Worum geht es? Am Rande der Beratungen über ein Friedensabkommen für die Ukraine in Berlin war auch die Idee einer Weihnachts-Waffenruhe ventiliert worden.
Wird es damit was? Nein, das Njet aus Moskau kam prompt: "Russland will keine Waffenruhe, die es Kiew erlaubt, sich auf weitere Kämpfe vorzubereiten", sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow.
Ist Moskau in die Beratungen eingebunden? Nein, der Kreml schickte keine Vertreter nach Berlin. Sprecher Peskow monierte zudem, das man noch keine Einzelheiten zu den von den USA angebotenen Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Nato-Vorbild erhalten habe.
Welche Sinn haben Gespräche, wenn Moskau ohnedies alles ablehnt? Die russische Seite beteuert nach wie vor, an einem Friedensschluss interessiert zu sein.
Mit welchen Worten? "Wir wollen Frieden. Wir wollen keinen Waffenstillstand, um der Ukraine eine Atempause zu verschaffen und sich auf die Fortsetzung des Krieges vorzubereiten", wird Kreml-Sprecher Peskow zitiert. Man wolle den Krieg beenden, Russlands Interessen sichern und "den Frieden in Europa für die Zukunft garantieren".
Ist das realistisch? Jedenfalls will man im Westen die Hoffnung darauf nicht aufgeben, denn was wäre die Alternative? Aktueller Letztstand ist, dass Europa eine multinatiomale Truppe als Sicherheitsgarantie in die Ukraine entsendet, die von den USA abgesichert werden soll. Moskaus Absage an diese Idee steht derzeit jedenfalls noch aus.
Worum geht es? Keine 48 Stunden nach seiner Festnahme wurde Nick Reiner, Sohn von Hollywood-Regisseur Rob Reiner und dessen Frau Michele, am Dienstag wegen des Mordes an seinen Eltern offiziell angeklagt.
Was war passiert? Das Ehepaar war Sonntagnachmittag in seiner Villa in Brentwood mit tödlichen Schnitt- und Stichverletzungen gefunden worden, Nick Reiner wurde Sonntagabend festgenommen.
Was wird Nick Reiner genau vorgeworfen? Bezirksstaatsanwalt Nathan Hochman erklärte am Dienstag vor der Presse, dass dem 32-Jährigen zweifacher Mord zur Last gelegt werde. Die Tat sei vermutlich mit einem Messer begangen worden.
Welche Strafe droht dem Sohn? Lebenslange Haft. Ob der Staatsanwalt die Todesstrafe fordert, sei noch nicht entschieden, so Bezirksstaatsanwalt Hochman.
Wie geht es jetzt weiter? Noch im Laufe des Dienstag sollte Nick Reiner einem Richter vorgeführt werden. Dort werde die Anklage verlesen und er müsse sich schuldig oder nicht schuldig bekennen.
Wie kam es zu der Tragödie? Bekannt ist bis jetzt, dass es Samstagabend bei einer Weihnachtsparty im Haus von Talkshow-Star Conan O'Brian zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 78-jährigen Regisseur und seinem Sohn gekommen war. Nick Reiner, der jahrzehntelang mit Drogenmissbrauch kämpfte, lebte in einem Gartenhaus auf dem Anwesen seiner Eltern.
Worum geht es? Im Nationalpark Stilfser Joch in Südtirol sind in einer fast senkrechten Gebirgswand tausende Fußspuren von Dinosauriern entdeckt worden.
Um welche Dinos geht es? Die Spuren sollen von Prosauropoden stammen – bis zu zehn Meter lange Pflanzenfresser mit langen Hälsen, kleinen Köpfen und scharfen Krallen. Die Funde haben einen Durchmesser von bis zu 40 Zentimetern und sind 210 Millionen Jahre alt.
Wie kamen die Fußabdrücke in den Fels? Dort, wo sich heute die Alpen auftürmen, war vor 250 bis etwa 200 Millionen Jahren ein Watt. Die Dinosaurier haben sich vermutlich gemeinsam als Gruppe durch diese Wattlandschaft bewegt, dabei sind die parallelen Fußabdrücke entstanden.
Aber wie wurde daraus eine Felswand? Nach der Dino-Wanderung passierte viele Millionen Jahre offenbar nichts. Das Watt trocknete aus und versteinerte, die Alpen schoben sich in die Höhe und irgendwann wurde daraus eine Felswand in mehr als 2.000 Metern Höhe.
Was passiert jetzt mit den Abdrücken? Die Spuren sollen mit Drohnen und Fernerkundungstechniken ausgewertet werden, da sie zu Fuß nicht zu erreichen sind. Und danach werden sie für weitere Millionen von Jahren unberührt bleiben, bis vielleicht eine andere Spezies sie irgendwann einmal wiederentdecken wird.
Worum geht es? Die Ticket-Preisgestaltung der FIFA für die WM-Endrunde 2026 in Kanada, den USA und Mexiko sorgte bereits kurz nach der Präsentation für teils empörte Reaktionen weltweit. Nun folgen Konsequenzen.
Was war passiert? Der Weltfußballverband hob die Preise massiv an, teilweise um mehr als das Fünffache im Vergleich zur letzten WM in Katar. Nun ruderte die FIFA zurück – jedenfalls ein wenig.
Und zwar? Aus einem Karten-Sonderkontingent für die teilnehmenden Mannschaften wird es für besonders loyale Fans einer Mannschaft Tickets zum Preis von 60 Dollar (ca. 51 Euro) pro Spiel geben, und das von der Vorrunde bis zu einem möglichen Finale.
Wie kommen Fans an die Karten? Die Verteilung dieser "Treue-Tickets" soll über die nationalen Verbände erfolgen.
Wie viele dieser günstigen Karten wird es geben? Jedem Nationalverband stehen für die Spiele seiner Mannschaft acht Prozent der verfügbaren Karten zu. Ein Zehntel dieser acht Prozent werden die günstigen Treue-Tickets sein.
Heißt also? Findet ein Spiel in einem Stadion mit 50.000 Plätzen statt, erhalten die Verbände der dort spielenden Teams jeweils 4.000 Tickets, 400 davon sind besonders günstig.
Wie viel kosten die restlichen Karten? Die Höchstpreise bei den Tickets für die Vorrundenpartien liegen zwischen 430 und 600 Euro. Die teuersten Tickets für das Finale sollen umgerechnet 7.500 Euro kosten. Die WM findet zwischen 11. Juli und 19. Juli 2026 statt.
Worum geht es? Geht es mit der Erderwärmung so weiter wie derzeit, werden bis zum Ende des Jahrhunderts vier von fünf Gletschern auf der Welt verschwunden sein. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die nun in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde.
Wie viele Gletscher gibt es? Aktuell etwa 200.000, so die Studienautoren, darunter auch Wissenschafter der Universität Innsbruck. Wobei dazu kleine Gletscher, die oftmals nicht einmal einen Namen haben, ebenso zählen wie Riesengletscher auf Grönland oder in der Antarktis.
Und wie viele verschwinden pro Jahr? Zwischen 750 und 800, so Studien-Erstautor Lander Van Tricht von der ETH Zürich. Geht die Erderwärmung aber weiter wie bisher, werden es bald zwischen 2.000 und 4.000 pro Jahr sein.
Lässt sich der Schwund noch aufhalten? Zumindest etwas. Wenn die Erderwärmung bei 1,5 Grad gestoppt werden kann – das würde dem Ziel des Pariser Klimaabkommens entsprechen –, dann könnten am Ende des Jahrhunderts noch etwa die Hälfte der derzeit bestehenden Gletscher vorhanden sein.
Aber? Die Erderwärmung liegt beim derzeitigen CO2-Ausstoß der Menschheit eher bei 2,7 Grad. Und die jüngst beschlossenen weiteren Aufweichungen der diversen Klimaziele lassen noch Schlimmeres befürchten.
Was ist das Worst-Case-Szenario? Bei einer Klimaerwärmung von 4 Grad würde im Jahr 2100 nur mehr jeder zehnte Gletscher von heute noch bestehen, alle anderen wären verschwunden.
Worum geht es? Vor einem Jahr floh der Assad-Clan, der Syrien zuvor 53 Jahre lang beherrscht und unterjocht hatte, nach Moskau. Nun berichtet der britische Guardian über das neue Leben des Ex-Diktators im russischen Exil.
Wie leben die Assads in Moskau? Sehr zurückgezogen, aber sehr luxuriös. Laut den Quellen der Zeitung lebt der ehemalige Herrscher-Clan in einer geschlossenen Wohnanlage westlich von Moskau. Dort soll auch der russlandtreue, 2014 gestürzte ukrainische Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch wohnen.
Was macht der Diktator heute? "Er lernt Russisch und frischt seine Kenntnisse in Augenheilkunde auf", so eine Quelle gegenüber dem "Guardian". Der gelernte Augenarzt plane möglicherweise, wieder in seinem alten Beruf zu arbeiten.
Hat er das denn nötig? Vermutlich nicht, Assad soll vor seiner Flucht mehrere Milliarden Dollar ins Ausland gebracht haben. Selbst wenn Russland einen fürstlichen Obulus dafür kassiert, dass der Ex-Diktator mit seiner Familie unbehelligt dort leben darf, sollte genügend Geld da sein.
Hat der Diktator noch Kontakt zu Putin? Laut dem Guardian nicht. "Putin hat wenig Geduld mit Staatschefs, die ihre Macht verlieren, und Assad wird nicht mehr als einflussreiche Persönlichkeit oder gar als interessanter Gast für ein Abendessen angesehen", so eine Quelle aus dem Kreml.
Worum geht es? Bislang hat der E-Auto-Hersteller Tesla seine autonom betriebenen Taxis nur mit einem "Sicherheitsfahrer" auf dem Beifahrersitz auf die Straße geschickt. Nun geht man einen Schritt weiter.
Was ist neu? Seit vergangenem Wochenende sind die Fahrzeuge erstmals ohne Sicherheitsfahrer unterwegs – allerdings auch ohne Fahrgäste. Tesla-Boss Elon Musk bestätigte einen entsprechenden Bericht auf seiner Plattform X.
Wo findet der Test statt? In der texanischen Hauptstadt Austin, wo sich auch das Hauptquartier von Tesla befindet.
Was ist der Zweck? Dazu gibt es keine klare Aussage. Aber es wird spekuliert, dass damit der Einsatz von wirklich autonom fahrenden Taxis simuliert werden soll.
Sind nicht schon längst autonome Tesla-Taxis im Einsatz? Ja, aber nur im kleinen Rahmen – aktuell sollen es 31 Autos sein, die ohne Fahrer durch Austin kurven. Und das eben auch nur mit Sicherheitsfahrern auf dem Beifahrersitz, die im Notfall die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen sollen.
Weshalb die Vorsicht? Laut Spiegel setzt Musk auf Kameras und KI, um die Wagen autonom agieren zu lassen, verzichtet aber auf Sensoren zur Wahrnehmung aller Vorgänge im Verkehrsbetrieb. Teslas Konkurrenz sei da schon weiter, unterstützt von teuren Sensoren.
Wer betreibt noch fahrerlose Taxis? Vor allem der Anbieter Waymo aus dem Google-Konzern Alphabet. Dort lässt man mehr als 3.000 fahrerlose Elektroautos in fünf US-Städten fahren. 2025 wurden bereits über 14 Millionen Fahrten mit Waymo zurückgelegt, nächstes Jahr soll der Betrieb auf 20 weitere Städte ausgedehnt werden, darunter auch London und Tokio.
Worum geht es? Alljährlich berechnet der Internationale Währungsfonds IWF den Wohlstand seiner Mitgliedsländer. Die jüngste Statistik zum Thema brachte einige Überraschungen mit sich.
Nämlich? Einerseits gibt es mit Liechtenstein einen neuen Top-Platzierten. Andererseits stieg Österreich erstmals seit langem aus den Top 20 ab.
Was wird hier gemessen? Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) eines Staates, hochgerechnet auf die Anzahl seiner Bewohner sowie die jeweiligen Lebenshaltungskosten. Das nennt sich kaufkraftbereinigtes BIP pro Kopf.
Warum das? Es gilt als verlässlicherer Gradmesser für den Reichtum eines Landes als das reine BIP, weil es etwas darüber aussagt, auf wie viele Menschen die Wirtschaftskraft eines Landes verteilt ist.
Liechtenstein also? Ja, der Zwergstaat zwischen Österreich und der Schweiz ist erst im Herbst 2024 dem IWF beigetreten und eroberte auf Anhieb die Spitzenposition - und das mit komfortablem Vorsprung. Laut den Berechnungen beträgt das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf bei unseren Nachbarn 201.112,27 Dollar (ca. 171.312 Euro).
Wer folgt dahinter? Auf Platz 2 liegt Singapur mit 156.969,07 Dollar, auf Platz 3 Luxemburg mit 152.294,65 Dollar.
Und Österreich? Lag in der Vergangenheit sehr stabil in den Top 20 dieser Liste, ist aber im aktuellen Ranking abgestiegen. Wir liegen aktuell auf Platz 21 mit einem Pro-Kopf-BIP von 74.850 Dollar (ca. 63.760 Euro) vor Schweden und Deutschland.