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11. Dezember 2025

Auftritt am Balkon Verschollene Nobelpreisträgerin zeigt sich

Worum geht es? Am Mittwoch sollte María Corina Machado der Friedensnobelpreis in Oslo verliehen werden. Aber die venezolanische Oppositionsführerin erschien nicht, ihre Tochter Ana Corina Sosa (33) übernahm die Auszeichnung.

Was passierte dann? Am Donnerstagmorgen um 2.24 Uhr in der Nacht tauchte Machado auf dem Balkon des Grand Hotel im Zentrum von Oslo auf und wurde von ihren Anhängern frenetisch bejubelt.

Was war die Folge? Machado ging auf die Straße, um die Menge zu begrüßen. Die stimmte die venezolanische Nationalhymne an und rief "libertad, libertad" (Freiheit, Freiheit).

Woher weiß man das? Machado teilte auf X ein Video von dem herzlichen Empfang, den sie auf dem Hotelbalkon erfuhr, mit dem Kommentar: "Oslo, hier bin ich!"

Wie kam sie ins Land? Die 58-Jährige soll laut einem Medienbericht verkleidet und mit Perücke an Militärposten vorbei in einen Vorort der Hauptstadt Caracas gebracht worden sein. Dann ging es per Fischerboot auf die Karibikinsel Curaçao und von dort mit einem Privatflugzeug über die USA nach Norwegen.

Wann war Machado davor zuletzt gesehen worden? Sie trat zuletzt am 9. Januar bei einer Demonstration in Caracas gegen die Amtseinführung von Nicolás Maduro für seine dritte Amtszeit als Präsident öffentlich auf.

Was ist der Hintergrund? Die 58-Jährige wurde für ihren Kampf zur Rettung Venezuelas vor seinem Schicksal als "brutaler, autoritärer Staat" ausgezeichnet, die Wahl war umstritten. Machado ist Trump-Anhängerin, ihr Spitzname in Venezuela lautet "Eiserne Lady".

Was ist ihre Rolle? Machado hatte sich 2024 für den Oppositionskandidaten Edmundo González stark gemacht. Er dürfte die Präsidentenwahl gewonnen haben, aber der autoritäre Präsident Maduro erklärte sich zum Sieger. González ging daraufhin nach Spanien ins Exil.

Weitere Meldungen

SpaceX will an Börse Und es geht um 1,5 Billionen Dollar

Worum geht es? 2026 könnte ein wildes Wirtschaftsjahr werden. Bloomberg schätzt, dass private Unternehmen im Wert von bis zu 2,9 Billionen Dollar an die Börse gehen könnten. Im Mittelpunkt: SpaceX.

Weil? Elon Musk bestätigtein der Nacht auf Donnerstag auf X, dass er sein Weltraumunternehmen 2026 an die Börse bringen wird. Die Investoren seien darüber bereits informiert worden.

Was ist das große Bild? SpaceX strebt eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an. Es handelt sich um den wertvollsten Börsengang der Geschichte.

Warum macht Musk das? SpaceX hatte trotz seiner privaten Unternehmensstruktur bisher keine Probleme, sich Kapital zu beschaffen. Die Möglichkeit, Aktien an die Börse zu bringen, könnte aber kostspieligen Projekten einen Boost geben.

Wer ist an SpaceX beteiligt? Etwa Googles Mutterkonzern Alphabet, Finanzgiganten wie Fidelity Investments und prominente Risikokapitalgesellschaften wie Founders Fund, Sequoia Capital, Valor Equity Partners und Andreessen Horowitz.

Comeback von Lawrence Fans der "Hunger Games" flippen aus

Worum geht es? Die "Tribute von Panem" (Originaltitel "The Hunger Games") kehren 2026 mit einem Prequel zurück. Nun wurde bekannt: Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson sind wieder dabei.

Wie reagierten die Fans? Ein Satz in einem Online-Kommentar drückt die Begeisterung aus: "Es ist im Grunde wie die Rückkehr Jesu auf die Erde."

Wie erfolgreich waren die Filme? Die Hunger Games-Reihe hat seit der ersten Veröffentlichung 2012 Berichten zufolge 3,3 Milliarden Dollar eingespielt. Die bisher fünf Filme basieren auf der Romanreihe von Suzanne Collins.

Was passiert nun? Der neue Film "Sunrise on the Reaping" spielt in Panem am Morgen der Auslosung der 50. Hungerspiele, 24 Jahre vor den Ereignissen von "Die Tribute von Panem".

Warum ist das Duo Lawrence/Hutcherson so ein Ereignis? Die beiden waren zuletzt 2015 in "Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2" gemeinsam zu sehen. Der Film endete mit dem Duo als Ehepaar mit Kindern.

Wer ist sonst noch dabei? Ralph Fiennes als Präsident Snow, Jesse Plemons als Plutarch Heavensbee, Kelvin Harrison Jr. als Beetee Latier, Kieran Culkin als Caesar Flickerman und Elle Fanning als Effie Trinket. Joseph Zada, Glenn Close , Mckenna Grace , Maya Hawke und Whitney Peak vervollständigen laut Hollywood Reporter die Hauptbesetzung.

USA entern Öltanker Neue Eskalation des Venezula-Konflikts

Worum geht es? Die USA haben vor der Küste Venezuelas einen großen Öltanker beschlagnahmt. Das beschlagnahmte Schiff soll etwa 1,1 Millionen Barrel venezolanisches Öl geladen haben und steht unter US‑Sanktionen, berichtet der Guardian.

Warum weiß man davon? Weil es auf dem X-Account von US-Justizministerin Pam Bondi ein Video von dem Marines-Einsatz gibt, es wurde teilweise geschwärzt. die Bilder zeigen den betreffenden Tanker, er liegt vor der Küste Venezuelas, sollte dort aber nicht sein.

Sondern? Laut Marine Traffic übermittelte das Schiff eine falsche Position – eine bekannte Taktik von Schattentankern, die Öl aus den sanktionierten Ländern Russland, Venezuela und Iran transportieren.

Wo ist das Schiff positioniert? Offiziell in der Nähe der Küste Guyanas. Satellitenbilder zeigen aber, dass es sich tatsächlich wochenlang im venezolanischen Hafen José aufhielt. Er leigt Liftlinie 1.150 Kilometer entfernt.

Was ist der Hintergrund? Das Schiff namens "Skipper" (früherer Name "Adisa"), war laut US‑Behörden Teil eines illegale Netzwerks von Tankern („shadow fleet“) mit Verbindungen zu Venezuela und Iran. Der Tanker fuhr unter guyanischer Flagge, um US-Sanktionen zu umschiffen.

Was wollen die USA? Die Sanktionen sind Teil einer seit 2019 bestehenden US‑Strategie, Venezuelas Öleinnahmen zu reduzieren und Druck auf die Regierung von Präsident Nicolás Maduro aufzubauen. Die US-Regierung hat mehr als 170 Schiffe sanktioniert.

Was sagt Venezuela? Das Land verurteilte den Einsatz scharf und sprach von "internationaler Piraterie" und Diebstahl seines Öls.

"Wir sind nächstes Ziel" NATO-General warnt in Rede vor Putin

Worum geht es? In einer Grundsatzrede bei einer Veranstaltung der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in Berlin sprach NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine deutliche Warnung aus: "Wir sind Russlands nächstes Ziel".

Was ist der Hintergrund? Der Niederländer rechnet nicht damit, dass es der russische Präsident Wladimir Putin bei dem Krieg gegen die Ukraine belassen will. "Wir müssen uns über die Bedrohung völlig im Klaren sein", sagte er (hier gibt es das Video).

Was waren die eindringlichsten Worte? Ein mit Russland geführten Krieg könne "von einem Ausmaß sein, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlebt haben".

Welche Zahlen nannte er zur Ukraine? In diesem Jahr habe Russland mehr als 46.000 Drohnen und Raketen  abgefeuert. Das Land produziere 2.900 Angriffsdrohnen pro Monat sowie eine ähnliche Zahl an Attrappen. Hinzu seien 2025 rund 2.000 landgestützte Marschflugkörper und ballistische Raketen gekommen.

Was fordert er? Mehr Engagement bei der Steigerung der Verteidigungsausgaben und der Unterstützung der Ukraine. "Unsere Streitkräfte müssen bekommen, was sie brauchen, um uns zu schützen. Und die Ukraine muss bekommen, was sie braucht, um sich zu verteidigen – jetzt."

Aus für Verbrenner-Aus EU kippt geplantes Verbot für 2035

Worum geht es? Am 28. Oktober 2022 hatte sich die Europäische Union darauf geeinigt, den Verkauf neuer Pkw und leichter Transporter mit Verbrennungsmotoren ab 2035 zu verbieten. Nun wird das Vorhaben gestoppt.

Was war geplant? Neuwagen hätten ab diesem Datum nur noch emissionsfrei sein dürfen (also praktisch nur E-Autos). Der Beschluss war Bestandteil des Klimapakets "Fit for 55". Dieses Gesetz wurde vom EU-Parlament und dem Rat beschlossen.

Und nun? Am Donnerstag sickerte aus Brüssel durch, dass die EU auf die Bremse steigt. Statt eines völligen Verbots von CO₂-Emissionen ab 2035 soll nur eine 90-Prozent-Reduktion vorgeschrieben werden.

Was noch? Außerdem gibt es Berichte, wonach in Neuwagen auch nach 2035 weiterhin Verbrennungsmotoren erlaubt sein sollen, wenn sie bestimmte Auflagen erfüllen, weil man Technologieoffenheit behalten will.

Ist das schon fix? Nein, die Pläne sind noch nicht endgültig beschlossen: Der Vorschlag muss noch zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und den Mitgliedstaaten ausgehandelt werden. Aber es zeichnet sich eine klare Mehrheit für die Aufhebung des Verbots ab.

Was soll Klarheit herrschen? In der kommenden Woche will die EU-Kommission ihre Pläne verraten.

Wer war federführend? Mehrere EU-Mitgliedstaaten (Deutschland, Italien, Polen, Ungarn, aber auch Österreich) haben Druck gemacht. Sie argumentierten mit dem Erhalt von Industrie und Arbeitsplätzen.

8.437 Euro „Ruhegeld“ Ehemalige TV-Chefin kassiert lebenslang

Worum geht es? Claudia Nothelle war sieben Jahre lang Programmdirektorin des RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Das bringt ihr nun ein lebenslanges "Ruhegeld" in Höhe von 8.438 Euro pro Monat ein. Gerichtlich abgesegnet.

Was ist "Ruhegeld"? Es wird üblicherweise ausgezahlt, wenn ein Dienstvertrag endet (meistens einer Spitzenkraft), aber noch kein Anspruch auf Rente besteht, quasi als Überbrückung.

Was ist beim RBB anders? In älteren Verträgen wurde vereinbart, dass dieses "Ruhegeld" lebenslang ausbezahlt wird. Selbst wenn man zusätzlich arbeitet.

Wie war es in diesem Fall? Claudia Nothelle war 52, als sie den Sender verließ. Drei Jahre später lief ihr Vertrag aus, sie bekam eine Abfindung und ab da "Ruhegeld".

Aber? Weil es im Sender einen Sparkurs gab und die Spitzengehälter in der Öffentlichkeit wild umstritten waren, stellte RBB 2023 die Zahlungen ein. Nothelle klagte und gewann nun.

Das heißt? Das Arbeitsgericht Berlin bestätigte, dass der heute 61-Jährigen lebenslang der volle Anspruch zusteht. Das Urteil erging Ende September und wurde nun rechtskräftig.

Was ist die Folge? Der Sender muss die einbehaltenen Summen vollständig erstatten. Ein RBB-Anwalt rechnete laut Bild vor Gericht vor, Nothelle könne bei "durchschnittlicher Lebenserwartung" bis zu vier Millionen Euro erhalten.

Was macht Nothelle aktuell? Sie ist Professorin für Fernsehjournalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Das Gehalt dafür, rund 6.500 Euro im Monat, kommt obendrauf.

Ein Einzelfall? Nicht wirklich. Die frühere Intendantin Dagmar Reim etwa erhält laut F.A.Z. ein "Ruhegeld" von monatlich 16.000 Euro. Ende 2022 standen auf der Ruhegeldliste des RBB 17 Personen, die 2,5 Millionen Euro jährlich kassierten, wie die "Welt am Sonntag" auflistete.

Absage nach Eröffnung Kambodscha reist von SEA Games ab

Worum geht es? Am Dienstag wurden die Southeast Asian Games (SEA Games) in Thailand eröffnet. Kambodscha nahm an der Zeremonie teil, zog seine Delegation aber am nächsten Tag zurück.

Hat sich das angekündigt? Ja, zuvor hatte Kambodscha bereits verlautbart, in mehreren Sportarten (Fußball, Volleyball, Karate, Judo)  nicht anzutreten.

Wie wurde der Abgang erklärt? Laut dem Nationalen Olympischen Komitee Kambodschas (NOCC) sei die Gefährdung der Sicherheit der Athleten sowie Sorgen der Familien der Beteiligten ausschlaggebend gewesen.

Was ist der Grund? Vor dem Beginn der Spiele war der Grenzkonflikt zwischen Kambodscha und Thailand neu aufgeflammt. Es soll Tote und Verletzte geben, eine halbe Million Menschen ist auf der Flucht.

Worum geht es da? Um einen teils Jahrzehnte dauernden Konflikt, der mehrere Gebiete entlang der 817-Kilometer-Grenze umfasst. Hier liegen Tempelanlagen aus der Zeit des Khmer-Imperiums (802 bis 1431 n. Chr.). Prasat Preah Vihear etwa wird von beiden Ländern beansprucht, jedoch 1962 mit einem Urteil des Internationalen Gerichtshofs zu kambodschanischem Staatsgebiet erklärt.

Hatte Trump den Konflikt nicht befriedet? Ja, aber offenbar nicht dauerhaft. Ein Waffenstillstand war im Oktober ausgehandelt worden, nun gibt es erneut einen massiven Waffeneinsatz – Artillerie, Raketen, Luftangriffe.

Was sind die Southeast Asian Games? So eine Art regionale Olympische Spiele, die alle zwei Jahre stattfinden. Sie dauern bis 20. Dezember. Es nehmen 11 Länder daran teil.