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22. Januar 2026

Trump stellt "Friedensrat" vor Aus Europa nur Ungarn dabei

Worum geht es? Donald Trump hat einen internationalen Friedensrat ins Leben gerufen, der offiziell Board of Peace heißt. Er wurde am Donnerstag in Davos vorgestellt.

Was ist der Sinn? Offizielles Ziel dieses Gremiums ist es, Frieden zu fördern, Konflikte zu lösen und Stabilität in Krisenregionen zu sichern, insbesondere im Nahen Osten.

Wer ist dabei? Rund 60 Staaten wurden zur Mitarbeit eingeladen, es gibt aber eine Reihe von Ländern, die eine Teilnahme abgelehnt haben, einige möchten abwarten.

Wer gehört zum "Kern-Friedensrat"? 19 Staats- und Regierungschefs waren bei der Unterzeichnung des Gründungsdokuments in Davos dabei. Rund 35 Staaten sollen eine Zusage abgegeben haben.

Wer hat in Davos unterschrieben? Bahrain, Marokko, Aserbaidschan, Bulgarien, Argentinien, Armenien, Ungarn, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, der Kosovo, Pakistan, Paraguay, Katar, Saudi-Arabien, Usbekistan, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Mongolei.

Ungarn? Ja, Premierminister Viktor Orbán war bei der Unterzeichnung dabei. Ungarn ist das einzige europäische Land, das mitmacht.

Was begründet die Skepsis? Bedenken über die Legitimität eines US-geführten Gremiums. Kritiker warnen, dass der Friedensrat versuchen könnte, die Rolle der Vereinten Nationen und anderer etablierter internationaler Strukturen zu untergraben.

Wie lief die Präsentation? Trump hielt eine Rede, in der er den Tag als "sehr aufregend und lange geplant" bezeichnete und erklärte, der Friedensrat könne einen bedeutenden Beitrag zur Beendigung internationaler Konflikte leisten.

Was ist das erste Einsatzgebiet? Der Waffenstillstand und der Wiederaufbau im Gazastreifen sollen überwacht werden.

Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.

Wer ist Vorsitzender? Donald Trump. Es gibt daneben auch einen Exekutivrat.

Weitere Meldungen

"Fenster verwanzt" Liz Hurley weint bei Medien-Prozess

Worum geht es? Vor dem  High Court in London findet gerade ein Prozess gegen den Verlag Associated Newspapers Ltd. (ANL) statt, der unter anderem die Daily Mail und die Mail on Sunday herausgibt.

Was ist der Vorwurf? Medien des Verlags sollen systematisch und über Jahre hinweg illegal in die Privatsphäre von Promis eingegriffen haben. Etwa durch das Abhören von Handys und Telefonen, den Einsatz von Privatdetektiven, den Zugriff auf persönliche Daten durch unrechtmäßige Methoden.

Wer klagte? Etwa Prinz Harry, Elton John, Sadie Frost, Baroness Doreen Lawrence und Sir Simon Hughes.

Was passierte nun? Liz Hurley erschien am Donnerstag gemeinsam mit ihrem Sohn Damian im Gericht, um als Zeugin auszusagen. Sie sei tief verletzt gewesen, als sie erfahren habe, dass ihre Telefonleitungen abgehört worden sein sollen.

Was erzählte sie? Hurley sagte aus, es habe versteckte Mikrofone am Fenster ihres Hauses gegeben, um Gespräche abzuhören. Sie behauptete auch, private medizinische Details aus der Zeit ihrer Schwangerschaft seien gestohlen und für Zeitungsartikel verwendet worden.

Wie sehr nahm sie das mit? Während ihrer Aussage wurde Hurley mehrfach emotional, war sichtlich bewegt und weinte im Zeugenstand. Sie habe manchmal Angst gehabt, zu laut zu sprechen, weil sie wusste, dass "jemand" mithöre.

Was sagt der Verlag? Associated Newspapers Ltd. (ANL) bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet sie als unerhört, unbegründet oder gestützt auf fragwürdige Beweise.

Geheim-Absprache mit USA Neue Venezuela-Präsidentin in Kritik

Worum geht es? Delcy Rodríguez, die bis Anfang 2026 Vizepräsidentin Venezuelas war, spielte eine zentrale Rolle in den geheimen Vorbereitungen auf den Machtwechsel nach Nicolás Maduros Sturz. Das geht aus neuen Dokumenten hervor.

Was steht drin? Bereits im Herbst 2025 nahm sie über katarische Vermittler Kontakt zu US‑Offiziellen auf, um zu signalisieren, dass sie nach einem Machtwechsel bereit wäre, mit den USA zusammenzuarbeiten und für eine geordnete Übergangsphase zu sorgen.

Was heißt das konkret? Schon im Dezember sagte Rodríguez der US-Regierung: "Maduro muss weg." Das berichtet der Guardian.

Was war die Botschaft? Sie und ihr Bruder Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung, betonten, sie wollten sicherstellen, dass kein chaotisches Machtvakuum entsteht.

Das klang aber anders? Ja, nach der Entführung des Präsidenten hatte Rodríguez Kritik an den USA geübt und in einer TV-Rede gesagt, Maduro sei "der einzige Präsident von Venezuela". Sie forderte seine sofortige Freilassung.

Ein Widerspruch? Schon, aber:  Rodríguez versprach zwar, die USA nach Maduros Sturz zu unterstützen, stimmte aber nicht zu, aktiv an seinem Sturz mitzuwirken.

Neuer Rekord bei Oscars "Blood & Sinners" mit 16 Nominierungen

Worum geht es? In der Nacht vom 15. auf den 16. März werden in Los Angeles zum 98. Mal die Academy Awards verliehen. Am Donnerstag wurden die Nominierungen bekanntgegeben, und es gab eine Überraschung.

Welche? Der Horror-Thriller "Blood & Sinners" (hier der Trailer) erhielt 16 Oscar‑Nominierungen, mehr als jeder andere Film in der Oscar‑Geschichte.

Wer war bisher Spitze? Vorher hatten drei Filme jeweils 14 Nominierungen: All About Eve (1950), Titanic (1997) und La La Land (2016).

Wer schlug sich noch gut? Direkt hinter "Sinners" liegt "One Battle After Another" (hier der Trailer). Der Film ist mit 13 Nominierungen damit auch ein großer Favorit der Awards‑Saison.

Wer moderiert? Wieder Conan O’Brien, es gibt 24 Wettbewerbs‑Kategorien, einschließlich einer neuen für Bestes Casting.

Was sonst noch auffiel? Die Top‑nominierten Filme kamen aus vielen verschiedenen Genres und Stilen, "Sinners" etwa aus der Kategorie Horror/Drama, "One Battle After Another" ist eine Polit-Satire.

Wer räumte ab? Warner Bros. hatte dieses Jahr mit gleich zwei stark nominierten Filmen („Sinners“ und „One Battle After Another“) ein ausgezeichnetes Oscar‑Ergebnis.

Warum ist das relevant? Das Studio steckt inmitten einer Übernahmeschlacht und soll von Netflix geschluckt werden.

Minister ausgebuht Eklat bei WEF-Abendessen in Davos

Worum geht es? Beim World Economic Forum (WEF) in Davos ist es am Dienstagabend bei einem hochrangigen Abendessen zu einem Zwischenfall gekommen. US‑Handelsminister Howard Lutnick wurde von Teilen des Publikums ausgebuht.

Wer gab das Dinner? Der Chef des Vermögensverwalters BlackRock, Larry Fink. Er ist eine zentrale Figur des Weltwirtschaftsforums. Das Abendessen wurde von Vertretern von Regierungen, Wirtschaftsführern und weiteren Würdenträgern besucht.

Wie kam es zum Eklat? Lutnick übte scharfe Kritik an Europa. Dabei betonte er, dass die westliche Globalisierung "gescheitert" sei und plädierte für eine stärker national orientierte "America First"‑Wirtschaftspolitik – Aussagen, die bei vielen Anwesenden auf Ablehnung stießen.

Zum Beispiel? Lutnick erklärte seinem Publikum, dass sich die Welt auf Kohle als Energiequelle konzentrieren sollte, anstatt auf erneuerbare Energien.

Was passierte dann? Mehrere Gäste sollen dazu laut gejohlt haben, woraufhin einige den Saal vorzeitig verließen. Die Veranstaltung wurde von den Gastgebern vor dem Nachtisch abgebrochen, nachdem die Stimmung angespannt war.

Wer verließ den Raum? Etwa Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie ging während einer Passage von Lutnicks Rede aus dem Saal.

Wie reagierte das US-Handelsministerium? Es erklärte: "Nur eine Person hat gebuht, und das war Al Gore." Der ehemalige demokratische US-Vizepräsident ist Klimaschützer.

Deutsche Spionin in Haft Sie soll für Russland gearbeitet haben

Worum geht es? In Berlin wurde Mittwochfrüh eine mutmaßliche Spionin festgenommen. Sie wird verdächtigt, für einen russischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Ilona W. besitzt die deutsche und die ukrainische Staatsbürgerschaft.

Was ist der Verdacht? Die Bundesanwaltschaft wirft der 56-Jährigen vor, seit mindestens November 2023 sensible Informationen weitergegeben zu haben.

An wen und worüber? Die Frau soll Informationen über Waffenlieferungen, Drohnendaten und Rüstungsstandorte im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine an einen Agenten aus der russischen Botschaft weitergegeben haben.

Wie hat sie gearbeitet? Ilona W. saß im Vorstand des Berliner Vereins "Bundesvereinigung Binationaler Gesellschaften". Er setzte sich für Völkerverständigung und internationale Zusammenarbeit ein und pflegte Kontakte zu hochrangigen Politikern von SPD und CDU sowie Wirtschaftsgrößen, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Handelt es sich um eine Einzeltäterin? Ermittler fanden bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern Hinweise auf weitere Beteiligte; zwei weitere Verdächtige seien jedoch noch auf der Flucht.

Was weiß man über die Mittäter? Laut Spiegel handelt es sich um zwei frühere Mitarbeiter des Bundesverteidigungsministeriums.

Flut an Hai-Angriffen Nun sperrt Australien mehrere Strände

Worum geht es? Innerhalb von etwa 48 Stunden wurden in und um Sydney mindestens vier Hai‑Attacken gemeldet. Diese Serie von Angriffen und Zwischenfällen ist außergewöhnlich, weil so viele Vorfälle in so kurzer Zeit selten auftreten.

Was ist passiert? Ein zwölfjähriger Bub wurde in Sydney Harbour bei Nielsen Park/Shark Beach schwer verletzt und kämpft nach einem Hai‑Biss an den Beinen um sein Leben. Ein Mann wurde bei Manly Beach von einem Hai gebissen und schwer verletzt.

Welche Vorfälle gab es noch? In derselben Zeit wurden mehrere weitere Hai‑Sichtungen und Bisse an Surfbrettern gemeldet – unter anderem ein Vorfall, bei dem ein Brett stark beschädigt wurde.

Was wird dagegen getan? Die Behörden in New South Wales haben zahlreiche Strände entlang der Küste einschließlich der Northern Beaches vorübergehend geschlossen.

Was sind die Gründe? Experten vermuten, dass die starken Regenfälle und Sturmfluten das Wasser trübe gemacht und Sedimente sowie Nahrung ins Meer gespült haben, was Haie näher an Küsten und in Hafengewässer lockt.

Israel im "Friedensrat" Netanjahu ist nun für den Trump-Plan

Worum geht es? Am Donnerstag will US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) seinen Friedensplan für Gaza vorstellen. Israels Premier Benjamin Netanjahu hat seinen Widerstand aufgegeben und ist nun auch dabei.

Was ist der Hintergrund? Trump hat den sogenannten Friedensrat ("Board of Peace") ins Leben gerufen, um den Waffenstillstand und den Wiederaufbau im Gazastreifen zu überwachen.

Wer ist schon dabei? Die Rede ist von momentan 35 Staaten, darunter Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Belarus, Ägypten, Ungarn, Kasachstan, Kosovo, Marokko, Pakistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam.

Wer ist noch unentschieden? Deutschland, Großbritannien, China, Russland, Italien, Kroatien, Singapur, die Ukraine oder Paraguay.

Wer ist nicht dabei? Frankreich, Schweden und Norwegen haben offiziell nein zu einer Teilnahme gesagt.

Was ist der Deal? Die Mitgliedstaaten erhalten eine dreijährige, verlängerbare Amtszeit, können sich aber einen ständigen Sitz sichern, wenn sie 1 Milliarde Dollar an Finanzmitteln einzahlen.

Wer wird Vorsitzender? Donald Trump wird den Vorsitz so lange innehaben, "bis er zurücktritt". Ein zukünftiger US-Präsident könne jedoch einen neuen Vertreter ernennen. Als Vorsitzender wird er "die ausschließliche Befugnis haben, Tochtergesellschaften zu gründen, zu ändern oder aufzulösen, soweit dies zur Erfüllung der Mission des Board of Peace erforderlich oder angemessen ist".

Macht Trump das allein? Nein, er wird "Führungskräfte von globalem Rang" auswählen, die für eine zweijährige Amtszeit in einem Exekutivrat tätig sein werden, der zur Umsetzung der Mission des Friedensrates beitragen soll.

Wer wird das sein? Etwa Marco Rubio – US‑Außenminister, Steve Witkoff – Trump‑Sondergesandter für den Nahen Osten, Jared Kushner – Trumps Schwiegersohn und Berater, Tony Blair – ehemaliger britischer Premierminister, Marc Rowan – CEO von Apollo Global Management, Ajay Banga – Präsident der Weltbank, Robert Gabriel Jr. – Stellvertretender nationaler Sicherheitsberater der USA.