Worum geht es? Die neuen Zahlen kamen sogar für viele Experten unerwartet. Die US-Wirtschaft hat im Jänner 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das geht aus den am Mittwoch vom Bureau of Labor Statistics veröffentlichten Zahlen hervor.
Womit wurde gerechnet? Von Bloomberg befragte Ökonomen hatten 68.000 neue Jobs erwartet, schon das lag deutlich über den nach unten korrigierten 48.000 Jobs, die im Vormonat hinzugekommen waren.
Was ist die Folge? Die Zahlen werden als ein Zeichen bewertet, dass es mit dem amerikanischen Arbeitsmarkt nach oben geht. Zuletzt hatte es eine Reihe düsterer Berichte gegeben.
Nämlich? Für 2025 wurde die Anzahl der geschaffenen Jobs stark nach unten korrigiert. Statt früher gemeldeter rund 584.000 neuer Stellen zeigte die Revision der Daten, dass nur etwa 181.000 Jobs geschaffen wurden – der schwächste Wert seit vielen Jahren.
Wer gab jetzt am meisten Gas? Besonders stark war das Jobwachstum im Gesundheitswesen, das rund 60 Prozent aller neuen Stellen beitrug. Auch im verarbeitenden Gewerbe wurden wieder Jobs geschaffen
Worum geht es? Die USA hatten zuletzt Druck gemacht, jetzt meldet die Financial Times: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich dazu entschieden, bis 15. Mai eine Präsidentenwahl und ein Friedens‑Referendum durchzuführen.
Wann soll das offiziell werden? Die Rede ist von einem symbolisch wichtigen Datum. Die Ankündigung könnte am 24. Februar – dem vierten Jahrestag des russischen Überfalls – erfolgen.
Wie übten die USA Druck aus? Sie hatten Selenskyj ein Zeitfenster bis 15. Mai eingeräumt. Es wurde mit Sicherheitsgarantien verbunden, die Washington Kiew geben könnte – etwa Unterstützung bei Krieg und Frieden.
Was ist mit Referendum gemeint? Es geht nicht allein um die Präsidenten-Wahl selbst, sondern auch um ein Referendum über einen möglichen Friedensvertrag mit Russland, der zur Abstimmung vorliegen soll.
Ist die Nachricht bestätigt? Das ukrainische Präsidialamt hat einen Teil des Berichts offiziell dementiert. Demnach sei noch keine Entscheidung oder konkrete Ankündigung getroffen worden. Er werde Referendum und Wahl erst durchführen, wenn es Waffenruhe Sicherheitsgarantien gebe.
Warum ist der Termin heikel? Nach ukrainischer Verfassung sind Wahlen unter Kriegsrecht eigentlich verboten.
Worum geht es? Französische Supermarktketten wie Auchan, Carrefour, Intermarché, Coopérative U und weitere Händler haben Kunden dazu aufgerufen, vermehrt Lauch (französisch porrée) zu kaufen, um die heimischen Gemüsebauern zu unterstützen.
Was ist der Hintergrund? Eine Überproduktion von Lauch in Frankreich, die andernfalls verderben und zu finanziellen Verlusten für die Produzenten führen könnte.
Was ist die Ursache? Die Situation sei durch "außergewöhnlich milde Wetterbedingungen" verursacht worden, heißt es. Sie hätten die "die großflächige Produktion von Lauch beschleunigt".
Gab es das schon einmal? Ja, bei Karfiol. Hier hatten die Supermärkte vor einigen Wochen einen ähnlichen Aufruf gestartet.
Was heißt Aufruf? In einer am Dienstag verbreiteten Erklärung heißt es, dass die Supermarktketten in ihren Filialen französischen Lauch besonders hervorheben und zum Kauf empfehlen.
Wofür? Die Verbraucher sollen ermutigt werden, das Gemüse zu kaufen, bevor es verdirbt — etwa für Suppen, gedünstete Beilagen oder Quiches.
Worum geht es? Das gab es seit 20 Jahren nicht mehr. In Berlin wurde am Dienstag die neue Dunkelfeldstudie "Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag" (LeSuBiA) vorgestellt.
Was war der Zweck? Die Studie sollte das tatsächliche Ausmaß von Gewalt, insbesondere sexueller Belästigung, in Deutschland untersuchen und sichtbar machen, was Kriminalitätsstatistiken nicht abbilden.
Wie groß war das Sample? Die Befragung umfasste 15.479 Personen im Alter von 16 bis 85 Jahren und deckt damit auch Vorfälle ab, die nicht polizeilich erfasst werden.
Was ist das zentrale Ergebnis? Zwei Drittel aller Frauen (62,3 Prozent) und etwa jeder vierte Mann (28,6 Prozent) gab an, im Laufe seines Lebens schon sexuell belästigt worden zu sein, etwa durch ungewollte Berührungen, anzügliche Bemerkungen oder Nachrichten.
Aber? Nur rund 3 Prozent der weiblichen Opfer sexueller Übergriffe erstatten eine Anzeige, was bedeutet, dass 97 Prozent der Fälle im Dunkelfeld bleiben.
Wie ist das in Partnerschaften? Fast die Hälfte der Frauen (48,7 Prozent) und 40 Prozent der Männer haben im Laufe ihres Lebens mindestens einmal psychische Gewalt von einem Partner erlebt. Überdies zeigt die Studie, dass 21,2 Prozent der Befragten bereits Stalking erlebt haben, davon waren in den letzten fünf Jahren 9 Prozent betroffen.
Worum geht es? Die britische Baroness Hayman of Ullock hat sich den Ärger von Tierschützern zugezogen. Sie erschien auf einer Konferenz in einem Eichhörnchen-Kostüm (hier gibt es das Bild dazu). Thema war der Schutz der Nager.
Wer ist Baroness Hayman of Ullock? Eine frühere Labour-Abgeordnete des britischen Unterhauses, bevor sie 2020 in den Adelstand erhoben wurde und als Life Peer ins House of Lords kam.
Was macht sie aktuell? Hayman ist seit Juli 2024 parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Defra) der Regierung von Keir Starmer.
Was passierte nun? Bei einer Konferenz des UK Squirrel Accord in London trug die Baroness Hayman of Ullock ein Kleid von Dolce & Gabbana um 1.100 Euro.
Was war das Problem? Das Kleid hatte graue Eichhörnchen aufgedruckt, obwohl die Konferenz dem Schutz der Roten Eichhörnchen gewidmet war.
Warum sind graue Eichhörnchen unbeliebt? Sie kamen Ende des 19. Jahrhunderts nach Großbritannien, infizieren ihre einheimischen rötlichen Verwandten mit tödlichen Krankheiten, fressen deren Nahrung und verwüsten die Umwelt.
Was waren die Folgen? Laut dem Woodland Trust ist der Bestand an Eichhörnchen in Großbritannien von 3,5 Millionen auf nur noch 287.000 Tiere gesunken.
Bereut die Baroness ihren Auftritt? Das weiß man nicht, nicht einmal, ob ihr der Fauxpas bewusst war. Sie hat sich noch nicht geäußert.
Worum geht es? Am Montag erschien Ghislaine Maxwell, frühere Komplizin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, vor dem House Oversight Committee des US‑Repräsentantenhauses – allerdings nur virtuell aus einem Gefängnis in Texas zugeschaltet.
Was war der Sinn? Sie war zu einer Befragung im Rahmen der Epstein‑Untersuchunggeladen.
Sagte sie aus? Während der Sitzung verweigerte Maxwell die Beantwortung sämtlicher Fragen, indem sie ihr verfassungsmäßiges Schweigerecht gemäß dem Fifth Amendment (Recht, sich nicht selbst zu belasten) nutzte.
Aber? Ihr Rechtsanwalt, David Oscar Markus, erklärte dem Ausschuss, dass Maxwell grundsätzlich bereit sei, "vollständig und ehrlich auszusagen", aber nur unter einer Bedingung: dass ihr US‑Präsident Donald Trump vorab Begnadigung bzw. Gnade gewährt.
Womit lockt sie? Markus behauptete, dass Maxwell erklären könne, warum sowohl Trump (er habe sich "in jeder Hinsicht wie ein Gentleman" verhalten) als auch Ex-Präsident Bill Clinton "unschuldig an Fehlverhalten" im Zusammenhang mit Epstein seien – diese Aussagen gebe es aber nur im Austausch für die Begnadigung.
Was verspricht sie? Nicht weniger als die "Wahrheit über Epstein". Und nur sie sei in der Lage, das zu liefern.
Wie reagierte der Kongress? Sowohl republikanische als auch demokratische Abgeordnete zeigten sich kritisch und bezeichneten Maxwells Vorgehen als Versuch, durch Schweigen eine Begnadigung zu erzwingen. Das Weiße Haus fühlt sich nicht zuständig.
Worum geht es? Die Trump-Regierung plant nach Informationen des Wall Street Journal noch diese Woche eine Neubewertung der Gefährlichkeit von Treibhausgasen.
Was ist geplant? Es soll eine zentrale Feststellung der Klimapolitik aufgehoben werden. Dass nämlich sechs Treibhausgase eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und das Gemeinwohl darstellen.
Welche sechs Treibhausgase sind das? Kohlendioxid, Methan, N₂O (Lachgas), Fluorierte Gase (F‑Gase), Ozon in Bodennähe, Kohlenmonoxid.
Was macht sie gefährlich? Sie verstärken den Treibhauseffekt und verursachen dadurch Klimawandel, Hitzestress, Luftverschmutzung und indirekt gesundheitliche Risiken wie Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen. Sie werden offiziell auch von der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und dem Kyoto-Protokoll als "Haupttreibhausgase" eingestuft.
Warum ist das relevant? Die Einstufung stammt aus der Obama-Ära 2009. Sie bildete die rechtliche Grundlage für die Klimaschutzbestimmungen der US-Umweltschutzbehörde (EPA), um die Emissionen von Kraftwerken und Fahrzeuge im Rahmen des Clean Air Act zu begrenzen.
Was soll nun passieren? Die regulatorischen Anforderungen zur Messung, Meldung, Zertifizierung und Einhaltung der bundesstaatlichen Standards für die Treibhausgasemissionen von Kraftfahrzeugen und Berichtspflichten für die Industrie fallen.
Fallen damit alle Limits? Nein, die Emissionsvorschriften von Kraftwerken und anderen stationären Anlagen wie Öl- und Gasanlagen gelten weiter. Eine Aufhebung der Feststellung könnte jedoch den Weg für eine Lockerung der Vorschriften ebnen, die diese Anlagen betreffen.
Geht das so einfach? Umweltgruppen haben angekündigt, eine Aufhebung der Regelungen gerichtlich anzufechten, und es könnte Jahre dauern, bis die Rechtsstreitigkeiten beigelegt sind. Die Regierung könnte die Durchsetzung von Regeln und Bußgeldern während des laufenden Verfahrens aber aussetzen.
Worum geht es? Weniger als zwei Jahre nach dem überwältigenden Wahlsieg der Labour Party ist der britische Premierminister Sir Keir Starmer laut dem Economist der unbeliebteste britische Premierminister aller Zeiten.
Was heißt das? Die Labour-Partei hat seit Juli 2024 massiv an Unterstützung verloren und kommt nun nur noch auf etwa ein Fünftel der Wählerstimmen – ein neuer Tiefststand für eine Regierungspartei in Großbritannien.
Wohin wechseln die Wähler? Fast die Hälfte der Labour-Wähler von 2024 gibt nun an, für eine andere Partei stimmen zu wollen. Reform UK, die rechtspopulistische Partei unter Nigel Farage, führt seit Mai 2025 in allen Meinungsumfragen.
Wie kann sich Starmer trösten? Neue Daten von Morning Consult zeigen, dass Starmer nicht einmal der unbeliebteste Staatschef in Europa ist.
Sondern? Der französische Präsident Emmanuel Macron hat eine noch miserablere Zustimmungsrate von 16 Prozent, was den Weg für einen Sieg des rechtsextremen Rassemblement National bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr ebnet.
Wer hat noch ein Problem? Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist ebenfalls äußerst unbeliebt, was die breite Ablehnung der amtierenden Regierungen in Europa angesichts der Inflations- und Einwanderungspolitik widerspiegelt.