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19. Dezember 2025

Trevi-Brunnen kostet Touristen zahlen ab Februar Eintritt

Worum geht es? Die "Ewige Stadt" plant, ihren Besuchern künftig noch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Wie Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri am Freitag ankündigte, werden mehrere Freiluft-Sehenswürdigkeiten der Stadt ab 2026 nur mehr gegen Eintritt aus der Nähe betrachtet werden können.

Wofür muss man bezahlen? Etwa für den Trevi-Brunnen im Zentrum – wer an das legendäre Wasserbecken herantreten will, muss künftig ein Ticket dafür lösen. Preis: 2 Euro.

Ab wann? Die Regelung wird ab dem 1. Februar und in der Zeit zwischen 9 und 22 Uhr und nur für Touristen gelten. Römer dürfen ihre Hand weiter gratis ins Wasser tauchen. Auch der Besuch der Piazza bleibt weiterhin gratis.

Wie soll das funktionieren? Der Bürgermeister spricht von Ausweiskontrollen für alle, die an den Brunnen heranwollen. Wer aber schon einmal gesehen hat, wie überlaufen der Platz vor allem im Sommer ist, hat berechtigte Zweifel.

Wie viele Menschen kommen? Allein im ersten Halbjahr 2025 besuchten 5,3 Millionen Touristen den berühmten Brunnen.

Wofür muss man künftig noch Eintritt zahlen? Etwa die Maxentiusvilla und das Museo Napoleonico.

Wieviel soll das alles bringen? Die Stadt erwartet sich laut Bürgermeister Gualtieri Einnahmen in Millionenhöhe sowie eine Eindämmung des Massentourismus, unter dem mittlerweile europaweit zahlreiche Städte leiden.

Woher kommt die Idee mit den Eintrittsgeldern? Die erste Stadt, die das rigoros umsetzte, war Venedig, die Lagunenstadt begann 2024, an bestimmten Tagen Eintrittsgeld von Tagestouristen zu kassieren. Mittlerweile ist auch Verona dem Beispiel gefolgt und nimmt Geld für die Besichtigung der Julia-Statue.

Weitere Meldungen

Flut an Epstein-Akten USA geben hunderttausende Akten frei

Worum geht es? Monatelang wurde darüber gestritten, dann eine Frist gesetzt. In der Nacht auf Samstag begann das US-Justizministerium (DOJ) schließlich zum letztmöglichen Termin mit der Veröffentlichung der Epstein-Akten. Hier sind sie zu finden.

Was ist darunter zu verstehen? Eine wahre Flut an Ermittlungsunterlagen aus Bundes‑ und Staatsverfahren, Fotos, E-Mails, Transkripte, Überwachungsaufnahmen und Dokumente, Korrespondenzen, Anklage‑ und Vernehmungsunterlagen werden einsehbar.

Von welcher Menge reden wir? Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche, Nummer zwei im Justizministerium, sagte zu Fox News zum Umfang der Dokumente: "Heute mehrere hunderttausend. Und dann, in den nächsten Wochen, erwarte ich weitere mehrere hunderttausend."

Warum kam es zur Veröffentlichung? Der US‑Kongress hat ein eigenes Gesetz dazu verabschiedet – den Epstein Files Transparency Act. Es verpflichtet das Justizministerium (DOJ), alle nicht klassifizierten Unterlagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell öffentlich zu machen.

Wie lange war dafür Zeit? 30 Tage, die Frist lief Freitag ab.

Was ist der Hintergrund? Jeffrey Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich 2019 in U-Haft das Leben nahm. Er hatte mit seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell einen Missbrauchsring aufgezogen, der tief in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft reichte.

Wird nun alles öffentlich? Nein, nur alle nicht geschützten Akten. Viele dieser Unterlagen werden redigiert und geschwärzt, um Identität und Schutz von Opfern zu wahren.

Putin schickt Gesandten Verhandlungen über Frieden in Miami

Worum geht es? Am Wochenende könnten die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine eine neue Wendung nehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin schickt einen Unterhändler nach Florida, berichtet Axios.

Wer soll verhandeln? Aus Russland kommt Kirill Dmitrijew. Er trifft sich mit dem Gesandten des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und dem Berater und Schwiegersohn von Präsident Trump, Jared Kushner.

Was ist der Plan? Es wird erwartet, dass Trumps Berater den Putin-Gesandten über die Fortschritte in den Gesprächen zwischen USA, EU und Ukraine informieren werden. Dazu soll versucht werden, die russische Regierung zur Zustimmung zum aktualisierten Friedens-Vorschlag zu bewegen.

Ist die Ukraine eingebunden? Nicht direkt. Aber eine ukrainische Delegation unter der Leitung von Rustem Umerov, dem nationalen Sicherheitsberater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, soll im Laufe dieser Woche in Miami Gespräche mit Witkoff und Kushner führen.

Was ist der größte Knackpunkt? Nach wie vor die Kriegsgebiete. Russische Offizielle fordern, dass die Ukraine alle Gebiete im Donbas abtritt, die sie noch kontrolliert. Die Ukraine lehnt das ab.

Leichenteile verkauft Eklat an Harvard Medical School

Worum geht es? Der Leiter der Leichenhalle ("Morgue Manager") am Anatomical Gift Program der Harvard Medical School in Boston, Cedric Lodge, soll jahrelang Körperteile verkauft haben. Nun kommt er deswegen ins Gefängnis.

Was war passiert? Zwischen 2018 und 2020 stahl Lodge laut Gerichtsakten Körperteile wie Gehirne, Haut, Hände, Gesichter und andere anatomische Überreste aus Leichnamen, die der Harvard Medical School gespendet worden waren.

Was machte er damit? Diese Teile brachte er zu seinem Wohnsitz in Goffstown, New Hampshire, und verkaufte sie illegal an Personen in mehreren US-Bundesstaaten, zum Teil über Online-Gruppen.

Was geschah mit den Leichenteilen? Der Manager soll einem Käufer zum Beispiel Haut verkauft haben, die später zu Leder verarbeitet wurde – für einen Bucheinband.

Wie darf man sich das vorstellen? Die Staatsanwaltschaft sagte, dass der Angeklagte für die Überreste Zehntausende von Dollar erhalten habe – darunter eine Zahlung von 1.000 Dollar mit der Aufschrift "Kopf Nummer 7" und 200 Dollar für eine Bestellung mit der Aufschrift "Gehirne".

Wie sah das nun das Gericht? Der Richter bezeichnete die Taten als schwerwiegend und moralisch abscheulich, da Körper, die für die Wissenschaft gespendet wurden, für persönlichen Profit missbraucht worden seien. Der Angeklagte erklärte sich für schuldig.

Wie lautete das Urteil? Der Mann erhielte eine Haftstrafe von 8 Jahren (96 Monate) im Bundesgefängnis. Seine Frau wurde ebenfalls verurteilt und erhielt eine Haftstrafe von etwas über einem Jahr, weil sie beim Versand und bei Zahlungen half.

Trump-Bischof abgelöst Papst setzt Vertrauten in New York ein

Worum geht es? Bisher war der umstrittene Kardinal Timothy Dolan, ein Freund von Präsident Trump, Erzbischof in New York. Nun nahm der Vatikan sein obligates Rücktrittsgesuch an (er wurde 75) und setzte einen Nachfolger ein.

Warum war Dolan umstritten? Er trat häufig im Fernsehen auf Fox News auf, betete bei Trumps Amtseinführung, erntete wütende Reaktionen, als er den rechten Influencer Charlie Kirk nach dessen Ermordung als "Helden" bezeichnete und ihn mit dem heiligen Paulus verglich.

Mit welchen Worten? "Ich dachte: 'Ich muss mehr über diesen Mann erfahren', und je mehr ich über ihn erfuhr, desto mehr dachte ich: 'Dieser Mann ist ein moderner Paulus'", sagte Kardinal Dolan in der Sendung "Fox & Friends".

Wer kommt nun? Papst Leo XIV. ernannte Bischof Ronald Hicks (58) zum neuen Erzbischof von New York. Das markiert eine deutliche Trendwende. Die US-Kirche nimmt eine zunehmend kritische Haltung zu Trump ein.

Wie äußert sich das? Die US-amerikanische Bischofskonferenz hat eine "Sonderbotschaft" veröffentlicht. Darin klagt sie die Einwanderungspolitik der USA an und verteidigt "gottgegebene Menschenwürde". Hicks unterstützte die Aktion.

Was verbindet den Papst mit Hicks? Beide wuchsen in den südlichen Vororten von Chicago auf und arbeiteten als Missionare in Lateinamerika: Leo in Peru, Hicks in El Salvador.

Wie legt er sein Amt an? Gegenüber Vatican News erklärte Hicks, sein "Wunsch sei es, ein Hirte mit Hirtenherz zu sein", und bezog sich damit auf den verstorbenen Papst Franziskus.

"Nightmare before Christmas" Trumps düstere Weihnachts-Rede

Worum geht es? Die Wirtschaft sei stärker, als die Leute denken, und alle Probleme seien allein die Schuld von Joe Biden. In der traditionellen Weihnachtsrede (hier anschauen) des US-Präsidenten hatte Donald Trump eine klare Rollenverteilung.

Wie lange dauerte die Rede? 18 Minuten, Trump hielt sie im weihnachtlich dekorierten Diplomatic Reception Room des Weißen Hauses. Es war keine klassische besinnliche Weihnachtsbotschaft, sondern eher eine politisch aufgeladene Bilanz- und Zukunftsansprache.

Was war der Inhalt? Trump sagte, er wolle 2026 ein "Boom-Jahr" erreichen. Er verteidigte seine Politik gegen Kritik an Lebenshaltungskosten, Inflation und Arbeitsmarkt und machte die Demokraten für Wirtschaftssorgen verantwortlich.

Gab es Versprechungen? Ja, er kündigte an, dass rund 1,45 Millionen Militärangehörige jeweils 1.776 US-Dollar als einmaliges Weihnachtsgeld erhalten sollen – in Anspielung auf das Jahr der Unabhängigkeit (1776).

Die wichtigsten Zitate? "Vor elf Monaten habe ich ein Chaos übernommen, und ich repariere es." Und: "Wir bringen unsere Wirtschaft vom Rand des Ruins zurück." Auch nicht schlecht: "Die Krise der letzten Jahre wurde von anderen verursacht."

Wie endete die Rede? Mit einem Gruß: "Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr."

Mehr Geburten gewünscht China verteuert jetzt Verhütungsmittel

Worum geht es? Die Chinesen kriegen zu wenige Kinder, meint die Staatsführung. Und weil sanfte Aufforderungen, die Fertilität anzukurbeln, bislang nicht fruchteten, schaltet man jetzt einen Gang höher. Ab 2026 werden Verhütungsmittel mit einer Mehrwertsteuer von 13 Prozent belegt, berichtet der Guardian. Gleichzeitig werden Kinderbetreuungseinrichtungen und Partnervermittlungen steuerlich besser gestellt.

Was kosten Verhütungsmittel in China? Eine Packung Kondome umgerechnet zwischen 5 und 7,50 Euro, die Antibabypille kostet für einen Monat zwischen 6 und 16 Euro. Dazu kommen ab 1. Jänner eben noch 13 Prozent Mehrwertsteuer.

Wie viele Menschen leben in China? Aktuell etwa 1,416 Milliarden Menschen. Damit ist das Riesenreich nur mehr das zweit-bevölkerungsreichste Land der Erde hinter Indien (ca. 1,463 Milliarden Einwohner).

Aber wo ist dann das Problem? Das Problem ist die Überalterung der chinesischen Gesellschaft. Während die Inder ein Durchschnittsalter von 29 bis 30 Jahren haben, liegt der Alters-Durchschnitt in China bei knapp 41 Jahren.

Weshalb ist das so? Das ist eine Folge der Ein-Kind-Politik, die den Chinesen ab 1979 jahrzehntelang vorschrieb, dass sie nur ein Kind zur Welt bringen dürfen. Man wollte so das gewaltige Bevölkerungswachstum in den Griff kriegen.

Wie viele Kinder sollen die Menschen jetzt bekommen? Staatliches Ziel wären drei Kinder pro Familie, doch davon ist man weit entfernt. Durchschnittlich bekommen Chinesinnen ein Kind – viel zu wenig, um der Überalterung entgegen zu wirken.

Wird die Steuer auf Verhütung daran etwas ändern? Demoskopen, die vom Guardian befragt wurden, gehen nicht davon aus. Der wirtschaftliche Aufschwung des Landes hat dazu geführt, dass sich die chinesische Gesellschaft jener der westlichen Industrieländer angenähert hat. Und auch im Westen überaltert die Bevölkerung, weil zu wenige Kinder in die Welt gesetzt werden.

"Kennedy Center" umgetauft Soll "Trump Kennedy Center" heißen

Worum geht es? Das "Kennedy Center" in Washington wird künftig den Namen "Trump Kennedy Center" tragen, berichtet CNN. Das beschloss der Verwaltungsrat des Zentrums, der von Präsident Donald Trump unmittelbar nach seinem Amtsantritt mit Menschen seines Vertrauens neu besetzt worden ist, am Donnerstag.

Was ist das Kennedy-Center? Das "John F. Kennedy Center for the Performing Arts" ist das größte Kulturzentrum in der Bundeshauptstadt. Es verfügt über drei große Veranstaltungssäle (mit 1.100 bis knapp 2.500 Plätzen) sowie zahlreiche kleinere Veranstaltungsräume, wurde 1971 eröffnet und nach dem 35. Präsidenten der USA benannt.

Und warum jetzt "Trump Kennedy Center"? Der Präsident war schon lange unzufrieden mit der Programmgestaltung des Centers und setzte nach Amtsantritt alle Hebel in Bewegung, um die Kontrolle darüber zu erlangen. Er ließ sich sogar als Vorsitzender des Vorstandes einsetzen, um seine Vorstellungen über die künftige Programmgestaltung umsetzen zu können.

Und funktioniert das? Eher schlecht als Recht. Wie die Washington Post erst im Oktober berichtete, sind die Ticketverkäufe für das Center zuletzt um fast 40 Prozent zurück gegangen.

Erfolgte die Umbenennung einstimmig? Ja, aber nur deshalb, weil die 75-jährige demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty, die dem Gremium kraft ihres Amtes angehört, beim Versuch, gegen die Abstimmung Einspruch zu erheben, stummgeschaltet wurde.

Gab es viele Gratulanten? Naja, sie kamen vor allem aus den erwartbaren Ecken. Zu den ersten Gratulantinnen zählte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Sie postete auf X: "Herzlichen Glückwunsch an Präsident Donald J. Trump und ebenso herzlichen Glückwunsch an Präsident Kennedy, denn dies wird ein wirklich großartiges Team sein, das noch lange Zeit bestehen wird! Das Gebäude wird zweifellos neue Höhen des Erfolgs und der Pracht erreichen", schrieb sie.

"Glückwunsch an Präsident Kennedy"? John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, nach dem das Center benannt worden ist, starb am 22. November 1963 bei einem Schussattentat in Dallas, Texas und kann sich gegen diese Vereinnahmung nicht mehr wehren.