Worum geht es? Überall auf der Welt schreiben Menschen – wegen der vielen Handy- und Computer-Tipperei – mit der Hand immer schlechter. Das ist bei uns ein Problem, aber in China noch viel mehr, denn die Sprache kennt zehntausende Schriftzeichen.
Was passierte nun? Es fanden sich ein paar Leute zusammen und bildeten die "Gruppe der schlechtesten Handschriften der Geschichte". Die Mitglieder schickten sich immer ärgere Beispiele zu, daraus entwickelte sich eine Internet-Sensation, berichtet die Times.
Nämlich? Die Gruppe ist inzwischen auf 200.000 Mitglieder angewachsen, die wildesten Beispiele werden öffentlich gepostet. Das Ganze hat auch einen Sinn: bisher Unlösbares zu entziffern.
Gelingt das? Ja, es gibt rührende Beispiele und das macht den Club auch so populär. Ein Enkel konnte die letzten Sätze seines Großvaters nicht lesen und ihm wurde geholfen. Ein Patient kritzelte "mir steckt etwas im Hals" auf ein Papier – seine Rettung.
Wie viele Schriftzeichen gibt es in China? 50.000, viele davon sind jedoch veraltet. Von einer gebildeten Person wird normalerweise erwartet, dass sie zwischen 6.000 und 8.000 Zeichen lesen und schreiben kann. Für das Lesen einer Zeitung reicht die Hälfte.
Worum geht es? Am vergangenen Sonntag bedienten sich vier Männer im meistbesuchte Museum der Welt. Die "Winkelschleifer-Bande" erbeutete Juwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro, hinterließ aber auch 150 Spuren.
Welche Spuren? Ein Helm, Winkelschleifer und Trennschleifer, eine Warnweste und mehrere andere Gegenstände wurden zurückgelassen. Sie werden derzeit in Paris und in Kriminallabors auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht.
Was ist die Folge? Am Freitag sagte die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau, sie habe "eine kleine Hoffnung", dass die Juwelen noch wiedergefunden werden könnten, und sei "optimistisch" hinsichtlich des Ergebnisses der Ermittlungen.
Was ist die größte Hoffnung? Sie rechne damit, dass "die Ergebnisse uns in den nächsten Tagen vielleicht Hinweise liefern werden, insbesondere wenn die Täter vorbestraft sind", sagte Laure Beccuau der Zeitung Ouest-France.
Was ist mit den Videobildern? Es existieren Aufnahmen aus öffentlichen und privaten Überwachungskameras, auch von Autobahnen. Das habe geholfen, die Route der Bande "in Paris und Umgebung" zu verfolgen, so die Ermittler. Näher wollten sie nicht ins Detail gehen.
Worum geht es? 2014 begann China damit, ein Social-Credit-System eizuführen, zunächst auf regionaler Ebene, ab 2020 wurde es ausweitet. Wohlverhalten wird im Alltagsleben belohnt, Fehlverhalten sanktioniert.
Was bedeutet das in der Praxis? Es gibt eine "rote Liste" und eine "schwarze Liste". Wer etwa immer pünktlich seine Steuern zahlt, kommt auf die rote Liste, wer Schulden hat, auf die schwarze.
Was sind die Folgen? Weil Chinas Wirtschaft nicht mehr so brummt, landen immer Menschen auf der schwarzen Liste. Offiziell sind es mittlerweile 8,5 Millionen Personen, berichtet die F.A.Z., 50 Prozent mehr als noch vor vier Jahren, die Dunkelziffer soll hoch sein.
Was sind die Sanktionen? Man kann kein Ticket mehr für den Schnellzug kaufen, darf nicht mehr mit dem Flugzeug fliegen, bekommt in guten Hotels kein Zimmer mehr. Wer auf der roten Liste steht, erhält Vergünstigungen, Studienplätze für die Kinder etwa.
Weiß man, auf welcher Liste man steht? Ja, und alle anderen auch. Die Listen sind nämlich öffentlich einsehbar.
Worum geht es? In der vergangenen Woche hatte Friedrich Merz (CDU) einigen Ärger auf sich gezogen – manche sagen mit Absicht. Der deutsche Kanzler sprach von einem "Problem im Stadtbild" in deutschen Kommunen.
Was meinte er? Zu viele fremdländisch aussehende Menschen würden die einheimische Bevölkerung irritieren und verschrecken. Der Kanzler war von einem Reporter auf das Erstarken der rechtspopulistischen Partei AfD angesprochen worden. Hier gibt es das Video dazu.
Was war die Folge? Es hagelte Kritik von allen Seiten. Seine Aussage sei rassistisch, diskriminierend, verletzend und unanständig, hieß es, 50 Grünen-Politiker schrieben einen Wutbrief.
Wie sehen das die Deutschen? 63 Prozent sind der Meinung von Merz, ergab ZDF-Politbarometer. 29 Prozent lehnten die Aussage in der Umfrage ab. In der Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren antworteten 42 Prozent mit Ja, bei den 35- bis 59-Jährigen waren es 70 Prozent.
Warum ist das etwas unentschieden? In der selben Befragung gaben mehr als zwei Drittel der Befragten an, sich an öffentlichen Orten und Plätzen sehr sicher (20 Prozent) oder eher sicher zu fühlen (46 Prozent). 25 Prozent fühlen sich eher unsicher und 8 Prozent sehr unsicher. Es gibt kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
Worum geht es? Donnerstagabend drangen zwei russische Militärjets in den Luftraum des NATO-Staates Litauen ein. Die Verletzung des Luftraumes dauerte laut dem litauischen Militär 18 Sekunden.
Wie massiv war der Einfall? Die beiden Flugzeuge sollen 700 Meter weit in das Hoheitsgebiet des Landes eingedrungen sein.
Weiß man, welche Flugzeuge es waren? Es soll sich um einen Kampfjet vom Typ Su-30 und ein Tankflugzeug vom Typ Il-78 gehandelt haben. Zwei Eurofighter der spanischen Luftwaffe seien daraufhin gestartet, um den Luftraum zu sichern.
Aus Spanien? Nein, die NATO-Länder unterstützen die baltischen Staaten bereits seit 2004 mit ihren Kampfjets bei der Grenzsicherung, da Estland, Lettland und Litauen keine eigenen Kampfflugzeuge besitzen. Zuletzt war es immer wieder zu Luftraum-Verletzungen durch russische Flugzeuge und Drohnen gekommen, im Baltikum, aber auch über der Ostsee und Polen.
Wie reagierte die Politik? Litauens Präsident Gitanas Nauseda bezeichnete den Vorfall als "eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und die territoriale Integrität" seines Landes und kündigte an, einen Vertreter der russischen Botschaft einzuberufen.
Worum geht es? Weltweit verbringen immer mehr Menschen immer mehr Zeit vor Bildschirmen. Nun nimmt ein neuer Trend vor allem in den USA Fahrt auf. Wer mitmacht, packt alles, was nicht elektronisch ist, in Taschen, berichtet Axios.
Was ist damit gemeint? Das neueste Must-have-Accessoire ist die "Stop-Scrolling-Tasche". In ihr befinden sich analoge Aktivitäten wie Aquarelle oder Kreuzworträtsel.
Wie funktioniert das? Exemplarisch geschildert wird der Fall einer 31-Jährigen. Sie hat eine "Analog-Tasche" in der Wohnung und eine im Auto. Gefüllt sind sie etwa mit Strickzeug, einem Sammelalbum und einer Polaroid-Kamera.
Lässt sich der Trend messen? Ja, aber hier wird es skurril, denn der analoge Trend verbreitet sich digital.
Heißt was? Laut TikTok-Daten wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 1.600 TikTok-Posts mit dem Tag #AnalogLife versehen – ein Anstieg von über 330 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Wie breit ist das Thema? Es gibt inzwischen sogar kinderfreundliche Versionen der Taschen, in die Eltern Spielzeug, Buntstifte und Malbücher stecken. Das Thema analoges Wohlbefinden ist grundsätzlich stark im Kommen.
Worum geht es? Am Sonntag verübte eine Viererbande einen dreisten Raubüberfall auf den Pariser Louvre. Die Täter nutzten einen Möbellift, um in den ersten Stock zu gelangen. Das macht den deutschen Hersteller nun kreativ.
Was ist der Hintergrund? Auf den Bildern vom Tatort ist zu sehen, dass der Möbelaufzug Agilo der Firma Böcker aus Werne bei Dortmund zum Einsatz kam. Dort war man erst von den Socken, dann machte man das Beste daraus.
Wie denn? Das Unternehmen ging in die Offensive und postete in den sozialen Medien einen originellen Spruch zum Coup. Bei einem Bild des Raub stand: "Der Böcker-Aufzug befördert eure bis zu 400 kg schweren Schätze mit 42 m/min – flüsterleise".
Wie kam es dazu? "Wir haben am Sonntag gemeinsam die Nachrichten online gelesen und sind schockiert gewesen, dass unser Produkt zu sehen war", sagt die Marketingchefin des Unternehmens, Julia Scharwatz. Sie ist mit Alexander Böcker, dem Geschäftsführer des Familienunternehmens, verheiratet.
Und dann? "Nachdem klar war, dass niemand verletzt worden war, fingen wir an, ein paar Witze zu machen und uns über Slogans auszutauschen, die wir lustig fanden", so Scharwatz. Viele Menschen hätten angerufen. Am Montagmorgen war die Kampagne geboren.
Wie kam der Möbelaufzug zum Louvre? Das weiß die deutsche Firma nicht. Sie vermutet, das Gerät wurde gestohlen. Die Werbung geht nun jedenfalls um die Welt. Unbezahlbar!
Worum geht es? Am Donnerstag besuchten der britische König Charles III. und Königin Camilla im Rahmen eines offiziellen Staatsbesuchs den Vatikan. Höhepunkt war ein ökumenischer Gebetsgottesdienst in der Sixtinischen Kapelle.
Was passierte dabei? König und Königin hatten zunächst eine private Audienz beim Papst. Um 12 Uhr folgte der Gottesdienst. Es war das erste Mal seit ca. 500 Jahren, dass ein britischer bzw. englischer Monarch öffentlich mit einem Papst gemeinsam betete.
Wann gab es das zuletzt? Laut Buckingham Palace hat es seit der Trennung Heinrichs VIII. von Rom im 16. Jahrhundert keinen vergleichbaren Moment gegeben.
Was weiß man über den Gottesdienst? Er war nicht öffentlich, sondern nur über Einladung zu besuchen. Der Fokus lag stark auf Schöpfung, Umwelt und christlicher Einheit. Der Gebetsgottesdienst bestand aus katholischen und anglikanischen Kirchelementen, mit Psalmen und Lesung in Latein und Englisch.
Was geschah noch? In einer eigenen Zeremonie am Nachmittag wurde der König mit dem Titel "Royal Confrater of Basilica of St. Paul Outside the Walls" geehrt. Charles wurde zu einem "königlichen Bruder" und Mitglied der Bruderschaft der Abtei.