Worum geht es? Die US‑Einwanderungs‑ und Zollbehörde (ICE) – offiziell "Immigration and Customs Enforcement" – soll bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien eine Rolle im Sicherheitsdienst haben.
Was sollen sie tun? Es geht vor allem darum, die Sicherheit der US‑Delegation und bestimmter US‑Politiker zu unterstützen, darunter Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio.
Ist das normal? Die Agenten werden nicht im Rahmen von Einwanderungs‑ oder Abschiebeoperationen tätig sein, sondern als Teil eines Sicherheits‑ oder Schutzauftrags des US‑Außenministeriums, was bei Großveranstaltungen wie Olympia nicht ungewöhnlich ist.
Wie reagiert Italien? Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala hat erklärt, dass ICE‑Agenten nicht willkommen seien und verurteilte die Behörde scharf aufgrund ihres Rufs und ihrer Einsätze in den USA.
Wie deutlich wurde er? Sala nannte ICE im Radiosender RTL 102.5 eine "mörderische Miliz", die "sich selbst Zugang zu Privathäusern verschafft". Ihre Anwesenheit während der Olympischen Spiele in Mailand-Cortina sieht er als "Problem" an.
Wann finden die Olympischen Spiele statt? Die Winterspiele starten am 6. Februar und dauern bis zum 22. Februar. Haupt-Veranstaltungsorte sind Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Worum geht es? Die vierjährigen Pandas Xiao Xiao und Lei Lei leben derzeit im Ueno Zoo in Tokio, wurden dort 2021 geboren. Nun müssen sie nach China zurückgebracht werden.
Warum? Pandas, die an ausländische Zoos abgegeben werden, bleiben rechtlich immer chinesisches Eigentum – selbst wenn sie im Ausland geboren werden. Auch in Schönbrunn ist das so. Die Leihe kostet etwa 1 Million US-Dollar pro Jahr.
Was passierte jetzt? Der bestehende Leihvertrag zwischen Japan und China lief aus, die Tiere müssen spätestens bis Ende Jänner 2026 zurückkehren. Eine Verlängerung ist eigentlich üblich.
Läuft die Rückgabe schon? Ja, die Regierung von Tokio hat bestätigt, dass Xiao Xiao und Lei Lei am 27. Jänner nach China fliegen werden. Besucher konnten sie am Sonntag zum letzten Mal sehen, bevor sie auf die Heimreise vorbereitet werden.
Wozu kam es? Nach Angaben der Tokioter Stadtverwaltung bewarben sich rund 108.000 Menschen um einen der 4.400 verfügbaren Plätze für einen letzten Blick auf die beliebten Pandas des Zoos.
Was ist die Folge? Nach ihrer Abreise wird Japan erstmals seit rund 50 Jahren keine Riesenpandas mehr haben.
Kommt wieder was? Aufgrund angespannter diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und China ist es sehr unwahrscheinlich, ob und wann China neue Pandas nach Japan schicken wird.
Welchen Konflikt gibt es? China sieht Taiwan als Teil seines Landes an, die Gefahr einer Invasion ist derzeit groß. Taiwan liegt strategisch nahe an Japan (nur ca. 110 km von den japanischen Inseln entfernt). Wenn Taiwan fällt, ist Japans Sicherheit direkt bedroht.
Worum geht es? Der Goldpreis hat an der Metallbörse in London erstmals die Marke von 5.000 US‑Dollar pro Feinunze überschritten – und sogar zeitweise mehr als 5.100 Dollar erreicht. Das ist ein historischer Rekord.
Wie viel ist eine Feinunze? Rund 31,1 Gramm.
Wie ist die Preisentwicklung? Das lässt sich plakativ darstellen: Vor einem Jahr kostete die Feinunze noch 2.770 Dollar.
Was sind die Gründe? Wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten und in der Welt suchen Anleger "sichere Häfen". Wichtige Volkswirtschaften betreiben eine lockerere Geldpolitik. Es gibt eine starke Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Investoren.
Wie geht es weiter? Einige Analysten erwarten, dass der Preis für Gold weiter steigen könnte, teilweise auf 6.000 Dollar oder darüber, wenn Unsicherheiten anhalten. Andere sind skeptischer.
Worum geht es? Der 26. Jänner ist Australiens Nationalfeiertag — er erinnert an die Ankunft der ersten britischen Sträflingsflotte in Sydney Cove im Jahr 1788.
Aber? Viele indigene Australier sehen diesen Tag jedoch als Beginn von Kolonisierung, Gewalt und Unterdrückung ihrer Völker, daher nennen sie ihn "Invasion Day" oder "Survival Day" und protestieren seit Jahrzehnten dagegen.
Wie war es diesmal? Zehntausende Menschen nahmen am Montag an Invasion Day-Demos teil, um auf Ungerechtigkeiten gegen Aborigines und Torres Strait Islander aufmerksam zu machen und eine Änderung des Feiertagsdatums zu fordern.
Blieb alles friedlich? Nicht wirklich. In Sydney, Canberra und Melbourne kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In Perth wurde ein potentiell gefährlicher Gegenstand in der Menge gefunden, was zur Räumung führte.
Warum kam es zur Eskalation? Der Australia Day ist seit Jahren umstritten, weil er historisch für viele Indigene kein Grund zum Feiern, sondern zum Gedenken an Leiden und Verlust ist. Die Proteste sind daher tief verwurzelt in langjährigen Forderungen nach Anerkennung, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Veränderung.
Worum geht es? China hat gegen General Zhang Youxia, den ranghöchsten aktiven General in der Zentralen Militärkommission (CMC), Ermittlungen eingeleitet und ihn abberufen. Die CMC ist das wichtigste militärische Führungsorgan Chinas.
Was wird ihm vorgeworfen? "Schwere Verstöße gegen Parteidisziplin und das Gesetz" – eine Formulierung, die in China üblicherweise für Korruptions- oder Machtmissbrauchs‑Vorwürfe genutzt wird.
Wer ist Zhang Youxia? Der General galt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Xi Jinping. Er war auch Mitglied des mächtigen Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas.
Warum ist der Vorgang bemerkenswert? Zhang ist der bisher höchste aktive Militär‑Funktionär, der in Chinas Anti‑Korruptionskampagne ins Visier geraten ist. Der Schritt kommt inmitten einer großen Umstrukturierung und Säuberung der chinesischen Militärführung, die viele Top‑Offiziere betrifft und teils schon seit 2023 läuft.
Was ist der Hintergrund? China bereitet sich auf die Übernahme Taiwans vor. Präsident Xi Jinping hat der Volksbefreiungsarmee dafür eine Frist bis zum nächsten Jahr gesetzt.
Ist Zhang Youxia der einzige Betroffene? Nein, gleichzeitig wurden auch Untersuchungen gegen General Liu Zhenli, den Stabschef der CMC, eingeleitet.
Was ist das große Bild? Einige internationale Medien berichten, dass Zhang unter anderem beschuldigt wird, Bestechungsgelder angenommen zu haben, interne Machtstrukturen zum eigenen Vorteil genutzt und sogar sensible militärische oder nukleare Informationen an die USA weitergegeben zu haben.
Worum geht es? In den USA schlägt der Winter derzeit voll zu. In weiten Teilen des Landes gab es am Wochenende einen massiven Sturm mit Schnee und Eisregen. Er führte zu schweren Verkehrs- und Stromproblemen. Nun folgt Eiseskälte.
Was war genau? "Winter Storm Fern" zog sich von Midwest über das Ohio‑Tal bis zur Ostküste (z. B. New York, Washington D.C.). Sogar Südstaaten wie Tennessee, Mississippi, Louisiana und Texas, die sonst mildere Winter haben, erleben Kälte und Schnee.
Wie viele Menschen sind betroffen? 210 Millionen. In Washington hatte es am Montag minus 10 Grad, In Nord‑New York und Umgebung fielen die Temperaturen an manchen Messpunkten sogar auf minus 37 °C.
Was ist die Ursache? Die Kälte wird durch einen sogenannten Polarwirbel‑Einbruch "erzeugt". Es handelt sich um ein meteorologisches Phänomen, bei dem extrem kalte Luftmassen aus der Arktis nach Süden in die USA entweichen. Dies führt zu abrupten Kältewellen.
Wie zeigt sich das? Über das Wochenende hinweg wurden bis zu 20.000 Flüge abgesagt, viele hatten Verspätung. Große Linien wie American Airlines, Delta, Southwest oder JetBlue strichen bis zu 70 Prozent ihres Flugplans zusammen. 880.000 Haushalte waren ohne Strom.
Wie lange dauert die Kälte? Während der gesamten Woche sind in 24 Bundesstaaten und in Washington D.C. Tiefsttemperaturen möglich, wobei für einige Orte Rekorde vorhergesagt werden.
Worum geht es? Bei einem verheerenden Feuer in der Silvesternacht starben in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana 40 Menschen. Nun werden neue Vorwürfe gegen das Betreiber-Ehepaar laut.
Was sind die Vorwürfe? Die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtete, dass einem der Opferanwälte im aktuellen Brandfall Akten und Beweismaterial übergeben wurden. Sie sollen belegen, dass es in der Bar bereits zuvor mehrmals gebrannt hatte.
Von wie vielen Bränden ist die Rede? In dem Dossier werden offenbar drei Feuerereignisse angeführt. Zuletzt soll es 2024 einen Vorfall gegeben haben.
Was war der Grund? Laut diesem Bericht soll auch damals das Feuer durch Sprühfontänen ausgelöst worden sein – ähnlich wie beim tragischen Brand in der Silvesternacht.
Wie sehr belastet das die Betreiber? Die Bar "Le Constellation" wurde seit 2015 von einem Ehepaar aus Korsika geführt. Jacques M. wurde am 9. Jänner in U-Haft genommen und kam am 23. Jänner frei. Im neuen Dossier soll stehen, dass er nach dem Feuer 2024 die Anbringung von feuerfestem Schaum an der Decke ablehnte.
Wer zahlte seine Kaution? Laut italienischen Medien wurden die 216.000 Euro nicht von Jacques M. bezahlt. Das Geld soll von einem Konto in Dubai überwiesen worden sein. Der Zahler soll ein Genfer Millionär sein, der dem Betreiber nahesteht. Ein Name wurde nicht veröffentlicht.
Wie reagierte Italien? Empört, sechs der Todesopfer stammten aus Italien. Die Entlassung aus der U-Haft empörte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Ich empfinde dies als eine Schändung des Andenkens an die Opfer und als eine Beleidigung ihrer Familien", schrieb sie auf X.
Was wurde unternommen? Italien rief seinen Botschafter in der Schweiz nach Rom zurück, um weitere Schritte zu besprechen. Dieser Vorgang ist ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit mit der Entscheidung des Schweizer Gerichts.
Worum geht es? Ran Gvili, ein 24-jähriger israelischer Polizist, galt als die letzte vermisste Geisel, die im Gazastreifen infolge der Hamas-Attacke vom 7. Oktober 2023 gefangen genommen wurde.
Was passierte nun? Sein Leichnam wurde gefunden, identifiziert und dann an Israel übergeben, nachdem israelische Streitkräfte in einer großangelegten Suche in Nord-Gaza entsprechende Überreste geborgen hatten.
Warum ist das so relevant? Israel sieht dies als wichtigen Schritt, um den nächsten Teil des Waffenruhe- und Friedensplans umzusetzen — etwa die Öffnung des Grenzübergangs Rafah und weitere Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien.
Was ist der aktuelle Stand? Alle lebenden Geiseln, die im Rahmen eines Waffenruhe-Deals freigelassen werden sollten, sind seit Oktober 2025 zurück in Israel. Bei den Toten hielt sich die Terrorgruppe Hamas nicht an die Vereinbarungen.
Was war vereinbart? Die Hamas sollte innerhalb von 72 Stunden nach Inkrafttreten des Waffenstillstands alle Geiseln, lebend wie tot, übergeben. Die Leichen von 27 toten Geiseln wurden großteils viel zu spät ausgehändigt. Wochenlang erklärte die Hamas, Gvili noch nicht gefunden zu haben.
Was geschieht nun? Phase zwei des Friedensplans von Donald Trump kann in Angriff genommen werden. Er sieht den Wiederaufbau und die vollständige Entmilitarisierung des Gazastreifens vor, einschließlich der Entwaffnung der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen.