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18. März 2026

Nur zwei blieben da Iranische Fußballerinnen kehrten heim

Worum geht es? Nach ihrem Antreten beim AFC Women’s Asian Cup in Australien suchten sieben Mitglieder der iranischen Delegation (Spielerinnen und Betreuungsteam) um Asyl an. Nun kam es anders.

Was ist der Hintergrund? Mehrere Spielerinnen der Frauen‑Nationalmannschaft sangen bei einem Match die iranische Nationalhymne nicht mit und verweigerten den militärischen Gruß.

Und? Das wurde als stiller Protest gegen die Lage der Frauen im Iran und den Umgang mit Frauenrechten verstanden. Daraufhin begannen einige von ihnen zu befürchten, bei der Rückkehr in den Iran Verfolgung oder Bestrafung ausgesetzt zu sein.

Was war die Folge? Sieben Personen bekundeten, bleiben zu wollen. Die australische Regierung gewährte daraufhin humanitäre Visa und Schutz für mehrere Spielerinnen, die Asyl beantragen wollten.

Aber? Fünf von ihnen nahmen ihren Asylantrag später zurück und entschieden sich, wieder in den Nahen Osten zurückzukehren oder nach Iran zurückzufliegen. Nur zwei blieben. Sie leben nun an einem geheimen Ort.

Warum die Rückkehr? Familienangehörige dürften bedroht worden sein. Medien berichten, dass einige der Spielerinnen deshalb beschlossen, nicht Asyl zu beantragen und zurückzukehren, um ihre Familien zu schützen.

Was droht im Iran? Wer sich öffentlich gegen staatliche Vorschriften auflehnt, kann festgenommen, verhört oder zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Spielerinnen könnten von Nationalmannschaft oder Vereinen ausgeschlossen werden. Ein dauerhaftes Verbot, international zu spielen, ist ebenfalls möglich.

Weitere Meldungen

Affäre mit Praktikantin? Ex-Premier dementiert unter Tränen

Worum geht es? Chris Hipkins, ehemaliger Labour-Premierminister Neuseelands (von 25. Jänner bis 27. November 2023), hat unter Tränen öffentlich die Anschuldigungen seiner Ex-Frau zurückgewiesen, er habe sie mit einer ehemaligen Praktikantin betrogen.

Was ist die Vorgeschichte? Hipkins’ Ex‑Frau Jade Paul hatte am Sonntag auf Facebook mehrere persönliche Anschuldigungen veröffentlicht – darunter den Vorwurf der Affäre, aber auch Kritik an seinem Verhalten während ihrer Ehe, nach einer Fehlgeburt und Streit um Finanzielles.

Ist das noch online? Nein, die Beiträge wurden später gelöscht. Jade Paul steht zu ihren Aussagen, betont aber, dass dies persönliche Anschuldigungen sind.

Wie reagierte Hipkins? Der 47-Jährige, der sich zu diesem Zeitpunkt in Australien befand, 47, gab am Montag zunächst eine Erklärung ab, in der er die Vorwürfe zurückwies. Weiter wollte er nichts dazu sagen.

Aber? Nach seiner Rückkehr gab er eine Pressekonferenz. "Während meiner gesamten politischen Laufbahn habe ich mich stets bewusst darum bemüht, mein Privatleben privat zu halten", sagte er, dann stockte die Stimme.

Weil? Er wurde nach den Auswirkungen der Behauptungen seiner Ex-Frau auf die beiden Kinder gefragt. „Meine Kinder sind bei ihr … meine Kinder sind bei ihr. Ich weiß es also nicht", sagte er mit Tränen in den Augen.

Was ist der Hintergrund? Hipkins heiratete Paul im Jänner 2020, da war er Bildungsminister. Zwei Jahre später erfolgte die Scheidung.

Was ist mit der Praktikantin? Sie ist seit dem Vorjahr seine Verlobte.

Antiterror-Chef tritt ab Er könne Irankrieg nicht verantworten

Worum geht es? Joseph Clay Kent, Direktor des National Counterterrorism Center (NCTC) in den USA, gibt alle seine Ämter ab. Das machte er auf X öffentlich und postete dazu sein Rücktrittsschreiben.

Wer ist Kent? Der Ex-Soldat (Afghanistan, Naher Osten) ist seit Juli 2025 Direktor der zentralen US‑Behörde zur Terrorismus­bekämpfung und Terrorismus‑Analyse, die auch Präsident Donald Trump berät.

Wo schrieb er? "Ich kann mit gutem Gewissen den laufenden Krieg gegen Iran nicht unterstützen." Kent behauptete, dass der Krieg nicht gerechtfertigt sei, weil Iran keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstelle.

Was vermutet er als Hintergrund? Kentbehauptet, dass der Krieg auf Druck Israels und den Einfluss des Landes und seiner Führung in Washington zurückzuführen sei.

Wie bedeutsam ist das? Kent ist der ranghöchste nationale Sicherheits­beamte der Trump‑Regierung, der öffentlich wegen des Iran-Kriegs kündigt. Seine Entscheidung unterstreicht wachsende Spannungen selbst innerhalb der US‑Regierung über den Krieg und dessen Rechtfertigung.

Diagnose Brustkrebs Stabschefin von Trump erkrankt

Worum geht es? Susie Wiles, die erste Stabschefin im Weißen Haus, ist an Brustkrebs erkrankt. Das gab US-Präsident Donald Trump auf Truth Social bekannt. Sie ist 68 Jahre alt.

Was schrieb er? Trump erklärte, dass bei Susie Wiles Brustkrebs im frühen Stadium festgestellt wurde und dass die Prognose "sehr gut" sei. Der Krebs wurde vergangene Woche entdeckt.

Scheidet sie aus dem Amt? Nein, sie will während der Behandlung weiterarbeiten. Sie werde demnächst eine mehrwöchige Behandlung in der Gegend um Washington beginnen, sagte Wiles der New York Times.

Wer ist Susie Wiles? Geboren als Susan Summerall, zwei Töchter, seit fast neun Jahren geschieden, seit 1979 im US-Politgeschäft, seit zehn Jahren an der Seite von Donald Trump. Sie leitete 2016 seine Wahlkampagne in Florida und 2024 bundesweit.

Wie sieht sie sich selbst? Als "gemäßigte Republikanerin". Spätestens seit 2017, als sie sich scheiden ließ, ist sie Trump treu ergeben, da er sie beruflich auffing. Seit Jänner 2025 ist Susie Wiles Trumps Stabschefin im Weißen Haus und damit die erste Frau überhaupt in dieser relevanten Position.

Was macht eine Stabschefin? Sie leitet den gesamten Mitarbeiterstab des Präsidenten, entscheidet, wer zu ihm Zugang erhält, filtert Informationen, koordiniert die politische Arbeit und übersetzt die politischen Ziele des Präsidenten in konkrete Strategien. Die Position des Stabschefs gilt als eine der bedeutsamsten und prestigeträchtigsten in der gesamten US-Politik.

Wie häufig ist Brustkrebs? Es handelt sich um eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In den USA werden jedes Jahr über 300.000 Frauen damit diagnostiziert. Etwa 1 von 8 Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens daran.

Feuerwehrmann bestraft Weil er zu schnell zum Einsatz fuhr

Worum geht es? Ein Feuerwehrmann aus Taucha in Sachsen, Deutschland, wurde am Weg zu einem Einsatz geblitzt. Statt maximal 30 km/h war er mit 69 km/h unterwegs. Das kam ihm teuer zu stehen.

Nämlich? Die Stadt Taucha stellte einen Bußgeldbescheid aus: 369 Euro Strafe, zwei Strafpunkte in der Verkehrskartei Flensburg, ein Monat Fahrverbot.

Aber er war doch im Einsatz? Ja, in einer Volksschule war Feueralarm ausgelöst worden. Ray Lange setzte sich ans Steuer, schaltete die Sirene ein und fuhr los. An einer Baustelle wurde er geblitzt.

Wie ist das rechtlich? Nach deutschem Verkehrsrecht haben Feuerwehrfahrzeuge Sonderrechte (§ 35 StVO), die ihnen erlauben, bei Einsatzfahrt z. B. Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überschreiten.

Aber? Diese Sonderrechte gelten aber nur unter strenger Bedingung, dass dabei die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet wird. Die Behörden in Taucha argumentierten, dass die hohe Geschwindigkeit in einer engen 30‑Zone in der Nähe einer Schule trotz Blaulicht kein verhältnismäßiges Tempo war – und daher ein regulärer Verstoß vorliege.

Warum löst man das nicht in Kulanz? Tauchas Bürgermeister sieht sich im Recht und sagt, dass er kein Auge zudrücken könne. Wäre Lange maximal 20 km/h zu schnell gewesen, hätte es anders ausgesehen. Die Stadt schlug aber eine Spende vor.

Was kam heraus? Die Spende lehnte Ray Lange ab, weil sie einem Schuldeingeständnis gleichgekommen wäre. Er trat aus der Feuerwehr aus, die öffentliche Empörung ist groß.

"Unpatriotische News" Trump droht Sendern mit Lizenzentzug

Worum geht es? Der Irankrieg und die Berichterstattung darüber entzündeten nun den nächsten Konflikt zwischen der US-Regierung und Medien. Nun mengte sich auch Präsident Donald Trump ein.

Was ist die Vorgeschichte? Am Samstag hatte zunächst Brendan Carr, Leiter der US-Medienaufsichtsbehörde FCC, gedroht, einzelnen Sendern die TV-Lizenzen zu entziehen. Anlass war die Berichterstattung über den Irankrieg. Schon einen Tag zuvor war "Kriegsminister" Pete Hegseth in die Offensive gegangen.

Wie? Auf einer Pressekonferenz attackierte er den Newssender CNN. "Je eher David Ellison diesen Sender übernimmt, desto besser", sagte er.

Was ist damit gemeint? Ellison, Trump-freundlicher CEO von Paramount Skydance, hatte sich im Februar in der Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery durchgesetzt. Zum Medienimperium gehört auch CNN.

Dann kam Trump? Ja, am Sonntagabend schrieb er auf Truth Social, er sei "begeistert", dass Carr die Lizenzen einiger "höchst unpatriotischer 'Nachrichten'-Organisationen" überprüfe.

Was braut sich da zusammen? Ärger! Carr teilte die Behauptung des Präsidenten auf Truth Social, dass die New York Times, das Wall Street Journal und die übrigen "Medien" wollten, dass die USA "den Krieg verlieren".

Wie reagierten Betroffene? CNN-Chef erklärte, er stehe hinter seinen Journalisten. Und Tara Puckey, CEO der Radio Television Digital News Association, meinte Richtung Carr: "Journalisten lassen sich von einem Rüpel mit Aktenkoffer nicht einschüchtern".

Angriff auf Ölanlagen Nächster Hafen stellt Verladung ein

Worum geht es? Eine oder mehrere unbemannte Drohnen haben am Montag die Öl‑Industriezone und Hafenanlagen von Fujairah an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate schwer getroffen. Das zeigen Satellitenaufnahmen.

Was war die Folge? Es brachen mehrere Brände aus, Feuerwehr und Zivilschutz arbeiteten den gesamten Tag, um sie zu löschen.

Wurde der Betrieb eingestellt? Die Öl‑Verladeaktivitäten wurden teilweise gestoppt. Zwei der drei Ölanleger im Hafen konnten zeitweise wieder arbeiten, aber für ADNOC (staatliche Ölgesellschaft) blieben die Verladungen ausgesetzt.

Wie bedeutsam ist Fujairah? ADNOC und andere Ölfirmen exportieren hier täglich Millionen Barrel Öl. Fujairah liegt direkt am Golf von Oman. Das macht den Angriff besonders bedeutend.

Warum? Fujairah ist unabhängig von der Straße von Hormus. Das macht den Hafen besonders bedeutsam für Öl-Exporte, falls der Persische Golf blockiert wird, so wie derzeit.

War das der einzige Gegenschlag des Iran? Nein, es gab einen weiteren Drohnenangriff in der Nähe des Flughafens von Dubai. Dabei wurde ein Treibstofftank getroffen und ging in Flammen auf. Einige Flüge mussten umgeleitet, gestrichen oder verschoben werden.

Trump fordert Begeisterung Er will Allianz für Straße von Hormus

Worum geht es? US-Präsident Donald Trump rief andere Länder dazu auf, Kriegsschiffe oder Marineeinheiten zu schicken, um die Straße von Hormus zu sichern und die Schifffahrt wieder möglich zu machen.

An wen war der Appell gerichtet? Laut Trump an Länder, die stark von Öl aus dem Nahen Osten abhängig sind. Sie sollten Verantwortung dafür tragen, dass die Meerenge offen bleibt.

Bat er um Mithilfe? Nicht wirklich. In einem Interview mit der Financial Times warnte Trump, dass es für NATO‑Verbündete "sehr schlecht" aussehen könnte, wenn sie sich weigern zu helfen.

Nur für NATO-Länder? Als einzige Nation erwähnte er China, das als großer Abnehmer von Golföl gilt. Trump deutete an, dass er seinen geplanten China‑Besuch verschieben könnte, falls es keine Unterstützung gibt.

Was will Trump überhaupt? Er versucht, eine Allianz zu schmieden und erklärte, sein Team sei mit etwa sieben Staaten im Gespräch, um einen solchen Marine‑Einsatz zu organisieren. Allerdings gab es bislang keine festen Zusagen.

Wie fiel die Reaktion aus? Es gab viele Absagen. Großbritannien äußerte sich skeptisch. Australien möchte keine Kriegsschiffe zur Sicherung der Meerenge bereitstellen. Sogar das mit den USA eng verbundene Japan lehnte ab. Die EU will darüber beraten, fordert aber zunächst mehr Klarheit über den Einsatz.

Wie reagiert Trump auf die Reaktion? "Manche sind sehr begeistert davon, andere nicht", sagt er. "Es handelt sich um Länder, denen wir seit vielen, vielen Jahren helfen. Wir haben sie vor schrecklichen Einflüssen von außen geschützt, und sie waren nicht sonderlich begeistert. Und das Ausmaß der Begeisterung ist mir wichtig."