Worum geht es? Die deutsche Bundesregierung hat am Freitag den russischen Botschafter in Berlin offiziell ins Auswärtige Amt zitiert. Es geht um einen Cyberangriff und um Desinformation.
Was sind die konkreten Vorwürfe? Im August 2024 gab es einen Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung. Er wird nun offiziell Russland bzw. einer russischen Hackergruppe (APT28, "Fancy Bear") zugeschrieben. Sie wird dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet.
Was ist mit Desinformation gemeint? Berlin wirft Moskau vor, über koordinierte Hybridaktivitäten Einflussnahme auf den Bundestagswahlkampf 2025 genommen zu haben.
Was ist mit Hybridaktivitäten gemeint? Manipulierte Inhalte, sie verbreiteten falsche Behauptungen über führende Politiker. Dem damaligen Grünen-Spitzenkandidaten Robert Habeck wurde Korruption unterstellt, CDU-Kandidat Friedrich Merz soll psychische Probleme haben.
Wie wurde das verbreitet? Es wurden künstlich erzeugte Bild- und Videosequenzen erstellt. Es entstanden Webseiten, die wie echte Nachrichtenportale aussahen, aber bewusst erfundene Informationen teilten. Die manipulierten Inhalte wurden über soziale Medien und Netzwerke gestreut.
Was bedeutet die Einbestellung politisch? Dass ein Staat seine Missfallen offiziell gegenüber einem anderen Staat zum Ausdruck bringt. Es ist eine ernste Geste, aber (noch) kein vollständiger Abbruch der diplomatischen Beziehungen.
Worum geht es? Am 15. März 2026 werden die nächsten Oscar-Gewinner bekanntgegeben. Im Dolby Theatre in Hollywood, Los Angeles, wird diesmal ein bisschen was anders sein.
Was ändert sich? Die Regeln wurden überarbeitet. Die Mitglieder der Jury müssen alle nominierten Filme in einer Kategorie gesehen haben, bevor sie abstimmen. Dass es bisher nicht so war, hatte für Erstaunen und Kritik gesorgt.
Was kommt dazu? Ein neuer Preis. Die Academy Awards (Oscars) führen erstmals "Achievement in Casting" als eigene offizielle Kategorie ein. Die Auszeichnung wird bei den 98. Oscars im nächsten Jahr erstmals vergeben.
Was ist der Sinn? Casting-Direktoren spielen eine entscheidende Rolle darin, die passenden Schauspieler und Talente für Filme auszuwählen – eine kreative und einflussreiche Aufgabe, die bisher nicht mit einem eigenen Oscar gewürdigt wurde.
Wann gab es die letzte Erweiterung? Die neue Kategorie ist die erste echte zusätzliche Wettbewerbs-Kategorie seit über 20 Jahren (die letzte war "Best Animated Feature" im Jahr 2001).
Wie ist der Ablauf? Mitte Dezember gibt es die Shortlist, die Nominierungen werden Anfang Jänner bekanntgegeben.
Worum geht es? In Wien wurden die Ampelpärchen 2015 eingeführt, sie gehören längst um Stadtbild und sind eine Touristen-Attraktion. Nun zieht Coburg in Bayern nach, allerdings mit anderem Inhalt.
Nämlich? An sechs Standorten leuchtet an den Fußgängerampeln "bei grün" ein Ampelmännchen, das eine Bratwurst in der Hand hält.
Warum? „Wir bekommen schon regelmäßig von Bürgerinnen und Bürgern die Bitte, wenn man das in anderen Städten sieht, dass eben Ampeln auch anders aussehen können als der Standard", sagte der Oberbürgermeister. Man soll ja keine Namenswitze machen, aber er heißt Dominik Sauerteig (SPD).
Wieso aber Bratwürste? Coburg liegt in Franken, die Stadt hat eine sehr lange Tradition in der Wurstherstellung, speziell für die Coburger Bratwurst. Die gibt es seit dem 14. Jahrhundert, ist typischerweise aus Schwein, eher mild im Geschmack, lang und dünn.
Gibt es auch anderswo "kreative" Ampeln? Ja, Bayreuth hat zum Beispiel Ampeln mit einem "Richard-Wagner-Männchen", München den "Pumuckl" und Mainz die "Mainzelmännchen".
Worum geht es? Am Mittwoch sollte María Corina Machado der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen werden. Aber die venezolanische Oppositionsführerin erschien nicht, ihre Tochter Ana Corina Sosa (33) übernahm die Auszeichnung.
Was passierte dann? Am Donnerstagmorgen um 2.24 Uhr in der Nacht tauchte Machado auf dem Balkon des Grand Hotel im Zentrum von Oslo auf und wurde von ihren Anhängern frenetisch bejubelt.
Was war die Folge? Machado ging auf die Straße, um die Menge zu begrüßen. Die stimmte die venezolanische Nationalhymne an und rief "libertad, libertad" (Freiheit, Freiheit).
Woher weiß man das? Machado teilte auf X ein Video von dem herzlichen Empfang, den sie auf dem Hotelbalkon erfuhr, mit dem Kommentar: "Oslo, hier bin ich!"
Wie kam sie ins Land? Die 58-Jährige soll laut einem Medienbericht verkleidet und mit Perücke an Militärposten vorbei in einen Vorort der Hauptstadt Caracas gebracht worden sein. Dann ging es per Fischerboot auf die Karibikinsel Curaçao und von dort mit einem Privatflugzeug über die USA nach Norwegen.
Wann war Machado davor zuletzt gesehen worden? Sie trat zuletzt am 9. Januar bei einer Demonstration in Caracas gegen die Amtseinführung von Nicolás Maduro für seine dritte Amtszeit als Präsident öffentlich auf.
Was ist der Hintergrund? Die 58-Jährige wurde für ihren Kampf zur Rettung Venezuelas vor seinem Schicksal als "brutaler, autoritärer Staat" ausgezeichnet, die Wahl war umstritten. Machado ist Trump-Anhängerin, ihr Spitzname in Venezuela lautet "Eiserne Lady".
Was ist ihre Rolle? Machado hatte sich 2024 für den Oppositionskandidaten Edmundo González stark gemacht. Er dürfte die Präsidentenwahl gewonnen haben, aber der autoritäre Präsident Maduro erklärte sich zum Sieger. González ging daraufhin nach Spanien ins Exil.
Worum geht es? 2026 könnte ein wildes Wirtschaftsjahr werden. Bloomberg schätzt, dass private Unternehmen im Wert von bis zu 2,9 Billionen Dollar an die Börse gehen könnten. Im Mittelpunkt: SpaceX.
Weil? Elon Musk bestätigtein der Nacht auf Donnerstag auf X, dass er sein Weltraumunternehmen 2026 an die Börse bringen wird. Die Investoren seien darüber bereits informiert worden.
Was ist das große Bild? SpaceX strebt eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an. Es handelt sich um den wertvollsten Börsengang der Geschichte.
Warum macht Musk das? SpaceX hatte trotz seiner privaten Unternehmensstruktur bisher keine Probleme, sich Kapital zu beschaffen. Die Möglichkeit, Aktien an die Börse zu bringen, könnte aber kostspieligen Projekten einen Boost geben.
Wer ist an SpaceX beteiligt? Etwa Googles Mutterkonzern Alphabet, Finanzgiganten wie Fidelity Investments und prominente Risikokapitalgesellschaften wie Founders Fund, Sequoia Capital, Valor Equity Partners und Andreessen Horowitz.
Worum geht es? Die "Tribute von Panem" (Originaltitel "The Hunger Games") kehren 2026 mit einem Prequel zurück. Nun wurde bekannt: Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson sind wieder dabei.
Wie reagierten die Fans? Ein Satz in einem Online-Kommentar drückt die Begeisterung aus: "Es ist im Grunde wie die Rückkehr Jesu auf die Erde."
Wie erfolgreich waren die Filme? Die Hunger Games-Reihe hat seit der ersten Veröffentlichung 2012 Berichten zufolge 3,3 Milliarden Dollar eingespielt. Die bisher fünf Filme basieren auf der Romanreihe von Suzanne Collins.
Was passiert nun? Der neue Film "Sunrise on the Reaping" spielt in Panem am Morgen der Auslosung der 50. Hungerspiele, 24 Jahre vor den Ereignissen von "Die Tribute von Panem".
Warum ist das Duo Lawrence/Hutcherson so ein Ereignis? Die beiden waren zuletzt 2015 in "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2" gemeinsam zu sehen. Der Film endete mit dem Duo als Ehepaar mit Kindern.
Wer ist sonst noch dabei? Ralph Fiennes als Präsident Snow, Jesse Plemons als Plutarch Heavensbee, Kelvin Harrison Jr. als Beetee Latier, Kieran Culkin als Caesar Flickerman und Elle Fanning als Effie Trinket. Joseph Zada, Glenn Close , Mckenna Grace , Maya Hawke und Whitney Peak vervollständigen laut Hollywood Reporter die Hauptbesetzung.
Worum geht es? Die USA haben vor der Küste Venezuelas einen großen Öltanker beschlagnahmt. Das beschlagnahmte Schiff soll etwa 1,1 Millionen Barrel venezolanisches Öl geladen haben und steht unter US‑Sanktionen, berichtet der Guardian.
Warum weiß man davon? Weil es auf dem X-Account von US-Justizministerin Pam Bondi ein Video von dem Marines-Einsatz gibt, es wurde teilweise geschwärzt. die Bilder zeigen den betreffenden Tanker, er liegt vor der Küste Venezuelas, sollte dort aber nicht sein.
Sondern? Laut Marine Traffic übermittelte das Schiff eine falsche Position – eine bekannte Taktik von Schattentankern, die Öl aus den sanktionierten Ländern Russland, Venezuela und Iran transportieren.
Wo ist das Schiff positioniert? Offiziell in der Nähe der Küste Guyanas. Satellitenbilder zeigen aber, dass es sich tatsächlich wochenlang im venezolanischen Hafen José aufhielt. Er leigt Liftlinie 1.150 Kilometer entfernt.
Was ist der Hintergrund? Das Schiff namens "Skipper" (früherer Name "Adisa"), war laut US‑Behörden Teil eines illegale Netzwerks von Tankern („shadow fleet“) mit Verbindungen zu Venezuela und Iran. Der Tanker fuhr unter guyanischer Flagge, um US-Sanktionen zu umschiffen.
Was wollen die USA? Die Sanktionen sind Teil einer seit 2019 bestehenden US‑Strategie, Venezuelas Öleinnahmen zu reduzieren und Druck auf die Regierung von Präsident Nicolás Maduro aufzubauen. Die US-Regierung hat mehr als 170 Schiffe sanktioniert.
Was sagt Venezuela? Das Land verurteilte den Einsatz scharf und sprach von "internationaler Piraterie" und Diebstahl seines Öls.
Worum geht es? In einer Grundsatzrede bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in Berlin sprach NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine deutliche Warnung aus: "Wir sind Russlands nächstes Ziel".
Was ist der Hintergrund? Der Niederländer rechnet nicht damit, dass es der russische Präsident Wladimir Putin bei dem Krieg gegen die Ukraine belassen will. "Wir müssen uns über die Bedrohung völlig im Klaren sein", sagte er (hier gibt es das Video).
Was waren die eindringlichsten Worte? Ein mit Russland geführten Krieg könne "von einem Ausmaß sein, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben".
Welche Zahlen nannte er zur Ukraine? In diesem Jahr habe Russland mehr als 46.000 Drohnen und Raketen abgefeuert. Das Land produziere 2.900 Angriffsdrohnen pro Monat sowie eine ähnliche Zahl an Attrappen. Hinzu seien 2025 rund 2.000 landgestützte Marschflugkörper und ballistische Raketen gekommen.
Was fordert er? Mehr Engagement bei der Steigerung der Verteidigungsausgaben und der Unterstützung der Ukraine. "Unsere Streitkräfte müssen bekommen, was sie brauchen, um uns zu schützen. Und die Ukraine muss bekommen, was sie braucht, um sich zu verteidigen – jetzt."