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26. Januar 2026

Goldiger Rekord für Gold Feinunze erstmals über 5.100 Dollar

Worum geht es? Der Goldpreis hat an der Metallbörse in London erstmals die Marke von 5.000 US‑Dollar pro Feinunze überschritten – und sogar zeitweise mehr als 5.100 Dollar erreicht. Das ist ein historischer Rekord.

Wie viel ist eine Feinunze? Rund 31,1 Gramm.

Wie ist die Preisentwicklung? Das lässt sich plakativ darstellen: Vor einem Jahr kostete die Feinunze noch 2.770 Dollar.

Was sind die Gründe? Wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten und in der Welt suchen Anleger "sichere Häfen". Wichtige Volkswirtschaften betreiben eine lockerere Geldpolitik. Es gibt eine starke Nachfrage von Zentralbanken und institutionellen Investoren.

Wie geht es weiter? Einige Analysten erwarten, dass der Preis für Gold weiter steigen könnte, teilweise auf 6.000 Dollar oder darüber, wenn Unsicherheiten anhalten. Andere sind skeptischer.

Weitere Meldungen

Randale am Feiertag Australier gegen "Australia Day"

Worum geht es? Der 26. Jänner ist Australiens Nationalfeiertag — er erinnert an die Ankunft der ersten britischen Sträflingsflotte in Sydney Cove im Jahr 1788.

Aber? Viele indigene Australier sehen diesen Tag jedoch als Beginn von Kolonisierung, Gewalt und Unterdrückung ihrer Völker, daher nennen sie ihn "Invasion Day" oder "Survival Day" und protestieren seit Jahrzehnten dagegen.

Wie war es diesmal? Zehntausende Menschen nahmen am Montag an Invasion Day-Demos teil, um auf Ungerechtigkeiten gegen Aborigines und Torres Strait Islander aufmerksam zu machen und eine Änderung des Feiertagsdatums zu fordern.

Blieb alles friedlich? Nicht wirklich. In Sydney, Canberra und Melbourne kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In Perth wurde ein potentiell gefährlicher Gegenstand in der Menge gefunden, was zur Räumung führte.

Warum kam es zur Eskalation? Der Australia Day ist seit Jahren umstritten, weil er historisch für viele Indigene kein Grund zum Feiern, sondern zum Gedenken an Leiden und Verlust ist. Die Proteste sind daher tief verwurzelt in langjährigen Forderungen nach Anerkennung, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Veränderung.

China-General gefeuert Atom-Geheimnisse an USA verraten?

Worum geht es? China hat gegen General Zhang Youxia, dem ranghöchsten aktiven General in der Zentralen Militärkommission (CMC), Ermittlungen eingeleitet und ihn abberufen. Die CMC ist das wichtigste militärische Führungsorgan Chinas.

Was wird ihm vorgeworfen? Schwere Verstöße gegen Parteidisziplin und das Gesetz“ – eine Formulierung, die in China üblicherweise für Korruptions- oder Machtmissbrauchs‑Vorwürfe genutzt wird.

Wer ist Zhang Youxia? Der General galt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Xi Jinping. Er war auch Mitglied des mächtigen Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas.

Warum ist der Vorgang bemerkenswert? Zhang ist der bisher höchste aktive Militär‑Funktionär, der in Chinas Anti‑Korruptionskampagne ins Visier geraten ist. Der Schritt kommt inmitten einer großen Umstrukturierung und Säuberung der chinesischen Militärführung, die viele Top‑Offiziere betrifft und teils schon seit 2023 läuft.

Was ist der Hintergrund? China bereitet sich auf die Übernahme Taiwans vor. Präsident Xi Jinping hat der Volksbefreiungsarmee dafür eine Frist bis zum nächsten Jahr gesetzt.

Ist Zhang Youxia der einzige Betroffene? Nein, gleichzeitig wurden auch Untersuchungen gegen General Liu Zhenli, den Stabschef der CMC, eingeleitet.

Was ist das große Bild? Einige internationale Medien berichten, dass Zhang unter anderem beschuldigt wird, Bestechungsgelder angenommen zu haben, interne Machtstrukturen zum eigenen Vorteil genutzt und sogar sensible militärische oder nukleare Informationen an die USA weitergegeben zu haben.

"Eiszeit" in den USA Auf Schneesturm folgt arktische Kälte

Worum geht es? In den USA schlägt der Winter derzeit voll zu. In weiten Teilen des Landes gab es am Wochenende einen massiven Sturm mit Schnee und Eisregen. Er führte zu schweren Verkehrs- und Stromproblemen. Nun folgt Eiseskälte.

Was war genau? "Winter Storm Fern" zog sich von Midwest über den Ohio‑Tal bis zur Ostküste (z. B. New York, Washington D.C.). Sogar Südstaaten wie Tennessee, Mississippi, Louisiana und Texas, die sonst mildere Winter haben, erleben Kälte und Schnee.

Wie viele Menschen sind betroffen? 210 Millionen. In Washington hatte es am Montag minus 10 Grad, In Nord‑New York und Umgebung fielen die Temperaturen an manchen Messpunkten sogar auf minus 37 °C.

Was ist die Ursache? Die Kälte wird durch einen sogenannten Polarwirbel‑Einbruch "erzeugt". Es handelt sich um ein meteorologisches Phänomen, bei dem extrem kalte Luftmassen aus der Arktis nach Süden in die USA entweichen. Dies führt zu abrupten Kältewellen.

Wie zeigt sich das? Über das Wochenende hinweg wurden bis zu 20.000 Flüge abgesagt, viele hatten Verspätung. Große Linien wie American Airlines, Delta, Southwest oder JetBlue strichen bis zu 70 % ihres Flugplans zusammen. 880 000 Haushalte waren ohne Strom.

Wie lange dauert die Kälte? Während der gesamten Woche sind in 24 Bundesstaaten und in Washington D.C. Tiefsttemperaturen möglich, wobei für einige Orte Rekorde vorhergesagt werden.

Drei Brände in Feuer-Bar Neue Vorwürfe gegen den Betreiber

Worum geht es? Bei einem verheerenden Feuer in der Silvesternacht starben in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana 40 Menschen. Nun werden neue Vorwürfe gegen das Betreiber-Ehepaar laut.

Was sind die Vorwürfe? Die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtete, dass einem der Opferanwälte im aktuellen Brandfall Akten und Beweismaterial übergeben wurden. Sie sollen belegen, dass es in der Bar bereits zuvor mehrmals gebrannt hatte.

Von wie vielen Bränden ist die Rede? In dem Dossier werden offenbar drei Feuerereignisse angeführt. Zuletzt soll es 2024 einen Vorfall gegeben haben.

Was war der Grund? Laut diesem Bericht soll auch damals das Feuer durch Sprühfontänen ausgelöst worden sein – ähnlich wie beim tragischen Brand in der Silvesternacht.

Wie sehr belastet das die Betreiber? Die Bar "Le Constellation" wurde seit 2015 von einem Ehepaar aus Korsika geführt. Jacques M. wurde am 9. Jänner in U-Haft genommen und kam am 23. Jänner frei. Im neuen Dossier soll stehen, dass er nach dem Feuer 2024 die Anbringung von feuerfestem Schaum an der Decke ablehnte.

Wer zahlte seine Kaution? Laut italienischen Medien wurden die 216.000 Euro nicht von Jacques M. bezahlt. Das Geld soll von einem Konto in Dubai überwiesen worden sein. Der Zahler soll ein Genfer Millionär sein, der dem Betreiber nahesteht. Ein Name wurde nicht veröffentlicht.

Wie reagierte Italien? Empört, sechs der Todesopfer stammten aus Italien. Die Entlassung aus der U-Haft empörte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Ich empfinde dies als eine Schändung des Andenkens an die Opfer und als eine Beleidigung ihrer Familien", schrieb sie auf X.

Was wurde unternommen? Italien rief seinen Botschafter in der Schweiz nach Rom zurück, um weitere Schritte zu besprechen. Dieser Vorgang ist ein deutliches Zeichen der Unzufriedenheit mit der Entscheidung des Schweizer Gerichts.

Letzte Leiche übergeben Nun macht Israel Genze teilweise auf

Worum geht es? Ran Gvili, ein 24-jähriger israelischer Polizist, galt als die letzte vermisste Geisel, die im Gazastreifen infolge der Hamas-Attacke vom 7. Oktober 2023 gefangen genommen wurde.

Was passierte nun? Sein Leichnam wurde gefunden, identifiziert und dann an Israel übergeben, nachdem israelische Streitkräfte in einer großangelegten Suche in Nord-Gaza entsprechende Überreste geborgen hatten.

Warum ist das so relevant? Israel sieht dies als wichtigen Schritt, um den nächsten Teil des Waffenruhe- und Friedensplans umzusetzen — etwa die Öffnung des Grenzübergangs Rafah und weitere Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien.

Was ist der aktuelle Stand? Alle lebenden Geiseln, die im Rahmen eines Waffenruhe-Deals freigelassen werden sollten, sind seit Oktober 2025 zurück in Israel. Bei den Toten hielt sich die Terrorgruppe Hamas nicht an die Vereinbarungen.

Was war vereinbart? Die Hamas sollte innerhalb von 72 Stunden nach Inkrafttreten des Waffenstillstands alle Geiseln, lebend wie tot, übergeben. Die Leichen von 27 toten Geiseln wurden großteils viel zu spät ausgehändigt. Wochenlang erklärte die Hamas, Gvili noch nicht gefunden zu haben.

Was geschieht nun? Phase zwei des Friedensplans von Donald Trump kann in Angriff genommen werden. Es sieht den Wiederaufbau und die vollständige Entmilitarisierung des Gazastreifens vor, einschließlich der Entwaffnung der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen.

Klage wegen Firmenfeier Weil es keinen "Breakout-Bereich" gab

Worum geht es? Eine britische Angestellte verklagte ihren Arbeitgeber. Sie machte geltend, dass sie am Arbeitsplatz wegen ihrer Behinderung diskriminiert worden sei — in ihrem Fall wegen Neurodivergenz und Dyslexie.

Was heißt das konkret? Sophie S. bat ihren Arbeitgeber, eine Eventfirma, bei einer Betriebsfeier um einen "Breakout-Bereich", also eine Ruhezone, da sie sich in sozialen Situationen leicht überfordert fühlte.

Wie reagierte das Unternehmen? Ihre Chefin machte eine Bemerkung („Kein Querdenken, zurück in die gewohnte Bahn“), die Sophie S. als Diskriminierung und Demütigung empfand.

Was tat Sophie S.? Sie klagte daraufhin wegen Behinderung-Diskriminierung, Belästigung und Benachteiligung nach dem britischen Gleichstellungsgesetz.

Wie ging das Verfahren aus? Das Arbeitsgericht in Croydon entschied zugunsten von Sophie S. und sprach ihr knapp 14.000 Euro an Schadenersatz zun.

Begründung? Das Gericht stellte fest, dass die Äußerung des Chefs und das Versäumnis, angemessene Unterstützung bereitzustellen, ein diskriminierendes und belästigendes Arbeitsumfeld geschaffen hatten.

Was ist Neurodivergenz? Der Begriff bezieht sich "auf Unterschiede in der Funktionsweise des Gehirns/der Reizverarbeitung und zeigt sich unter anderem in der Wahrnehmung, im Denken, in der Informationsverarbeitung oder in der sozialen Interaktion." Neurodivergent sind Personen mit Diagnosen wie ADHS, Autismus oder Dyslexie.

Wen würden Sie feuern? Italienische Firma spielt "Squid Game"

Worum geht es? Die Beschäftigten eines Unternehmens für elektrische Bauteile in Castelfranco Veneto (Treviso) bekamen vor Weihnachten einen Fragebogen zugeschickt, berichtet La Stampa. Der Inhalt empörte viele.

Weil? Die Firma wollte von den rund 60 Angestellten wissen, wer gefeuert werden soll. "Wen würden Sie feuern?", hieß es in dem Schreiben. "Denjenigen ohne Kinder? Denjenigen mit der kürzesten Betriebszugehörigkeit?"

Welcher Verdacht drängt sich auf? Die Beschäftigten verglichen den Fragenbogen mit der koreanischen Fernsehserie "Squid Game", in der Menschen gegeneinander antreten.

Wie viele machten mit? Nicht mehr als zehn, aber immerhin.

Was sagt das Unternehmen? Das Management bezeichnete die Initiative als Instrument zur Mitarbeiterbefragung: "Es handelt sich lediglich um eine interne Umfrage, um das Betriebsklima zu erfassen. Der Markt befindet sich in einer Krise, und unser Ziel ist es, Entlassungen zu vermeiden", so Inhaber Bruno Scapin.

Wie reagierte die Gewerkschaft? "Diese Praxis", erklärte sie in einer Stellungnahme, "verwandelt einen ohnehin schon dramatischen Krisenmoment in ein grausames Spiel und ist ein Angriff auf die Würde der Arbeitnehmer."