Worum geht es? In Frankreich gibt es ab sofort ein besonderes Buch als Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy hat sein Gefängnistagebuch (Originaltitel Le journal d’un prisonnier) veröffentlicht.
Was ist der Inhalt? Sarkozy schildert seine Zeit in der Pariser Haftanstalt La Santé und gibt auch detaillierte Alltagsbeobachtungen wieder. Das Buch hat 200 Seiten und erschien nur 10 Tage nach der Haftentlassung.
Was ist mit Alltagsbeobachtungen gemeint? Solche Sätze: "Ich beschloss, mein Bett zu machen, was keine leichte Aufgabe war, da es mit eindrucksvollen Furnieren an der Wand befestigt war. Die Matratze war nicht nur hart, sondern auch noch erstaunlich schwer!"
Was noch? Sarkozy saß 20 Tage lang in Einzelhaft. Er schreibt über die harten Bedingungen, das Essen, den Lärm und seine Gefühle dabei. Er nutzt das Tagebuch auch, um seine Unschuld zu betonen und seine politische Sicht darzustellen.
Wie ist das nun mit Jesus? Sarkozy vergleicht sich nicht direkt mit Jesus als Person, sondern nutzt christliche Sprache und Symbole, um sein Leiden, seinen inneren Kampf und seine spirituelle Reaktion zu skizzieren.
Zum Beispiel? Er beschreibt, dass er in der Haft zum Glauben zurückgefunden habe, unter anderem indem er auf die Knie gefallen sei und gebetet habe, um die Härte seiner Situation zu tragen.
Gibt es da mehr? Sarkozy benutzt die Bildsprache des "Kreuzes tragen", also des Leidens und der persönlichen Prüfung, wie sie aus dem Christentum bekannt ist — was oft mit der Passion Jesu assoziiert wird.
Warum saß er überhaupt in Haft? Wegen der "Libyen-Affäre". Sarkozy war beschuldigt worden, von 2005 bis 2007 verdeckte Wahlkampffinanzierung aus Libyen erhalten zu haben, insbesondere Gelder des Gaddafi-Regimes, im Austausch für politische Gefälligkeiten.
Wann kam er frei? Am 10. November. Der 70-Jährige trägt nun eine Fußfessel.
Worum geht es? Am 13. Juli 2023 blockierten zehn Aktivisten der Letzten Generation den Hamburger Flughafen. Nun wurde das Urteil über die Aktion gesprochen. Den Klimaklebern wird ein Schaden von 403.137,68 Euro angelastet, berichtet die F.A.Z.
Was war passiert? Die Aktivisten hatten mit Bolzenschneidern Zäune aufgeschnitten, waren zur Rollbahn geradelt, um sich dort festzukleben. Sie wollten auf die "Planlosigkeit und den Gesetzesbruch der Regierung in der Klimakrise" hinweisen.
Was waren die Folgen? Der Flugbetrieb musste für knapp vier Stunden eingestellt werden. 57 Flüge fielen aus, rund 8.500 Menschen konnten ihre Reise nur verspätet oder gar nicht antreten.
Wer klagte? Die Fluggesellschaft Eurowings. Sie forderte Schadenersatz für sich selbst und die anderen Lufthansa-Töchter Swiss, Austrian und Brussels Airline. Eingeklagt wurden Entschädigungszahlungen an Passagieren, aber auch umsonst verbrauchter Sprit.
Wie sah das Gericht die Aktion? Verständnisvoll. Das Hamburger Landgerichts sah den Protest nicht nur als "legitim" an, sondern auch als "für den Fortbestand der menschlichen Gesellschaft in ihrer heutigen Form unabdingbar". Änderte aber nichts.
Wie lautet das Urteil? Es wurde bereits am 20. September gesprochen, nun folgte die Begründung. Die Aktivisten hätten den Geschäftsbetrieb "unangemessen beeinträchtigt“. Der verursachte Schaden betrage 403.137,68 Euro.
Was ist für die Betroffenen bitter? Sie haften gemeinschaftlich. Das bedeutet: Kann einer von ihnen seinen Anteil nicht leisten, müssen die übrigen dafür einstehen.
Worum geht es? Die deutsche Bundesregierung hat am Freitag den russischen Botschafter in Berlin offiziell ins Auswärtige Amt zitiert. Es geht um einen Cyberangriff und um Desinformation.
Was sind die konkreten Vorwürfe? Im August 2024 gab es einen Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung. Er wird nun offiziell Russland bzw. einer russischen Hackergruppe (APT28, "Fancy Bear") zugeschrieben. Sie wird dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet.
Was ist mit Desinformation gemeint? Berlin wirft Moskau vor, über koordinierte Hybridaktivitäten Einflussnahme auf den Bundestagswahlkampf 2025 genommen zu haben.
Was ist mit Hybridaktivitäten gemeint? Manipulierte Inhalte, sie verbreiteten falsche Behauptungen über führende Politiker. Dem damaligen Grünen-Spitzenkandidaten Robert Habeck wurde Korruption unterstellt, CDU-Kandidat Friedrich Merz soll psychische Probleme haben.
Wie wurde das verbreitet? Es wurden künstlich erzeugte Bild- und Videosequenzen erstellt. Es entstanden Webseiten, die wie echte Nachrichtenportale aussahen, aber bewusst erfundene Informationen teilten. Die manipulierten Inhalte wurden über soziale Medien und Netzwerke gestreut.
Was bedeutet die Einbestellung politisch? Dass ein Staat seine Missfallen offiziell gegenüber einem anderen Staat zum Ausdruck bringt. Es ist eine ernste Geste, aber (noch) kein vollständiger Abbruch der diplomatischen Beziehungen.
Worum geht es? Am 15. März 2026 werden die nächsten Oscar-Gewinner bekanntgegeben. Im Dolby Theatre in Hollywood, Los Angeles, wird diesmal ein bisschen was anders sein.
Was ändert sich? Die Regeln wurden überarbeitet. Die Mitglieder der Jury müssen alle nominierten Filme in einer Kategorie gesehen haben, bevor sie abstimmen. Dass es bisher nicht so war, hatte für Erstaunen und Kritik gesorgt.
Was kommt dazu? Ein neuer Preis. Die Academy Awards (Oscars) führen erstmals "Achievement in Casting" als eigene offizielle Kategorie ein. Die Auszeichnung wird bei den 98. Oscars im nächsten Jahr erstmals vergeben.
Was ist der Sinn? Casting-Direktoren spielen eine entscheidende Rolle darin, die passenden Schauspieler und Talente für Filme auszuwählen – eine kreative und einflussreiche Aufgabe, die bisher nicht mit einem eigenen Oscar gewürdigt wurde.
Wann gab es die letzte Erweiterung? Die neue Kategorie ist die erste echte zusätzliche Wettbewerbs-Kategorie seit über 20 Jahren (die letzte war "Best Animated Feature" im Jahr 2001).
Wie ist der Ablauf? Mitte Dezember gibt es die Shortlist, die Nominierungen werden Anfang Jänner bekanntgegeben.
Worum geht es? In Wien wurden die Ampelpärchen 2015 eingeführt, sie gehören längst um Stadtbild und sind eine Touristen-Attraktion. Nun zieht Coburg in Bayern nach, allerdings mit anderem Inhalt.
Nämlich? An sechs Standorten leuchtet an den Fußgängerampeln "bei grün" ein Ampelmännchen, das eine Bratwurst in der Hand hält.
Warum? „Wir bekommen schon regelmäßig von Bürgerinnen und Bürgern die Bitte, wenn man das in anderen Städten sieht, dass eben Ampeln auch anders aussehen können als der Standard", sagte der Oberbürgermeister. Man soll ja keine Namenswitze machen, aber er heißt Dominik Sauerteig (SPD).
Wieso aber Bratwürste? Coburg liegt in Franken, die Stadt hat eine sehr lange Tradition in der Wurstherstellung, speziell für die Coburger Bratwurst. Die gibt es seit dem 14. Jahrhundert, ist typischerweise aus Schwein, eher mild im Geschmack, lang und dünn.
Gibt es auch anderswo "kreative" Ampeln? Ja, Bayreuth hat zum Beispiel Ampeln mit einem "Richard-Wagner-Männchen", München den "Pumuckl" und Mainz die "Mainzelmännchen".
Worum geht es? Am Mittwoch sollte María Corina Machado der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen werden. Aber die venezolanische Oppositionsführerin erschien nicht, ihre Tochter Ana Corina Sosa (33) übernahm die Auszeichnung.
Was passierte dann? Am Donnerstagmorgen um 2.24 Uhr in der Nacht tauchte Machado auf dem Balkon des Grand Hotel im Zentrum von Oslo auf und wurde von ihren Anhängern frenetisch bejubelt.
Was war die Folge? Machado ging auf die Straße, um die Menge zu begrüßen. Die stimmte die venezolanische Nationalhymne an und rief "libertad, libertad" (Freiheit, Freiheit).
Woher weiß man das? Machado teilte auf X ein Video von dem herzlichen Empfang, den sie auf dem Hotelbalkon erfuhr, mit dem Kommentar: "Oslo, hier bin ich!"
Wie kam sie ins Land? Die 58-Jährige soll laut einem Medienbericht verkleidet und mit Perücke an Militärposten vorbei in einen Vorort der Hauptstadt Caracas gebracht worden sein. Dann ging es per Fischerboot auf die Karibikinsel Curaçao und von dort mit einem Privatflugzeug über die USA nach Norwegen.
Wann war Machado davor zuletzt gesehen worden? Sie trat zuletzt am 9. Januar bei einer Demonstration in Caracas gegen die Amtseinführung von Nicolás Maduro für seine dritte Amtszeit als Präsident öffentlich auf.
Was ist der Hintergrund? Die 58-Jährige wurde für ihren Kampf zur Rettung Venezuelas vor seinem Schicksal als "brutaler, autoritärer Staat" ausgezeichnet, die Wahl war umstritten. Machado ist Trump-Anhängerin, ihr Spitzname in Venezuela lautet "Eiserne Lady".
Was ist ihre Rolle? Machado hatte sich 2024 für den Oppositionskandidaten Edmundo González stark gemacht. Er dürfte die Präsidentenwahl gewonnen haben, aber der autoritäre Präsident Maduro erklärte sich zum Sieger. González ging daraufhin nach Spanien ins Exil.
Worum geht es? 2026 könnte ein wildes Wirtschaftsjahr werden. Bloomberg schätzt, dass private Unternehmen im Wert von bis zu 2,9 Billionen Dollar an die Börse gehen könnten. Im Mittelpunkt: SpaceX.
Weil? Elon Musk bestätigtein der Nacht auf Donnerstag auf X, dass er sein Weltraumunternehmen 2026 an die Börse bringen wird. Die Investoren seien darüber bereits informiert worden.
Was ist das große Bild? SpaceX strebt eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an. Es handelt sich um den wertvollsten Börsengang der Geschichte.
Warum macht Musk das? SpaceX hatte trotz seiner privaten Unternehmensstruktur bisher keine Probleme, sich Kapital zu beschaffen. Die Möglichkeit, Aktien an die Börse zu bringen, könnte aber kostspieligen Projekten einen Boost geben.
Wer ist an SpaceX beteiligt? Etwa Googles Mutterkonzern Alphabet, Finanzgiganten wie Fidelity Investments und prominente Risikokapitalgesellschaften wie Founders Fund, Sequoia Capital, Valor Equity Partners und Andreessen Horowitz.
Worum geht es? Die "Tribute von Panem" (Originaltitel "The Hunger Games") kehren 2026 mit einem Prequel zurück. Nun wurde bekannt: Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson sind wieder dabei.
Wie reagierten die Fans? Ein Satz in einem Online-Kommentar drückt die Begeisterung aus: "Es ist im Grunde wie die Rückkehr Jesu auf die Erde."
Wie erfolgreich waren die Filme? Die Hunger Games-Reihe hat seit der ersten Veröffentlichung 2012 Berichten zufolge 3,3 Milliarden Dollar eingespielt. Die bisher fünf Filme basieren auf der Romanreihe von Suzanne Collins.
Was passiert nun? Der neue Film "Sunrise on the Reaping" spielt in Panem am Morgen der Auslosung der 50. Hungerspiele, 24 Jahre vor den Ereignissen von "Die Tribute von Panem".
Warum ist das Duo Lawrence/Hutcherson so ein Ereignis? Die beiden waren zuletzt 2015 in "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2" gemeinsam zu sehen. Der Film endete mit dem Duo als Ehepaar mit Kindern.
Wer ist sonst noch dabei? Ralph Fiennes als Präsident Snow, Jesse Plemons als Plutarch Heavensbee, Kelvin Harrison Jr. als Beetee Latier, Kieran Culkin als Caesar Flickerman und Elle Fanning als Effie Trinket. Joseph Zada, Glenn Close , Mckenna Grace , Maya Hawke und Whitney Peak vervollständigen laut Hollywood Reporter die Hauptbesetzung.