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14. Januar 2026

Trump zeigt Stinkefinger "Fuck you" Richtung Ford-Arbeiter

Worum geht es? Bei einem Besuch in einem Ford-Werk in Dearborn bei Detroit/Michigan entstand ein sehr spezielles Video. Es zeigt, wie Donald Trump einem Arbeiter den Mittelfinger entgegenstreckt und "Fuck you" artikuliert.

Warum? Der US-Präsident reagierte offenbar auf einen Zwischenruf eines Mitarbeiters, der ihn als "Beschützer von Pädophilen" bezeichnete, eine Anspielung auf den Umgang mit Akten zur Jeffrey-Epstein-Affäre.

Woher weiß man das? Die Szene stammt aus einer Handyaufnahme/Aufnahme des Online-Portals TMZ, die sich schnell online verbreitet.

Was passierte mit dem Arbeiter? Laut mehreren US-Medienberichten handelt es sich einen 40-jährigen Mann, er ist Mitglied der United Auto Workers. Nach dem Zwischenruf wurde er vorübergehend vom Dienst suspendiert.

Bereut er den Vorfall? Nein.

Was sagt das Weiße Haus? Ein Sprecher bezeichnete Trumps Geste als "angemessen und unmissverständlich".

Weitere Meldungen

FBI bei Reporterin Wohnung durchsucht, Laptops abgenommen

Worum geht es? Am Mittwoch durchsuchte das FBI die Wohnung der Washington Post-Journalistin Hannah Natanson in Virginia. Dabei wurden mehrere elektronische Geräte — darunter Telefon, zwei Laptops und eine Smartwatch — beschlagnahmt.

Warum ist das ungewöhnlich? Die Durchsuchung der Wohnung eines Journalisten ist ein außergewöhnlicher Schritt – selbst frühere Regierungen, die bei Ermittlungen zu Leaks aggressiv vorgingen, schreckten davor zurück.

Was ist der Hintergrund? Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit Ermittlung gegen einen US-Regierungsauftragnehmer, der beschuldigt wird, geheime Dokumente ohne Erlaubnis mit nach Hause genommen zu haben.

Wieso ist das heikel? Natanson berichtet vor allem über die US-Bundesverwaltung und die Trump-Regierung. Sie gehörte zum Team von Journalisten der "Post", das für seine Berichterstattung über den Aufstand vom 6. Januar mit dem Pulitzer-Preis geehrt wurde.

Was sagt das FBI? Nach Angaben der Behörde war Natanson nicht das Ziel der Ermittlungen, sondern lediglich mit der Untersuchung verbunden, weil sie möglicherweise von dem Leck erfahren oder darüber berichtet haben könnte.

Wie reagiert die Washington Post? Eher zurückhaltend. "Wir stehen in engem Kontakt mit Hannah, den Behörden und unserem Rechtsbeistand und werden Sie auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr erfahren", schrieb der leitende Redakteur Matt Murray.

Wie reagierten Branchenvertreter? Presse- und Meinungsfreiheitsorganisationen sowie Medienvertreter haben die Aktion als besorgniserregend für die Unabhängigkeit des Journalismus und den Schutz von Quellen kritisiert.

Und die Trump-Regierung? US-Justizministerin Pam Bondi erklärte, die Maßnahme sei Teil einer "Null-Toleranz-Politik" gegenüber illegalen Leaks von geheimen Informationen.

Gipfel über Grönland Auch US-Vizepräsident Vance dabei

Worum geht es? Die USA wollen Grönland übernehmen, Donald Trump hat das mehrfach betont. Heute, Mittwoch, kommt es zu einem Gipfelgespräch dazu im Weißen Haus.

Wer ist dabei? Lars Løkke Rasmussen, Außenminister von Dänemark, und Vivian Motzfeldt, Außenministerin von Grönland, reisen nach Washington D.C. An den Gesprächen nehmen auch US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio teil.

Von wem ging die Initiative aus? Von Dänemark und Grönland.

Was ist der Hintergrund? Nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela hatte Trump Grönland als eines seiner nächsten Ziele angegeben. "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen", hatte er vergangene Woche gesagt.

Wollen die USA in Grönland einmarschieren? Das würde zum Zerfall der NATO führen, sowohl Grönland als auch Dänemark sind Mitglied des Verteidigungsbündnisses. Das Säbelrasseln dient aber wohl vorrangig der Beschleunigung einer anderen Idee.

Nämlich? Den USA schwebt eher ein Kauf Grönlands vor. Das habe Außenminister Rubio zuletzt in einer vertraulichen Sitzung auch US-Abgeordneten gesagt, berichtete das Wall Street Journal.

Was ist nun der Sinn des Meetings? Es soll den Dialog zwischen den USA, Dänemark und Grönland verbessern und auf eine sachliche Ebene führen.

KI-Pakt über 1 Milliarde Google soll iPhones schlauer machen

Worum geht es? Apple und Google haben am Dienstag den Abschluss einer KI-Partnerschaft bekannt gegeben. Dabei will Apple künftig KI-Modelle von Google (die Gemini-Familie) nutzen, um seine eigenen KI-Funktionen zu stärken.

Was bedeutet das? Apple nimmt Gemini-Modelle und Google-Cloud-Technologie als Grundlage für die nächsten KI-Versionen von Siri und weiteren KI-Features auf iPhone, iPad und Mac.

Warum ist das relevant? Apple setzt damit auf externe KI-Technologie eines direkten Konkurrenten, um im KI-Wettlauf nicht zurückzufallen – insbesondere, weil Siri gegenüber Konkurrenz-Assistenten wie ChatGPT & Co. bislang technisch hinterherhinkt.

Was lässt sich Apple das kosten? Die Rede ist von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Wie lange läuft der Pakt? Die Partnerschaft geht über mehrere Jahre, eine genaue Laufzeit wurde nicht offiziell mitgeteilt.

Was bedeutet das für Kunden? Siri wird deutlich schlauer. Das Sprachverständnis soll sich verbessern (auch bei längeren, komplexen Sätzen) und Siri merkt sich, worum es gerade geht.

Und am Handy? Erwartet werden für iPhone, iPad und Mac Text-Zusammenfassungen (Mails, Notizen, Webseiten), Text- und Bildgenerierung, intelligentere Foto-Suche ("Zeig mir Bilder vom Urlaub mit Paul"), Hilfe beim Schreiben von Mails, Nachrichten, Dokumenten.

Soldat als China-Spion Matrose hatte Zugang zu Geheimdaten

Worum geht es? Ein 25‑jähriger ehemaliger Matrose der US‑Navy, der auf dem amphibischen Angriffsschiff USS Essex in San Diego stationiert war, wurde wegen Spionage nun zu 200 Monaten Haft verurteilt.

Wieso war das heikel? Jinchao "Patrick" W. besaß eine US-Sicherheitsfreigabe und hatte Zugang zu sensiblen nationalen Verteidigungsdetails über die Waffensysteme, den Antrieb und die Entsalzungsanlage des Schiffes.

Was ist der Hintergrund? Der Ex-Matrose war im Februar 2022 von einem vermeintlichen "Marine‑Enthusiasten" über soziale Medien kontaktiert worden – in Wirklichkeit handelte es sich um einen Offizier des chinesischen Geheimdienstes.

Was passierte dann? Zwischen 2022 und seiner Festnahme 2023 sandte er Fotos, Videos und technische Dokumente über US‑Kriegsschiffe, deren Systeme und mögliche Schwachstellen an diesen Kontakt.

Was bekam er dafür? Insgesamt verkaufte er geheime militärische Daten für rund 12.000 US‑Dollar an den chinesischen Agenten.

Wie urteilte das Gericht? Ein Bundesgericht in Kalifornien sprach Jinchao "Patrick" W. im August 2025 in mehreren Punkten schuldig, darunter Spionage und illegaler Export von Verteidigungsdaten.

Warum ist das jetzt relevant? Weil nun das Strafmaß verkündet wurde, eben die fast 17 Jahre Haft.

Schussopfer angeklagt Mann fuhr gegen Auto von ICE-Beamten

Worum geht es? Am 8. Jänner führte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde in Portland eine gezielte Durchsuchungs-Aktion durch. Dabei kam es auf einem Parkplatz zu einer dramatischen Situation.

Was passierte? Die Beamten hielten einen roten Toyota Tacoma an, in dem ein Mann und eine Frau saßen. Beide Venezolaner, beide waren illegal ins Land eingereist. Der Lenker versuchte zu flüchten und rammte dabei mehrfach beim Vor- und Zurückstoßen ein unbesetztes Bundesfahrzeug.

Was waren die Folgen? Die Border Patrol nahm den Pickup unter Feuer. Der 33-jährige Lenker wurde in den Arm getroffen, seine Beifahrerin in die Brust. Gegen den Mann hatte ein Einwanderungsrichter eine Ausreisepflicht erlassen.

Gibt es Beweismaterial? Nur Zeugenaussagen. Es existieren keine Aufnahmen aus Körperkameras und kein öffentlich verfügbares Videomaterial der Schüsse.

Was ist die Lage? Der 33-Jährige befindet sich in Bundeshaft, gegen ihn wurde nun Anklage erhoben.

Weswegen? Schwerer Angriff auf einen Bundesbeamten mittels einer Waffe oder gefährlichen Objekts. Zerstörung bzw. Beschädigung von Bundes‑Eigentum im Wert von über 1 .000 US‑Dollar (das Fahrzeug der U.S. Border Patrol).

Welche Strafen drohen? Wegen des Angriffs auf Bundesbeamte bis zu 20 Jahre Haft, wegen des Schadens bis zu 10 Jahre Haft.

"Ken & Barbie" Ex-Minister im Ministerium verspottet

Worum geht es? Um eine hochnotpeinliche Affäre, die derzeit Deutschland erheitert oder erzürnt, je nach Art der Betroffenheit. In einer Mitarbeiterzeitung im Außenministerium wurde ein Spottgedicht gegen zwei Ex-Minister abgedruckt.

Um wen geht es? Die Betroffenen werden nicht direkt genannt. Aber es ist klar erkennbar, dass es um die frühere Außenministerin Annalena Baerbock und den ehemaligen Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck geht, beides Grüne.

Warum ist das brisant? Weil das Gedicht unter dem Titel "Ken & Barbie in der Ausgabe 01/26 von "internAA" erschien, die für Beschäftigte des Auswärtigen Amts (AA) gedacht ist, berichtet Bild.

Was ist zu lesen? Laut Spiegel etwa über Habeck: "Heizung aus, Pullover an, selbstgestrickt, von Mann zu Mann". Eine Anspielung, weil der Minister während der Energiekrise dazu aufgerufen hatte, die Heizungen zu drosseln.

Und bei Baerbock? "Die Außenwelten, feministisch gedacht, die Welt zu retten, doch nicht jeder hat gelacht (...) Mit Hochglanzschminke um die Welt, das Haar immer perfekt gewellt, Hochglanzreden ohne Geschick, hatte die Menschen nicht mehr im Blick".

Wer ist der Autor? Siegfried Geilhausen, stellvertretender deutscher Konsul in Temeswar, Rumänien. Er verwendete das Kürzel "SIGGIG" und gibt die Urheberschaft auch offen zu. Er betätigt sich nebenberuflich als Autor.

Wie fiel die Reaktion aus? Das Gedicht war einen Tag online, dann wurde es gelöscht. Die Redaktion entschuldigte sich. "Uns ist hier ein unschöner Fehler passiert", heißt es. Man habe schon im Juni 2025 entschieden, das Gedicht nicht zu publizieren. "Es tut uns leid, dass es dennoch ins Heft kam und viele empört hat."

Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Offenbar nicht, obwohl der Autor schrieb, das Geschriebene solle "mit karnevalistischem Ernst gelesen werden".

Nutzte aber nichts, oder? Nein! "Es ist rückwärtsgewandte Polemik in Reimform, die stereotypische, sexistische und misogyne Narrative bedient", schrieb die Gleichstellungsbeauftragte im AA, Anne Glumm. "InternAA" sei kein Ort für die "infame Diffamierung ehemaliger Regierungsmitglieder".

Weniger Bundesländer? Jetzt hat auch die CSU diese Idee

Worum geht es? Vor Weihnachten hatte Deregulierungs-Staatssekretär Sepp Schellhorn "privat" die Meinung geäußert, drei Bundesländern würden für Österreich reichen. Die Folge: viel Empörung. Nun will das auch Bayern.

Wie das? Bei der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion im oberfränkischen Kloster Banz empfahl Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Zusammenlegung einiger Bundesländer: "Größere Einheiten sind erfolgreicher als kleine."

Welche denn? Ins Detail ging er nicht, aber schon 2024 hatte Söder angeregt, man könne doch Bremen und das Saarland zusammenlegen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Geht das so einfach? Nicht wirklich! Es handelt sich um ein Bundesgesetz, in den betroffenen Ländern müsste es eine Volksabstimmung geben. 1996 scheiterte die Zusammenlegung von Brandenburg mit Berlin.

Was treibt Söder? Das Geld, Bayern und Baden-Württemberg würden das meiste Geld in den Bundes-Steuertopf einzahlen, sagte er. Es sei also das gute Recht des Freistaats, "Projektion zu entwickeln, wie Deutschland auf föderaler Ebene aussieht" und eine "Blaupause" vorzulegen.