NewsFlix.at Logo
NEWS
NEWS

10. April 2026

"Darf nicht wahr sein" Trump empört sich über Irans Wegzoll

Worum geht es? Die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA in Islamabad, Pakistan, starten erst am Samstag. Aber zuvor wurden immer mehr Stolpersteine aufgestellt.

Nämlich? US-Präsident Donald Trump ärgerte sich öffentlich darüber, dass der Iran Gebühren für die Durchfahrt von Tankern durch die Straße von Hormus erheben will.

Wie ist die Lage? Der iranische Oberste Führer hatte zuvor für sich festgelegt, dass sein Land die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße behalten werde.

Wie reagierte Trump? "Es gibt Berichte, dass der Iran von Tankern, die die Straße von Hormus passieren, Gebühren verlangt – Das darf doch nicht wahr sein, und wenn doch, dann sollen sie sofort damit aufhören!", postete er auf Truth Social.

Welchen Bericht meint er? Mutmaßlich einen Artikel in der Financial Times. Demzufolge fordert der Iran das Recht, für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, eine Gebühr erheben zu können: 1 US-Dollar pro Barrel Öl an Bord, zahlbar in Kryptowährung.

Was bedeutet das für Schiffe? Größere Tanker befördern zwei Millionen Barrel Rohöl (= knapp 320 Mio. Liter). Das heißt, sie müssten in Zukunft zwei Millionen Dollar pro Fahrt bezahlen.

Ist die Straße von Hormus offen? Theoretisch ja, aber es fahren so gut wie keine Schiffe, weil sie von den Iranern eingeschüchtert worden sein sollen. "Der Iran hat alle bedroht und genötigt", sagte ein US-Beamter zu Axios.

Kuss für Studentin Professor droht nun die Entlassung

Worum geht es? Simon Goldhill, einer der weltweit führenden Altphilologen und Professor an der Universität Cambridge, steht im Zentrum einer Untersuchung wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber einer Studentin.

Was ist geschehen? Laut einem internen Disziplinarbericht der Universität hat er einer Studentin einen unerwünschten "ausgelassenen" Kuss gegeben und sie körperlich berührt, ohne dass eine Zustimmung vorlag.

Wo lag der Tatort? Dem Bericht zufolge soll der Kuss im Herbst 2024 in einem Gemeinschaftsraum eines Colleges stattgefunden haben, die Studentin soll sich dadurch verängstigt gefühlt haben.

Was sagt der Professor? Goldhill selbst hat zugegeben, einen "übertriebenen" Kuss gegeben zu haben, behauptete aber später, er hätte keine ausdrückliche Zustimmung für eine Abschiedsgeste einholen müssen.

Keine Schuldeinsicht? Er führte an, dass er alkoholisiert gewesen sei, übernahm aber Verantwortung für sein Verhalten.

Wie urteilte der Disziplinarbericht? Die externe Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass Goldhill gegen die Verhaltensregeln der Universität verstoßen habe – insbesondere gegen Richtlinien zur sexuellen Belästigung und zum professionellen Verhalten.

Was passiert mit ihm jetzt? Goldhill trat vorübergehend von Lehr‑ und Vorlesungstätigkeiten zurück. Er soll Ende des akademischen Jahres in den Ruhestand gehen, könnte dann aber den Ehrentitel "Emeritus Professor" erhalten – was Kritikern zufolge Fragen zu Verantwortlichkeit und Folgen aufwirft.

"Lügen müssen enden" Rede von Melania sorgt für Rätselraten

Worum geht es? Ungewöhnlicher Auftritt am Donnerstag im Weißen Haus. Melania Trump gab eine kurzfristig angesetzte Erklärung im Weißen Haus ab. Anschließend wusste niemand warum.

Wie lange dauerte der Auftritt? Rund eineinhalb Minuten. Die Tür ging auf, Melania schritt Richtung Podium, sagte: "Das muss aufhören!" Was auch immer (hier das Video anschauen).

Was passierte? Melania las ein vorbereitetes Statement vor und beantwortete keine Fragen der Presse. Kernbotschaft: Sie weist jede Verbindung zu Epstein zurück ("Lügen müssen enden").

Welche Lügen? Genau das blieb unklar. Sie gab an, nie mit Epstein befreundet gewesen zu sein, es habe nur gelegentliche Treffen bei gesellschaftlichen Events gegeben. Sie habe kein Wissen über seine Verbrechen gehabt und sei kein Opfer.

Welche Vorwürfe soll es geben? Es kursierten Gerüchte und Behauptungen über Verbindungen zwischen ihr und Epstein. Konkret: eine alte E-Mail (2002) mit Epsteins Vertrauter Ghislaine Maxwell und alte Fotos aus denselben Gesellschaftskreisen.

Was sagte sie wörtlich? "Die falschen Verleumdungen über mich durch boshafte und politisch motivierte Einzelpersonen und Organisationen, die meinen guten Namen schädigen wollen, um finanziell zu profitieren und politisch aufzusteigen, müssen aufhören."

War Trump an ihrer Seite? Nein, sie kam allein.

Netanjahu will reden Nach US-Druck Gespräche mit Libanon

Worum geht es? Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat offiziell angekündigt, direkte Verhandlungen mit dem Libanon aufzunehmen. Das ist kein vages "Angebot", sagte er, sondern eine Regierungsanweisung an sein Kabinett.

Wann soll es losgehen? "So bald wie möglich", hieß es. Netanjahu reagierte damit auf Druck der USA und um die Friedensgespräche mit dem Iran nicht zu torpedieren.

Wo wird geredet? Der Beginn soll in der kommenden Woche in Washington und unter US-Vermittlung stattfinden, zunächst auf Basis von Delegationen und auf Botschafterebene.

Pausieren die Kampfhandlungen? Nein, die Angriffe durch Israel auf Ziele der vom Iran unterstützten Terrorgruppe Hisbollah laufen weiter. Aber Israel werde die Angriffe im Libanon nun nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zurückfahren.

Woher weiß man das? Trump sagte dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview, er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt.

Was ist das Ziel der Verhandlungen? Aus israelischer Sicht die vollständige Entwaffnung der Hisbollah. Dazu ein Sicherheits-Arrangement und die Stabilisierung der Grenze, möglicherweise durch Pufferzonen.

Star-Autorin outete sich "The Housemaid" stammt von Neurologin

Worum geht es? Die US-amerikanische Autorin Freida McFadden hat laut einem Interview mit USA Today jetzt ihre wahre Identität offengelegt.

Und? Demnach heißt sie in Wirklichkeit Sara Cohen und arbeitet hauptberuflich als Ärztin mit Schwerpunkt in der Behandlung und Forschung neurologischer Erkrankungen im Gehirn.

Warum das Versteckspiel? "Freida McFadden" ist ein Pseudonym, das sie für ihre schriftstellerische Tätigkeit verwendet hat, um ihre medizinische Karriere und ihr Schreiben voneinander zu trennen.

Wie umfangreich ist ihr Werk? Cohen veröffentlichte 15 Bücher, die in 40 Sprachen übersetzt wurden. Ihr bekanntester Roman ist "The Housemaid", er erschien auf Deutsch unter dem Titel "Wenn sie wüsste" im Heyne Verlag.

Warum wurde das Buch berühmt? Weil es im vergangenen Jahr mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried verfilmt wurde.

Wie tarnte sich Sara Cohen? Auf Fotos trug sie eine Perücke. Es half, dass sie  nur mehr "ein bis zweimal im Monat" als Ärztin tätig ist. Für ihren Vornamen fand sie eine kreative Lösung.

Nämlich? Die Abkürzung Freida steht für "Fellowship and Residency Electronic Interactive Database Access". Es handelt sich um den Namen einer Datenbank der Ärzteorganisation American Medical Association, wie die BBC berichtet.

Opfer Außenspiegel In Amsterdam häufen sich Diebstähle

Worum geht es? Im Straßenbild von Amsterdam sind immer öfter Autos zu sehen, deren Außenspiegel unter kleinen Säcken versteckt sind. Das soll als Schutz gegen Vandale und Diebe dienen.

Was ist der Hintergrund? Ein kürzlich auf Instagram veröffentlichtes Video zeigte mehrere Luxusautos mit verpackten Spiegeln. Das löste eine Flut von Reaktionen auch in anderen Städten aus, in denen das Problem offenbar ebenfalls existiert.

Warum Außenspiegel? Weil sie recht leicht zu stehlen sind. Amsterdam leidet unter einer Epidemie von Diebstählen, betroffen sind vorrangig mit Kameras, Totwinkelassistenten und Heizelementen ausgestattete Spiegel, wie sie in Luxusautos verbaut sind.

Was ist jetzt mit den Säcken? Autofahrer verpacken ihre Spiegel und sichern diese mit Fahrradschlössern. Dadurch wird die schnelle Demontage erschwert und dauert lange.

Lohnt sich das? Ersatzspiegel für einen Tesla Model 3 oder BMW 5er kostet beim Händler zwischen 800 und über 2.000 US-Dollar – ohne Einbaukosten. Bei manchen größeren SUVs steigt der Preis sogar auf über 3.000 US-Dollar.

Kerosin geht aus In drei Wochen droht Flugbenzin-Engpass

Worum geht es? Europäische Flughäfen könnten innerhalb von drei Wochen mit Kerosinengpässen konfrontiert werden, warnt der internationale Flughafenverband (ACI).

Wovor wird konkret gewarnt? Dass es in Teilen Europas zu Knappheit bei Kerosin (Jet Fuel) kommen kann, die Versorgung regional unterschiedlich stabil ist und einzelne Flughäfen bereits Rationierungen oder Lieferbeschränkungen melden.

Woher weiß man das? Der Flughafenverband richtete ein Schreiben an EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas. "Wenn die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nicht innerhalb der nächsten drei Wochen in nennenswertem und stabilem Umfang wieder aufgenommen wird, droht der EU ein systemischer Mangel an Flugzeugtreibstoff", heißt es darin.

Warum ist das heikel? Weil wir schon Richtung Ferien schauen müssen. Es könnten laut Verband auch Sommerflüge und Urlaubsreisen gefährdet sein, berichtet der Guardian.

Teuer wird es in jedem Fall? Ja, laut Zahlen des Luftfahrtverbandes IATA haben sich die globalen Preise für Flugzeugtreibstoff Ende letzter Woche im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und lagen bei 1.650 US-Dollar pro Tonne.

Es kriselt in Regierung CDU-Kanzler ermahnt CDU-Ministerin

Worum geht es? In der deutschen Bundesregierung ist ein offener Konflikt ausgebrochen. Das Ungewöhnliche daran ist, dass der Kanzler eine Parteifreundin zurückgepfiffen hat.

Um wen geht es? Im Mittelpunkt stehen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil und CDU-Kanzler Friedrich Merz.

Was ist passiert? Am Donnerstag waren Klingbeil und Reiche bei Merz im Kanzleramt. Der Kanzler forderte die beiden dabei auf,  "Vorbereitung für den Fall zu treffen, dass die Benzinpreise weiter und dauerhaft steigen", berichtet der Spiegel.

Aber? Von Einigkeit danach keine Spur. Reiche attackierte die SPD. "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind", polterte sie.

Warum war das ein doppelter Affront? Weil Klingbeil zu dieser Zeit gerade einen Krisengipfel einberufen hatte, zu dem auch Reiche geladen war. Aber sie schickte nur einen Abteilungsleiter.

Wie reagierte der Kanzler? Sauer. "Der Bundeskanzler ist befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung", hieß es aus seinem Umfeld. Das Statement wurde Medien zugesteckt.

Heißt? Merz gehen die zunehmenden Alleingänge seiner Wirtschaftsministerin gegen den Strich und er stellte ihr die Rute ins Fenster. Ein bisschen erinnert das an die Situation zwischen Reinhold Mitterlehner und Sebastian Kurz 2017.

9. April 2026

Keinen Kabeljau essen? Bestand in der Nordsee „kritisch niedrig“

Worum geht es? Die britische Umwelt‑Organisation Marine Conservation Society (MCS) hat ihren Good Fish Guide überarbeitet und dort Kabeljau (cod) aus Großbritannien auf die schlechteste Nachhaltigkeits‑Bewertung gesetzt.

Was heißt das? Verbraucher in Großbritannien werden dringend aufgefordert, keinen heimischen Kabeljau mehr zu kaufen oder zu essen, weil die Bestände in der Nordsee und angrenzenden Gewässern "kritisch niedrig" seien.

Handelt es sich um ein offizielles Verbot? Nein, das ist eine Konsumentenempfehlung zum Schutz der Fischbestände, kein offizielles Verbot oder eine gesetzliche Anweisung.

Was ist der Hintergrund? Der Good Fish Guide bewertet Fischarten anhand ihrer ökologischen Nachhaltigkeit und gibt Konsum‑Empfehlungen. Bestände, die stark überfischt sind oder schlecht gemanagt werden, erhalten eine „meiden“‑Bewertung.

Warum ist Kabeljau gefährdet? Bestandsrückgang durch Überfischung ist der Hauptgrund; auch Klimawandel und veränderte Umweltbedingungen könnten dazu beitragen, dass sich die Populationen nicht erholen.

Ist der Kabeljau überall gefährdet? Weltweit gesehen ist der Kabeljau nach wie vor eine gefährdete Fischart. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, beim Kauf auf die Herkunft zu achten.

Was ist MSC? Die Organisation wurde 1997 vom WWF und Unilever gegründet, arbeitet heute aber als unabhängige gemeinnützige Organisation. Das blaue Siegel ist eines der bekanntesten Kennzeichen für nachhaltigen Wildfisch, wenn auch teils umstritten.

"Nicht für uns da" Trump poltert wieder über die NATO

Worum geht es? Zwei Stunden lang besprachen NATO‑Generalsekretär Mark Rutte und US‑Präsident Donald Trump in der Nacht auf Donnerstag im Weißen Haus das Schicksal des Militärbündnisses.

Was ist der Hintergrund? Nach Auffassung von Beobachtern sucht Trump nach ausbleibenden Erfolgen im Iran nach Blitzableitern. Da erinnerte sich an frühere Zwists mit den NATO-Verbündeten und auch an Grönland.

Was ist mit der NATO? Trump ist sehr unzufrieden damit, dass viele NATO‑Partner sich weigerten, aktiv bei einer militärischen Unterstützung der USA im Iran‑Konflikt mitzumachen.

Worum ging es ihm? Er kritisierte insbesondere, dass NATO‑Mitglieder den Einsatz ihrer Lufträume und militärische Unterstützung verweigerten. Zentraler Satz: Die Allianz war "nicht für uns da war, als wir sie brauchten".

Steigt er nun aus? Rutte weigerte sich trotz beharrlichen Befragens, darüber Auskunft zu geben. Er wollte nicht einmal bestätigen, dass ein Ausstieg Thema des Gesprächs war.

Wie ordnete er den Termin ein? Rutte beschrieb das Treffen als "sehr offen und ehrlich". "Er hat mir ganz klar gesagt, was er von den Ereignissen der letzten Wochen hält", sagte Rutte in einem CNN-Interview.

KI wird zu klug Erste Hersteller haben Angst vor Start

Worum geht es? Nach Anthropic zögert nun auch OpenAI mit der Einführung eines neuen KI-Modells. Die Entwickler befürchten, dass die künstliche Intelligenz Schaden anrichten könnte, berichtet Axios.

Wie das? Die Unternehmen sprechen davon, dass die Fähigkeiten der KI einen Wendepunkt erreicht haben, vor allem was Autonomie und Hacking-Möglichkeiten angeht. Sie zögern, die Tools für alle freizugeben, weil das Risiko zu hoch ist.

Welches Risiko? Ehemalige Regierungsbeamte und hochrangige Sicherheitsexperten warnen seit einem Jahr vor KI-Modellen, die – in den falschen Händen – autonom etwa Wasserversorgungsunternehmen, das Stromnetz oder Finanzsysteme lahmlegen könnten.

Was passiert jetzt? Anthropic kündigte am Dienstag an, den Zugang zu seinem neuen Mythos Preview-Modell auf eine handverlesene Gruppe von Technologie- und Cybersicherheits-Unternehmen zu beschränken. OpenAI verfolgt nun einen ähnlichen Ansatz.

Was soll das bringen? Die betreffenden Unternehmen können Abwehrmaßnahmen erarbeiten, um sich (und andere) gegen Angriffe der KI zu wappnen.

Wird das etwas helfen? Wohl nicht auf Dauer, es gibt kein Zurück mehr. Experten sind sich einig, dass sehr bald Modelle mit ähnlich ausgereiften Fähigkeiten für alle auf den Markt kommen werden.

Heißt? Adam Meyers, Senior Vice President für Counter Adversary Operations bei CrowdStrike, bezeichnete die Fähigkeiten von Mythos als "Weckruf" für die gesamte Branche.

Vance leitet US-Team US-Vizepräsident verhandelt mit Iran

Worum geht es? Allem Säbelrasseln zum Trotz soll es nun doch zu den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA in Pakistan kommen. Start soll allerdings erst am Samstag sein, am Freitag reisen die Delegationen an.

Wo finden die Gespräche statt? In Islamabad, der Hauptstadt von Pakistan. Ein genauer Veranstaltungsort wurde bislang nicht öffentlich bekannt gegeben. Das ist bei solchen sensiblen diplomatischen Treffen üblich, aus Sicherheitsgründen.

Wen schickt der Iran? Außenminister Abbas Araghchi wird zentraler Chefverhandler. Er gilt als einer der erfahrensten Diplomaten des Landes und war schon bei den Atomverhandlungen in Wien aktiv. Dazu Mohammad Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident und politisches Schwergewicht im Machtapparat.

Wen schicken die USA? Interessant ist der Delegationsleiter: J. D. Vance, aktueller Vizepräsident der Vereinigten Staaten und politisch sehr einflussreich. Dass ein Vizepräsident geschickt wird, ist ungewöhnlich hochrangig für solche Gespräche.

Wen bringt er mit? Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner sowie der Gesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff. Das Duo war schon in vielen Konflikten weltweit aktiv.

Ist der Libanon noch ein Problem? Ja, der Iran beharrt darauf, dass Israel die Angriffe einstellt. Die Waffenruhe gelte auch für den Libanon. Die USA und Israel sehen das anders. Es ist nach aktuellem Stand aber nicht erwartbar, dass die Verhandlungen deshalb abgesagt werden.

Warum? Israel hat laut Vance angeboten, "sich im Libanon etwas zurückzuhalten, weil sie sicherstellen wollen, dass unsere Verhandlungen erfolgreich verlaufen."

Putins U-Boote gestoppt Wollten Unterseekabel ausspionieren

Worum geht es? Laut dem britischen Verteidigungsminister John Healey haben britische Streitkräfte im Nordatlantik russische U‑Boote überwacht und deren Mission erfolgreich verhindert.

Was ist passiert? Drei russische U‑Boote – darunter ein nuklearer Angriffstaucher der Akula‑Klasse und zwei Spezial‑U‑Boote des russischen Tiefseeforschungsdirektorats (GUGI) – wurden in internationalen Gewässern in der Nähe wichtiger Unterseekabel und Pipelines beobachtet.

Wie reagierten die Briten? Die Royal Navy überwachte gemeinsam mit norwegischen und anderen Verbündeten die U‑Boote über etwa einen Monat lang mit Kriegsschiffen, Flugzeugen und Sonar aus der Luft.

Wie reagierten die Russen? Die U‑Boote gaben schließlich ihre Mission auf und entfernten sich aus dem Gebiet, bevor sie Schäden verursachen konnten.

Warum ist das wichtig? Unterseekabel sind zentral für internationale Kommunikation, Internet und Wirtschaft, da fast alle globalen Daten über sie übertragen werden.

War der Zeitpunkt Zufall? Die Operation fiel in eine Zeit, in der viele andere Staaten durch den Konflikt im Nahen Osten abgelenkt waren, was laut Heiley möglicherweise Russlands Verhalten beeinflusste.

Richteten die Russen Schaden an? Es wurde betont, dass keine Beschädigungen festgestellt wurden; die Mission der russischen U‑Boote wurde als geheim und möglicherweise auf Spionage oder Sabotage ausgelegt eingeschätzt.

CDU-Büros als "Eierhaus" Auf Google Maps plötzlich umbenannt

Worum geht es? Mehrere Büros der deutschen Kanzlerpartei CDU trugen auf Google Maps zuletzt plötzlich eigenartige Namen, etwa "Eierhaus", "Eierladen" oder "Eierverband".

Wer war betroffen? Zahlreiche Standorte bundesweit – darunter in Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Mecklenburg‑Vorpommern, Thüringen, Nordrhein‑Westfalen und mehr. Auch CSU‑Geschäftsstellen in Bayern wurden teilweise angegriffen

Wie kam es dazu? Die Änderungen scheinen über die Nutzer‑Feedback‑Funktion von Google Maps erfolgt zu sein, die es erlaubt, Ortsnamen vorzuschlagen.

Was ist der Sinn? Die Umbenennungen deuten auf eine digitale Protest‑ oder Trollaktion hin, bei der CDU‑Büros bewusst satirisch umbenannt wurden.

Was ist der Hintergrund? Ein viraler Protestslogan („Merz leck Eier“), der in sozialen Medien und nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht aufgekommen ist. Daraus entstand offenbar eine Meme‑Kultur, die nun auch auf Karten‑Dienste überschwappte.

Wer steckt dahinter? Möglicherweise ein Aktivist namens "saftsackbeats". "Ich hoffe, dass euch mein Protest gegen die Union ein kleines Schmunzeln in diesen dunklen Zeiten bescheren können", bekundete die Person auf Instagram und Threads.

Wie reagierte die CDU? Die Google‑Maps‑Einträge wurden teilweise schnell wieder korrigiert. Die Union kritisierte die Aktion als unangebracht oder deplatziert, und forderte, die Änderungsfunktion für politische Institutionen einzuschränken, um solche Fälle künftig zu verhindern.

"Ich bin dann einfach weg" Filmwelt trauert um Mario Adorf

Worum geht es? Geboren am 8. September 1930 in Zürich, gestorben am 8. April 2026 in Paris. Der deutsche Schauspieler Mario Adorf ist tot. Er wurde 95 Jahre alt.

Was weiß man über seinen Tod? Nach Angaben seines Managements starb Adorf nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung.

Wer war Mario Adorf? Eine Institution des Nachkriegsfilms. In einer über 70 Jahre umfassenden Karriere trat er in mehr als 200 Film‑ und Fernsehproduktionen auf, von deutschen Klassikern bis zu internationalen Produktionen.

Was waren die bekanntesten Rollen? Er war Charakterschauspieler, oft Bösewicht, Patriarch ("Der Schattenmann") oder spielte komplexe Figur, etwa in "Die Blechtrommel". Besonders bekannt sind Auftritte in "Winnetou" oder der Serie "Kir Royal".

Was sagte er über das Leben? "Ich war nie wirklich ehrgeizig. Man muss lernen, das Glück zu packen", zitiert ihn Bild. Der egoistische, kämpfende Ehrgeiz war ihm fremd. "Meine Wurschtigkeit war stärker."

Seine Lebensbilanz? "Ich bereue nichts, was ich getan habe. Dinge, die ich nicht getan habe, gibt es wenig".

Was weiß man über ihn privat? Er war einmal kurz verheiratet, verbrachte die letzten Jahrzehnte mit seiner französischen Lebensliebe Monique (81). Adorf hinterlässt eine Tochter, Stella (62).

Wie sah er den Tod? Für ihn gab es keinen Himmel, kein Jenseits: "Ich bin dann einfach weg. Das Diesseits ist für mich das Einzige, was zählt," sagte er einmal.

Feuerpause in Ukraine Damit Russland Ostern feiern kann

Worum geht es? Der russische Präsident Wladimir Putin hat für das orthodoxe Osterfest 2026 eine 32-stündige Feuerpause im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Der Vorschlag stammt ursprünglich von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Ab wann gilt die Feuerpause? Sie soll am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Laut Kreml gilt sie "entlang der gesamten Frontlinie", wobei russische Truppen gleichzeitig in Bereitschaft bleiben sollen.

Was ist der Hintergrund? Das orthodoxe Osterfest gehört zu den wichtigsten religiösen Feiertagen in Russland und der Ukraine. Solche Anlässe wurden im Verlauf des Krieges immer wieder genutzt, um zeitlich begrenzte Waffenruhen vorzuschlagen.

Ist das außergewöhnlich? Bereits in der Vergangenheit – etwa zu Weihnachten oder bei Evakuierungsaktionen – wurden ähnliche Maßnahmen angekündigt. Allerdings wurden sie häufig von beiden Seiten infrage gestellt oder nicht konsequent eingehalten.

Ist Ostern nicht früher? Nicht in der orthodoxen Kirche, die in Russland und in der Ukraine vorherrscht. Die Grundregel ist dieselbe wie im Westen: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

Warum ist der Termin dann anders? Die westlichen Kirchen nutzen den gregorianischen Kalender. Die russisch-orthodoxe Kirche dagegen hält am alten julianischen Kalender fest. Zwischen beiden Kalendern besteht aktuell eine Differenz von 13 Tagen.

8. April 2026

Schweigen zu Epstein Gefeuerte Ministerin will nicht aussagen

Worum geht es? Vergangene Woche feuerte US-Präsident Donald Trump Justizministerin Pamela Bondi. Nun teilte das Justizministerium mit, dass sie am 14. April nicht vor einem Kongressausschuss aussagen werde.

Worum wäre es gegangen? Bondi war im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Epstein‑Akten vorgeladen worden. Dabei ging es um den Umgang des Justizministeriums mit Dokumenten und Ermittlungen. Demokratische Abgeordnete wollten wissen, warum große Teile der Akten nicht veröffentlicht wurden.

Was ist der Grund für die Absage? Sie sei nicht mehr US-Generalstaatsanwältin, argumentierte das Justizministerium in einem Schreiben an den Kongress. Damit entfalle die Verpflichtung, zu dem geplanten Termin vor dem Ausschuss zu erscheinen.

Ist diese Argumentation rechtens? Dazu gibt es geteilte Ansichten. Ein Kongressausschuss kann aktuelle Amtsträger vorladen, um Zeugenaussagen über ihre Amtsführung zu bekommen. Ehemalige Amtsträger sind nicht automatisch verpflichtet, auszusagen – es gibt keine pauschale gesetzliche Pflicht.

Was sagen die Gegenstimmen? Der US-Kongress könnte argumentieren, dass sie auch als Ex-Ministerin über Amtshandlungen Auskunft geben muss, wenn diese Handlungen öffentliche Belange betreffen (z. B. Umgang mit den Epstein-Akten).

Gibt es Präzedenzfälle? Ex-Amtsträger wurden unter Bundesgerichtsbeschluss zu Zeugenaussagen verpflichtet. Beispiel: Donald McGahn (Ex-White House Counsel), der gegen seinen Willen ausgesagt musste, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass die Kongressbefugnis stärker wiege.

Wer ist Pam Bondi? Eine US‑Rechtsanwältin und Politikerin, die von Februar 2025 bis April 2026 als US‑Attorney General (Justizministerin) fungierte. Sie war zuvor Generalstaatsanwältin von Florida und wurde von Donald Trump ins Kabinett berufen.

Streik bei Lufthansa Kabinen-Personal bleibt Freitag am Boden

Worum geht es? Am Freitag findet ein ganztägiger Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa und Lufthansa Cityline statt. Er wurde von der Gewerkschaft UFO ausgerufen und soll von 0.01 Uhr bis 22.00 Uhr Ortszeit dauern.

Welche Flughäfen sind betroffen? Bei der Lufthansa die beiden größten Drehkreuze in Frankfurt (FRA) und München (MUC). Bei Lufthansa CityLine die Airports in Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Warum wird gestreikt? UFO fordert bessere Arbeitsbedingungen, planbare Einsätze und längere Kündigungsfristen für das Kabinenpersonal. Zudem geht es um Sozialpläne für CityLine‑Beschäftigte, da diese Tochtergesellschaft 2027 geschlossen werden soll.

Warum ist das bitter? Weil in Deutschland die Osterferien enden. Der erneute Streikaufruf treffe "Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs", ärgert sich die Lufthansa. "Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit."

Welche Auswirkungen werden erwartet? Es wird mit zahlreichen Flugausfällen und großen Verspätungen gerechnet. Reisende sollten vor Anreise zum Flughafen unbedingt ihren Flugstatus prüfen und gegebenenfalls Umbuchungen in Erwägung ziehen.

Betrifft der Streik auch Österreich? Die Lufthansa-Tochter Austrian streikt nicht, aber Österreich ist indirekt über Flugausfälle und Anschlussprobleme betroffen.

Schlangen gegen Migranten Indien prüft brutalen Grenzplan

Worum geht es? Die indische Border Security Force hat intern eine Idee geprüft, Krokodile und Giftschlangen als "biologische Barriere" an der Grenze einzusetzen. Das soll die Migration stoppen.

Ernsthaft? Es gab im Februar eine interne Besprechung, am 26. März bat die sri-lankische Grenzschutzbehörde (BSF) in einem internen Memo Einheiten, die Machbarkeit des Plans aus "operativer Sicht" zu prüfen.

Wie groß ist das Thema? Exakte, verlässliche Zahlen zu illegalen Grenzübertritten gibt es nicht. Regionale Regierungsangaben aus früheren Jahren schätzen, dass jährlich zehntausende Menschen die Grenze überqueren.

Was ist der Hintergrund? Die internationale Grenze zwischen Indien und Bangladesch ist 4.096 Kilometer lang – eine der längsten Landgrenzen der Welt. Sie verläuft durch fünf indische Bundesstaaten: Westbengalen, Assam, Meghalaya, Tripura und Mizoram.

Wie viele Flüsse sind betroffen? Insgesamt überschreiten oder berühren etwa 54 Flüsse diesen Grenzverlauf, darunter große Ströme wie der Ganges und Brahmaputra.

Wie sind die Grenzen gesichert? Indien hat mehr als 3.000 Kilometer der Grenze physisch eingezäunt, aber es gibt weiterhin Lücken und offene Abschnitte – besonders dort, wo Flüsse und Sümpfe dominieren.

Wie groß sind diese "Lücken"? Schätzungen variieren: etwa 650 bis 900 Kilometer der Grenze könnten noch nicht effektiv eingezäunt bzw. schwer zu befestigen sein.

Kriegsheld angeklagt Er soll 5 Menschen erschossen haben

Worum geht es? Ben Roberts-Smith ist einer der bekanntesten Veteranen der australischen Streitkräfte und Träger des höchsten Militärordens Victoria Cross. Nun wurde er in Sydney von der Polizei festgenommen.

Warum? Er ist offiziell wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Die Anklage umfasst insgesamt fünf Punkte, darunter zwei Fälle von Mord sowie drei Fälle der Beteiligung an rechtswidrigen Tötungen.

Was heißt das konkret? Die Vorwürfe beziehen sich auf Einsätze in Afghanistan im Zeitraum zwischen 2009 und 2012. Roberts-Smith soll als Mitglied australischer Spezialeinheiten an der Tötung von unbewaffneten Zivilisten und Gefangenen beteiligt gewesen sein.

Was ist der Hintergrund? Ein im Jahr 2020 veröffentlichter Militärbericht, der Hinweise auf 39 rechtswidrige Tötungen durch australische Spezialeinheiten dokumentierte. Eine speziell eingerichtete Behörde leitete die Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen.

Warum beschäftigt der Fall Australien schon lange? Roberts-Smith hatte 2023 mehrere Medienhäuser erfolglos wegen  Verleumdung verklagt. Es ging dabei um die nun angeklagten Fälle. Das Gericht kam zum Ergebnis, dass die zentralen Vorwürfe als zutreffend anzusehen seien.

Frau beißt Afghanen Weil sie nicht in Zug steigen durfte

Worum geht es? In München biss eine Frau einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn in den Unterarm. Der Afghane mit Wohnsitz in München wollte die Frau dabei hindern, in einen abfahrbereiten Zug einzusteigen.

Wann kam es zu dem Zwischenfall? Am Dienstag um 7.30 Uhr morgens. Die 36-Jährige wollte im Stadtteil Pasing in eine S-Bahn einsteigen.

Was passierte? Der Zug hatte die Türen bereits geschlossen. Der 29-jährige Mitarbeiter der Bahnsteigaufsicht wollte die gebürtige Deutsche davon abhalten, die Tür erneut zu öffnen und die Abfahrt zu verzögern.

Wie schwer war die Verletzung? Die herbeigerufene Polizei konnte Bissspuren feststellen. Der Afghane konnte seine Arbeit aber ohne Behandlung fortsetzen. Gegen die mutmaßliche Täterin ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung.

Was ist das große Bild? In Deutschland wurden 2025 im Schnitt schon fünf Beschäftigte der Deutschen Bahn pro Tag körperlich angegriffen. Zusätzlich zu den körperlichen Angriffen kommt es zu etwa vier Fällen von Bedrohung pro Tag.

Nimmt das zu? Die Zahl der Übergriffe auf Bahnmitarbeiter (körperlich, Bedrohung, Nötigung) lag 2024 bei über 3.300 Fällen, was einen Anstieg von etwa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Problem mit WM-Trikots Spieler sehen aus wie in "Ninja Turtles"

Worum geht es? In zwei Monaten (11. Juni bis 19. Juli) startet die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA. Die neuen offiziellen Nike‑WM‑Trikots, die gerade für zahlreiche Nationalmannschaften vorgestellt wurden, zeigen eine seltsame Auffälligkeit.

Nämlich? Bei vielen Modellen ist eine auffällige Wölbung zu sehen, ein "Bulge" im Schulterbereich. Dies ist laut Nike kein Performance‑Problem, wirkt aber optisch ungewohnt und wird von Fans und Beobachtern breit kritisiert.

Mit welchen Worten? Der Guardian schreibt, dass Uruguays Spieler in den neuen Trikots wie "Shredder", der Bösewicht bei den "Teenage Mutant Ninja Turtles", ausgesehen hätten.

Wer hat das Problem? Dieses Schulter‑Design fällt besonders bei bestimmten Teams wie Frankreich und Uruguay stark auf, während es bei anderen Modellen wie dem Heimtrikot der USA weniger sichtbar ist.

Betrifft uns das auch? Nein! Die Trikots, Trainingskleidung und Ausrüstung für die A-Nationalteams (Herren und Frauen) sowie den Nachwuchs des ÖFB kommen von Puma. Damit auch die Trikots für die Fußball-WM.

Warum ist das nicht nur ein optisches Dilemma? In Fan‑Foren und Social‑Media‑Communitys berichten zahlreiche Käufer von ähnlichen Passform‑Problemen. Einige sprechen sogar von "untragbar" oder "unästhetisch". Als Lösung wird Dampfbügeln empfohlen.

Und Nike? Das Unternehmen räumt "ein kleines Problem im Bereich der Schulternaht" ein. Man prüfe derzeit, wie und vor allem wie schnell sich daran etwas ändern lässt.

Die Zeit drängt, oder? Ja und auch das wird Nike vorgeworfen. Die Belieferung mit den Trikots erfolgte ungewöhnlich spät.

Gesunder Toast Gen-Weizen soll Krebsgefahr reduzieren

Worum geht es? Wissenschaftler haben eine gentechnisch veränderte Weizensorte entwickelt. Sie zielt darauf ab, die Bildung von potenziell krebserregenden Stoffen beim Rösten von Brot zu reduzieren.

Was ist an Toast krebserregend? Im Fokus steht die Chemikalie Acrylamid, die entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel bei hohen Temperaturen gebacken, gebraten oder geröstet werden.

Was soll Acrylamid anrichten? Es kommt durch eine Interaktion zwischen Zucker und der Aminosäure Asparagin zur sogenannten Maillard-Reaktion, die für Bräunung und Geschmack verantwortlich ist.

Was ist das Problem dabei? Hohe Acrylamidwerte wurden in Laborstudien mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht, weshalb die Reduktion dieser Substanz in Lebensmitteln ein wichtiges Forschungsziel ist.

Aber? Asparagin wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als "wahrscheinlich krebserregend für den Menschen" eingestuft. Keine Studie liefert bisher eindeutige Beweise, dass es Krebs beim Menschen verursacht. Ein starker Zusammenhang wurde lediglich in Tierstudien festgestellt.

Was wurde nun gemacht? Die neue Weizensorte wurde gentechnisch so verändert, dass sie deutlich weniger Asparagin enthält. Dadurch entsteht beim Backen und Rösten von daraus hergestelltem Brot signifikant weniger Acrylamid.

Wie signifikant? Versuche zeigen, dass die Reduktion je nach Verarbeitung und Temperatur erheblich sein kann, ohne die grundlegenden Backeigenschaften des Mehls stark zu beeinträchtigen.

"Ketamin-Queen" verurteilt An ihren Drogen starb Matthew Perry

Worum geht es? Am 28. Oktober 2023 wurde Matthew Perry tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden. Todesursache laut Gerichtsmedizin: akute Wirkung von Ketamin, kombiniert mit weiteren Faktoren wie Ertrinken im Whirlpool.

Wer war Mathew Perry? Er wurde vor allem durch seine Rolle als Chandler Bing in der Kultserie "Friends" bekannt, die von 1994 bis 2004 lief. Perry kämpfte öffentlich mit Suchtproblemen, darunter Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Er starb mit 54 Jahren.

Was passierte jetzt? Seine Drogenlieferantin wurde in Los Angeles zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Jasveen Sangha hatte sich in drei Anklagepunkten schuldig bekannt.

Was ist der Hintergrund? Sangha betrieb laut Anklage ein Drogenverteilungsnetzwerk in North Hollywood und versorgte über Mittelsmänner auch Perry mit Ketamin. Im Oktober 2023 wurden ihm mehrere Dutzend Ampullen (über 50 Vials) geliefert.

Ist die Strafe hart? Das mögliche Strafmaß hätte bis zu 65 Jahre betragen. Verurteilt wurde sie letztlich wegen des Verkaufs einer Dosis, die direkt zum Tod beitrug, fortgesetztem Drogenhandel. Die 42-Jährige war die zentrale Lieferantin in dem Fall.

War sie die einzige Anklagte? Nein, es handelt sich um ein Netzwerk. Die Assistentin, die Perry die tödliche Injektion verabreichte, wartet noch auf ihr Urteil.  Zwei Ärzte bekamen 30 Monate Haft bzw. Hausarrest. Ein Dealer wurde schon schuldig gesprochen, das Strafmaß fehlt noch.

7. April 2026

Wie bei Jesus Christus Piloten-Rettung für USA "Auferstehung"

Worum geht es? Der Iran schoss in der vergangenen Woche ein US-Kampfjet vom Typ F-15E ab. Der Pilot wurde relativ schnell gerettet, der Waffenoffizier an Bord galt zunächst als vermisst.

Was passierte mit ihm? Er wurde zwei Tage nach dem Abschuss von US-Aufklärern gefunden und gerettet. Es bestand die Gefahr, dass der Iran den Offizier als Propagandawaffe einsetzt.

Wie reagierten die USA? Göttlich, im wahrsten Sinn des Wortes. Verteidigungsminister Pete Hegseth verglich den Vorgang mit der Auferstehung Jesu Christi.

Wo sieht er Parallelen? Der F-15E-Kampfjet, so Hegseth, sei am Karfreitag abgeschossen worden, dem Tag der Kreuzigung von Jesus. Am Tag der Auferstehung sei er gerettet worden – "er wurde am Ostersonntag bei Sonnenaufgang aus dem Iran ausgeflogen".

Wo war der Offizier in der Zwischenzeit? Nachdem der Flieger mit dem Fallschirm abgesprungen war, versteckte er sich, so Hegseth, "den ganzen Samstag lang in einer Höhle, einer Felsspalte". Dies erinnere ans in den Felsen gehauene Grab, in dem Jesus begraben wurde.

Und Trump? Setzt auch auf Hilfe von oben. Gott unterstütze den israelisch-amerikanischen Krieg gegen den Iran, der Tausende, darunter viele Zivilisten, das Leben gekostet habe, sagte er. "Denn Gott ist gut und Gott will, dass für die Menschen gesorgt wird."

Warum glaubt er das? "Gott missbilligt, was hier geschieht", sagte Trump. "Mir gefällt nicht, was hier geschieht. Alle sagen, ich würde es genießen. Mir gefällt das nicht. Ich mag es nicht, wenn Menschen getötet werden."

"Raketen und Federn" Ökonomin warnt vor Preisexplosion

Worum geht es? Der Irankrieg hat im Rest der Welt Treibstoffe viel teurer gemacht. Der Blick auf Tankstellen ist aber verkürzt, warnt nun eine deutsche Ökonomin im Spiegel. "Auf uns rollen riesige Preissteigerungen zu."

Was ist der Grund? Öl und Gas dienen nicht nur zum Heizen oder Betreiben von Fahrzeugen. Öl ist etwa Basis für viele Produkte: Möbel, Kosmetika, Kleidung, Plastik oder Reinigungsmittel.

Was prophezeit die Ökonomin? "Der Preisschock wird sich durch die gesamte Wirtschaft bewegen", sagt die deutsche Volkswirtin Isabella Weber. Es werde nun sehr schnell gehen.

Wie schlimm kann es werden? "Wir können schnell bei vier bis fünf Prozent Inflation landen," sagt sie, "es kann also noch deutlich schmerzhafter werden."

Warum schnell? Es gelte das Prinzip Raketen und Federn: "Der Preisanstieg geht rasant wie eine Rakete. Die Unternehmen werden die Preise sogar noch schneller erhöhen, als ihre Kosten steigen. Andersherum sinken die Preise viel langsamer, wie eine Feder."

Was schlägt sie vor? Eingriffe des Staates – und auch das schnell. "Je länger wir warten, desto stärker sickert der Preisschock durchs System."

Tauziehen um Picasso Madrid möchte Gemälde nicht hergeben

Worum geht es? Guernica ist eines der berühmtesten Werke von Pablo Picasso und gleichzeitig eines der bekanntesten Antikriegsgemälde der Welt. Nun ist ein Streit darüber ausgebrochen, ob es im Baskenland ausgestellt werden soll.

Was zeigt das Gemälde? Die Bombardierung der Stadt Guernica im Spanischen Bürgerkrieg durch deutsche und italienische Luftstreitkräfte. Es symbolisiert Leid, Krieg und Gewalt gegen Zivilisten.

Wie groß ist es? Riesig, etwa 3,49 Meter hoch und 7,76 Meter breit. Picasso hat es 1937 gemalt.

Wo hängt das Gemälde? Im Museo Reina Sofía in Madrid, aber es hat eine Weltreise hinter sich.

Nämlich? Das Gemälde wurde 1937 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt und war danach auf Tour durch Europa und die USA. Picasso verhinderte eine Rückkehr nach Spanien, er wollte nicht, dass sein Werk während der Franco-Diktatur gezeigt wird.

Wo war es dann? Es hing viele Jahre im Museum of Modern Art (MoMA) in New York. Erst 1992 kehrte das Schwarzweiß-Gemälde nach Madrid zurück.

Warum nun der Streit? Vom 1. Oktober 2026 bis zum 30. Juni 2027 sollte Guernica im Guggenheim-Museum Bilbao aufgehängt werden, um an den 90. Jahrestag der Bombardierung der Stadt zu erinnern. Das Baskenland stellte einen Antrag dafür.

Aber? Madrid lehnte ab. Man sehe keinen Grund für den Verleih. Im Hintergrund schwingt wohl auch die Angst mit, das Gemälde nicht mehr zurückzubekommen. Das Baskenland erhebt schon seit Längerem Ansprüche darauf.

Neuer Chef für Swift Milliardär will Universal Music kaufen

Worum geht es? Der Hedgefonds-Manager Bill Ackman (Gründer von Pershing Square Capital Management) bereitet ein Übernahmeangebot für die Universal Music Group (UMG) vor. Er bietet bis zu 56 Milliarden Euro.

Warum so viel Geld? Universal ist der größte Musikverlag der Welt. Zu den Stars gehören Taylor Swift, Ariana Grande, Drake oder The Weeknd. Dazu mehrere Labels wie Capitol Music Group oder Polydor/Virgin EMI.

Wer besitzt Universal? Das Unternehmen ist in Amsterdam börsennotiert. Die größten Aktionäre sind der chinesische Tech-Gigant Tencent (WeChat) mit rund 20 Prozent, die französische Mischkonzern Bolloré Group mit rund 18 Prozent und die Pershing Square von Bill Ackman mit 5 Prozent.

Was ist die Idee? Das ist kein klassischer "ich kaufe die Firma und fertig"-Deal. Ackman will Universal mit seiner Investment-Hülle fusionieren (SPARC), das Konglomerat in eine neue US-Firma überführen und es an der New York Stock Exchange listen.

Warum? Ackman sieht UMG als fundamental stark, aber an der Börse falsch bewertet an. Kein US-Listing bedeute weniger Nachfrage, die Großaktionärsstruktur sei unklar, die Kommunikation mit Investoren schwach, der Wert von Beteiligungen (z. B. Spotify) nicht eingepreist, behauptet er.

Wie sieht der Markt das? Nach der Bekanntgabe des möglichen Deals schoss die Aktie um bis zu 25 Prozent nach oben. Die drei Großaktionäre müssen der Fusion aber erst zustimmen.

KI schrieb Bestseller Verlag zieht Buch aus Handel zurück

Worum geht es? Im Februar 2025 brachte die amerikanische Autorin Mia Ballard ihren Roman "Shy Girl" im Eigenverlag auf den Markt. TikTok machte den Horror-Roman bekannt.

Wie war die Resonanz? Überwältigend. Nach wenigen Monaten sicherte sich die amerikanische Hachette Book Group die Rechte und brachte das Buch in Großbritannien auf den Markt.

Aber? Eine geplante Veröffentlichung in den USA wurde nun gestoppt und die Briten-Edition eingestellt. Grund laut New York Times: Der Text soll nicht von Ballard stammen, sondern von einer künstlichen Intelligenz.

Wie stellte man das fest? Seltsamerweise fiel das keinen Verlagsprofis auf, sondern einer Nutzerin von Reddit und einer YouTuberin. Sie fanden, dass "Shy Girl" in "KI-Slop" geschrieben war, die Sätze also nach Art der künstlichen Intelligenz gebaut waren.

Ist das belegt? Laut New York Times hat ein KI-Detektor der Firma Pangram festgestellt, dass der Anteil KI-generierter Passagen im Buch 78 Prozent betrage.

Was sagt die Autorin? Ballard bestreitet, dass sie den Text mit KI geschrieben hat. Er sei von ihr selbst verfasst. Aber sie räumt eine Hintertür ein.

Nämlich? Sie behauptet, dass ein Lektor, den sie beauftragt habe, den Text bearbeitet haben könnte – und dieser habe möglicherweise KI genutzt, ohne dass sie es wusste. Ballard kündigte auch an, rechtliche Schritte gegen diese Person zu prüfen.

Worum geht es eigentlich im Buch? Um ein Mädchen, das von seinem Entführer gezwungen wird, als dessen Haustier zu leben.

Mond-Rundflug geglückt Aber jetzt ist Nutella-Glas der Star

Worum geht es? Einerseits um eine technologische Höchstleistung, andererseits um das, was davon in den Köpfen hängen bleibt. In diesem Fall ein Brotaufstrich.

Wie bitte? Am 1. April schickte die US-Weltraumbehörde NASA das erste Mal seit 54 Jahren eine bemannte Rakete Richtung Mond los. Ziel war keine Landung, sondern eine Umrundung. Hier ist der Vorgang in Bildern und im Video zu sehen.

Hat es geklappt? Ja. Am 6. April umkreiste Artemis II den Mond. Diese "Flyby"-Bahn nutzte die Mondgravitation. Das Raumschiff wurde so um den Mond herumgeleitet und kehrt mit dem Schwung automatisch zurück zur Erde. Das passiert momentan.

Wie war der Vorbeiflug? Zunächst einmal wurde ein Rekord aufgestellt. Noch nie zuvor waren Menschen so weit von der Erde entfernt. Die maximale Distanz der Artemis II lag etwa bei 406 .778 Kilometern. Den bisherigen Rekord hielt Apollo 13 (1970).

Was fiel auf? Beim Passieren der Mondrückseite kam es zu einem etwa 40‑minütigen Funkloch, weil der Mond die direkte Verbindung zur Erde blockierte. Die Crew erlebte eine Sonnenfinsternis.

Was gab es zu sehen? Während des Vorbeiflugs konnten die Astronauten Teile der bisher kaum von Menschen gesehenen Mondrückseite beobachten und fotografieren. Sie sahen z. B. Krater, alte Lavafelder und Strukturdetails des Mondbodens.

Und was war da mit dem Brotaufstrich? Während der Live‑Übertragung der Mission konnte man im Innenraum der Orion‑Kapsel plötzlich ein Glas Nutella sehen, das in der Schwerelosigkeit frei durch die Kabine schwebte (hier sehen Sie das Video).

Reklame im All? Das Glas löste online eine regelrechte Meme‑Welle aus. Die NASA aber stellte klar, dass dies keine Produktplatzierung war. Es habe keinen Werbedeal mit dem Hersteller gegeben, wurde festgehalten.

Wie kam es dann dazu? Das Nutella‑Glas gehörte einfach zur persönlichen oder vorgesehenen Verpflegung an Bord, wie andere Essen auch. Astronauten nehmen Lebensmittel in verpackter Form mit auf Langzeitmissionen.

Aber warum schwebte es? Es hatte sich offenbar aus einem Fach oder Regal gelöst. In der Schwerelosigkeit kann jeder Gegenstand (und Mensch) frei schweben, wenn er nicht gesichert ist.

Raser ausgewiesen Obwohl er in Deutschland geboren ist

Worum geht es? Im Februar 2023 raste ein damals 21-Jähriger in Heilbronn mit stark überhöhter Geschwindigkeit in das Auto einer Familie. Der Lenker (42) starb, seine Frau wurde schwer, zwei Kinder wurden leicht verletzt.

Wie schnell war der Lenker unterwegs? Mit rund 100 km/h in einer Tempo-40-Zone und das mit einem Sportwagen, der 300 PS leistet.

Was weiß man über den Fahrer? Der Mann ist türkischer Staatsbürger, wurde jedoch in Deutschland geboren, wuchs in Heilbronn auf und lebte hier auch dauerhaft.

Was passierte im Gerichtsverfahren? Das Landgericht Heilbronn verurteilte den Fahrer wegen Mordes und mehrfach versuchten Mordes zu neun Jahren Haft nach Jugendstrafrecht.

Was überraschte? Wegen der Schwere der Tat erließ das Regierungspräsidium Stuttgart eine Ausweisungsverfügung, der Raser soll in die Türkei abgeschoben werden, wo er nie gelebt hat – verbunden mit einem mehrjährigen Einreiseverbot.

Wie reagierte der Lenker auf das Urteil? Der Mann klagte gegen diese Ausweisung vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart und berief sich unter anderem auf die Europäische Menschenrechtskonvention.

Aber? Am 7. April entschied das Verwaltungsgericht, dass die Ausweisung rechtmäßig ist und stattfinden kann. Die Klage wurde abgewiesen. Die Richter begründeten dies damit, dass weiterhin eine erhebliche Gefahr von dem Raser ausgehe und seine Tat gravierende Folgen hatte.

Ist das Urteil rechtskräftig? Nein, es wurde zwar keine Berufung zugelassen. Der Kläger kann aber innerhalb eines Monats einen Antrag auf Zulassung der Berufung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg stellen.

Drogenkonsum erlaubt Luzern will "Crack-Platz" einrichten

Worum geht es? In Luzern (86.000 Einwohner) in der Schweiz soll im Innenhof eines Wohnquartiers ein legaler, beaufsichtigter Aufenthalts- und Konsumplatz für Crack‑abhängige Menschen eingerichtet werden. Das löst heftige Debatten und Kritik aus.

Was ist der Plan? Stadt und Kanton Luzern haben ein Paket von Maßnahmen gegen die offene Crack‑Suchtkrise erarbeitet, weil insbesondere der öffentliche Raum (z. B. Bahnhofsbereiche) zunehmend von offenem Crack‑Konsum betroffen ist.

Wie viele Betroffene gibt es? Zwischen 700 und 1.000 Süchtige rauchen in Luzern Crack.

Was ist der Hintergrund? Die Crack‑Szene in Luzern hat sich in den letzten Jahren stark verändert: Crack‑Rauchen hat den offenen Heroin‑Konsum weitestgehend ersetzt.

Was soll der Platz verbessern? Die Stadt argumentiert, dass ein kontrollierter Rückzugsort für Konsumierende dazu beitragen kann, öffentliche Plätze zu entlasten und Risiken (z. B. verwahrloste Situationen in Hauseingängen) zu verringern.

Was sagen Kritiker? Anwohner und Hauseigentümer sind überwiegend negativ eingestellt und fühlen sich durch das Projekt im Alltag beeinträchtigt. Sie sehen Risiken wie eine Zunahme von Beschaffungskriminalität, offenen Handel und Lärm.

Was ist das Hauptproblem? Der Standort, der mitten im Wohnquartier liegt. Das Bruchquartier ist ein klassischer Wohnbezirk, sogar etwas hip, mit Supermarkt, Kita, Restaurants. Von Fenstern und Balkonen ist der geplante Drogenplatz gut einsehbar.

Was ist Crack? Ein Kokainhydrochlorid, das mit Natriumbicarbonat (Backpulver) und Wasser gekocht wird. Dabei entsteht ein festes, kristallines Produkt, das beim Erhitzen Rauch erzeugt, der inhaliert wird.

Was ist die Gefahr? Crack gilt als extrem suchterzeugend. Innerhalb von Sekunden spürt man Euphorie, gesteigerte Energie und Selbstbewusstsein. Die Wirkung hält nur etwa 5 bis 15 Minuten, was häufiges Nachkonsumieren fördert.

Was sind die medizinischen Risiken? Herzrasen, Bluthochdruck, Angstzustände, Paranoia, Schlaflosigkeit.