Worum geht es? MAGA, also die Bewegung "Make America Great Again", gilt als das ideologische Hinterland von Donald Trump. Der Krieg im Iran hat nun aber offenbart, dass es sehr unterschiedliche Strömungen in der Gruppierung gibt.
Wie kam das raus? Durch Marco Rubio. Der US-Außenminister äußerte sich am Montag gegenüber Reportern. Dabei machte er Israel faktisch dafür verantwortlich, die USA in einen Krieg mit dem Iran hineingezogen zu haben, berichtet Axios.
Warum ist das ungewöhnlich? Es zeigt zwei Bruchlinien auf. Einmal in der Regierung Trump, aber auch in der MAGA-Bewegung, in der es viele Vertreter gibt, die dem Kriegseintritt der USA ablehnend gegenüberstehen.
Was sagte Rubio? "Wir wussten, dass es eine israelische Aktion gegen den Iran geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff des iranischen Regimes auf amerikanische Streitkräfte auslösen würde." Hier das Video dazu.
Wie erklärte er den Kriegseintritt? "Wir wussten, dass wir höhere Verluste erleiden würden, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgehen würden, bevor sie diese Angriffe starten könnten ... Und dann würden wir alle hier sitzen und Fragen beantworten müssen, warum wir das wussten und nicht gehandelt haben".
Ungewöhnlich, oder? Ja, die USA und vor allem Donald Trump lassen sich von einem viel kleineren Land wie Israel in einen Krieg treiben? Vor allem von einem Land, dem sie Geld und Waffen zur Verfügung stellen?
Stellt sich Rubio also gegen den Krieg? Mitnichten. "Natürlich waren wir uns der israelischen Absichten bewusst und verstanden, was das für uns bedeuten würde, und wir mussten entsprechend handeln. Aber das musste auf jeden Fall geschehen,“ sagte er.
Warum ist das ein MAGA-Problem? Viele fühlen sich von Trump verraten, vor allem rechte und antisemitische Kreise. Aber selbst gemäßigte Trump-Verbündete wie Matt Walsh vom Daily Wire schrieb auf X über Rubio: "Er sagt uns also ganz offen, dass wir uns im Krieg mit dem Iran befinden, weil Israel uns dazu gezwungen hat. Das ist im Grunde das Schlimmste, was er hätte sagen können."
Worum geht es? Donald Trump hat über seine Social‑Media‑Plattform angekündigt, dass er dieses Jahr am traditionellen White House Correspondents’ Dinner teilnehmen und dort sprechen will.
Warum kam das überraschend? Weil es erstmals der Fall ist, seit er Präsident ist – er hatte das Event während seiner ersten Amtszeit und zu Beginn seiner zweiten jahrelang boykottiert.
Was ist der Grund? Trump begründet seine Teilnahme damit, dass ihm die WHCA "sehr nett" die Einladung ausgesprochen habe und dieses Jahr ein besonderer Anlass sei – das 250‑jährige Jubiläum der USA.
Wann ist der Termin? Der Dinner‑Event der White House Correspondents’ Association (WHCA) findet am 25. April statt.
Wie reagierten die Veranstalter? Die WHCA begrüßte die Teilnahme, da das Dinner traditionell die Pressefreiheit würdigt und Journalisten ehrt. Es ist aber auch berüchtigt, weil der Präsident dort in der Regel durch den Kakao gezogen wird.
Wie? Das Dinner findet seit 1921 statt. Traditionell gibt es einen Comedian oder Entertainer, der über Politik, den Präsidenten und aktuelle Themen spöttisch und humorvoll spricht. Es ist also halb Gala, halb Satire-Show.
Heuer auch? Nein und das könnte Trump umgestimmt haben. Der Mentalist und Gedankenleser Oz Pearlman wird der Hauptact sein.
Wegen Trump? Vermutlich nicht, sondern wegen des Eklats im Vorjahr. Da war Amber Ruffin vorgesehen. In einem Podcast vorab bezeichnete sich Beamte der Trump-Negierung dann aber als "Bande von Mördern" und wurde ausgeladen.
Worum geht es? Der Angriff von Israel und den USA auf den Iran war gut vorbereitet. Die Financial Times (FT) enthüllte nun, wie es zum Attentat auf Ayatollah Ali Khamenei, den Obersten Führer des Landes, kommen konnte.
Nämlich? Nahezu alle Verkehrskameras in Teheran seien seit Jahren gehackt worden; ihre Bilder seien verschlüsselt und an Server in Tel Aviv und im Süden Israels übertragen worden, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen, schreibt die Zeitung.
Wieso half das nun? Weil es offenbar eine Verkehrskamera gab, die besonders günstig positioniert war. Sie erlaubte einen guten Blick auf die Pasteurstraße in Teheran, wo Khamenei bei einem Treffen in einem Gebäude durch einen Luftangriff getötet wurde.
Was zeigte die Kamera? Durch sie ließ sich über einen längeren Zeitraum feststellen, wo welcher Leibwächter sein Auto parkte. Dadurch ergab sich ein guter Einblick in die Abläufe in dem streng bewachten Gelände.
Wie wurden die Bilder genutzt? Details wie Adressen, Arbeitszeiten, Arbeitswege und, am wichtigsten, die Personen, die sie üblicherweise zu schützen und zu transportieren hatten, wurden miteinander vernetzt. Es entstand ein sogenanntes "Lebensmuster", wie Geheimdienstmitarbeiter es nennen, so die FT.
Gab es andere Formen der Spionage? Es wurde rund ein Dutzend Mobilfunktürme gestört. Bei Anrufen wurde der Eindruck erweckt, das Handy sei besetzt. Dadurch konnten die Leibwächter keine Warnungen erhalten.
Wie gut wusste man Bescheid? Lange vor den Bombenangriffen "kannten wir Teheran so gut wie Jerusalem", sagte ein israelischer Geheimdienstmitarbeiter.
Worum geht es? Am 28. März 2022 besuchte der deutsche Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht (34, „Die Wilden Kerle“) zwei Grazer Lokale, aß, trank und ging – ohne Bezahlung. Nun sollte er dafür in München wegen Betrugs vor Gericht.
Aber? Ochsenknecht hatte gegen den ursprünglichen Strafbefehl Einspruch erhoben. Am Montag sollte vor dem Amtsgericht München deshalb die Verhandlung dazu stattfinden. Es drohte eine Vorstrafe.
Dazu kam es nicht? Nein, Ochsenknecht zog seinen Einspruch kurzfristig zurück. Er muss nun 80 Tagessätze in einer "mittleren zweistelligen" Höhe zahlen, so ein Gerichtssprecher. Aber er ist nicht vorbestraft.
Um welche Grazer Lokale geht es? Um "Katze Katze", eine Cocktailbar, und um Miss Cho, ebenfalls ein Bar, die aber im Moment geschlossen ist.
War da nicht schon einmal etwas mit Ochsenknecht? Ja, er zahlt nicht gern. 2021 feiere er in einem Viersternhotel in Kirchberg, Tirol, über mehrere Tage seinen Geburtstag, ohne die Rechnung zu begleichen.
Wie ging das aus? Das Landesgericht in Innsbruck verurteilte ihn 2025 zu einer Geldbuße von 18.000 Euro, nachdem Ochsenknecht sogar europaweit zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Die Rechnung zahlte Ex-Lebensgefährtin Yeliz Koç.
Worum geht es? Rund 30 Personen besetzten am Dienstag die Räumlichkeiten eines Pariser Friseursalons, um gegen ihre Arbeitsbedingungen und die Geschäftspraktiken ihres Arbeitgebers zu protestieren, berichtet der Le Figaro. Fälle wie dieser häufen sich.
Wo fand die Aktion statt? Im Boulevard de Strasbourg. Er liegt im 10. Arrondissement und ist bekannt für sein vielfältiges Straßenbild mit Läden, Cafés und Salons. Ein klassischer Boulevard in der Nähe der Gare de l’Est.
Was ist passiert? Fünf Angestellte warfen ihrem Chef endlose Arbeitszeiten, einen Hungerlohn und illegale Praktiken vor. Zu den Betroffenen gehören auch afrikanische Arbeiterinnen ohne Aufenthaltsgenehmigung, die ihre "Ausbeutung" durch ihren Arbeitgeber anprangerten.
Was ist damit gemeint? Eine Frau berichtete, dass sie sechs Tage die Woche, von 10.30 Uhr bis 22.00 Uhr arbeiten müssen und das für 1.300 Euro im Monat. Zusätzlich muss sie 250 Euro pro Lohnabrechnung bezahlen, auf der nur etwa zehn Arbeitsstunden ausgewiesen sind.
Wie kam es dazu? "Ich wurde zur Zahlung gezwungen," sagte die Frau von der Elfenbeinküste, die seit 2018 in Frankreich lebt. Ihr Chef nutzte aus, dass sie keine Aufenthaltsgenehmigung hat.
Warum stellte sie keinen Antrag? Sie dachte, mit diesen Gehaltsabrechnungen könne sie bei der Präfektur einen Antrag auf Legalisierung ihrer Arbeit stellen. Doch vor einigen Monaten, bei einer Polizeirazzia in ihrem Salon, erfuhr die Frau, dass ihre Gehaltsabrechnungen gefälscht waren.
Was ist das Ziel des Protests? Die Betroffenen haben beschlossen, ihren Arbeitsplatz zu besetzen, bis ihr Chef ihnen die unrechtmäßig erhaltenen Beträge zurückerstattet und ihre Überstunden bezahlt. Sie werden von der Gewerkschaft CGT unterstützt.
Worum geht es? María Corina Machado, Friedensnobelpreisträgerin 2025 und bekannteste Oppositionspolitikerin Venezuelas, kehrt in ihre Heimat zurück. Das teilte die 58-Jährige auf Facebook mit. Sie lebte zuletzt in den USA.
Wer ist María Corina Machado? Sie stammt aus einer Industriellenfamilie, gilt als entschiedene Widersacherin von Langzeit-Präsident Nicolás Maduro und wurde von der Präsidentenwahl 2024 ausgeschlossen. Im Dezember 2025 erhielt sie den Friedensnobelpreis für ihren Kampf für Demokratie in dem südamerikanischen Land.
Warum ist sie derzeit in den USA? In den Monaten vor der Nobelpreisverleihung lebte Machado in Venezuela im Untergrund aus Angst vor Verfolgung und Verhaftung. Im Dezember flüchtete sie aus Venezuela und lebt seither in den USA.
War da nicht etwas mit Donald Trump? Die Regierung Trump unterstützt Machado seit geraumer Zeit. So wurde sie etwa von US-Außenminister Marco Rubio für den Nobelpreis vorgeschlagen.
Und? Nachdem Donald Trump seine Enttäuschung darüber, dass nicht er selbst den Friedensnobelpreis erhalten hat, lautstark in die Welt getragen hatte, schenkte Machado ihm im Jänner 2026 ihre Nobelpreismedaille.
Geht das denn? Es wurde vom Nobelpreiskomitee jedenfalls nicht anerkannt: Der Preis könne nicht nach eigenem Ermessen geteilt oder an eine andere Person übergeben werden, teilte es mit.
Weshalb kehrt sie jetzt zurück? Nach der Festnahme von Staatspräsident Nicolás Maduro durch die US-Armee Anfang Jänner versucht Machado nun offenbar, ihre Rolle als Führerin der Opposition wieder aufzunehmen.
Weshalb wurde Maduro festgenommen? Ihm wird in den USA der Prozess wegen Drogenterrorismus gemacht.
Ist eine Rückkehr für Machado ungefährlich? Das bleibt abzuwarten. Erst vor wenigen Wochen war ein Mitstreiter Machados, der Politiker Juan Pablo Guanipa, kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis erneut verhaftet und unter Hausarrest gestellt worden.
Was sagt Interimspräsidentin Delcy Rodríguez dazu? Dass sich María Corina Machado wegen ihrer angeblichen Unterstützung der US-Militäraktion, bei der auch Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde, verantworten müsse.
Für wann konkret ist die Rückkehr geplant? Bis jetzt hat die Politikerin noch keinen Zeitrahmen genannt.
Worum geht es? Das Rijksmuseum in Amsterdam hat ein Gemälde des niederländischen Meisters Rembrandt wiederentdeckt. Oder besser gesagt, es hat ein Bild entdeckt, das bisher nicht dem Maler zugeschrieben worden war.
Wie geht das? Das Werk "Vision von Zacharias im Tempel" aus dem Jahr 1633 galt lange nicht als echter Rembrandt, wurde vor 65 Jahren schließlich verkauft und geriet in Vergessenheit. Jetzt wurde es aufwendig untersucht und siehe da – doch von Rembrandt!
Wie kam es dazu? Die "Vision" wurde von ihrem jetzigen Eigentümer an das Museum ausgeliehen, um es mit den modernsten analytischen Mitteln und Techniken zu untersuchen.
Weshalb ist man sich jetzt sicher, dass es doch ein Rembrandt ist? "Materialanalysen, stilistische und thematische Ähnlichkeiten, von Rembrandt vorgenommene Änderungen und die gesamte Qualität des Gemäldes stützen alle die Schlussfolgerung, dass dieses Gemälde eine echte Arbeit von Rembrandt van Rijn ist", so das Rijksmuseum in einer Stellungnahme.
Was ist darauf zu sehen? Das Werk zeigt den Priester Zacharias, dem der Erzengel Gabriel (dargestellt durch ein Licht) verkündet, dass seine Frau trotz ihres hohen Alters einen Sohn gebären wird. Dieser Sohn sollte dann Johannes den Täufer werden.
Von wann stammt das Gemälde? Aus dem Jahr 1633, damals war Rembrandt gerade einmal 27 Jahre alt. Es handelt sich somit um ein Frühwerk des Künstlers.
Sind Rembrandt-Gemälde teuer? Ja, Rembrandt (1606-1669) gehört mit zu den teuersten Alten Meistern. Er hat Zeit seines Lebens nur etwa 300 Gemälde geschaffen. Die meisten seiner großen Werke (etwa "Die Nachtwache") hängen in Museen. Kommen kleinere Bilder einmal in den Verkauf, werden dafür Millionensummen bezahlt.
Wird man das Bild sehen können? Ja, es soll im Zuge einer Langzeitleihgabe im Rijksmuseum ausgestellt werden.
Worum geht es? Frankreich wird die Zahl seiner Atomwaffen aufstocken – das kündigte Präsident Emmanuel Macron am Montag an. Denn: "Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden", so Macron, dessen Amtszeit im kommenden Jahr abläuft.
Wie viele neue Atomwaffen soll es geben? Dazu machte der 48-Jährige keine konkreten Angaben. Aktuell besitzt die Grande Nation etwa 290 Atomsprengköpfe, die sie auf vier Atom-U-Booten sowie luftgestützt einsetzen kann. "Um keine Spekulationen aufkommen zu lassen, werden wir ab sofort nicht mehr über die Zahlen sprechen", so der Präsident.
Warum die Aufstockung? Die Antwort darauf liegt für die einzige Atommacht innerhalb der EU auf der Hand: Die Welt erlebe eine "Epoche des Wandels", sagt Macron. Und man sehe eine Verschärfung der Konflikte und gleichzeitig ein wachsendes Risiko, dass diese Konflikte die nukleare Schwelle überschreiten könnten.
Lässt Frankreich andere EU-Länder an seinem Atom-Arsenal teilhaben? Ja, auch daran ist erstmals gedacht. Es gebe bereits Gespräche mit insgesamt acht europäischen Alliierten, darunter auch Deutschland: Laut Macron der Schlüsselpartner, die Kooperation werde noch heuer beginnen: "Ich will, dass Europa sein Schicksal wieder in die eigene Hand nimmt".
Wie soll diese Kooperation aussehen? Frankreichs Partner sollen künftig die Atomübungen der "Force de frappe", der Abschreckungs-Streitmacht, beobachten und später auch an Manövern teilnehmen können. Die "Hand am Abzug" behält aber auch weiterhin ausschließlich der französische Präsident.
Was ist mit dem US-Atomschutzschirm für Europa? Diesen werde es in der einen oder anderen Form weiter geben, so Macron, darauf verlassen möchte er sich allerdings künftig noch weniger als bisher. "Strategische Autonomie" ist für Frankreichs Präsident das Zauberwort, auf das er am liebsten ganz Europa einschwören möchte.
Und wenn Marine LePen nächste Präsidentin wird? Dieses Szenario wird als realistisch gesehen – inklusive der Gefahr, dass die Rechtsaußen-Kandidatin Frankreich aus der NATO herauslösen oder die Atomkapazitäten des Landes zurückfahren könnte. Auch aus diesem Grund möchte Macron die Ausbaupläne rasch so weit vorantreiben, dass jede Rückabwicklung kaum mehr möglich ist.