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19. März 2026

Alle Tankstellen zu Auf Griechen-Insel geht der Sprit aus

Worum geht es? Das kann auch passieren, wenn man zu massiv in die Gestaltung von Spritpreisen eingreift. Auf der griechischen Insel Lesbos haben seit Donnerstag alle Tankstellen geschlossen. Und das für längere Zeit.

Was ist der Hintergrund? Aufgrund der explodierenden Spritpreise wegen des Irankriegs hat Griechenland einen Preisdeckel eingeführt. Raffinerien (Hersteller) dürfen nur etwa 5 Cent Gewinn pro Liter machen, Tankstellen dürfen nur etwa 12 Cent pro Liter verdienen.

Was war die Folge? Die Betreiber der Tankstellen haben den Betrieb eingestellt. Ihre Kosten seien nicht mehr gedeckt, sagen sie. Es handelt sich um einen unbefristeten Streik, die Versorgung mit Benzin/Diesel ist aktuell massiv eingeschränkt.

Was kostet Sprit in Griechenland? Ähnlich viel wie in Österreich.

Wie viele Einwohner hat Lesbos? Es handelt sich um die drittgrößte griechische Insel mit einer Fläche von 1.630 Quadratkilometern, also viermal so groß wie Wien. Auf Lesbos leben rund 85.000 Menschen.

Weitere Meldungen

"Habe nichts gewusst" Trump stoppt Israels Gasfeld-Angriff

Worum geht es? Am 18. März führte Israel einen Luftangriff auf das South Pars‑Gasfeld Ras Laffan – das größte Erdgasfeld der Welt, das Iran und Katar gemeinsam nutzen. Es liefert 17 Prozent der Flüssiggasexporte.

Wie schlimm war der Angriff? Laut Donald Trump klein. Aber der Geschäftsführer des katarischen Staatsunternehmens QatarEnergy rechnet damit, dass die Reparaturen an den Energieanlagen drei bis fünf Jahre dauern werde.

Was war die Folge? Dieser Angriff löste schwere Reaktionen im ganzen Golf aus und führte zu iranischen Gegenangriffen auf Energie-Infrastruktur anderer Länder.

Waren die USA beteiligt? Einige Medien hatten berichtet, Donald Trump hätte grünes Licht für den Angriff gegeben und die USA bei der Planung geholfen haben. Das dementiert der US-Präsident nun.

In welcher Form? Trump sagt, er habe persönlich oder offiziell vorab keine Kenntnis gehabt. Auf Truth Social schreibt er: "The United States knew nothing about this particular attack."

Kommt auch Kritik an Israel vor? Ja, indirekt. Trump schreibt, es werden "KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld erfolgen, es sei denn, der Iran beschließt unklugerweise, ein völlig unschuldiges Land, in diesem Fall Katar, anzugreifen."

Heißt, zwischen den Zeilen? Dass er den Angriff für einen Fehler hält. Kann natürlich auch Taktik sein. Denn Trump spricht ja nur davon, dass er nicht vorab informiert wurde. Sein Geheimdienst könnte aber sehr wohl Bescheid bekommen haben.

Wie reagierte Israel? Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel werde auf Bitte von Donald Trump künftig von Angriffen auf iranische Gasfelder absehen. Die Anschuldigungen, Israel habe die USA in den Krieg hineingezogen, nannte er "Fake News".

Wie sieht er den Fortschritt des Krieges? Netanjahu behauptete, der Iran sei nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Wenn das Statement mit den USA abgestimmt ist, bedeutet das, die beiden Länder bereiten ein Kriegsende vor.

Mehr Geld für Irankrieg Pentagon will weitere 200 Milliarden

Worum geht es? Der Krieg im Nahen Osten kostet die USA immer mehr Geld. Nun will US‑Verteidigungsministerium, dass der Kongress zusätzlich über 200 Milliarden US-Dollar Zuschuss beschließt, berichtet die Washington Post.

Wofür? Dieser Betrag soll auf den regulären Haushalt obendrauf kommen, um laufende Militäroperationen zu bezahlen, verbrauchte Munition und Ausrüstung zu ersetzen, weitere Operationen gegen iranische Streitkräfte zu ermöglichen.

Wie geht das formal? Das Pentagon ersucht das Weiße Haus, einen Antrag an den Kongress zu stellen. Die Aufbringung zusätzlicher Gelder muss genehmigt werden – das ist gesetzlich vorgeschrieben.

Wird das eine leichte Übung? Es gibt politischen Widerstand im Kongress; einige Abgeordnete und Senatoren sehen die Forderung als zu hoch oder wollen die Finanzierung nicht unterstützen.

Sind die 200 Milliarden verbrieft? Verteidigungsminister Pete Hegseth bestätigte, dass das Pentagon den Kongress um mehr Geld für den Krieg gegen den Iran bitten werde, sagte aber, die kolportierte Summe von 200 Milliarden Dollar könne sich noch ändern.

Warum ist der Krieg so teuer? Fangen wir unten an: Ein Soldat in einer Krisenregion kostet 200.000 bis 300.000 Dollar pro Jahr. Kampfjets verschlingen pro Betriebsstunde bis zu 25.000 Dollar. Tomahawk-Marschflugkörper kosten 1,5 Millionen Dollar pro Stück. Es läppert sich.

Wie viel Budget hat das Pentagon? Abseits von Krieg wie dem aktuellen im Iran rund 1 Billion Dollar im Jahr.

Ein Klick reicht Neue Schadsoftware attackiert iPhones

Worum geht es? Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware namens DarkSword entdeckt, die iPhones ins Visier genommen hat. Diese Malware kann Geräte bei einem einzigen Klick auf einen infizierten Link angreifen und Daten stehlen.

Wer ist betroffen? Vor allem Handys mit älteren iOS‑Versionen von iOS 18.4 bis 18.7. Diese laufen Schätzungen zufolge weltweit noch auf mehreren Hundert Millionen Geräten.

Was ist DarkSword? Es handelt sich um keinen "normalen Virus" wie bei PCs, sondern um einen komplexen iOS‑Exploit (englisch für Lücke). Er nutzt Schwachstellen im iPhone‑Betriebssystem aus und erlangt vollständigen Zugriff auf ein Gerät.

Was macht DarkSword so heimtückisch? Er gilt als sogenanntes 1-Click-Exploit-Kit. Es reicht, wenn Nutzer einen manipulierten Link in einer E-Mail, einer Chatnachricht oder auf einer Webseite anklicken. Betroffen ist Safari.

Wie bemerke ich, dass ich infiziert bin? Das ist gar nicht so leicht, ehe der Schaden angerichtet ist. Denn DarkSword löscht sich innerhalb weniger Minuten von selbst.

Gibt es trotzdem Warnzeichen? Der Akkuverbrauch steigt plötzlich stark, der Datenverbrauch steigt ungewöhnlich, das Gerät wird warm, auch wenn nichts läuft, Apps stürzen häufiger ab, unerklärliche Pop-ups oder Neustarts treten auf.

Welche Daten werden ausgelesen? So gut wie alles. SMS, WhatsApp, E-Mails, gespeicherte Passwörter, die Browser-Historie, Fotos, Kontakte, Kalendereinträge, Gesundheitsdaten.

Wer warnt vor DarkSword? Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) hat den Angriff gemeinsam mit den Firmen Lookout und iVerify analysiert und schlägt Lösungen vor.

Was mache ich jetzt? Sofort iOS aktualisieren! Auf Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate gehen, das neueste iOS‑Update herunterladen und installieren. Dann am besten einen Neustart durchführen.

Ukraine-Hilfe blockiert Orbán und Fico stimmten dagegen

Worum geht es? Am Donnerstag suchten die Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfel in Brüssel einen Ausweg aus dem Ukraine-Patt. Am Ende stand man wieder mit leeren Händen da.

Was ist der Hintergrund? Am 19. Dezember hatte die EU der Ukraine einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zugesagt. Aber Ungarns Viktor Orbán legt sich quer, weil die Ukraine Öllieferung aus Russland durch ihr Land blockiert.

Was steckt da dahinter? Die Druschba-Pipeline soll laut Ukraine bei einem russischen Angriff im Jänner beschädigt worden sein. Orbán sagt deshalb, sein Land werde der Ukraine erst helfen, "wenn wir unser Öl bekommen".

Was war nun? Das Geld für zwei Jahre sollte Anfang April an die Ukraine fließen, die Zeit drängt also. Aber der diesbezüglichen Gipfelerklärung stimmten am Donnerstag nur 25 der 27 Länderchefs zu.

Woher kam die zweite Gegenstimme? Laut Diplomatenkreisen votierte auch der slowakische Regierungschef Robert Fico das Hilfspaket, und das ist für die nahe Zukunft brisant.

Warum? Weil Ungarn am 12. April wählt und die Möglichkeit besteht, dass Orbán abgewählt wird. Darauf hoffen auch die Staats- und Regierungschefs. Also: Orbán weg, Ukrainehilfe da.

Eine voreilige Rechnung? Möglich, denn Fico kündigte an, auch nach einer potenziellen Abwahl von Orbán die 90 Milliarden blockieren zu wollen. Vorher wird noch rhetorisch aufgerüstet. Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo warf Orbán "Verrat" vor.

Kanzler kritisiert USA "Abgeraten, diesen Weg so zu gehen"

Worum geht es? In seiner Regierungserklärung hat der deutsche Kanzler Friedrich Merz im Bundestag ausdrücklich die USA (und Israel) für den Beginn des aktuellen Kriegs gegen den Iran kritisiert (hier die Rede in voller Länge).

Ist das ungewöhnlich? Ja, es sind direkte Worte, die man so selten hört. Der CDU-Kanzler formuliert einen ungewöhnlich deutlichen außenpolitischen Vorwurf gegen Washington (und Jerusalem).

Was sagte er? Etwa "wir hätten abgeraten, diesen Weg so zu gehen". Er stellte auch fest, dass es bis heute kein überzeugendes Konzept gibt, wie diese Operation Erfolg haben könnte.

Wie sieht er Deutschlands Positionierung? Merz betonte, dass Deutschland nicht in diesen Krieg eintreten werde – etwa durch eine Beteiligung in der Straße von Hormus oder mit eigenen Truppen.

Wie kritisiert er (indirekt) Trump? Er machte deutlich, dass sich Washington nicht ausreichend mit Deutschland und Europa abgestimmt hat und auch die europäischen Beiträge als nicht notwendig angesehen wurden.

Streit um neue Steuer Dänen-Milliardäre warnen vor Wegzug

Worum geht es? In Dänemark steht am 24. März 2026 eine vorgezogene Parlamentswahl an. Vor diesem Hintergrund hat die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einen Vorschlag für eine neue Vermögenssteuer angekündigt.

Nämlich? Es soll eine Steuer von 0,5 Prozent auf Vermögen über 25 Millionen dänische Kronen (rund 3,5 Millionen Euro) eingeführt werden. In Schulklassen für Sechs- bis Neunjährige sollten dann nicht mehr etwa 26, sondern nur mehr 14 Kinder sitzen.

Was soll mit dem Geld passieren? Es soll zweckgebunden werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen Raum für Bildungsreformen schaffen, etwa kleinere Klassen und bessere Ausstattung der Schulen.

Woher kommt Widerstand? Führende Vertreter der dänischen Wirtschaft – viele davon selbst Unternehmer – haben scharfe Kritik an diesem Steuerplan geäußert. Eine Vermögenssteuer würde Investitionen abwürgen.

Welche Argumente gibt es noch? Es käme zu einer "Abwanderung von Kapital und Talenten". Einige Spitzenunternehmer haben offen gesagt, sie könnten aus Dänemark wegziehen oder ihr Geld ins Ausland bringen, wenn die Steuer kommt.

Wer zum Beispiel? Henrik Andersen, Vorstandsvorsitzender des Windkraftanlagengiganten Vestas, erklärte: "Es reicht!" Der Reeder Robert Mærsk Uggla bezeichnete die Steuer als "schädlich für Dänemark".

Gibt es weitere gewichtige Gegenstimmen? Niels Christiansen, Vorstandschef des weltgrößten Spielzeugherstellers Lego, sagte der Financial Times, er glaube, der Vorschlag werde die Gesellschaft langfristig "ziemlich hart treffen".

Oscars waren TV-Flop 9 Prozent weniger Seher als im Vorjahr

Worum geht es? "Sinners" und "One Battle After Another" waren nicht die erhofften Publikummagneten. Bei der Übertragung der 98. Academy Awards (Oscars) am 15. März sind die Einschaltquoten in den USA deutlich gesunken.

Wie viele schauten zu? Etwa 17,9 Millionen Zuschauer sahen die Live‑Übertragung auf ABC und Hulu – inklusive Streamingzahlen. Das ist ein Rückgang von rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Was ist das größere Bild? Die Oscars erreichten die niedrigste Zuschauerzahl in den USA seit 2022 – also den tiefsten Wert der letzten vier Jahre. Auch aus der für Werbekunden wichtigen Altersgruppe der 18‑ bis 49‑Jährigen schauten deutlich weniger zu.

Ist das ein Absturz? Nein, trotz des Rückgangs blieben die Oscars die meistgesehene Primetime‑Unterhaltungssendung der Saison 2025/26 im US‑TV vor anderen Preisverleihungen wie den Golden Globes oder den Grammys.