Worum geht es? In Genf laufen derzeit von den USA vermittelte Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und US-Vertretern, um den Krieg, der seit rund vier Jahren andauert, zu beenden.
Gibt es Ergebnisse? Am zweiten Tag der Gespräche endeten die formellen Verhandlungen nach nur etwa zwei Stunden – deutlich kürzer als erwartet.
Wie ist die Einschätzung? Die russische Seite sagte, die Gespräche seien "schwer, aber sachlich" gewesen.
Und die Ukraine? Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Verhandlungen als "schwierig" und warf Russland vor, Verzögerungstaktiken anzuwenden, statt ernsthaft Fortschritte zu machen.
Was ist der Knackpunkt? Die Ukraine bleibt bei Bedingungen wie keiner Aufgabe von Territorium, bevor es klare Sicherheit und Garantien gibt. Selenskyj hat sich zuvor darüber beklagt, dass die USA unfairen Druck auf ihn ausüben würden, ihre Bedingungen für ein Ende des Krieges zu akzeptieren.
Wie geht es weiter? Das ist unklar. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete Teile der Gespräche als "bedeutsam", doch ein Gesamtpaket wurde nicht vereinbart. Die russische Delegation verließ danach den Verhandlungsort, und es wurde kein gemeinsames Ergebnis verkündet.
Worum geht es? Japan und die USA haben sich am Mittwoch auf ein Handels‑ und Investitionsabkommen geeinigt. Es läuft bis 2029 und umfasst gewaltige Beträge.
Was ist der Deal? Japan hat zugesagt, bis zu 500 Milliarden Euro in die US‑Wirtschaft zu investieren. Im Gegenzug senkt die US‑Seite Zölle auf viele japanische Importe — zum Beispiel von früher geplanten bis zu 25 % auf etwa 15 %.
Handelt es sich um Zahlungen? Nein, nicht im engeren Sinne, sondern um Investitions‑Versprechen und Projekte, Kredite, Beteiligungen und staatlich unterstützte Finanzierungen — aber wirtschaftlich sind es enorme Beträge.
Was ist umfasst? Großprojekte in Energie‑, Rohstoff‑ und kritischen Industriesektoren, Förderung von KI, Datacenter‑Infrastruktur, Chips und High‑Tech‑Fertigung, Stärkung von US‑Lieferketten und strategischer Unabhängigkeit, Ausbau von Handelszugängen und Marktöffnung für US‑Firmen in Japan.
Wann geht es los? Die USA und Japan haben die ersten realen Projekte im Rahmen des Abkommens für Ende Februar 2026 angekündigt. Es geht um Investitionen von rund 36 Milliarden Dollar, die Japan in die USA fließen lässt.
Was zum Beispiel? 33 Milliarden für ein Gaskraftwerk in Ohio, 2,1 Milliarden für eine Ölexportanlage in Texas, 600 Millionen für synthetische Diamanten‑Produktion in Georgia.
Worum geht es? Die US-Food and Drug Administration (FDA) hatte sich geweigert, einen Grippeimpfstoff auf Basis der mRNA-Technologie einem Prüfungsverfahren zu unterziehen. Nun folgte der Rückzieher vom Rückzieher.
Was passierte? Die U.S. Food and Drug Administration hat jetzt nach einer öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Hersteller Moderna entschieden, den Zulassungsantrag für den mRNA‑basierten saisonalen Grippeimpfstoff (mRNA‑1010) doch zu prüfen.
Was ist die Vorgeschichte? Moderna hatte den Impfstoff zur Prüfung eingereicht. Statt die Bewerbung weiter zu bearbeiten, schickte die FDA einen sogenannten "Refusal-to-File"-Brief an den Hersteller. Das bedeutete, dass sie Unterlagen nicht einmal zur Prüfung annahm.
Warum? Die FDA bemängelte das Design der klinischen Studie von Modernas Impfstoff (mRNA-1010). Dabei wurde der neue mRNA-Impfstoff einem Standard-Grippeimpfstoff gegenübergestellt. Die FDA sagte, dieser Vergleich "spiegelt nicht den bestmöglichen Standard der Versorgung" wider.
Was ist nun anders? Nach einem Treffen zwischen dem Unternehmen und der Behörde schlug Moderna einen überarbeiteten Zulassungsansatz vor. Daraufhin akzeptierte die FDA den Antrag zur formellen Prüfung.
Was war der Moderna-Vorschlag? Vollständige Zulassung für Erwachsene im Alter von 50 bis 64 Jahren und beschleunigte Zulassung für Personen ab 65 Jahren mit Verpflichtung zu weiteren Studien nach der Markteinführung.
Was ist der Zeitplan? Die FDA hat dem Antrag ein Zieldatum am 5. August 2026 zugewiesen – das heißt, bis dahin will sie entscheiden, ob der Impfstoff zugelassen wird. Wenn er genehmigt wird, könnte der Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren in der Grippesaison 2026/2027 verfügbar sein.
Was ist der Hintergrund? Einige hochrangige Verantwortliche in der US-Gesundheitspolitik, darunter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., sind öffentlich kritisch gegenüber mRNA-Impfstoffen bzw. gegenüber der bisherigen Impfstoff-Politik aufgetreten.
Warum ist das relevant? Ein mRNA-Grippeimpfstoff gilt als wichtiger Fortschritt gegenüber traditionellen Vakzinen, weil er sich schneller an neue Virusstämme anpassen könnte.
Was ist mRNA? Die Abkürzung steht für Messenger-RNA (Boten-RNA). Sie ist eine Art Bauplan, den unsere Zellen ganz natürlich benutzen. Normalerweise sagt mRNA den Zellen, welches Protein sie herstellen sollen.
Wie ist das beim Impfstoff? Bei einem mRNA-Impfstoff bekommt der Körper eine künstlich hergestellte mRNA. Diese enthält den Bauplan für ein harmloses Stück eines Virus. Die Zellen lesen diesen Bauplan und produzieren kurzzeitig dieses Protein. Dadurch lernt das Immunsystem, den Erreger zu erkennen und Abwehrstoffe zu bilden.
Warum ist die Debatte entstanden? Die ersten Covid-Impfstoffe basierten auf der mRNA-Technologie, sie kamen ins Fadenkreuz der Impfskeptiker. Die Angst war, dass die mRNA die DNA verändern könnte und es keine langfristigen Erfahrungen gab.
Worum geht es? Die Polizei konnte einen 18-Jährigen festnehmen, der mutmaßlich einen Anschlag geplant hatte. Der Mann lief am Dienstag mit einer Schrotflinte in der Hand auf das Kapitol in Washington DC zu.
Was ist passiert? Der 18-Jährige war nur einen Block vom Kapitol entfernt aus einem weißen Mercedes-SUV gestiegen, der nicht auf ihn zugelassen ist. Beamte der US-Kapitolpolizei stoppten den Mann und forderten ihn auf, die Waffe fallen zu lassen.
Kam er dem nach? "Ja, dann legte er sich auf den Boden und wurde festgenommen", sagte Kapitolpolizeichef Michael Sullivan auf einer Pressekonferenz. Laut Sullivan war die Schrotflinte geladen, der Verdächtige trug eine taktische Weste und taktische Handschuhe und hatte zusätzliche Munition bei sich.
Was weiß man über den Mann? Die Capitol Police weigert sich, den Verdächtigen zu identifizieren, sagte nur, es handle sich um "einen 18-Jährigen, der nicht in der Gegend wohnt." Er soll einen Kevlarhelm und eine Gasmaske in seinem Auto zurückgelassen haben.
Was ist das große Bild? Die Zahl der Bedrohungen gegen Mitglieder des Kongresses steigt sprunghaft an. Die US-Kapitolpolizei hat im vergangenen Jahr fast 15.000 Fälle zur Gefährdungsbeurteilung eröffnet. Das ist ein Anstieg gegenüber 9.474 im Jahr 2024, also ein Zuwachs von fast 60 Prozent.
Worum geht es? In den Sierra Nevada-Bergen im Norden Kaliforniens kam es nahe Lake Tahoe zu einem massiven Lawinenabgang. Am Mittwoch konnten acht Personen nur noch tot geborgen werden, ein Sportler wird noch vermisst.
Wer sind die Opfer? Die Lawine traf eine Gruppe von 15 Personen (vier Guides und elf Teilnehmer), die auf einer dreitägigen Skitour unterwegs waren.
Wann kam es zum Lawinenabgang? Die Lawine wurde gegen 11:30 Uhr Ortszeit am Dienstag ausgelöst. Rettungs- und Bergungsteams arbeiten weiterhin, aber Wetterbedingungen, Schnee und die Gefahr weiterer Lawinen erschweren den Einsatz.
Kommen solche Unglücke häufiger vor? Es handelt sich um die tödlichste Lawine in der modernen Geschichte Kaliforniens. Sie übertrifft die Zahl der Todesopfer eines Abgangs im März 1982 in derselben Region, damals kamen sieben Menschen ums Leben.
War die Gruppe gewarnt? Sie befand sich abseits der gesicherten Pisten. Trotz Warnungen vor hoher Lawinengefahr in der Region setzten die Skifahrer ihre Tour fort.
Wie waren die Wetterbedingungen? Die Wetterstation in Truckee meldete am Dienstag acht Stunden anhaltenden starken Schneefall mit einer Sichtweite von nur 200 Metern. Die Temperatur war in der Nacht zum Dienstag auf etwa -7 Grad Celsius gefallen, mit Böen von rund 32 km/h.
Wie lässt sich das einordnen? In einem Beitrag auf X schrieb Colin McCarthy, ein Sturmjäger der University of California, Davis: "Das sind die schlimmsten Schneesturmbedingungen, die ich je in meinem Leben am Donner Summit in Kalifornien westlich von Truckee erlebt habe."
Worum geht es? Italien im Franz von Assisi-Fieber. Vor 800 Jahren, am 4. Oktober 1226, starb der Gründer des Franziskanerordens an der Stätte seines Wirkens. Aus diesem Anlass werden jetzt erstmals die sterblichen Überreste des Heiligen ausgestellt.
Wer war Franz von Assisi? Der tief gläubige Sohn eines reichen Tuchhändlers wollte dem Beispiel Christi folgen und wählte ab dem Jahr 1206 ein Leben in radikaler Armut. 1209 gründete er seinen Orden und scharte Gleichgesinnte um sich. Franziskus wurde nur zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen und gilt inzwischen als einer der wichtigsten Heiligen der katholischen Kirche.
War Papst Franziskus nach ihm benannt? Ja, der 2025 verstorbene Pontifex wählte den Heiligen Franz als seinen Namenspatron – übrigens als erster Papst überhaupt in der Kirchengeschichte.
Was genau wird in Assisi gezeigt? Die Gebeine des Heiligen Franziskus. Sie werden in der nach ihm benannten Basilika ab Sonntag, dem 22. Februar, ausgestellt. Die Schau wird bis zum 22. März dauern.
Warum ist man sicher, dass es wirklich seine Gebeine sind? Franz wurde nach seinem Tod im Alter von 44 oder 45 Jahren (sein genaues Geburtsdatum kennt man nicht) von seinen Anhängern an einem geheimen Ort bestattet. Erst 1818 erlaubte Papst Pius VII. den Franziskanern, das Grab freizulegen. Seit damals ist der 1228 heilig gesprochene Franz in der Basilika aufgebahrt.
Wurden seine Reliquien bereits einmal ausgestellt? Nein, das ist das erste Mal. Die Gebeine wurden allerdings schon öfter wissenschaftlich untersucht, zuletzt im Jahr 2015.
Warum jetzt die Ausstellung? Man wolle den Gläubigen zum 800. Todestag des Heiligen ein "unmittelbares, sinnliches Erlebnis" ermöglichen, so der Orden, bei dem bereits 350.000 Anmeldungen für die Ausstellung eingegangen sind.
Was muss man tun, wenn man die Gebeine sehen möchte? Es wurde ein Online-Reservierungssystem eingerichtet, in dem man nach noch freien Terminen suchen kann.
Gibt es noch weitere Feierlichkeiten zum 800. Todestag? Ja, in Italien, wo der Heilige als Schutzpatron des Landes verehrt wird, ziehen sich die Feierlichkeiten bis in den Herbst. Höhepunkt: Der Todestag von Franz von Assisi am 4. Oktober wurde von der Regierung zum gesetzlichen Feiertag erklärt.
Worum geht es? Binnen fünf Tagen hat die Ukraine zuletzt mehr als 200 Quadratkilometer seines Staatsgebietes von den russischen Aggressoren zurückerobert. Es seien die größten Geländegewinne für das Land seit Juni 2023, berichtet das Institute for the Study of War (ISW) am Dienstag. Damit seien die Geländeverluste vom Dezember (244 Quadratkilometer) beinahe wieder ausgeglichen.
Wie kam es dazu? Verantwortlich für diesen unerwartet großen Erfolg dürfte Elon Musks Starlink-Satellitensystem sein. Er hatte den russischen Streitkräften den Zugang zum Satellitensystem blockiert.
Warum macht Musk das? Über die Beweggründe des Multimilliardärs kann man nur spekulieren. Aber sicher ist, dass russische Militärbeobachter die Unterbrechung bereits am 5. Februar festgestellt hatten, nachdem der US-Tech-Unternehmer "Maßnahmen" angekündigt hatte, um die Nutzung dieser Technologie durch den Kreml zu beenden.
Wie war das bisher? Dank Starklink konnten russische Drohnen elektronische Störsignale umgehen. Russlands Militär griff teilweise sogar für Angriffe mit Langstreckendrohnen auf die Satellitenunterstützung von Musks System zurück.
Und darf die Ukraine Starlink nutzen? Ja, daran hat sich nichts geändert. Die Verteidiger nutzen die Satellitenunterstützung durch Starlink bereits seit Beginn des Krieges.
Ist damit eine Wende im Ukraine-Krieg eingeläutet? Es ist auf jeden Fall ein wichtiges Signal, militärisch und auch moralisch. Aber am Ende hängt alles davon ab, wie lang Elon Musk seine Unterstützung für die Ukraine aufrechterhält. Oder ob es Moskau gelingt, eine tragfähige Alternative für Starlink zu finden.
Worum geht es? Bereits kurz nach seinem Amtsantritt fuhr US-Präsident Donald Trump schwere Geschütze gegen Museen und Ausstellungen auf, die Amerikas Sklaverei-Historie zum Thema haben.
Mit welcher Begründung? Er forderte in einer seiner Executive Orders, "die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherzustellen" und die "Verbreitung von spaltender Ideologie" rückgängig zu machen.
Wie äußert sich das? In Philadelphia wurde etwa eine seit 2010 existierende Freiluftschau zum Thema im Presidential House, dem ersten Amtssitz des ersten US-Präsidenten George Washington, im vergangenen Jänner abgebaut. Doch die Stadt klagte dagegen.
Gibt es schon ein Urteil? Ja, Richterin Cynthia M. Rufe ordnete an, dass die Ausstellung wieder aufgebaut werden müsse. Überraschender als das war allerdings ihre Urteilsbegründung.
Was sagte sie? Die US-Regierung habe nicht die Befugnis, "historische Wahrheiten zu verschleiern und zu verfälschen", so die Richterin in ihrem Urteil, in dem sie sich auf den Roman "1984" des Schriftstellers George Orwell über einen dystopischen, autoritären Staat bezieht.
In welcher Weise? Es sei, "als gäbe es nun das Ministerium für Wahrheit aus George Orwells '1984' mit seinem Motto 'Unwissenheit ist Stärke'", so die Richterin in ihrem Urteil. Die US-Regierung behaupte, "sie allein habe die Macht, historische Darstellungen zu löschen, zu verändern, zu entfernen und zu verbergen".
Wird die Sklaverei-Ausstellung jetzt wieder aufgebaut? Das wird sich erst weisen. Das Urteil von Richterin Cynthia M. Rufe gilt zunächst nur vorläufig, es müssen noch weitere Gerichtsverfahren abgeschlossen werden, hieß es.