Worum geht es? Am 21. April hätte Queen Elizabeth II. ihren 100. Geburtstag gefeiert. In einer Video-Rede würdigte König Charles, Sohn und Nachfolger, die Verdienste der Königin.
Wie kam es zur Rede? Die Videobotschaft wurde Anfang April in der Bibliothek von Schloss Balmoral aufgenommen.
Was sagte Charles? Seine Mutter sei "beständig, standhaft und dem Volk, dem sie diente, vollkommen ergeben" gewesen. Ihr Ehrentag sollte für ein "erfülltes Leben" gefeiert werden, anstatt an eine "Abwesenheit" zu erinnern.
Was war die Botschaft? "Ich vermute, dass sie vieles in der heutigen Zeit sehr beunruhigt hat, aber ich schöpfe Hoffnung aus ihrem Glauben, dass das Gute immer siegen wird und dass eine bessere Zukunft nie fern ist".
Was erwähnte er noch? "Millionen werden sich an sie wegen Momenten von nationaler Bedeutung erinnern; viele andere wegen einer flüchtigen persönlichen Begegnung, eines Lächelns … oder wegen dieses wunderbaren Funkelns in ihren Augen, als sie in den letzten Monaten ihres Lebens ein Marmeladenbrot mit Paddington Bär teilte."
Wann starb die Queen? Am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral, nachdem sie 70 Jahre lang als Monarchin gedient hatte.
Worum geht es? Karl Schenk Graf von Stauffenberg ist der Enkel des Hitler-Attentäters. Nun sollte er Generalsekretär der FDP in Bayern werden. Aber es passierte eine Verwechslung.
Nämlich? Falsche Wahlergebnisse verkünden, das kann nicht nur die SPÖ. Die FDP hielt am Samstag in Ingolstadt ihren Landesparteitag ab. Dabei wurde Moritz Fingerle zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Aber? Er nahm die Wahl an, nahm Gratulationen entgegen, dann erfuhr er: eine Verwechslung. Matthias Fischbach hatte mehr Stimmen erhalten. Weil die Nachnamen von beiden mit FI beginnen, war es zu einer Computer-Panne gekommen.
Was hat das mit Stauffenberg zu tun? Er sollte Generalsekretär unter Fingerle werden, betrat die Bühne, begann mit seiner Rede und wurde nach 30 Sekunden unterbrochen.
Warum? Weil da die FDP den Fehler bei der Wahl bemerkt hatte. Stauffenberg wurde also nicht Generalsekretär, aber immerhin noch Parteivize. Und um ein paar Erkenntnisse reicher.
Worum geht es? FBI-Direktor Kash Patel hat eine 250-Millionen-Dollar-Verleumdungsklage gegen das renommierte US-Magazin The Atlantic eingereicht.
Weswegen? Hintergrund ist ein Artikel, in dem ihm unter anderem exzessiver Alkoholkonsum auch während der Dienstzeit, wiederholte Abwesenheiten und unzuverlässiges Verhalten im Amt vorgeworfen werden.
Was ist konkret gemeint? The Atlantic berichtet von Alkohol-Abstürzen, nennt bestimmte Bars, Patel sei immer wieder unansprechbar oder unerreichbar gewesen.
Was sagt Patel? Er bezeichnet den Bericht als "falsch, erfunden und rufschädigend". Seine Anwälte argumentieren, dass das Magazin sich auf anonyme Quellen ohne überprüfbare Belege gestützt habe und bewusst seinen Ruf beschädigen wollte.
Und das FBI? Die offizielle Stellungnahme der Behörde (38.000 Mitarbeiter) gegenüber der Zeitschrift ging so: "Alles falsch, wir sehen uns vor Gericht – bringen Sie Ihr Scheckbuch mit."
Und der Atlantic? Das Magazin verteidigt die Recherche und erklärt, man stehe voll hinter der Berichterstattung und werde sich juristisch dagegen wehren.
Warum ist die Summer so hoch? Sie sind meist symbolisch hoch angesetzt. Endurteile oder Vergleiche fallen oft deutlich niedriger aus, viele Fälle werden außergerichtlich geregelt oder überhaupt abgewiesen.
Worum geht es? Der Fall hat im November 2025 weltweit für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Vier Mitglieder einer Familie aus Deutschland starben auf einer Reise in die Türkei. Nun hat der Prozess dazu begonnen.
Was ist passiert? Die vierköpfige Familie mit türkischen Wurzeln kam mit schweren Vergiftungssymptomen ins Krankenhaus. Die Mutter (27) und die beiden Kinder (3, 5) starben am Tag nach ihrer Einlieferung, der Vater (38) verstarb wenig später.
Was war die Ursache? Die Behörden gingen zunächst von einer Lebensmittelvergiftung aus. Dann gab es zwei weitere ähnliche Vorfälle und das Hotel rückte in den Fokus der Ermittlungen.
Was stellte sich heraus? Ursache war ein Mittel zur Desinfektionen. Das Zimmer der Familie war von Bettwanzen befallen. Laut der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu sei sei das toxische Gas Phosphin zur Bekämpfung verwendet worden.
Was geschieht nun? Am Dienstag startete in Istanbul der Prozess gegen sechs Beschuldigte, darunter den Inhaber des Hotels. Sie sind wegen "bewusster fahrlässiger Tötung" angeklagt.
Was wiegt schwer? Der Einsatz der Rettungskräfte hatte sich verzögert, weil der Eingang für sieben Minuten abgesperrt worden war. Es drohen bis zu 22 Jahre Haft.
Worum geht es? Überraschung in der US-Wirtschaftswelt. Tim Cook, der Vorstandsvorsitzende von Apple, erklärte am Montag, dass er nach fast 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens zurücktreten werde.
Warum? Cook, 65, wird am 1. September in eine neue Rolle als Vorstandsvorsitzender von Apple wechseln. Tatsächlich ist der Machtwechsel bereits im Gang und wird im Herbst finalisiert.
Wer wird sein Nachfolger? John Ternus, 50-jährigen Leiter der Hardwareentwicklung von Apple. Der Übergang wurde vom Aufsichtsrat einstimmig genehmigt.
Wie erfolgreich war Cook? Er trat 2011 das Amt an und wurde anfangs belächelt, auch wegen der große Fußstapfen, die Steve Jobs hinterlassen hatte.
Aber? Während seiner Amtszeit vervierfachte sich Apples Jahresgewinn auf über 110 Milliarden Dollar, während sich der Unternehmenswert mehr als verzehnfachte und auf 4 Billionen Dollar anstieg.
Was bleibt? Cook war seit dem iPhone 4S im Oktober 2011 für jede iPhone-Veröffentlichung verantwortlich, außerdem für die Einführung von Apple Watch, der AirPods oder von Apple Pay.
Worum geht es? Donald Trump hatte für eine Reihe von Ländern Sonderzölle verhängt. Das war laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs illegal. Nun muss das Geld zurückgezahlt werden.
Um wie viel Geld geht es? Laut einer Gerichtsakte der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) zahlten 330.000 Importeure bis zum 4. März geschätzte Zölle in Höhe von rund 166 Milliarden US-Dollar.
Wie erhalten sie das Geld? Das hat der Oberste Gerichtshof nicht festgelegt, aber das Gericht für Internationalen Handel hat die Regierung im vergangenen Monat angewiesen, mit dem Erstattungsprozess zu beginnen.
Wie funktioniert das? Die U.S. Customs and Border Protection (CBP) schaltete am Montag ein Portal für die Abwicklung frei. Die Importeure sollen innerhalb von 60 bis 90 Tagen ihr Geld bekommen. Es könnte aber länger dauern.
Warum? Schon im Februar hatte Finanzminister Scott Bessent nach dem Urteil des Oberstgerichts gewarnt, dass der Rückerstattungsprozess "ein Chaos" werden könnte, das "Monate" oder "Jahre" dauern würde – und Trump sagte, dass die Rechtsstreitigkeiten zwei bis fünf Jahre dauern könnten.
Wie viele werden sich melden? Das ist noch unklar. Bewerber konnten sich schon in den vergangenen Wochen registrieren. Nur 56.500 Importeure machten von der Möglichkeit Gebrauch.
Worum geht es? Rumen Radew hat mit seinem Mitte-Links-Bündnis "Progressives Bulgarien" die Wahl am Sonntag mit deutlichem Abstand gewonnen. Er erreichte 44,7 Prozent und damit die absolute Mehrheit im Parlament. Das gab es zuletzt 1997.
Was ändert das? Es könnte die politische Instabilität beenden. Am Sonntag fand die schon achte Parlamentswahl in nur fünf Jahren statt. Die letzte Regierung war 2025 nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten.
Wer ist Radew? Der Ex-Kampfpilot (62) war Luftwaffenkommandeur des Warschauer Pakts, hat aber auch eine Ausbildung an einer US-Militärakademie. Er nimmt keine Anti-Haltung zu NATO und EU ein, gilt aber als kritisch. Bis 2026 war er Bulgariens Präsident.
Wo steht er politisch? Eher auf Linie des abgewählten ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Also russlandfreundlich und Ukraine-kritisch. Radew lehnt Waffenlieferungen ab, will sich aber an alle diesbezüglichen EU-Beschlüsse halten.
Warum ist die Wahl heikel? Bulgarien (seit 1. Jänner Teil des Euroraumes) will wieder mehr russisches Öl importieren. Das Land ist NATO-Mitglied.
Wie reagierte der Kreml? Sehr angetan. "Natürlich gefallen uns die Äußerungen von Herrn Radew", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.
Worum geht es? Der Absatz von Elektroautos stieg im März in Kontinentaleuropa um 51 Prozent. Das gab der Branchenverband New AutoMotive und E-Mobility Europe bekannt.
Heißt in Zahlen? Es wurden über 242.000 reine Elektrofahrzeuge (BEV) zugelassen, das waren 22 Prozent aller Neuwagenverkäufe.
Woher weiß man das? Es wurden die Zahlen in 14 Märkten erhoben. Österreich war nicht dabei.
Sondern? Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden und die Schweiz. Diese Märkte machen etwa 81 Prozent des gesamten europäischen Automobilmarktes aus.
Was ist das große Bild? Im ersten Quartal 2026 wurden EU-weit mehr als 500.000 Elektroautos zugelassen – genug, um den Ölverbrauch um zwei Millionen Barrel pro Jahr zu senken.
Was ist der Grund? Der Krieg im Nahen Osten hat die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen deutlich gemacht. Die Verbraucher beginnen offenbar umzudenken.
Wer ist Vorreiter? Norwegen verzeichnete den größten Anteil an Autofahrern, die auf Elektrofahrzeuge umgestiegen sind: 98 Prozent aller im März verkauften Neuwagen waren Elektrofahrzeuge, gefolgt von Dänemark mit 76 Prozent und Finnland mit fast 50 Prozent.