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9. Oktober 2025

Um 1,25 Mio. Euro Albert Einsteins Geige versteigert

Worum geht es? Eine Geige aus dem Besitz des Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein (1879-1955) wurde in Großbritannien nun für 860.000 Pfund versteigert. Inklusive Aufgeld brachte das Instrument damit den Rekorderlös von 1,25 Millionen Euro.

Was weiß man über das Instrument? Es wurde vom Geigenbauer Anton Zunterer im Jahr 1894 hergestellt und war vermutlich die erste Geige, die Einstein besaß. Ende 1932 gab er sie an seinen guten Freund und Physikerkollegen Max von Laue weiter.

Spielte Einstein selbst Geige? Ja, er begann bereits im Alter von vier Jahren, Geige zu lernen und spielte später angeblich nahezu jeden Tag seines Lebens. Ihm wird auch das Zitat zugeschrieben, "wenn ich kein Wissenschaftler geworden wäre, wäre ich Musiker geworden".

Ist das damit die teuerste Geige aller Zeiten? Nicht wirklich, aber es ist auf jeden Fall die teuerste je versteigerte Geige, die nicht vom berühmten Geigenbauer Stradivari stammt oder zuvor im Besitz eines Konzertgeigers war.

Gab es ein Bieter-Duell? Ja, laut dem Auktionshaus Dominic Winter Auctioneers in South Cerney, Gloucestershire, gab es bis zuletzt drei Interessenten, die sich gegenseitig überboten. Insgesamt dauerte die Versteigerung zehn Minuten.

War das die erste Geige von Einstein, die je versteigert worden ist? Nein, eine weitere Geige, die dem weltberühmten Physiker gehörte und die er 1933 bei seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten geschenkt bekam, wurde 2018 in New York für 516.500 Dollar (ca. 445.000 Euro) versteigert.

Weitere Meldungen

40.000 iPhones gestohlen Videos zeigen, wie die Bande arbeitete

Worum geht es? Im vergangenen Jahr wurden in London rund 70.000 Handys gestohlen. Eine Bande dürfte für fast die Hälfte aller entwendeten Smartphones verantwortlich sein. Nun kam ihnen die Metropolitan Police auf die Schliche.

Wie arbeitete die Bande? Das zeigen Videos der London Metropolitan Police. Sie wurden von Überwachungskameras aufgenommen. Die Täter rissen Passanten von Motorrollern aus die Geräte aus der Hand oder von der Schulter.

Wie wurden die Verdächtigen geschnappt? Im Dezember 2024 startete die Polizei die Operation Echosteep. In einem Lagerhaus in der Nähe des Flughafens Heathrow war ein Karton mit etwa 1.000 iPhones gefunden worden, die nach Hongkong verschifft werden sollten.

Was passierte dann? Die Polizei stellte fest, dass fast alle Handys gestohlen worden waren. Auf mehreren Sendungen wurden forensische Beweise gesichert, berichtet der Evening Standard.

Wurden die Hintermänner geschnappt? Zunächst einmal ein Hehler, der in zwei Jahren mehr als 200 Mal zwischen London und Algerien gereist war. Nach und nach wurden 61 Personen festgenommen. Sie hatten auch Überfälle auf Lastwagen verübt, um an iPhone 17 zu kommen.

Von wie vielen Handy reden wir insgesamt? Von rund 40.000 Stück, die von Großbritannien vor allem nach China gebracht wurden. Straßendiebe erhalten für gestohlen iPhones 350 Euro, in China werden sie für über 4.000 Euro verkauft.

Kohle nicht mehr Nr. 1 Solar und Wind nun größte Stromquelle

Worum geht es? Um eine weltweite Trendwende. Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2025 erstmals Kohle als weltweit größte Stromquelle abgelöst. Experten sprechen vom beginnenden Ende des fossilen Zeitalters.

Was heißt das? Der Anteil der Kohle an der weltweiten Stromerzeugung ging von 34,2 % auf 33,1 % zurück, während der Anteil der erneuerbaren Energien von 32,7 % auf 34,3 % stieg. Kohle war 50 Jahre lang der wichtigste Energieerzeuger.

Wer sagt das? Ember, laut Eigenangabe ein Thinktank für Klimaforschung. Für den "Global Electricity Review" wertete die Gruppe Daten aus 88 Ländern aus, die 93 Prozent der weltweiten Stromnachfrage repräsentieren.

Was ist Ember? Die Organisation mit Hauptsitz in Großbritannien wurde 2008 von Bryony Worthington gegründet. Die britische Umweltaktivistin sitzt als Life Peer im House of Lords. Life Peers sind Menschen, denen auf Lebenszeit ein Adelstitel verliehen wird – vom König, auf Empfehlung des Premierministers.

Was steht nun im Bericht? Wie rasant die Erzeugung von Solar- und Windenergie auf der Erde zunimmt. In der ersten Hälfte des Jahres konnten die Erneuerbaren den steigenden Bedarf um 109 % überdecken.

Was bedeutet das? Vor allem Solar ist eine Renner. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie stieg in den ersten sechs Monaten weltweit um 31 Prozent. Für 55 Prozent der Steigerung war China verantwortlich.

Gibt es Schattenseiten? China ist laut Ember Vorreiter bei der Entwicklung sauberer Energie. Doch reichere Länder wie die USA und die EU würden sich bei der Stromerzeugung stärker als zuvor auf fossile Brennstoffe verlassen.

"Komplett fassungslos" Wofür 3 Physiker Nobelpreis erhalten

Worum geht es? Am Dienstag wurden die Nobelpreisträger für Physik bekanntgegeben. Der Brite John Clarke, der Franzose Michel H. Devoret und der US-Amerikaner John M. Martinis erhalten die Auszeichnung.

Wofür? Für "die Entdeckung des makroskopischen quantenmechanischen Tunnelns und der Energiequantisierung in einem elektrischen Schaltkreis".

Aha, und das heißt was? Die Forscher haben gezeigt, dass Quantenphysik nicht nur im Kleinen (etwa bei Atomen), sondern auch in größeren Systemen – wie in winzigen elektrischen Schaltkreisen – sichtbar wird.

Gibt es die Erklärung auch in einfach? Okay, also grundsätzlich zur Quantenwelt: Man stelle sich vor, ein Tennisball wird gegen eine Wand geworfen, von dort prallt ab. In der klassischen Physik bedeutet das: Die Teilchen bleiben auf der Seite der Wand.

Und in der Quantenwelt? Da verschwindet der Ball auf einer Seite der Wand und taucht auf der anderen Seite wieder auf, ohne durch ein Loch zu gehen. Man spricht hier von den berühmten Quanten-Tunneln.

Was haben die drei Forscher damit zu tun? Sie haben genau dieses Phänomen bei makroskopischen Systemen (also größeren, sichtbaren Schaltkreisen) nachgewiesen. Bis dahin dachte man: "So etwas passiert nur bei winzigen Teilchen, nicht bei Stromkreisen."

Warum ist das wichtig? Weil diese Technik die Grundlage von Quantencomputern ist. Und sie zeigt, dass man Quantenphänomene kontrollieren kann – in echten, greifbaren Geräten.

Waren die drei Forscher überrascht? Ja, weil der Durchbruch bei den Experimenten in den Achzigerjahren stattfand, also 40 Jahre her ist. Clark ist heute 83 Jahre alt. Er sei "komplett fassungslos", sagte er in einem Telefonat.

Ein Dollar für Trump Er ist gleich zwei Mal darauf zu sehen

Worum geht es? Anlässlich des 250. Jubiläums der Gründung der USA im Jahr 2026, soll eine 1-Dollar-Münze auf den Mark gebracht werden, auf der der amtierende Präsident Donald Trump zwei Mal abgebildet ist.

Wie das? Auf der einen Seite der Münze ist er im Profil zu sehen, auf der anderen Seite in Kämpferpose vor der US-Flagge mit hochgestreckter Faust und dem Spruch "Fight Fight Fight".

Ein Sammlerstück für Fans? Gut möglich, dass die Dollar-Münze bei Fans zum Sammelobjekt wird. Aber die Idee ist vor allem, die Münze in den alltäglichen Zahlungsverkehr zu bringen. Sie wird als offizielles Zahlungsmittel ausgegeben.

Ist das rechtmäßig? Nur in Monarchien ist es üblich, den Kopf des jeweiligen Regenten auf Münzen, Geldscheinen oder Briefmarken zu verewigen – siehe Großbritannien. In Ländern, in denen das Staatsoberhaupt vom Volk gewählt wird, ist es meist sogar gesetzlich verboten, lebende Personen auf Zahlungsmitteln abzubilden – so auch in den USA.

Die Münze verstößt gegen US-Gesetze? Darüber wird gerade gestritten. Kritiker sagen, die Münze widerspreche einem Gesetz aus 1866. Das Finanzministerium argumentiert, der Circulating Collectible Coin Redesign Act aus dem Jahr 2020 erlaube die Trump-Münze.

Mit welcher Argumentation? Finanzminister Scott Bessent postete auf X, die vorgeschlagenen Motive würden "Herrn Trump und seine Vision für Amerika widerspiegeln". Und: "An diesem bedeutsamen Jahrestag (dem 250. Jubiläum der Gründung, Anm.) gibt es kein Profil, das symbolträchtiger für die Vorderseite dieser Münze wäre als das unseres amtierenden Präsidenten Donald J. Trump."

Was sagt Trump selbst? Er tut so, als würde ihn das alles gar nichts angehen. Von Journalisten auf die Münze angesprochen, erklärte seine Sprecherin Karoline Leavitt: "Ich weiß nicht, ob er es überhaupt schon gesehen hat, aber ich bin sicher, es gefällt ihm."

Rätsel um 10 Messerstiche Angriff auf deutsche Bürgermeisterin

Worum geht es? Am 28. September wurde die SPD-Kandidatin Iris Stalzer zur Bürgermeisterin von Herdecke gewählt. Anfang November sollte sie ihr Amt in der Stadt im Ruhrgebiet (22.500 Einwohner) antreten. Nun wurde sie niedergestochen.

Was weiß man zur Tat? Die beiden Adoptivkinder der 57-Jährigen meldeten sich am Dienstag um 12.40 Uhr bei der Leitstelle der Feuerwehr. Sie gaben an, ihre Mutter schwer verletzt im Umfeld des Familienhauses gefunden zu haben.

Stimmt das? Mutmaßlich nicht. Die Tat soll im Haus der Familie stattgefunden haben, bestätigte ein Polizeisprecher Focus online. Das Opfer wurde blutend auf einem Sessel sitzend gefunden.

Was weiß man über die Hintergründe? Wenig. Laut Spiegel soll Stalzer durch 10 Messerstiche, offenbar in Bauch und Rücken, lebensgefährlich verletzt worden sein. Sie wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Was gaben die Kinder an? Der Sohn sagt, seine Mutter hätte ihm mitgeteilt, dass sie auf der Straße von mehreren Männern attackiert worden sei. Zeugen dafür gibt es keine.

Was vermutet die Polizei? Sie geht von einem familiären Hintergrund aus. Vor dem Transport ins Spital soll Stalzer kurz bei Bewusstsein gewesen sein. Sie wisse, wer die Tat begangen habe, sagte sie zur Polizei, nannte dann aber keine Namen, berichtet Bild.

Welche Indizien gibt es noch? Mehrere deutsche Medien berichten, dass es bereits im Sommer einen Vorfall wegen häuslicher Gewalt gegeben habe. Die 17-jährige Adoptivtochter soll laut Spiegel mit dem Messer auf die Mutter losgegangen sein. Nachbarn berichteten vor der Tat am Dienstag von einem lautstarken Streit im Haus.

Wie ist der Stand der Ermittlungen? Der 15-jährige Adoptivsohn wurde in Handschellen und einem Spurensicherungsanzug abgeführt. Laut Polizei allerdings nur, damit keine Spuren verwischt werden. Der Verdacht fokussiert sich momentan auf die Tochter.

Wer ist Iris Stalzer? Sie ist laut ihrer Homepage Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht, verheiratet und in Herdecke tief verwurzelt.

Öffentliche Scheidung Nicole Kidman regelte sogar Bonuspunkte

Worum geht es? In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Ehe von Nicole Kidman (58) und Keith Urban (57) am Ende ist. Nun veröffentlichen mehrere US-Medien Teile der Scheidungsvereinbarung, das Portal Justjared zeigt sogar das Dokument her.

Wie geht das? In den USA sind Gerichtsdokumente auch von Prominenten einsehbar. In diesem Fall wurde die Scheidung von Nicole Kidman beim Davidson County Circuit Court in Nashville, Tennessee, eingebracht.

Wann? Zentraler Teil ist der "Parenting Plan" also wie der Umgang mit den Kindern in Zukunft erfolgen soll. Keith Urban hat ihn bereits am 29. August unterzeichnet, Nicole Kidman am 6. September.

Was steht nun in der Vereinbarung? Sie wurde von Kidman eingereicht. Grund: "Irreconcilable differences" (unüberbrückbare Differenzen). Auf den folgenden Seiten ist alles haarklein geregelt.

Nämlich? Stundengenau wer die Kinder wann betreut, wer für ihre Versicherung zahlt. Sogar was mit den gemeinsam eingesammelten Bonuspunkten für Hotels, Fluglinien und Kreditkarten passieren soll.

Was ist mit den Kindern? Kidman und Urban lernten sich 2005 kennen, heirateten 2006 in Sydney und haben zwei Töchter, Sunday Rose (17) und Faith Margaret (14). Sie werden in Hinkunft 306 Tage im Jahr bei der Mutter wohnen und 59 Tage beim Vater.

Keine bad feelings? Im Plan steht, dass beide Elternteile nicht schlecht übereinander reden dürfen. Die Kinder sollen ermutigt werden, zu beiden Eltern ein gutes Verhältnis zu haben. Es gibt einen Passus, dass Kidman und Urban innerhalb von 60 Tagen ein Elternseminar absolvieren müssen.

Und das Finanzielle? Dürfte keine großen Probleme bereiten, beide sind vermögend. Es existieren Immobilien in den USA und Australien, etwa in Nashville, Beverly Hills, dazu ein Penthouse in Sydney. Das Vermögen ist aufgeteilt, es gibt keine Unterhaltsforderungen.

So macht TikTok süchtig In einem Monat Nutzung verdoppelt

Worum geht es? Immer mehr vor allem junge Menschen verfallen Tiktok. Aber es ist ein Rätsel, wie die Video-App ihre User dazu bringt, immer länger dran zu bleiben. Ein Team der Washington Post hat das nun untersucht.

Wie lief die Studie? Das US-Medienhaus sammelte die TikTok-Verläufe von 1.100 Usern. Daraus wurde eine Datenbank mit 15 Millionen Videos erstellt, alle nicht älter als ein halbes Jahr.

Was war der Zweck? Durch Analysen zu zeigen, wie effektiv TikTok selbst seine intensivsten Nutzer dazu bringt, mehr zu wischen und mehr Videos auf der Plattform anzusehen.

Welche Parameter wurden erfasst? Die erste Kennzahl maß, wie viel Zeit jede Person täglich mit dem Ansehen von TikTok-Videos verbrachte. Die nächste protokollierte, wie oft jede Person die App pro Tag öffnete. Die dritte ergab, wie schnell jede Person im Durchschnitt wartete, bevor sie zum nächsten Video wischte.

Was zeigte sich? Zu Beginn des Experiments verbrachten die Gelegenheitsnutzer durchschnittlich mehr als eine halbe Stunde pro Tag mit Scrollen oder Ansehen von Videos. Bereits nach einer Woche stieg ihre tägliche Sehdauer um mehr als 40 Prozent.

Und dann? Nach einem Monat spalteten sich die Gruppen. Die zuvor am wenigsten aktive Gruppe verbrachte durchschnittlich schon etwa 54 Minuten pro Tag mit der App. Die Power-User öffneten die App dagegen seltener, wischten dafür aber auch schneller.

Was passierte nach einem halben Jahr? Die Gruppen näherten sich an. Gelegenheitsnutzer verbrachten nun mehr als 70 Minuten pro Tag auf TikTok – mehr als doppelt so viel Zeit wie zu Beginn des Experiments, Power-User immer noch mehr als vier Stunden pro Tag.

Was war passiert? Beide Gruppen zeigten Merkmale zwanghaften Verhaltens – wiederholtes Verspüren des Drangs, etwas zu tun, auch wenn die Person denkt, dass es auf lange Sicht schädlich ist.

Was man immer noch nicht weiß? Wie TikTok süchtig macht. Das Unternehmen antwortete auf die Fragen der Post nicht.