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20. Februar 2026

Mondflug vertagt NASA meldet Problem beim Antrieb

Worum geht es? Der erste Test Anfang Februar musste wegen eines Lecks an der Startrampe abgebrochen werden. Nun konnte die NASA die Generalprobe für den ersten bemannten Mondflug nach 53 Jahren erfolgreich absolvieren. Trotzdem musste der Start der Artemis-II-Mission erneut verschoben werden.

Wann sollte der Start erfolgen? Laut NASA sei der früheste Starttermin der 6. März spätabends (in Europa dann bereits der 7. März) gewesen.

Aber? In der Nacht auf Samstag sei die Heliumzufuhr zur Oberstufe der Rakete unterbrochen worden, teilte die NASA mit. Festes Helium ist unerlässlich, um die Triebwerke zu spülen und die Treibstofftanks unter Druck zu setzen.

Was war die Ursache? NASA-Chef Jared Isaacman erklärte, ein defekter Filter, ein verklemmtes Ventil oder eine defekte Verbindungsplatte könnten die Ursache für den unterbrochenen Heliumfluss sein.

Was ist mit den Austronauten? Das Quartett hatte sich am Freitagabend in ihre zweiwöchige Quarantäne begeben, die zum Schutz vor Ansteckung obligatorisch ist. Das konnte nun abgebrochen werden.

Wann soll es los gehen? Der April ist nun der frühestmögliche Zeitpunkt, zu dem die vier Artemis-II-Astronauten zum Mond fliegen könnten.

Was ist das Ziel der Mission? Vier Astronauten sollen auf einer zehntägigen Reise den Mond umkreisen und zur Erde zurückkehren. Eine Landung auf dem Erdtrabanten ist vorerst noch nicht geplant, die Mission soll aber die Bedingungen dafür schaffen.

Wie wird die Reise zum Mond ablaufen? Die vier Astronauten, drei Amerikaner und ein Kanadier, werden nach dem Start in eine Umlaufbahn um die Erde gehen, um die Stabilität der Systeme zu überprüfen. Läuft alles nach Plan, steuern sie ihr Raumschiff Richtung Mond.

Wie lange dauert die Anreise? Vier Tage, dabei soll die Mondoberfläche in einer Entfernung von etwa 6.500 bis 9.500 Kilometer überflogen werden. Die Landung auf der Erde soll dann im Pazifik erfolgen.

Wann flog das letzte Mal ein bemanntes Raumschiff zum Mond? 1972 im Rahmen der Apollo-17-Mission.

Wann ist die erste Mondlandung geplant? Das steht noch nicht exakt fest. Die NASA möchte aber spätestens 2028 den Flug zum Mond antreten.

Weitere Meldungen

Keine Chance mehr Ärzte können Buben nicht operieren

Worum geht es? Das Schicksal des kleinen Domenico bewegt derzeit nicht nur Italien. Der 2 Jahre alte Bub kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt. Eine Operation schien die letzte Chance zu sein.

Aber? Im Dezember 2025 wurde ein passendes Spenderherz gefunden. Die Ärzte in Neapel, Italien, planten eine Herztransplantation, die Domenicos Leben retten sollte. Doch Schlamperei machte alles zunichte.

Was ist passiert? Das Spenderherz wurde beim Transport aus grober Fahrlässigkeit beschädigt — unter anderem, weil es in Trockeneis statt normalem Kühleis und ohne standardisierte Temperaturüberwachung befördert wurde, was zu Gewebeschäden führte.

Was war die Folge? Domenico überlebte die Operation am 23. Dezember zwar, doch danach musste er an eine ECMO-Maschine angeschlossen werden – eine Art künstliches Herz-Lungen-System. Doch der Bub entwickelte zunehmend Organprobleme: Lunge, Leber und Nieren litten unter der Belastung.

Gibt es noch eine Chance? Nein, am Freitag folgten die Ärzte den Empfehlungen einer Experten-Kommission: Domenicos Herz ist zu stark geschädigt, eine neue Transplantation unmöglich. Die Risiken wären extrem hoch, die Chancen minimal.

Was bedeutet das? Die behandelnden Ärzte erklärten, dass nun die palliative Versorgung beginnt. Der neue Schwerpunkt der Behandlung ist die Linderung von Schmerzen.

Wie reagierte die Familie? Die Entscheidung fiel nach einem Treffen zwischen Krankenhausärzten, dem Familienarzt, einem Anwalt und der Mutter. Sie und der Familienanwalt bestätigten öffentlich, dass sie der Pflege zur Linderung des Leidens zustimmen.

Ist das Sterbehilfe? Nein, die lebenserhaltenden Maßnahmen werden sofort beendet. Die ECMO‑Maschine wird nicht abgeschaltet, weil das sofort tödlich wäre. Stattdessen wurde entschieden, Therapien zu beenden, die medizinisch nicht mehr sinnvoll sind.

Was wissen Bodyguards? Andrews Leibwächter werden befragt

Worum geht es? Am Donnerstag wurde Andrew Mountbatten-Windsor, Bruder von Englands König Charles III., wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs von der Polizei festgenommen und elf Stunden lang festgehalten. Am Tag danach wurden nun erstmals Pläne bekannt, den ehemaligen Prinzen aus der offiziellen Thronfolge des Hauses Windsor auszuschließen, berichtet die BBC.

Weshalb wurde Andrew festgenommen? Er steht im Verdacht, er habe seinem langjährigen Bekannten, dem US-Finanzmanager und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (er starb 2019 in Untersuchungshaft durch Suizid) während seiner Zeit als Handelsbeauftragter des Vereinigten Königreichs Insiderinformationen zukommen lassen.

Was sagt Andrew dazu? Er bestreitet jedes Fehlverhalten. Im Zuge der Veröffentlichung der Epstein-Akten in den USA sind allerdings jetzt E-Mails aufgetaucht, die das Gegenteil beweisen sollen.

Und seine Verwicklungen in die Sexualstraftaten Epsteins werden nicht untersucht? Auch dazu werden derzeit weitere Befragungen bei Andrews Personenschützern durchgeführt, so die BBC. Die Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch sind aber bereits weiter gediehen. Deshalb nun offenbar auch der Vorstoß der Regierung in Sachen Thronfolge.

Wo steht Andrew in der britischen Thronfolge? Auf Platz 8, die Chancen, dass er jemals König wird, sind als minimal. Dennoch möchte man nun offenbar Nägel mit Köpfen schaffen. Sämtliche royalen und sonstigen Titel wurden ihm im Zuge des Epstein-Skandals und des Vorwurfs, er hätte eine Minderjährige mehrfach missbraucht, bereits aberkannt.

Weshalb wurde er nicht längst aus der Thronfolge gestrichen? Weil dafür ein Gesetz und ein Parlamentsbeschluss nötig ist, dem sowohl das Unterhaus, als auch das Oberhaus zustimmen. Außerdem müsste jedes Commonwealth-Land, in dem Charles formelles Staatsoberhaupt ist, dem Ausschluss zustimmen.

Wann wurde zuletzt jemand aus der Thronfolge ausgeschlossen? 1936, als König Edward VIII. abdankte, wurden er und seine Nachkommen aus der Thronfolge gestrichen.

Degen traf Besucherin Berliner Theater bricht Vorstellung ab

Worum geht es? Am Donnerstagabend kam es beim Shakespeare‑Klassiker "Richard III." an der Berliner Schaubühne zu einem dramatischen Zwischenfall. Schauspieler Lars Eidinger schleuderte einen Degen in den Zuschauerraum.

Wie ist das passiert? Während einer Kampfszene auf der Bühne, in der Eidinger als Richard III. mit einem Degen kämpfte, rutschte ihm die Waffe aus der Hand. Sie glitt über die Bühne und traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf.

Wann kam es zu dem Unfall? Nach 22 Uhr, gegen Ende der Vorstellung.

Was war die Folge? Die Frau erlitt eine blutende Wunde. Die Vorstellung wurde abgebrochen. Eidinger ließ das Saallicht einschalten, entschuldigte sich mehrfach und erkundigte sich direkt bei der verletzten Frau.

Was geschah danach? Eine anwesende Ärztin kümmerte sich um die Frau. Sie musste nicht ins Spital gebracht werden. Eidinger telefonierte am Tag danach mit dem Opfer.

Was muss man über die Aufführung wissen? Richard III. handelt vom manipulativen, machthungrigen Herzog Richard von Gloucester, der im England des späten 15. Jahrhunderts durch Intrigen und Gewalt an die Spitze des Königreichs strebt. Die Inszenierung an der Schaubühne mit Eidinger in der Titelrolle ist seit Jahren ein Klassiker und immer ausverkauft.

Angriff am Wochenende? US-Militär im Nahen Osten startklar

Worum geht es? Die US-Regierung erwägt offenbar mögliche militärische Schläge gegen den Iran, dafür besteht ein Zeitfenster „am kommenden Wochenende“.

Warum jetzt plötzlich? US-Militär verfügt inzwischen über genügend militärische Stärke im Nahen Osten, inklusive Kriegsschiffen, Flugzeugträgern und Kampfjets. Präsident Donald Trump hat aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Was sagt Trump? Der US-Präsident hat offen gewarnt, dass ein militärischer Schlag gegen Iran eine Option sei, falls diplomatische Gespräche scheitern.

Was ist der politische Hintergrund? Die stockenden indirekten Atomgespräche zwischen Iran und USA in Genf. Es gab zwar Verhandlungen, aber keinen Durchbruch.

Wie ist das Säbelrasseln zu hören? Die USA warnen Teheran, dass sie bereit sind, Gewalt anzuwenden, wenn der Iran weiterhin nicht auf Kern- und Raketenfragen eingeht. Iran betont zugleich, es wolle keinen Krieg, warnte aber vor Gegenwehr bei einem Angriff.

Wie reagiert Putin? Russland, ein verbündeter Partner Irans in Teilen der Weltpolitik, warnte die USA davor, einen Angriff zu starten – weil das die Lage noch weiter eskalieren könnte.

Worum dreht sich der Streit? Um das Atomprogramm. Der Iran will das Recht auf Urananreicherung behalten und bietet nur begrenzte Einschränkungen an; die USA drängen auf strikte Kontrollen und Einschränkungen.

Mit Kussverbot zu Gold Olympia-Star muss Freundin fernbleiben

Worum geht es? Er holte in Italien allein so viele Goldmedaillen wie Österreich insgesamt. Der Norweger JHøsflot Klæbo ist der Medaillen-Star der Winterspiele. Das hat auch pragmatische Gründe.

Wie viele Medaillen hat er? Fünf sind es bisher in Italien, insgesamt hat Klæbo bei Olympia zehnmal Gold geholt. Damit liegt nur mehr Michael Phelps vor ihm, der Ausnahmeschwimmer ist mit 23 Goldmedaillen erfolgreichster Olympionike aller Zeiten.

Was macht ihn einzigartig? Der Klæbo-Kliv". Er bewältigt Anstiege mit einem so deutlich höheren Tempo als seine Konkurrenten, dass sein Aufstieg einen eigenen Namen bekommen hat.

Was nimmt er dafür auf sich? Disziplin, das betrifft auch Freundin Pernille Dösvik. Die beiden sind seit 2018 ein Paar. Er likte ein Foto von ihr auf Instagram, sie addete ihn auf Snapchat. Liebe halt.

Was zeichnet die Beziehung aus? Kein Alkohol, keine Süßigkeiten, er steht um sechs Uhr früh auf und es gibt ein Kussverbot?

Kussverbot? Ja, bei der WM im Vorjahr erzählte sie: "Wenn ich mit Freunden im Kino war, muss ich zwei Tage mit Mama und Papa in Quarantäne, um sicherzugehen, dass ich keine Infektion mit nach Hause bringe."

Was ist jetzt aber mit den Küssen? Es fiel auf, dass es zwischen Klæbo von Dösvik keine Siegerbussis gibt, nicht einmal einen Handschlag. Das ist Folge einer Regel im norwegischen Verband. Keine Küsse, keine Umarmungen, kein Sex bei wichtigen Wettkämpfen – die Infektionsgefahr ist zu groß.

Reporterin beschwipst Sie lallte über Kaffee und Leguane

Worum geht es? Die australische Fernsehjournalistin Danika Mason, die für den Sender Channel Nine von den Winterspielen berichtet, wirkte während einer Live‑Sendung merkbar beschwipst oder betrunken, wie hier zu sehen.

Was war genau? Mason war am Mitttwoch live zugeschaltet, um das Geschehen zu analysieren. Sie sprach aber unverständlich, lallend und teilweise zusammenhangslos über Dinge wie Kaffeepreise und Leguane, was bei vielen Zuschauern für Irritation sorgte.

Wie reagierten die Kollegen? Die beiden Co‑Moderatoren im Studio waren peinlich berührt und versuchten, die Situation herunterzuspielen. Sie warfen ein, dass das kalte Wetter die Sprache beeinflussen könne.

Wie fielen die Reaktionen aus? In Australien wurde der Vorfall breit diskutiert — sogar Politiker, darunter der Premierminister, äußerten sich und fragten, was da los war. Auf Social Media verbreitete sich der Clip schnell.

Wie reagierte die Reporterin? Mason hat sich öffentlich entschuldigt und gesagt, sie habe die Situation "falsch eingeschätzt". Sie erklärte, dass sie davor Alkohol getrunken habe und außerdem Kälte, hohe Höhe und fehlendes Abendessen ihre Artikulation beeinflusst hätten.

Nehmen Sie Brillen ab! Kuriose Szene bei Zuckerberg-Prozess

Worum geht es? In Los Angeles findet derzeit ein möglicherweise folgenreicher Gerichtsprozess gegen soziale Medien statt. Nun musste Meta-Chef Mark Zuckerberg aussagen.

Warum folgenreich? Es handelt sich um einen Testfall für über 1.600 ähnliche Klagen – viele davon ebenfalls gegen Meta und YouTube oder andere Plattformen.

Was ist die Anklage? Eine heute 20‑jährige Kalifornierin (genannt „KGM“) hatte 2023 Vorwürfe gegen YouTube, TikTok, Snap und Meta erhoben. Sie hätten ihre Plattformen so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche süchtig werden.

Wie erlebte sie das selbst? Die Klägerin erklärt, sie habe Instagram schon als Kind benutzt, obwohl sie eigentlich zu jung war, und das habe wesentlich zu ihren Problemen beigetragen. Bei ihr habe das zu Körperdysmorphie, Angstzuständen und Depressionen geführt.

Warum war Zuckerberg geladen? Die Klägerin hat sich außergerichtlich mit TikTok und Snap geeinigt, über Details herrscht Verschwiegenheit. Gegen Meta und YouTube findet nun ein Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof von Kalifornien statt.

Was ist der Kernpunkt der Anklage? Soziale Medien seien bewusst so aufgebaut, dass sie "süchtig" machen, z. B. durch Funktionen wie Endlos‑Scrollen, automatische Vorschläge, Likes & Algorithmen.

Welche Rolle fällt Zuckerberg zu? Interne Dokumente sollen zeigen, dass Meta den Fokus auf Engagement und Nutzungszeit gelegt hat, was besonders junge Nutzende besonders anzieht. Mitarbeiter hätten bei Führungskräften erfolglos dafür plädiert, die Schutzmaßnahmen zu verstärken.

Wie groß ist das Problem? Meta, dem Instagram und Facebook gehören, hat weltweit über 3,5 Milliarden Nutzer. Schon 2015 (darauf bezieht sich die Klage) nutzte etwa ein Drittel aller 10- bis 12-Jährigen in den Vereinigten Staaten Instagram.

Wie verteidigt sich Meta? "KGM" sei nicht wegen digitaler Sucht in Therapie gewesen, sondern aufgrund von Problemen in ihrer Familie. Es wurden sogar medizinische Unterlagen vorgelegt.

Was sagte Zuckerberg? Instagram sei kein schädliches Produkt, sondern ein wertvoller Dienst. Er hielt sich kurz, die häufigste Antwort war: "Sie stellen das falsch dar".

Was war mit den Brillen? Richterin Carolyn Kuhl odnete an, dass alle Anwesenden im Gerichtssaal ihre Smartglasses abnehmen müssten, da sie befürchtete, jemand könnte die Zeugenaussagen mit KI-gestützten Brillen wie denen von Meta aufzeichnen.