Worum geht es? Das Bangen um den jungen Buckelwal, der am Montag vergangener Woche vor dem Timmendorfer Strand in der Ostsee auf einer Sandbank gestrandet war, geht weiter. Dabei hatte es am Freitag bereits so ausgesehen, als wäre das Tier gerettet.
Was ist passiert? Nachdem es letzten Freitag gelungen war, den Wal so frei zu baggern, dass er sich selbstständig aus seiner Lage befreien konnte, war das Tier – er wurde von der deutschen Presse Timmy getauft, nach seinem Auffindungsort – am Wochenende nicht Richtung rettender Nordsee geschwommen, sondern irrte weiter in der zu flachen Ostsee umher.
Wie ging es weiter? Am Sonntag strandete der Wal erneut, diesmal auf einer Sandbank vor der Stadt Wismar. Dort lag Timmy bis Montagabend. Erst nach 21 Uhr und bei Flut gelang es dem Tier, sich abermals zu befreien.
Ist Timmy damit gerettet? Der Anfang ist gemacht. Allerdings sind sich die Biologen vor Ort nicht sicher, ob er auch den Weg hinaus aufs offene Meer findet. Ein Boot der Wasserschutzpolizei begleitete das Tier und versuchte, es in die richtige Richtung zu lotsen.
Und wenn das nicht gelingt? Das bleibt abzuwarten. Tatsache ist, dass mittlerweile Millionen Menschen dem Wal bei seinem Überlebenskampf im Internet zuschauen. Entsprechend groß ist der Aufwand, um Timmy in Sicherheit zu bringen.
Worum geht es? Österreichs beliebtestes Urlaubsland setzt immer stärker auf rauchfreie Strände. Aktuellste Beispiele sind der Touristen-Hotspot Jesolo an der Oberen Adria sowie die Hauptstadt Rom, die ab dieser Saison alle Strände in ihrem Stadtgebiet zu Nichtraucherstränden erklärt hat.
Was ist in Jesolo geplant? Bereits bisher gab es am berühmten Lido di Jesolo einzelne Abschnitte, in denen das Rauchen verboten war. Ab diesem April (offizieller Start der Strandsaison) wird das Rauchverbot auf den gesamten Strand ausgeweitet, einzelne Raucherzonen ausgenommen.
Ist Jesolo damit ein Vorreiter? Nicht unbedingt. Im benachbarten Bibione begann man bereits 2014 damit, ein strenges Rauchverbot am gesamten Strand zu kontrollieren. Auch in Rimini heißt es am Strand schon länger "non fumare".
Was ist mit Rom? Die Hauptstadt verbietet ab 1. April das Rauchen an allen Stränden im Stadtgebiet. Außerdem ist es in allen geschlossenen öffentlichen Räumen, in Parks, an Haltestellen, auf Spielplätzen und in Krankenhäusern verboten. Wer sich nicht daran hält, kann mit bis zu 550 Euro bestraft werden.
Wo ist das Rauchen am Strand sonst noch verboten? Es gibt leider kein einheitliches Bild, da jede Kommune in Italien ihre eigenen Regeln aufstellen und durchsetzen darf. Am sichersten ist es, sich direkt vor Ort zu erkundigen oder vorab im Internet zu recherchieren, wenn man am Strand nicht auf die Glimmstängel verzichten möchte.
Worum geht es? Am Freitag wurde mit Balendra Shah der neue Premierminister des Himalaya-Staates Nepal vereidigt. Der 35-Jährige war früher Rapsänger und wurde unter dem Künstlernamen Balen landesweit bekannt.
Wie kam Shah in die Politik? Er begann als Sänger in der Underground-Rap-Szene seines Landes, prangerte aber bereits damals in seinen Texten Korruption und soziale Probleme an. Nach einem Ingenieursstudium kandidierte er 2022 als Unabhängiger bei der Kommunalwahl in der Hauptstadt Kathmandu und wurde Bürgermeister.
Und jetzt? Nach den vor allem von der Jugend getragenen Protesten gegen Vetternwirtschaft, Korruption und Elitendenken im letzten Jahr schloss sich Shah der Partei RSP (Nationale Unabhängigkeitspartei) an und siegte bei der Parlamentswahl Anfang März deutlich.
Was ist sein Erfolgsrezept? Balendra Shah kommuniziert auch als Politiker über Rapsongs mit seinen Wählern. Seine Lieder werden von seinen Landsleuten millionenfach geklickt. Während der Jugendproteste 2025 veröffentlichte Shah den Song "Lächelndes Nepal" (im Original "Nepal Haseko"). Der Song wurde zu einer Hymne für die Protestierenden.
Was ist das große Bild? Trotz seiner großen Popularität bezweifeln viele Beobachter, dass der politische Quereinsteiger die enormen Erwartungen seiner Wähler erfüllen wird können. ZU den wichtigsten Themen für Nepals Bevölkerung gehören der Krieg im Nahen Osten (wo hunderttausende Nepalesen arbeiten), die große Arbeitslosigkeit im Land sowie politische Unerfahrenheit seiner Partei.
Worum geht es? Die Oscars finden ab 2029 an einem neuen Veranstaltungsort statt. Vom Dolby Theatre (dem ehemaligen Kodak Theatre) in Hollywood wechselt die Verleihungszeremonie nach Downtown L.A. ins Peacock Theater. Dort finden schon jetzt die Emmy-Award-Shows statt.
Weshalb der Umzug? Es gab immer wieder Kritik am Dolby Theatre, einerseits aufgrund der Kapazitäten des Theaters, andererseits wegen der Lage bei einem Shopping Center. Trotzdem fand die Verleihung der Preise nirgendwo öfter statt als dort. Seit 2002 (mit einem Jahr Pause 2021) setzt die Academy, die die Oscars verleiht, die Zeremonie dort um.
Was kann das Peacock Theater, was das Dolby Theatre nicht kann? Es ist vor allem doppelt so groß wie das Dolby und bietet 7.000 Sitzplätze. Zudem soll es bis 2029 eigens nach den Wünschen der Academy adaptiert werden.
Und bis dahin? Findet die Show weiterhin im Dolby Theatre statt. Auch die 100. Oscar-Verleihung 2028 wird dort über die Bühne gehen.
Wo fanden die Verleihungen früher statt? Immer wieder an verschiedenen Orten in Los Angeles, etwa dem Shrine Auditorium (zuletzt 2001) oder dem Dorothy Chandler Pavillon (zuletzt 1999).
Was ändert sich sonst noch? Ebenfalls ab 2029 hat die Live-Übertragung im TV ausgedient. Dann wird die Oscar-Zeremonie exklusiv auf der Online-Plattform YouTube übertragen. Zunächst für fünf Jahre, Fortsetzung nicht ausgeschlossen.
Worum geht es? Der französische Konzern Pernod Ricard hat bestätigt, dass er Gespräche mit dem US-Unternehmen Brown-Forman führt, dem Hersteller von Jack Daniel's.
Schluckt der eine den anderen? Nein, es geht dabei laut beiden Seiten um eine mögliche "Fusion unter Gleichen", nicht zwingend um eine klassische Übernahme. Und der Deal ist noch nicht fix.
Was ist der Hintergrund? Die gesamte Alkoholbranche kämpft aktuell mit sinkender Nachfrage, ausgelöst etwa durch mehr Gesundheitsbewusstsein und neue Trends wie Cannabis-Drinks.
Was ist das Ziel? Beide Unternehmen stehen wirtschaftlich unter Druck und suchen nach Optimierungen und Kosteneinsparungen. Zusammen könnten sie einen stärkeren Konkurrenten zum Marktführer Diageo bilden.
Was ist Diageo? Ein internationaler Konzern mit Sitz in London. Er verkauft unter anderem Johnnie Walker, Smirnoff Wodka und Guinness Bier.
Um welche Produkte geht es bei der Fusion? Zu Pernod gehört Chivas Regal, Ballantine's, Absolut Wodka, Beefeater Gin, Ramazzotti oder Lillet. Zu Brown Forman gehören neben Jack Daniel's, Woodford Reserve (Premium Bourbon) und Fords Gin.
Worum geht es? Barron Trump, der jüngste Sohn von US‑Präsident Donald Trump, trat als wichtiger Augenzeuge in einem britischen Gerichtsverfahren auf.
Was ist geschehen? Der 19-Jährige erhielt am 18. Jänner 2025 einen Video‑Anruf über FaceTime von einer jungen Frau, die er kannte. Während dieses Calls sah er für wenige Sekunden, wie die Frau körperlich angegriffen wurde.
Wie reagierte Barron? Er alarmierte daraufhin die Polizei in London aus den USA, indem er über den Notruf den Angriff meldete.
Warum weiß man das? Weil am Freitag vor dem Snaresbrook Crown Court in London der Prozess stattfand. Der Angeklagte Matvei R., 23, zeigte keine Reue. Der Russe wurde wegen Körperverletzung und Behinderung der Justiz zu vier Jahren Haft verurteilt.
Was spielte eine entscheidende Rolle? Im Prozess wurde das Transkript des Notrufs verlesen: "Ich rufe aus den USA an, äh, ich habe gerade einen Anruf von einem Mädchen bekommen, wissen Sie, sie wird verprügelt," sagte Trump junior laut Protokoll.
Wie reagierte die Polizei? Seltsam. Ein Beamter fragte, woher er die Frau kenne. Trump antwortete: "Ich glaube nicht, dass diese Details wichtig sind, sie wird verprügelt, aber gut, außerdem habe ich sie in den sozialen Medien kennengelernt."
Antwort? "Könnten Sie bitte aufhören, unhöflich zu sein und endlich meine Fragen beantworten?", insistierte der Polizist. Der Richter dagegen lobte nun Trumps Vorgehen und sagte, er habe die Rettungsdienste "ordnungsgemäß und verantwortungsbewusst" alarmiert.
Was passierte der Frau? Sie wurde über eine Stunde hinweg wiederholt geschlagen, an den Haaren gezogen und im Glauben zurückgelassen, sie "könnte sterben".
Worum geht es? Jener Buckelwal, der seit vergangenem Montag auf einer Sandbank in der Ostsee festsaß, konnte sich in der Nacht auf Freitag befreien. Tierschützer begleiteten den 15 Meter langen Meeressäuger danach mit Booten Richtung Nordsee.
Was hatte der Wal? Er war am Montag im flachen Wasser vor dem Timmendorfer Strand im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein entdeckt worden. Möglicherweise folgte das Tier einem Fischschwarm und strandete dabei im flachen Wasser.
Ist der Wal verletzt? Laut Meeresbiologen, die den vermutlich jungen Bullen untersuchten, sei seine Haut durch eine Krankheit in Mitleidenschaft gezogen, sonst sei er jedoch in körperlich gutem Zustand.
Weshalb konnte sich das Tier nicht selbst befreien? Es lag auf einer Sandbank fest. Helfer gruben daher in tagelanger Arbeit mit Baggern eine Rinne frei, um dem Wal die Rückkehr in tieferes Wasser zu ermöglichen. Am Freitagmorgen war der Wal schließlich nicht mehr auf der Sandbank, er hatte es offenbar aus eigener Kraft geschafft, sich zu befreien.
Warum hat man ihn nicht einfach in tieferes Wasser geschleppt? Weil dabei die Gefahr viel zu groß gewesen wäre, das Tier zu verletzen.
Und ist der Wal jetzt wieder sicher? Noch nicht endgültig. Helfer von Greenpeace und Sea Shepherd entdeckten ihn mit Drohnenunterstützung schließlich auf dem Weg zurück Richtung Nordsee, von wo er in den Atlantik gelangen könnte, seinem eigentlichen Lebensraum. Doch der Rückweg gestaltet sich schwierig.
Weil? Weil der Wal immer wieder gefährlich nahe an die flache Küste kommt. Mit Booten versuchen Küstenwache und Umweltschutzorganisationen dem Tier den Weg zu weisen.
Wie reagieren die Menschen auf das Drama? Das Interesse an der Walrettung ist seit Tagen riesig. Medien tickerten die dramatische Rettungsaktion stundenlang live, im TV gab es Sondersendungen. An den Stränden verfolgten hunderte Schaulustige die Aktion.
Worum geht es? Die G7‑Außenminister treffen sich derzeit in Frankreich (in Vaux‑de‑Cernay nahe Paris), um über wichtige Konflikte zu beraten — insbesondere über den Krieg im Iran und die Situation in der Ukraine.
Was ist die G7-Gruppe? Ein informelles Forum der führenden Industrienationen. Mitglieder sind die USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und die Europäische Union (als Teilnehmer, aber kein Vollmitglied).
Womit überraschten die USA? Außenminister Marco Rubio teilte den G7-Außenministern am Freitag mit, dass der Krieg mit dem Iran noch zwei bis vier Wochen andauern werde, wie Axios berichtet.
Was ist der aktuelle Stand? Laut Rubio stünden die USA kurz vor ernsthaften Verhandlungen mit dem Iran. Gleichzeitig werden Tausende weitere Soldaten in die Region verlegt. Eine neue Eskalation würde auch den Einsatz von Bodentruppen umfassen.
Gibt es aktuell schon Verhandlungen? Es werde über Vermittler und nicht direkt mit dem Iran kommuniziert, so der Außenminister. Er sagte, es herrsche Unklarheit darüber, wer derzeit in Teheran tatsächlich die Entscheidungen treffe.
Was ist das Problem? Rubio erklärte, die Kommunikation zwischen Vermittlern und iranischen Beamten sei schwierig, da diese aus Angst vor Ortung und Ermordung ihre Telefone meiden.