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12. März 2026

Forderung: 700 Millionen Vier Manager klagen Deutsche Bank

Worum geht es? Vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank haben vor englischen Gerichten eine Klage gegen das Geldhaus eingereicht. Sie verlangen über 600 Millionen Pfund Schadenersatz, umgerechnet fast 700 Millionen Euro.

Was ist der Grund? Die Manager sagen, die hätten durch Entscheidungen der Bank Karriereschäden erlitten. Der Fall steht mit früheren Geschäften im Zusammenhang mit der italienischen Bank Monte dei Paschi in Verbindung.

Was sagt das Geldinstitut? Die Deutsche Bank bezeichnet die Ansprüche als "grundlos" und will sich dagegen wehren.

Was ist die Vorgeschichte? In den letzten Jahren hat die Deutsche Bank eine Reihe von großen Umstrukturierungen und strategischen Neuausrichtungen durchgeführt, um ihre Profitabilität zu verbessern. Die Restrukturierung begann 2023 und umfasste mehrere Maßnahmen.

Welche? Tausende Jobs wurden gestrichen. Es gab eine Neuordnung von Geschäftsbereichen. Einige Teams in London und New York wurden in Regionen mit geringerem Kostenaufwand verschoben. Statt leistungsbasierter Boni wurden teilweise feste Vergütungspakete eingeführt.

Wie betraf das die Kläger? Es handelt sich um früher führende Investmentbanker in London. Sie hätten Karriere‑Chancen verloren, Bonuszahlungen in Millionenhöhe verloren, Rufschädigung erlitten und seien in eine schlechtere Marktposition gebracht worden, klagen sie.

Warum ist die Summe so hoch? Weil Investmentbanker ganz gut verdienen. Beispiel: Wenn ein Banker normalerweise 10 Millionen Pfund pro Jahr an Boni bekommt und die Restrukturierung fünf Jahre wirkt, könnten allein die entgangenen Boni 50 Millionen pro Person ausmachen.

Weitere Meldungen

5.000 Euro zur Jause Bub brachte Geldbündel in Schule mit

Worum geht es? Die Polizei von Osnabrück im deutschen Bundesland Niedersachsen hatte am Mittwoch einen ungewöhnlichen Einsatz. Eine Lehrerin hatte sie in die Schule gerufen.

Warum? Weil ein siebenjähriger Schüler mit einem Bündel Geldscheinen zum Unterricht erschienen war. In einem Kuvert, das er stolz herzeigte, befanden sich 5.000 Euro.

Blüten? Nein, echtes Geld. "Alles völlig legal - nur zu Anschauungszwecken", schreibt die Polizei. "Wann sieht man schließlich so viel Geld auf einen Haufen?"

Was ist der Hintergrund? Der Bub hatte das Kuvert mit dem Geld daheim entdeckt. Seine Eltern wollten damit ein Auto kaufen. Aber um ein bisschen damit anzugeben, steckte er die Scheine zu Schulbüchern und Jause in die Schultasche.

Hat die Prahlerei wenigstens gewirkt? Ja, und das sogar doppelt. Die Schulkollegen zeigten sich beeindruckt und nahmen die Banknoten in die Hand. Deshalb wurde aber eine Lehrerin auf den Vorfall aufmerksam.

Und sie holte die Polizei? Ja, weil sie dachte, mit dem Geld stimme irgendetwas nicht. Der Fall war aber schnell geklärt.

Heißt? Das Geld wanderte vollständig zurück in den Umschlag und wurde den Eltern zurückgegeben. "Nichts passiert", schreibt die Polizei. "Eltern glücklich, Sohnemann glücklich, Mitschüler begeistert."

"Gelebtes Geschlecht" EU-Länder müssen Ausweise neu machen

Worum geht es? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Donnerstag ein Urteil gesprochen, das die Rechte von Transpersonen in der Europäischen Union stärkt.

Wodurch? EU‑Mitgliedstaaten dürfen nicht pauschal verbieten, dass Menschen ihren Geschlechtseintrag in Ausweisen ändern – wenn dieser nicht mit ihrer "gelebten Geschlechtsidentität" übereinstimmt.

Was bedeutet das: Der Entscheid betrifft z. B. Personalausweis, Reisepass oder andere ID‑Dokumente. Das Urteil ist nach Angaben des höchsten EU‑Gerichts bindend für alle EU‑Länder – sie müssen ihre Regeln entsprechend anpassen.

Was ist der Hintergrund? Ein bulgarischer Staatsbürger, der als Mann registriert war, identifiziert sich als Frau und lebt mittlerweile in Italien. Sie beantragte, dass Bulgarien ihren Geschlechtseintrag, ihren Namen und ihre Identitätsnummer ändert.

Aber? Das geltende bulgarisches Recht ließ das nicht zu, weil der Eintrag nach biologischem Geschlecht erfolgt. Bulgarische Gerichte legten den Fall dem EuGH vor.

Was bedeutet das Urteil konkret? Staatliche Ausweise dürfen nicht mehr allein auf dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht basieren, wenn jemand in Wahrheit ein anderes Geschlecht lebt.

Können Länder ausscheren? Nein, Gesetze, die Transpersonen generell das Recht auf Anpassung der Geschlechtsmarkierung verwehren, verstoßen gegen EU‑Recht – besonders gegen die Grundrechte auf Nicht‑Diskriminierung und die Freizügigkeit innerhalb der EU.

Wen betrifft das vorrangig? Bislang erlauben einige EU‑Staaten (z. B. Bulgarien, Ungarn, die Slowakei) keine einfache Änderung des Geschlechtseintrags oder machen sie sehr schwer.

Haare kommen weg FDP-Politikerin rasiert sich Glatze

Worum geht es? In einem Interview mit der "Schwäbischen Zeitung" hatte FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner eine tollkühne Aussage getätigt: Wenn ihre Partei es nicht in den Landtag schafft, dann rasiert sie sich die Haare ab.

Was passierte dann? Am Sonntag fanden im deutschen Bundesland Baden-Württemberg Landtagswahlen statt. Die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir gewannen hauchdünn vor der CDU, die SPD stürzte auf 5,56 Prozent ab.

Und die FDP? Sie flog mit einem Minus von 6,1 Prozent aus dem Landtag.

Wie war der Wortlaut im Interview? Frau Büttner, Umfragen sehen die FDP in Baden-Württemberg bei fünf Prozent. Würden Sie darauf wetten, dass Ihre Partei wieder in den Landtag einzieht?
Ich bin sicher, dass wir es schaffen. Ganz sicher.
Dann können Sie ja wetten.
Um was denn?
Das müssen Sie sagen. Es muss aber wehtun, wenn Sie die Wette verlieren.
Wehtun? Okay. Ich liebe meine Haare. Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal.

Wie kam das an? Die Ankündigung löste eine breite Diskussion aus. Einige Menschen sahen darin eine erfrischende Form politischer Selbstironie. Andere kritisierten, dass solche Wetten politische Inhalte überlagern könnten und eher wie ein Medien-Gag wirken.

Und, kommen die Haare weg? Auf Instagram bestätigte Büttner nun, dass sie zu ihrem Wort stehen wolle. Für sie gehöre es zur politischen Glaubwürdigkeit, auch symbolische Versprechen einzuhalten – selbst wenn sie persönlich unangenehm seien.

Was fehlt noch? Die Durchführung. Wann und wo es zum neuen Haarschnitt kommen soll, ließ Büttner nämlich offen.

Was muss man über Büttner wissen? Studierte Volkswirtin (St. Gallen, Paris, Stockholm und Stanford). Arbeitete zunächst in der Finanz- und Tech-Branche, gründete ein KI-Unternehmen. 41 Jahre alt, Tochter einer jamaikanischen Hebamme und eines deutschen Arztes, verheiratet, zwei Kinder.

Und politisch? Mitglied der FDP seit etwa 20 Jahren. 2025 wurde sie auf einem Parteitag mit etwa 80 % der Stimmen zur Generalsekretärin gewählt.

Gefahr am Dubai-Airport Vier Verletzte, als Drohne abstürzte

Worum geht es? Zwei Drohnen stürzten am Mittwoch in der Nähe des Hauptflughafens von Dubai ab, dem größten Airport der Welt. Mindestens vier Personen wurden verletzt.

Wo kam es zu dem Vorfall? Laut Behörden waren es keine direkten Treffer im Passagierbereich, sondern Einschläge bzw. Trümmer in der Umgebung.

Woher stammen die Verletzten? Bei dem Vorfall erlitten zwei Ghanaer und ein Bangladescher leichte Verletzungen, ein Inder wurde mittelschwer verletzt.

Wurde der Betrieb eingestellt? Die Behörden erklärten, dass der Flugbetrieb weiterläuft bzw. inzwischen wieder läuft, obwohl es kurzfristige Unterbrechungen wegen Sicherungsmaßnahmen und Reinigungsarbeiten gab.

Wie massiv ist das Drohnenproblem? Das Verteidigungsministerium in Dubai gab bekannt, dass bisher 1.385 Drohnen abgefangen wurden, wobei es zu 90 Einschlägen an Land kam.

Was sorgte zuletzt für Aufsehen? Videos, die Urlauber vom Strand aus aufgenommen hatten. Sie zeigen offenbar, wie ein Kampfjet der Vereinigten Arabischen Emirate eine iranische Shahed-Angriffsdrohne verfolgt.

Das Ende des Erb-Adels Briten schaffen das Peers-System ab

Worum geht es? Das britische Oberhaus, also das House of Lords, hat am Mittwoch einen fast revolutionären Schritt gesetzt. Das House of Lords (Hereditary Peers) Bill wurde abgeschafft.

Was ist das? Ein traditionelles Gesetz, das seit über 700 Jahren existiert. Es geht dabei um die sogenannten "Hereditary Peers" — also erblich begründete Adelssitze im Oberhaus. Sie wird es künftig nicht mehr geben.

Was galt bis jetzt? Bislang hatten 92 erbliche Peers (z. B. Herzöge, Grafen, Viscounts), die ihre Sitze nach Familienerbe innehatten, das Recht, im Oberhaus zu sitzen und mitzuentscheiden. Diese Praxis wird abgeschafft.

Was kommt? Nach dem Ende der aktuellen Parlamentssession im Frühling werden diese Erb-Sitze nicht mehr bestehen. Die betroffenen Peers verlieren automatisch ihr Sitz‑ und Stimmrecht – sofern sie nicht zusätzlich als "Life Peers" ernannt wurden.

Heißt was? Personen, die ihre Titel geerbt haben, können also nicht mehr allein aufgrund dieser Erbschaft im Oberhaus sitzen. Life Peers bleiben auf Lebenszeit.

Gab oder gibt es bekannte Peers? Aber ja. Winston Churchill war einer oder Lord Byron. Die frühere britische Premierministerin  Margaret Thatcher war Life Peer, die Funktion war also nicht vererbbar.

Was ist der Hintergrund? Die Reform ist Teil einer längerfristigen Modernisierung des britischen Parlaments, die bereits in den 1990er‑Jahren begann. Damals wurde der Großteil der ererbten Sitze abgeschafft, doch ein Rest wurde aus historischen Gründen noch zugelassen.

Was ist das Oberhaus? Das zweite parlamentarische Organ Großbritanniens (neben dem Unterhaus). Auch wenn es nicht direkt gewählt wird, prüft und ändert es Gesetze, bevor sie Gesetz werden.

Wie wird die Abschaffung beurteilt? Sie bedeutet, dass künftige Entscheidungen nicht mehr von Personen getroffen werden, die allein durch Geburt dort sitzen. Kritiker sehen darin einen wichtigen Schritt zu mehr Repräsentation, während Traditionalisten den Verlust historischer Elemente beklagen.

Was ist der historische Hintergrund? Bereits im 13. Jahrhundert berief der englische König Adelige und geistliche Führer ein, um sich von ihnen beraten zu lassen. Vom 14. bis zum 7. Jahrhundert bestand das Oberhaus fast ausschließlich aus erblichen Peers und Bischöfen der Kirche von England.

"Wie Feinde behandelt" Irans Polizeichef warnt Demonstranten

Worum geht es? Der nationale Polizeichef des Iran, Ahmad‑Reza Radan, hat in einer öffentlichen Ansprache im staatlichen Fernsehen eine Warnung ausgesprochen: Menschen, die gegen die Regierung demonstrieren wollen, drohen drastische Konsequenzen.

Welche "Konsequenzen" kündigte er an? Radan sagte, wer auf die Straße gehe, handle "im Sinne der Feinde des Landes" und werde nicht mehr als bloßer Demonstrant betrachtet. Die Polizei werde "wie bei einem Feind" gegen solche Personen vorgehen.

Was ist der Kontext? Diese Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem es wieder wachsende Unruhen im Iran geben könnte und gleichzeitig die Außenpolitik des Landes – etwa Konflikte mit den USA und Israel – die Lage weiter verschärft.

Was ist der Auslöser der Warnung? Die Behörden befürchten, dass ausländische Aufrufe zu Protesten (z. B. von politischen Gegnern oder Staaten wie den USA und Israel) die innenpolitische Lage weiter destabilisieren könnten.

Eine leere Drohung? Betrachtet man den Jänner dann wohl eher nicht. Da war es zu tagelangen Unruhen auf den Straßen gekommen, die blutig niedergeschlagen wurden.

Wie viele Opfer gab es? Die iranische Regierung selbst hat eine offizielle Todeszahl von rund 3.100 Menschen veröffentlicht. Internationale Quellen sprechen aber davon, dass an nur zwei Tagen – am 8. und 9. Januar – bis zu 30.000 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden sein könnten.

Meta kauft Moltbook KI-Assistent kann Ihr Leben managen

Worum geht es? Der Meta-Konzern (Facebook, Instagram, WhatsApp) hat bestätigt, dass er die Plattform Moltbook übernommen hat – ein soziales Netzwerk, das speziell für Kommunikation unter KI‑Agenten entwickelt wurde.

Was tut Moltbook? Auf dem System können autonome KI-Agenten miteinander interagieren. Sie können zum Beispiel Beiträge posten, Kommentare schreiben, Beiträge anderer Agenten bewerten (upvoten), Informationen austauschen oder diskutieren.

Was heißt das? Das funktioniert ähnlich wie in menschlichen sozialen Netzwerken – nur dass Softwareprogramme miteinander "reden".

Wie darf ich mir das vorstellen? Ein Nutzer erstellt einen KI-Agenten (z. B. einen persönlichen Assistenten). Dieser Agent bekommt Regeln wie: Lies neue Beiträge, antworte auf Themen, poste selbst Inhalte, bewerte interessante Beiträge. Der Agent führt diese Aufgaben automatisch aus, ohne dass ein Mensch jedes Mal eingreifen muss.

Wann startete Moltbook? Erst Anfang 2026 und ging sofort viral, weil es ungewöhnlich war – eine Art "soziales Netzwerk der Maschinen".

Was passiert mit den Erfindern? Meta steckt die Gründer von Moltbook, Matt Schlicht und Ben Parr, in sein AI‑Forschungsteam (Meta Superintelligence Labs). Details zum Kaufpreis wurden nicht veröffentlicht.