Worum geht es? Am 3. Jänner hatten die USA Nicolás Maduro im Rahmen einer Militäraktion gefangen genommen, fast 200 Spezialeinsatzkräfte waren daran beteiligt. Der Präsident Venezuelas wurde in die USA gebracht. In New York erschien er am Montag erstmals vor Gericht.
Was wird ihm vorgeworfen? In den USA unter anderem Drogen- und Terrorismus bezogene Straftaten (narco-terrorism, Kokain-Schmuggel, Waffenbesitz).
Fühlt er sich schuldig? Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores plädierten bei der Anhörung auf "nicht schuldig". Die Verteidigung argumentierte, dass er als amtierender Staatschef Immunität besitze.
Was sagte Maduro wörtlich? Er und seine Frau vor zwei Tagen "entführt" worden. "Ich bin ein anständiger Mensch. Ich bin immer noch Präsident meines Landes. Ich bin ein Kriegsgefangener." Maduro sprach Spanisch.
Was passiert nun? Der Richter hat eine weitere Anhörung am 17. März 2026 angesetzt. Bis dahin bleibt Maduro in US-Haft. Ihm droht lebenslang.
Worum geht es? Donald Trump hat am Wochenende seine Gebietsansprüche an Grönland erneuert. Vor dem Hintergrund der Militäraktion in Venezuela bekommen die Worte nun großes Gewicht.
Was sagte Trump? An Bord der Air Force One meinte er zu Reportern. „Wir brauchen Grönland aus national-sicherheitspolitischer Sicht, und Dänemark wird das nicht schaffen."
Was macht noch Sorge? Trump wurde diesmal recht konkret. Er nannte keinen bindenden "Zeitplan" für eine konkrete Aktion, sagte dann aber, dass er sich "in etwa zwei Monaten“ um Grönland kümmern werde, später dann sogar: "Lasst uns in 20 Tagen über Grönland sprechen."
Wie fiel die Reaktion aus? Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zeigte sich sichtlich empört. Trump soll seine "Drohungen" beenden. Wenn ein NATO-Land ein anderes NATO-Land angreife, höre sich alles auf.
Und Grönland? Premierminister Jens-Frederik Nielsen warnte den US-Präsidenten. "Kein Druck mehr. Keine Andeutungen mehr. Keine Fantasien mehr über eine Annexion. Genug ist genug".
Warum will Trump Grönland? Im Wettkampf mit Russland und China gewinnt die Region strategisch an Bedeutung. Die USA betreiben dort bereits die Thule Air Base (heute Pituffik Space Base). Grönland verfügt über große Vorkommen an seltenen Erden, Mineralien sowie Öl- und Gasressourcen, an die man wegen der Eisschmelze durch den Klimawandel nun besser herankommt.
Worum geht es? Vom 6. bis 8. Jänner trifft sich die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag zur traditionellen Winterklausur (auch Neujahrsklausur) im Kloster Seeon. Vorab sorgt ein Entwurfstext in der Koalition für Aufregung.
Weswegen? Die CSU plant eine deutliche Positionierung in der Migrationsfrage. Deutschland soll laut Text massiv Abschiebungen von syrischen Geflüchteten nach Syrien durchführen. Der Bürgerkrieg sei offiziell beendet, viele Schutzgründe würden wegfallen.
Was heißt das? In dem Positionspapier ist zu lesen: Wer nicht freiwillig geht, solle notfalls zwangsweise abgeschoben werden, auch mit Linienflügen, vor allem nach Syrien. Priorität haben zunächst Straftäter, danach folgen weitere Gruppen. Die Rede ist von einer "großen Abschiede-Offensive".
Was ist mit der Ukraine? Die CSU will auch hier einen härteren Kurs: "Insbesondere wehrfähige ukrainische Männer" sollten "ihren Beitrag zur Verteidigung ihres Landes" leisten. Laut einem rbb-Bericht kamen 2025 im Schnitt pro Woche etwa 150 Flüchtlinge aus der Ukraine.
Wie sieht das der Koalitionspartner? Die SPD lehnt pauschale Abschiebungen nach Syrien ab. Sie warnt vor menschenrechtlichen Problemen und kritisiert, dass das Land trotz Ende des Regimes weiterhin zerstört und unsicher ist.
Wie deutlich ist das Nein? Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner erklärte gegenüber dem Spiegel: "Diese Art von populistischer Politik wird es mit der SPD auch im neuen Jahr nicht geben."
Wie sieht das die CDU? Die Schwesterpartei der CSU stellt mit Friedrich Merz den Kanzler. CDU-Außenminister Johann Wadephul lehnt massive Abschiebungen ebenfalls ab. Es gebe noch keine sicheren Lebensbedingungen vor Ort, sagte er.
Wie viele geflüchtete Syrer leben in Deutschland? Rund eine Million Menschen.
Worum geht es? Da qualifiziert sich unser Team einmal für eine Fußball-Weltmeisterschaft, und dann können nur Nachtvögel zuschauen. Die FIFA verwirrt mit den Anstoßzeiten viele Länder und TV-Sender.
Was ist gemeint? Die FIFA hat bei der WM 2026 in Nordamerika 15 verschiedene Anstoßzeiten festgelegt, die – umgerechnet auf Mitteleuropäische Zeit (MESZ) – Spiele zwischen 18 Uhr abends und bis ca. 6 Uhr morgens umfassen.
Kam das unerwartet? Ja, als die Anstoßzeiten mit den TV-Stationen verhandelt wurden, war noch die Rede davon, dass die Spiele um 18.00 Uhr, 21.00 Uhr, 0 Uhr und 3.00 Uhr angepfiffen werden.
Musste man damit nicht rechnen? Schon, immerhin wird in den USA, Kanada und Mexiko gespielt. Aber: Mehr als die Hälfte der 104 Partien beginnt nach Mitternacht oder sehr spät.
Wie trifft das Österreich? Hart, unser Match gegen Algerien beginn um 4.00 Uhr, das Spiel gegen Jordanien um 6.00 Uhr. Nur das Argentinien-Spiel aus Dallas kommt zu besten Sendezeit. Beginn ist 19 Uhr.
Für wen ist das ein Problem? Vor allem für Fanzonen. Wer macht um 4 Uhr in der Früh (ungestraft) Ballermann?
Was sagt die FIFA? Der Weltfußballverband argumentiert, die Zeiten seien notwendig, um Hitze in den Gastgeberländern (USA, Kanada, Mexiko) zu vermeiden und verschiedene TV‑Märkte weltweit anzusprechen.
Worum geht es? Victoria Jones, die 34‑jährige Tochter des Schauspielers Tommy Lee Jones, wurde am Neujahrstag tot in einem Hotelzimmer aufgefunden.
Was sind die Hintergründe? Ein Sprecher der Feuerwehr von San Francisco teilte der Times mit, dass gegen 2.50 Uhr Rettungssanitäter zum Fairmont Hotel gerufen worden seien. Sie konnten nur mehr den Tod der Frau feststellen?
Was war die Todesursache? Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Die genaue Ursache ist bislang unklar und wird noch untersucht.
Wer war Victoria Jones? Das zweite Kind des Oscar-prämierten Schauspielers und seiner ersten Ehefrau Kimberlea Cloughley. Die beiden waren von 1981 bis 1996 verheiratet und haben außerdem einen gemeinsamen Sohn, Austin, 43.
Was machte Victoria Jones? Sie spielte als Kind und Teenagerin in mehreren Filmen und Serien mit. Zusammen mit ihrem Vater etwa in "Men in Black II", in der Fernsehserie "One Tree Hill" und in einem von ihrem Vater inszenierten Film, "The Three Burials of Melquiades Estrada", in den 2000er-Jahren.
Und seither? Trat sie als Schauspielerin nicht mehr in Erscheinung, begleitete ihren Vater aber hin und wieder am Red Carpet.
Worum geht es? Weltweit ist das vermutlich einzigartig und in den USA gab es so etwas auch noch nicht: Privatanleger hatten 2025 die Möglichkeit, ihr Geld direkt auf Donald Trump zu setzen.
Wie geht denn das? US-Präsidenten haben kein Berufsverbot, sie können ihre bisherigen geschäftlichen Tätigkeiten also auch im Amt weiterführen. Bisher war das tabu, bei Trump nicht.
Heißt was? Anleger konnten 2025 Trump "kaufen". Entweder, indem sie sich Aktien seines börsennotierten Medien-, Finanz- und Energieunternehmens Trump Media & Technology Group (TMTG, Tickersymbol "DJT") zulegten oder in seine Kryptowährung Memecoin Official TRUMP investierten.
Wie lief das Geschäft? Mau! Die Aktien von Trump Media (DJT) sind seit dem Tag vor seinem Amtsantritt bis Ende 2025 um 67 Prozent gefallen. Die offizielle TRUMP-Währung ($TRUMP), die Meme-Währung, erlebte nach ihrem Start am 17. Januar einen spektakulären Kursanstieg, fiel dann aber rapide. Seit dem 19. Januar hat sie 89 Prozent an Wert verloren.
Und Trump selbst? Dem Präsidenten erging es prächtig. Forbes schätzt, dass sich sein Nettovermögen mehr als verdoppelt hat, was auf Gewinne aus seinen verschiedenen Krypto-Investitionen zurückzuführen ist. Das Nettovermögen von Donald Trump Jr. hat sich im Jahr 2025 versechsfacht, auch aufgrund von Kryptogewinnen.
Wie reich ist Trump? Stand Freitag verfügt er über ein Vermögen von 6,6 Milliarden US-Dollar.
Worum geht es? Die Industrie in der Eurozone beendete das abgelaufene Jahr mit schwacher Aktivität und Schrumpfungs-Tendenzen. Vor allem Deutschland macht Sorgen.
Was sagen die Zahlen? Die jüngsten PMI-Daten (Purchasing Managers' Index) für Dezember – ein wichtiger Frühindikator für Produktion, Aufträge und Nachfrage – liegt unter der 50-Marke, was Rückgang statt Wachstum signalisiert.
Was heißt das im Detail? Auslastung und Produktion gingen im Euro-Raum im Dezember zurück – erstmals seit Monaten wieder. Vor allem die Exportnachfrage nahm deutlich ab – ein Zeichen schwacher globaler und europäischer Nachfrage.
Was bedeutet das für Arbeitsplätze? Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe schrumpft weiter – Jobabbau setzt sich fort.
Wer zuckelt hinten nach? Deutschland, traditionell Europas größte Industrie, verstärkte Ende 2025 seine Abschwächung mit sinkender Produktion, schwächeren Exporten und sinkender Beschäftigung.
Was ist die Ursache für die Schwäche? Geringe Nachfrage im In- und Ausland, insbesondere Exportorders sind rückläufig. Wegen Unsicherheiten lassen Hersteller Vorsicht walten. Lieferkettenprobleme und Kostenanstiege bei Vorleistungen belasten die Margen.
Worum geht es? Die USA werfen 13 italienischen Pasta-Herstellern Dumping vor — also ihre Produkte in den USA günstiger zu verkaufen als im Inland. US-Präsident Donald Trump kündigte deshalb extrem hohe Strafzölle an.
Wie hoch ist "extrem"? Er kündigte einen Aufschlag von 92 Prozent zusätzlich zu den bestehenden 15 Prozent EU-Importzöllen an — das hätte eine Gesamtbelastung von fast 107 Prozent ergeben und die Preise für italienische Pasta in den USA drastisch steigen lassen.
Was passierte dann? Italien und Branchenverbände protestierten heftig gegen die Maßnahme. Hohe Zölle hätten die Exporteure stark getroffen und viele Marken gezwungen, den US-Markt zu verlassen.
Was war die Folge? Offenbar gab es zuletzt diskrete Verhandlungen im Hintergrund. Nun reduzierte die US-Regierung die Zusatzzölle auf einzelne Marken wieder stark. Der Hersteller La Molisana zahlt jetzt 2,26 Prozent zusätzlich, für das Unternehmen Garofalo hingegen wurde der Satz auf 13,98 Prozent festgelegt.
Elf weitere Produzenten müssen künftig genau 9,09 Prozent Zoll bezahlen. Die endgültigen Sätze sollen bis März 2026 entschieden werden.