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14. Januar 2026

Luxus-Kaufhaus pleite Saks Global fehlen bis 10 Milliarden

Worum geht es? Saks Global, die Muttergesellschaft des Luxus-Kaufhauskonzerns Saks Fifth Avenue, Neiman Marcus und Bergdorf Goodman, hat schriftlich Insolvenz nach Chapter 11 im US-Insolvenzgericht in Texas angemeldet.

Was heißt das? Es handelt sich um ein Verfahren zur operativen Sanierung unter Gerichtsschutz. Die Saks Global-Shops bleiben geöffnet. Die Firma plant, unter Insolvenzschutz weiterzulaufen.

Was ist der Hintergrund? Eine anhaltende Überschuldung, vor allem wegen der teuren Übernahme von Neiman Marcus im Jahr 2024, die das Unternehmen stark mit Schulden belastete.

Wie hoch sind die Schulden? Saks Global hat in den Chapter-11-Gerichtsdokumenten angegeben, dass die Gesamtverbindlichkeiten  in einer sehr breiten Spanne zwischen rund 1 Milliarde US-Dollar und 10 Milliarden Dollar liegen.

Was ist Saks Global? Eine Holdinggesellschaft, die mehrere bekannte Kaufhaus- und Luxusmarken unter einem Dach vereint, etwa Saks Fifth Avenue und Neiman Marcus (High-End-Kaufhäuser), Bergdorf Goodman (exklusive Boutique-Kaufhäuser) oder Saks OFF 5TH (Outlet).

Wie viele Filialen gibt es? Über 180 in den USA.

Bei wem steht Saks in der Kreide? Die 30 größten ungesicherten Gläubiger erheben zusammen Forderungen in Höhe von etwa 712 Millionen Dollar. Chanel etwa will 136 Millionen Dollar, Kering 60 Millionen Dollar, LVMH 26 Millionen Dollar.

Weitere Meldungen

ICE-Todesschuss legal? Laut Justiz kein Grund für Ermittlung

Worum geht es? Am 7. Jänner schoss ein Agent des U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) in Minneapolis, Minnesota, auf eine 37-jährige Frau, Mutter von drei Kindern. Sie starb später im Krankenhaus.

Was ist der Hintergrund? Die tödlichen Schüsse fielen während einer größeren Bundes-Immigrationsoperation („Crackdown“) in Minneapolis, bei der Hunderte von ICE- und Bundesbeamten eingesetzt wurden.

Was passierte dabei? ICE und das Heimatschutzministerium (DHS) behaupten, der Agent habe aus Selbstverteidigung gehandelt, nachdem die Frau im SUV angeblich versucht habe, Sicherheitskräfte zu überfahren.

War das so? Unabhängige Videoauszüge und Zeugenaussagen sowie lokale Beamte bestreiten die Selbstverteidigungs-Darstellung der Regierung. Die Frau wollte wegfahren und hatte die Räder bereits quergestellt, als die Schüsse fielen.

Wird nun ermittelt? Eher nicht. Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche sagte, es gebe "derzeit keine Grundlage für eine strafrechtliche Untersuchung wegen Verletzung der Bürgerrechte" im Zusammenhang mit der Tötung.

Warum ist das besonders brisant? Der Schritt fällt zeitlich mit dem Rücktritt von mindestens sechs Staatsanwälten im Büro des US-Staatsanwalts in Minnesota zusammen, die Bedenken hinsichtlich der Art und Weise der Ermittlungsführung geäußert haben.

Trump zeigt Stinkefinger "Fuck you" Richtung Ford-Arbeiter

Worum geht es? Bei einem Besuch in einem Ford-Werk in Dearborn bei Detroit/Michigan entstand ein sehr spezielles Video. Es zeigt, wie Donald Trump einem Arbeiter den Mittelfinger entgegenstreckt und "Fuck you" artikuliert.

Warum? Der US-Präsident reagierte offenbar auf einen Zwischenruf eines Mitarbeiters, der ihn als "Beschützer von Pädophilen" bezeichnete, eine Anspielung auf den Umgang mit Akten zur Jeffrey-Epstein-Affäre.

Woher weiß man das? Die Szene stammt aus einer Handyaufnahme/Aufnahme des Online-Portals TMZ, die sich schnell online verbreitet.

Was passierte mit dem Arbeiter? Laut mehreren US-Medienberichten handelt es sich einen 40-jährigen Mann, er ist Mitglied der United Auto Workers. Nach dem Zwischenruf wurde er vorübergehend vom Dienst suspendiert.

Bereut er den Vorfall? Nein.

Was sagt das Weiße Haus? Ein Sprecher bezeichnete Trumps Geste als "angemessen und unmissverständlich".

FBI bei Reporterin Wohnung durchsucht, Laptops abgenommen

Worum geht es? Am Mittwoch durchsuchte das FBI die Wohnung der Washington Post-Journalistin Hannah Natanson in Virginia. Dabei wurden mehrere elektronische Geräte — darunter Telefon, zwei Laptops und eine Smartwatch — beschlagnahmt.

Warum ist das ungewöhnlich? Die Durchsuchung der Wohnung eines Journalisten ist ein außergewöhnlicher Schritt – selbst frühere Regierungen, die bei Ermittlungen zu Leaks aggressiv vorgingen, schreckten davor zurück.

Was ist der Hintergrund? Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit Ermittlung gegen einen US-Regierungsauftragnehmer, der beschuldigt wird, geheime Dokumente ohne Erlaubnis mit nach Hause genommen zu haben.

Wieso ist das heikel? Natanson berichtet vor allem über die US-Bundesverwaltung und die Trump-Regierung. Sie gehörte zum Team von Journalisten der "Post", das für seine Berichterstattung über den Aufstand vom 6. Januar mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurde.

Was sagt das FBI? Nach Angaben der Behörde war Natanson nicht das Ziel der Ermittlungen, sondern lediglich mit der Untersuchung verbunden, weil sie möglicherweise von dem Leck erfahren oder darüber berichtet haben könnte.

Wie reagiert die Washington Post? Eher zurückhaltend. "Wir stehen in engem Kontakt mit Hannah, den Behörden und unserem Rechtsbeistand und werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr erfahren", schrieb der leitende Redakteur Matt Murray.

Wie reagierten Branchenvertreter? Presse- und Meinungsfreiheitsorganisationen sowie Medienvertreter haben die Aktion als besorgniserregend für die Unabhängigkeit des Journalismus und den Schutz von Quellen kritisiert.

Und die Trump-Regierung? US-Justizministerin Pam Bondi erklärte, die Maßnahme sei Teil einer "Null-Toleranz-Politik" gegenüber illegalen Leaks von geheimen Informationen.

Gipfel über Grönland Auch US-Vizepräsident Vance dabei

Worum geht es? Die USA wollen Grönland übernehmen, Donald Trump hat das mehrfach betont. Heute, Mittwoch, kommt es zu einem Gipfelgespräch dazu im Weißen Haus.

Wer ist dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, reisen nach Washington D.C. An den Gesprächen nehmen auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio teil.

Von wem ging die Initiative aus? Von Dänemark und Grönland.

Was ist der Hintergrund? Nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela hatte Trump Grönland als eines seiner nächsten Ziele angegeben. "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen", hatte er vergangene Woche gesagt.

Wollen die USA in Grönland einmarschieren? Das würde zum Zerfall der NATO führen, sowohl Grönland als auch Dänemark sind Mitglied des Verteidigungsbündnisses. Das Säbelrasseln dient aber wohl vorrangig der Beschleunigung einer anderen Idee.

Nämlich? Den USA schwebt eher ein Kauf Grönlands vor. Das habe Außenminister Rubio zuletzt in einer vertraulichen Sitzung auch US-Abgeordneten gesagt, berichtete das Wall Street Journal.

Was ist nun der Sinn des Meetings? Es soll den Dialog zwischen den USA, Dänemark und Grönland verbessern und auf eine sachliche Ebene führen.

KI-Pakt über 1 Milliarde Google soll iPhones schlauer machen

Worum geht es? Apple und Google haben am Dienstag den Abschluss einer KI-Partnerschaft bekannt gegeben. Dabei will Apple künftig KI-Modelle von Google (die Gemini-Familie) nutzen, um seine eigenen KI-Funktionen zu stärken.

Was bedeutet das? Apple nimmt Gemini-Modelle und Google-Cloud-Technologie als Grundlage für die nächsten KI-Versionen von Siri und weiteren KI-Features auf iPhone, iPad und Mac.

Warum ist das relevant? Apple setzt damit auf externe KI-Technologie eines direkten Konkurrenten, um im KI-Wettlauf nicht zurückzufallen – insbesondere, weil Siri gegenüber Konkurrenz-Assistenten wie ChatGPT & Co. bislang technisch hinterherhinkt.

Was lässt sich Apple das kosten? Die Rede ist von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Wie lange läuft der Pakt? Die Partnerschaft geht über mehrere Jahre, eine genaue Laufzeit wurde nicht offiziell mitgeteilt.

Was bedeutet das für Kunden? Siri wird deutlich schlauer. Das Sprachverständnis soll sich verbessern (auch bei längeren, komplexen Sätzen) und Siri merkt sich, worum es gerade geht.

Und am Handy? Erwartet werden für iPhone, iPad und Mac Text-Zusammenfassungen (Mails, Notizen, Webseiten), Text- und Bildgenerierung, intelligentere Foto-Suche ("Zeig mir Bilder vom Urlaub mit Paul"), Hilfe beim Schreiben von Mails, Nachrichten, Dokumenten.

Soldat als China-Spion Matrose hatte Zugang zu Geheimdaten

Worum geht es? Ein 25‑jähriger ehemaliger Matrose der US‑Navy, der auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Essex in San Diego stationiert war, wurde wegen Spionage nun zu 200 Monaten Haft verurteilt.

Wieso war das heikel? Jinchao "Patrick" W. besaß eine US-Sicherheitsfreigabe und hatte Zugang zu sensiblen nationalen Verteidigungsdetails über die Waffensysteme, den Antrieb und die Entsalzungsanlage des Schiffes.

Was ist der Hintergrund? Der Ex-Matrose war im Februar 2022 von einem vermeintlichen "Marine‑Enthusiasten" über soziale Medien kontaktiert worden – in Wirklichkeit handelte es sich um einen Offizier des chinesischen Geheimdienstes.

Was passierte dann? Zwischen 2022 und seiner Festnahme 2023 sandte er Fotos, Videos und technische Dokumente über US‑Kriegsschiffe, deren Systeme und mögliche Schwachstellen an diesen Kontakt.

Was bekam er dafür? Insgesamt verkaufte er geheime militärische Daten für rund 12.000 US‑Dollar an den chinesischen Agenten.

Wie urteilte das Gericht? Ein Bundesgericht in Kalifornien sprach Jinchao "Patrick" W. im August 2025 in mehreren Punkten schuldig, darunter Spionage und illegaler Export von Verteidigungsdaten.

Warum ist das jetzt relevant? Weil nun das Strafmaß verkündet wurde, eben die fast 17 Jahre Haft.

Schussopfer angeklagt Mann fuhr gegen Auto von ICE-Beamten

Worum geht es? Am 8. Jänner führte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde in Portland eine gezielte Durchsuchungs-Aktion durch. Dabei kam es auf einem Parkplatz zu einer dramatischen Situation.

Was passierte? Die Beamten hielten einen roten Toyota Tacoma an, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Beide Venezolaner, beide waren illegal ins Land eingereist. Der Lenker versuchte zu flüchten und rammte dabei mehrfach beim Vor- und Zurückstoßen ein unbesetztes Bundesfahrzeug.

Was waren die Folgen? Die Border Patrol nahm den Pickup unter Feuer. Der 33-jährige Lenker wurde in den Arm getroffen, seine Beifahrerin in die Brust. Gegen den Mann hatte ein Einwanderungsrichter eine Ausreisepflicht erlassen.

Gibt es Beweismaterial? Nur Zeugenaussagen. Es existieren keine Aufnahmen aus Körperkameras und kein öffentlich verfügbares Videomaterial der Schüsse.

Was ist die Lage? Der 33-Jährige befindet sich in Bundeshaft, gegen ihn wurde nun Anklage erhoben.

Weswegen? Schwerer Angriff auf einen Bundesbeamten mittels einer Waffe oder gefährlichen Objekts. Zerstörung bzw. Beschädigung von Bundes‑Eigentum im Wert von über 1 .000 US‑Dollar (das Fahrzeug der U.S. Border Patrol).

Welche Strafen drohen? Wegen des Angriffs auf Bundesbeamte bis zu 20 Jahre Haft, wegen des Schadens bis zu 10 Jahre Haft.