").
Worum geht es? Die finale Rettungsaktion für Timmy ist angelaufen. Der Buckelwal saß seit 23. März auf mehreren Sandbänken fest und drohte zu versterben.
Was passiert gerade mit Wal "Timmy"? Er wird seit Mittwoch auf einer speziellen Transportplattform in Richtung Nordsee geschleppt, sie soll ihn aus der Ostsee in tieferes und besser geeignetes Meerwasser bringen.
Wo befindet sich die Rettungsaktion? Die Aktion startete in der Ostsee vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns und führt nun über Fehmarn Richtung Nordsee, möglicherweise später weiter in den Atlantik.
Wie wird der Wal transportiert? Timmy befindet sich in einer mit Wasser gefüllten Spezial-Barge (einer Art Pool). Diese wird von einem Kahn gezogen und von Tierärzten sowie Rettungsteams begleitet.
In welchem Zustand ist Timmy? Der Wal ist geschwächt, zeigt sich aber beim Transport in sehr gutem Zustand.
Was ist das Ziel der Aktion? Den Wal aus der ungeeigneten Ostsee zu bringen und dort freizulassen, wo er bessere Überlebenschancen haben soll. Die Aktion könnte mehrere Tage dauern.
Welche Probleme gibt es bei der Rettung? Der Transport ist lang und belastend, Experten bezweifeln teilweise, ob er im offenen Meer noch überlebensfähig ist.
Wer ist beteiligt? Tierärzte, Meeresbiologen, Rettungsteams, Behörden aus Mecklenburg-Vorpommern sowie technische Spezialkräfte.
Worum geht es? Wer dachte, er zieht zurück, hat sich geirrt. In seiner Show "Jimmy Kimmel Live!" ging der TV-Moderator in der Nacht auf Mittwoch erneut auf die Trumps los und wieder spielte der Tod eine Rolle, berichtet das Wall Street Journal.
Was ist die Vorgeschichte? In der vergangenen Woche hatte sich Late-Night-Star Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig gemacht. Er nannte Melania eine "werdende Witwe". Zwei Tage später folgte der Attentatsversuch im Washington Hilton.
Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig". Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.
Passierte das? Der Vorsitzende der Federal Communications Commission, Brendan Carr, leitete eine vorzeitige Überprüfung der Fernsehsendelizenzen von Disney ein. Ein Zufall, wurde treuherzig versichert.
Nicht doch eine Rute im Fenster? Naja! Die nun vorgezogene Lizenzprüfung ist eine Folge der im März letzten Jahres eingeleiteten Untersuchung der FCC zu Disneys Initiativen in den Bereichen Diversität, Gleichstellung und Inklusion. Alles Trump ein Dorn im Auge.
Wie reagierte Kimmel? Er zeigte einen Clip, in dem sich Trump bei der First Lady dafür entschuldigte, dass er die 63-jährige Ehe seiner Eltern wahrscheinlich nicht übertreffen könne. "Moment mal, hat er gerade einen Witz über seinen Tod gemacht?", fragte Kimmel.
Und? "Nur Donald Trump würde fordern, dass ich gefeuert werde, weil ich einen Witz über sein hohes Alter gemacht habe, und dann einen Tag später selbst einen Witz über sein hohes Alter reißen."