Worum geht es? Am 22. Oktober 2023 kam es an Bord einer Maschine der Alaska Air zu einem gefährlichen Zwischenfall. Die Maschine war mit 80 Passagieren auf dem Weg von Everett, Washington, nach San Francisco, Kalifornien.
Was passierte? Ein Pilot außer Dienst flog in seiner Freizeit im Cockpit mit. Plötzlich sagte er zu den Piloten: "Mir geht es nicht gut". Dann versuchte er, mitten in der Luft die Triebwerke abzustellen.
Warum? Er habe psychedelische Pilze genommen und unter Depressionen gelitten, sagte er nun beim Prozess in Oregon. Er sei nach der Einnahme der Drogen nicht mehr in der Lage gewesen, die Realität wahrzunehmen, aber: "Das macht die Sache nicht richtig."
Was passierte an Bord? Der gesamte Vorfall dauerte etwa 90 Sekunden. Ein Pilot musste den Drogensüchtigen niederringen. Danach forderte der Täter die Flugbegleiter auf: "Sie müssen mir sofort Handschellen anlegen, sonst wird es schlimm."
Eine leere Drohung? Nein, später versuchte er, während des Sinkflugs des Flugzeugs nach dem Griff des Notausgangs zu greifen, heißt es in den Gerichts-Dokumenten.
Wie lautete das Urteil? 50 Tage Gefängnis (bereits verbüßt) , fünf Jahre Bewährung, 664 Stunden gemeinnütziger Arbeit – acht Stunden für jede Person, die er gefährdete – und 60.659 Dollar Schadensersatz, berichtet CBS News.
Darf er noch fliegen? Nein, er muss mindestens 7,6 Meter Abstand von einsatzfähigen Jets halten.
Worum geht es? E. Jean Carroll beschuldigt Donald Trump, sie 1995 oder 1996 Jahre in einer Umkleidekabine im Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman an der Fifth Avenue in New York City sexuell missbraucht zu haben.
Zeigte sie Trump sofort an? Nein, die Schriftstellerin erzählte zwei engen Freundinnen davon – Lisa Birnbach und Carol Martin. Beide bestätigten später unter Eid, dass Carroll ihnen den Vorfall damals schilderte.
Wie wurde der Missbrauch öffentlich? Im Juni 2019 publizierte das New York Magazine einen Auszug aus ihrem Buch von Carol "What Do We Need Men For? A Modest Proposal" (Wozu brauchen wir Männer? Ein bescheidener Vorschlag).
Wie reagierte Trump? Mit Spott, er nannte das Opfer eine "Lügnerin", sie sei außerdem "nicht sein Typ". Carroll verklagt ihn kurz darauf wegen Verleumdung.
Was passierte danach? Es kam zu mehreren Prozessen. Im Mai 2023 sprach eine Jury Carroll 5 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu – wegen des sexuellen Missbrauchs und der Verleumdung.
Und dann? Im Jänner 2024 wurden Carroll wegen Trumps fortgesetzte Verleumdungen weitere 83,3 Millionen zugesprochen, 18,3 Mio. für Imageschäden und seelisches Leid, 65 Mio. als Schadenersatz.
Was ist nun neu? Ein Berufungsgericht bestätigt nach dem ersten auch das zweite Urteil. Trump schuldet Carroll insgesamt 88,3 Mio. Dollar. Seine Anwälte wollen den Supreme Court anrufen.
Worum geht es? Der britische Streetart-Künstler Banksy, der seine Identität geheim hält, sorgte mit seinem neuesten Werk am Montag für Aufregung in London.
Warum? Das Wandbild zeigt einen Demonstranten, der mit einem blutbespritzten Plakat am Boden liegt, während ein Richter mit traditioneller Perücke und schwarzer Robe mit einem Hammer auf ihn einschlägt.
Was ist der Hintergrund? Das Kunstwerk nimmt keinen Bezug zu einem bestimmten Anlass. Aktivisten vermuten, es handle sich um Kritik am Verbot der Organisation Palestine Action durch die britische Regierung.
Was ist Palestine Action? Eine britische Organisation, gegründet 2020, unter anderem von Klimaaktivisten. Ziel ist es, die Aktivitäten von Waffenherstellern zu stören, die mit der israelischen Regierung in Verbindung stehen. Sie wirft Israel Völkermord und Apartheid vor.
Wo wurde der neue Banksy angebrach? Am Royal Courts Of Justice in London. Der Künstler kündigte es wie üblich auf seinem Instagram-Account an.
Ist es noch zu sehen? Nicht wirklich. Sicherheitsbeamte bedeckten das Wandgemälde schnell mit schwarzen Plastikfolien und zwei Metallbarrieren. Zwei Beamte und eine Überwachungskamera haben es im Auge.
Mit welcher Begründung? Ein Sprecher des Gerichts sagte, das Kunstwerk sei verhüllt worden, da das Gericht unter Denkmalschutz stehe und man verpflichtet sei, "seinen ursprünglichen Charakter zu bewahren".
Worum geht es? Deutschland arbeitet die Pandemie auf. Am Montag fand die erste Sitzung der "Enquetekommission" statt, die das Parlament im Juli eingesetzt hatte.
Was soll die Kommission tun? Ein Gesamtbild der Pandemie erstellen, Ursachen, Verläufe und Folgen, um für kommende Seuchen besser gerüstet zu sein, so der Spiegel. Ein Abschlussbericht soll bis Ende Juni 2027 vorliege. 14 Abgeordnete und Sachverständige sind beteiligt.
Ist Corona noch ein Thema? Es kehrte am Montag in das Gesichtsfeld der Politik zurück. Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) wurde positiv auf das Virus getestet und begab sich in Heim-Isolation – zumindest bis Mittwoch.
Wäre sie in der Kommission gesessen? Nein, aber sie nutzte die eigene Erkrankung für einen Appell: "Wer Anzeichen einer Infektion spürt, sollte zu Hause bleiben – das gilt für Corona genauso wie für Grippe."
Worum geht es? Es kam wie es kommen musste: Am Montag verlor Frankreichs Premierminister François Bayrou die Vertrauensabstimmung in der Nationalversammlung.
Wie ging die Abstimmung aus? Deutlich gegen ihn, 364 gegen 194 Stimmen.
Was ist die Folge? Bayrou kündigte für den 9. September offiziell seinen Rücktritt an. Die Regierung bleibt geschäftsführend im Amt bis die Nachfolge geregelt ist. Es ist auch eine Schlappe für Präsident Emmanuel Macron
Warum? Er hatte vorzeitige Wahlen vom Zaun gebrochen, die im Sommer 2024 zu einer Hängepartie führten: Kein Lager erzielte eine klare Mehrheit. Die linke Allianz "Nouveau Front populaire" (NFP) wurde mit 193 Sitzen stärkste Gruppe, dicht gefolgt von Macrons "Ensemble" mit 166 Sitzen – der rechtsextreme "Rassemblement National" (RN) kam auf 142 Sitze.
Was war die Folge? Der Job des Premierministers wurde zum Schleudersitz. Zunächst scheiterte die Regierung von Michel Barnier (September–Dezember 2024), nun die von François Bayrou (seit Dezember 2024).
Was ist die Ursache? Frankreich ist finanziell schwer angeschlagen. Im ersten Quartal 2025 lag die Staatsverschuldung bei rund 113,9 % des BIP (Österreich 81,8 %). In absoluten Zahlen hat Frankreich mit rund 3.300 Milliarden Euro den höchsten Schuldenberg im Euro-Raum angehäuft.
Was hat das mit dem Rücktritt zu tun? Bayrou wollte ein Sparprogramm von 43,8 Milliarden Euro durchdrücken, auch zwei gesetzliche Feiertage (Ostermontag, 8. Mai) sollten gestrichen werden.
Was passiert nun? Die politische Instabilität nimmt weiter zu. Wirtschaftsanalysten warnen vor steigenden Zinskosten, wachsenden Protesten und einem drohenden Rückgang der Bonität Frankreichs. Dazu: Der Präsident ist politisch angeschlagen. Regulär wählt Frankreich 2027.
Worum geht es? In den sozialen Medien tauchte ein Video auf. Es zeigt den früheren US-Präsidenten Joe Biden am Labor-Day-Wochenende vor einer Kirche in Delaware mit einer Kopfverletzung.
Was ist der Hintergrund? Biden sei kürzlich operiert worden, um Hautkrebsläsionen von seiner Stirn zu entfernen, bestätigte seine Sprecherin Kelly Scully am Donnerstag. Nähere Details nannte sie nicht.
Warum ist das relevant? Der 82-Jährige musste im Vorjahr aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft aussteigen, weil er kränklich wirkte und desorientiert war. Im Mai wurde bekannt, dass bei Biden eine aggressive Form von Prostatakrebs diagnostiziert wurde.
Wie werden Läsionen entfernt? Via Mohs-Chirurgie (oder mikrografische Chirurgie). Dabei werden dünne Hautschichten weggeschnitten und dann jede auf Krebs untersucht. Der Prozess wird so lange fortgesetzt, bis keine Anzeichen von Krebs mehr vorhanden sind.
Worum geht es? Am Donnerstag hatte der französische Präsident Emmanuel Macron verkündet: 26 Länder hätten sich formell dazu verpflichtet, Truppen "zu Land, zu Wasser oder aus der Luft" in die Ukraine zu entsenden, sobald die Kämpfe beendet seien.
Um welche Länder handelt es sich? Das wurde offiziell nicht bekanntgegeben. Die USA sollen dabei sein, aber bestätigt ist das nicht. Die Gruppe nennt sich "Koalition der Willigen".
Was sollen die Truppen tun? Die sogenannte "Rückversicherungstruppe“ in der Ukraine soll einen Tag nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands stationiert werden und für Sicherheit sorgen.
Wie reagierte Putin? Er lehnte die Pläne am Freitag als "inakzeptabel" ab und drohte. Alle in die Ukraine entsandten Truppen seien "legitime Ziele". Insbesondere wenn sie jetzt auftauchen würden. Für eine sofortige Entsendung gibt es allerdings keine Pläne.
Wie steht es um die Friedensbemühungen? Es herrscht Stillstand. Putin sagte am Freitag, er sei zu Kontakten mit dem ukrainischen Präsidenten bereit, "aber ich sehe darin keinen großen Sinn. Warum? Weil es nahezu unmöglich ist, mit der ukrainischen Seite in Schlüsselfragen eine Einigung zu erzielen."
Worum geht es? Der US-Autobauer Tesla strauchelt derzeit bei den Verkäufen. Nun will das Unternehmen das Steuer herumreißen und bietet Gründer Elon Musk die bisher höchste Prämie der Geschichte an: 1 Billion US-Dollar, berichtet die BBC.
Was muss er dafür tun? Erfolgreich sein. Die Auszahlung ist an ehrgeizige Ergebnisziele gekoppelt. Musk muss den Wert von Tesla verachtfachen, eine Million Roboter mit künstlicher Intelligenz verkaufen, weitere 12 Millionen Tesla-Autos verkaufen.
Ist der Deal schon fix? Nein, der Vorstand des Unternehmens hat die Investoren dazu aufgefordert, für das Paket zu stimmen. Es soll kein Bargeld fließen, es handelt sich um Aktienpakete.
Wie erhält Musk die Prämie? In zwölf Tranchen, die an zwölf Marktmeilensteine geknüpft sind. Der erste Meilenstein ist die Verdoppelung des Marktwerts von Tesla auf zwei Billionen Dollar. Am Ende sollen es 8,5 Billionen US-Dollar sein.
Braucht Musk das Geld? Bedingt! Mit aktuell 436 Milliarden Dollar ist der Ex-Buddy von Donald Trump laut Forbes schon jetzt der reichste Mensch der Welt. Im vergangenen Monat hat er Aktien im Wert von 29 Milliarden Dollar zugesprochen bekommen.