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11. März 2026

"Wie Feinde behandelt" Irans Polizeichef warnt Demonstranten

Worum geht es? Der nationale Polizeichef des Iran, Ahmad‑Reza Radan, hat in einer öffentlichen Ansprache im staatlichen Fernsehen eine Warnung ausgesprochen: Menschen, die gegen die Regierung demonstrieren wollen, drohen drastische Konsequenzen.

Welche "Konsequenzen" kündigte er an? Radan sagte, wer auf die Straße gehe, handle "im Sinne der Feinde des Landes" und werde nicht mehr als bloßer Demonstrant betrachtet. Die Polizei werde "wie bei einem Feind" gegen solche Personen vorgehen.

Was ist der Kontext? Diese Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es wieder wachsende Unruhen im Iran geben könnte und gleichzeitig die Außenpolitik des Landes – etwa Konflikte mit den USA und Israel – die Lage weiter verschärft.

Was ist der Auslöser der Warnung? Die Behörden befürchten, dass ausländische Aufrufe zu Protesten (z. B. von politischen Gegnern oder Staaten wie den USA und Israel) die innenpolitische Lage weiter destabilisieren könnten.

Eine leere Drohung? Betrachtet man den Jänner dann wohl eher nicht. Da war es zu tagelangen Unruhen auf den Straßen gekommen, die blutig niedergeschlagen wurden.

Wie viele Opfer gab es? Die iranische Regierung selbst hat eine offizielle Todeszahl von rund 3.100 Menschen veröffentlicht. Internationale Quellen sprechen aber davon, dass an nur zwei Tagen – am 8. und 9. Januar – bis zu 30.000 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden sein könnten.

Weitere Meldungen

Meta kauft Moltbook KI-Assistent kann Ihr Leben managen

Worum geht es? Der Meta-Konzern (Facebook, Instagram, WhatsApp) hat bestätigt, dass er die Plattform Moltbook übernommen hat – ein soziales Netzwerk, das speziell für Kommunikation unter KI‑Agenten entwickelt wurde.

Was tut Moltbook? Auf dem System können autonome KI-Agenten miteinander interagieren. Sie können zum Beispiel Beiträge posten, Kommentare schreiben, Beiträge anderer Agenten bewerten (upvoten), Informationen austauschen oder diskutieren.

Was heißt das? Das funktioniert ähnlich wie in menschlichen sozialen Netzwerken – nur dass Softwareprogramme miteinander "reden".

Wie darf ich mir das vorstellen? Ein Nutzer erstellt einen KI-Agenten (z. B. einen persönlichen Assistenten). Dieser Agent bekommt Regeln wie: Lies neue Beiträge, antworte auf Themen, poste selbst Inhalte, bewerte interessante Beiträge. Der Agent führt diese Aufgaben automatisch aus, ohne dass ein Mensch jedes Mal eingreifen muss.

Wann startete Moltbook? Erst Anfang 2026 und ging sofort viral, weil es ungewöhnlich war – eine Art "soziales Netzwerk der Maschinen".

Was passiert mit den Erfindern? Meta steckt die Gründer von Moltbook, Matt Schlicht und Ben Parr, in sein AI‑Forschungsteam (Meta Superintelligence Labs). Details zum Kaufpreis wurden nicht veröffentlicht.

Irans Führer verletzt Mojtaba Khamenei an Beinen getroffen

Worum geht es? Die New York Times und Geheimdienst‑Quellen berichten, dass Mojtaba Khamenei bei den Anfangsangriffen im aktuellen Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran verletzt wurde.

Wer ist Mojtaba Khamenei? Der 56-Jährige wurde vor wenige Tagen zum Nachfolger seines Vaters Ali Khamenei ernannt. Der Oberste Führer des Iran war bei den Angriffen von Israel und der USA getötet worden.

Was fällt auf? Dass Mojtaba Khamenei nicht in der Öffentlichkeit erscheint, nach seiner Ernennung keine Ansprache gehalten hat. Das hat die Gerüchte über seinen Gesundheitszustand weiter angeheizt.

Was sagen die Gerüchte? Es kursieren Berichte, wonach Mojtaba Khamenei im Rahmen der militärischen Angriffe an den Beinen verletzt worden sein dürfte.

Um welchen Angriff handelt es sich? Mutmaßlich um die Bombardierung, bei der sein Vater am 28. Februar ums Leben kam. Es starben dabei auch Mojtaba Khameneis Ehefrau, seine Mutter und ein Schwager.

Gibt es Bestätigungen dafür? Der iranische Staatsfunk nannte Khamenei einmal einen "verwundeten Veteranen" des Krieges, ohne medizinische Details. Der Sohn des iranischen Präsidenten Yousef Pezeshkian schrieb auf Telegram, dass Khamenei  verletzt, aber "wohlauf und in Sicherheit" sei.

Wer führt momentan den Iran? Das ist unklar. Selbst Präsident Masoud Pezeshkian soll keinen Kontakt zu Mojtaba Khamenei haben, berichtet das Portal Iranwire.

Fußball-WM ohne Iran Minister gegen Teilnahme in den USA

Worum geht es? Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis 19 . Juli statt, erstmals mit 48 Teams und erstmals mit drei Austragungsländern – Kanada, Mexiko und die USA. Das sorgt jetzt für Gesprächsbedarf.

Warum? Weil sich auch der Iran für das Turnier qualifiziert hat (als Gruppensieger in der asiatischen Qualifikation), sich aber gegenwärtig im Kriegszustand mit Amerika befindet.

Nimmt der Iran teil? Der iranische Sportminister sagte nun, unter den derzeitigen Umständen könne das Land nicht teilnehmen. Auch der Präsident des iranischen Fußballverbands hat wiederholt Zweifel an einer Teilnahme der Mannschaft geäußert.

Was ist der Hintergrund? Natürlich der aktuelle Krieg. Aber auch die Vorfälle in Australien in der vergangenen Woche. Fünf Spielerinnen suchten nach dem Asien-Cup in Sydney um Asyl an.

Wie sieht das Trump? Der Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, Gianni Infantino, sagte, dass US‑Präsident Donald Trump versichert habe, dass die iranische Nationalmannschaft bei der WM willkommen sei, selbst wenn das Turnier in den USA stattfindet.

Gegen wen spielt der Iran? Der Iran wurde in der Vorrunde in Gruppe G gelost und hätte folgende Gegner: Neuseeland (15. Juni, Los Angeles), Belgien (21. Juni, Los Angeles), Ägypten (27. Juni, Seattle).

Was passiert, wenn der Iran absagt? Der Verband bekommt eine Geldstrafe, laut Statut rund 274.000 Euro. Mutmaßlich springt eine Mannschaft ein, die knapp an der Quali gescheitert ist, in diesem Fall der Irak oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Bilder "unvorteilhaft" US-Ministerium sperrt Fotografen aus

Worum geht es? Das US-Verteidigungsministerium unter Pete Hegseth hat Pressefotografen von einigen Briefings ausgeschlossen, nachdem Fotos von ihm als "unvorteilhaft" kritisiert wurden.

Was ist passiert? Bei einem Pentagon-Briefing am 2. März wurden Fotos von Hegseth aufgenommen und von Agenturen wie AP, Reuters oder Getty veröffentlicht.

Und? Laut Berichten beschwerten sich Mitarbeiter des Ministers intern über diese Bilder, weil sie ihn ungünstig aussehen ließen. Danach wurden Fotografen bei zwei weiteren Pressebriefings (4. und 10. März) nicht mehr zugelassen.

Was dann? Stattdessen durften nur offizielle Pentagon-Fotografen Bilder machen. Das Ministerium wollte wohl nur kontrolliertere Bilder, die "besser aussehen".

Gibt es eine offizielle Begründung? Das Verteidigungsministerium bestreitet, dass es wegen der Fotos war. Offiziell heißt es, die Einschränkung habe logistische Gründe und Medien könnten weiterhin offizielle Bilder nutzen.

Was war an den Bildern schlecht? Hegseth soll auf manchen Fotos "streng" oder "selbstherrlich" gewirkt haben, was seine öffentliche Wahrnehmung negativ beeinflussen könnte.

Plus 22 % bei Exporten China erzielt Rekord, nun kommt Trump

Worum geht es? In den ersten zwei Monaten 2026 sind die Exporte Chinas um etwa 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit steuert die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt auf ein weiteres Jahr mit Rekordhandelsüberschüssen zu.

Warum ist das bemerkenswert? Aus zwei Gründen. Einerseits wurden die Experten-Prognosen deutlich übertroffen. In einer Reuters-Umfrage hatten Analysten eine Steigerung von 7,1 Prozent erwartet.

Und andererseits? Fiel dieser Rekord in eine Zeit, in der die Weltwirtschaft durch die Sonderzölle von Donald Trump ins Wanken geriet. Die Exporte in die USA sanken deshalb sogar um rund 11 Prozent.

Was zeigen die Daten sonst noch? Auch die Importe stiegen stark, aber nur um etwa 19,8 Prozent. Es entstand ein großer Handelsüberschuss von etwa 214 Milliarden US-Dollar.

Warum brummt China bei den Exporten? Es gibt eine sehr hohe weltweite Nachfrage nach Elektronik und Halbleitern (besonders aufgrund des KI-Booms), steigende Exporte von Autos und Maschinen und starke Nachfrage aus EU, Südostasien und Lateinamerika.

Was passiert jetzt? Ende März soll Donald Trump nach Peking reisen und dort Staatspräsident Xi Jinping treffen. Es wäre Trumps erster China-Besuch seit 2017.

Attacke mit Klopapier Dann stirbt Lehrer bei Schüler-Streich

Worum geht es? In der Stadt Gainesville, etwa 90 Kilometer von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, ist ein 40 Jahre alter Lehrer bei einem an sich harmlosen Streich seiner Schüler ums Leben gekommen.

Was ist geschehen? Fünf Schüler von Mathematiklehrer Jason Hughes hatten sich vergangenen Freitag kurz vor Mitternacht verabredet, um Haus und Garten ihres Pädagogen mit Toilettenpapier zu bewerfen, so die Rekonstruktion der Polizei. Als der Lehrer aus dem Haus kam, liefen seine Schüler weg zu ihren Autos.

Und weiter? Hughes machte sich zu Fuß auf die Verfolgung seiner Schüler, stolperte, fiel hin und wurde von einem Pick-up überrollt, in dem einer seiner Schüler im Alter von 18 Jahren saß.

Was droht den Schülern jetzt? Der Todeslenker wurde unter anderem wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, ihm drohen drei bis 15 Jahre Haft. Die vier anderen Teenager müssen sich wegen unerlaubten Betretens eines Privatgrundstückes verantworten.

Was sagt die Familie des Toten? Sie sagte, Jason Hughes habe die Jugendlichen, die ihm den Streich spielten, gekannt und sehr gemocht. Deshalb rief sie die Behörden auf, die Anklagen fallen zu lassen. Der Unfall sei eine "schreckliche Tragödie" gewesen und man sei entschlossen, eine weitere Tragödie zu verhindern, die das Leben dieser Schüler ruinieren würde.

War der Lehrer böse auf seine Schüler wegen des Streichs? Nein, er habe vielmehr gewusst, dass ihm ein solcher Streich gespielt werden sollte und wollte seine Schüler nicht angreifen, als er aus dem Haus gelaufen kam, sondern vielmehr überraschen.

Wie geht es jetzt weiter? Ein Statement der Staatsanwaltschaft zu dem tragischen Unglück ist bislang noch ausständig.

Telefonat mit Putin Trump besprach Ende des Irankriegs

Worum geht es? Es war das erste Telefonat seit dem Beginn der Angriffe auf den Iran am 28. Februar. Rund eine Stunde lang telefonierten US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin am Montag miteinander.

Warum ist das geopolitisch wichtig? Weil Russland ein wichtiger Verbündeter des Iran ist. US-Beamte hatten sich besorgt darüber gezeigt, dass Putin den Iranern bei ihren Kriegsanstrengungen helfen könnte, vor allem durch das Teilen von Geheimdienst-Infos.

Ging es nur um den Iran? Nein, auch der Ölpreis war ein Thema und die Ukraine.

Mit welchem Ergebnis? Trump sagte zu Reportern, er habe "ein sehr gutes Telefonat mit Putin" geführt. "Er will [im Umgang mit dem Iran] hilfreich sein. Ich habe ihm gesagt, dass er hilfreicher sein kann, wenn er den Krieg in der Ukraine beendet".

Was sagt Russland? Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow meint gegenüber russischen Reportern, das Gespräch sei "offen" und "sachlich" verlaufen.