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27. April 2026

Letzte, letzte Chance Wal Timmy soll heute gerettet werden

Worum geht es? Am 23. März 2026 wurde ein Buckelwal auf einer Sandbank vor dem Timmendorfer Strand in Deutschland entdeckt. Seither sitzt das Timmy genannte Tier immer wieder im flachen Wasser fest. Alle Rettungsversuche scheiterten bisher.

Was passiert aktuell? Der Dienstag wird für Timmy der entscheidende Tag. Das stellte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die derzeit maßgeblich im Einsatz ist, klar. Am Mittwoch werde man sein Personal aus lauter Freiwilligen (die meisten haben sich Urlaub genommen) abziehen.

Was geschieht konkret? Am Montag wurden die Vorbereitungen für einen finalen Rettungsversuch gestartet. Die Zeit drängt auch bei Timmy, sein Gesundheitszustand schwankt. "Wir merken, dass er abbaut, das ist nicht schön," sagte die zuständige Tierärztin Kirsten Tönnies. Wenig später gab sie Entwarnung. Alles wieder gut.

Wie angespannt ist die Situation? Die Nerven flattern, es gibt gegenseitige Schuldzuweisungen, Experten raten zur Rettungsaktion, andere warnen. Eine Tierärztin, die extra aus Hawaii angeflogen kam, reiste am Montag ab, eine Zweite lag bis gestern im Koma.

Was ist der Plan? Einen Gurt um den Wal anzubringen und ihn damit in Richtung eines Lastkahns zu ziehen. Das geht nur unter Mithilfe des Tieres, die Gurte sollen nur unterstützend wirken und die Richtung vorgeben.

Wie gefährlich ist das? Ziemlich! Menschen müssen sehr nahe an das Tier heran. Wenn der Koloss in Panik gerät, kann es ungemütlich werden.

Weitere Meldungen

Sprung auf Porsche Paketzusteller muss Kratzer nicht zahlen

Worum geht es? Ein Paketzusteller in Bayern wurde von drei Hunden gestellt. Er rettete sich mit einem Sprung auf die Motorhaube eines Porsche Cayenne. Für die dabei angeblich entstandenen Kratzer muss er nicht aufkommen.

Was ist passiert? Der Zusteller versuchte am 25. September 2024 in Freising ein Paket abzugeben. Am Grundstück liefen dann zwei Dalmatiner und ein kleiner Mischlingshund bellend auf ihn zu. Der Mann flüchtete auf das neben dem Haus geparkte Auto.

Na und? Der Besitzer des Cayenne gab an, es seien durch den Sprung Kratzer und Dellen auf der Motorhaube entstanden, die eine Neulackierung  erforderlich machen würden. Die Kosten hierfür werden mit 2.723,74 € beziffert.

Aber? Eine gütliche Einigung scheiterte, es kam zum Prozess. Das Amtsgericht München wies die Klage allerdings ab.

Warum? Es bestünden Zweifel daran, dass die auf Bildern gezeigten Schäden von dem Vorfall stammen. Der Kläger selbst habe zugegeben, die Fotos erst Monate nach dem Vorfall angefertigt zu haben.

Selbst wenn? Die Hunde seien noch 3 bis 4 Meter vom Beklagten entfernt gewesen, als dieser sich auf die Motorhaube rettete, und hätten sich nicht aggressiv benommen. Aber "es genügt, wenn das tierische Verhalten lediglich psychische Wirkungen, wie auch Schreckreaktionen auslöst," so das Gericht.

Iran mit neuem Angebot Blockade der Straße von Hormus beenden

Worum geht es? Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran stecken in einer Sackgasse fest. Teherans macht Washington für das Scheitern der Gespräche in Pakistan verantwortlich. Amerika habe überzogene Forderungen gestellt.

Was passiert aktuell? Der Iran habe am Montag laut dem britischen Guardian angeboten, seine Blockade (die er als Kontrolle bezeichnet) über die Straße von Hormus zu beenden. Vom Atomprogramm wolle man aber nicht abrücken.

Handelt es sich um einen offiziellen Vorschlag? Er soll jedenfalls vom Vermittler Pakistan an die Vereinigten Staaten weitergeleitet worden sein.

Erfolgschance? Gering, US-Präsident Donald Trump sieht das iranische Atomprogramm als Teil eines Gesamtabkommens, zu dem auch die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die dauerhafte Sicherung des Waffenstillstands gehören.

Welche Rolle spielt Putin? Der russische Präsident empfing am Montag den iranischen Außenminister Abbas Araghchi. Er soll ihm dabei versichert haben, dass Moskau alles in seiner Macht Stehende tun werde, um den Frieden im Nahen Osten zu sichern.

Staunen über "Salatmann" Attentat auf Trump, einer aß weiter

Worum geht es? Am Samstag scheiterte ein Attentat auf Donald Trump beim Korrespondenten-Dinner in Washington. Ein Video der Veranstaltung sorgt seither für weltweites Erstaunen.

Was ist zu sehen? Im Ballsaal des Hilton Hotels gehen alle in Deckung, nur einer nicht. Der Mann isst weiter an seinem Burrata-Salat, der als Vorspeise serviert worden war.

Was ist ein Burrata-Salat? Ein mediterranes Sommergericht, das auf dem cremigen italienischen Frischkäse Burrata basiert. Burrata ist mit dem Mozzarella artverwandt, nur etwas fetthaltiger (wobei schon der Mozzarella nicht ohne ist).

Wer ist der "Salatmann"? Er wurde von US-Medien als Michael Glantz identifiziert, ein einflussreicher Agent der Creative Artists Agency, die Medien-Promis vertritt. Und er hat mehrere triftige Gründe für seine Coolness, sagte er der New York Times.

Nämlich? "Ich bin New Yorker", sagte er. "Ich bin mit Sirenengeheul und ständigem Trubel aufgewachsen. Ich hatte keine Angst. Hunderte von Secret-Service-Agenten stürzten sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen."

Das war es? Nein, er führte zwei weitere Gründe an.  "Erstens habe ich Rückenprobleme. Ich konnte nicht auf den Boden, und selbst wenn ich es geschafft hätte, dann wäre ich nur mit Unterstützung vom Boden weggekommen."

Und der dritte Grund? "Ich bin ein Hygienefanatiker. Auf keinen Fall hätte ich meinen neuen Smoking auf dem dreckigen Hilton-Boden schmutzig gemacht. Das kam überhaupt nicht in Frage."

Kimmel empört Melania TV-Star nannte sie "werdende Witwe"

Worum geht es? Am Donnerstag der vergangenen Woche machte sich Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig. Dann folgte der Attentatsversuch.

Was sagte Kimmel? Er zeigte Archiv-Bilder von Melania Trump und sagte: "Unsere First Lady, Melania, ist hier. Sehen Sie sich Melania an, so schön. Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe".

Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig" . Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.

Was schrieb sie wörtlich? "Leute wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Häuser zu kommen und Hass zu verbreiten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind verletzend und verschärfen die politische Krise in Amerika".

Was fordert sie? ABC solle "Position beziehen. Wie oft wird die ABC-Führung Kimmels abscheuliches Verhalten auf Kosten unserer Gemeinschaft noch dulden?", schrieb sie.

Sehen das andere auch so? Der Clip löste nach der Schießerei einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus. Kritiker warfen dem Komiker vor, zu politischer Gewalt aufzurufen. Mehrere konservative Nutzer sozialer Medien forderten Kimmels Absetzung.

Das gab es schon einmal, oder? Ja, Kimmel wurde im vergangenen September für eine Woche aus dem Programm genommen. Er hatte nach dem Attentat auf den Trump-Influencer Charlie Kirk gesagt, die "MAGA-Gang" schlachte den Mord politisch aus.

"Ilias"-Schnipsel entdeckt Es befand sich in Bauch von Mumie

Worum geht es? Archäologen haben in einer unversehrten ägyptischen Mumie ein Fragment der "Ilias" des griechischen Dichters Homer entdeckt. Der Text sei auf Papyrus geschrieben und enthalte Verse aus dem zweiten Buch des Epos, teilte das Antikenministerium in Kairo mit.

Wo wurde die Mumie gefunden? In einer Grabstätte im antiken Oxyrhynchos (heute Al-Bahnasa in der Provinz Minja) etwa 180 Kilometer südlich von Kairo. Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Ägyptens.

Wo fand man das "Ilias"-Papyrus? Direkt in der Mumie, konkret in ihrem Bauchraum. Es ist allerdings unklar, ob das Papyrus absichtlich zu dem Toten gesteckt oder für die Einbalsamierung verwendet worden war.

In welcher Weise verwendet? Totenmasken und die Hüllen für die einbalsamierten Leichname wurden in Ägypten oft aus Papyruskartonage hergestellt. Dafür wurden mehrere Lagen nicht mehr gebrauchter Papyrus-Stücke miteinander verklebt.

Ist der Fund historisch bedeutend? Ja, weil es das erste Mal ist, dass ein literarischer Text, noch dazu ein griechischer, in einer Mumie gefunden wurde. Bislang wurden nur magische Texte auf Papyrus entdeckt, so Ignacio Javier Adiego von der Universität Barcelona, deren Forscher den Papyrus entdeckt hatten.

Was ist die "Ilias"? Das wahrscheinlich älteste erhaltene Werk der abendländischen Literatur. Es schildert einen Abschnitt des Trojanischen Krieges, wurde von Homer verfasst und ist etwa um 700 vor Christus entstanden.

400.000 Dollar Gewinn Soldat wettete auf Maduro-Sturz

Worum geht es? Ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an der Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro beteiligt war, wurde nun verhaftet und angeklagt, da er angeblich auf die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten gewettet hatte.

Was wird ihm vorgeworfen? Das Justizministerium wirft dem Soldaten vor, auf Polymarket, einer Krypto-Plattform, Wetten auf den Zeitpunkt und den Ausgang der Operation, bei der Maduro und seine Frau gefangengenommen wurden, abgeschlossen zu haben.

Das ist verboten? Der Mann, der in Fort Bragg in North Carolina stationiert gewesen ist, habe "auf der Grundlage von Verschlusssachen gehandelt", so das Justizministerium. "Das ist eindeutig Insiderhandel und ist nach Bundesrecht illegal."

Um welchen Gewinn geht es? Der Angeklagte gewann durch seine Wetten mehr als 409.000 Dollar (ca. 350.000 Euro) bei einem Einsatz von etwa 33.000 Dollar (ca. 28.000 Euro).

Erschießungen erlaubt USA ändern Regeln für Hinrichtungen

Worum geht es? Die USA verschärfen die Gangart bei der Todesstrafe. Es soll wieder Hinrichtungen auf Bundesebene geben. Künftig sollen Delinquenten auch von Erschießungskommandos hingerichtet werden können. Zudem werden die Verfahrensregeln für Hinrichtungen mit der Giftspritze wieder auf jenen Stand gehoben, der in der ersten Amtszeit von Präsident Trump galt.

Warum die Änderungen? Unter Präsident Joe Biden wurden Hinrichtungen auf Bundesebene ausgesetzt, nachdem Trump sie in seiner ersten Amtszeit hatte durchführen lassen.

Finden Hinrichtungen nicht Bundessache? Nein, die meisten Hinrichtungen in den USA finden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Auf Bundesebene wird die Todesstrafe nur für bestimmte Bundesverbrechen gefordert. Etwa Terrorismus, Spionage, für den Mord an Bundesbeamten oder wenn Morde in mehreren Bundesstaaten stattgefunden haben.

Und die neuen Regeln gelten nur für solche Bundesverbrechen? Genau, sie gelten für Bundesverbrechen, die vor einem Bundesgericht verhandelt werden.

Erschießungskommandos? Im Bundesstaat Utah können bereits Delinquenten auf diese Weise hingerichtet werden. Nun ist das auch auf Bundesebene theoretisch möglich.

Was ist mit der Giftspritze? Die Verfahrensregeln für diese Art von Hinrichtungen sollen so weit vereinfacht werden, dass es schneller möglich sein wird, eine Todesstrafe per Giftspritze durchzuführen.

Gibt es noch weitere Änderungen? Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat zudem die Beantragung der Todesstrafe für neun Personen genehmigt, die derzeit vor einem Bundesgericht stehen.

Wann wurde zuletzt in den USA jemand nach Bundesrecht hingerichtet? Im Jänner 2021, in den letzten Tagen der ersten Amtszeit von Präsident Trump. Während der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes im zweiten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 10 Personen nach Bundesrecht hingerichtet – so viele wie zuletzt im Jahr 1896.