Worum geht es? Am 19. September brachte Apple sein neues Smartphone in die Geschäfte. Nun liegen die ersten Verkaufszahlen vor und die lassen das Unternehmen in Jubel ausbrechen.
Warum? Die neue Serie iPhone 17 verkaufte sich in den ersten zehn Tagen in den USA und China um 14 Prozent besser als das Vorgängermodell in diesem Zeitraum, ermittelte das Marktforschungsfirma Counterpoint Research. Das gilt als Indikator für den Weltabsatz.
Was sagt Apple? Der Konzern kommuniziert keine offiziellen Zahlen. Aber vor allem in China flutscht das Geschäft. Hier sollen sich die Verkäufe sogar verdoppelt haben. Der Boom schafft aber auch Probleme.
Luxusprobleme? Ja, irgendwie schon. Apple hat nämlich einen solchen Erfolg nicht erwartet und zu geringe Stückzahlen bestellt. Deshalb waren die Geräte, vor allem das klassische iPhone, auch in Österreich tagelang vergriffen.
Was macht Apple nun? Laut Lieferketten-Berichten soll Apple die Produktion des Standard-iPhone 17-Modells allein um 30 bis 40 % hochfahren. Eine unabhängige Schätzung nennt rund 100 Millionen Einheiten im Jahr 2025 als neues Produktionsziel.
Was heißen die Verkäufe für Apple? Der Konzern steht kurz davor, erstmals 4 Billionen US-Dollar wert zu sein. Die Aktien stiegen zuletzt auf ein neues Rekordhoch.
Worum geht es? Am Mittwoch vergangener Woche wurde eine 21-Jährige in Santa Cruz, Kalifornien, von einem Seeotter leicht in den Fuß gebissen. Das Tier kaperte sich anschließend ihr Board. Nicht der erste derartige Vorfall in der Gegend.
Wovon reden wir? Der Steamer Lane ist ein beliebter Surfspot. Als Isabella O. einen Stich am Fuß verspürte, ließ sie sich ins Wasser fallen, um nachzusehen. Als sie wieder auftauchte, entdeckte sie den Grund des Stichs. Er saß auf ihrem Surfbrett.
Was bitte? Der "große, flauschige, kräftige Otterbär", wie die New York Times berichtete, wollte das Board auch nicht mehr verlassen. Als sich Isabella O., die nicht verletzt worden war, dem Tier näherte, blieb er einfach liegen. Die Feuerwehr musste anrücken.
Glauben Sie nicht? Es gibt aber die Bilder dazu. Der Otter hat inzwischen sogar einen Namen, also eine Art von Namen – 841.
Ein Einzelfall? Mitnichten! An der kalifornischen Küste kommt es inzwischen im Schnitt sechsmal am Tag zu Konflikten zwischen Wassersportlern und Ottern. Einer Studie zufolge haben die Tiere die Scheu vor den Menschen verloren.
Wie ist die Situation am Steamer Lane? Es kommt inzwischen täglich zu Vorkommnissen. Ob immer 841 dahinter steckt, ist unklar. Der Seeotter hat nämlich seinen Peilsender am Ohr abgekaut.
Worum geht es? Bis Mai 2025 war Olaf Scholz deutscher Kanzler. Vor rund 40 Jahren war er als Student in eine 100 Quadratmeter große Wohnung in Hamburg gezogen. Die wird immer noch von der Polizei bewacht. Obwohl der Ex-Kanzler dort nicht mehr wohnt, berichtet der Spiegel.
Warum denn das? Scholz ist mit seiner Frau schon vor Jahren in eine andere Unterkunft übersidelt. An seiner alten Adresse gab es seither dreimal Ärger. Farbbeutel, Steine flogen gegen die Fassade, 2018 wurde ein Reifen angezündet. Im selben Jahr zog Scholz nach Potsdam.
Was ärgert Anwohner? Direkt vor dem Haus steht ein Polizei-Container, Polizisten bewachen die leere Wohnung, immer zu dritt, rund um die Uhr. Scholz schaut hin und wieder vorbei, oft wochenlang nicht.
Kommt der Container nun weg? Scholz ist ja nun kein Kanzler mehr, aber es wurde sogar ein neuer Container aufgebaut, doppelt so groß, mit Klimaanlage, 120.000 Euro teuer, schrieb die Hamburger Morgenpost.
Was stört an den Polizisten? Sie machen Lärm unterm Fenster, rauchen reden, die Funkgeräte knarzen, alle acht Stunden ist Schichtwechsel.
Wann ist es am ärgsten? Wenn Scholz oder seine Frau in der Wohnung sind. Dann kommt zusätzlich ein Streifenwagen, die Scheinwerfer bleiben auch in der Nacht an.
Worum geht es? Die rasante Entwicklung der KI bringt es mit sich, dass sich auch unsere Suche im Internet komplett neu gestaltet. Am Dienstag brachte OpenAI den Browser Atlas auf den Markt. Er basiert auf künstlicher Intelligenz.
Was ist der Hintergrund? Wer mit Google suchte, bemerkt seit Wochen einen Unterschied. Über den Suchergebnissen finden sich KI-Treffer mit teils sehr umfangreichen Zusammenfassungen.
Was ist die Folge? Viele Internet-User verzichten darauf, Links anzuklicken, weil ihnen die KI-Suchergebnisse genügen. Das führt zu Traffic-Einbußen der Betreiber. Dieser Trend wird sich in Zukunft verstärken.
Was bedeutet das in Zahlen? Das Forschungsunternehmen Datos gab an, dass im Juli 5,99 % der Suchanfragen in Desktop-Browsern auf großer Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT entfielen – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.
Was ist nun ChatGPT Atlas? Der Browser wurde "um ChatGPT herum aufgebaut", wie Firmenchef Chef Sam Altman sagte. Es gibt keine Adressleiste. ChatGPT Atlas ist für Apples MacOS-Betriebssystem verfügbar, hier finden Sie eine Präsentation.
Muss sich Google warm anziehen? "Nein, vorerst nicht", sagen Experten. Die meisten User werden zuwarten, bis Google dieses Service selbst anbietet.
Worum geht es? Auf der Strecke unter dem Ärmelkanal werden erstmals doppelstöckige Züge eingesetzt. Eurostar investiert zwei Milliarden Euro, die ersten Garnituren werden im Jänner 2031 fahren.
Wie viele Züge wurden bestellt? Im ersten Schritt kommen 30 Hochgeschwindigkeits-Einheiten, 20 weitere sollen folgen.
Wer baut die Züge? Der börsennotierte französische Hersteller Alstom – nach dem chinesischen Schienenfahrzeughersteller CRRC das zweitgrößte Unternehmen der Bahntechnik weltweit. Alstom hat auch eine Niederlassung in Wien und stellt die roten Niederflurstraßenbahn Flexity her.
Was weiß man über die neuen Garnituren? Sie tragen den Namen Eurostar Celestia und bekommen ein eigenes Design auf Basis der Avelia Horizon-Plattform. Die Züge sind 200 Meter lang.
Fahren sie nur die Kanalstrecke? Nein, sie kommen in allen fünf Ländern, die bedient werden, zum Einsatz, sowie in den neuen Zielen Genf und Frankfurt.
Was heißt das für Passagiere? Die Kapazität wird pro Zug um 20 % auf rund 540 Sitzplätze erhöht. Bei einer 400-Meter-Formation (wie heute durch den Kanaltunnel) kämen pro Zug rund 1.080 Sitzplätze hinzu.
Worum geht es? Der Bus kam, also schüttete Burcu Y. die Reste ihres Kaffeebechers in den Abfluss auf der Straße. Dafür soll sie nun eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 170 Euro zahlen, berichtet die Times.
Wo fand der Vorfall statt? In Richmond, einem Stadtteil von London. Die Frau wollte am 10. Oktober in die Arbeit fahren. Sie wurde von drei Ordnungshütern angehalten und zur Rede gestellt.
Warum ist das Wegschütten verboten? Die Beamten bezogen sich auf Abschnitt 33 des Umweltschutzgesetzes von 1990. Darin steht: Es ist eine Straftat, Abfälle auf eine Art und Weise abzulagern oder zu entsorgen, die geeignet ist, Land oder Wasser zu verschmutzen, einschließlich des Eingießens von Flüssigkeiten in Straßenabflüsse.
Wo hätte sie den Kaffee hinschütten sollen? Also entweder in sich hinein oder in einen nahegelegenen Mistkübel, wie ihr die Ordnungshüter empfahlen.
Wie hat die Frau den Einsatz erlebt? Als Schock, wie sie sagt. Sie fühlte sich verfolgt, drehte sich um und bemerkte die drei Männer. Das sei "ziemlich einschüchternd" gewesen. Warnschilder, dass es verboten sei, Flüssigkeiten wegzuschicken, gibt es nicht.
Muss die Frau die Strafe zahlen? Ja, aber sie kann es billiger haben. Wenn sie die Rechnung innerhalb von 14 Tagen begleicht, sind nur 115 Euro fällig.
Worum geht es? Ab 2023 zwangen mehrere Vulkanausbrüche die Bewohner der isländischen Stadt Grindavík zur Flucht. Viele werden nie mehr in ihre Häuser zurückkehren können. Der Geisterort zieht nun aber Touristen an.
Was passierte in Grindavík? Am 18. Dezember 2023 brach einige Kilometer nordöstlich von Grindavík ein Vulkan aus. Lava floss in die Stadt, Erdbeben rissen bis zu vier Kilometer lange Krater auf. Als der Ausbruch zum Erliegen gekommen war, kehrten einige der rund 3.700 Einwohner in die Stadt zurück.
Aber? Am 14. Januar 2024 gab es erneut Ausbrüche. Der Ort wurde wieder evakuiert. Zwei Tage lang verwüstete Lava den Ort, dann kamen die Flüsse zum Erliegen. Aber an ein Bewohnen ist vorerst nicht zu denken. Nur ein paar Bewohner wehren sich gegen Umsiedlungen, die anderen bekamen Ersatzquartiere.
Was geschieht nun? Anfang Oktober wurden den Einwohnern bei einer öffentlichen Versammlung die Pläne vorgestellt, was nun mit Grindavík passieren soll. Der Ort soll zum Teil wieder aufgebaut werden, in einzelnen Hochrisiko-Zonen wird es aber Dutzende Abrisse und ein Bauverbot geben. Die Arbeiten sollen unverzüglich beginnen.
Ist Grindavík gesperrt? Nein, seit Oktober 2024 ist die Stadt wieder begehbar. Guides führen Touren durch die Straßen, wie die BBC berichtet. Es bieten sich bizarre Momente. Etwa wenn man durch die Fenster ohne Vorhänge blickt und komplett möblierte Häuser sieht, die nie wieder bewohnt werden.
Worum geht es? Noch steht in den Sternen, wann sich Kreml-Chef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump treffen. Zumindest der Ort ist fix: Budapest. Doch gerade das wirft nun immer mehr Probleme auf.
Warum? Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) hat 2023 einen Haftbefehl gegen Putin erlassen. Das Gericht wirft ihm vor, für die Verschleppung von ukrainischen Kindern verantwortlich zu sein.
Wieso ist das für Ungarn ein Problem? Für Viktor Orbán nicht, aber Ungarn ist ein Binnenland, also von EU-Mitgliedsstaaten umgehen. Und die sind eigentlich gezwungen, einen internationalen Haftbefehl zu exekutieren.
Was heißt das? Sobald der russische Präsident den Luftraum des jeweiligen Landes betritt, müsste seine Maschine vom Himmel geholt werden. Putin käme dann in Haft.
Welche EU-Länder sind Mitglied beim IStGH? Alle 27 Staaten, allerdings hat Ungarn im Frühjahr 2025 seinen Austritt beschlossen, der voraussichtlich im April 2026 wirksam wird.
Was war der Grund? Der Haftbefehl gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Orban lud ihn im April zu einem viertägigen Staatsbesuch ein und ignorierte den Strafgerichtshof.
Was passiert nun mit Putin? Polen warnte den russischen Präsidenten am Dienstag davor, für ein Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump in Ungarn durch seinen Luftraum zu reisen.
Mit welcher Begründung? "Ich kann nicht garantieren, dass ein unabhängiges polnisches Gericht die Regierung nicht anweisen wird, ein solches Flugzeug herunterzubegleiten, um den Verdächtigen dem Gericht in Den Haag zu übergeben", sagte Außenminister Radosław Sikorski.
Wie wird das Problem gelöst? Bulgarien erklärte sich bereit, Putin die Nutzung seines Luftraums zu gestatten, wenn der Gipfel in Ungarn stattfinde, sagte Außenminister Georg Georgiev.