Worum geht es? Am Donnerstag finden in Nepal Parlamentswahlen statt. Der ehemalige Rapper Balendra "Balen" Shah hat gute Chancen, neuer Premierminister zu werden, berichtet die BBC.
Was weiß man über ihn? Shah ist 36, gelernter Strukturingenieur. Der Sänger wurde durch seine unkonventionelle Art und seine kritischen Texte gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit bekannt.
Wie kam er in die Politik? Er trat als unabhängiger Kandidat an und wurde im Mai 2022 zum Bürgermeister von Kathmandu gewählt. Im Jänner 2026 trat Shah zurück, um landesweit politisch aktiv zu werden.
Tritt er als Unabhängiger an? Nein, er kandidiert als Spitzenkandidat der Rastriya Swatantra Party (RSP), einer zentristischen Partei. Sein Gegner ist unter anderem der frühere Premierminister K.P. Sharma Oli, der im selben Wahlkreis aktiv ist.
Was macht Shah anders? Wer gibt so gut wie keine Interviews, kommuniziert vorrangig über soziale Medien. Im Wahlkampf setzte er auf künstliche Intelligenz. Im Text zu seinem KI-generierten Wahlkampfliede heißt es: "Die Zeit ist um, ihr falschen Anführer, Spiel vorbei. Wir werden am 5. März die Glocke läuten."
Worum geht es? Hollywoodstar Harrison Ford darf sich ab sofort als "lebende Legende" bezeichnen. Der 83-jährige Schauspieler, den Rollen als Indiana Jones und Han Solo in "Star Wars" weltberühmt machten, wurde bei den Actors Awards in Los Angeles für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Ist das ein bedeutender Preis? Ja, er gilt grundsätzlich als Gradmesser für die Oscar-Verleihung, die am 15. März über die Bühne geht. Zu Fords Vorgängern beim Lebenswerk-Preis gehören Jane Fonda, Barbra Streisand, Sally Field, Helen Mirren oder Robert De Niro.
Wie reagierte der Ausgezeichnete? Mit einer achtminütigen Dankesrede, die ihn selbst und sein Publikum zu Tränen rührte: "Ich habe das Glück, eine Arbeit gefunden zu haben, die mich herausfordert, die ich immer noch ausüben kann und mit der ich meinen Lebensunterhalt verdiene." Dies sei keine Selbstverständlichkeit.
Gab es auch Dankesworte? Ja, Ford erwähnte die Regisseure George Lucas ("Star Wars") und Steven Spielberg ("Indiana Jones") sowie seine Ehefrau Calista Flockhart. Die "Ally McBeal"-Darstellerin und "Indiana Jones" sind seit 15 Jahren verheiratet.
Ist Harrison Ford noch immer gut im Geschäft? Ja, neben dem fünften Indiana-Jones-Film und einer Marvel-Adaption war er zuletzt vor allem im Streaming zu sehen: In dem "Yellowstone"-Spin-Off "1923" mit Helen Mirren sowie als Psychiater in der Comedy-Serie "Shrinking".
Wer wurde bei den Actors Awards noch ausgezeichnet? Der Preis für die beste männliche Hauptrolle ging an Michael B. Jordan für "Blood & Sinners", einem der großen Oscar-Favoriten. Für die beste weibliche Hauptrolle wurde Jessie Buckley für ihre Rolle im Shakespeare-Drama "Hamnet" ausgezeichnet.
Worum geht es? Am Heiligen Abend 2021 suchten Einbrecher die Villa von Verona Pooth im Düsseldorfer Vorort Meerbusch heim. Sie stahlen Geld, Schmuck und Designertaschen. Nun landete der Fall vor Gericht.
Was war der Schaden? Laut Angaben von Pooth wurden Schmuckstücke im Wert von über einer Million Euro gestohlen, Erbstücke, Geschmeide von Cartier. Die Beute brachten sie mit dem Auto der Moderatorin weg.
Ist der Fall geklärt? Nein, die Täter konnten bislang nicht identifiziert werden, der Fall blieb ungelöst. Vier Männer waren an dem Coup beteiligt, wie Aufnahmen aus der Überwachungskamera zeigen.
Warum dann der Prozess? Nach dem Einbruch begann ein langwieriger Streit mit der Versicherung, weil nur ein Teil des Schadens reguliert wurde. Verona Pooth wirft ihrem ehemaligen Versicherungsmakler Pflichtverletzungen vor.
Weswegen? Er soll sie beim Abschluss der Versicherung nicht richtig beraten habe, was zu einer Unterversicherung führte. Deshalb haben Verona Pooth und ihr Ehemann vor dem Landgericht Düsseldorf gegen den Makler und seinen Arbeitgeber Klage eingereicht.
Was fordern sie? Schadenersatz in Höhe von knapp 700.000 Euro, der nicht durch den Versicherungsvertrag gedeckt wurde. Ausgezahlt wurden 650.000 Euro.
Mit welchem Argument? Pooth sagte, sie habe über 25 Jahre ihr Geld in hochwertigen Schmuck investiert und sehe darin ihr finanzielles Lebenswerk, das ihr nun durch die Unterversicherung zum Teil verloren gegangen sei.
Und die Beklagten? Die Maklerfirma bestreitet, falsch beraten zu haben und weist die Vorwürfe zurück. Am Montag kam es zum ersten Gerichtstermin.
Wie ging er aus? Das Landgericht Düsseldorf hat den Parteien eine gütliche Einigung vorgeschlagen, nach der etwa ein Drittel des geforderten Schadenersatzes – rund 700.000 Euro – gezahlt werden könnte.
Wann fällt die Entscheidung? Spätestens am 11. Mai 2026. Die Richterin riet Pooth zum Vergleich, weil es "gewisse Risiken" für die Klägerin gebe, wie sie sagte.
Worum geht es? Am Donnerstag hatte seine Ehefrau Hillary vor dem Epstein-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt, am Freitag war Ex-Präsident Bill Clinton an der Reihe.
Wie kam es dazu? Anders als Hillary Clinton, die laut eigener Aussage dem Finanzmanager und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein niemals begegnet ist, gibt es von Bill Clinton zahlreiche Fotos, die ihn gemeinsam mit Epstein zeigen.
Wie rechtfertigt sich der Ex-Präsident? Clinton, der von 1993 bis 2001 im Weißen Haus saß, bestreitet in einer in Sozialen Medien verbreiteten Erklärung, jede Kenntnis von den Straftaten Epsteins. Er habe "nichts gesehen und nichts Falsches getan". Seine Bekanntschaft mit Epstein sei kurz gewesen und habe geendet, Jahre bevor dessen Verbrechen ans Licht gekommen seien.
An wie viel kann sich Clinton überhaupt noch erinnern? An wenig, wie er zugibt. Clinton betonte, er habe während seiner begrenzten Kontakte "keinerlei Anzeichen" für das tatsächliche Geschehen wahrgenommen.
Was fiel auf? Er wolle unter Eid nichts sagen, dessen er sich nicht sicher sei. "Sie werden mich oft sagen hören, dass ich mich nicht erinnere." Spekulationen oder Mutmaßungen wolle er nicht äußern – er werde "nicht 24 Jahre später Detektiv spielen".
War er live im Kongress? Nein, seine Frau auch nicht. Beide wurden per Videokonferenz zugeschaltet.
Worum geht es? Das Social-Media-Team des Weißen Hauses hat ein Interview-Video von US-Eishockeystar Brady Tkachuk mittels KI so manipuliert, dass es so klingt, als würde der Spieler das kanadische Team beschimpfen. Tkachuk distanzierte sich nun von dem Clip.
Was ist das große Bild? Vergangenen Sonntag besiegten die USA beim Eishockey-Finale bei den Olympischen Spielen Kanada knapp und dramatisch mit 2:1. Das Eishockey-Gold gegen den Nachbarn und Erzrivalen wurde in den USA daraufhin frenetisch gefeiert.
Was tat das Weiße Haus? Auf dem offiziellen TikTok-Kanal des Weißen Hauses wurde ein Video veröffentlicht, in dem Brady Tkachuk angeblich wüst gegen die Kanadier austeilt. "Sie haben unsere Nationalhymne ausgebuht, also musste ich diesen Ahornsirup fressenden Arschlöchern eine Lektion verpassen", sagt der Flügelspieler da.
Aber? Alles nicht wahr, das Video wurde mittels KI manipuliert, und das sogar sehr schlecht. Tkachuk: ""Es ist eindeutig eine Fälschung, denn es ist nicht meine Stimme, und es sind nicht meine Lippen, die sich bewegen."
Hat das Weiße Haus etwas anderes behauptet? Nein, das Video war als KI-manipuliert gekennzeichnet. Der Clip sorgte dennoch für großes Aufsehen in den USA und Tkachuk sah sich veranlasst, offiziell Stellung zu beziehen.
Was sagte er? "Ich habe keinen Einfluss auf diese Accounts und ich weiß, dass ich diese Worte niemals aussprechen würde. Deshalb kann ich nichts dagegen tun."
Was ist der Hintergrund? Der 26-Jährige aus Arizona spielt seit acht Jahren bei den Ottawa Senators in Kanada und ist mittlerweile der Kapitän seines Teams. Ein derartiges Statement würde bei seinem Arbeitgeber wahrscheinlich nicht gut ankommen.
Worum geht es? Bei einem Straßenbahnunglück im Zentrum von Mailand sind am Freitag zwei Personen getötet und 39 teils schwer verletzt worden.
Was ist passiert? Eine Garnitur der Linie 9 war an einer Kreuzung mit hoher Geschwindigkeit in eine Kurve gefahren, sprang dabei aus den Schienen und prallte schließlich gegen ein Hausportal.
Weiß man schon, was die Ursache war? Nein. Spekulationen, wonach die Weiche falsch gestellt worden ist, wurden bislang nicht bestätigt. Tatsache ist aber, dass die Garnitur an dieser Stelle geradeaus fahren sollte. Ein Dashcam-Video, das die Zeitung La Republicca veröffentlicht hat, zeigt den gesamten Unglückshergang.
Was weiß man über die Opfer? Die verunglückte Garnitur war voll besetzt. Eines der Todelsopfer soll ein 60-jähriger Mann sein. Ob er an Bord der Straßenbahn oder als Passant auf der Straße unterwegs war, ist noch nicht bekannt.
Was weiß man über den Unglücksort? Er liegt mitten im Zentrum der Millionenmetropole. Bis vergangenen Sonntag fanden in Mailand die Olympischen Winterspiele statt, seit Montag ist die Stadt Schauplatz der traditionellen Mailänder Modewoche.
Worum geht es? Der Nervenpoker um einen US-Angriff auf den Iran geht in die nächste Runde. Am Donnerstag endete die dritte Gesprächsrunde in Genf im Atomstreit mit optimistischen Untertönen, aber ohne konkretes Ergebnis.
Was war am Freitag? Da meldete sich dann US-Präsident Donald Trump einmal mehr zu Wort.
Was sagte er? Der US-Präsident zeigte sich offen für eine Vereinbarung, schließt militärische Gewalt aber weiter nicht aus. Er sei nicht glücklich mit dem Iran, wolle dennoch einen Deal. Teheran dürfe aber keine Atomwaffe haben.
Wird es einen US-Schlag geben? Er wolle keine militärische Gewalt anwenden, so Trump, "aber manchmal muss man das". Die Gespräche über das iranische Atomprogramm sollen nun Anfang kommender Woche bei der Internationalen Atomenergieagentur IAEA in Wien weitergehen.
Ist der US-Militäraufmarsch in der Region mittlerweile beendet? Nein, nach wie vor ziehen die USA ein enormes Truppenkontingent in der Region zusammen. Nach Informationen der New York Times sind bereits 28 US-Kriegsschiffe in den Gewässern rund um den Iran eingetroffen. Gleichzeitig sei aber bislang keine finale Entscheidung getroffen worden, ob man jetzt angreifen oder abwarten werde.
Worum geht es? Die Bieterschlacht um das traditionsreiche Hollywoodstudio Warner Bros. ist wohl entschieden. Paramount Skydance erhöhte sein Angebot für den Konkurrenten auf 111 Milliarden Dollar (94 Mrd. Euro), worauf Netflix aus der Bieterschlacht ausstieg.
Weshalb der Rückzug? Netflix war in dem Duell lange vorne gelegen, wollte aber das jüngste Gebot des Konkurrenten nicht mehr überbieten. Kurz zuvor hatte Netflix-Boss Ted Sarandos einen Termin im Weißen Haus – ob der Rückzug aus dem Bietergefecht auch damit zusammenhängt, war vorerst nicht zu erfahren.
Weshalb sollte das so sein? Weil US-Präsident Donald Trump ein großes Interesse daran hat, dass Warner Bros. Discovery – so der vollständige Name des Studios – an Paramount Skydance geht, wo David Ellison am Ruder sitzt.
Wer ist David Ellison? Er ist der Sohn von Larry Ellison, Gründer des Software-Giganten Oracle, mit einem Vermögen 187 Milliarden Dollar aktuell auf Platz 6 der reichsten Menschen der Welt – und ein Buddy von Trump.
Was möchte Trump? Mehr Einfluss auf den News-Sender CNN und auf das Network CBS – beide gehören zum Medienimperium von Warner Bros. Discovery. Die Übernahme des Studios durch Ellison wäre für den Präsidenten ein Triumph in seinem Kampf gegen all jene Medien, die ihm kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.
Was ist das große Bild? Trumps Milliardärs-Freunde bekommen immer mehr Medien in ihre Hände. Von CNN über die Washington Post bis zu Fox News, im Digitalbereich X, Facebook, Instagram, WhatsApp, TikTok und noch viel mehr – alle Eigentümer sind seine Buddies.