Worum geht es? Electronic Arts (EA) ist einer der größten Spiele-Publisher der Welt. Nun wird der börsennotierte Konzern verkauft – für 55 Milliarden US-Dollar.
Wer kauft? Ein Konsortium unter Führung des Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien, Silver Lake, ein amerikanischer Private-Equity-Riese, und Affinity Partners, die Investmentfirma von Jared Kushner.
Das heißt, Trump mischt mit? Wenn, dann nur indirekt. Kushner ist der Ehemann von Trumps Tochter Ivanka. Affinity Partners wurde 2021 gegründet und ist eine Private-Equity-Gesellschaft mit Sitz in Miami, Florida, und Israel.
Welche Dimension hat der Deal? Es handelt sich um den größten Leveraged Buyout der Geschichte. Von einem LBO spricht man, wenn der Kaufpreis für die Übernahme eines Unternehmens größtenteils durch Fremdkapital finanziert wird.
Um welche Games geht es da? EA Sports FC (früher FIFA) ist das mit Abstand erfolgreichste Spiel von EA. Dazu gibt es weitere Sportspiele (Madden NFL, F1, UFC), Shooter wie Battlefield oder Medal of Honor. Rollenspiele wie Star Wars Jedi: Fallen Order oder The Sims, eine der umsatzstärksten PC-Reihen aller Zeiten. Und natürlich Need for Speed.
Womit wird Geld verdient? 70 Prozent des Umsatzes stammen aus dem Bereich Live Services & Mikrotransaktionen.
Wem gehörte EA bisher? Vor allem börsennotierten Aktionären – also ganz "klassisch" an der Wall Street verteilt. Institutionelle Investoren (Fonds, Banken, Versicherungen) hielten zusammen über 80 % der Aktien, also etwa Vanguard Group (8 %) oder BlackRock (7 %). Nun verschwindet das Unternehmen von der Börse und wird privatisiert.
Was bedeutet der Deal für die Aktionäre? Ihnen wird ein Preis von 210 US-Dollar pro Aktie angeboten. Das entspricht einem Aufschlag von etwa 25 % gegenüber dem Kurs vor Bekanntwerden der Übernahmegerüchte.
Was ist der Public Investment Fund? Der staatliche Investitionsfonds von Saudi-Arabien. Kurz gesagt: das "Gelddepot" des Landes,. Der PIF hält weltweite Beteiligung, der britische Fußballklub Newcastle wurde 2021 gekauft.
Was ist das Ziel? Der PIF hielt bereits Anteile an EA (9,9 %). Nun wird die Position im Gaming- und Entertainment-Sektor ausgebaut. EA passt gut in ihre Strategie, wirtschaftliche Diversifikation und kulturelle Einflussnahme voranzutreiben.
Worum geht es? Die Partei Aktion und Solidarität (PAS) hat die Parlamentswahlen in Moldau für sich entschieden. Sie sammelte über die Hälfte aller Stimmen ein. Die PAS gilt als Befürworterin eines EU-Beitritts.
Wie lautete das Ergebnis? Die PAS erreichte 50,2 % der Stimmen, der Patriotische Wahlblock, der für eine Annäherung an Russland eintritt, kam auf 24.2 %.
Warum atmen EU-Politiker auf? Weil die Gefahr bestanden hatte, dass sich Moldau Richtung Moskau orientiert. Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen stellte einen EU-Beitritt in Aussicht. "Unsere Tür ist offen."
Ist das Ergebnis eine Niederlage für Putin? Ja! Die moldauische proeuropäische Präsidentin Maia Sandu erklärte, es habe während des Wahlkampfs "massive russische Einmischung" gegeben.
Was muss ich über Moldau wissen? Die Republik hatte sich 1991 von der Sowjetunion unabhängig erklärt. Moldau (2,5 Millionen Einwohner) gehört zu den ärmsten Ländern Europas und hat 120.000 Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen (an die es im Norden, Osten und Süden grenzt), gemessen an der Bevölkerung mehr als jeder andere Staat.
War da nicht was mit Moldau und Österreich? Bei einem Staatsbesuch im November 2011 biss der dreibeinige Hund von Präsidentin Sandu Alexander Van der Bellen in die Hand. Österreichs Bundespräsident wurde mit einem Pflaster verarztet.
Nachtragend? Keine Spur. Van der Bellen gratulierte zur Wahl.
Worum geht es? Seit Freitag war klar, wohin die Reise geht, nun gab die Lufthansa die Details dazu bekannt. Die Austria-Mutter streicht bis 2030 rund 4.000 Jobs. Die AUA ist davon nicht betroffen.
Warum weiß man das? Weil es das Unternehmen in einer Aussendung bestätigt hat. "Durch natürliche Fluktuation sowie pensionsbedingte Abgänge verlässt uns jedes Jahr eine dreistellige Anzahl von KollegInnen, sodass wir trotz aller Effizienzziele auch zukünftig noch extern einstellen werden müssen, um alle Rollen gut zu besetzen."
Wo streicht die Lufthansa Stellen? Vor allem die Verwaltung. Dort sollen "die Prozesse digitalisiert, automatisiert und gebündelt werden." Die Lufthansa hat knapp 103.000 Menschen.
Warum der drastische Schritt? Es gehe darum, rasch die laufenden Kosten zu senken, um die Umsatzrendite des Konzerns zu erhöhen, so der Konzern. Während andere Airlines längst abgehoben haben, hat die Lufthansa noch nicht ihre Produktivität von vor der Corona-Krise erreicht.
Wie groß ist die Lufthansa? Gemessen am Umsatz ist sie mit 37,5 Milliarden im Jahr 2024 der größte Airline-Konzern Europas. Allerdings ist sie mit 4,4 Prozent Marge weniger profitabel als etwa Air France-KLM (5,1 Prozent) oder IAG (British, Iberia – 13,8 Prozent).
Wie reagierten die Anleger? Die Lufthansa-Aktie legte am Montag leicht zu.
Worum geht es? Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt am Freitag vor den Vereinten Nationen seine mit Spannung erwartete Rede. Teile davon wurden über riesige Lautsprecherboxen in den Gazastreifen übertragen.
Warum? Netanjahu hatte eine Botschaft an die Hamas. Er forderte die Terrorgruppe auf, die Geiseln "sofort" freizulassen. "Wenn Sie das tun, werden Sie leben", sagte er. "Wenn Sie das nicht tun, wird Israel Sie jagen."
Welchen emotionalen Moment gab es? Von den 48 Geiseln, die in Gaza zurückgeblieben waren, seien 20 noch am Leben, sagte Netanjahu. Dann las er vom Rednerpult aus alle ihre Namen einzeln vor – in der Hoffnung, dass seine Worte sie erreichen würden.
Was sagte er zu den Ländern, die Palästina anerkannt haben? Viele "Staats- und Regierungschefs der Welt seien eingeknickt". Es handle sich um eine "enorme Belohnung" für die Hamas. Den Vorgang nannte er "puren Irrsinn".
Was passierte während der Rede? Es gab zunächst Buhrufe und Zwischenrufe, Dutzende Delegierte verließen dann demonstrativ den Saal.
Worum geht es? Am Rande der UNO-Versammlung empfahl Donald Trump, die NATO solle russische Kampfjets und Drohnen in Zukunft abschießen, wenn sie den Luftraum verletzten. Das löste heftige Reaktionen aus.
Wo soll Trump das gesagt haben? Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die "sehr" schwache Reaktion der NATO habe Putin zu weiteren Versuchen ermutigt, sagte Selenskyj gegenüber "The Axios Show".
Was ist der Hintergrund? In den vergangenen Wochen war es vermehrt zu Drohnen-Vorfällen gekommen. Mindestens sieben Länder waren abseits der Ukraine davon betroffen, Norwegen, Schweden, Dänemark, Estland, Deutschland, Polen und Rumänien.
Was steckt dahinter? Belege gibt es keine, aber die Wahrscheinlichkeit ist recht hoch, dass Russland die Verteidigungs-Bereitschaft und die Kommunikation der NATO austestet. Moskau dementiert.
Was passierte nun? Der russische Botschafter in Frankreich, Alexei Meshkov, warnte am Donnerstag, dass ein Abschuss seiner Flugzeuge durch die NATO "Krieg bedeuten würde". Viele NATO-Flugzeuge würden russischen Luftraum verletzen, aber "sie werden nicht abgeschossen", sagte Meshkov gegenüber RTL Radio.
Wie verteidigen sich die Russen? "Erstens spielen wir mit niemandem Spielchen. Zweitens glauben wir, nachdem uns der Westen so oft getäuscht hat, nur noch an Fakten", sagte Meshkov. Die EU-Länder hätten "nichts Greifbares" vorgelegt, um Russlands Beteiligung an den Drohnen-Verstößen in Europa zu untersuchen.
Worum geht es? Die Lufthansa, Europas größte Airline, zu der auch die Austrian gehört, muss offenbar tausende Jobs streichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider.
Wer ist betroffen? Vor allem die Verwaltung. Demnach sollen bis zu 20 Prozent aller Beschäftigten in diesem Bereich ihren Arbeitsplatz verlieren. Insgesamt beschäftigt die Lufthansa knapp 103.000 Menschen, es geht also um tausende Jobs.
Warum der drastische Schritt? Es gehe darum, rasch die laufenden Kosten zu senken, um die Umsatzrendite des Konzerns zu erhöhen. Während andere Airlines längst abgehoben haben, hat die Lufthansa noch nicht ihre Produktivität von vor der Corona-Krise erreicht.
Wie groß ist die Lufthansa? Gemessen am Umsatz ist sie mit 37,5 Milliarden im Jahr 2024 der größte Airline-Konzern Europas. Allerdings ist sie mit 4,4 Prozent Marge weniger profitabel als etwa Air France-KLM (5,1 Prozent) oder IAG (British, Iberia – 13,8 Prozent).
Werden auch Austrian-Mitarbeiter betroffen sein? Das steht noch nicht fest. Der Konzern hat sich bislang nicht offiziell geäußert.
Wie reagierten die Anleger? Erfreut. Die Lufthansa-Aktie legte am Freitagnachmittag an der Börse um 5 Prozent zu.
Worum geht es? Bereits im US-Wahlkampf spielte das Thema Abtreibung eine relevante Rolle. Trump verstrickte sich hier in Widersprüche, am Ende sagte, er werde die Abtreibungspolitik den Bundesstaaten überlassen.
Warum? Um Vorwürfen der Demokraten entgegenzutreten, er würde ein landesweites Verbot von Abtreibungen anstreben. Für Trump war das eine Gratwanderung. Es gibt unter Republikanern einen starken Flügel aus Abtreibungsgegnern.
Was passierte jetzt? Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. erklärte, die Food and Drug Administration (FDA) werde die Einführung von Sicherheitsbeschränkungen für Abtreibungspillen "prüfen". Es geht um das weit verbreitete Mittel Mifepriston.
Wohin könnte das führen? Eine der folgenreichsten möglichen Änderungen ist die Wiedereinführung der Verpflichtung zur persönlichen Abgabe des Medikaments. Das würde Fernverschreibungen und den Versand von Abtreibungsmedikamenten unmöglich machen.
Wie relevant sind Abtreibungspillen? Sie werden mittlerweile für mehr als 60 Prozent aller Abtreibungen genutzt. In mehreren Bundesstaaten existiert ein Abtreibungsverbot, das mit Postversand umgegangen werden kann.
Was ist Mifepriston? Das Medikament wurde in den USA erstmals im Jahr 2000 zugelassen, Studien haben es wiederholt als sicher eingestuft.
Worum geht es? Schauspieler William Shatner, 94, der als Captain Kirk in der von Fans kultisch verehrten TV-Serie "Raumschiff Enterprise" berühmt wurde, hat Gerüchte über eine Erkrankung humorvoll gekontert: "Es geht mir gut, ich habe nur zu viel gegessen", postete er auf Instagram.
Was ist geschehen? Das US-Promi-Portal TMZ berichtete zuvor, Shatner sei wegen gesundheitlicher Probleme mit seinem Blutzucker ins Krankenhaus eingeliefert worden. Viele Fans waren deshalb in großer Sorge um den beliebten und nach wie vor aktiven Schauspieler.
Was sagt Shatner selbst? "Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben!", postete der gebürtige Kanadier ein berühmtes Zitat des Schriftstellers Mark Twain. Und weiter: "Ich sage euch immer wieder: Vertraut keinen Klatschblättern oder KI!"
Was treibt der 94-Jährige derzeit? Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist Shatner nach wie vor aktiv. 2021 flog er mit einer Blue Origin-Rakete von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall, mit seiner "Hollywood Charity Horse Show" ist der passionierte Westernreiter und Pferdeliebhaber seit vielen Jahren karitativ unterwegs.
Und Schauspielerei? Mit der Mystery-Doku-Serie "The UnXplained" ist er nach wie vor auf den Bildschirmen zu sehen.