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26. September 2025

"Nur zu viel gegessen" Captain Kirk kontert Gerüchten

Worum geht es? Schauspieler William Shatner, 94, der als Captain Kirk in der von Fans kultisch verehrten TV-Serie "Raumschiff Enterprise" berühmt wurde, hat Gerüchte über eine Erkrankung humorvoll gekontert: "Es geht mir gut, ich habe nur zu viel gegessen", postete er auf Instagram.

Was ist geschehen? Das US-Promi-Portal TMZ berichtete zuvor, Shatner sei wegen gesundheitlicher Probleme mit seinem Blutzucker ins Krankenhaus eingeliefert worden. Viele Fans waren deshalb in großer Sorge um den beliebten und nach wie vor aktiven Schauspieler.

Was sagt Shatner selbst? "Die Gerüchte über meinen Tod sind stark übertrieben!", postete der gebürtige Kanadier ein berühmtes Zitat des Schriftstellers Mark Twain. Und weiter: "Ich sage euch immer wieder: Vertraut keinen Klatschblättern oder KI!"

Was treibt der 94-Jährige derzeit? Trotz seines fortgeschrittenen Alters ist Shatner nach wie vor aktiv. 2021 flog er mit einer Blue Origin-Rakete von Amazon-Gründer Jeff Bezos ins Weltall, mit seiner "Hollywood Charity Horse Show" ist der passionierte Westernreiter und Pferdeliebhaber seit vielen Jahren karitativ unterwegs.

Und Schauspielerei? Mit der Mystery-Doku-Serie "The UnXplained" ist er nach wie vor auf den Bildschirmen zu sehen.

Weitere Meldungen

Posse um Nutella-Razzia 2.260 Gläser stehen nun nutzlos herum

Worum geht es? Lebensmittelkontrolleure der Malmöer Umweltbehörde stießen bei einer Kontrolle im vergangenen Sommer zufällig auf 2.260 Gläser Nutella, berichtet Sydsvenskan. Aber es gab ein Problem.

Nämlich? Die Schokoladen-Haselnuss-Creme war nicht rückverfolgbar und darf daher in Schweden nicht verkauft werden. Allerdings darf die Behörde die Gläser erst entsorgen, wenn der Inhalt geleert ist. Das schreibt ein neues Gesetz vor.

Warum entleert man die Gläser nicht? Das kann nur ein Nutella-Laie fragen. Die Schoko-Soße aus dem Behältnis zu bringen ist eine Mammutaufgabe – und die sind vielleicht nicht ohne Grund ausgestorben.

Gibt es keinen Ausweg? Doch, man könnte eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Die stellt die Umweltbehörde aus. Das heißt, die Umweltbehörde muss bei sich selbst einen Antrag stellen. Das macht keinen schlanken Fuß.

Was jetzt? Die Umweltbehörde versucht, bei der Regierung eine Überarbeitung der Gesetzgebung zu erreichen. Bis dahin heißt es für Nutella: Bitte warten!

Tabletten und Küchen Trump kündigt neue Sonderzölle an

Worum geht es? Donald Trump kündigte in der Nacht auf Freitag neue Zölle in Höhe von teils 100 Prozent an. Die neuen Bestimmungen sollen am 1. Oktober in Kraft treten. Die EU fühlt sich geschützt.

Was betrifft die Zölle? Arzneimittel (100 Prozent), Küchen- & Badezimmerschränke (50 Prozent), Polstermöbel/Möbel allgemein (30 Prozent), Lastwagen/Schwerfahrzeuge (25 Prozent).

Welche Ausnahmen gibt es bei Arzneimitteln? Die Sonderzölle gelten nicht für Unternehmen, die in den USA Produktionsstätten errichten.

Wie reagiert die Industrie? Pharmaunternehmen wie AstraZeneca und GSK haben bereits für dieses Jahr mehr als 350 Milliarden Dollar für neue Produktions- und Forschungsanlagen in den USA zugesagt.

Warum zeigt sich die EU entspannt? Die EU-Kommission sieht sich durch den bestehenden Zolllimit-Vertrag geschützt. Exporte aus der Union dürften nicht mit mehr als 15 Prozent Zoll belastet werden.

Döner bleibt deutsch Türkei zieht Schutz-Antrag zurück

Worum geht es? Die Türkei hat ihren Antrag bei der EU, die Zubereitung von Döner Kebab streng zu reglementieren, zurückgezogen. Vor allem in Deutschland hatte der Versuch der türkischen Döner-Föderation Udofed, Einfluss auf den Arbeitsalltag von hunderttausenden Döner-Läden zu nehmen, für politisches Sodbrennen gesorgt.

Was war die Idee? Die türkischen Behörden argumentierten, der Döner sei als Nationalgericht anzusehen, das erst durch die Einwanderung der Türken nach Europa gelangt sei. Wäre die EU darauf eingegangen, hätte sie allen Döner-Produzenten vorschreiben müssen, wie ein "echter Döner" hergestellt werden muss.

Was macht einen "echten Döner" aus? Das Fleisch (nur Rind, Lamm oder Huhn, kein Kalb oder Pute), die Dicke der Fleischstücke (3-5 mm), das verwendete Messer (keine elektrischen), die Zubereitung der Saucen, der Verzicht auf Gemüse-Garnitur.

Warum war gerade Deutschland dagegen? Weil nirgendwo mehr Döner gegessen werden und bis zu 60.000 Menschen direkt von der "Döner-Industrie" leben – viele davon selber Türken. Man befürchtete, Rechtsstreitigkeiten, Umsatzeinbußen und Preissteigerungen.

Wie viele Döner werden in Europa gegessen? Laut Döner-Förderation werden in Europa pro Jahr 3,5 Milliarden Euro mit Döner Kebab umgesetzt, davon 2,4 Milliarden alleine in Deutschland.

Hatte der türkische Vorstoß überhaupt eine reelle Chance? Eher nicht. Ein EU-Beamter erklärte gegenüber der BBC, dass der türkische Vorstoß wahrscheinlich ohnedies abgelehnt worden wäre.

"Palästina gehört uns" Kein US-Visum, Abbas hielt Video-Rede

Worum geht es? Am Donnerstag wurde Mahmoud Abbas, Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, zur Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York zugeschalten. Er las per Video eine Rede ab.

Warum reiste er nicht an? Abbas saß in der Stadt Ramallah im von Israel besetzten Westjordanland. Die Vereinigten Staaten hatten ihm und seiner Delegation Visa verweigert.

Was sagte er zum Terror vom 7. Oktober 2023? Die Terrorgruppe Hamas aus dem Gazastreifen hatte 1.139 Menschen teils grausam ermordet. Abbas verurteilte den Akt. "Diese Aktionen repräsentieren nicht das palästinensische Volk."

Was sagte er über Israel? Das Vorgehen im Gazastreifen sei als "Kriegsverbrechen" zu verurteilen. Aber egal wie viel Leid die Palästinenser ertragen müssten, sie würden in Gaza bleiben und ihr Land wiederaufbauen. "Das wird unseren Überlebenswillen nicht brechen", sagte er. „Palästina gehört uns."

Und über Trump? Nichts, trotz des Einreiseverbots. Die Unstimmigkeiten stammen noch aus der ersten Amtszeit von Trump. Das hatte Abbas palästinensischen Beamten den Kontakt zu Mitgliedern der US-Regierung verboten. Nun scheint er eine Normalisierung der Beziehungen anzustreben.

Und über die Zeit nach dem Krieg? Seine Autonomiebehörde sei "bereit, die volle Verantwortung für Regierungsführung und Sicherheit zu übernehmen", sagte er. Die Hamas werde "keine Rolle in der Regierungsführung spielen" und ihre Waffen an die palästinensischen Behörden übergeben müsse. Ob seine politische Macht dazu ausreicht, ist fraglich.

Ex-Präsident verurteilt Dann riss First Lady Bruni TV-Mikro ab

Worum geht es? Was Verurteilungen angeht, ist Nicolas Sarkozy ein alter Hase. Am Donnerstag wurde der ehemalige Präsident Frankreichs zum dritten Mal (nicht rechtskräftig) zu einer Haftstrafe verdonnert. Diesmal in der "Libyen-Affäre".

Wer ist Sarkozy? Der heute 70-jährige Konservative ist ein politisches Urgestein. 1993 bis 2002 Haushaltminister, zweimal Innenminister (2002 bis 2004 und 2005 bis 2007), dazwischen 2004 Wirtschafts- und Finanzminister, ab Mai 2007 Präsident. 2012 verlor er die Wahl gegen den Sozialisten François Hollande.

Und abseits? Steht ein schillerndes Leben. Dreimal verheiratet, drei Töchter, einen Sohn. Die zweite Ehe ging er mit einer Frau ein, deren erste Ehe er als Bürgermeister geschlossen hatte. 2008 heirateten er die italienisch-französische Sängerin Carla Bruni in Paris, eine Tochter (14).

Was gab es nun für Urteil? Vorausgeschickt: In der "Bygmalion-Affäre" wegen illegaler Wahlkampffinanzierung erhielt Sarkozy 2021 ein Jahr Haft (aber eine sofortige Fußfessel). In der "Abhör-Affäre“ bekam er im selben Jahr 3 Jahre Haft, die Revision läuft.

Und nun? Wurde die "Libyen-Affäre" behandelt. Sarkozy war beschuldigt worden, 2005 bis 2007 verdeckte Wahlkampffinanzierung aus Libyen erhalten zu haben, insbesondere Gelder des Gaddafi-Regimes, im Austausch für politische Gefälligkeiten.

Wie darf man sich das vorstellen? Ein Zeuge hatte 2016 ausgesagt, er habe Ende 2006 oder Anfang 2007 mehrere in Libyen vorbereitete Koffer mit insgesamt fünf Millionen Euro ins Pariser Innenministerium gebracht, das damals von Sarkozy geführt wurde.

Wie lautete das Urteil? Fünf Jahre Haft, weil er "Teil einer kriminellen Vereinigung" war. In den übrigen Anklagepunkten (Bestechlichkeit, illegale Wahlkampffinanzierung, Veruntreuung öffentlicher Gelder ) gab es Freisprüche.

Muss er nun in Haft? Ja! Und nein!  Er kann berufen. Also nein! Das Gericht ordnete allerdings eine "vorläufige Vollstreckung" an, das Urteil muss sofort vollzogen werden. Also ja! Sarkozy ist aber 70, er kann altersbedingt Bewährung beantragen. Also eher nein!

Was bedeutet das grundsätzlich? Er wird innerhalb eines Monats von der Staatsanwaltschaft vorgeladen und über den Termin seiner Inhaftierung informiert.

Was passierte nach dem Urteil? Sarkozy stellte sich der Presse. "Diese Justiz ist ein Skandal", sagte er empört. Er werde "erhobenen Hauptes" ins Gefängnis gehen. Beim Weggehen riss Carla Bruni den Windschutz eines Mikros ab. Es gehört dem TV-Sender Mediapart, der die Affäre aufgedeckt hatte. Danach postete sie auf Insta ein Foto mit ihrem Mann und schrieb dazu: "Liebe ist die Antwort."

Sparplan für Starbucks Filialen schließen, 900 Jobs weg

Worum geht es? Am Donnerstag erhielten die US-Mitarbeiter von Starbucks eine "Message from Brian". Darin wurde ihnen mitgeteilt, dass einige Standorte des Unternehmens geschlossen werden. Details waren später aus den Medien zu erfahren.

Brian wer? Brian Niccol, seit Jänner Chef der Kaffeehauskette. Sein Engagement hatte Schlagzeilen gemacht. Der 51-Jährige erhält ein Grundgehalt von 1,6 Millionen Dollar pro Jahr, für die Vertragsunterzeichnung gab es einen Bonus von 10 Millionen, dazu folgen ein jährlicher Bonus, Aktienoptionen – insgesamt bis zu 113 Millionen Dollar.

Das erstaunte aber nicht am meisten, oder? Nein. Niccol darf Home Office machen, 1.500 Kilometer Luftlinie von der Starbucks-Zentrale enntfernt. Der Konzern baute sein Haus um, spendierte eine Assistenz. Er kann das Firmenflugzeug auch privat nutzen, aber  im Gegenwert von maximal 250.000 Dollar pro Jahr.

Und nun? Verschärft Starbucks seinen Umstrukturierungsplan. 900 Jobs in den USA fallen weg, eine nicht genannte Anzahl von Filialen wird geschlossen, alles in allem wird eine Milliarde Dollar eingespart.

So steht das im Memo? Nein, das ist es netter formuliert. "Ich bin dankbar für die Arbeit, die jeder von uns leistet," schreibt Brian, aber "bei der Überprüfung haben wir Kaffeehäuser identifiziert, in denen wir nicht in der Lage sind, die physische Umgebung zu schaffen, die unsere Kunden und Partner erwarten, oder in denen wir keine Möglichkeit sehen, finanzielle Erfolge zu erzielen. Diese Standorte werden geschlossen."

Wie viele Beschäftigte hat Starbucks? Rund 400.000 weltweit.

13.000 Jobs weg Bosch-Krise betrifft auch Österreich

Worum geht es? Gerüchte gab es einige, am Donnerstag machte die Bosch-Gruppe ernst. Sie gab den größten Stellenabbau der Firmengeschichte bekannt. Bis 2030 sollen 13.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Vor allem Deutschland ist betroffen.

Was ist die Begründung? Deutschlands Automobil-Industrie bricht ein. Man müsse nun "dringend an der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten", sagte das Unternehmen. Über den Abbau werde man nun mit der Personalvertretung Verhandlungen aufnehmen.

Wie ist die Reaktion? Die Gewerkschaft IG Metall zeigte sich wütend. Ein Abbau dieser Größenordnung sei ohne langfristige Zusagen zum Erhalt der Standorte abzulehnen. Die Gewerkschaft warf dem Unternehmen vor, das Vertrauen der Mitarbeiter zu verspielen und einen "sozialen Kahlschlag" zu betreiben.

Was ist damit gemeint? Neben den Kündigungen fallen auch einige Sozialleistungen weg. Geldprämien, Sachgeschenke, Urkunden und zusätzlichen Sonderurlaub für langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen etwa.

Was ist mit Bosch in Österreich? Hier sollen 40 Arbeitsplätze wegfallen. In Österreich arbeiten 3.300 Personen für Bosch, im Vorjahr wurde ein Umsatz von rund 1,25 Milliarden Euro erzielt. Es gibt drei Standorte, Wien, Linz und Hallein.

Wie steht Bosch wirtschaftlich da? Im Jahr 2024 sank der operative Gewinn des gesamten Konzerns um ein Drittel auf 90,5 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite fiel auf 3,5 % (Ziel: 7 %). Die Umsätze gingen leicht auf 90,5 Milliarden Euro zurück.

Wie viel Mitarbeiter hat der Konzern? Weltweit rund 417.900.