Worum geht es? Am 7. März nahm Donald Trump an einer "dignified transfer"-Zeremonie auf der Dover Air Force Base teil, bei der die Särge von sechs getöteten US-Soldaten zurück in die USA gebracht wurden. Dabei trug er eine weiße "USA"-Baseballkappe.
Und? Manche fanden den Auftritt "unangemessen", offenbar auch Verantwortliche beim TV-Sender Fox News.
Was passierte? Fox News schnitt altes Archivmaterial von einer anderen Zeremonie (Dezember 2025) in den Beitrag, wie sich nun herausstellt. In diesem alten Video hatte Trump keine Kappe auf. Das Video wurde fälschlich so präsentiert, als sei es vom aktuellen Ereignis.
Absicht, um Trump besser aussehen zu lassen? Fox News sagte später, es sei ein Fehler beim Video-Material gewesen. Ein Moderator entschuldigte sich on air, und der Sender veröffentlichte eine Entschuldigung. Aber: Fox gilt als extrem Trump-freundlich.
Was ist eine "dignified transfer"-Zeremonie? Wenn gefallene Soldaten in die USA zurückgebracht werden (z. B. auf der Dover Air Force Base), findet eine sehr formelle Zeremonie statt, die "dignified transfer" heißt.
Wie schaut angemessenes Verhalten dabei aus? Kopfbedeckungen werden meist abgenommen, wenn die Särge vorbeigetragen werden. Militärangehörige salutieren den Särgen. Zivilisten und Politiker stehen still und zeigen Respekt, oft mit der Hand über dem Herzen.
Aber? Präsident Donald Trump trug bei der Zeremonie eine weiße "USA"-Baseballkappe und salutierte damit.
Worum geht es? Beim Marathon in Los Angeles am Sonntag kam es beim Männerrennen zu einem Herzschlag-Finale. Nach 42,195 Kilometern siegte Nathan Martin mit etwa 0,18 Sekunden Vorsprung, einer Hundertstelsekunde also.
Wie kam es dazu? Das war live im TV zu sehen, die Videos davon gehen jetzt um die Welt. Lange Zeit sah Michael Kamau aus Kenia wie der sichere Sieger aus. Bei Kilometer 40 hatte er einen Vorsprung von 44 Sekunden, eine kleine Ewigkeit.
Was passierte dann? Kamau dürfte von einem Motorrad abgelenkt worden sein. Das Begleitfahrzeug bog wie üblich kurz vor dem Ziel ab, um die Strecke zu verlassen. Aber: Der Kenianer folgte.
Mit welchen Konsequenzen? Er lief ein kurzes Stück falsch, wurde auf den Irrtum hingewiesen, verlor dadurch aber 7 Sekunden. Vor allem aber seinen Rhythmus beim Laufen.
Das änderte alles? Ja, die TV-Bilder zeigen Kamau, dann ist ein größerer Ausschnitt zu sehen und plötzlich taucht Martin auf, der "heranfliegt" und an dem Kenianer auf den letzten Metern vorbeiläuft.
Wie reagierten die Sportler? Der US-Läufer blieb erschöpft hinter der Ziellinie stehen, Kamau stürzte direkt nach dem Einlauf und musste medizinisch betreut werden. Er wurde später auf einer Trage weggebracht. Es hatte 32 Grad im Schatten (den es nicht gab).
Worum geht es? Sie hat mutmaßlich viel gesehen und gehört, nun redet sie auch. Charlotte M., die als Privatsekretärin von Andrew Mountbatten-Windsor tätig war, hat sich bereit erklärt, mit der Polizei zu reden, berichtet die Times.
Wer ist Charlotte M.? Die heute 68-Jährige frühere Offizierin in der Royal Navy war ab 1996 für Andrew tätig. Zwischen 2001 und 2003 war Charlotte M. seine Privatsekretärin und Schatzmeisterin.
Was ist für sie heikel? Charlotte M. unterzeichnete im Juni 2000 im Namen von Andrew einen Scheck über 75 Pfund. Über das Bankkonto des Buckingham Palace wurde eine südafrikanische Masseurin bezahlt, die Ghislaine Maxwell für Andrew engagiert hatte.
Wie kam das zustande? Maxwell war Kundin von Monique Giannelloni, die eine Massagepraxis in Kensington besaß. Dort arbeitete auch die Südafrikanerin. Maxwell versprach der Masseurin: "Ich werde Sie jemandem vorstellen, der berühmter ist als Gott."
Wie lief der Termin ab? "Ich kam ins Zimmer und Andrew stand da in einem Bademantel", erzählte die Masseurin der Daily Mail. "Nachdem ich 'Hallo' gesagt hatte, verschwand er im Badezimmer und kam nackt zurück." Sie habe den Blick abgewandt und war "ziemlich verlegen."
Irgendwelche Vorkommnisse? Während der Massage war Andrew mit einem Handtuch bedeckt. Es habe keine Probleme gegeben. Die Masseurin sagte, er sei "sehr nett und sehr gentlemanlike" gewesen, so ihre Chefin Monique Giannelloni später.
Worum geht es? Rätselhafte Schussattacke auf das Anwesen von Rihanna in Beverly Hills, Los Angeles. Der Vorfall ereignete sich Sonntag um 13.20 Uhr Ortszeit. Die Sängerin war daheim.
Was weiß man? Laut Polizeiangaben soll eine Frau aus einem weißen Tesla heraus mindestens 10 Schüsse abgefeuert haben, bevor die Beamten eintrafen. Es gibt Einschusslöcher in einem Tor an Rihannas Haus und in einem Wohnmobil.
Ist die Schützin in Haft? Die mutmaßliche Täterin flüchtete in ihrem Auto, die Polizie nahm unter anderem mit einem Hubschrauber die Verfolgung auf. Sie konnte auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Sherman Oaks festgenommen werden.
Was fand sich im Auto? Ein Sturmgewehr und sieben Patronenhülsen.
Was ist das Motiv? Das ist unklar, die Ermittlungen laufen. Die Frau soll mit einer AR-15-ähnlichen Waffe geschossen haben.
Wo waren die Kinder? Rihanna wurde nicht verletzt. Unklar ist, ob Lebenspartner A$AP Rocky oder die drei gemeinsamen Kinder RZA (3), Riot Rose (2) und Rocki (6 Monate) daheim waren, als die Schüsse fielen.
Worum geht es? In einem Brief hatten Beschäftigte von Pixar schon 2022 behauptet, dass Momente homosexueller Zuneigung aus Filmen entfernt wurden. Nun räumte das Unternehmen derartige Vorgänge ein.
Was passierte? In einer früheren Version des Films "Elio" etwa sollten LGBTQ+‑Themen deutlicher vorkommen. Darunter waren Szenen, die andeuteten, dass der Hauptcharakter queer sein könnte, zum Beispiel durch ein rosa Fahrrad.
Aber? Nun nahm Pete Docter, Chief Creative Officer von Pixar, im Wall Street Journal zu den Vorwürfen Stellung und versuchte, die Gründe zu erklären.
Nämlich? Man habe "Elio" einem Testpublikum gezeigt. Der Hauptcharakter kam gut an, aber es sollen Einwände über seine sexuelle Ausrichtung gekommen sein. Befragte hätten gesagt, sie würden sich den Film im Kino nicht anschauen.
Also? Wurde der Regisseur getauscht. Zwei neue Regisseure nahmen zahlreiche Änderungen vor, darunter die Entfernung von Elementen, die auf Elios Homosexualität hindeuteten.
Wie sieht Docter das? "Wir drehen einen Film, keine Therapie im Wert von Hunderten Millionen Dollar", sagte er. Und meint damit, dass Pixar keinen Film produzieren wollte, der Kinder und Eltern zu emotional schwierigen Gesprächen zwingt.
Brachte das Erfolg? Nein! Nach einer 15-monatigen Verzögerung aufgrund zusätzlicher Arbeiten kam "Elio" 2025 in die Kinos, wurde zu Pixars größtem Flop und kostete Disney über 100 Millionen Dollar.
Worum geht es? Seit 3. Februar wird in Oslo gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit verhandelt. Genauso lange sitzt der 29-Jährige bereits in Untersuchungshaft. Nun hat er einen Antrag auf Enthaftung gestellt, berichten norwegische Medien.
Worum geht es bei dem Prozess? Dem unehelich geborenen Sohn von Mette-Marit werden insgesamt 40 Straftaten vorgeworfen, darunter mehrere Vergewaltigungen sowie der physische und psychische Missbrauch mehrerer Partnerinnen.
Und deshalb sitzt er auch in U-Haft? Nein, erst einen Tag vor Prozessbeginn waren zusätzlich neue Anklagepunkte gegen Marius bekannt geworden, derentwegen er schließlich in Haft kam. Diese U-Haft war zunächst auf vier Wochen angesetzt und wurde anschließend von der Staatsanwaltschaft verlängert.
Weshalb jetzt der Antrag auf Enthaftung? Dazu machte Borg Høibys Anwältin keine näheren Angaben.
Wann wird darüber entschieden? Der Antrag auf Enthaftung liegt derzeit beim Bezirksgericht Oslo, das darüber zu befinden hat.
Wie lange wird der Prozess gegen Marius noch dauern? Der Prozess war ursprünglich bis zum 19. März angesetzt. Aufgrund diverser Verzögerungen ist es aber möglich, dass länger verhandelt wird. Der nächste Verhandlungstag ist am Dienstag, dem 10. März.
Wann ist die Urteilsverkündung? Das steht nicht fest. Nach dem letzten Verhandlungstag zieht sich der dreiköpfige Richtersenat zu Beratungen zurück, der Urteilsspruch wird erst einige Wochen später erwartet.
Worum geht es? Der Zürcher Zoo hat am Montag mitgeteilt, dass insgesamt zehn Tiere aus der Gruppe der Blutbrustpaviane getötet werden mussten, um den sozialen Frieden des Clans zu gewährleisten. Die Gruppe war zuletzt auf 48 Tiere angewachsen – zu viele für ein gedeihliches Miteinander, so der Tierpark.
Wie wurden die Tiere getötet? Sie seien zunächst betäubt und schließlich eingeschläfert worden.
Weshalb war das notwendig? Die Gruppe war zu groß geworden für den ihr zur Verfügung stehenden Platz, so die Tierparkleitung.
Gab es keine weniger blutige Lösung? Offenbar nicht. Im vergangenen Herbst seien bereits sechs Tiere aus der Gruppe an andere Tierparks in Europa gegangen, jetzt sei das nicht mehr möglich gewesen, entsprechende Anfragen wurden abgelehnt.
Was geschieht mit den getöteten Tieren? Sie seien "der Forschung übergeben" worden, hieß es.
Wie wurden die Tiere ausgewählt, die getötet wurden? Es habe jene Exemplare getroffen, die "für das langfristige Überleben der gesamten Population am wenigsten entscheidend" gewesen seien, so die offizielle Erklärung.
Passiert so etwas häufiger? Öfter als man denkt. Immer wieder müssen Tierparks den Bestand ausdünnen, weil die Tiere unter den geschützten Bedingungen sich einerseits stark vermehren und andererseits oft wesentlich älter werden als in freier Wildbahn. In vielen Zoos werden "überschüssige" Tiere daher quasi nebenbei getötet und verfüttert, meist, ohne dass es den Besuchern auffällt.
Worum geht es? Mehr als zwei Monate nach dem verheerenden Brand in einer Bar im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana hat die örtliche Justiz ihre Ermittlungen ausgeweitet. Nun werden auch der Gemeindepräsident vulgo Bürgermeister der Ortschaft, Nicolas Féraud, sowie vier weitere Personen aus dem Gemeinde-Umfeld als Verdächtige geführt.
Was wird ihnen vorgeworfen? Gegen die fünf Personen wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung in Zusammenhang mit dem Feuer aus der Silvesternacht 2025/26 ermittelt. Bereits bisher wurde gegen die beiden Betreiber der Unglücksbar, Jacques und Jessica Moretti, sowie den ehemaligen und den gegenwärtigen Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde deshalb ermittelt.
Was ist in der Silvesternacht geschehen? In der Bar "Le Constellation" brach kurz vor 1.30 Uhr morgens ein Feuer aus – vermutlich weil Sprühkerzen auf Flaschen zu nahe an die Raumdecke aus Schaumstoffplatten gehalten worden waren. Dabei kamen 41 Personen ums Leben, 115 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, viele liegen nach wie vor mit schweren Verbrennungen in Spezialkliniken.
Weshalb steht der Bürgermeister im Visier der Justiz? Nicolas Féraud hatte bereits kurz nach dem Feuer die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er sich und die Gemeinde als Opfer der Katastrophe bezeichnete und gleichzeitig eingestand, dass die Bar bereits seit sechs Jahren nicht mehr feuerpolizeilich kontrolliert worden war.
Was ist mit den Barbetreibern? Sie sollen bei einer Renovierung der Bar Sicherheitsstandards verletzt haben. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass das Ehepaar Moretti möglicherweise durch ein Schneeballsystem zu jenem Geld gekommen sei, mit dem es die Unglücksbar und weitere Lokale eröffnen konnte, berichtet die NZZ. In seinem Haus wurde zudem eine Schusswaffe sichergestellt.
Worum geht es? Seit dem Beginn des Angriffs auf den Iran dreht der Welthandel mit Öl am großen Rad. Die USA haben nun erste Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu stabilisieren.
Was ist der Hintergrund? Durch die Straße von Hormus laufen rund 30 Prozent des weltweiten Ölhandels. Die Sperre der Straße durch den Iran hat zu einer Verknappung geführt, die Preise schossen in die Höhe.
Was machen die USA nun? Sie erlauben 30 Tage lang, dass Indien russisches Öl kaufen darf, das bereits auf Tankern unterwegs ist. Indien ist einer der größten Ölimporteure der Welt und kauft seit einigen Jahren viel russisches Öl.
Was ist das Ziel? Mehr Öl auf den Markt zu bringen, damit die Preise nicht zu stark steigen. Rund 20 Millionen Barrel russisches Öl könnten dadurch nach Indien geliefert werden.
Was ist das große Bild? Russland hat eine Flotte alter Öltanker mit undurchsichtigen Eigentumsverhältnissen aufgebaut, um die von Washington, der EU und der G7-Staatengruppe verhängten Sanktionen wegen Moskaus Invasion in der Ukraine zu umgehen.
Welche Rolle spielt Indien? Das Land hat im Rahmen eines Handelsabkommens mit den Vereinigten Staaten angekündigt, keine russischen Ölprodukte mehr zu kaufen.
Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hatte 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt. Nun sind sie wieder da.
Warum ist das brisant? Einige der neu freigegebenen Akten enthalten unbestätigte und nicht verifizierte Aussagen gegen Donald Trump, die in früheren Versionen der Veröffentlichung fehlten, weil sie offenbar fälschlicherweise als Duplikate markiert wurden.
Was ist der Inhalt? In FBI‑Interviews sagt eine Frau, sie sei in den 1980er‑Jahren als Minderjährige sowohl von Epstein als auch von Trump missbraucht worden. Die Vorwürfe sind bisher nicht durch weitere Beweise bestätigt und von Trump bestritten worden.
Wie wird das Verschwinden erklärt? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht werden sollten, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.
Was wurde überprüft? Man wollte etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.
Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.
Worum geht es? 25 Tage nach ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Winterspielen zeigte sich Lindsey Vonn in einem Video auf Instagram beim Training im Gym.
Was überrascht? Die Beine sehen nach dem schweren Sturz spindeldürr aus. Gehen kann sie noch nicht, stehen kaum, sie muss den Rollstuhl benutzen.
Wie schwer war die Verletzung? Vonn hatte bei der Olympia‑Abfahrt eine komplexe Schienbeinverletzung und einen Kreuzbandriss erlitten, und ihr Bein stand kurz vor einer Amputation. Nach mehreren Operationen wurde sie in die USA zurückgeflogen, wo die Reha jetzt weitergeht.
Wie schaut die Reha aus? In dem Video ist zu sehen, wie sie Gewichte stemmt und Übungen für verschiedene Muskelgruppen macht, um ihre Fitness zu erhalten. Sie betont, dass sie weiterhin hart arbeitet und jeden Tag Fortschritte machen will.
Kommt sie wieder zurück? Derzeit ist kein Comeback für Skirennen geplant. Diese Phase ist rein auf Genesung und Rehabilitation ausgerichtet. Das hat gute Gründe.
Welche? Die Heilung der Knochen wird voraussichtlich etwa ein Jahr dauern, bevor weitere Schritte wie die Versorgung des Kreuzbandes oder ein sportliches Comeback denkbar sind.
Also? Für die kommende Skisaison geht sich da nichts mehr aus. Vonn ist aktuell 41 Jahre alt.
Worum geht es? Um einen ungewöhnlichen Schritt. In Interviews mit US-Medien bekundete Donald Trump die Absicht, den nächsten Führer im Iran mitbestimmen zu wollen. Und er legte ein neues Ziel fest.
Nämlich? Er will keine Verhandlungen und kein Abkommen mehr abschließen. Stattdessen fordert er auf seiner Plattform Truth Social eine "bedingungslose Kapitulation". Nach dem Krieg sollen die USA das Land wieder aufzubauen, um es "wirtschaftlich größer, besser und stärker zu machen als je zuvor".
Was ist der Hintergrund? Der bisherige iranische Oberführer Ali Khamenei wurde am 28. Februar bei einem Angriff zu Beginn des Iran-Krieges getötet. Danach begann im Iran eine Macht- und Nachfolgekrise.
Wer führt nun das Land? Vorübergehend ein Übergangsrat, bis ein neuer Oberster Führer gewählt wird. Als Favorit gilt Mojtaba Khamenei, Sohn des bisherigen Staatschefs.
Aber? Trump sagte nun, die USA müssten eine Rolle bei der Auswahl des nächsten iranischen Führers spielen. Er wolle jemanden, der "Frieden und Stabilität" bringt.
Hält er Mojtaba Khamenei für geeignet? Klingt nicht so. Er nannte ihn "inakzeptabel". Die USA müssten "in den Prozess der Auswahl eingebunden sein".
Warum wird das schwierig? Laut iranischer Verfassung entscheidet eigentlich ein religiöses Gremium im Iran selbst über den neuen Führer.
Also doch Bodentruppen? Der US-Präsident schloss das aus. Eine Bodeninvasion im Iran sei eine "Zeitverschwendung".
Worum geht es? Am Freitag hat die britische Polizei vier mutmaßliche Spione mit Verbindungen zum Iran festgenommen. Sie sollen Orte und Personen der jüdischen Gemeinde in London ausspioniert haben.
Was weiß man über die Personen? Laut Polizei handelt es sich um einen iranischen Staatsbürger und drei britisch-iranische Doppelstaatsbürger im Alter zwischen 22 und 55 Jahren.
Wo kam es zu den Festnahmen? Sie erfolgten bei Einsätzen in Nord-London und in Watford. Zusätzlich wurden sechs weitere Männer in Gewahrsam genommen, weil sie einem der Verdächtigen geholfen haben sollen.
Was ist der Hintergrund? Die Ermittlungen laufen unter dem britischen National Security Act und sind Teil einer längerfristigen Anti-Spionage-Untersuchung gegen iranische Aktivitäten im Vereinigten Königreich.
Was wird den Personen vorgeworfen? Neben der Beobachtung jüdischer Einrichtungen sollen sie mögliche Sicherheitslücken oder Bewegungen von Personen dokumentiert und Informationen an Kontakte weitergegeben haben, die mit dem Staat Iran verbunden sind.
Worum geht es? Hollywoodstar Daryl Hannah ("Kill Bill") war Anfang der 1990er-Jahre in einer On-Off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., dem Sohn des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Jahrzehntelang hat sie ihre Erinnerungen an die Beziehung für sich behalten, jetzt brach sie ihr Schweigen.
Weshalb? Die Schauspielerin ist sehr unglücklich mit der Art, wie sie in der neuen Mini-Serie von Disney Plus "Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette" dargestellt wird und hat ihrem Ärger nun in einem Essay für die New York Times Luft gemacht.
Worum geht es in der Serie? Um das Liebesleben des Präsidentensohnes und wie er von der Beziehung mit Daryl Hannah zu jener mit der Calvin Klein-Mitarbeiterin Carolyn Bessette wechselte, die er schließlich heiratete.
Was ärgert die Schauspielerin? Eigentlich alles an der Darstellung ihrer Person. "Die in der Serie dargestellte Figur 'Daryl Hannah' ist nicht einmal annähernd eine akkurate Darstellung meines Lebens, meines Verhaltens oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr", so die 65-Jährige in der New York Times.
Was wird über sie behauptet? Dass sie Kokain von einem antiken Möbel im Haus der Kennedys geschnupft hätte, oder dass sie den Krebstod von JFK Jrs. Mutter Jackie Kennedy Onasis mit dem Tod eines Hundes verglichen hätte.
Was wurde aus JFK Jr. und Carolyn Bessette? Das Ehepaar – sie heirateten im September 1996 – kam drei Jahre später bei einem Flugzeugabsturz vor der Insel Martha's Vineyard ums Leben.
Und Daryl Hannah? Sie ging 2014 eine Beziehung mit dem Musiker Neil Young (80) ein und ist seit 2018 mit ihm verheiratet.
Worum geht es? Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat während einer Pressekonferenz den ungarischen Premierminister Viktor Orban mit militärischer Gewalt bedroht.
Was hat Selenskyj gesagt? Wortwörtlich: "Wir hoffen, dass keine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockiert." Falls doch, werde man die Adresse dieser Person "an unsere Streitkräfte, an unsere Burschen weitergeben – damit sie ihn anrufen und sich mit ihm in ihrer Sprache unterhalten".
In welchem Zusammenhang fiel diese Äußerung? Es geht um einen 90-Milliarden-Kredit der EU für die Ukraine, dessen Auszahlung Orban als einziger EU-Staatschef blockiert. Der ukrainische Präsident hat die Drohung laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN in einer Pressekonferenz am Donnerstag ausgesprochen.
Wie reagierte die EU? Sie verurteilte die "inakzeptablen" Drohungen: "Diese Art von Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", so der Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill. "Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen" und gemeinsame Ziele zu erreichen, so Gill.
Was ist der Hintergrund? Ungarn gehört zu den vehementesten Gegnern der EU-Politik, den Kampf der Ukraine gegen die russische Invasion mit Milliardenzahlungen zu unterstützen. Im Gegenzug hat die Ukraine eine Ölpipeline von Russland nach Ungarn blockiert – angeblich verhindere ein technisches Problem eine rasche Reparatur.
Was ist das größere Bild? In Ungarn wird Anfang April gewählt, für Amtsinhaber Viktor Orban stehen die Chancen derzeit eher schlecht. Aber der Konflikt mit der Ukraine spielt ihm politisch in die Hände, er könnte sich dadurch als "Retter der ungarischen Interessen" stilisieren, so Polit-Beobachter.
Wie viel Geld hat die Ukraine bereits von der EU bekommen? Aktuell sind es knapp unter 200 Milliarden Euro, und zwar in Form von Finanzhilfen, militärischer Unterstützung und Krediten. Weitere Leistungen in der Höhe von insgesamt etwa 140 Milliarden sind beschlossen, dazu gehört auch der 90-Milliarden-Kredit, den Ungarn blockiert.
Worum geht es? Der deutsche Axel-Springer-Verlag (u.a. Bild, Welt, Politico) kauft das britische "Telegraph"-Medienhaus vom bisherigen Eigentümer, dem US-Investmentunternehmen Redbird IMI. Das gaben die beiden Unternehmen am Freitag bekannt. Der Kaufpreis beträgt 575 Millionen Pfund (ca. 660 Millionen Euro).
Wofür steht der Telegraph? Die 1855 gegründete Zeitung versteht sich als konservative Speerspitze der britischen Verlagslandschaft. Neben der Tageszeitung gehören eine Sonntagszeitung (Sunday Telegraph), ein Online-Portal sowie diverse Magazinbeilagen zum Produkt-Portfolio des Verlages.
Warum expandiert Springer nach Großbritannien? Der Telegraph steht bereits seit 20 Jahren auf der Einkaufsliste des deutschen Verlags, wie Springer-Chef Mathias Döpfner erklärte. "Nun wird unser Traum wahr".
Was ist der Plan? Ziel sei es laut Springer einerseits, den Telegraph zum "meistgelesenen und intellektuell inspirierenden, bürgerlich-konservativen Medium der englischsprachigen Welt zu machen". Und in weiterer Folge damit auf den US-Markt zu expandieren. Dort ist Springer bereits mit dem Polit-Portal Politico aktiv.
Was muss man über den Telegraph wissen? Er ist eine der traditionsreichsten Zeitungen Großbritanniens, war aber zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten. Mit den Millionen von Springer soll jetzt der Sprung in die digitale Zuunft gelingen.
Worum geht es? Der Bundesstaat Utah hatte zu Jahresbeginn ein Pilotprogramm gestartet. Statt einem Arzt stellt ein KI-System – betrieben von der Gesundheit-Tech-Firma Doctronic – Rezepte aus.
Für wen ist gedacht? Vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die KI darf das Medikament autonom erneuern, also ohne direkte ärztliche Unterschrift.
Wie funktioniert das? Patienten, die bereits ein Rezept für ein bestimmtes Medikament hatten, können sich bei der KI anmelden. Sie führt dann einen kurzen medizinischen Frage-Dialog durch und entscheidet, ob ein erneutes Rezept angemessen ist.
Was passiert bei einem Okay? Wenn alles klar ist, wird die erneuerte Verordnung direkt an die Apotheke gesendet. Ist die KI unsicher, wird ein menschlicher Arzt hinzugezogen.
Was ist erlaubt, was nicht? Die KI darf derzeit nur Routine-Medikamente für chronische Bedingungen erneuern (z. B. Blutdruckmittel, Diabetes-Medikamente, Hormontherapien), keine kontrollierten Substanzen wie Opioide oder ADHS-Medikamente.
Was ist das Ziel? Warteschlangen bei Routine-Rezepteverlängerungen zu verkürzen und den Zugang zur Versorgung zu verbessern, besonders für Menschen in ländlichen Gebieten.
Was ist das Problem? Die KI lässt sich überlisten. Das System wurde dazu gebracht, eine Dosis OxyContin (starkes Opioid-Schmerzmittel) zu verdreifachen, Methamphetamin falsch zu etikettieren und falsche Impfstoffbehauptungen zu verbreiten, berichtet Axios.
War das schwierig? Es gehörte zu den einfachsten Dingen, die ich in meiner gesamten Karriere geknackt habe", sagte Aaron Portnoy, Chief Product Officer bei Mindgard. Er hatte den Test durchgeführt.
Worum geht es? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. In Zukunft soll für touristische Besucher Eintritt verlangt werden.
Warum? Der Grund dafür sind die hohen Kosten für Erhaltung, Sicherheit und Organisation: 16 Millionen Euro pro Jahr im Betrieb.
Wie viele Besucher kommen? Jährlich besuchen etwa 6 Millionen Menschen den Dom. Rund 99 Prozent davon sind Touristen.
Müssen alle zahlen? Nein, für Gottesdienste und für Menschen, die zum Gebet kommen, soll der Eintritt weiterhin kostenlos bleiben.
Wie hoch wird der Eintritt? Der genaue Preis ist noch nicht festgelegt. Aber ab der zweiten Hälfte 2026 soll es losgehen.
Warum soll ich mir das anschauen? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. Der Bau begann bereits im Jahr 1248 und wurde erst 1880 fertiggestellt.
Womit fällt er auf? Durch die zwei riesigen Türme, die etwa 157 Meter hoch sind. Damit war der Kölner Dom zeitweise sogar das höchste Gebäude der Welt. Die Besichtigung von außen bleibt weiter gratis.
Worum geht es? Falls Sie in Österreichs Urlaubsgebieten bald Kennzeichen sehen, die mit VIL (Bad Vilbel) oder ATT (Attendorn) oder WV (Westoverledingen) beginnen, wundern Sie sich nicht: Das hat alles seine Ordnung.
Nämlich? Der deutsche Bundesrat macht heute, Freitag, mutmaßlich den Weg dafür frei, dass in Deutschland bis zu etwa 320 neue Kfz‑Kennzeichen eingeführt werden.
Wer darf ran? Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, ein eigenes Ortskennzeichen auf dem Nummernschild zu bekommen.
Wie viele betrifft das? Es könnten rund 320 neue Kennzeichenkürzel entstehen, die es bis jetzt nicht gibt.
Warum? "Schuld" ist ein Projekt von Touristik-Professor Ralf Bochert an der Hochschule Heilbronn. Die Idee dahinter: Kfz-Schilder seien ein wirksames Werkzeug für das Stadtmarketing und würden die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken.
Wie sieht das die Politik? "Kfz-Kennzeichen sind mehr als reine Verwaltungskürzel", sagt der niedersächsische Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). "Ein prägnantes Kennzeichen macht kleinere Orte überregional sichtbarer."
Kommt das fix? Der Beschluss im Bundesrat ist ein wichtiger Schritt, aber noch nicht das endgültige Gesetz. Nächste Instanz ist der Bundestag, der über die Änderung der Fahrzeug‑Zulassungsverordnung entscheiden muss. Dort ist das Kennzeichenwesen geregelt.
Worum geht es? Zugegeben, die Veranstaltung fand vor dem Krieg im Nahen Osten statt, kurvt nun aber in der Welt herum. Das Camel Beauty Show Festival im Sultanat Oman nahm eine unerwartete Wendung.
Was ist passiert? 20 Kamele wurden aus dem Wettbewerb ausgeschlossen, weil sie kosmetische Eingriffe erhalten hatten, um besser auszusehen als die Konkurrenz.
Wie bitte? Diese Schönheitswettbewerbe für Kamele haben in der Golfregion eine lange Tradition. Die Tiere werden anhand von Kriterien wie Körperform, Halslänge, Fell, Kopfform oder Höcker bewertet.
Was war diesmal? In diesem Jahr entdeckten die Untersuchungsteams jedoch bei routinemäßigen Kontrollen, dass zahlreiche Tiere mit verbotenen kosmetischen Mitteln behandelt worden waren.
Was zum Beispiel? Botox‑Injektionen, um Gesichtszüge weicher oder attraktiver wirken zu lassen, Filler, Silikon oder andere Substanzen, um Lippen, Nase oder Höcker zu formen, möglicherweise auch Hormone, die Muskeln betonen sollten.
Warum ist das verboten? Solche Eingriffe verstoßen gegen die Regeln der Wettbewerbe, weil sie nicht natürlichen Eigenschaften entsprechen und unfairen Vorteil verschaffen. Daher wurden alle betreffenden Tiere disqualifiziert.
Wann fand der Wettbewerb statt? Er startete am 8. Februar in Al‑Musannah und war für fünf Tage angesetzt. Auch Sieger wurden gekürt, doch im Skandal um die disqualifizierten Tiere blieben die Schönsten der Schönen in internationalen Medien gänzlich unerwähnt.
Worum geht es? Beim Nationalen Volkskongress in der Volksrepublik China hat die Regierung ein neues Wirtschaftswachstumsziel ausgegeben: Die Wirtschaft soll im Jahr 2026 um zwischen etwa 4,5 und 5 Prozent wachsen.
Warum ist das bemerkenswert? Dieses Wachstumziel ist das niedrigste seit Jahrzehnten – zuletzt gab es ähnlich moderate Ziele Anfang der 1990er‑Jahre.
Was ist das größere Bild? Ein Wachstum von etwa 5 Prozent für China gilt international weiterhin als relativ stark – für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist es jedoch ein deutlich niedrigeres Ziel als in den Boomjahren der Vergangenheit.
Was steckt dahinter? China hat derzeit mehrere wirtschaftliche Herausforderungen: Eine langwierige Immobilienkrise, die Investitionen und Nachfrage bremst. Einen schwachen Inlands‑Konsum und Überproduktion in einigen Industrien, dazu globale Unsicherheiten.
Was ist der Nationale Volkskongress? Die wichtigste jährliche Parlamentssitzung Chinas. Auf ihm legt die Regierung ihre Ziele für Wirtschaft, Haushalt und Sozialpolitik für das kommende Jahr und oft auch für längere Planungszeiträume vor.
Worum geht es? Eine neue Richtlinie der britischen Labour-Regierung zielt darauf ab, Stellenanzeigen inklusiver zu gestalten, um mehr Vielfalt am Arbeitsplatz zu fördern. Sie ist ab sofort gültig.
Was ist die Idee? Arbeitgeber sollen Formulierungen vermeiden, die als stereotypisch männlich wahrgenommen werden, so das Office for Equality and Opportunity.
Zum Beispiel? "Wettbewerbsorientiert“, "ehrgeizig" oder "dominant". Studien haben gezeigt, dass solche Begriffe oft Frauen oder nicht-binäre Personen unbewusst abschrecken, da sie das Gefühl vermitteln, dass nur bestimmte Persönlichkeitsprofile erwünscht sind.
Was ist die Alternative? Die Regierung empfiehlt, neutralere oder positivere Begriffe zu nutzen, die Fähigkeiten und Motivation unabhängig vom Geschlecht betonen, zum Beispiel "teamorientiert", "engagiert" oder "lernbereit".
Ist das jetzt Pflicht? Die neue Empfehlung der britischen Labour‑Regierung ist keine gesetzlich bindende Pflicht, sondern eine Regierungsrichtlinie bzw. Leitlinie für Arbeitgeber, die im Rahmen der Gleichstellungs‑ und Diversity‑Politik herausgegeben wurde.
Gibt es Kritik? Jede Menge. Claire Coutinho, Schattenministerin für Frauen und Gleichstellung, bezeichnete den Rat als "Unsinn" und "herablassendes Kauderwelsch".
Was ist ihr Argument? "Unternehmen zu sagen, dass Frauen die Wörter 'ehrgeizig', 'wettbewerbsorientiert' oder 'unternehmerisch' als zu männlich empfinden, ist ehrlich gesagt eine Beleidigung für Frauen", sagte sie.
Worum geht es? Eine massive Staubfahne aus der Sahara zieht derzeit quer über Europa. Sie erreicht heute, Freitag, Österreich und färbt den Himmel auch am Wochenende teils leicht rötlich, milchig ein.
Was steckt dahinter? Saharastaub ist feiner, mineralischer Staub, der aus der Sahara-Wüste in Nordafrika stammt. Er besteht vor allem aus Sand-, Ton- und Mineralpartikeln, die durch Wind aufgewirbelt werden und dann über große Strecken durch die Atmosphäre transportiert werden.
Was ist die Folge? Der Himmel wirkt manchmal milchig, rötlich oder orange, besonders bei Sonnenauf- oder -untergang. Saharastaub kann sich auf Autos, Terrassen oder Fenstern ablagern. Bei starkem Eintrag kann er Luftqualität und Sicht vorübergehend beeinträchtigen.
Ist er gefährlich? Der Staub ist meist nicht gefährlich für gesunde Menschen, kann aber bei hohen Konzentrationen die Luftqualität verschlechtern.
Gelten Verhaltensregeln? Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien sowie Kinder und ältere Personen sollten sich bei starker Belastung gegebenenfalls schonen oder Aktivitäten im Freien reduzieren.
Worum geht es? Die britische Regierung plant ein neues Pilot‑Programm, bei dem Familien von abgelehnten Asylbewerbern bis zu 45.000 Euro erhalten können, wenn sie freiwillig das Land verlassen.
Wie funktioniert das? Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, können sich für das Programm melden. Wer innerhalb von 7 Tagen freiwillig ausreist, erhält 11.250 Euro pro Person.
Wer ist betroffen? Es soll zunächst ein Pilotversuch mit etwa 150 Familien geben. Teilnehmen können diejenigen, die kooperieren und innerhalb der Frist ausreisen.
Kann jede Familie mitmachen? Nein, am Donnerstag wurden 150 Familien per Brief über das neue Programm informiert. Das Innenministerium ist bereit, diejenigen, die den Antrag ablehnen, gegebenenfalls zwangsweise abzuschieben, sofern sie aus einem sicheren Land stammen, darunter auch Kinder.
Warum macht die Regierung das? Großbritannien gibt sehr viel Geld für Unterbringung und Unterstützung abgelehnter Asylbewerber aus – durchschnittlich über 170.000 Euro pro Familie und Jahr. Durch die Prämien hofft man, Millionen Pfund pro Jahr einzusparen.
Woher kommt der Plan? Die Idee wurde teilweise von ähnlichen Programmen in Dänemark inspiriert, die dort schon praktiziert werden.
Gibt es keine Kritik? Die Maßnahme ist Teil eines größeren Migrationspakets der Labour‑Regierung, das härtere Regeln und weniger Unterstützung für illegale Migranten vorsieht. Der Vorschlag ist umstritten und hat innerhalb der Labour-Partei und in der Öffentlichkeit Debatten ausgelöst.
Worum geht es? Laut dem World Obesity Atlas 2026 leben aktuell 20,7 % der Kinder und Jugendlichen (5–19 Jahre) weltweit mit Übergewicht oder Adipositas – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Jahrzehnten.
Wer sagt das? Die Welt-Adipositas-Föderation, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Bekämpfung, Prävention und Behandlung von Adipositas konzentriert. Sie ist offizieller Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vertritt über 80 nationale Verbände.
Was sagen die Zahlen aus? Über 500 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind übergewichtig oder adipös, und die Zahl könnte bis 2040 auf rund 507 Millionen steigen, wenn keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden.
Was bedeuten die Begriffe? Als fettleibig gilt jemand, wenn sein BMI (Body-Mass-Index) 30 oder höher ist, und als übergewichtig, wenn er über 25 liegt.
Was erschreckt besonders? Wie früh das beginnt. Weltweit waren 2025 schon etwa 180 Millionen Kinder fettleibig. Die neuen Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass bis 2040 etwa 227 Millionen aller Fünf- bis Sechzehnjährigen fettleibig sein werden.
Gibt es regionale Unterschiede? Die Zahl der betroffenen Kinder konzentriert sich stark in wenigen Ländern: China, Indien und die USA gehören zu den Ländern mit den höchsten absoluten Zahlen. In Indien haben über 40 Millionen Kinder einen hohen BMI (übergewichtig oder adipös).
Was sind die Ursachen? Kalorienreiche, hochverarbeitete Lebensmitteln, geringere körperliche Aktivität und starkes Marketing für ungesunde Produkte.
Was fordert die World Obesity Federation? Ohne politische Gegenmaßnahmen, etwa stärkere Regulation von Junk-Food-Marketing, Zuckersteuern oder Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung, wird diese Entwicklung weiter zunehmen.
Worum geht es? Um einen spektakulären Medien-Deal, der in der vergangenen Woche eingefädelt wurde. Paramount Skydance sicherte sich nach einer monatelangen Bieterschlacht den Medienkonzern Warner Bros. Discovery.
Wer ging leer aus? Netflix, obwohl der Streamer zwei Monate lang wie der sichere Sieger aussah. Am Ende legte Paramount Skydance ein Angebot über 111 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Da konnte oder wollte Netflix nicht mit.
Warum ist der Deal bedeutsam? Weil der nächste Buddy von Donald Trump sich einen großen Medienkonzern sicherte. Larry Ellison, Gründer von Oracle und sechstreichster Mensch der Erde, stellte das Geld auf, sein Sohn David ist CEO von Paramount Skydance.
Was blieb in Erinnerung? Am Donnerstag, 26. Februar, besuchte Netflix-Chef Ted Sarandos das Weiße Haus, es gibt Fotos davon. Er ging hin, um sich zu versichern, dass die geplante Übernahme seines Unternehmens von den Aufsichtsbehörden fair geprüft würde.
Aber? Es fand gar kein Treffen statt, wurde nun bekannt. Nicht mit Trump, auch mit keinem anderen Vertreter oder Beamten.
Was dann? Kurz nach seiner Ankunft im Weißen Haus wurde Sarandos darüber informiert, dass sein Treffen aufgrund einer kurzfristigen Terminkollision abgesagt wurde, und er verließ daraufhin umgehend das Gebäude.
Gar kein Kontakt mit Trump? Doch, am Abend soll der Präsident Sarandos angerufen haben. Da war Netflix aber schon aus dem Deal ausgeschieden.
Worum geht es? Die EU übt sich eher in Zurückhaltung, nicht so Spaniens Premierminister Pedro Sánchez. Er attackierte die USA wegen ihres Militäreinsatzes gegen den Iran ungewöhnlich deutlich.
Mit welchen Worten? Sánchez bezeichnet die militärischen Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "Katastrophe" oder "Desaster" und warnt, dass ein größerer Krieg weitreichende, negative Konsequenzen für die Welt haben könnte.
Was ist sein Punkt? Sánchez und sein Außenminister betonen, dass die militärischen Aktionen nicht durch ein UN-Mandat oder internationales Recht gedeckt seien. Damit stellt er die Legitimität der US-Führungshandlungen infrage.
Blieb es bei den Worten? Spanien hat abgelehnt, seine gemeinsamen Militärbasen (z. B. in Rota und Morón) den USA für die Angriffe gegen den Iran zur Verfügung zu stellen — auch deswegen übt Sánchez Kritik, weil er nicht Teil dieser Operationen sein will.
Wo hat Sanchez das gesagt? Im Rahmen einer Fernseh‑ und Medienansprache am 4. März. Sie kam aus dem spanischen Regierungssitz in Madrid.
Was war die zentrale Botschaft? "Die Position der spanischen Regierung lässt sich mit vier Worten zusammenfassen: Nein zum Krieg."
Wie reagierten die USA? Einige US-Politiker legten Spaniens Position als Schwäche aus. Präsident Donald Trump drohte mit möglichen Handelsmaßnahmen.
Worum geht es? Israelische Truppen drangen am Mittwoch mehrere Kilometer tief ins libanesische Staatsgebiet vor. Vor allem die Stadt Chiam – etwa sechs Kilometer hinter der Grenze gelegen – wurde unter Artilleriebeschuss genommen.
Was ist das Ziel? Offiziell wird dies als "taktische Maßnahme" oder "vorwärtsverteidigende Stellung" beschrieben, um Hisbollah‑Angriffe gegen israelische Grenzorte zu verhindern. Israel warnte Tausende Bewohner in südlibanesischen Dörfern, sich in Sicherheit zu bringen.
Was ist der Auftrag? Verteidigungsminister Israel Katz und Premierminister Benjamin Netanyahu autorisierten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, strategische Positionen im Südlibanon zu besetzen, um die Sicherheit nördlicher israelischer Gemeinden zu erhöhen.
Startet damit eine Bodenoffensive? Nein, die Armee spricht bewusst nicht von einer groß angelegten Bodenoffensive, sondern von gezielten Truppenbewegungen und Pufferflächen nahe der Grenze.
Gab es bisher Opfer? Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Baalbek sind laut libanesischen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Libanon spricht von bisher 11 Todesopfern.
Was war der Auslöser? Die aktuellen Spannungen begannen, nachdem die pro‑iranische Miliz Hisbollah wieder verstärkt Raketen und Drohnen auf nördliche israelische Städte abgefeuert hat – als Reaktion auf die weiterlaufenden Konflikte zwischen Israel und dem Israel.
Worum geht es? Türkei berichtet, dass eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen wurde, bevor sie türkischen Luftraum erreichen konnte. Die Rakete war offenbar auf einem Kurs durch den Irak und Syrien Richtung Türkei.
Wer stoppte die Rakete? NATO‑Luft‑ und Raketenabwehrsysteme im östlichen Mittelmeer neutralisierten den Flugkörper, bevor er in türkisches Territorium eindringen konnte.
Gab es Opfer? Es wurden keine Verletzten oder Opfer wurden gemeldet; Trümmerteile fielen im Gebiet der türkischen Provinz Hatay (Dörtyol) zu Boden.
Warum ist der Vorfall politisch brisant? Dies wäre der erste bekannte Fall, in dem ein ballistischer Raketenangriff aus dem Iran direkt durch NATO‑Abwehrsysteme für einen NATO‑Staat abgefangen wurde.
Was kann die Folge sein? Der Vorfall erhöht die Spannungen erheblich, weil ein NATO‑Mitglied unmittelbar von iranischer Raketenbedrohung betroffen war.
Greift die Beistandspflicht? Ein solcher Angriff könnte unter bestimmten Bedingungen politische Verpflichtungen des Bündnisses auslösen (z. B. Artikel 5), je nachdem, ob ein Angriff als gezielte Aggression gegen ein Mitglied gewertet wird.
Was steht wörtlich in Artikel 5? „Ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Mitglieder in Europa oder Nordamerika wird als Angriff gegen alle Mitglieder betrachtet."
Worum geht es? Bei einer Presserunde im Oval Office nahm US-Präsident Donald Trump zu Großbritanniens Haltung im Krieg gegen den Iran und die Nutzung britischer Militärstützpunkte Stellung.
Was sagte er? Hängen blieb vor allem ein Satz, in dem er den britischen Premierminister Sir Keir Starmer verspottete. Der Labour-Politiker hatte sich im vergangenen Jahr intensiv um die Gunst von Trump bemüht.
Aber? "This is not Winston Churchill that we’re dealing with," kanzelte Trump nun Starmer ab. Der sei eben "kein Winston Churchill". Trup meinte damit, dass Starmer nicht die entschlossene, kriegsführende Führungsperson wie Sir Winston Churchill sei.
Was ist der Hintergrund? Trump kritisierte die Verzögerung bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte für Angriffe auf iranische Ziele und den Widerstand gegen offensive militärische Aktionen.
Wer war Winston Churchill? Der passionierte Zigarrenraucher war von 1940 bis 1945 und später von 1951 bis 1955 Premierminister Großbritanniens. Während des Zweiten Weltkriegs war er die zentrale Figur, die den Widerstand gegen Nazi-Deutschland organisierte.
Welche Rolle spielte er für die USA? Churchill pflegte ein sehr enges Verhältnis zu Präsident Franklin D. Roosevelt, um die Amerikaner zu einem Kriegseintritt zu bewegen. Das passierte dann erst nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941.
Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hat nach Medienberichten mehr als 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt.
Warum? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.
Was wird überprüft? Man wolle etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.
Welche Dokumente betrifft das? Unter den fehlenden Akten sind laut US-Medien FBI-Vermerke, Klageschriften, Zeugenaussagen und interne Ermittlungsnotizen.
Hat das auch mit Trump zu tun? Einige Dateien enthalten Aussagen einer Frau, die behauptet, dass Trump in den 1980er-Jahren in Epsteins Umfeld war. Trump wird indirekt mit sexuellen Begegnungen in Verbindung gebracht, die zu der Zeit stattgefunden haben sollen, als die Zeugin minderjährig war.
Was bedeutet das? Die Akten enthalten FBI-Interview-Notizen, keine formellen Anklagen oder Beweise, dass Trump strafrechtlich verfolgt wurde.
Ist der Vorgang umstritten? Demokratische Abgeordnete haben das DOJ kritisiert und behauptet, dass das Entfernen von Unterlagen den Gesetzeszweck des Transparenzgesetzes unterlaufen könne und gezielt zuständige Informationen zurückgehalten werden könnte.
Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.
Worum geht es? Ein U.S.-Unterseeboot hat Mittwoch um 5.08 Uhr im Indischen Ozean vor der Südküste Sri Lankas ein iranisches Kriegsschiff namens IRIS Dena mit einem Torpedo versenkt. Das bestätigte der US-Verteidigungsminister bei einem Pentagon-Briefing.
Gibt es dafür Belege? Das Pentagon veröffentlichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zeigen, wie ein Schwergewichtstorpedo vom Typ Mark 48 die Fregatte trifft und eine Fontäne Meerwasser in die Luft schleudert.
Wie wie viele Opfer gab es? Die Fregatte befand sich offenbar in internationalen Gewässern, als sie getroffen wurde. Mindestens 87 iranische Seeleute sind ums Leben gekommen. Rund 32 Personen wurden von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen.
Was ist der Hintergrund? Dieser Angriff markiert eine weitere Eskalation im Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran, der sich inzwischen über den Nahen Osten hinaus auszubreiten scheint.
Was ist die Einordnung? US-Militärsprecher und hochrangige Offizielle sagen, dies sei der erste Torpedo-Versenkung eines US-Unterseeboots seit dem Zweiten Weltkrieg.
Wie wurde das bejubelt? "Ein stiller Tod", sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Wie damals im Krieg, als wir noch das Kriegsministerium waren, kämpfen wir, um zu gewinnen."