Worum geht es? Im Kamo Wildlife Sanctuary bei Whangārei, Neuseeland, soll die komplette Löwengruppe aus Kostengründen euthanasiert werden. Zwei Tiere sind bereits tot, nun regt sich Widerstand gegen die Pläne.
Warum wurden zwei Tiere bereits getötet? Weil die Löwin Imvula und der Löwe Sibili laut Betreibern unheilbare Gesundheitsprobleme hatten.
Was ist mit den übrigen fünf Großkatzen? Es handelt sich um die Weibchen Shikira (21) und Cleo (19) sowie die Männchen Abdullah (19), Timba (18) und Themba (18). Sie sollten ebenfalls getötet werden, nun wird ihre Umsiedelung gefordert.
Wie argumentiert der Tierpark? Die Kosten für Haltung, Fütterung und Unterbringung seien hoch. Das Alter der Tiere (zwischen 18 und 21 Jahren) mache eine Umsiedlung oder Freilassung praktisch unmöglich.
Wieso hat der Tierpark Finanzprobleme? Der Park hat massive Schulden und kaum Einnahmen, vor allem seit der COVID-19-Pandemie, als internationale Touristen wegblieben. Das Sanctuary war stark auf Spenden und Besucher angewiesen; beides brach in den letzten Jahren ein.
Warum kamen weniger Besucher? Die neuseeländische Behörde MPI (Ministry for Primary Industries) entzog dem Park zeitweise die offizielle Betriebsgenehmigung, weil Sicherheits- und Tierschutzauflagen nicht erfüllt waren.
Was war die Folge? Der Betrieb läuft nun fast vollständig ehrenamtlich, weil kein Geld mehr für Gehälter oder Tierfutter vorhanden ist. Der Park bat die Öffentlichkeit um Spenden in Form von Tierkadavern (Rinder, Pferde), um die Löwen überhaupt noch füttern zu können.
Worum geht es? Ein Ehepaar aus dem Erzgebirge buchte eine Kreuzfahrt nach Island und Grönland. Aber dann war da zu viel Eis und sie konnten die meisten Attraktionen nicht besuchen. Also wurde geklagt.
Was war der Plan? Eine Schiffsreise zur nördlichsten Landfläche der Erde, 2024 ging es los. Für 10.000 Euro, gebucht bei MSC Cruises, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Worin bestand die Enttäuschung? Der Seeweg nach Ilulissat, Unesco-Welterbe – gesperrt. Der Ersatzort – Ausflug gestrichen. Prins Christian Sund – nicht befahrbar. Grund: Eisüberschuss.
Was blieb? Die Hauptstadt Nuuk. "Ein paar bunte Häuschen und eine Holzkirche, die geschlossen war", so das Paar. Dann fünf Seetage nach Island, aber da waren die beiden schon.
Was war nun mit der Klage? Die wurde laut Süddeutscher vor der 31. Zivilkammer am Landgericht München I verhandelt. MSC Cruises bot 4.600 Euro Entschädigung. Angenommen, das Eis war gebrochen.
Worum geht es? Die Regierung von Joe Biden hatte es Menschen erlaubt, das Geschlecht im Reisepass frei zu wählen. Möglich waren M“, "F" oder "X". Letzteres bedeutet, dass eine Person nichtbinär, intersexuell oder gender-nonkonform ist.
Was passierte nun? Der Oberste Gerichtshof erlaubte es der Trump-Regierung, die Regelung abzuschaffen, eingetragen können nur mehr zwei Geschlechter werden.
Welche? Männlich oder weiblich, so wie es in der Geburtsurkunde steht, schreibt die Washington Post.
Wie argumentiert das Gericht? "Die Angabe des bei der Geburt verhängten Geschlechts von Passinhabern verstößt nicht mehr gegen die Grundsätze der Gleichbehandlung als die Angabe ihres Geburtslandes – in beiden Fällen bezeugt die Regierung lediglich eine historische Tatsache, ohne jemanden einer ungleichen Behandlung auszusetzen."
War die Abstimmung einstimmig? Nein, die drei liberalen Richter stimmten dagegen. Der Supreme Court besteht aus neun Richtern, sechs wurden von republikanischen Präsidenten ernannt.
Warum kam der Fall überhaupt vor Gericht? Weil Trump am Tag der Amtseinführung das Dekret von Biden aufgehoben hatte.
Worum geht es? Donald Trump präsentierte gerade sein Programm zur Preissenkung von Abnehm-Medikamenten, da wurde es am Donnerstag im Oval Office hektisch. Der Chef einer Pharmafirma wurde ohnmächtig, zeigt ein Video.
Worum ging es bei der Veranstaltung? Ab kommenden Jahr sinken die Preise in den USA für Medikamente gegen Übergewicht und Diabetes deutlich. Trump hatte dem US-Pharmakonzern Eli Lilly und dem dänischen Unternehmen Novo Nordisk einen Deal abgerungen.
Wie schaut der aus? Eine Monatsration von Ozempic und Wegovy (beide von Novo Nordisk) kostet in der geringsten Dosis statt 1.000 US-Dollar dann 350 Dollar, der Preis für Eli Lillys Zepbound fällt von 1.086 Dollar auf 346 Dollar. Das entspricht etwa dem Preis in Österreich.
Gibt es Bedingungen? Ja, die Mittel müssen über die staatliche Website TrumpRx gekauft werden. Dort prangt ein großes Bild von Trump.
Was passierte nun bei der Präsentation? Trump saß in seinem Sessel, die Kamera war auf David Ricks, CEO von Eli Lilly, gerichtet. Plötzlich Unruhe, Schwenk, man sieht einen Mann zu Boden sinken.
Ging alles gut aus? Ja, er bekam Erste Hilfe, wurde aus dem Raum gebracht (der schon von Journalisten geleert worden war). "Er wird ärztlich betreut. Aber es geht ihm gut," sagte Trump.
Ursache der Ohnmacht? Die Anwesenden mussten 30 Minuten lang stehen, während Trump und andere Beteiligte redeten.
Worum geht es? Am 19. Oktober stahl eine Bande aus vier Personen acht Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro aus dem Pariser Louvre. Nun die Überraschung: Einer der mutmaßlichen Täter soll ein Social Media-Starlet sein.
Ist er in Haft? Ja, der 39-Jährige wurde sechs Tage nach dem Raubüberfall in seinem Elternhaus in einem nördlichen Vorort von Paris festgenommen. Die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau erklärte, der Verdächtige habe der Polizei nur wenig mitgeteilt, seine Beteiligung am Louvre-Raub aber "teilweise gestanden", berichtet der Guardian.
Was weiß man über den Verdächtigen? Er ist ein kleiner Social-Media-Star, seine YouTube-Videos haben 700.000 Seher. Der mutmaßliche Täter soll als Wachmann im Centre Pompidou beschäftig gewesen sein und eine Leidenschaft für Motorräder entwickelt haben.
Warum ist das relevant? Einige seiner Videos sind Stunts mit dem Motorrad, sie zeigen ihn in Paris, auch in der Nähe des Stade de France. Slogan: "Toujours plus près du bitume" (Immer näher am Asphalt). Die Maschine auf den Filmclips ist eine Yamaha TMax, solche Bikes wurden auch beim Louvre-Raub verwendet.
Welche Rolle soll er beim Coup gespielt haben? Er dürfte einer der beiden Männer sein, die eingestiegen sind. Seine DNA soll auf einer der Vitrinen und auf am Tatort zurückgelassenen Gegenständen gefunden worden, darunter Handschuhen, einer Warnweste und einem Trennschleifer.
Ist der Verdächtige polizeibekannt? Kann man so sagen. Französische Medien berichten über 15 Vorstrafen auf, darunter Drogenbesitz und -transport, Fahren ohne Führerschein und Gefährdung anderer. Er wurde außerdem 2014 wegen eines Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft verurteilt.
Was ist mit dem Schmuck? Der ist immer noch weg.
Worum geht es? Die EU-Kommission stellte am Mittwoch neue Pläne für ein Hochgeschwindigkeitsnetz im Zugsverkehr vor. Bis 2040 sollen alle großen Städte in Europa angebunden werden.
Was ist der Sinn? Das Netz soll eine attraktive Alternative zu Kurz- und Mittelstreckenflügen sowie Autofahrten bieten und zugleich ein Beitrag zur Klimaneutralität sein.
Heißt konkret? Züge sollen mit mindestens 200 km/h zwischen großen Städten unterwegs sein. Die geschätzten Kosten für das Netz bis 2040 betragen 345 Milliarden Euro.
Warum ist das kompliziert? In Europa gibt es drei Spurbreiten (1,435 mm, 1,520 mm und Schmalspur), fünf verschiedene Systeme für die Elektrifizierung, jedes Land hat unterschiedliche Signal- & Zugsicherungssysteme. Alles in allem existieren 15 bis 20 verschiedene Kombinationen.
Betrifft das Speedzug-Netz auch Österreich? Ja, Wien etwa liegt auf mehreren wichtigen Korridoren des Trans-European Transport Networks (TEN-T).
Wenn es klappt, was spart das an Zeit? Ja, Wien – München ginge statt in 4 Stunden wie jetzt in 2.30 Stunden, Wien – Berlin statt in 8 bis 9 Stunden in 6 Stunden.
Worum geht es? In einigen Ländern Europas gibt es das schon, nun fordert die deutsche Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ein Verbot der Prostitution nach schwedischem Vorbild.
Was ist der Hintergrund? Klöckner hielt bei der Verleihung des Heldinnen-Awards der Alice-Schwarzer-Stiftung in Berlin eine Laudatio. Die Forderung stellte sie ihrer Rede voran.
Was war der Anlass? Der Preis ging an zwei Streetworkerinnen. Sabine Constabel hilft Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution, Cathrin Schauer-Kelpin engagiert sich gegen Menschenhandel.
Was sagte Klöckner wörtlich? "Wir müssen die Prostitution und den Sexkauf hierzulande endlich auch verbieten. Wenn wir sonst über Frauenrechte sprechen, aber sagen, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei, dann ist das nicht nur lächerlich, sondern Verächtlichmachen von Frauen. Es gibt auch keine Schülerpraktika in diesem Beruf."
Wie ist die Situation in Deutschland? Das Prostitutionsgesetz und Prostituiertenschutzgesetz würde Betroffenen keinen Schutz bieten, so Klöckner. Deutschland sei das "Puff Europas".
Was ist das schwedische Modell? Bordelle sind verboten, bestrafen werden nicht die Prostituierten, sondern die Freier. Das Gesetz gilt seit 1999. Wer Sex kauft, erhält zunächst ein Bußgeld in Höhe von 50 Tagessätzen, auch eine Haftstrafe ist gesetzlich möglich.
Gilt das nur in Schweden? Nein, inzwischen haben sich mehrere Länder angeschlossen, etwa Norwegen, Frankreich, Kroatien, Irland, in Litauen oder Serbien ist Prostitution illegal. In Schweden ist inzwischen auch digitale Prostitution verboten. Das betrifft Livecams wie OnlyFans, in denen der Käufer aktiv ins Geschehen eingreifen kann.
Wie ist die Situation in Österreich? Hier sind wie in Deutschland "sexuelle Dienstleistungen" erlaubt.
Worum geht es? Robinson Crusoe soll 28 Jahre, 2 Monate und 19 Tage auf einer einsamen Insel verbracht haben. Insoferne traf es ein deutscher Hobbysegler am vergangenen Wochenende besser. Er musste nur 60 Stunden warten.
Worauf? Gerettet zu werden. Der Mann strandete am Freitag zu Halloween auf der unbewohnten Insel De Kreupel im IJsselmeer, sein Boot war gegen eine Buhne, eine Art Steinmauer also, gekracht. Weil er keinen Funk dabei hatte und Batterie seines Handys leer war, hieß es warten.
Wie lange? Nach zwei Tagen kam zufällig ein Segelschiff vorbei, entdeckte den Mann und gab Alarm. Ein Glück für den Teilzeit-Robinson, denn in dieser Gegend ist zu dieser Jahreszeit recht wenig los.
Hatte er Proviant dabei? Nur wenig, kaum Wasser. Niederländische Seenotretter brachten ihn in die Zivilisation zurück, dort gab es vorrangig eine heiße Dusche.
Wie überlebte der Segler? Er nutzte Teile seines kaputten Bootes, um sich ein Zelt zu bauen. So war er einigermaßen vor der Witterung geschützt.