Worum geht es? Das gab schon einen Vorgeschmack auf den nächsten Sommer. Bei der Auslosung der Gruppen für die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA am Freitag regierte die Show. Österreich hat Chancen auf den Aufstieg.
Warum? Mit Argentinien von Superstar Lionel Messi bekam Österreich zunächst einen harten Gegner zugelost. Dann folgten aber Algerien und Jordanien. Beim WM-Comeback 28 Jahren könnte es mit dem Aufstieg klappen.
Was macht noch optimistisch? Der Modus. Es gibt 48 Mannschaft in 12 Gruppen. Die Erste und die Zweiten sind fix qualifiziert, aber auch die acht besten Drittplatzierten schaffen es.
Was war diesmal anders? Donald Trump. Er stellte sich im John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. in den Mittelpunkt, obendrauf überreichte ihm Gianni Infantino einen Friedenspreis. Keiner weiß wofür und was das sollte. Aber Trump gefiel es, er hängte sich die Medaille um den Hals und strahlte.
Wie trafen es die anderen? Die Deutschen hatten Losglück, ihnen wurde Ecuador, Elfenbeinküste und Curaçao als Gegner zugeteilt. Die Niederlande dagegen bekommen es mit Japan, Tunesien und einem Qualifikanten zu tun. Hart!
The show must go on? Ja, am Samstag geht es gleich weiter. In einer eigenen Show erfahren die Manschaften, wo und wann sie spielen.
Worum geht es? In Spitälern des Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno) in Bremen, Deutschland, soll eine Ärztin bei 34 Frauen Gewebeproben falsch interpretiert haben.
Was war die Folge? Aufgrund der falschen Befunde erhielten Patientinnen eine Antikörpertherapie und in einigen Fällen eine Chemotherapie, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre. Betroffen waren Brustkrebs-Patientinnen.
Wann passierten die Vorfälle? Zwischen Oktober 2024 und November 2025. Es waren drei Kliniken betroffen.
Wie wurde der Fehler entdeckt? Einem Gynäkologen fiel bei zwei seiner Patientinnen auf, dass der Tumor aufgrund der Therapie nicht schrumpfte. Daraufhin wurden 500 Befunde der Pathologie noch einmal unter die Lupe genommen.
Was passierte mit der Ärztin? Die Pathologin ist nach Angaben der Geno nicht mehr im Dienst.
Wie reagieren die Betroffenen? Alle wurden inzwischen informiert, einige überlegen offenbar Klagen. "Ihre Prognose hat sich nach menschlichem Ermessen durch die Therapie nicht verschlechtert", sagt eine Unternehmenssprecherin zu buten un binnen.
Was sagt ein Opfer? Die falschen Behandlungen hätten starke Schmerzen, Haarausfall und Nervenschäden verursacht. "Jeden Morgen wacht man auf und weiß nicht, was ist heute: Werde ich anfangen zu spucken, werde ich Durchfall haben, irgendwann war meine Stimme weg", berichtet eine der Patientinnen dem Portal.
Worum geht es? Russlands Präsident Wladimir Putin begann am Donnerstag einen zweitägigen Staatsbesuch in Indien. Erwartet wird, dass die beiden Länder mehrere Abkommen abschließen. Das hat geopolitisch Gewicht.
Was verbindet die Länder? Eine jahrzehntelange enge Beziehung, egal, wie die politischen Konstellationen auch immer waren. Nun kommen beiderseits starke wirtschaftliche Interessen dazu.
Nämlich? Indien hat eineinhalb Milliarden Einwohner. Das Wirtschaftswachstum liegt bei über 8 Prozent. Indien ist die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt. Für Russland ist das hochattraktiv, vor allem für den Verkauf von Öl.
War da nicht was? Ja, US-Präsident Donald Trump verdoppelte im August für Indien die Zölle auf 50 Prozent.Begründung: Das Land trage durch den Ölkauf aus Russland zur Finanzierung der Kriegskasse des Kremls bei.
Stimmt das? Ja, vor dem Einmarsch des Kremls in die Ukraine stammten lediglich 2,5 % der indischen Ölimporte aus Russland, nun sind es 35 %.
Hat Moskau auch andere Interessen? Natürlich. Wie schon bei seiner Reise zu Chinas Xi Jinping will Putin damit demonstrieren, dass er in der Welt keineswegs isoliert sei.
Und Indien? Will Selbstbewusstsein zeigen. Die aufstrebende Nation möchte sich nichts von den USA diktieren lassen, ungeachtet der Tatsache, dass Premierminister Narendra Modi Trump noch vor Kurzem als "wahren Freund" bezeichnet hatte.
Worum geht es? Im John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. findet heute die Gruppen-Auslosung für die WM in Mexiko, Kanada und den USA statt. Spannend auch für Österreich.
Wie wird ausgelost? Es gibt vier Töpfe, in Topf 1 befinden sich die Gastgeber und die bestplatzierten Teams der FIFA-Weltrangliste. In den Töpfen 2 bis 4 befinden sich die restlichen Teams entsprechend ihrer Weltranglistenposition. Österreich hat Topf 2.
Wie wird gezogen? Es gibt insgesamt 8 Gruppen (A–H) mit jeweils 4 Mannschaften. Zuerst wird aus Topf 1 je ein Team jeder Gruppe zugeteilt. Der Gastgeber landet automatisch in Gruppe A. Dann folgen nacheinander Topf 2, 3 und 4. Für jede Gruppe wird genau eine Mannschaft aus jedem Topf gezogen.
Wie wird das inszeniert? Amerikanisch opulent, ähnlich wie der Super Bowl. Moderiert wird die Show von Heidi Klum gemeinsam mit Kevin Hart und Danny Ramirez.
Wer tritt auf? Unter anderem der Tenor Andrea Bocelli, Pop-Star Robbie Williams (gemeinsam mit Nicole Scherzinger). Nach Abschluss der Auslosung soll die legendäre Band Village People mit ihrem Hit "Y.M.C.A." für Stimmung sorgen.
Wer zieht die Teams? Etwa Tom Brady (NFL-Legende), Shaquille O'Neal (NBA-Star), Wayne Gretzky (Eishockey-Legende), Aaron Judge (Baseballstar). Rio Ferdinand und Samantha Johnson führen die eigentliche Auslosung als offizielle "Conductor" durch.
Kann ich die Auslosung live sehen? Ja, etwa im ORF ab 17.25 Uhr in ORF 1 und auf ServusTV On ab 17:30 Uhr im kostenlosen Livestream. Aber auch auf der offiziellen Seite der FIFA, über deren Social-Media-Kanäle und auf YouTube.
Worum geht es? Rund drei von fünf Erwachsenen in den USA halten Antisemitismus für ein geringfügiges Problem oder gar kein Problem. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichen Umfrage "Antisemitism Landscape Survey 2025" hervor.
Was ist das große Bild? Der Antisemitismus hat sich in den USA zu einer "dauerhaften" neuen Normalität verhärtet. Immer weniger Amerikaner verspüren die Pflicht, sich dagegen zu wehren, berichtet das Portal Axios, dem die Studie vorab zuging.
Was sind die zentralen Ergebnisse? Laut Umfrage glauben 27 % der Befragten, dass Juden "Probleme in der Welt verursachen", im Vergleich zu 19 % im Jahr 2023. 18 % sagen, dass Juden eine Bedrohung für die amerikanische Einheit darstellen (12 % im Jahr 2023).
Was fällt auf? Die Zahl der Amerikaner, die als "Hasser" eingestuft werden – also Menschen, die offen Vorurteile gegen Juden und andere Gruppen äußern – ist von 6 % im Jahr 2023 auf 10 % im Jahr 2025 gestiegen.
Ist Amerikanern das Thema wichtig? 37 % der Erwachsenen in den USA sind der Meinung, das Thema werde überbewertet.
Wie ist die Realität? Die Zahl der antisemitische Hassverbrechen hat allein von 2023 auf 2024 um 86 % zugenommen.
Ist Lethargie mitverantwortlich? Könnte sein. Die Zahl der "Verbündeten" – also derjenigen, die gut über Antisemitismus informiert sind und bereit sind, dagegen vorzugehen – ist laut der Umfrage von 15 % im Jahr 2023 auf 9 % im Jahr 2025 gesunken.
Worum geht es? Um einen der eher größeren Rückrufaktionen in den USA. Er betrifft 31 Bundesstaaten plus Puerto Rico und Supermarktketten wie Aldi, Target und Walmart. Es geht um 260.000 Kartons Käse.
Was ist passiert? Das in New Jersey ansässige Vertriebsunternehmens Ambriola Company verlautbarte, dass es einige seiner Produkte zurückrufe müsse, nachdem "Routinetests das Vorhandensein von Listerien bestätigt haben."
Folgte auch eine offizielle Warnung? Ja, von der Food and Drug Administration, der US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit. Sie warnte, das der Konsum des Produkts "vorübergehende oder medizinisch reversible negative gesundheitliche Folgen" haben kann.
Was ist das "Produkt"? Der Rückruf betrifft eine Vielzahl von Käseprodukten, darunter Käse nach italienischer Art, Pizzakäse, Mozzarella, Mozzarella und Provolone sowie Mozzarella und Parmesan. Betroffen ist der Hersteller Great Lakes Cheese Co., ein Hersteller mit Sitz in Hiram, Ohio.
Wen hat es am schlimmsten erwischt? Den größten Teil des Rückrufs betrifft geriebenen Mozzarella mit niedrigem Feuchtigkeitsgehalt und teilentrahmter Masse. 235.789 Packungen werden zurückgerufen.
Wie ist das im Detail? Zurückgerufen werden 15.490 Kisten geriebener Käse nach italienischer Art. 4.298 Kisten mit geriebenem Käse in Pizza-Qualität. 4.131 Kisten geriebener Mozzarella und Provolone. 1.900 Kartons Happy Farms by Aldi geriebener Käse nach italienischer Art. 1.850 Kisten Good & Gather Mozzarella & Parmesan geriebener Käsemischung. 117 Kisten Food Club fein geriebene Vier-Käse-Mischung im Pizza-Stil.
Worum geht es? Am Mittwoch präsentierte Staatssekretär Sepp Schellhorn seinen Plan zur Entbürokratisierung, er umfasst 113 Punkte. einen Tag später zog Deutschland nach. Mit der "föderalen Modernisierungsagenda".
Was ist denn das Schickes? Die 16 Ministerpräsidenten haben sich auf einen Plan verständigt. Er soll die Zusammenarbeit der Länder sowie die Prozesse mit dem Bund vereinfachen – und damit auch das Leben der Bürger, so die Süddeutsche Zeitung.
Was ist damit gemeint? 200 Maßnahmen sollen Bürokratie abbauen, Verfahren digitalisieren und Strukturen effizienter machen.
Gibt es weitere Parallelen? Ja, auch hier wird eher an den kleinen Schrauben gedreht. Es soll etwa eine "Erleichterung der allgemeinen Zierpflanzenerhebung" geben. Der Personalausweis soll ab dem 70. Lebensjahr künftig unbefristete Gültigkeit besitzen.
Was ist der Unterschied? In Deutschland packt man auch das Finanzamt an. Steuererklärungen sollen einfach werden. Formulare werden vorausgefüllt (einiges davon gibt es bei uns schon).
Gibt es auch irgendwas mit Autos? Ja, die digitale An-, Ab- und Ummeldung von Autos soll künftig komplett beim Bund gebündelt werden.
Worum geht es? Das deutsche Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche soll Fördergelder an ein Start-up vergeben haben. Reiches Lebenspartner ist daran beteiligt.
Von wem reden wir hier konkret? Reiche (hausinterner Spitzname laut Süddeutscher Zeitung "Eisprinzessin") ist Ministerin für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merz. Ihr Lebenspartner ist der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Spitzname "Märchenprinz").
Um welche Förderung geht es? Laut einer Recherche des "Spiegel" soll das Unternehmen GovRadar 287.236 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) erhalten.
Was ist daran ungewöhnlich? Ein Prozent der Firma gehört laut "Spiegel" seit 2023 Karl-Theodor zu Guttenberg. Und ZIM zum Ministerium von Reiche. Der (implizierte) Vorwurf: Hier werden berufliche und private Interessen gemischt.
Ist das so? Das Ministerium nennt die Vorwürfe "abwegig". Das Haus und die Ministerin im Speziellen seit zu keiner Zeit in die Vergabe von Fördergeldern involviert.
Was macht GovRadar überhaupt? Die Firma arbeitet an IT-Lösungen für eine bürokratieärmere Beschaffung von Rüstungsgütern. Das wird in nächster Zeit wohl noch ein größeres Thema. Auch Gutenberg dementiert eine Verquickung.
Ist das Geld schon ausgezahlt? Nein, es soll im Jänner kommen.