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19. Februar 2026

Griechenland sagt nein Kein EU-Stopp für russische Tanker?

Worum geht es? Die Europäische Union arbeitet an einem 20. Sanktionspaket gegen Russland. Anlass ist wie bisher der anhaltende Krieg in der Ukraine.

Was ist das Ziel? Das Paket soll den Druck auf Moskau weiter erhöhen, indem es unter anderem Schiffe, maritime Dienstleistungen und Energie‑Handelswege ins Visier nimmt.

Was ist damit gemeint? Die EU will hunderte Schiffe sanktionieren, die russisches Öl über intransparente Routen transportieren, um frühere Sanktionen wie Preisdeckel oder Einfuhrverbote zu umgehen. Es geht dabei um die sogenannte Schattenflotte.

Was noch? Maritime Dienstleistungen sollen verboten werden. EU-Unternehmen dürfen russische Öl‑ und Tankerschiffe keine Wartung, Versicherungen und auch kein Hafenservice mehr anbieten.

Warum ist das umstritten? Weil damit viel Geld verdient wird. Griechenland legt sich nun offiziell gegen den geplanten harten Ausschluss von maritimen Dienstleistungen für russische Schiffe quer.

Was ist das Argument? Ein rigoroses Verbot von Dienstleistungen könnte große wirtschaftliche Einbußen oder rechtliche Risiken bedeuten. Es würde nicht nur griechische Firmen treffen, sondern auch andere globale Akteure aus Indien oder China stärken, die Russland künftig noch günstiger versorgen könnten.

Welches Risiko besteht noch? "Deflagging": strengere EU‑Regeln könnten dazu führen, dass Schiffe ihre Registrierung "abwählen" – also unter Flaggen von Drittstaaten fahren –, um Sanktionen zu entgehen; das könnte die Kontrolle weiter erschweren.

Was passiert nun? Damit EU‑Sanktionen verbindlich werden, müssen alle 27 Mitgliedstaaten zustimmen – einschließlich Griechenland, Ungarn und eventuell anderer Länder, die Bedenken geäußert haben.

Also? Entweder die Bestimmungen werden verwässert oder das Sanktionspaket kommt nicht. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die EU viel über Maßnahmen redet, aber bei der Umsetzung uneinig ist. Am 24. Februar soll eine Entscheidung fallen.

Weitere Meldungen

"Nobelpreis ist mir egal" Trump stellt seinen Friedensrat vor

Worum geht es? In Washington fand am Donnerstag die erste Sitzung des von Donald Trump ins Leben gerufenen Friedensrates statt. Der US-Präsident nutzte den Event als große Bühne und für Ankündigungen.

Wie lobte er sich und sein Projekt? "Das Gaza-Friedensgremium ist das wichtigste und angesehenste der Welt", sagte Trump bei der konstituierenden Sitzung. "Ich habe in meinem Leben schon andere Gremien gesehen, und die waren nichts im Vergleich dazu", fügte er hinzu.

Was ist der Friedensrat? Ein internationales Gremium, das laut Trump zur Förderung von Frieden, Stabilität und Wiederaufbau in Krisengebieten – insbesondere im Gazastreifen – dienen soll. Kritiker sehen eine Art Gegen-UNO.

Gibt es dafür nicht die eigentliche UNO? "Der Friedensrat wird quasi als Kontrollinstanz für die Vereinten Nationen fungieren, um deren ordnungsgemäßes Funktionieren zu gewährleisten", wies Trump die Plätze zu. Er äußerte gleichzeitig sein Vertrauen, dass die UN "eines Tages viel stärker sein wird".

Wer nahm diesmal teil? Zu dem Treffen waren Vertreter von über 40 Staaten geladen, darunter auch einige, die nicht Teil der Allianz sind. Länder wie die Schweiz reisten als Beobachter an, ebenso Vertreter der EU.

Wie viel Geld wurde schon gesammelt? Laut Trump 7 Milliarden US-Dollar. Das Geld käme von Kasachstan, Aserbaidschan, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko, Bahrain, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan und Kuwait.

Was hoch sind die US-Zahlungen? Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, 10 Milliarden Dollar zum Friedensrat beizutragen.

Wer ist als Sponsor an Bord? Die FIFA werde dabei helfen, 75 Millionen Dollar für fußballbezogene Projekte in Gaza aufzubringen, sagte Trump. Dann lobte er Präsident Gianni Infantino, der ihm zuvor einen FIFA-Friedenspreis verliehen hatte.

Wie geht es weiter? Es soll offenbar mehrere dezentrale Konferenzen geben, um Geld einzusammeln, etwa in Japan. Daran sollen Südkorea, Singapur und die Philippinen teilnehmen. Auch in Norwegen soll es eine derartige Veranstaltung geben.

Warum da? "Als ich las: 'Ich freue mich sehr, bekannt geben zu können, dass Norwegen…', dachte ich, sie würden mir den Nobelpreis verleihen", witzelte Trump. "Oh, das ist weniger aufregend. Aber das ist mir egal. Mir ist der Nobelpreis egal. Mir geht es darum, Leben zu retten, nur damit Sie es wissen."

Was wurde abseits publik? Laut einem Bericht des Guardian, der sich auf Dokumente des Friedensrates beruft, plant die US-Regierung den Bau eines Militärstützpunkts für 5.000 Soldaten im südlichen Gazastreifen.

Welches persönliche Interesse hat Trump am Friedensrat? Er ist Vorsitzender auf Lebenszeit.

Hund als Olympia-Star "Nazgul" lief beim Langlauf ins Ziel

Worum geht es? Um den wohl witzigsten Moment der Olympischen Winterspiele in Italien. Beim Qualirennen für den Team-Sprint der Langläufer tauchte am Mittwoch plötzlich ein wolfsähnlicher Hund auf und lief mit zwei Athletinnen mit.

Wie bitte? Der Vorfall war gut im Fernsehen zu sehen. Als sie auf der Zielgeraden beschleunigten, wurden die Australierin Phoebe Cridland und die Kroatin Tena Hadzic von einem dritten Teilnehmer verfolgt: einem Tschechoslowakischen Wolfshund.

War das irgendwie gefährlich? Es sah nur am Beginn so aus, da dachten viele an einen Wolf. Aber der Hund war nur neugierig, lief ins Ziel (es gibt sogar das Zielfoto), beschnupperte kurz die beiden Sportlerinnen und ging dann ab.

Wie kam es dazu? Der Hund ist schlicht entlaufen, er machte zwei Türen auf, die Besitzerfamilie wohnt gleich an der Strecke. Der Tschechoslowakische Wolfshund heißt "Nazgul" (wie in "Der Herr der Ringe") und ist zwei Jahre alt. Lieb, aber ein bisschen wild.

Wie fanden ihn die Besitzer? Zunächst gar nicht, aber sie sahen ihn im Fernsehen und erschraken ziemlich. "Nazgul" wurde im Zielraum von einem Funktionär eingefangen, büxte aber wieder aus. Schließlich entdeckte man ihn in einem Nachbarort.

Wie witzelte das Fernsehen? Rob Walker, der BBC-Kommentator, sagte: "Wir haben zwar keine Startnummer für diesen Athleten, aber was für ein Endspurt! Die Wachstechniker haben mit seinen Pfoten eine hervorragende Arbeit geleistet."

Doch nicht am Ende Milliardär Buffett steigt bei Times ein

Worum geht es? Berkshire Hathaway – die Investmentgesellschaft von Warren Buffett – hat in dessen letztem vollständigen Quartal als CEO eine neue Beteiligung an der New York Times aufgebaut.

Mit welchem Volumen? Es wurden 5,07 Millionen Aktien im Wert von rund 350 Millionen US-Dollar erworben.

Ist das überraschend? Aber ja! Dieser Schritt markiert das Comeback von Berkshire im Medienbereich, nachdem Buffett 2020 alle früheren Zeitungsholdings verkauft hatte und sagte, Zeitungen seien "am Ende".

Was ist das Signal? Analysten sehen den Schritt als Zeichen dafür, dass Berkshire wieder Vertrauen in profitable digitale Nachrichtenmodelle setzt – besonders solche mit starken Abonnement-Erlösen und digitalen Angeboten (z. B. Spiele, Sportseiten, Newsletter), wie sie die Times aufgebaut hat.

Was blieb auf der Strecke? Im gleichen Quartal hat Berkshire Beteiligungen an großen Technologiewerten reduziert, unter anderem bei Amazon (um mehr als 75 Prozent). Leicht reduziert wurde auch die Apple-Beteiligung und die Bank-of-America-Position.

Wer ist Warren Buffett? Eine Investment-Legende, inzwischen 95 Jahre alt. Spitzname: "Orakel von Omaha". Seine Holding Berkshire Hathaway gilt als Orientierungspunkt, wohin sich der Aktienmarkt entwickelt.

Wie vermögend ist er? Ziemlich. Laut Forbes besitzt Buffett ein Vermögen von knapp 148 Milliarden US-Dollar und ist somit der zehntreichste Mensch der Erde.

Air Force One in Gold Neuer Anstrich für Präsidenten-Maschine

Worum geht es? Die US-Air Force führt ein neues Farbschema für die Air Force One und andere VIP-Flugzeuge ein, das neben Rot, Weiß und Dunkelblau auch Gold-Akzente enthält.

Wie war das bisher? Diese neuen Farben ersetzen die seit den 1960er-Jahren typische hellblaue und weiße Lackierung der Präsidentenflugzeuge aus der Amtszeit von John F. Kennedy.

Wie kommt Gold zum Einsatz? Die Maschinen erhalten einen goldenen Streifen, das trifft den Geschmack von Trump. Auch im Weißen Haus dominieren inzwischen Goldtöne.

Was wird umgefärbelt? Der komplette Fuhrpark: Die neuen Boeing VC-25B⁠-Jets, die künftig als Air Force One dienen sollen, kleinere Boeing C-32-Flugzeuge, die für ranghohe Regierungsmitglieder eingesetzt werden. Und die Boeing 747-8i, ein Geschenk aus Katar.

Gab es nicht schon früher Umfärbungsversuche? Ja, in der ersten Amtszeit von Trump. Die Pläne wurden dann 2022 verworfen, weil Bedenken bestanden, dass dunklere Farben technische Probleme (wie Überhitzung) verursachen könnten.

Wie wurde das Problem nun gelöst? Das ist unbekannt.

Schnelles Ende Ukraine-Gipfel nach zwei Stunden vorbei

Worum geht es? In Genf laufen derzeit von den USA vermittelte Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und US-Vertretern, um den Krieg, der seit rund vier Jahren andauert, zu beenden.

Gibt es Ergebnisse? Am zweiten Tag der Gespräche endeten die formellen Verhandlungen nach nur etwa zwei Stunden – deutlich kürzer als erwartet.

Wie ist die Einschätzung? Die russische Seite sagte, die Gespräche seien "schwer, aber sachlich" gewesen.

Und die Ukraine? Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Verhandlungen als "schwierig" und warf Russland vor, Verzögerungstaktiken anzuwenden, statt ernsthaft Fortschritte zu machen.

Was ist der Knackpunkt? Die Ukraine bleibt bei Bedingungen wie keiner Aufgabe von Territorium, bevor es klare Sicherheit und Garantien gibt. Selenskyj hat sich zuvor darüber beklagt, dass die USA unfairen Druck auf ihn ausüben würden, ihre Bedingungen für ein Ende des Krieges zu akzeptieren.

Wie geht es weiter? Das ist unklar. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff bezeichnete Teile der Gespräche als "bedeutsam", doch ein Gesamtpaket wurde nicht vereinbart. Die russische Delegation verließ danach den Verhandlungsort, und es wurde kein gemeinsames Ergebnis verkündet.

"Historischer Pakt" Japan investiert 500 Milliarden in USA

Worum geht es? Japan und die USA haben sich am Mittwoch auf ein Handels‑ und Investitionsabkommen geeinigt. Es läuft bis 2029 und umfasst gewaltige Beträge.

Was ist der Deal? Japan hat zugesagt, bis zu 500 Milliarden Euro in die US‑Wirtschaft zu investieren. Im Gegenzug senkt die US‑Seite Zölle auf viele japanische Importe — zum Beispiel von früher geplanten bis zu 25 Prozent auf etwa 15 Prozent.

Handelt es sich um Zahlungen? Nein, nicht im engeren Sinne, sondern um Investitions‑Versprechen und Projekte, Kredite, Beteiligungen und staatlich unterstützte Finanzierungen — aber wirtschaftlich sind es enorme Beträge.

Was ist umfasst? Großprojekte in Energie‑, Rohstoff‑ und kritischen Industriesektoren, Förderung von KI, Datacenter‑Infrastruktur, Chips und High‑Tech‑Fertigung, Stärkung von US‑Lieferketten und strategischer Unabhängigkeit, Ausbau von Handelszugängen und Marktöffnung für US‑Firmen in Japan.

Wann geht es los? Die USA und Japan haben die ersten realen Projekte im Rahmen des Abkommens für Ende Februar 2026 angekündigt. Es geht um Investitionen von rund 36 Milliarden Dollar, die Japan in die USA fließen lässt.

Was zum Beispiel? 33 Milliarden für ein Gaskraftwerk in Ohio, 2,1 Milliarden für eine Ölexportanlage in Texas, 600 Millionen für synthetische Diamanten‑Produktion in Georgia.

Neuer Grippe-Impfstoff Nun doch Zulassung in den USA möglich

Worum geht es? Die US-Food and Drug Administration (FDA) hatte sich geweigert, einen Grippeimpfstoff auf Basis der mRNA-Technologie einem Prüfungsverfahren zu unterziehen. Nun folgte der Rückzieher vom Rückzieher.

Was passierte? Die FDA hat jetzt nach einer öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Hersteller Moderna entschieden, den Zulassungsantrag für den mRNA‑basierten saisonalen Grippeimpfstoff (mRNA‑1010) doch zu prüfen.

Was ist die Vorgeschichte? Moderna hatte den Impfstoff zur Prüfung eingereicht. Statt die Bewerbung weiter zu bearbeiten, schickte die FDA einen sogenannten "Refusal-to-File"-Brief an den Hersteller. Das bedeutete, dass sie Unterlagen nicht einmal zur Prüfung annahm.

Warum? Die FDA bemängelte das Design der klinischen Studie von Modernas Impfstoff (mRNA-1010). Dabei wurde der neue mRNA-Impfstoff einem Standard-Grippeimpfstoff gegenübergestellt. Die FDA sagte, dieser Vergleich "spiegelt nicht den bestmöglichen Standard der Versorgung" wider.

Was ist nun anders? Nach einem Treffen zwischen dem Unternehmen und der Behörde schlug Moderna einen überarbeiteten Zulassungsansatz vor. Daraufhin akzeptierte die FDA den Antrag zur formellen Prüfung.

Was war der Moderna-Vorschlag? Vollständige Zulassung für Erwachsene im Alter von 50 bis 64 Jahren und beschleunigte Zulassung für Personen ab 65 Jahren mit Verpflichtung zu weiteren Studien nach der Markteinführung.

Was ist der Zeitplan? Die FDA hat dem Antrag ein Zieldatum am 5. August 2026 zugewiesen – das heißt, bis dahin will sie entscheiden, ob der Impfstoff zugelassen wird. Wenn er genehmigt wird, könnte der Impfstoff für Erwachsene ab 50 Jahren in der Grippesaison 2026/2027 verfügbar sein.

Was ist der Hintergrund? Einige hochrangige Verantwortliche in der US-Gesundheitspolitik, darunter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., sind öffentlich kritisch gegenüber mRNA-Impfstoffen bzw. gegenüber der bisherigen Impfstoff-Politik aufgetreten.

Warum ist das relevant? Ein mRNA-Grippeimpfstoff gilt als wichtiger Fortschritt gegenüber traditionellen Vakzinen, weil er sich schneller an neue Virusstämme anpassen könnte.

Was ist mRNA? Die Abkürzung steht für Messenger-RNA (Boten-RNA). Sie ist eine Art Bauplan, den unsere Zellen ganz natürlich benutzen. Normalerweise sagt mRNA den Zellen, welches Protein sie herstellen sollen.

Wie ist das beim Impfstoff? Bei einem mRNA-Impfstoff bekommt der Körper eine künstlich hergestellte mRNA. Diese enthält den Bauplan für ein harmloses Stück eines Virus. Die Zellen lesen diesen Bauplan und produzieren kurzzeitig dieses Protein. Dadurch lernt das Immunsystem, den Erreger zu erkennen und Abwehrstoffe zu bilden.

Warum ist die Debatte entstanden? Die ersten Covid-Impfstoffe basierten auf der mRNA-Technologie, sie kamen ins Fadenkreuz der Impfskeptiker. Die Angst war, dass die mRNA die DNA verändern könnte und es keine langfristigen Erfahrungen gab.