Worum geht es? Um einen der eher größeren Rückrufaktionen in den USA. Er betrifft 31 Bundesstaaten plus Puerto Rico und Supermarktketten wie Aldi, Target und Walmart. Es geht um 260.000 Kartons Käse.
Was ist passiert? Das in New Jersey ansässige Vertriebsunternehmens Ambriola Company verlautbarte, dass es einige seiner Produkte zurückrufe müsse, nachdem "Routinetests das Vorhandensein von Listerien bestätigt haben."
Folgte auch eine offizielle Warnung? Ja, von der Food and Drug Administration, der US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit. Sie warnte, das der Konsum des Produkts "vorübergehende oder medizinisch reversible negative gesundheitliche Folgen" haben kann.
Was ist das "Produkt"? Der Rückruf betrifft eine Vielzahl von Käseprodukten, darunter Käse nach italienischer Art, Pizzakäse, Mozzarella, Mozzarella und Provolone sowie Mozzarella und Parmesan. Betroffen ist der Hersteller Great Lakes Cheese Co., ein Hersteller mit Sitz in Hiram, Ohio.
Wen hat es am schlimmsten erwischt? Den größten Teil des Rückrufs betrifft geriebenen Mozzarella mit niedrigem Feuchtigkeitsgehalt und teilentrahmter Masse. 235.789 Packungen werden zurückgerufen.
Wie ist das im Detail? Zurückgerufen werden 15.490 Kisten geriebener Käse nach italienischer Art. 4.298 Kisten mit geriebenem Käse in Pizza-Qualität. 4.131 Kisten geriebener Mozzarella und Provolone. 1.900 Kartons Happy Farms by Aldi geriebener Käse nach italienischer Art. 1.850 Kisten Good & Gather Mozzarella & Parmesan geriebener Käsemischung. 117 Kisten Food Club fein geriebene Vier-Käse-Mischung im Pizza-Stil.
Worum geht es? Am Mittwoch präsentierte Staatssekretär Sepp Schellhorn seinen Plan zur Entbürokratisierung, er umfasst 113 Punkte. einen Tag später zog Deutschland nach. Mit der "föderalen Modernisierungsagenda".
Was ist denn das Schickes? Die 16 Ministerpräsidenten haben sich auf einen Plan verständigt. Er soll die Zusammenarbeit der Länder sowie die Prozesse mit dem Bund vereinfachen – und damit auch das Leben der Bürger, so die Süddeutsche Zeitung.
Was ist damit gemeint? 200 Maßnahmen sollen Bürokratie abbauen, Verfahren digitalisieren und Strukturen effizienter machen.
Gibt es weitere Parallelen? Ja, auch hier wird eher an den kleinen Schrauben gedreht. Es soll etwa eine "Erleichterung der allgemeinen Zierpflanzenerhebung" geben. Der Personalausweis soll ab dem 70. Lebensjahr künftig unbefristete Gültigkeit besitzen.
Was ist der Unterschied? In Deutschland packt man auch das Finanzamt an. Steuererklärungen sollen einfach werden. Formulare werden vorausgefüllt (einiges davon gibt es bei uns schon).
Gibt es auch irgendwas mit Autos? Ja, die digitale An-, Ab- und Ummeldung von Autos soll künftig komplett beim Bund gebündelt werden.
Worum geht es? Das deutsche Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche soll Fördergelder an ein Start-up vergeben haben. Reiches Lebenspartner ist daran beteiligt.
Von wem reden wir hier konkret? Reiche (hausinterner Spitzname laut Süddeutscher Zeitung "Eisprinzessin") ist Ministerin für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merz. Ihr Lebenspartner ist der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Spitzname "Märchenprinz").
Um welche Förderung geht es? Laut einer Recherche des "Spiegel" soll das Unternehmen GovRadar 287.236 Euro aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) erhalten.
Was ist daran ungewöhnlich? Ein Prozent der Firma gehört laut "Spiegel" seit 2023 Karl-Theodor zu Guttenberg. Und ZIM zum Ministerium von Reiche. Der (implizierte) Vorwurf: Hier werden berufliche und private Interessen gemischt.
Ist das so? Das Ministerium nennt die Vorwürfe "abwegig". Das Haus und die Ministerin im Speziellen seit zu keiner Zeit in die Vergabe von Fördergeldern involviert.
Was macht GovRadar überhaupt? Die Firma arbeitet an IT-Lösungen für eine bürokratieärmere Beschaffung von Rüstungsgütern. Das wird in nächster Zeit wohl noch ein größeres Thema. Auch Gutenberg dementiert eine Verquickung.
Ist das Geld schon ausgezahlt? Nein, es soll im Jänner kommen.
Worum geht es? Am Donnerstag traf sich die European Broadcasting Union (EBU) zu ihrer Generalversammlung in Genf, um über die Teilnahme Israels am ESC 2026 zu beraten. Ergebnis: Israel darf in Wien starten.
Wie kam das Ergebnis zustande? Über einen Umweg. Statt einer direkten Abstimmung über die Teilnahme beschloss die EBU — nach einem Änderungsantrag — neue Regelungen für den Wettbewerb (unter anderem strengere Regeln für Transparenz und Stimmenabgabe).
Was hat das mit Israel zu tun? Alle Mitglieds‑Sender, die sich bereit erklärten, sich an die neuen Regeln zu halten, sind damit zur Teilnahme berechtigt. Sie können teilnehmen, müssen sich aber extra dazu bereit erklären. Israel aber ist damit fix dabei.
Was war die Reaktion? Sofort nach der Entscheidung kündigten mehrere Länder ihren Rückzug vom ESC 2026 an — als Protest gegen die Teilnahme Israels. Unter ihnen: RTVE (Spanien), RTÉ (Irland), AVROTROS (Niederlande), RTV SLO (Slowenien).
Wird es dabei bleiben? Muss nicht sein. Die Länder haben bis 10. Dezember Zeit, dann müssen sie mitteilen, ob sie in Wien mitmachen oder nicht.
Was ist der Hintergrund? Die Debatte über Israel war während des Gaza-Krieges ausgebrochen. Alle Länder, die nun absagten, nannten die Vorgangsweise Israels als Grund.
Was sagt die EBU? Sie betonte, dass der ESC unpolitisch bleiben solle — also alle Länder, die sich an die Regeln halten, grundsätzlich teilnehmen dürfen. Ausschlüsse auf Grundlage politischer Konflikte widersprächen der Idee eines offenen, kulturellen Wettbewerb.
Wie verhielt sich Österreich? Der ORF trat, unterstützt auch von der Politik, immer für die Teilnahme Israels ein.
Worum geht es? US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch an, die Verbrauchs- und Effizienzvorgaben für benzinbetriebene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge deutlich zu lockern. Er bremst damit die Klimagesetze von Vorgänger Joe Biden aus.
Was heißt das konkret? Das Ziel für den durchschnittlichen Verbrauch soll bis 2031 von etwa 50 Meilen pro Gallone (rund 4,7 Liter auf 100 Kilometer) auf 34,5 Meilen pro Gallone (6,8 Liter/100 km) abgesenkt werden.
Was folgt daraus? Die Vorschriften, die zuletzt darauf zielten, die Autoindustrie stärker in Richtung emissionsärmerer oder elektrischer Fahrzeuge zu lenken (z. B. durch strengere Verbrauchs- und Abgasnormen sowie Förderung von E-Autos), werden damit zurückgenommen.
Wo verkündete Trump das? Umgeben von Führungskräften großer Automobilhersteller im Oval Office des Weißen Hauses.
Was verspricht Trump? Die Änderungen würden den Amerikanern über fünf Jahre 109 Milliarden Dollar einsparen und den durchschnittlichen Preis eines Neuwagens um 1.000 Dollar senken.
Wer ist der Verlierer? Das Klima! Der Verkehrssektor ist in den Vereinigten Staaten der größte Verursacher von Treibhausgasen. Weniger strenge Vorschriften in den USA könnten globale Klimabilanzen und internationale Abkommen schwächen.
Worum geht es? In einem Beitrag auf Truth Social am Dienstagabend erklärte Donald Trump alle Unterschriften, die sein Vorgänger Joe Biden mit einem Autopen erstellt hatte, für ungültig.
Was schrieb er genau? "Alle Dokumente, Proklamationen, Erlässe, Memoranden oder Verträge, die auf Anordnung der inzwischen berüchtigten und nicht autorisierten 'AUTOPEN'-Einheit innerhalb der Regierung von Joseph R. Biden Jr. unterzeichnet wurden, sind hiermit null und nichtig und haben keine weitere Gültigkeit oder Wirkung."
Ist der Vorwurf neu? Nein, Trump hat ihn wiederholt vorgebracht, immer in den sozialen Medien. Vergangene Woche behauptete er, Biden habe 92 Prozent aller Dokumente mit einem Autopen unterschrieben. Rechtliche Konsequenzen hatte das nie. Die Verfassung sieht das auch nicht vor.
Was ist ein Autopen? Ein Unterschriftenautomat, also eine Maschine, die automatisch Signaturen erstellt. Sie ahmt die Schriftführung eines Menschen nach. So sieht sie übrigens aus.
Warum wird so etwas benutzt? Weil US-Präsidenten Tonnen von Papier zu unterschreiben haben. Also darf die Maschine ran.
Wie lange gibt es das schon? Das Gerät wurde vor fast 100 Jahren entwickelt. US-Präsident Harry Truman (1884–1972), der von 1945 bis 1953 die USA regierte, soll der Erste gewesen sein, der den Autopen verwendete.
Warum ist das nun brisant? Weil Trump seinem Vorgänger vorwirft, auch Begnadigungen mit dem Autopen unterschrieben zu haben. Bestätigung dafür gibt es keine.
Wie beschämt Trump Biden? Auf dem "Presidential Walk of Fame" des Weißen Hauses hängt anstelle des Porträts von Ex-Präsident Biden das Foto eines Autopen, flankiert von zwei Porträts von Präsident Trump.
Worum geht es? Um eine üble Weihnachts-Tradition, die sich heuer aber verfrüht einstellt. In den USA sind Infektionen mit Noroviren, die extremes Erbrechen verursachen, wieder auf dem Vormarsch.
Was heißt das in Zahlen? Laut neuen Daten der Centers for Disease Control and Prevention haben sich die Fälle in den letzten Wochen verdoppelt. Etwa 14 Prozent der Tests auf Norovirus fielen in der Woche vom 15. November positiv aus.
Warum ist das ungewöhnlich? Das hoch ansteckende Norovirus, das auch "Winter-Brechdurchfall-Krankheit" genannt wird, ist laut CDC Wochen früher als erwartet aufgetreten.
Wie war das im Vorjahr? Der Dezember 2024 war ein Rekordmonat für Norovirus-Fälle, die Testpositivitätsrate erreichte fast 25 Prozent.
Was sind Noroviren? Eine Infektion, die Entzündung des Magens und des Darms führen zu extremen Fällen von Erbrechen und Durchfall. Ausbrüche können alle Altersgruppen betreffen. Laut Scientific American infizieren sich jährlich etwa 20 Millionen Menschen mit dem Norovirus.
Wie steckt man sich an? Das Virus wird typischerweise fäkal-oral übertragen. Das bedeutet, man wird etwas angefasst haben, das kontaminiert war. Das Virus kann mehrere Tage oder Wochen lang im Körper verbleiben.
Worum geht es? Fünf Stunden lang besprach sich eine US-Delegation, angeführt vom Sondergesandten Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner, am Montag mit Wladimir Putin im Kreml. Ohne Ergebnis.
Was war das Ziel? Die USA, die Ukraine und die EU hatten sich in der Schweiz auf einen "Friedensplan" geeinigt, der 19 Punkte umfasste. Er modifizierte den 28-Punkte-Plan, den die USA zuvor mit Russland ausgehandelt hatten.
Aber? Ein Sprecher des Kremls bezeichnete die Verhandlungen als "konstruktiv", es habe aber keinen Kompromiss über die besetzten Gebiete gegeben.
Heißt? Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt einige US-Vorschläge zur Beendigung des Krieges in der Ukraine an und lehnt andere ab. Russland sei bereit, sich so oft wie nötig mit den US-Unterhändlern zu treffen, um eine Einigung zu erzielen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
Wie geht es nun weiter? Die USA verhandeln weiter. Eine schnelle Lösung scheint allerdings unwahrscheinlich. Die Blockade bei den Kernfragen (besetzte Gebiete, Rückzug, Souveränität der Ukraine) deutet darauf hin, dass vorerst keine Einigung in Reichweite ist.