Worum geht es? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. In Zukunft soll für touristische Besucher Eintritt verlangt werden.
Warum? Der Grund dafür sind die hohen Kosten für Erhaltung, Sicherheit und Organisation: 16 Millionen Euro pro Jahr im Betrieb.
Wie viele Besucher kommen? Jährlich besuchen etwa 6 Millionen Menschen den Dom. Rund 99 Prozent davon sind Touristen.
Müssen alle zahlen? Nein, für Gottesdienste und für Menschen, die zum Gebet kommen, soll der Eintritt weiterhin kostenlos bleiben.
Wie hoch wird der Eintritt? Der genaue Preis ist noch nicht festgelegt. Aber ab der zweiten Hälfte 2026 soll es losgehen.
Warum soll ich mir das anschauen? Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten und bedeutendsten Kirchen Europas. Der Bau begann bereits im Jahr 1248 und wurde erst 1880 fertiggestellt.
Womit fällt er auf? Durch die zwei riesigen Türme, die etwa 157 Meter hoch sind. Damit war der Kölner Dom zeitweise sogar das höchste Gebäude der Welt. Die Besichtigung von außen bleibt weiter gratis.
Worum geht es? Falls Sie in Österreichs Urlaubsgebieten bald Kennzeichen sehen, die mit VIL (Bad Vilbel) oder ATT (Attendorn) oder WV (Westoverledingen) beginnen, wundern Sie sich nicht: Das hat alles seine Ordnung.
Nämlich? Der deutsche Bundesrat macht heute, Freitag, mutmaßlich den Weg dafür frei, dass in Deutschland bis zu etwa 320 neue Kfz‑Kennzeichen eingeführt werden.
Wer darf ran? Städten und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern soll die Möglichkeit gegeben werden, ein eigenes Ortskennzeichen auf dem Nummernschild zu bekommen.
Wie viele betrifft das? Es könnten rund 320 neue Kennzeichenkürzel entstehen, die es bis jetzt nicht gibt.
Warum? "Schuld" ist ein Projekt von Touristik-Professor Ralf Bochert an der Hochschule Heilbronn. Die Idee dahinter: Kfz-Schilder seien ein wirksames Werkzeug für das Stadtmarketing und würden die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken.
Wie sieht das die Politik? "Kfz-Kennzeichen sind mehr als reine Verwaltungskürzel", sagt der niedersächsische Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). "Ein prägnantes Kennzeichen macht kleinere Orte überregional sichtbarer."
Kommt das fix? Der Beschluss im Bundesrat ist ein wichtiger Schritt, aber noch nicht das endgültige Gesetz. Nächste Instanz ist der Bundestag, der über die Änderung der Fahrzeug‑Zulassungsverordnung entscheiden muss. Dort ist das Kennzeichenwesen geregelt.
Worum geht es? Zugegeben, die Veranstaltung fand vor dem Krieg im Nahen Osten statt, kurvt nun aber in der Welt herum. Das Camel Beauty Show Festival im Sultanat Oman nahm eine unerwartete Wendung.
Was ist passiert? 20 Kamele wurden aus dem Wettbewerb ausgeschlossen, weil sie kosmetische Eingriffe erhalten hatten, um besser auszusehen als die Konkurrenz.
Wie bitte? Diese Schönheitswettbewerbe für Kamele haben in der Golfregion eine lange Tradition. Die Tiere werden anhand von Kriterien wie Körperform, Halslänge, Fell, Kopfform oder Höcker bewertet.
Was war diesmal? In diesem Jahr entdeckten die Untersuchungsteams jedoch bei routinemäßigen Kontrollen, dass zahlreiche Tiere mit verbotenen kosmetischen Mitteln behandelt worden waren.
Was zum Beispiel? Botox‑Injektionen, um Gesichtszüge weicher oder attraktiver wirken zu lassen, Filler, Silikon oder andere Substanzen, um Lippen, Nase oder Höcker zu formen, möglicherweise auch Hormone, die Muskeln betonen sollten.
Warum ist das verboten? Solche Eingriffe verstoßen gegen die Regeln der Wettbewerbe, weil sie nicht natürlichen Eigenschaften entsprechen und unfairen Vorteil verschaffen. Daher wurden alle betreffenden Tiere disqualifiziert.
Wann fand der Wettbewerb statt? Er startete am 8. Februar in Al‑Musannah und war für fünf Tage angesetzt. Auch Sieger wurden gekürt, doch im Skandal um die disqualifizierten Tiere blieben die Schönsten der Schönen in internationalen Medien gänzlich unerwähnt.
Worum geht es? Beim Nationalen Volkskongress in der Volksrepublik China hat die Regierung ein neues Wirtschaftswachstumsziel ausgegeben: Die Wirtschaft soll im Jahr 2026 um zwischen etwa 4,5 und 5 Prozent wachsen.
Warum ist das bemerkenswert? Dieses Wachstumziel ist das niedrigste seit Jahrzehnten – zuletzt gab es ähnlich moderate Ziele Anfang der 1990er‑Jahre.
Was ist das größere Bild? Ein Wachstum von etwa 5 Prozent für China gilt international weiterhin als relativ stark – für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist es jedoch ein deutlich niedrigeres Ziel als in den Boomjahren der Vergangenheit.
Was steckt dahinter? China hat derzeit mehrere wirtschaftliche Herausforderungen: Eine langwierige Immobilienkrise, die Investitionen und Nachfrage bremst. Einen schwachen Inlands‑Konsum und Überproduktion in einigen Industrien, dazu globale Unsicherheiten.
Was ist der Nationale Volkskongress? Die wichtigste jährliche Parlamentssitzung Chinas. Auf ihm legt die Regierung ihre Ziele für Wirtschaft, Haushalt und Sozialpolitik für das kommende Jahr und oft auch für längere Planungszeiträume vor.
Worum geht es? Eine neue Richtlinie der britischen Labour-Regierung zielt darauf ab, Stellenanzeigen inklusiver zu gestalten, um mehr Vielfalt am Arbeitsplatz zu fördern. Sie ist ab sofort gültig.
Was ist die Idee? Arbeitgeber sollen Formulierungen vermeiden, die als stereotypisch männlich wahrgenommen werden, so das Office for Equality and Opportunity.
Zum Beispiel? "Wettbewerbsorientiert“, "ehrgeizig" oder "dominant". Studien haben gezeigt, dass solche Begriffe oft Frauen oder nicht-binäre Personen unbewusst abschrecken, da sie das Gefühl vermitteln, dass nur bestimmte Persönlichkeitsprofile erwünscht sind.
Was ist die Alternative? Die Regierung empfiehlt, neutralere oder positivere Begriffe zu nutzen, die Fähigkeiten und Motivation unabhängig vom Geschlecht betonen, zum Beispiel "teamorientiert", "engagiert" oder "lernbereit".
Ist das jetzt Pflicht? Die neue Empfehlung der britischen Labour‑Regierung ist keine gesetzlich bindende Pflicht, sondern eine Regierungsrichtlinie bzw. Leitlinie für Arbeitgeber, die im Rahmen der Gleichstellungs‑ und Diversity‑Politik herausgegeben wurde.
Gibt es Kritik? Jede Menge. Claire Coutinho, Schattenministerin für Frauen und Gleichstellung, bezeichnete den Rat als "Unsinn" und "herablassendes Kauderwelsch".
Was ist ihr Argument? "Unternehmen zu sagen, dass Frauen die Wörter 'ehrgeizig', 'wettbewerbsorientiert' oder 'unternehmerisch' als zu männlich empfinden, ist ehrlich gesagt eine Beleidigung für Frauen", sagte sie.
Worum geht es? Eine massive Staubfahne aus der Sahara zieht derzeit quer über Europa. Sie erreicht heute, Freitag, Österreich und färbt den Himmel auch am Wochenende teils leicht rötlich, milchig ein.
Was steckt dahinter? Saharastaub ist feiner, mineralischer Staub, der aus der Sahara-Wüste in Nordafrika stammt. Er besteht vor allem aus Sand-, Ton- und Mineralpartikeln, die durch Wind aufgewirbelt werden und dann über große Strecken durch die Atmosphäre transportiert werden.
Was ist die Folge? Der Himmel wirkt manchmal milchig, rötlich oder orange, besonders bei Sonnenauf- oder -untergang. Saharastaub kann sich auf Autos, Terrassen oder Fenstern ablagern. Bei starkem Eintrag kann er Luftqualität und Sicht vorübergehend beeinträchtigen.
Ist er gefährlich? Der Staub ist meist nicht gefährlich für gesunde Menschen, kann aber bei hohen Konzentrationen die Luftqualität verschlechtern.
Gelten Verhaltensregeln? Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Allergien sowie Kinder und ältere Personen sollten sich bei starker Belastung gegebenenfalls schonen oder Aktivitäten im Freien reduzieren.
Worum geht es? Die britische Regierung plant ein neues Pilot‑Programm, bei dem Familien von abgelehnten Asylbewerbern bis zu 45.000 Euro erhalten können, wenn sie freiwillig das Land verlassen.
Wie funktioniert das? Personen, deren Asylantrag abgelehnt wurde, können sich für das Programm melden. Wer innerhalb von 7 Tagen freiwillig ausreist, erhält 11.250 Euro pro Person.
Wer ist betroffen? Es soll zunächst ein Pilotversuch mit etwa 150 Familien geben. Teilnehmen können diejenigen, die kooperieren und innerhalb der Frist ausreisen.
Kann jede Familie mitmachen? Nein, am Donnerstag wurden 150 Familien per Brief über das neue Programm informiert. Das Innenministerium ist bereit, diejenigen, die den Antrag ablehnen, gegebenenfalls zwangsweise abzuschieben, sofern sie aus einem sicheren Land stammen, darunter auch Kinder.
Warum macht die Regierung das? Großbritannien gibt sehr viel Geld für Unterbringung und Unterstützung abgelehnter Asylbewerber aus – durchschnittlich über 170.000 Euro pro Familie und Jahr. Durch die Prämien hofft man, Millionen Pfund pro Jahr einzusparen.
Woher kommt der Plan? Die Idee wurde teilweise von ähnlichen Programmen in Dänemark inspiriert, die dort schon praktiziert werden.
Gibt es keine Kritik? Die Maßnahme ist Teil eines größeren Migrationspakets der Labour‑Regierung, das härtere Regeln und weniger Unterstützung für illegale Migranten vorsieht. Der Vorschlag ist umstritten und hat innerhalb der Labour-Partei und in der Öffentlichkeit Debatten ausgelöst.
Worum geht es? Laut dem World Obesity Atlas 2026 leben aktuell 20,7 % der Kinder und Jugendlichen (5–19 Jahre) weltweit mit Übergewicht oder Adipositas – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu früheren Jahrzehnten.
Wer sagt das? Die Welt-Adipositas-Föderation, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf die Bekämpfung, Prävention und Behandlung von Adipositas konzentriert. Sie ist offizieller Partner der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und vertritt über 80 nationale Verbände.
Was sagen die Zahlen aus? Über 500 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit sind übergewichtig oder adipös, und die Zahl könnte bis 2040 auf rund 507 Millionen steigen, wenn keine wirksamen Maßnahmen ergriffen werden.
Was bedeuten die Begriffe? Als fettleibig gilt jemand, wenn sein BMI (Body-Mass-Index) 30 oder höher ist, und als übergewichtig, wenn er über 25 liegt.
Was erschreckt besonders? Wie früh das beginnt. Weltweit waren 2025 schon etwa 180 Millionen Kinder fettleibig. Die neuen Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass bis 2040 etwa 227 Millionen aller Fünf- bis Sechzehnjährigen fettleibig sein werden.
Gibt es regionale Unterschiede? Die Zahl der betroffenen Kinder konzentriert sich stark in wenigen Ländern: China, Indien und die USA gehören zu den Ländern mit den höchsten absoluten Zahlen. In Indien haben über 40 Millionen Kinder einen hohen BMI (übergewichtig oder adipös).
Was sind die Ursachen? Kalorienreiche, hochverarbeitete Lebensmitteln, geringere körperliche Aktivität und starkes Marketing für ungesunde Produkte.
Was fordert die World Obesity Federation? Ohne politische Gegenmaßnahmen, etwa stärkere Regulation von Junk-Food-Marketing, Zuckersteuern oder Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung, wird diese Entwicklung weiter zunehmen.