Worum geht es? Das "Kennedy Center" in Washington wird künftig den Namen "Trump Kennedy Center" tragen, berichtet CNN. Das beschloss der Verwaltungsrat des Zentrums, der von Präsident Donald Trump unmittelbar nach seinem Amtsantritt mit Menschen seines Vertrauens neu besetzt worden ist, am Donnerstag.
Was ist das Kennedy-Center? Das "John F. Kennedy Center for the Performing Arts" ist das größte Kulturzentrum in der Bundeshauptstadt. Es verfügt über drei große Veranstaltungssäle (mit 1.100 bis knapp 2.500 Plätzen) sowie zahlreiche kleinere Veranstaltungsräume, wurde 1971 eröffnet und nach dem 35. Präsidenten der USA benannt.
Und warum jetzt "Trump Kennedy Center"? Der Präsident war schon lange unzufrieden mit der Programmgestaltung des Centers und setzte nach Amtsantritt alle Hebel in Bewegung, um die Kontrolle darüber zu erlangen. Er ließ sich sogar als Vorsitzender des Vorstandes einsetzen, um seine Vorstellungen über die künftige Programmgestaltung umsetzen zu können.
Und funktioniert das? Eher schlecht als Recht. Wie die Washington Post erst im Oktober berichtete, sind die Ticketverkäufe für das Center zuletzt um fast 40 Prozent zurück gegangen.
Erfolgte die Umbenennung einstimmig? Ja, aber nur deshalb, weil die 75-jährige demokratische Kongressabgeordnete Joyce Beatty, die dem Gremium kraft ihres Amtes angehört, beim Versuch, gegen die Abstimmung Einspruch zu erheben, stummgeschaltet wurde.
Gab es viele Gratulanten? Naja, sie kamen vor allem aus den erwartbaren Ecken. Zu den ersten Gratulantinnen zählte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Sie postete auf X: "Herzlichen Glückwunsch an Präsident Donald J. Trump und ebenso herzlichen Glückwunsch an Präsident Kennedy, denn dies wird ein wirklich großartiges Team sein, das noch lange Zeit bestehen wird! Das Gebäude wird zweifellos neue Höhen des Erfolgs und der Pracht erreichen", schrieb sie.
"Glückwunsch an Präsident Kennedy"? John F. Kennedy, der 35. Präsident der USA, nach dem das Center benannt worden ist, starb am 22. November 1963 bei einem Schussattentat in Dallas, Texas und kann sich gegen diese Vereinnahmung nicht mehr wehren.
Worum geht es? Die Auslieferung der zwei neuen Air Force One-Modelle an das Weiße Haus verzögert sich weiter. Ursprünglich sollten die beiden Präsidentenflugzeuge bereits 2024 fertig sein, dann hieß es 2027, jetzt hält man bei 2028 – also kurz vor dem Ausscheiden von Donald Trump aus dem Amt.
Weshalb ist das ein Thema? Trump hatte die neuen Jets bereits in seiner ersten Amtszeit in Auftrag gegeben, weil er mit dem Komfort der alten Air Force One-Jets aus den 1990er-Jahren unzufrieden ist. Für Hersteller Boeing wäre es also eine Schmach, wenn der Auftraggeber nicht mehr mit "seinem" Flugzeug reisen könnte.
Was ist mit dem Jumbo Jet, den ihm Katar schenkte? Den auf Air Force One-Standards umzubauen würde sogar noch länger dauern, so Luftfahrtexperten. Diese Variante fällt also aus.
Also? Es heißt also warten auf die Fertigstellung der beiden Flugzeuge, die in Arbeit sind. Und damit sich die künftigen Piloten bereits jetzt mit der Technik der neuen Air Force One vertraut machen können, begab sich die Air Force auf die Suche nach technisch baugleichen Flugzeugen – und wurde bei der Lufthansa fündig.
Warum nicht noch einen weiteren Jet beim Hersteller kaufen? Die neuen Air Force One-Modelle werden auf der Boeing 747-8 basieren, diese wird jedoch seit 2023 nicht mehr hergestellt. Die Lufthansa hat aber noch 19 Stück der 747-8 in Betrieb. Zwei davon werden jetzt an die Air Force verkauft – zum Stückpreis von 200 Millionen Dollar (insgesamt also 341 Mio. Euro), schreibt die F.A.Z.
Was geschieht mit den beiden Jumbos? Sie sollen schon im Jänner an die Air Force übergeben werden und dann als Trainingsflugzeuge dienen. Und sobald die neuen Air Force One-Modelle einsatzbereit sind, werden die Lufthansa-Jumbos als Ersatzteilträger für diese herhalten.
Bedeutet unterm Strich? Wenn alles glatt geht, kann Donald Trump seine letzten Monate als Präsident doch noch in einer der beiden brandneuen Air Force One-Modelle durch die Welt jetten. Seine Piloten werden dann bereits viele hundert Flugstunden auf den baugleichen Lufthansa-Jumbos absolviert haben und mit dem Gerät vollkommen vertraut sein.
Worum geht es? Die Demokraten im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses veröffentlichten am Donnerstag weitere Fotos aus dem Nachlass des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Was ist zu sehen? Unter anderem Tech-Milliardär Bill Gates mit einer Frau, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Bereits vor einigen Wochen wurden hunderte Bilder von Epsteins Karibik-Insel veröffentlicht.
Was ist noch auf den neuen Bildern zu erkennen? Etwa der amerikanische Philosoph Noam Chomsky in einem Flugzeug neben Jeffrey Epstein – Chomsky hatte bereits vor Veröffentlichung des Bildes zugegeben, mit dem 2019 verstorbenen Finanzmanager in Kontakt gewesen zu sein.
Was ist verstörend? Bilder von einer Frau, auf deren nackter Haut Zitate aus dem Roman "Lolita" (über einen Kindesmissbrauch) geschrieben stehen, sie wurden ebenfalls publiziert. Sowie ein Screenshot, in dem jemand über "ihm angebotene Frauen" schreibt.
Weiß man, in welchem Zusammenhang die Bilder gemacht wurden? Nein, dazu wurden auch keine Erläuterungen veröffentlicht. Insgesamt seien mehr als 95.000 Fotos aus dem Nachlass von Epstein vorhanden, die laufend von den Abgeordneten gesichtet würden.
Ist der Zeitpunkt der neuen Veröffentlichung Zufall? Sicher nicht. Am Freitag, dem 19. Dezember, endet die einmonatige Frist für das Justizministerium für die Veröffentlichung bislang unter Verschluss gehaltener Akten über die Epstein-Ermittlungen. Die Bilder-Veröffentlichung durch die Demokraten lenkt einmal mehr die Aufmerksamkeit auf die Causa.
Worum geht es? Am 27. Juli flog der britische Premier Keir Starmer für eine Nacht nach Basel. Dort trat die britische Frauen-Nationalmannschaft im Finale der Fußball-EM gegen Spanien an. Nun weiß man, was der Trip gekostet hat, berichtet die Times.
Wie war die Reise so? Der Premierminister wurde von seiner Ehefrau Victoria und zehn Beamten begleitet. Es ging mit dem Regierungsflugzeug Airbus A321 in die Schweiz. Kosten für den Steuerzahler laut Transparenzdaten des Kabinetts: 60.130 Pfund, umgerechnet 68.500 Euro.
Warum ist das peinlich? Weil die Labour Party in der Opposition die "Privatjet-Gewohnheit" von Vorgänger-Premier Rishi Sunak angegriffen hatte. Sie kündigte an, bei einer Machtübernahme "Millionen von Pfund für die Steuerzahler zu sparen".
Warum ist das politisch heikel? Weil der Premierminister inzwischen den Spitznamen „Never Here Keir” trägt. In weniger als 18 Monaten hat er bereits mehr als 35 Auslandsreisen unternommen und ist dabei – auf Flugkilometer umgerechnet – zweimal um die Welt gejettet.
Wie ging das Match aus? Die Engländerinnen gewannen das Elferschießen und wurden Weltmeisterinnen. Immerhin!
Worum geht es? Am Wochenende hielt die bayerische CSU ihren Parteitag ab. Und sie nahm dabei einstimmig eine Forderung der Jungen Union an: eine Art Hymnenpflicht für spezielle Anlässe.
Was heißt das? Etwa bei der Verleihung von Schul- und Berufsabschlüssen in Deutschland soll verpflichtend die Nationalhymne, die Europahymne und in Bayern auch die Bayernhymne gespielt werden.
Aber? Nun regt sich Widerstand gegen die Pläne. Auch Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) ist skeptisch. Sie hält das Abspielen der Hymnen für "nicht entscheidend, berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Sondern? Wir wollen die Hymnen an unseren Schulen noch ein Stück weit präsenter machen. Wie und auf welchen Wegen möchte ich gerne mit der Schulfamilie diskutieren,“ sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.
Warum ist sie so zurückhaltend? Weil das Echo aus der Lehrerschaft eher verhalten ausfiel.
Wie ist das bisher geregelt? Laut Kultusministerin Stolz dürfen Schulen in Bayern selbst entscheiden, ob bei festlichen Anlässen wie Zeugnisübergaben die Bayernhymne oder die deutsche Nationalhymne gespielt wird.
Worum geht es? Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat in der Nacht auf Mittwoch die seit Jahrzehnte gültige Empfehlung der Bundesregierung, alle Säuglinge bei der Geburt gegen Hepatitis B zu impfen, offiziell zurückgezogen.
Warum ist das relevant? Es handelt sich um die die erste größere Änderung der Trump-Regierung am US-Kinderimpfplan. Eine der Hauptforderungen der Impfgegner wird zur offiziellen Regierungspolitik.
Kommt die Änderung überraschend? Nein, Die von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. persönlich ausgewählten Impfstoffberater hatten schon Anfang Dezember die Änderung empfohlen.
Was bedeutet das in der Praxis? Mütter, die negativ auf Hepatitis getestet wurden, können ihre Säuglinge nach Rücksprache mit Ärzten ab einem Alter von mindestens zwei Monaten impfen lassen. Müttern, die positiv getestet wurden, wird weiterhin empfohlen, ihre Säuglinge innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt impfen zu lassen.
Wie erhalten Säuglinge die Impfung? Üblicherweise in drei Dosen.
Wie sehen das Befürworter? "Wir stellen das Gleichgewicht der informierten Einwilligung für Eltern wieder her, deren Neugeborene nur einem geringen Risiko ausgesetzt sind, an Hepatitis B zu erkranken", sagte er amtierende Direktor Jim O'Neill.
Und Kritiker? "Die Rücknahme dieser Empfehlung stiftet Verwirrung und Zweifel an Impfstoffen, macht die hart erkämpften Fortschritte bei der Prävention von Hepatitis B zunichte und wird zweifellos zu völlig vermeidbaren Krankheiten und Todesfällen führen", sagte Sandra Adamson Fryhofer, Vorstandsmitglied der American Medical Association.
Worum geht es? Nuno Gomes Loureiro, 47, Professor für Nuklearwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wurde am Montagabend in Boston mit "offensichtlichen Schussverletzungen" in ein Spital eingeliefert. Er starb am Dienstagmorgen.
Was ist die Vorgeschichte? Die ist noch einigermaßen rätselhaft. Auf den gebürtigen Portugiesen waren in seinem Apartment mehrere Schüsse abgegeben worden. Ein Nachbar habe "drei laute Knalle" gehört, so CBS.
Ist ein Täter in Haft? Nein, die Polizei behandelt den Vorfall als "aktive und laufende Mordermittlung", teilte die Staatsanwaltschaft des Bezirks Norfolk mit.
Wer ist das Opfer? Loureiro (verheiratet, drei Kinder) stammt aus Portugal und studierte Physik am Instituto Superior Técnico in Lissabon, wo er im Jahr 2000 seinen Abschluss machte. Seinen Doktortitel in Physik erhielt er 2005 am Imperial College London.
Seit wann ist er in den USA? Der Wissenschafter fing 2016 am MIT an und wurde 2024 zum Direktor des Plasma Science and Fusion Center des MIT ernannt.
Worum geht es? Donald Junior, 47 und ältestes Kind von US-Präsident Donald Trump, hat sich verlobt. Montagabend trat er gemeinsam mit seiner zukünftigen Ehefrau Bettina Anderson im Weißen Haus vor die Presse und überbrachte die Botschaft.
Wer ist die Glückliche? Bettina Anderson ist 39 Jahre alt, stammt aus altem Palm Beach-"Adel", hat Kunstgeschichte studiert und gilt als Society Lady. Ihr Vater Harry war mit 26 Jahren der jüngste Banker, der je zum Vorsitzenden einer US-Bank gemacht wurde.
Seit wann kennt sich das Paar? Laut US-Medien wurden sie im August 2024 dass erste Mal miteinander gesehen, da war Don Jr. allerdings noch mit Kimberly Guilfoyle verlobt, die mittlerweile als US-Botschafterin in Griechenland lebt. Im Frühjahr 2025 machte das Paar seine Beziehung öffentlich.
Ist es die erste Ehe für den Präsidentensohn? Nein, Don Jr. war bereits von 2005 bis 2018 mit dem Ex-Model Vanessa Hayden verheiratet, das Paar hat fünf Kinder.
Was sagt der Vater des Bräutigams? Nicht viel. Er stand bei der Ankündigung im Weißen Haus hinter dem Paar und lächelte zufrieden. Die rechte Influencerin Laura Loomer postete ein Video der gesamten Szene auf ihrem X-Account.