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27. April 2026

Staunen über "Salatmann" Attentat auf Trump, einer aß weiter

Worum geht es? Am Samstag scheiterte ein Attentat auf Donald Trump beim Korrespondenten-Dinner in Washington. Ein Video der Veranstaltung sorgt seither für weltweites Erstaunen.

Was ist zu sehen? Im Ballsaal des Hilton Hotels gehen alle in Deckung, nur einer nicht. Der Mann isst weiter an seinem Burrata-Salat, der als Vorspeise serviert worden war.

Was ist ein Burrata-Salat? Ein mediterranes Sommergericht, das auf dem cremigen italienischen Frischkäse Burrata basiert. Burrata ist mit dem Mozzarella artverwandt, nur etwas fetthaltiger (wobei schon der Mozzarella nicht ohne ist).

Wer ist der "Salatmann"? Er wurde von US-Medien als Michael Glantz identifiziert, ein einflussreicher Agent der Creative Artists Agency, die Medien-Promis vertritt. Und er hat mehrere triftige Gründe für seine Coolness, sagte er der New York Times.

Nämlich? "Ich bin New Yorker", sagte er. "Ich bin mit Sirenengeheul und ständigem Trubel aufgewachsen. Ich hatte keine Angst. Hunderte von Secret-Service-Agenten stürzten sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen."

Das war es? Nein, er führte zwei weitere Gründe an. "Erstens habe ich Rückenprobleme. Ich konnte nicht auf den Boden, und selbst wenn ich es geschafft hätte, dann wäre ich nur mit Unterstützung vom Boden weggekommen."

Und der dritte Grund? "Ich bin ein Hygienefanatiker. Auf keinen Fall hätte ich meinen neuen Smoking auf dem dreckigen Hilton-Boden schmutzig gemacht. Das kam überhaupt nicht infrage."

Weitere Meldungen

Kimmel empört Melania TV-Star nannte sie "werdende Witwe"

Worum geht es? Am Donnerstag der vergangenen Woche machte sich Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel über das bevorstehende Korrespondenten-Dinner lustig. Dann folgte der Attentatsversuch.

Was sagte Kimmel? Er zeigte Archiv-Bilder von Melania Trump und sagte: "Unsere First Lady, Melania, ist hier. Sehen Sie sich Melania an, so schön. Frau Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe".

Wie reagierte die First Lady? Sie zeigte sich in einem Beitrag auf X über den "Feigling" erbost. Kimmels Äußerungen seien "hasserfüllt und gewalttätig" . Melania forderte seinen Sender ABC auf, gegen sein "ungeheuerliches Verhalten" vorzugehen.

Was schrieb sie wörtlich? "Leute wie Kimmel sollten nicht die Möglichkeit haben, jeden Abend in unsere Häuser zu kommen und Hass zu verbreiten. Sein Monolog über meine Familie ist keine Komödie – seine Worte sind verletzend und verschärfen die politische Krise in Amerika".

Was fordert sie? ABC solle "Position beziehen. Wie oft wird die ABC-Führung Kimmels abscheuliches Verhalten auf Kosten unserer Gemeinschaft noch dulden?", schrieb sie.

Sehen das andere auch so? Der Clip löste nach der Schießerei einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien aus. Kritiker warfen dem Komiker vor, zu politischer Gewalt aufzurufen. Mehrere konservative Nutzer sozialer Medien forderten Kimmels Absetzung.

Das gab es schon einmal, oder? Ja, Kimmel wurde im vergangenen September für eine Woche aus dem Programm genommen. Er hatte nach dem Attentat auf den Trump-Influencer Charlie Kirk gesagt, die "MAGA-Gang" schlachte den Mord politisch aus.

"Ilias"-Schnipsel entdeckt Es befand sich in Bauch von Mumie

Worum geht es? Archäologen haben in einer unversehrten ägyptischen Mumie ein Fragment der "Ilias" des griechischen Dichters Homer entdeckt. Der Text sei auf Papyrus geschrieben und enthalte Verse aus dem zweiten Buch des Epos, teilte das Antikenministerium in Kairo mit.

Wo wurde die Mumie gefunden? In einer Grabstätte im antiken Oxyrhynchos (heute Al-Bahnasa in der Provinz Minja) etwa 180 Kilometer südlich von Kairo. Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Ägyptens.

Wo fand man das "Ilias"-Papyrus? Direkt in der Mumie, konkret in ihrem Bauchraum. Es ist allerdings unklar, ob das Papyrus absichtlich zu dem Toten gesteckt oder für die Einbalsamierung verwendet worden war.

In welcher Weise verwendet? Totenmasken und die Hüllen für die einbalsamierten Leichname wurden in Ägypten oft aus Papyruskartonage hergestellt. Dafür wurden mehrere Lagen nicht mehr gebrauchter Papyrus-Stücke miteinander verklebt.

Ist der Fund historisch bedeutend? Ja, weil es das erste Mal ist, dass ein literarischer Text, noch dazu ein griechischer, in einer Mumie gefunden wurde. Bislang wurden nur magische Texte auf Papyrus entdeckt, so Ignacio Javier Adiego von der Universität Barcelona, deren Forscher den Papyrus entdeckt hatten.

Was ist die "Ilias"? Das wahrscheinlich älteste erhaltene Werk der abendländischen Literatur. Es schildert einen Abschnitt des Trojanischen Krieges, wurde von Homer verfasst und ist etwa um 700 vor Christus entstanden.

400.000 Dollar Gewinn Soldat wettete auf Maduro-Sturz

Worum geht es? Ein Soldat einer US-Spezialeinheit, der an der Militäroperation zur Gefangennahme von Nicolás Maduro beteiligt war, wurde nun verhaftet und angeklagt, da er angeblich auf die Absetzung des ehemaligen venezolanischen Präsidenten gewettet hatte.

Was wird ihm vorgeworfen? Das Justizministerium wirft dem Soldaten vor, auf Polymarket, einer Krypto-Plattform, Wetten auf den Zeitpunkt und den Ausgang der Operation, bei der Maduro und seine Frau gefangengenommen wurden, abgeschlossen zu haben.

Das ist verboten? Der Mann, der in Fort Bragg in North Carolina stationiert gewesen ist, habe "auf der Grundlage von Verschlusssachen gehandelt", so das Justizministerium. "Das ist eindeutig Insiderhandel und ist nach Bundesrecht illegal."

Um welchen Gewinn geht es? Der Angeklagte gewann durch seine Wetten mehr als 409.000 Dollar (ca. 350.000 Euro) bei einem Einsatz von etwa 33.000 Dollar (ca. 28.000 Euro).

Erschießungen erlaubt USA ändern Regeln für Hinrichtungen

Worum geht es? Die USA verschärfen die Gangart bei der Todesstrafe. Es soll wieder Hinrichtungen auf Bundesebene geben. Künftig sollen Delinquenten auch von Erschießungskommandos hingerichtet werden können. Zudem werden die Verfahrensregeln für Hinrichtungen mit der Giftspritze wieder auf jenen Stand gehoben, der in der ersten Amtszeit von Präsident Trump galt.

Warum die Änderungen? Unter Präsident Joe Biden wurden Hinrichtungen auf Bundesebene ausgesetzt, nachdem Trump sie in seiner ersten Amtszeit hatte durchführen lassen.

Finden Hinrichtungen nicht Bundessache? Nein, die meisten Hinrichtungen in den USA finden auf Ebene der Bundesstaaten statt. Auf Bundesebene wird die Todesstrafe nur für bestimmte Bundesverbrechen gefordert. Etwa Terrorismus, Spionage, für den Mord an Bundesbeamten oder wenn Morde in mehreren Bundesstaaten stattgefunden haben.

Und die neuen Regeln gelten nur für solche Bundesverbrechen? Genau, sie gelten für Bundesverbrechen, die vor einem Bundesgericht verhandelt werden.

Erschießungskommandos? Im Bundesstaat Utah können bereits Delinquenten auf diese Weise hingerichtet werden. Nun ist das auch auf Bundesebene theoretisch möglich.

Was ist mit der Giftspritze? Die Verfahrensregeln für diese Art von Hinrichtungen sollen so weit vereinfacht werden, dass es schneller möglich sein wird, eine Todesstrafe per Giftspritze durchzuführen.

Gibt es noch weitere Änderungen? Der amtierende Justizminister Todd Blanche hat zudem die Beantragung der Todesstrafe für neun Personen genehmigt, die derzeit vor einem Bundesgericht stehen.

Wann wurde zuletzt in den USA jemand nach Bundesrecht hingerichtet? Im Jänner 2021, in den letzten Tagen der ersten Amtszeit von Präsident Trump. Während der heißen Phase des Präsidentschaftswahlkampfes im zweiten Halbjahr 2020 wurden insgesamt 10 Personen nach Bundesrecht hingerichtet – so viele wie zuletzt im Jahr 1896.

Neue Friedens-Gespräche Aber JD Vance bleibt diesmal daheim

Worum geht es? Am Wochenende soll es neue Gespräche zwischen dem Iran und den USA in Pakistan geben. Vizepräsident JD Vance ist diesmal nicht dabei, und das hat Gründe.

Welche? Die US-Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Islamabad. Weil auch der Iran seinen Chefunterhändler, den iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf, nicht entsendet, kommt auch Vance nicht.

Was tut sich militärisch? Am Freitag stieß mit der USS George HW Bush ein weiterer Flugzeugträger der US Navy zu den amerikanischen Kampfverbänden rund um den Iran. Damit sind erstmals seit 14 Jahren drei US-Trägerverbände gleichzeitig in der Region im Einsatz.

Was ist das Ziel dabei? Weiter Druck auf den Iran aufzubauen, um bei den bevorstehenden Friedensverhandlungen schneller zu einer Lösung zu kommen.

Ist der Truppenaufmarsch damit vorerst beendet? Nein, in den nächsten Wochen sollen zudem weitere 4.000 Marineinfanteristen sowie eine zusätzliche amphibische Spezialeinheit in die Region verlegt werden.

Immer mehr Masern-Fälle Zahlen steigen in Amerika rasant an

Worum geht es? Die Zahl der Masernfälle auf dem amerikanischen Kontinent klettert massiv in die Höhe. 2025 wurden in 13 Ländern insgesamt 14.700 Fälle registriert – ein Anstieg um 32 % gegenüber 2024. Und heuer liegen die Zahlen im ersten Quartal noch einmal darüber.

Was ist der Grund? Vor allem die seit Jahren zurückgehende Impfrate. 2016 war Amerika der erste Kontinent, der als masernfrei galt. Aber spätestens seit der Corona-Pandemie sinken die Impfzahlen teils deutlich.

Welche Länder sind besonders betroffen? Mexiko, Guatemala, die USA und Kanada. Laut dem Direktor der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO, Jarbas Barbosa, hat sich der Trend zuletzt noch beschleunigt. Demnach gab es seit Jahresbeginn in Nord-, Mittel- und Südamerika bereits mehr gemeldete Infektionen als im gesamten Vorjahr.

Steigt auch die Zahl der Todesfälle? Ja, auch die Zahl der Todesfälle nahm zuletzt deutlich zu. Der PAHO zufolge wurden am gesamten amerikanischen Kontinent im vergangenen Jahr 32 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Maserninfektion registriert. Im ersten Quartal 2026 waren es bereits elf.

Hat das Auswirkungen auf die Fußball-WM in Nordamerika? Die Gefahr einer Verbreitung ist natürlich in einem riesigen Stadion deutlich größer. Insgesamt werden für die WM in den USA, Kanada und Mexiko 6,7 Millionen Tickets verkauft.

Wie ist die Situation in Österreich? Stabil. Heuer wurden bislang vier Masernfälle in Österreich gezählt. 2025 waren es insgesamt 152 Infektionen, davon mussten 35 Fälle im Krankenhaus behandelt werden. Die Krankheit ist in Österreich meldepflichtig.

"Alltag statt Algorithmen" Auch Norwegen bremst Social-Media

Worum geht es? Die norwegische Regierung will bis zum Jahresende ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren auf den Weg bringen. Damit würden "Spiel, Freundschaften und der Alltag" von "Algorithmen und Bildschirmen" zurückerobert, so Ministerpräsident Jonas Gahr Store.

Damit ist das Land kein Einzelfall, oder? Nein, in ganz Europa werden derzeit ähnliche Beschränkungen diskutiert, in etwa einem Dutzend Ländern ist die Einführung bereits fix geplant, neben Spanien, Frankreich oder Dänemark auch in Österreich.

Wie ist die Situation bei uns derzeit? Die Regierung plant eine Social-Media-Beschränkung bis 14 Jahre. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll ebenfalls bis zum Jahresende vorliegen.

Gibt es bereits irgendwo ein aktives Verbot? Ja, in Australien ist es seit letztem Dezember Kindern und Jugendlichen bis 16 verboten, eigene Konten auf vielen der großen Plattformen zu haben.

Wie sind die ersten Erfahrungen? Durchwachsen. Wie Recherchen zeigen, haben offenbar viele junge Menschen einen Weg gefunden, trotz aufrechtem Verbot weiterhin auf Social Media präsent zu sein.