Worum geht es? Israelische Truppen drangen am Mittwoch mehrere Kilometer tief ins libanesische Staatsgebiet vor. Vor allem die Stadt Chiam – etwa sechs Kilometer hinter der Grenze gelegen – wurde unter Artilleriebeschuss genommen.
Was ist das Ziel? Offiziell wird dies als "taktische Maßnahme" oder "vorwärtsverteidigende Stellung" beschrieben, um Hisbollah‑Angriffe gegen israelische Grenzorte zu verhindern. Israel warnte Tausende Bewohner in südlibanesischen Dörfern, sich in Sicherheit zu bringen.
Was ist der Auftrag? Verteidigungsminister Israel Katz und Premierminister Benjamin Netanyahu autorisierten die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte, strategische Positionen im Südlibanon zu besetzen, um die Sicherheit nördlicher israelischer Gemeinden zu erhöhen.
Startet damit eine Bodenoffensive? Nein, die Armee spricht bewusst nicht von einer groß angelegten Bodenoffensive, sondern von gezielten Truppenbewegungen und Pufferflächen nahe der Grenze.
Gab es bisher Opfer? Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Baalbek sind laut libanesischen Angaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der Libanon spricht von bisher 11 Todesopfern.
Was war der Auslöser? Die aktuellen Spannungen begannen, nachdem die pro‑iranische Miliz Hisbollah wieder verstärkt Raketen und Drohnen auf nördliche israelische Städte abgefeuert hat – als Reaktion auf die weiterlaufenden Konflikte zwischen Israel und dem Israel.
Worum geht es? Türkei berichtet, dass eine ballistische Rakete aus dem Iran abgefangen wurde, bevor sie türkischen Luftraum erreichen konnte. Die Rakete war offenbar auf einem Kurs durch den Irak und Syrien Richtung Türkei.
Wer stoppte die Rakete? NATO‑Luft‑ und Raketenabwehrsysteme im östlichen Mittelmeer neutralisierten den Flugkörper, bevor er in türkisches Territorium eindringen konnte.
Gab es Opfer? Es wurden keine Verletzten oder Opfer wurden gemeldet; Trümmerteile fielen im Gebiet der türkischen Provinz Hatay (Dörtyol) zu Boden.
Warum ist der Vorfall politisch brisant? Dies wäre der erste bekannte Fall, in dem ein ballistischer Raketenangriff aus dem Iran direkt durch NATO‑Abwehrsysteme für einen NATO‑Staat abgefangen wurde.
Was kann die Folge sein? Der Vorfall erhöht die Spannungen erheblich, weil ein NATO‑Mitglied unmittelbar von iranischer Raketenbedrohung betroffen war.
Greift die Beistandspflicht? Ein solcher Angriff könnte unter bestimmten Bedingungen politische Verpflichtungen des Bündnisses auslösen (z. B. Artikel 5), je nachdem, ob ein Angriff als gezielte Aggression gegen ein Mitglied gewertet wird.
Was steht wörtlich in Artikel 5? „Ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Mitglieder in Europa oder Nordamerika wird als Angriff gegen alle Mitglieder betrachtet."
Worum geht es? Bei einer Presserunde im Oval Office nahm US-Präsident Donald Trump zu Großbritanniens Haltung im Krieg gegen den Iran und die Nutzung britischer Militärstützpunkte Stellung.
Was sagte er? Hängen blieb vor allem ein Satz, in dem er den britischen Premierminister Sir Keir Starmer verspottete. Der Labour-Politiker hatte sich im vergangenen Jahr intensiv um die Gunst von Trump bemüht.
Aber? "This is not Winston Churchill that we’re dealing with," kanzelte Trump nun Starmer ab. Der sei eben "kein Winston Churchill". Trup meinte damit, dass Starmer nicht die entschlossene, kriegsführende Führungsperson wie Sir Winston Churchill sei.
Was ist der Hintergrund? Trump kritisierte die Verzögerung bei der Nutzung britischer Militärstützpunkte für Angriffe auf iranische Ziele und den Widerstand gegen offensive militärische Aktionen.
Wer war Winston Churchill? Der passionierte Zigarrenraucher war von 1940 bis 1945 und später von 1951 bis 1955 Premierminister Großbritanniens. Während des Zweiten Weltkriegs war er die zentrale Figur, die den Widerstand gegen Nazi-Deutschland organisierte.
Welche Rolle spielte er für die USA? Churchill pflegte ein sehr enges Verhältnis zu Präsident Franklin D. Roosevelt, um die Amerikaner zu einem Kriegseintritt zu bewegen. Das passierte dann erst nach dem Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941.
Worum geht es? Das US‑Justizministerium (DOJ) hat nach Medienberichten mehr als 47.635 Dokumente aus den veröffentlichten Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorübergehend von seiner öffentlichen Online‑Plattform entfernt.
Warum? Das Justizministerium betont, dass die Dokumente nicht gelöscht, sondern zum Zweck einer weiteren Überprüfung vorübergehend offline gestellt worden seien.
Was wird überprüft? Man wolle etwa persönliche Daten und Opferinformationen besser schützen oder Fehler in der Kennzeichnung korrigieren, so das Ministerium.
Welche Dokumente betrifft das? Unter den fehlenden Akten sind laut US-Medien FBI-Vermerke, Klageschriften, Zeugenaussagen und interne Ermittlungsnotizen.
Hat das auch mit Trump zu tun? Einige Dateien enthalten Aussagen einer Frau, die behauptet, dass Trump in den 1980er-Jahren in Epsteins Umfeld war. Trump wird indirekt mit sexuellen Begegnungen in Verbindung gebracht, die zu der Zeit stattgefunden haben sollen, als die Zeugin minderjährig war.
Was bedeutet das? Die Akten enthalten FBI-Interview-Notizen, keine formellen Anklagen oder Beweise, dass Trump strafrechtlich verfolgt wurde.
Ist der Vorgang umstritten? Demokratische Abgeordnete haben das DOJ kritisiert und behauptet, dass das Entfernen von Unterlagen den Gesetzeszweck des Transparenzgesetzes unterlaufen könne und gezielt zuständige Informationen zurückgehalten werden könnte.
Warum werden die Akten überhaupt veröffentlicht? Das basiert auf dem Epstein Files Transparency Act, einem US‑Bundesgesetz, das die Offenlegung von Dokumenten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinem Netzwerk vorschreibt.
Worum geht es? Ein U.S.-Unterseeboot hat Mittwoch um 5.08 Uhr im Indischen Ozean vor der Südküste Sri Lankas ein iranisches Kriegsschiff namens IRIS Dena mit einem Torpedo versenkt. Das bestätigte der US-Verteidigungsminister bei einem Pentagon-Briefing.
Gibt es dafür Belege? Das Pentagon veröffentlichte Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zeigen, wie ein Schwergewichtstorpedo vom Typ Mark 48 die Fregatte trifft und eine Fontäne Meerwasser in die Luft schleudert.
Wie wie viele Opfer gab es? Die Fregatte befand sich offenbar in internationalen Gewässern, als sie getroffen wurde. Mindestens 87 iranische Seeleute sind ums Leben gekommen. Rund 32 Personen wurden von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen.
Was ist der Hintergrund? Dieser Angriff markiert eine weitere Eskalation im Krieg zwischen den USA/Israel und dem Iran, der sich inzwischen über den Nahen Osten hinaus auszubreiten scheint.
Was ist die Einordnung? US-Militärsprecher und hochrangige Offizielle sagen, dies sei der erste Torpedo-Versenkung eines US-Unterseeboots seit dem Zweiten Weltkrieg.
Wie wurde das bejubelt? "Ein stiller Tod", sagt US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Wie damals im Krieg, als wir noch das Kriegsministerium waren, kämpfen wir, um zu gewinnen."
Worum geht es? In Kalifornien gab es bisher Regelungen bzw. Schulrichtlinien, nach denen Schulen die geschlechtliche Identität eines Schülers nicht ohne dessen Zustimmung an die Eltern weitergeben durften.
Was heißt das? Wenn sie ein Kind in der Schule als transgender outet, durften die Schulen nicht mehr mit den Eltern darüber in Kontakt treten oder sie informieren. Das wurde nun vom Obersten Gerichtshof gestoppt.
Was war das Ziel der Regel? Transgender-Schüler vor möglichen negativen Reaktionen zu Hause zu schützen, etwa wenn ein Coming-out im familiären Umfeld zu Konflikten oder Gefährdungen führen könnte.
Warum kam das vor das Höchstgericht? Eltern klagten. Sie argumentierten, dass sie ein verfassungsrechtlich geschütztes Recht haben, über wesentliche Entwicklungen im Leben ihrer Kinder informiert zu werden, insbesondere bei Fragen der Identität.
Wie urteilten die Richter? Der Supreme Court entschied am 3. März mit einer 6:3-Mehrheit, dass bestimmte kalifornische Schulvorschriften vorläufig außer Kraft gesetzt werden. Schulen dürfen Eltern informieren, wenn sich ein Kind in der Schule als transgender identifiziert.
Warum vorläufig? Die Entscheidung erfolgte im Rahmen eines Eilverfahrens („stay“). Das bedeutet: Es ist noch kein endgültiges Urteil in der Hauptsache, sondern eine vorläufige Regelung, bis der Fall vollständig verhandelt ist.
Wie sahen das die sechs Befürworter? Die Richtermehrheit argumentierte, dass Eltern ein grundrechtlich geschütztes Erziehungsrecht haben. Der Staat darf Eltern nicht grundsätzlich von Informationen ausschließen, die die Identität und Entwicklung ihres Kindes betreffen.
Und die drei Gegner? Der Schutz der Privatsphäre und Sicherheit von Transgender-Jugendlichen müsse stärker berücksichtigt werden. Eine vorläufige Außerkraftsetzung könne negative Folgen für betroffene Schüler haben.
Wie reagierte die Politik? Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom verteidigte das Gesetz. In einer Erklärung warnte er davor, dass die Lehrkräfte nun "Geschlechterpolizei" spielen müssten.
Worum geht es? Punch (auch Panchi‑kun) ist ein junges Makaken‑Affenbaby im Ichikawa City Zoo, das im Juli 2025 geboren wurde. Kurz nach der Geburt wurde er von seiner Mutter verstoßen.
Warum? Das kann bei Makaken vorkommen, etwa wenn die Mutter erstmals geboren hat oder durch Stress überfordert ist.
Was passierte dann? Da Makaken‑Babys instinktiv bei der Mutter Sicherheit und körperliche Nähe suchen, gaben ihm die Pfleger zur emotionalen Unterstützung ein Plüsch‑Orang‑Utan‑Kuscheltier (von Ikea).
Mit Erfolg? Kann man so sagen. Punch klammerte sich sofort daran und trug es fortan ständig bei sich, als sei es sein "Ersatz‑Mama".
Warum wurde das ein Thema? Videos, in denen er das Stofftier umarmt, damit schläft oder nach Stress daran zieht, berührten Millionen Menschen weltweit. Clips von Punch und seinem Kuscheltier wurden auf TikTok, Instagram und Twitter vielfach geteilt.
Wieso? Viele Menschen fühlen sich von seiner Geschichte emotional angesprochen: ein kleines Tier, allein und unsicher, das sich an ein weiches Stofftier klammert.
Profitierte Ikea? Der Plüsch‑Orang‑Utan (Djungelskog) verkaufte sich rasant und war vielerorts ausverkauft. Ikea Japan hat sogar zusätzliche Kuscheltiere an den Zoo gespendet, damit Punch immer einen Ersatz hat.
Was änderte sich für Punch jetzt? Er wurde lange von der Makaken-Gruppe ausgestoßen, nun finden sie Gefallen an ihm. Neue Videos zeigen, wie Punch mit anderen Affen durch das Gehege tobt. Der Plüschaffe hat das Nachsehen.
Wie geht es ihm also? Der Ichikawa City Zoo veröffentlichte ein Update. Ein Tierpfleger berichtet, dass sich Punch die Nase etwas aufgeschürft hat, aber alles halb so wild. Der Kontakt mit den anderen Affen habe sich intensiviert. Er hat sie "als Freunde gefunden und scheint viel Spaß beim Spielen mit ihnen zu haben,“ schreibt der Zoo.
Worum geht es? BrewDog, die bekannte schottische Craft‑Beer‑Brauerei und Betreiberin von Bars, wurde Ende Februar verkauft und schlitterte nun in die Insolvenz. Das hat harte Folgen, auch für 200.000 Privatanleger.
Insolvent trotz Verkaufs? Ja, die US‑Firma Tilray Brands übernahm große Teile der BrewDog‑Marke und Betriebe, aber eben nicht alle.
Heißt? Insgesamt 38 BrewDog‑Bars (hier die Liste) wurden mit "unmittelbarer Wirkung" geschlossen und sind nicht Teil des Übernahme‑Deals. Die Liste umfasst zahlreiche Standorte in England, Wales und Schottland, auch London ist betroffen. 11 Bars bleiben.
Ist BrewDog auch in Österreich aktiv? Nein, es gibt Standorte in Deutschland, die nun auch geschlossen werden. BrewDog-Biere gibt es aber in Supermärkten wie Billa oder Spar.
Was war das Problem? Das Unternehmen hängt finanziell schon seit Jahren in den Seilen. Nun fallen 484 Jobs weg, viele müssen um ihr Geld zittern.
Warum? BrewDog hat über viele Jahre eine sehr bekannte Crowdfunding‑Initiative mit dem Namen "Equity for Punks" angeboten. Dabei konnten Bierfans direkt Aktien des Unternehmens kaufen.
Wie viele machten mit? Die Initiative startete 2009 und lief über einige Runden. Insgesamt nahmen über 200 000 Menschen teil, es wurden mehrere zehn Millionen Pfund investiert.
Was passiert jetzt? Die „Equity Punks“ stehen derzeit ohne Rückzahlung da – ihre Anteile sind voraussichtlich wertlos, weil alle verfügbaren Mittel im Verkaufsprozess anderen Stakeholdern (z. B. bevorzugten Investoren oder Gläubigern) zustehen.
Heißt im Klartext? Das Geld ist weg.