Worum geht es? Mehrere Büros der deutschen Kanzlerpartei CDU trugen auf Google Maps zuletzt plötzlich eigenartige Namen, etwa "Eierhaus", "Eierladen" oder "Eierverband".
Wer war betroffen? Zahlreiche Standorte bundesweit – darunter in Berlin, Hamburg, Hessen, Sachsen, Mecklenburg‑Vorpommern, Thüringen, Nordrhein‑Westfalen und mehr. Auch CSU‑Geschäftsstellen in Bayern wurden teilweise angegriffen
Wie kam es dazu? Die Änderungen scheinen über die Nutzer‑Feedback‑Funktion von Google Maps erfolgt zu sein, die es erlaubt, Ortsnamen vorzuschlagen.
Was ist der Sinn? Die Umbenennungen deuten auf eine digitale Protest‑ oder Trollaktion hin, bei der CDU‑Büros bewusst satirisch umbenannt wurden.
Was ist der Hintergrund? Ein viraler Protestslogan („Merz leck Eier“), der in sozialen Medien und nach einer Demonstration gegen die Wehrpflicht aufgekommen ist. Daraus entstand offenbar eine Meme‑Kultur, die nun auch auf Karten‑Dienste überschwappte.
Wer steckt dahinter? Möglicherweise ein Aktivist namens "saftsackbeats". "Ich hoffe, dass euch mein Protest gegen die Union ein kleines Schmunzeln in diesen dunklen Zeiten bescheren können", bekundete die Person auf Instagram und Threads.
Wie reagierte die CDU? Die Google‑Maps‑Einträge wurden teilweise schnell wieder korrigiert. Die Union kritisierte die Aktion als unangebracht oder deplatziert, und forderte, die Änderungsfunktion für politische Institutionen einzuschränken, um solche Fälle künftig zu verhindern.
Worum geht es? Geboren am 8. September 1930 in Zürich, gestorben am 8. April 2026 in Paris. Der deutsche Schauspieler Mario Adorf ist tot. Er wurde 95 Jahre alt.
Was weiß man über seinen Tod? Nach Angaben seines Managements starb Adorf nach kurzer Krankheit in seiner Pariser Wohnung.
Wer war Mario Adorf? Eine Institution des Nachkriegsfilms. In einer über 70 Jahre umfassenden Karriere trat er in mehr als 200 Film‑ und Fernsehproduktionen auf, von deutschen Klassikern bis zu internationalen Produktionen.
Was waren die bekanntesten Rollen? Er war Charakterschauspieler, oft Bösewicht, Patriarch ("Der Schattenmann") oder spielte komplexe Figur, etwa in "Die Blechtrommel". Besonders bekannt sind Auftritte in "Winnetou" oder der Serie "Kir Royal".
Was sagte er über das Leben? "Ich war nie wirklich ehrgeizig. Man muss lernen, das Glück zu packen", zitiert ihn Bild. Der egoistische, kämpfende Ehrgeiz war ihm fremd. "Meine Wurschtigkeit war stärker."
Seine Lebensbilanz? "Ich bereue nichts, was ich getan habe. Dinge, die ich nicht getan habe, gibt es wenig".
Was weiß man über ihn privat? Er war einmal kurz verheiratet, verbrachte die letzten Jahrzehnte mit seiner französischen Lebensliebe Monique (81). Adorf hinterlässt eine Tochter, Stella (62).
Wie sah er den Tod? Für ihn gab es keinen Himmel, kein Jenseits: "Ich bin dann einfach weg. Das Diesseits ist für mich das Einzige, was zählt," sagte er einmal.
Worum geht es? Der russische Präsident Wladimir Putin hat für das orthodoxe Osterfest 2026 eine 32-stündige Feuerpause im Krieg gegen die Ukraine angekündigt. Der Vorschlag stammt ursprünglich von Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Ab wann gilt die Feuerpause? Sie soll am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern. Laut Kreml gilt sie "entlang der gesamten Frontlinie", wobei russische Truppen gleichzeitig in Bereitschaft bleiben sollen.
Was ist der Hintergrund? Das orthodoxe Osterfest gehört zu den wichtigsten religiösen Feiertagen in Russland und der Ukraine. Solche Anlässe wurden im Verlauf des Krieges immer wieder genutzt, um zeitlich begrenzte Waffenruhen vorzuschlagen.
Ist das außergewöhnlich? Bereits in der Vergangenheit – etwa zu Weihnachten oder bei Evakuierungsaktionen – wurden ähnliche Maßnahmen angekündigt. Allerdings wurden sie häufig von beiden Seiten infrage gestellt oder nicht konsequent eingehalten.
Ist Ostern nicht früher? Nicht in der orthodoxen Kirche, die in Russland und in der Ukraine vorherrscht. Die Grundregel ist dieselbe wie im Westen: Ostern ist am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.
Warum ist der Termin dann anders? Die westlichen Kirchen nutzen den gregorianischen Kalender. Die russisch-orthodoxe Kirche dagegen hält am alten julianischen Kalender fest. Zwischen beiden Kalendern besteht aktuell eine Differenz von 13 Tagen.
Worum geht es? Vergangene Woche feuerte US-Präsident Donald Trump Justizministerin Pamela Bondi. Nun teilte das Justizministerium mit, dass sie am 14. April nicht vor einem Kongressausschuss aussagen werde.
Worum wäre es gegangen? Bondi war im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Epstein‑Akten vorgeladen worden. Dabei ging es um den Umgang des Justizministeriums mit Dokumenten und Ermittlungen. Demokratische Abgeordnete wollten wissen, warum große Teile der Akten nicht veröffentlicht wurden.
Was ist der Grund für die Absage? Sie sei nicht mehr US-Generalstaatsanwältin, argumentierte das Justizministerium in einem Schreiben an den Kongress. Damit entfalle die Verpflichtung, zu dem geplanten Termin vor dem Ausschuss zu erscheinen.
Ist diese Argumentation rechtens? Dazu gibt es geteilte Ansichten. Ein Kongressausschuss kann aktuelle Amtsträger vorladen, um Zeugenaussagen über ihre Amtsführung zu bekommen. Ehemalige Amtsträger sind nicht automatisch verpflichtet, auszusagen – es gibt keine pauschale gesetzliche Pflicht.
Was sagen die Gegenstimmen? Der US-Kongress könnte argumentieren, dass sie auch als Ex-Ministerin über Amtshandlungen Auskunft geben muss, wenn diese Handlungen öffentliche Belange betreffen (z. B. Umgang mit den Epstein-Akten).
Gibt es Präzedenzfälle? Ex-Amtsträger wurden unter Bundesgerichtsbeschluss zu Zeugenaussagen verpflichtet. Beispiel: Donald McGahn (Ex-White House Counsel), der gegen seinen Willen ausgesagt musste, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass die Kongressbefugnis stärker wiege.
Wer ist Pam Bondi? Eine US‑Rechtsanwältin und Politikerin, die von Februar 2025 bis April 2026 als US‑Attorney General (Justizministerin) fungierte. Sie war zuvor Generalstaatsanwältin von Florida und wurde von Donald Trump ins Kabinett berufen.
Worum geht es? Am Freitag findet ein ganztägiger Streik des Kabinenpersonals bei Lufthansa und Lufthansa Cityline statt. Er wurde von der Gewerkschaft UFO ausgerufen und soll von 0.01 Uhr bis 22.00 Uhr Ortszeit dauern.
Welche Flughäfen sind betroffen? Bei der Lufthansa die beiden größten Drehkreuze in Frankfurt (FRA) und München (MUC). Bei Lufthansa CityLine die Airports in Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.
Warum wird gestreikt? UFO fordert bessere Arbeitsbedingungen, planbare Einsätze und längere Kündigungsfristen für das Kabinenpersonal. Zudem geht es um Sozialpläne für CityLine‑Beschäftigte, da diese Tochtergesellschaft 2027 geschlossen werden soll.
Warum ist das bitter? Weil in Deutschland die Osterferien enden. Der erneute Streikaufruf treffe "Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs", ärgert sich die Lufthansa. "Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit."
Welche Auswirkungen werden erwartet? Es wird mit zahlreichen Flugausfällen und großen Verspätungen gerechnet. Reisende sollten vor Anreise zum Flughafen unbedingt ihren Flugstatus prüfen und gegebenenfalls Umbuchungen in Erwägung ziehen.
Betrifft der Streik auch Österreich? Die Lufthansa-Tochter Austrian streikt nicht, aber Österreich ist indirekt über Flugausfälle und Anschlussprobleme betroffen.
Worum geht es? Die indische Border Security Force hat intern eine Idee geprüft, Krokodile und Giftschlangen als "biologische Barriere" an der Grenze einzusetzen. Das soll die Migration stoppen.
Ernsthaft? Es gab im Februar eine interne Besprechung, am 26. März bat die sri-lankische Grenzschutzbehörde (BSF) in einem internen Memo Einheiten, die Machbarkeit des Plans aus "operativer Sicht" zu prüfen.
Wie groß ist das Thema? Exakte, verlässliche Zahlen zu illegalen Grenzübertritten gibt es nicht. Regionale Regierungsangaben aus früheren Jahren schätzen, dass jährlich zehntausende Menschen die Grenze überqueren.
Was ist der Hintergrund? Die internationale Grenze zwischen Indien und Bangladesch ist 4.096 Kilometer lang – eine der längsten Landgrenzen der Welt. Sie verläuft durch fünf indische Bundesstaaten: Westbengalen, Assam, Meghalaya, Tripura und Mizoram.
Wie viele Flüsse sind betroffen? Insgesamt überschreiten oder berühren etwa 54 Flüsse diesen Grenzverlauf, darunter große Ströme wie der Ganges und Brahmaputra.
Wie sind die Grenzen gesichert? Indien hat mehr als 3.000 Kilometer der Grenze physisch eingezäunt, aber es gibt weiterhin Lücken und offene Abschnitte – besonders dort, wo Flüsse und Sümpfe dominieren.
Wie groß sind diese "Lücken"? Schätzungen variieren: etwa 650 bis 900 Kilometer der Grenze könnten noch nicht effektiv eingezäunt bzw. schwer zu befestigen sein.
Worum geht es? Ben Roberts-Smith ist einer der bekanntesten Veteranen der australischen Streitkräfte und Träger des höchsten Militärordens Victoria Cross. Nun wurde er in Sydney von der Polizei festgenommen.
Warum? Er ist offiziell wegen Kriegsverbrechen angeklagt. Die Anklage umfasst insgesamt fünf Punkte, darunter zwei Fälle von Mord sowie drei Fälle der Beteiligung an rechtswidrigen Tötungen.
Was heißt das konkret? Die Vorwürfe beziehen sich auf Einsätze in Afghanistan im Zeitraum zwischen 2009 und 2012. Roberts-Smith soll als Mitglied australischer Spezialeinheiten an der Tötung von unbewaffneten Zivilisten und Gefangenen beteiligt gewesen sein.
Was ist der Hintergrund? Ein im Jahr 2020 veröffentlichter Militärbericht, der Hinweise auf 39 rechtswidrige Tötungen durch australische Spezialeinheiten dokumentierte. Eine speziell eingerichtete Behörde leitete die Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen.
Warum beschäftigt der Fall Australien schon lange? Roberts-Smith hatte 2023 mehrere Medienhäuser erfolglos wegen Verleumdung verklagt. Es ging dabei um die nun angeklagten Fälle. Das Gericht kam zum Ergebnis, dass die zentralen Vorwürfe als zutreffend anzusehen seien.
Worum geht es? In München biss eine Frau einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn in den Unterarm. Der Afghane mit Wohnsitz in München wollte die Frau dabei hindern, in einen abfahrbereiten Zug einzusteigen.
Wann kam es zu dem Zwischenfall? Am Dienstag um 7.30 Uhr morgens. Die 36-Jährige wollte im Stadtteil Pasing in eine S-Bahn einsteigen.
Was passierte? Der Zug hatte die Türen bereits geschlossen. Der 29-jährige Mitarbeiter der Bahnsteigaufsicht wollte die gebürtige Deutsche davon abhalten, die Tür erneut zu öffnen und die Abfahrt zu verzögern.
Wie schwer war die Verletzung? Die herbeigerufene Polizei konnte Bissspuren feststellen. Der Afghane konnte seine Arbeit aber ohne Behandlung fortsetzen. Gegen die mutmaßliche Täterin ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung.
Was ist das große Bild? In Deutschland wurden 2025 im Schnitt schon fünf Beschäftigte der Deutschen Bahn pro Tag körperlich angegriffen. Zusätzlich zu den körperlichen Angriffen kommt es zu etwa vier Fällen von Bedrohung pro Tag.
Nimmt das zu? Die Zahl der Übergriffe auf Bahnmitarbeiter (körperlich, Bedrohung, Nötigung) lag 2024 bei über 3.300 Fällen, was einen Anstieg von etwa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.