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29. Dezember 2025

Manöver vor Taiwan China droht, 100.000 Passagiere betroffen

Worum geht es? China hat am Montag eine großangelegte Militärübung vor Taiwan gestartet. Das Manöver trägt den Namen "Gerechtigkeitsmission 2025" und stellt eine unverhohlene Drohung gegen den demokratisch regierten Inselstaat dar.

Welches Problem hat China mit Taiwan? In Peking wird das Land seit der Abspaltung von China im Jahr 1949 als abtrünnige Provinz angesehen, die es über kurz oder lang zurückzuholen gilt. In den letzten Jahren ist der Ton Chinas dabei zunehmend rauer geworden.

Wie groß ist das Manöver angelegt? Chinas Armee setze Zerstörer, Fregatten, Kampfflugzeuge, Kampfbomber und Drohnen ein, so ein Militärsprecher. Laut taiwanesischen Angaben seien 89 chinesische Militärflugzeuge sowie 28 Kriegsschiffe an dem Manöver beteiligt.

Welche Folgen hat das Manöver auf das Leben in Taiwan? Neben der allgegenwärtigen Angst vor einer Invasion Chinas, die damit weiter geschürt werden soll, hat das Manöver auch ganz praktische Auswirkungen auf die Insel.

Nämlich? Insgesamt seien mehr als 100.000 Flugpassagiere von Absagen und Umleitungen betroffen, die aufgrund der chinesischen Militärpräsenz durchgeführt werden müssten, so die taiwanesische Zivilluftfahrtbehörde am Montag.

Weitere Meldungen

USA greifen Venezuela an "Schlag gegen Drogenschmuggler"

Worum geht es? Die USA haben offenbar erstmals einen Militärschlag gegen venezolanisches Territorium durchgeführt. US-Präsident Donald Trump bestätigte am Montag in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida den Angriff.

Was wurde angegriffen? Laut Trump sei ein angeblicher "Drogenumschlagplatz" Ziel gewesen. "Es gab eine große Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden", so der Präsident am Rande eines Treffens mit Israels Premier Benjamin Netanjahu.

Wann fand der Angriff statt? Demnach bereits Ende vergangener Woche.

Gab es Tote oder Verletzte? Dazu machte der Präsident keine Angaben. Auch nicht dazu, wie genau das Militär vorgegangen ist.

Was wollen die USA in Venezuela? Bereits seit Anfang September werden angebliche Drogenschmugglerboote vom US-Militär versenkt, dabei sind bislang mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Zudem versucht die US-Marine, den Öl-Export des südamerikanischen Landes zu stören. Zuletzt wurde ein Öltanker beschlagnahmt.

Was ist das Ziel der Angriffe? Offiziell geht es den USA um den Kampf gegen den Drogenhandel, inoffiziell will man offenbar den venezolanischen Staatschef Nicolas Maduro, der autokratisch regiert, zur Aufgabe zwingen und einen Machtwechsel herbeiführen.

AfD sitzt mit am Tisch Einladung für Sicherheits-Konferenz

Worum geht es? Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ist seit 1963 eines der international bedeutendsten Expertentreffen zu globaler Politik. Zum nächsten Gipfel wurde vor Weihnachten nun auch die rechte Alternative für Deutschland (AfD) eingeladen.

Wann findet die Konferenz 2026 statt? Vom 13. bis zum Februar im Hotel Bayerischer Hof in München.

Warum war sie 2025 so ein großes Thema? Spitzenpolitiker aus aller Welt reisen an, um über aktuelle Herausforderungen zu sprechen. Dabei las US-Vizepräsident J.D. Vance Europa die Leviten.

Was passiert nun? Die Leitung der MSC unter dem Vorsitz von Wolfgang Ischinger hat gemeinsam mit dem Stiftungsrat beschlossen,  wieder Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien, darunter auch der AfD, einzuladen.

Wie war das bisher? Diese Entscheidung markiert einen Kurswechsel gegenüber den Jahren 2024 und 2025, in denen die AfD ausgeschlossen war.

Mit welcher Begründung? Der damalige Vorsitzende Christoph Heusgen argumentierte, dass AfD-Vertreter den Bundestag während einer Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verlassen hatten – was er als das Gegenteil des Dialoggedankens der MSC wertete.

Was könnte der Grund für die Kursänderung sein? Druck der USA. Sie sehen in der AfD einen möglichen Verbündeten. Vance hatte die Brandmauer-Politik in seiner Rede kritisiert.

Welche Reaktionen gab es nun? Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP-Sicherheitspolitikerin) verurteilt die Einladung scharf und sprach von einem "gefährlichen Signal". CSU-Politiker Alexander Hoffmann warnte, die AfD stelle wegen ihrer Kontakte zu Russland und China ein Sicherheitsrisiko dar,

Anschlag zu Silvester Türkei nimmt 115 IS-Terroristen fest

Worum geht es? In Istanbul wurden am Christtag 115 Verdächtige festgenommen, die im Zusammenhang mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) stehen sollen.

Was weiß man über die Umstände? Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer Großrazzia der Sicherheitskräfte, bei der an 124 Orten gleichzeitig Durchsuchungen durchgeführt wurden. Insgesamt wurden Haftbefehle gegen 137 Personen erlassen.

Was ist der Verdacht? Laut der Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul stehen die Verdächtigen im Verdacht, Anschläge auf Weihnachts‑ und Neujahrsfeiern geplant zu haben – darunter besonders gegen Nicht‑Muslime während der Feiertage.

Wurden Beweise gefunden? Bei den Durchsuchungen fanden die Behörden laut offiziellen Angaben Schusswaffen, Munition und organisatorische Dokumente, die im Zusammenhang mit den Anschlagsplänen stehen sollen.

1 Million Epstein-Akten Ministerium "fand" weitere Dokumente

Worum geht es? Am vergangenen Freitag begann das US-Justizministerium (DOJ) damit, hunderttausend Aktenseite über den Missbrauchsfall um Jeffrey Epstein zu veröffentlichen. Hier sind sie zu finden.

Was ist nun neu? Es sei eine Vielzahl weiterer Unterlagen aufgetaucht, teilte das Justizministerium auf X mit. In der Erklärung wurde nicht erläutert, wie die Beamten das zusätzliche Material gefunden hatten.

Wie war der Wortlaut? "Der US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York und das FBI haben das Justizministerium darüber informiert, dass sie über eine Million weitere Dokumente entdeckt haben, die möglicherweise mit dem Fall Jeffrey Epstein in Zusammenhang stehen".

Was passiert nun? Die Akten werden "im Hinblick auf ihre Veröffentlichung gemäß dem Epstein Files Transparency Act, geltenden Gesetzen und gerichtlichen Anordnungen geprüft,“ so das Ministerium.

Wie lange dauert das? Aufgrund der großen Menge an Material könnte der Überprüfungsprozess "einige weitere Wochen" dauern.

Warum kam es zur Veröffentlichung? Der US‑Kongress hat ein eigenes Gesetz dazu verabschiedet – den Epstein Files Transparency Act. Es verpflichtet das Justizministerium (DOJ), alle nicht klassifizierten Unterlagen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell öffentlich zu machen.

Wie lange war dafür Zeit? 30 Tage, die Frist lief vergangenen Freitag ab.

Was ist der Hintergrund? Jeffrey Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich 2019 in U-Haft das Leben nahm. Er hatte mit seiner Vertrauten Ghislaine Maxwell einen Missbrauchsring aufgezogen, der tief in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft reichte.

Wird nun alles öffentlich? Nein, nur alle nicht geschützten Akten. Viele dieser Unterlagen werden redigiert und geschwärzt, um Identität und Schutz von Opfern zu wahren.

1,8 Milliarden Gewinn Lotto-Sieger kassierte in den USA ab

Worum geht es? "Powerball" ist die US-Version des österreichischen Lottos Auch hier sind sechs Zahlen zu erraten. Am Heiligen Abend räumte ein Spieler den Jackpot in Höhe von 1,817 Milliarden Dollar ab.

Wie viel investierte der Sieger? Er stammt aus Arkansas und kaufte ein Los für zwei Dollar.

Ist das Rekord? Fast, am 7. November 2022 gab es einen Gewinn von 2,04 Milliarden Dollar.

Wie kommt der Gewinner an sein Geld? Er hat 60 Tage Zeit, sich zwischen zwei Optionen zu entscheiden. Eine Rente auf 30 Jahre in der vollen Höhe, oder eine Einmalzahlung mit kräftigem Abschlag.

Nämlich? Bei einer Einmalzahlung würde der Sieger 834,9 Millionen US-Dollar kassieren. Für beide Optionen sind noch Steuern zu bezahlen.

Wie wird gezogen? Es gibt zwei Trommeln. Die erste Trommel enthält 69 weiße Kugeln, aus denen 5 Kugeln gezogen werden. Die zweite Trommel fasst 26 rote Kugeln (Powerballs), aus denen 1 Kugel gezogen wird.

Wie wird gewonnen? Es gibt 9 Gewinnstufen, je nachdem wie viele Zahlen (weiße und Powerball) man richtig hat. Der Jackpot (Hauptgewinn) ist geknackt, wenn man alle 5 weißen Zahlen und den roten Powerball richtig hat.

Wie funktioniert der Jackpot? Er startet mit 20 Millionen US-Dollar und wächst, wenn niemand ihn knackt (ein sogenannter "rollover"). Ziehungen finden zweimal pro Woche statt: Mittwoch und Samstag.

Als Babys vertauscht Jetzt fordern Opfer je 3 Millionen Euro

Worum geht es? In Logroño (Hauptstadt der spanischen Region La Rioja) wurden im Juni 2002 zwei Babys in der Geburtsklinik vertauscht und den jeweils falschen Eltern mitgegeben.

Wie kam es zu dem Irrtum? Beide Babys waren Frühchen und wurden zunächst in Brutkästen versorgt, bevor sie ihren vermeintlichen Familien überantwortet wurden.

Wann flog alles auf? Erst 2021, also 19 Jahre später. Die Verwechslung kam zu Tage, als eine Frau im Rahmen einer Unterhaltsklage einen DNA-Test machen ließ, der zeigte, dass sie weder mit dem vermeintlichen Vater noch der vermeintlichen Mutter verwandt war.

Was passierte danach? Die Behörden ermittelten das zweite vertauschte Baby. Die schon erwachsene Frau wurde ebenfalls informiert.

Wie reagierten die Betroffenen? Beide verwechselten Frauen fordern Schadensersatz.

Um wie viel Geld geht es? Die Opfer fordern vom Staat jeweils drei Millionen Euro an Entschädigung. In einem ersten Prozess wurden den Frauen je 850.000 Euro zugesprochen. Für eine der beiden wurde die Summe mittlerweile auf 975.000 Euro erhöht.

Warum? Weil ihre leibliche Mutter bereits 2018 gestorben ist und sie nie die Chance hatte, sie kennen zu lernen.

Haben die Frauen das Angebot angenommen? Nein, sie überlegen noch, mit ihren Forderungen vor das Oberste Gericht Spaniens zu ziehen. Durch die Verwechslung seien "irreparable Schäden" entstanden, deshalb sei die hohe Forderung gerechtfertigt, wie der Anwalt der Klägerin gegenüber der Zeitung El País erklärte.

Und was sagen die Eltern der vertauschten Frauen? Die Eltern einer der beiden Frauen haben ebenfalls Klage eingereicht, sie fordern weitere 1,3 Millionen Euro für den ihnen durch die Verwechslung entstandenen seelischen Schaden.

Wie wurde die Verwechslung eigentlich erklärt? Mit simplem menschlichen Versagen, so die Behörden.

Papst predigte Deutsch Er lernt es mit einer App auf dem Handy

Worum geht es? Vom Balkon der Loggia des Petersdoms im Vatikan aus spendete Papst Leo XIV. am Christtag den traditionellen Segen Urbi et orbi. Dabei sagte er auch ein paar Worte auf Deutsch.

Nämlich? "Frohe Weihnachten! Der Friede Christi herrsche in euren Herzen und in euren Familien."

In wie vielen Sprachen erteilte er den Segen? In zehn. Neben Deutsch, auch auf Ialienisch, Spanisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Polnisch, Arabisch, Chinesisch und Latein.

Ist das ungewöhnlich? Nein, aber es wurde länger nicht praktiziert. Frühere Päpste verwendeten bis zu 60 Sprachen. Der Vorgänger von Leo, Papst Franziskus (2013-2025), verzichtete auf diesen Brauch.

Wie ist das jetzt mit dem Deutsch? Papst Leo XIV. hat, so viel ist bekannt, ein großes Talent für Sprachen. Neben seiner englischen Muttersprache parliert der Pontifex mühelos auf Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Französisch. Nun soll er sich die deutsche Sprache vorgenommen haben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Woher weiß man das? Nicht etwa aus dem Vatikan selbst, dafür ist man in Rom zu zurückhaltend. Aber der Bruder des Papstes, John Prevost, habe gegenüber dem Online-Medium National Catholic Reporter bestätigt, dass jener "@DrPrevost", der sich seit kurzem in den Stunden nach Mitternacht auf der Sprach-App Duolingo am Deutschen versucht, eben der oberste Hirte in Rom sei.

Wie fortgeschritten ist der Papst bereits? Es macht sich. Laut dem katholischen Domradio habe Dr. Robert Prevost vulgo Leo XIV. erst im Oktober eine deutsche Pilgergruppe begrüßt und dabei die Städtenamen Münster, Köln und Dresden-Meißen "weitgehend akzentfrei" über die Lippen bekommen. Trotz der Umlaute und dem scharfen S.

Plant der Papst vielleicht sogar einen Besuch in Deutschland oder Österreich? Derzeit gibt es keine Hinweise, die dafür sprechen würden. Seine erste offizielle Reise führte ihn Anfang Dezember in die Türkei und in den Libanon, für kommendes Jahr ist bislang nur eine mögliche Reise nach Südamerika (vor allem nach Argentinien und Uruguay) im Gespräch.